Der Marathon-Mann

Marathon Man (1976), US Laufzeit 125 Minuten, FSK 16, Thriller, Kinostart 31.03.1977

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7.9
Kritiker
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7.6
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von John Schlesinger, mit Dustin Hoffman und Laurence Olivier

Das eiskalte Mantra des sadistischen Ex-KZ-Arztes Christian Szell wird für Thomas “Babe” Levy zum finstersten Alptraum: Der New Yorker Student gerät völlig unschuldig in das tödliche Intrigen-Netz um einen abtrünnigen amerikanischen Agenten und einen millionenschweren Diamantendiebstahl.

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Regie
Schauspieler

Kritiken (3) — Film: Der Marathon-Mann

SoulReaver: CinemaForever

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8.5Ausgezeichnet

[...] Dabei fängt "Der Marathon-Mann" eigentlich ziemlich undurchsichtig und zusammenhangslos an. Die Handlungsstränge mit den dazugehörigen Charakteren werden zwar eingefügt, bekommen aber vorerst keinen klaren Hintergrund geschenkt. Babe, Doc, Elsa und Szell. Die Frage, die sich unweigerlich dem Zuschauer stellt ist, wie die Beziehungen zwischen diesen Figuren wirklich aussehen und in welche extremen Situationen allesamt gestürzt werden, vor allem natürlich unser Protagonist Babe, dem die Todesangst immer wieder unverblümt in aller Deutlichkeit abzulesen ist. John Schlesinger beherrscht es meisterhaft, die Spannung kontinuierlich aufzubauen und das fesselnde Netz aus Konspirationen, Diamantenschmuggel, falschen Identitäten und verzweifelter Unschuld exzellent zu verknüpfen. Dazu gibt es dann noch eine der unbehaglichsten Szenen der Filmgeschichte, erzeugt durch den gänsehauterregenden Antagonisten und einer ganz speziellen Zahnbehandlung. "Der Marathon-Mann" ist dynamisches, intensives, zeitloses und intelligentes Thriller-Kino der Extraklasse, gerade auch dank seiner Atmosphäre, die nicht nur packen kann, sondern auch die durchdachte Brillanz von Schlesingers Führung sorgfältig offenbart. [...]

Kritik im Original 21 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Timo K.: Blockbuster Entertainment

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8.5Ausgezeichnet

[...] Filme wie "French Connection – Brennpunkt Brooklyn" (1971), "Der Pate" (1972), "Chinatown" (1974) oder "Taxi Driver" (1976) setzten durch ihre außergewöhnliche Qualität, durch die Tatsache, dass ihre Regisseure und Autoren volle künstlerische Freiheit genießen durften und nicht zuletzt durch ihre riesigen Erfolge an den Kinokassen einen neuen Standard, der viele Kritiker dazu brachte, die 70er-Jahre als "zweites goldenes Zeitalter Hollywoods" zu bezeichnen. Mit einer explosiven Mischung aus Spionagethriller und reinrassiger Detektivgeschichte, mit dem Dreamteam Hoffman, Olivier, Scheider, Devane und Keller inszenierte John Schlesinger ("Das Ritutal"; "Fremde Schatten") 1976 einen Film, der einerseits die Regeln des konventionellen Thrillers zu sprengen drohte, andererseits einen Antagonisten hervorbrachte, der selbst heute noch seine Wirkung nicht verloren hat. [...]

Kritik im Original 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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8.5Ausgezeichnet

It's not safe. Auch nach fast dreissig Jahren hat der Thriller wenig von seiner Kraft eingebüsst. Nach einem etwas verwirrenden und langsamen Start, dreht er ab dem zweiten Akt richtig auf. Der damals schon schwer kranke Laurence Olivier liefert als diabolischer Nazi-Zahnarzt eine Glanzleistung ab. Hoffman kann ebenefalls überzeugen, auch wenn es etwas guten Willen braucht, den damals fast 40jr noch als College-Studenten zu akzeptieren.

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Kommentare (40) — Film: Der Marathon-Mann


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KonTaicho

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Bewertung7.5Sehenswert

"Weiss nicht was die Richtung ist, weiss nur was richtig ist.
Ich bin der Marathonmann - Ich komme nie an!"

