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Goethe!

Goethe! (2010), DE Laufzeit 104 Minuten, FSK 6, Historienfilm, Drama, Komödie, Kinostart 14.10.2010


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6.0
Kritiker
15 Bewertungen
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5.7
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1146 Bewertungen
64 Kommentare
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von Philipp Stölzl, mit Alexander Fehling und Miriam Stein

Alexander Fehling ist in dem Biopic Goethe als der berühmte Dichter in seinen Sturm- und Drangjahren zu sehen.

In der Schule führt kein Weg an Johann Wolfgang von Goethe vorbei. Warum auch? Sein Genie ist unbestritten, seine Bedeutung für die deutsche Literatur wie auch die Weltliteratur herausragend. Und natürlich darf in keinem Kanon von Wert das kleine Drama von Herzschmerz und Liebesnot, auch bekannt als Die Leiden des Jungen Werthers fehlen, welches nach seiner Veröffentlichung so große Resonanz fand, auch in einer nicht unbeträchtlichen Anzahl an Selbstmorden aus Liebeskummer. Wie bei eigentlich jedem Werk (von Rang) stellt sich zunächst die Frage, wie viel Autobiographisches in der fiktiven Geschichte enthalten ist. Und Goethe selbst gab in Dichtung und Wahrheit bereitwillig Auskunft über sein Seelenleben. Demnach entsprang das Standardwerk der Sturm-und-Drang-Epoche dem wahren Leben und ist als Therapie anzusehen für Goethes unerfüllte Liebe zu Lotte aus Wetzlar.

In Philipp Stölzls Film Goethe! wird nun diese so intensiv erlebte Episode aus Goethes Leben nachgestellt und ins romantische Bild gesetzt. So lernen wir den jungen Goethe (Alexander Fehling) kennen, der noch keinen Erfolg als Dichter und Schriftsteller gefunden hat und seinem bürgerlichen Schicksal als angehender Jurist nur widerwillig nachstrebt. Aus dem Affekt heraus entsendet sein Vater (Henry Hübchen) ihn in die Provinz, wo Goethe sich am Reichskammergericht verdingen soll. Doch das Dorfleben hält eine Attraktion ungeahnter Liebesleiden bereit in Gestalt einer jungen Frau – Lotte (Miriam Stein). Goethes Liebe entflammt für sie, zumal sie ihm Mut macht, der Karriere des Dichters nachzueifern. Was Goethe allerdings nicht weiß: Lotte ist seinem Vorgesetzten Kestner (Moritz Bleibtreu) schon versprochen, und die zarte Liebe von Goethe und Lotte ist unweigerlich zum Scheitern verurteilt.

Hintergrund & Infos zu Goethe!
Die erst kurz vor Veröffentlichung des Films aus der Taufe gehobene Produktionsfirma deutschfilm GmbH scheint es sich zur Aufgabe gemacht zu haben, deutsche Geschichte lebendig werden zu lassen. So widmet sich auch der zweite Film einem Kulturgut, das aus Deutschland nicht mehr wegzudenken ist: dem Fußball. In Der ganz große Traum darf Daniel Brühl den Fußball als alternatives Mittel zur Erziehung nach Deutschland holen. (EM)

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Goethe!
Genre
Historienfilm, Biopic, Drama, Komödie
Zeit
1770s, Aufklärung
Ort
Deutschland
Handlung
Affäre, Beförderung, Dichter, Duell, Erste Liebe, Gebrochenes Herz, Gedicht, Geliebte, Große Liebe, Inspiration, Jugendliebe, Kapitel, Kuss, Liebe, Liebesbeweis, Liebesbrief, Liebeserklärung, Liebeskummer, Liebespaar, Liebesszene, Liebeswirren, Liebhaber, Literatur, Lyrik, Praktikant, Praktikum, Roman, Romantik, Romanze, Sturm, Unterdrückte Liebe, Verbotene Liebe, Verehrer, Verlieben, Verlust, Verlust der Freundin, Verlust der Großen Liebe, Verlust einer geliebten Person, Wahre Liebe, Zuneigung, Zweikampf, Zärtlichkeit
Stimmung
Eigenwillig, Gutgelaunt, Romantisch
Verleiher
Warner Bros. Pictures Germany
Produktionsfirma
CC Medien, Erfttal Film, Goldkind Filmproduktion, Magnolia Filmproduktion, Senator Film Produktion GmbH, Seven Pictures, Summer Storm Entertainment, Warner Bros. Film Productions Germany, deutschfilm GmbH, herbX film gmbh

Kritiken (12) — Film: Goethe!

