Die Schöne Querulantin

La Belle Noiseuse (1991), CH/FR
Laufzeit 240 Minuten, FSK 6, Drama, Kinostart 10.08.2006

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7.5 Kritiker
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von Jacques Rivette, mit Michel Piccoli und Jane Birkin

“Die schöne Querulantin” spielt, frei nach einer Erzählung Balzacs, in unserer Zeit auf dem Landsitz des Malers Frenhofer im sonnendurchfluteten Süden Frankreichs. Mit seinem alten Freund Porbus (Gilles Arbona) hat Frenhofer den jungen Maler Nicolas und dessen schöne Freundin Marianne eingeladen. Schon lange malt Frenhofer nicht mehr, ein Geheimnis quält ihn, das sich bald enthüllt: Vor zehn Jahren hat er ein großes Bild unvollendet gelassen, das sein Meisterwerk werden sollte, für das seine Frau Liz Modell stand: Die schöne Querulantin. Von Porbus animiert, läßt Frenhofer sich an diesem Nachmittag, zunächst noch widerstrebend, von einer Idee und schließlich einem Plan mitreißen: er wird die Arbeit an seinem Meisterwerk wieder aufnehmen, doch diesmal mit der jungen Marianne als Modell. Fünf Tage im Atelier folgen, fünf Tage, die die Grenzen zwischen der Kunst und dem Leben in Frage stellen und die Beziehungen der Protagonisten zueinander tiefgreifend verändern. Nach und nach werden die Ursachen offensichtlich, weshalb Frenhofer eins die Realisierung des Bildes aufgab und die Malerei überhaupt. Was das schließlich vollendete Bild angeht: es wahrt sein Geheimnis.

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Kommentare (3) — Film: Die Schöne Querulantin

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Filmkenner77

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Bewertung4.5Uninteressant

Hübsche Bilder, aber der Film ist viel zu lang und zu langatmig geraten.

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8martin

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Bewertung9.5Herausragend

Es ist ein intellektueller Kampf zwischen dem Maler und seinem Model um die Wahrheit in der Kunst, genauer gesagt die Wahrhaftigkeit. Dabei kann man die verschiedenen Entstehungsphasen des Kunstwerks wunderschön nachempfinden. Von den ersten zaghaften s/w Skizzen bis zum farbigen Gemälde. Da gibt es unterwegs Momente des Zweifelns und der Resignation, augenblickliche Aggression und verkrampfte Lethargie, aber auch eine lockere, entspannte Atmosphäre. Die latent vorhandenen sexuellen Gelüste der Zuschauer und des Künstlers (wahnsinnig beeindruckend Michel Piccoli) kreisen natürlich um den makellosen, nackten, Körper von Emmanuelle Béart. Aber der ist nur Medium bei der Suche nach selbstständiger Individualität. Die Auseinandersetzung und die daraus folgende Erkenntnis finden im Kopf statt. Und als überraschender Geniestreich am Ende kommt sogar der Originaltitel von Balzac ’Das unbekannte Meisterwerk’ voll zum Tragen. Das vierstündige Original muss man sich nicht antun.

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Tobias

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Bewertung6.5Ganz gut

Piccoli, Birkin und Béart sind toll - besonders weil es für diesen Film wohl kein Drehbuch gab. Trotzdem und vielleicht auch deshalb ist der Film aber insgesamt ein bisschen langweilig.

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