Dustin Hoffman lässt in "Marathon-Mann" durchweg die Fußsohlen qualmen und begegnet auf seinem 42 Kilometer langen Querfeldeinlauf so allerlei Bösewichten, darunter auch einem sehr authentischen, zähneknirschenden Altnazi, der sich offensichtlich die Assasins' Creed Extendet Edition mit Fanartikeln angeschafft hat.
Über die volle Distanz spannend und athmosphärisch dicht gestaltet, unterhält und fesselt "Marathon-Mann" gleichermaßen, was ihn zu einem exzessiven Langstreckentrip in Bestzeit macht.

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Alienator

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein düsterer 70er-Jahre Thriller der Extraklasse.
Schlesinger zeigt hier den Alltag von NS-Verbrechern und die Jagd auf sie. Ganz normal gehen sie ihrem Beruf nach, leben normal unter uns. Sie zu fassen thematisiert Schlesinger hier und setzt somit auch einen Denkprozess in Gang, die Aufforderung, sich mit dieser Zeit auseinanderzusetzen.
Schlesinger zieht hier alle Register seines Können, zudem recht gewagt für die 70er-Jahre, da er die Auseinandersetzung zwischen Nazis und Juden radikal umsetzt. Dabei vernachlässigt er nie die Elemente eines Thrillers. Er setzt Intrigen, lässt Schockeffekte auffahren und zeigt eine der härtesten Folterszenen die je auf Zelluloid gebannt wurden (und bei weitem die Intensität übertrifft wie bei Filmen wie "Saw" oder anderen modernen "Tortureporn"-Streifen).
Besonders gelungen sind die Szenen mit Szell und seiner Vergangenheit ( so z.B. in der Kaufstraße) und die Szenen mit Dustin Hoffman (der hier absolut eine Top-Leistung abliefert).
Ein gelungener, dunkler Thriller.

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Abettertomorrow

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Bewertung9.0Herausragend

Brillanter Thriller mit Top-Besetzung, inbesondere Laurence Olivier als Nazi-Arzt.

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cpt. chaos

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Denkt man an "Der Marathon-Mann", wünscht man sich, dass der nächste Zahnarztbesuch möglichst in weiter Ferne liegen möge...

Gut erzählter und in sich stimmiger 70er-Thriller, der in der zweiten Hälfte richtig aufdreht. Dustin Hoffman in der leidensfähigen Rolle des unschuldigen Objekts der Begierde und Laurence Olivier als "Der weiße Engel", tragen diesen Film mit ihrer schauspielerischen Performance fast ganz alleine.

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cinram

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-"Sind sie außer Gefahr?"- "Sagen Sie mir, worauf sich das SIE bezieht!"
-"Ich kenne diesen Mann...Ist das...SZELL???"
Einer der Filme, der zu Recht die Bezeichnung THRILLER verdient!


cpt. chaos

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@horro: Man könnte gar einen Schritt weitergehen und behaupten, dass diese Szene zu den Highlights der Filmgeschichte zählt - ich würde es zumindest unterschreiben. ;o)

@cinram: Ich bekomme nicht übermäßig häufig Entenpelle, aber wenn die alte Frau den damaligen KZ-Arzt Jahrzehnte später auf offener Straße wiedererkennt, stellen sich bei mir sämtliche Haare auf.


Movie-Man

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Bewertung7.0Sehenswert

sehenswert, wenn auch gegen Schluss nicht wirklich zufriedenstellend. Am besten gefällt mir der eine Twist mit der Polizei-Kontaktperson.

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JackoXL

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Bewertung9.5Herausragend

So, genau so, muss ein Thriller sein.
"Der Marathon-Mann" erzählt eine hochspannende Geschichte und geht dabei äußerst geschickt vor. Denn wieso, weshalb, warum wird nur langsam Stück für Stück entblättert. Diese lange Ungewissheit geht nicht etwa auf Kosten der Spannung, im Gegenteil. Suspense-Kino in Perfektion. Bis zum Schluß wird der Film nie vorhersehbar, die Intensität steigt bis in die Haarspitzen. Das Drehbuch ist so unglaublich gut durchdacht, dass es den Zuschauer 120 Minuten lang immer wieder anfüttert, ohne das man zu früh den Appetit verliert.
Die Umsetzung könnte dann auch kaum besser sein. John Schlesinger kreirt ein fiebrige, durchgehend bedrohliche und beklemmende Atmosphäre. Exzellent gefilmt und von Michael Small mit einem brillianten Score unterlegt, der schon in den ersten Minuten diese Stimmung erzeugt, obwohl es dafür eigentlich ja noch keinen Grund gibt. Ab dann entwickelt "Der Marathon-Mann" einen unglaublichen Sog und gönnt praktische keine Atempause. Die Darsteller passen sich diesem Niveau lückenlos an. Dustin Hoffman, Roy Scheider und natürlich Laurence Olivier als "Der weiße Engel" sind eine Wucht.
Wenn ich mich nicht so schwer damit tun würde, Filmen nach der ersten Sichtung die volle Punktzahl zu geben, dieser hätte sie wohl jetzt. Ist ja nicht für die Ewigkeit einzementiert, daher nur etwas Luft nach oben lassen. Ich wüsse aber ehrlich gesagt nicht, wie man einen Thriller, selbst nach über 35 Jahren, besser machen könnte.