Dietmar Kesten: Filmmag.de

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2.0Ärgerlich

[...] Goethe war dem Zerbrechen immer nahe. Seine Biografie kann als strategischer Versuch verstanden werden, sich (materiell) abzusichern, Sie speist sich aus Ängsten, Absturzschrecken und Zerrüttungsgefahren. Dem verweigert sich der Film eindeutig. [...]

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Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...

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4.5Uninteressant

So löblich es ja ist, wenn sich ein Regisseur an einen unserer großen Dichter und Denker heranwagt, der schon selbst bei Germanistikstudenten schon seit Jahrzehnten nur noch eine untergeorndete Rolle spielt: Herausgekommen ist leider ein ziemlicher Schmarrn. Nicht nur historische Fakten werden hier höchst überflüssig verfälscht, mit den hineingestopften bekannten Zitaten und eine Portion Kitsch wirkt die Schmonzette ein wenig so wie der kleine Moritz sich einen Goethe vorstellt. Völlige Fehlbesetzung zudem Moritz Bleibtreu als Gerichtsrat Kestner, dem man seine Kostümrolle nicht abnimmt, er wirkt neben einem noch recht respektablen Alexander Fehling wie eine verunglückte Charge.

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Sven Ole Lorenzen: Schnitt Sven Ole Lorenzen: Schnitt

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3.0Schwach

Den Wahnsinn und die gesellschaftliche Anklage des Werther wird man nicht wiederfinden, aber dafür plakatives Liebesspiel im Matsch. Wenn im Film auf »Sturm und Trank« angestoßen wird, ist dies auch sein Mantra. Jederzeit statt des großen Fernsehfilms nach Rosemunde Pilcher im ZDF ausstrahlbar und mit Gewalt ins Wohltemperierte zurückgeholt, gegen das zumindest der junge Goethe noch so aufbegehrte: Das hat vielleicht nicht einmal der größte deutsche Klassiker verdient.

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Roman Bucheli: NZZ Roman Bucheli: NZZ

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4.5Uninteressant

Etwas weniger Dichtung und etwas mehr Wahrheit hätte man diesem Film hingegen empfehlen mögen. Es hätte ein schönes Werk, wenn auch noch immer kein grosses werden können. Nun ist ein Rührstück daraus geworden, das mit Kitsch nicht spart, mit Pathos umso weniger.

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Claudia Nitsche: Radio Köln Claudia Nitsche: Radio Köln

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8.0Ausgezeichnet

Sehenswert ist überhaupt das Stichwort dieses Kostümfilms, der weniger vom Kitsch hält als artverwandte Produktionen. [...] Stölzl gelingt es, [...] Gefühle sichtbar zu machen. Er zeigt, wie sich Wege kreuzen, ist direkt und doch um Zwischentöne bemüht - was [...] "Goethe!" so ansprechend macht, dass man sich eigentlich eine Fortsetzung wünscht.

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Dirk Knipphals: taz Dirk Knipphals: taz

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5.0Geht so

Es hätte also alles gut werden können mit "Goethe!". Nur lässt der Film - allein schon dieses aufdringliche Ausrufezeichen im Titel! - auch kaum eine Falle aus, die für eine deutsche Kinoproduktion derzeit bereitliegen.
Da wäre die Musikfalle: viel zu dick aufgetragen. Die Überdeutlichkeitsfalle: alles, alles wird erklärt. Die Naturkindfalle: Lotte (Miriam Stein) wirkt hier mit offener Wallemähne und frischem Blick wie eine aus allen Moden und Konventionen herausgefallene junge Frau; als ob Verlieben nicht auch eine Kultivierung von Verführung wäre. Und die Schauspielerfalle: Natürlich gibt es, wie üblich bei deutschen Produktionen, wieder viele überpointierte Gastauftritte bekannter Theater- und Fernsehschauspieler. Josef Ostendorf, Hans Michael Rehberg, Axel Milberg, selbst Henry Hübchen als Goethes Vater - einzig Burghart Klaußner als Lottes Vater wirkt glaubhaft.

