Die Reise des chinesischen Trommlers

Zhan. gu (2008), TW/HK/DE
Laufzeit 117 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 01.01.2009

7.5 Kritiker
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6.8 Community
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7 Kommentare
Die Reise des chinesischen Trommlers - Bild 1357485
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von Kenneth Bi, mit Jaycee Chan und Tony Leung Ka Fai

Sid ist Schlagzeuger, sein Leben steckt voller Extreme: Als Sohn einer Unterweltlegende Hong Kongs genießt er Narrenfreiheit, die er in vollen Zügen auslebt. Eines Tages wird er von dem zwielichtigen Stephen Ma mit dessen Freundin in flagranti erwischt. Er fordert Genugtuung und verlangt, Sid hart zu bestrafen. Um ihn zu schützen, wird Sid daraufhin von seinem Vater ins Exil geschickt. In den Bergen Taiwans trifft er auf eine Gruppe Zen-Trommler, deren bombastische Schläge weit durch das Gebirge hallen. Zunächst will Sid nur die musikalische Herausforderung, beweisen, dass er es mit den trommelnden Mönchen aufnehmen kann. Doch für die Mönche sind der Rhythmus und die Harmonie beim Trommeln ein Weg zu spiritueller Erleuchtung. Schon bald muss Sid seine jugendlichen Weisheiten in Frage stellen; für ihn beginnt ein neues Leben, er lernt Körper und Geist in Einklang zu bringen. Als er schließlich nach Hongkong zurückkehren und sich seinen Feinden stellen muss, ist er ein anderer Mensch geworden. Kenneth Bi legt ein opulentes Drama voll bildgewaltiger Landschaftsaufnahmen und mitreißender Rhythmik vor. Mit dem in China als Newcomer gefeiertem Jaycee Chan in der Hauptrolle inszenierte er eine epische Reise in das Herz eines Rebellen und die Seele einer Stadt.


Cast & Crew


Kritiken (2) — Film: Die Reise des chinesischen Trommlers

Marcus Wessel: Deadline, blairwitch.de, pr... Marcus Wessel: Deadline, blairwitch.de, pr...

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6.0Ganz gut

So pittoresk das Gezeigte auch ist, es kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass Die Reise des chinesischen Trommlers bisweilen die Geduld des Zuschauers auf eine harte Probe stellt. Das liegt weniger an der Redundanz der musikalischen Intermezzi als an der vorhersehbaren Läuterung des Grenzgängers Sid und manch plakativer Regieeinfälle.

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G. Jekubzik: Filmtabs G. Jekubzik: Filmtabs

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8.0Ausgezeichnet

Kenneth Bi arbeitet mit großer Musik, sehr schönen Bildern und mutigen Montagen, die mehr den inneren Gefühlswelten als der äußeren Dramaturgie folgen. Das unkontrollierte und das kontrollierende Schlagen ziehen sich als Metapher durch den ganzen Film. Wunderbar und witzig ist das erste Trommelduell des arroganten Knaben mit der jüngsten Schülerin, auf die er ein Auge geworfen hat. Sid kann zwar „trommeln wie verrückt“, um den Verlust seiner Mutter zu überspielen, aber er zerbricht direkt seinen Schlagstock. Wie dieses unbeherrschte Handeln der vollen Konzentration gegenüber steht, ist nur eines der Bilder, in denen der Film tatsächlich (Geistes-) Haltung vermitteln und nahe legen kann.

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Kommentare (5) — Film: Die Reise des chinesischen Trommlers

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pellekraut007

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Bewertung6.0Ganz gut

Wir trommeln, um nicht mehr zu trommeln! Wie wunderbar! Ich klatsche mit einer Hand für diese wunderbare Botschaft! Und für die Aufnahmen der Trommler, die an sich schon einen Film wert wären! (Hier empfehle ich unbedingt die, in meinen Augen, grandiose Tanzperformance SUTRA von Larby und Gormley und Shaolin-Mönchen!) Die gezeigte Gewalt, wie zum Beispiel der Vater-Tochter-Kampf, Papas Ellenbogenchecks für den Sohnemann oder Carmen und ihr gekillter Chauffeur, haben mich sehr gestört, wie auch das Ende mit dem überaus symphatisch wirkenden Onkel und dem rachsüchitgen Sohn. Hat er doch nichts gelernt? Waren die vierzig Steine, eine tolle Metapher, umsonst? Zwei Wege sollten sich finden, in einem und behielten doch... ihre eigene (Film-)Spur! Wir trommeln, um nicht mehr zu trommeln!

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alter.native

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Bewertung7.5Sehenswert

Auch wenn der Film an manchen Stellen etwas pathetisch wirkt und die Orchestrierung das noch verstärkt, ist er eine gute Mischung aus Gangsterfilm und kontemplativer Trommelei, der seine Spannung, trotz einiger Längen, halten kann und uns natürlich auch noch eine kleine Botschaft mit auf den Weg geben will.

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Dshamilya

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein ziemlich kontrastreicher Film: aus den tiefsten Ebenen des blutrünstigen Easter-Genres zu den höchsten Gipfeln von Selbsterkenntnis und Meditation. Aus diesem spannungsgeladenen Gegensatz ist ein sehenswertes und ästhetisches Meisterwerk der Sinnsuche geworden. Dass Jaycee Chan der Sohn von Jackie Chan ist, habe ich leider erst hinterher erfahren, sonst hätte ich bei Sid sicher noch genauer hingesehen.

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ovgucker

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Der Einstieg in diesen Film ist nicht ganz leicht, die Handlung wirkt zunächst verwirrend und unmotiviert. Doch dann entsteht ein Bildungsroman mit viel Tiefe und Spiritualität.

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camel

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein Gangsterboss und sein verzogenes Gör, eine durch Handys verworene Handlung - So zeigt sich der Film zu Begin. Doch schnell wird klar, dies ist ein Film übers Erwachsenwerden, über die wichtigen Dinge im Leben und die Entscheidungen, die einjeder von uns irgendwann zu treffen hat. Mit Großem Sinn fürs Detail und einer gehörigen Protion eigentümlichem Humor entpuppt sich der Film als ein aus der Masse herausstechendes Meisterwerk.
Es ist ein Film, der die Musik zum Mittelpunkt erklärt und ihr einiges an Tiefsinn abzuringen vermag.

Fazit: Diesen Film sollte man gesehen haben, gerade weil er so anders ist, als die ganzen Hollywooddramen. Ein wirklich tolles Ding.

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