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lieber_tee

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Ich mag den Film auch. Mir ist letztlich nur aufgefallen, das die Zeit etwas an ihm genagt hat und er etwas mehr thrillen könnte. Kann aber auch daran liegen das ich ihn bereits das 5 mal gesehen habe...


JackoXL

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@souli: Ne, war Zufall. Hatte mir den bestellt, kurz bevor du was dazu geschrieben hast. Hattest aber mit jedem Wort recht. :)
@tee: Ich fand daran nichts angenagt, eher im Gegenteil. Mag vielleicht wirklich an deiner persönlichen Abnutzung, also auf den Film bezogen ;), zu liegen.


einSchluss

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Bewertung10.0Herausragend

Er war sehr gut und von Bestand, kaum einer weiß, warum, weshalb er dann verschwand.

Ein epischer Thriller, der den Zuschauer sukzessive in die erlebte Geschichte des Thomas Levy, gespielt von Dustin Hoffman, fabelhaft hineinzieht. Die beklemmende Erzählung nimmt im Verlauf des Filmes an Tempo und Dramatik zu. Keine Atempause. Die Ereignisse überschlagen sich, doch erst sehr spät kommen die Schlüsse und Erkenntnisse, warum das alles passiert hervor.
Wahnsinnig intensive Momente und eine Folter, die den heutigen Quatsch als maßlos übertrieben erscheinen lässt und mit penetrierendem Realismus punktet.

Nelkenöl, übermenschliche Anstrengungen, der weiße Engel,…:
"Sind sie sicher?"

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horro

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... will nie mehr zum Zahnarzt!


MartinNolan

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Bewertung7.5Sehenswert

Babe Levy (Dustin Hoffman) lebt in New York und arbeitet zurzeit an seiner Doktorarbeit. Daneben trainiert er diszipliniert, um an einem Marathon-Lauf teilnehmen zu können. Während seinen Studien lernt er die attraktive Studentin Elsa Opel (Marthe Keller) kennen. Als sie gemeinsam Arm in Arm durch den Central Park spazieren, werden sie plötzlich von zwei Männern in Anzügen überfallen. Entsetzt über diesen Überfall schreibt Babe seinem älteren Bruder Henry „Doc“ Levy (Roy Scheider) einen Brief, in dem er über die beiden Männern berichtet. Daraufhin reist Doc, der sich zu der Zeit in Paris aufhält, nach New York und besucht seinen Bruder. Babe freut sich seinen Bruder wieder zu sehen und am selben Abend gehen sie zusammen mit Elsa in ein Restaurant essen. Mit einem Male scheinen sich die Ereignisse zu überschlagen, so steht Doc noch am gleichen Abend blutüberströmt an der Haustür seines Bruders und Babe steckt abrupt mitten in einem Netz aus Lügen und Verbrechen. Was hat bloß Doc damit zu tun? Wird Babe sich lebend aus der Affäre ziehen können?
Sehr eindrücklich und mitfühlend ist das Schauspiel von Dustin Hoffman, dem man als Zuschauer die Todesangst deutlich ansieht. Besonders in der Badewannen- und der Verhörszene zeigt sich dies am deutlichsten. Bei letzteren Szene verspüren wohl einige Zuschauer einen beißenden Schmerz im Mund und wohl einige wissen zu berichten, dass auch ihr Zahnarzt ein grausamer Folterknecht ist. So war ich kurz davor die Augen zu schließen, da ich alleine beim Geräusch des Bohrers und dem fiesen Blick von Laurence Olivier, die nackte Angst bekam. Aus atmosphärischer Sicht sticht „Der Marathon-Mann“ deutlich hervor.
Ebenso verhält es sich mit der Erzählweise. Es ist schon erstaunlich, was ein tödlicher Unfall für Konsequenzen haben kann. Denn dieser verändert mit einem Schlag das Leben des Doktoranden Babe Levy. Hierzu werden drei Handlungsstränge dem Zuschauer präsentiert, welche zunächst oberflächlich betrachtet nicht in Verbindung miteinander stehen. Doch schließlich laufen die Stränge zusammen und enden bei Babe. Nun gilt es für Babe durchzuhalten auch wenn das Ende noch nicht in Sicht ist. In dieser Weise könnte ich mir den Titel erklären, der zwar einen interessanten Eindruck bei mir erweckte, vielleicht aber nicht ganz dem Film entspricht.
Die Handlung, sowie die Inszenierung sind solide gehalten und werden besonders durch die schauspielerischen Leistungen (Dustin Hoffman, Laurence Olivier) aufgewertet. Was mich dennoch stört, ist eine der Anfangsszenen, welche die gesamte Handlung des Films bedingt: die Unfallszene. Sicher es mag, doch einige Verkehrsteilnehmer geben, die sich etwas zu emotional und rüpelhaft verhalten. Dennoch ist die Entstehung dieses Unfalls doch mehr als grotesk und dachte zunächst es handle sich um einen Scherz, bis dieser alberne Streit in Flammen aufging und wortwörtlich todernst wurde.
Dennoch ist „Der Marathon Man“ ein durchaus spannender, verzweigter Thriller über einen jungen Mann, der sich mit einem Male unschuldig im Kampf um Leben und Tod wiederfindet. Hierbei zeigt der Film nur an einigen Stellen gewisse Längen, die aber dank genügend dramatischer Szenen, sofort in Vergessenheit geraten.
Wer bereits Panikschübe verspürt, sobald er auch nur an den Besuch eines Zahnarztes denkt, sollte sich vielleicht zwei Mal überlegen, ob er den Film sehen möchte. Ansonsten wird man als Zuschauer mit „Der Marathon Mann“ mit einem spannenden und nervenaufreibenden Thriller belohnt werden, der vielleicht nicht im höchsten Maße schockieren wird, aber dennoch über die volle Distanz von zwei Stunden, den Zuschauer fesselt.

