Der Brief für den König

De Brief voor de koning (2008), NL
Laufzeit 111 Minuten, FSK 6, Fantasyfilm, Kinostart 13.11.2008

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von Pieter Verhoeff, mit Yannick van de Velde und Quinten Schram

Um zum Ritter geschlagen zu werden, muss Schildknappe Tiuri eine Nacht schweigend wachen. Aber ein Hilferuf auf Leben und Tod verleitet ihn dazu, die Nachtwache abzubrechen: Der tödlich verletzte Ritter Edwinem übergibt Tiuri einen Brief für den König des Nachbarlandes Unauwen. Mit Edwinems Pferd und seinem Siegelring, verfolgt von den Roten reitern und ihrem listenreichen Anführer Slupor, macht sich Tiuri auf den Weg nach Unauwen. Unterwegs besteht Tiuri zahlreiche Mutproben und findet in dem jungen Piak einen treuen Freund. Gemeinsam trotzen sie vielen Gefahren und finden unerwarteten Beistand, bis sie mit Edwinems Botschaft das Volk von Unauwen vor einem großen Unheil bewahren. So wird Tiuri am Ende, trotz abgebrochener Prüfung, zum Ritter geschlagen und hat auch die holde Jungfrau Lavinia bei seinem Abenteuer erobert.

HandlungRitterschlagDer Schildknappe Tiuri (Yannick van de Velde) soll zum Ritter geschlagen werden. Dafür muss er eine letzte Prüfung auf sich nehmen und gemeinsam mit anderen Anwärtern eine Nacht betend in einer alten Kapelle verbringen. Doch die stille Nachtwache wird jäh unterbrochen, als ein Schildknappe schwer verletzt an der Tür erscheint. Er übergibt Tiuri einen geheimen Brief an den Ritter Edwinem. Tiuri verläßt die Kapelle auf der Suche nach dem Ritter und findet ihn in einem Wald. Schwerverletzt trägt im Edwinem auf, den Brief zum König von Unauwen (Rüdiger Vogler) zu bringen.

AufbruchNoch ehe Tiuri sich versieht, wird er von den roten Reitern von Eviellen verfolgt. Angeführt werden diese vom finsteren Slupor (Lars Rudolph), der verhindern will, dass der Schildknappe sein Ziel erreicht. Doch auch die Ritter von Dagonaut sind hinter ihm her, denn sie glauben, dass Tiuri Edwinem ermordet hat. Glücklicherwiese trifft er kurze Zeit später auf zwei Mönche, die ihm helfen. Tiuri erreicht eine Burg und wird sogleich vom Grauen Ritter (Uwe Ochsenknecht), dem Burgherren, verhaftet. Doch dessen hübsche Tochter Lavinia (Hanna Schwamborn) verhilft ihm zur Flucht. Er wird von den Dagonaut Rittern gefasst und zur Rede gestellt.

Neue FreundeAls Tiuri den Rittern sein Anliegen erklärt, brechen diese gemeinsam mit ihm zum König auf. Unterwegs werden sie wiederholt von den roten Rittern attackiert und getrennt. Als sich Tiuri in die Berge flüchtet, trifft er dort auf den alten Einsiedler Menaures (Rüdiger Vogler), der ihm seinen Gehilfen Piak (Quinten Schram) zur Seite stellt. Immer noch verfolgt von Slupor, setzen sie die Reise gemeinsam fort.

HoffnungNach mehreren Zusammenstößen mit den roten Ritter, erreicht Tiuri schließlich die Tore von Unauwen. Doch Slupor lauert schon in der Stadt und fordert Tiuri zu einem Kampf. Glücklich gewinnt der junge Schildknappe das Duell und überbringt seine Nachricht dem König. Das Land ist gerettet und Tiuri wird schließlich doch noch zum Ritter geschlagen.

Wissenswertes
Der Breif an den König basiert auf dem gleichnamigen Bestseller der Autorin Tonka Dragt. Das Buch wurde in Deutschland zum “Besten Jugendbuch der letzten 50 Jahre” gewählt, die Autorin erhielt dafür den Griffel der Griffels Preis.
Mit einem geschätzten Budget von 6.750.000 Euro konnte der Film allein in den Niederlanden bisher 1 Million Euro einspielen.(Stand: August 2008)
Der Film wurde in Belgien, den Niederlanden, Luxemburg, in der Carcassonne (Frankreich), in Eisenach (Thüringen)und Schottland gedreht.

