Einsatz in Hamburg: Der Tote an der Elbe

Einsatz in Hamburg: Der Tote an der Elbe (2011),
Laufzeit 89 Minuten, Kriminalfilm

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von Thomas Jahn, mit Aglaia Szyszkowitz und Hannes Hellmann

Privatdetektiv Werner Zarkowski wird auf offener Straße in seinem Wagen an der Elbe exekutiert. Mit letzter Kraft hinterlässt er an der Windschutzscheibe ein Zeichen: eine liegende Acht – mit seinem eigenem Blut gezeichnet. In seinem Büro finden Kommissarin Berlin und ihre Kollegen Brehm und Wolfer die Ehefrau des Detektivs. Vollkommen außer sich, versucht sie, eine Festplatte zu vernichten, auf der Nacktfotos von ihr mit einem anderen Mann zu sehen sind. Die Ermittler verhören auch einen Nachbarn Zarkowskis, Pornoproduzent Rolf Bernstein, mit dem der Detektiv ebenfalls im Clinch lag. Die Spurensicherung trägt derweil haufenweise Ordner aus dem Büro des Detektivs ins Präsidium. Jenny sticht bei Durchsicht der Unterlagen die Visitenkarte eines Juweliers ins Auge: Zwei ineinander verschlungene Ringe, die aussehen wie eine liegenden Acht. Der Geschäftsführer des Juweliers, Bernhard Coosen, gibt zu, Zarkowski auf seinen Schwiegersohn in spe angesetzt zu haben. Er verdächtigt den Flugbegleiter Kai Jensen, in seinem Laden echte Diamanten gegen synthetische auszutauschen und damit regen Handel zu betreiben. Der Ruf des Traditionsunternehmens steht auf dem Spiel. Jenny beschließt, mit Wolfer und Brehm da weiter zu machen, wo für Zarkowski Schluss war: bei der gründlichen Überwachung des Stewards. Prompt kommt es tatsächlich zu einer Übergabe von Diamanten in einem Einkaufszentrum. Als die Ermittler einen vermummten Mann stellen wollen, schießt dieser gezielt auf die Kommissare. Brehm kann sich retten, Wolfer wird schwer verletzt

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Bewertung0.5Schmerzhaft

Herrenwitze als Samstagabendkrimi. O Graus.
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Darbon

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Bewertung1.0Ärgerlich

Gossentrash wie "K11" ab 20:15 im ZDF, dem Sender, in dem Evelyn Opela bei Reinecker immer sagen musste: "Aber natürlich war mein Mann zuhause...".
Falsche Diamanten werden in eine Juwelenfirma geschmuggelt und ein Paparazzo, der den Übeltäter finden soll, stirbt nahe der Elbe und hinterlässt ein ∞, das Zeichen für Unendlichkeit und zudem ein Doppel-o ein Signum der Juwelierssippe C∞sen.
Wer, wenn nicht Frau Opela-Ringelmann, war der Mörder? Etwa Sexy Cora Wosnitza (†) mit ihren von den Ermittlern überstrapaziert gefeierten ∞ unter den Schlüsselbeinen?

"Wo haben Sie denn Ihre Hände?!", fragt Frau Berlin in ihrem 14. Einsatz in Hamburg am Telefon anzüglich kichernd ihren Vorgesetzten Wolfer, denn der muss sich seit Stunden einen Liebhabfilm anschauen, in dem es Carolin Wosnitza (Ex-RTL2-"Big Brother"-Promi) mit Ehemann Tim Wosnitza (Promi seit des Eheweibs Tod) treibt.

"Ich hab den Porno nicht zuende geschaut, schauen Sie den Porno!", delegiert dann später übel chargierend der angeschossene Hauptkommissar Wolfer an Kommissar Brehm. Von den Wosnitzas sehen die ZDF-Kommissare nur die wunderschönen Gesichter, Rücken und Schenkel, denn so sehen Pornos aus für Thomas Jahn - und wohl auch Hauptsendezeit-Krimis. Lebslos. Gustav-Peter Wöhler wiederholt den Part eines ehemaligen Psychologen aus der "Jenny Berlin"-Reihe (Dr. Frank Kleine), der nun als Rolf Bernstein Erwachsenfilmkunst mit den Wosnitzas produziert - und das gegenüber der Wohnung, die eine Scène du crime ist, ein Schauplatz des Verbrechens, wenn hier schon Hitchcocks "Rear Window" blöd zitiert wird. Kurz vor Ablauf der faden ZDF-Schmonzette wird in der zu observierenden gegenüberliegenden Wohnung - links über der Schulter des Witwers der im Januar 2011 zu Tode aufgerüsteten Sexy Cora Wosnitza - das Gesicht jener Figur zu sehen sein, die zu Beginn den Paparazzo ermordet hat. Opela ist es nicht im Jahre 2011, aber so ähnlich schon.

In der Eröffnungsszene darf Juwelierstochter C∞sen nach dem Knutschtreffen mit einem Kunstdiamanten schmuggelnden Flugbegleiter so böse schauen, dass sie als Mörderbraut von Anfang an die einzige Verdächtige bleibt, denn der Tote konnte mit seinem Blut noch ein ∞ an die Frontscheibe malen wie die Ridgeway auf dem Nildampfer Karnak "ein J wie Jacqueline de Bellefort". Nur dass hier jede Raffinesse fehlt, denn die Elbe ist nicht der Nil, und Figuren lieblos abgehandelt werden, weil sie für jeden Simpel als rote Heringe zu erkennen sind: Wenders-Legende Rüdiger Vogler gibt als C∞sen sr. den im Rolli hockenden Nussknacker, doch er interessiert Jahn nicht weiter wie auch der ebenfalls begabte David Rott, hier zum "Künstler" degradiert, denn Mlle C∞sen, zuvor auch in Jahns vorangegangenen Krimi-Glanzlicht "Da kommt Kalle: Weihnachtstraum" zu sehen, erfüllt - und das wär hier nur für Idioten ein Spoiler - die Erwartungen als längst entlarvte Mörderin in einem Langweiler, der es in der TV Spielfilm als Müll des Tages wie üblich zum Tip des Tages schaffte mit Dialogschätzen wie diesen (Wortlaut nur ähnlich): "Wir sollten Jenny nach Hause schicken, dann kann ich schön die Cora ***"

bedenklich? 11 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten

Darbon

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Fernsehgottchen bewahre, ich liebe Reineckers "Babeck". War eine augenzwinkernde Verbeugung vor den lustigen Krimis mit der Opela.


der cineast

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Babeck, 11 Uhr 20, Der Tod läuft hinterher, Derrick, der Alte, der Kommissar, Jakob und Adele. Der Mann ist unsterblich.


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