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Baumkopf Holzfaust

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Man sollte auch die Rezeptionsgewohnheiten eines 70er Jahre Publikums mit einbeziehen anstatt von der übersatten und overhypten Erwartungshaltung von heute an solch einen Klassiker herangehen.


MartinNolan

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Mir ist durchaus bewusst, dass Filme aus verschiedenen Zeiten mit anderen Maßstäben gemessen werden sollten. Doch selbst in diesem Bewusstsein ist es unmöglich die "moderne" Brille abzulegen und völlig unvoreingenommen Filme anzuschauen und zu bewerten.
Ich persönlich lege nicht allzu großen Wert auf umwerfende Spezialeffekte und ich denke, dass die von mir kritisierte Anfangsszene auch in den 70er Jahren von einigen Zuschauern bemängelt wurde. Hier erkenne ich keine "übersatte und overhypte Erwartungshaltung". Die Szene ist schlicht und ergreifend nicht glaubwürdig und trübt das Sehvergnügen meiner Meinung nach. Nichtsdestotrotz verfügt der Film über eine spannende Atmosphäre, die den Zuschauer auch nach all den Jahren noch erreicht.


MrTrombone

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Bewertung7.5Sehenswert

Spannender Thriller, dessen Titel ich bis heute nicht verstanden habe.

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Keky

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein Gelungener Krimi/Thriller-Mix!
Ein Film der die Angst vor dem Zahnarzt gezielt einsetzt. Wenn der Zahnarzt auch noch ein deutscher Nazi und ehemaliger KZ-Arzt ist, dann weiß man ja, dass mindestens eine Wurzelbehandlung auf einen zukommt. :D
Marathon-Mann ist einer der Filme die Hoffman zum Superstar gemacht haben, so wie "Little Big Man" und "Straw Dogs". Sein Schauspieler-Können überragt bei weitem den Durchschnitt der Hollywood-Oberliga, er gehört mit nur einem Dutzend anderer nach ganz oben auf ein eigenes Treppchen. Der Marathon-Mann ist ein Paradebeispiel für jene Sorte harter, realistischer Thriller, die typisch waren für das neue, junge Hollywood der 70er Jahre. All die Vorzüge dieses Films aufzuzählen würde hier den Rahmen sprengen. Einfach ein Klassiker für sich und dem Zuschauer! :)

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aberaber

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Diesen Film sollte man sich nie vor einem Zahnarzttermin anschauen.