Weiterführende InformationenWeitere Informationen im Internet
Pressespiegel und deutscher Trailer auf film-zeit.de
Trailer auf kino-zeit.de (niederländisch)
Offizielle Homepage des Films (niederländisch)
Bericht über den Filmdreh auf wdr.de

Quellen

  • Der Brief für den König - Bild 1179468
  • Der Brief für den König - Bild 1179481
  • Der Brief für den König - Bild 1179494
  • Der Brief für den König - Bild 1179507

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Cast & Crew


Kritiken (4) — Film: Der Brief für den König

Leni Höllerer: Die Welt, Berliner Zeitung,... Leni Höllerer: Die Welt, Berliner Zeitung,...

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5.0Geht so

"Der Brief an den König" unterscheidet sich mit seiner ruhigen Erzählweise und seinen psychologisch feinsinnigen Darstellern angenehm von manch überladenem Fantasy-Epos. Natürlich, dieser Film ist im Vergleich zu "Herr der Ringe" & Co. arm an Spektakeln und Übernatürlichem, dafür um so reicher an edlen Regungen in der Seele seines jungen Helden, und er beweist so, dass auch innere Konflikte einen Jugendfilm spannend machen können.

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G. Jekubzik: Filmtabs G. Jekubzik: Filmtabs

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7.0Sehenswert

Die Verfilmung des niederländischen Fantasy-Bestsellers kann mit dem Jungmimen Yannick van de Velde überzeugen, der anfangs zu brav wirkt aber tatsächlich die Wandlung zum aufrechten Ritter miterleben lässt. Originell beim Original ist, Uwe Ochsenknecht niederländisch synchronisiert zu hören. Für die deutschen Produktionsgelder treten auch noch Rüdiger Vogler als weiser König und Lars Rudolph als schleimiger Schurke Slupor auf. Doch wenn die Längen der zu gestreckten Handlung auf die Details blicken lassen, auf ein paar kaum bevölkerte Burgkulissen, fällt auf wie spärlich die Massenszenen ausfielen. Dafür sind die Landschaftsaufnahmen umso eindrucksvoller.

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Mike Beilfuß: Cinema Musica, Film-Dienst,... Mike Beilfuß: Cinema Musica, Film-Dienst,...

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7.5Sehenswert

Es ist die innere Spannung, die den Film auszeichnet. Erzählt wird er stets aus der Sicht des jugendlichen Helden, der die Welt, in die er hineingeworfen wird, mit gleichzeitig neugierigen, ängstlichen und intelligenten Augen betrachtet. Dies alles ist zwar etwas altmodisch inszeniert, dafür aber stringent und suggestiv erzählt. "Der Brief für den König" bleibt immer nah an seiner sympathischen Hauptfigur dran, vermag dadurch sein jugendliches Zielpublikum zu fesseln und liefert insgesamt eine durchaus gelungene filmische Umsetzung der Buchvorlage.

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sushi25: movie-fan.de

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6.0Ganz gut

Eine nette Umsetzung eines tollen Jugendbuches. Leider bleibt die Spannung in der Verfilmung hinter der packenden Romanvorlage zurück. Der Hauptdarsteller (nicht dunkelhaarig und grauäugig wie im Buch, sondern blond und blauäugig) kam beim weiblichen Publikum nicht 100%-prozentig an.

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Kommentare (2) — Film: Der Brief für den König

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L-viz

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Bewertung6.5Ganz gut

Alles in allem wird dem Zuschauer in "Der Brief für den König" ansprechende Mittelalterkost geboten. Mittelalter, das ist wichtig, nicht Fantasy! Auf Magie und Fabelwesen wird ganz verzichtet. Lediglich die Königreiche und Personen sind fiktiv.
Zwar ist es auch schon bis zu 20 Jahre her, dass ich das Buch gelesen habe, aber soweit ich mich erinnern kann, werden alle Stationen im Film berücksichtigt. Größere Kürzungen sind mir nicht aufgefallen. Der rote Faden der Geschichte wird anschaulich verfolgt, die Botschaft (es handelt sich ja um ein Kinderbuch) wird deutlich. Schöne Landschaften, Kostüme und verschiedene mittelalterliche Burgen und Städte und kein CGI runden den Film optisch ab.

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maslobojew

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Bewertung3.0Schwach

Älter als 13, 14 sollte man wohl nicht sein, aber diesen Streifen ab 6 Jahren freizugeben, ich weiß nicht ...
Meinen Filius (7), Star Wars erprobt, hatte ich jedenfalls nach 10 Minuten berechtigterweise auf dem Schoß sitzen, er die Zeigefinger immer bereit ins Ohr zu stecken und ich eine Hand in Wartestellung für seinen Sichtschutz.
Da gibt es besonders in der ersten Hälfte des Film kaum Atempausen, der Held gerät von einer Falle in die nächste unangenehme Situation und dabei hat das ganze Spektakel bestenfalls den Aufwand einer RTL-Vorabendserie.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Film sein Publikum findet, in welcher Altersgruppe auch immer.

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