Der amerikanische Freund
L'ami américain (1977), FR/DE Laufzeit 127 Minuten, FSK 16, Thriller, Drama, Kinostart 24.06.1977
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von Wim Wenders, mit Dennis Hopper und Bruno Ganz
Der unscheinbare Jonathan lebt mit dem nahen Tod. Er hat Leukämie. Der zwielichtige Amerikaner Tom Ripley vermittelt ihn als idealen Killer. Denn in seinen Augen hat der harmlose Handwerker nichts mehr zu verlieren. Aber Ripley zeigt plötzlich Skrupel. Zu spät. Jonathan wird in der Pariser Metro zum Mörder. Und der braucht jetzt dringend einen Freund.
Cast & Crew
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Wim Wenders
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Dennis Hopper
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Tom Ripley
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Bruno Ganz
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Jonathan Zimmermann
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Lisa Kreuzer
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Marianne Zimmermann
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Gérard Blain
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Raoul Minot
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Nicholas Ray
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Samuel Fuller
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Gangster
Regie
Schauspieler
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Peter Lilienthal
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Marcangelo
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Daniel Schmid
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Ingraham
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Rudolf Schündler
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Lou Castel
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Rodolphe
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Wim Wenders
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Wim Wenders
- Genre
- Thriller, Drama
- Ort
- Paris
- Handlung
- Freundschaft, Geplanter Mord, Leukämie, Roman, Sterben und Tod
- Mitmachen
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Drehbuch
Filmdetails Der amerikanische Freund
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Trailer zum Film Der amerikanische Freund










Kommentare (8) — Film: Der amerikanische Freund
Kommentar schreibenJoe Gillis 2011/12/30 21:59:43
Kommentar löschenDas Leben, vom Tode aus betrachtet … Ja, da ist auch ein Thriller: betrügerische (Kunst-)Geschäfte, Gangster, die mit Pornos handeln, Auftragsmord in der Eisenbahn, Leichen, die beseitigt werden müssen. Aber vor allem ist da dieser epi-nostalgische, larmo-romantische Kinotraum über Männer: über ihren blöden Stolz und ihre noch blöderen Empfindlichkeiten, über ihre kindische Angst und ihre jungenhaften Sehnsüchte, über ihr Verlangen nach (unmöglicher!) Freundschaft, nach (utopischer!) Liebe, über ihre Fähigkeit zu beiläufiger Zärtlichkeit, zu wortlosem Verstehen. »Der amerikanische Freund« erzählt (frei nach Patricia Highsmiths Roman »Ripley’s Game«) davon, wie diese Männer in geisterhaften Städten, in Hamburg, in New York, in Paris, ihre riskanten, infamen, todbringenden Spiele spielen. Sie leben (?) in grandios-vergammelten Villen (Ripley = Dennis Hopper), in einsam ragenden Häusern am Fluß (Jonathan = Bruno Ganz), in weitläufigen Appartements über dem Häusermeer (Minot = Gérard Blain). Sie sind Tote auf Urlaub in einer Welt hinter Glas, (vergeblich) bemüht, Isolation, Melancholie, Distanz zu überwinden. Wim Wenders (der in Nebenrollen nicht ohne Grund Regielegenden wie Nicholas Ray und Sam Fuller besetzt) verschickt die mythischen Gestalten des Western, des film noir, des Melodrams in eine novembrige Gegenwart, in eine Zeit aus Blei, wo sie in kühlem Edward-Hopper-Licht (Kamera: Robby Müller) durch anonyme Flughäfen und menschenleere U-Bahnhöfe, über verlassene Parkways und urbane Brachflächen irren. Heimatlose. Suchende. Männer: »My thought just weigh me down / And drag me to the ground / And shake my head till there's no more life in me.« PS: Ja, da ist auch eine Frau: Sie heißt … wie heißt sie doch gleich?
