Die Katze

Le Chat (1971), IT/FR
Laufzeit 90 Minuten, FSK 16, Drama, Kinostart 21.01.1972

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von Pierre Granier-Deferre, mit Jean Gabin und Simone Signoret

Es ist rund 20 Jahre her, dass die Akrobatin Clémence die Welt des Zirkus aufgab, um den Buchdrucker Julien zu heiraten. Es war die große Liebe. Inzwischen ist Julien 60 geworden, Clémence 50. Nicht nur das Viertel, in dem sie leben, hat sich in dieser Zeit verändert. So hässlich, wie es um sie herum aussieht, geht es auch in ihrer Ehe zu. Denn von der großen Liebe ist nichts übrig geblieben. Clémence, die nach einem Sturz ein steifes Bein zurückbehalten hat, sucht Trost im Alkohol. Julien spricht kaum noch mit seiner Frau, geht seine eigenen Wege und überträgt all seine Zuneigung und Fürsorge auf seine Katze. Clémence hasst das Tier dafür, denn sie liebt Julien immer noch, auch wenn es sie Überwindung kostet, ihm das zu sagen. Er jedoch lässt sie fühlen, dass sie ihm nichts mehr bedeutet. Nach einer der üblichen hässlichen Streitereien wegen der Katze erschießt die verzweifelte Clémence das Tier. Julien verlässt daraufhin das Haus und zieht zu der Prostituierten Nelly. Es soll der endgültige Bruch sein, aber Julien hält nicht lange durch. Selbst sein Hass bindet ihn irgendwie an Clémence, und so kehrt er zu ihr zurück. Sprechen werde er allerdings nie wieder mit ihr, sagt er ihr. Als der alte Mann dann doch wieder mit seiner Frau reden möchte, ist es zu spät: Clémence ist an einem Herzanfall gestorben. Nun sieht auch Julien keinen Grund mehr weiterzuleben.


Cast & Crew


Kommentare (2) — Film: Die Katze

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Brigittes Helm

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Bewertung7.5Sehenswert

Ohne Gabin und Signoret wäre der Film nur halb soviel wert, ihre starke darstellerische Performance rettet den ganzen Filmen. Es gibt ein paar nette Gemeinheiten, eine Prise Sex für Monsieur und viel zu viel Symbolik. Und ewig kreist die Abrissbirne und rattern die Bagger. So scheußlich sah man Paris selten im Film. Das nervt irgendwann nur noch und man denkt, merde, wann ziehen die endlich aus!!!

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8martin

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein subtiles Psychoduell eines alten Ehepaares dessen Liebe erkaltet ist. Wortlos leben sie neben einander her – Zettel statt Worte. Er (Jean Gabin) hängt an einer Katze, sie (Simone Signoret) hasst die Nebenbuhlerin. . . .
Um sie herum werden alle Häuser abgerissen- die Welt zerbricht - und ihnen droht die Zwangsräumung an ihrem Lebensende. . . Hier steht das Minespiel der beiden großartigen Hauptdarsteller im Mittelpunkt. Sie, die ihn immer noch liebt, leidet unter der Situation. Er will nur seine Ruhe haben und wehrt jede Annäherung vehement ab. In liebevollen Rückblenden wird die Geschichte ihrer einstmals großen Liebe nacherzählt. Ein Tiefpunkt in einer menschlichen Beziehung. Miteinander geht’s nicht, aber ohne einander auch nicht. Das ist eben das Aus schlechthin. . .

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