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judischnudi

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Der Film vereint gleich mehrere Albtraum-Szenarien: Du sitzt in der Badewanne und jemand bricht in deine Wohnung ein, macht das Licht aus und du weißt genau, du kannst aus diesem verflixt kleinen Badezimmerfenster nicht entkommen, während die Bösewichte langsam die Zimmertür aus den Angeln heben. Dann stellt man dir Rätselfragen, die du unmöglich richtig beantworten kannst und der einzige Mensch, der deine Rettung schien, entpuppt sich als Komplize deiner Peiniger. Der Moment, in dem Dustin Hoffman realisiert, dass William Devane ihn wieder zum diabolischen Laurence Olivier zurückfährt, ist für mich einer der schlimmsten im Film.

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Prechtl

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

„Der Marathon Mann“ ist ein spannender Thriller, in dem es um Babe Levy geht, der mehr und mehr in eine Intrige rund um den ehemaligen KZ-Zahnarzt Christian Szell hineingezogen wird. Babe Levy ist eigentlich nur ein Student und Hobbyläufer und hat nichts mit den Geschäften seines großen Bruders Doc zu tun – bis er im Central Park von zwei Männern überfallen wird. Als dann auch noch sein großer Bruder erstochen wird und in seinen Armen stirbt, wird auch Babe bewusst, dass irgendetwas nicht stimmt. Fremde Männer dringen in seine Wohnung ein und bringen ihn zu Christian Szell, der ihn auf brutale Weise mit einem Zahnarztbohrer foltert und Informationen aus ihm herauszupressen versucht.

Dieser Film ist für den Hauptdarsteller Dustin Hoffman ein sehr persönlicher Film, da er selbst Jude ist und im Film von einem Nazi gefoltert wird. In einem Interview sagte er einmal, dass das Ende ganz anders hätte ausgehen sollen; Levy hätte Szell erschießen müssen. Doch Dustin Hoffman weigerte sich, selbst zu einem Nazi zu werden und kaltblütig einen anderen Menschen zu ermorden. Auf seinen Wunsch hin wurde das Ende umgeschrieben – Szell findet seinen Tod, doch nicht durch Babes Waffe. Ich persönlich halte es für herausragend, dass Dustin Hoffman als jüdischer Schauspieler in diesem Film mitgewirkt hat, da es so eine persönliche Note bekommt.
Wie gewohnt zeigt sich Hoffman von seiner herausragenden Seite und spielt die Rolle des Babe Levy überzeugend. Besonders die berühmte Szene im Zahnarztstuhl finde ich sehr gut gemacht, Szell wird als grausamer Folterer überaus überzeugend von Laurence Olivier dargestellt, auch wenn ich Hoffmans Leistung besser fand. Auch das Ende des Filmes war sehr stark und tröstet über diverse Längen in der Mitte des Filmes hinweg.

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BobbyIII

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Bewertung6.0Ganz gut

Ein guter Thriller, mit wirklich guten Darstellern und überraschend harten Darstellungen. Bedächtig inszeniert und doch hoch spannend.
Und dennoch muss ich leider resümieren hat der Film es nicht wirklich geschafft mich zu kicken. Das kuriose dabei ist, dass ich objektiv gesehen eigentlich kaum Kritikpunkte an Schlesingers Werk finden kann. Er hält den Zuschauer durchweg bei der Stange, zeichnet interessante Charaktere (vor allem Szell und Levy) und erfreut einen mit wirklich guten Bildern, wie Thriller halt (und wie ich es auch mag) in den 70ern aussahen.
Allerdings habe ich über die Jahre gemerkt dass mich einige Klassiker erst nach mehrmaliger Sichtung, teilweise erst nach einer Großzahl von Jahren (man wird halt älter und bekommt neue Sichtweisen) gekriegt haben. Also ist es gutmöglich dass dieser Kommentar irgendwann durch einen anderen, mit einer höheren Zahl rechts oben, ersetzt wird.

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Rindfighter

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Laurence Olivier als sadistischer Nazi - Zahnarzt ist einfach ganz großes Kino...