http://kinotagebuch.blogspot.com/
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Pygar 2011/07/02 01:45:15
Kommentar löschenDie klar gezogene Grenze zwischen Gut und Böse droht gänzlich zu verschwinden, wenn sich die Erwartung auf ein mögliches Weiterleben in Luft auflöst, oder sich gar unerwartetes Mitleid in das Herz eines eiskalten Verbrechers schleicht. Was bleibt übrig von der einstigen Moral, die das Leben in geordneten Bahnen hielt, und was verbleibt den Angehörigen, denen die eingeschlagene Richtung charakterlicher Wandlung missfällt? Jedenfalls die Verlockung scheint da, dem finanziellen Anreiz zu erliegen, die Familie in zukünftiger Sicherheit zu wähnen, und sich von ehemaligen Vorstellungen wie Richtig oder Falsch zu verabschieden. So treffen in diesem Meisterstück (Vorlage: Highsmith), die Verkörperung der gutgläubigen Unschuld auf die Verkörperung des hinterlistigen Verbrechers, zwischenmenschliche Missverständnisse auf falsche Vorstellungen von Fürsorge, und unabwendbares Verderben auf überraschende Freundschaft. Doch »Helden« und Vertreter der ehemals klar zu erkennenden Seiten werden hier ebenso schnell erschaffen wie demontiert, der Tod zerrt jederzeit am Leben, und selbst Betrüger scheinen sich nach Versöhnung oder mindestens Vergebung zu sehnen. Wenders gelingt es dabei hervorragend die instabile Balance der zum Scheitern verurteilten Männerfreundschaft herauszuarbeiten. Einem vorerst nur zweckmäßigen Bündnis, welches seine Berechtigung nicht aus einseitigem Respekt oder unterschiedlichen Beweggründen erhält, sondern eine Vereinigung, die sich im gemeinsamen Eifer (während der Ausübung schmutziger Geschäfte) vorerst findet, aber schlussendlich verliert.
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Joe Gillis 2011/07/02 12:20:02
Antwort löschenNa siehste, Wim, geht doch, wenn man sich ein bißchen Mühe gibt.
Pygar 2011/07/02 12:44:25
Antwort löschenAnstrengung braucht es hier wirklich keine. Ein absolut großartiger Film. Dank dieser Wiederentdeckung, freue ich mich nun vor allem auf seine früheren Werke. Vielleicht ist ja noch etwas Schönes dabei. (Ich hoffe auf "Stand der Dinge", "Alice in den Städten" und "Im Lauf der Zeit").
dae-su 2011/04/26 09:54:20
Kommentar löschenDennis Hopper und Bruno Ganz - zwei ganz große, völlig gegensätzliche Darsteller, die erst im darstellenden, spielerischen "Kampf" gegeneinander, auch miteinander, zu absoluter Bestform auflaufen. Robby Müllers Kamera, die so voller Ideen steckt - Ideen, die in PARIS, TEXAS in Perfektion wiederzufinden sind. 7 international renommierte Regisseure, die 7 Gauner, Gangster und Crooks spielen. Hamburg und die Rolltreppen, der Elbtunnel. Paris und die Metro, die kleine Freiheitsstatue auf der Seine. München und die Zugafhrt nach Hamburg. New York und Nicholas Ray mit Augenklappe.
DER AMERIKANISCHE FREUND ist sperriges Kino, das sich nicht einordnen lässt. Ein Thriller? Ne. Existenzielles Drama? Neee. Buddy-Movie-Roadtrip? Auch nicht. Aber trotzdem alles ein bisschen. Man mag dem Film vorwerfen, in keinem Genre so richtig aufzugehen, als nichts so richtig zu überzeugen. Aber welcher Film kann schon von sich behaupten, kunstvoller Kunst-Kriminalitätsthriller mit existenzialistischen Dramen-Motiven zu sein, weltumspannend, vor Zeiten der Globalisierung? Eben.
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ellen_ripley 2010/01/01 20:13:56
Kommentar löschenSie sind wie Äpfel und Birnen all die Ripley-Verfilmungen, man sollte sie nicht miteinander vergleichen. Dieser hier erzählt "Ripleys Game" gar nicht so sehr aus der Perspektive Ripleys sonders vielmehr aus der des Opfers Zimmermann. Schön geworden.
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willy50 2009/11/09 07:22:02
Kommentar löschenGanz gut, aber der beste Ripley bleibt John Malkovich. Dieser Film ist aber besser.
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christof.s 2007/11/30 12:08:48
Kommentar löschenMit Samuel Fuller und Nicholas Ray als wunderbar üble Ganoven, und mit meinem liebsten Filmzitat: als Jonathan (Bruno Ganz) völlig weggetreten noch mitten in der Nacht mit einem roten Käfer an die Küste fahren soll, taucht seine Frau (Lisa Kreutzer) auf, und er sagt in leise singendem Tonfall zu ihr: "Baby you can drive my car..."
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ElGuapo 2007/08/06 20:59:16
Kommentar löschenInteressante und ungewöhnliche Highsmith-Verfilmung.
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Horvath 2007/07/23 12:48:26
Kommentar löschenFamose Bildgestaltung, hervorragende Schauspieler (Ganz, Hopper, Kreuzer), tolle Filmmusik und eine kongeniale Mischung aus Arthouse- und Spannungskino - gewährleistet durch die Kombination Wenders und Highsmith. Mein Lieblings Ripley- und Wenders Film.
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