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Tyler.Fincher

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Filmen aus den 70er wird oft vorgeworfen langatmig zu sein und sie würden daher sehr schwerfällig zum Punkt kommen. „Marathon Man“ bildet da keine Ausnahme…auf den ersten Blick zumindest. John Schlesingers Thriller konnte mich beim zweiten Mal eher packen als ich ihn vor 2 Jahren zum ersten Mal im Free-TV erwischte. Die Schuld möchte ich auf der einen Seite meiner Fernsehzeitung geben, die es damals als unglaublich wichtig empfand in der Inhaltsangabe ¾ des Films zu erzählen. Des Weiteren ist der Anfang, und damit meine ich die ersten 40-50 Minuten, beim ersten Mal recht verwirrend. Er springt immer zwischen 2 (nach ca. 35 Minuten sind es sogar 3) Erzählsträngen hin und her ohne, dass man den Zusammenhang versteht oder die Handelnden Personen in Relation zueinander setzen kann. Das klingt vielleicht ganz spannend, ist aber beim ersten Anschauen auf Dauer etwas nervend und erscheint leicht wirr. Kurz danach (sprich nach der Hälfte) zieht der Film aber kräftig an, packt einen mit verdammt spannenden und teilweise recht harten Bildern und glänzt mit einem guten Cast: Allen voran Laurence Olivier als der Leibhaftige.

Wie schon oben erwähnt war ich nach dem ersten Anschauen vor ein paar Jahren etwas enttäuscht und der Film kam bei mir nicht über 7/10. Nach der heute getätigten zweiten Sichtung muss ich diese Wertung auf sehr gute 8,5/10 hochschrauben. Gerade am Anfang konnte ich Gefallen an ein paar richtig spannenden Szenen finden ohne auf den Handlungspunkt zu warten den ich beim ersten Anschauen nach 10 Minuten erwartete und welcher erst nach der Hälfte des Films eintritt.

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dae-su

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Spannender Thriller im (von mir heißgeliebten) 70er Style mit einem ganz großen Dustin Hoffman. Dramaturgisch sehr klassisch und einige der Storyelemente waren mir auch nen Tacken zu aufgesetzt, aber es ist trotzdem ein wirklich fesselndes Ding bei rausgekommen. Vor allem der fast episodisch erzählte Anfang lässt lange Zeit so viel offen, dass erst spät alle Verbindungen der Handlung erkennbar werden.
So funktioniert und fesselt Schlesingers Film auf vielen Ebenen, bis es zum großen Finale im Wasserturm kommt. Bis dahin hat der Zuschauer aber schon so viele große Szenen aufgetischt gekriegt, dass der Spannungshöhepunkt schon fast überwunden ist: Die legendäre Zahnarzt-Folter-Szene, die Szene im jüdischen Juwelier-Viertel, wo Szell als "Weißer Engel" erkannt wird.. DER MARATHON MANN zieht die Spnnungsschraube kontinuierlich an und lässt bis zum sehr stimmigen Finale keine Verschnaufpause. So müssen politische Thriller aussehen!
Dazu die tolle Kamera, ein super Soundtrack und die Kombination Hoffman-Scheider-Olivier - ziemlich rundes Ding das!

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Puni

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ziemlich untypischer 70er Thriller, der zwar etwas braucht, bis er in Fahrt kommt, dann aber so richtig fesselt. Hoffman ist richtig sympathisch und es gibt einige Wendungen, die man so nicht hätte kommen sehen können. Auch überrascht die mehr oder weniger starke Komplexität und Tiefe - die hatte ich in der Form nicht erwartet.

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satyrrrr

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Naja so untypisch is das für die 70er nicht, find ich, die haben sich damals schon recht häufig ziemlich Zeit gelassen, alles ordentlich auszuformulieren. Heute sagt man dazu leider oft "langatmig" ;) Ich finds gut so.


Puni

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Bin da jetzt auch nicht soo bewandert, hat mich aber ziemlich überrascht die Chose.


Oskar Gleit

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Bewertung7.5Sehenswert

Großes Kino mit Dustin Hoffman. Dauert zwar etwas bis er in die Gänge kommt. Trotzdem sehenswert.

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cannibal83

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Die Flucht des halb-nackten Dustin Hoffmann vor seinen Peinigern, bildet wohl den absoluten Höhepunkt dieses "New-Hollywood" - Vertreters. Davor kreiert Schlesinger ordentlich Suspense, spielt zwischendurch immer mal wieder mit Horror-Elementen und schockiert den Zuschauer mit harter Gewaltdarstellung. Das Flair der Grossstädte New York und Paris ist sehr schön eingefangen, obwohl ein Zahnarztbesuch in N.Y. für mich wohl auf Lebenszeit flachfällt.

Kurzum ein bemerkenswerter und vor allem durchgehend spannender Thriller der allein schon wegen Laurence Olivier als Alt-Nazi Pflichtprogramm ist.

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Bradbury

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Und eigentlich wäre es mal an der Zeit für die Liste der 7 fiesesten Alt-Nazis der Filmgeschichte!