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Ingrid Beerbaum: fluter Ingrid Beerbaum: fluter

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6.5Ganz gut

Leider schwächelt nach der rasanten ersten Hälfte, die locker ein paar Zitate aus Stücken einflicht, die zweite erheblich und hat Längen, obwohl ein Schicksalsschlag [....] den nächsten jagt. Dramaturgisch sind diese Ereignisse zwar wichtig, da sie den späteren Triumph mit seinem Roman "Die Leiden des jungen Werther" erst ermöglichen, aber sie sind zu geballt und lassen den lockeren Grundton vom Anfang leider ins Melodramatische umschlagen.

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Dirk Lüneberg: Stadtmagazin [030], film.de...

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6.5Ganz gut

Philipp Stölzl wollte dem deutschen Dichterfürsten den Staub von der Büste pusten, ihm einem jungen Publikum erfahrbar machen und hat deshalb eine farbsatte Foto-Love-Story gedreht. Da wird zuerst heftig rebelliert und geliebt, danach noch heftiger gelitten, dann der Liebesschmerz niedergeschrieben und schon stellt sich der schriftstellerische Erfolg ein – man muss halt nur an sich glauben. Eine Geschichte so banal und simpel wie aus einem Groschenroman oder Hollywoodschinken. Was vor allem in den Momenten auffällt, wenn Goethe Selbstgedichtetes vorträgt – größer als dann könnte der Widerspruch zwischen Form und Inhalt kaum ausfallen. Unterstrichen wird dies noch von Alexander Fehling in der Titelrolle, der das Ausrufezeichen hinter dem Filmtitel in sein Spiel übertragen hat und Goethe als rastlosen Revoluzzer gibt. Er sorgt dann auch (in gemeinschaftlicher Tateinheit mit dem übrigen Ensemble) dafür, dass man sich dem hemdsärmeligen Charme dieser manchmal etwas schmierigen, zumeist aber durchaus stilvoll inszenierten Goethe-für-Teenies-Variation nicht völlig entziehen kann.

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José Garcia: Textezumfilm

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8.0Ausgezeichnet

Das Produktionsdesign überzeugt durch die Liebe zum Detail etwa der Kostüme und durch den Aufwand, der bei der mit dem Computer nachgeholfenen Rekonstruktion der Bauten im ausgehenden 18. Jahrhundert betrieben wurde. In der Sprache findet der Film einen Mittelweg, der altertümliche Konstruktionen mit moderner Diktion zu einem gelungenen Gesamteindruck verknüpft. Schauspielerisch ist „Goethe!“ bis in die Nebenrollen bestens besetzt. Alexander Fehling gibt den lebensfrohen Sturm-und-Drang-Dichter mit viel Energie. Vor allem stimmt die Chemie zwischen ihm und Miriam Stein in ihrer ersten Kinorolle. Sie darf als die große Entdeckung des deutschen Kinojahres gelten.

Eine zentrale Frage bleibt: Wie verhalten sich in „Goethe!“ Authentisches und Fiktion zueinander? Dass der Film etwa spätere Zitate verwendet, gehört zur künstlerischen Freiheit eines Filmschaffenden, die zur Charakterisierung seiner Hauptfigur beiträgt. Nicht anders sah es übrigens auch Thomas Mann bezüglich seines Romans „Lotte in Weimar“ (1939). Schwerer wiegt es jedoch, wenn bestimmte Abweichungen den Kern der Erzählung betreffen. Für die Filmdramaturgie mag es vorteilhafter sein, dass Goethe Charlotte Buff vor deren Verlobung kennenlernt. Dass ihre Liebe auch sexuelle Intimität einschließen müsse, ist darüber hinaus dem heutigen Zeitgeist verpflichtet, der sich eine „platonische Liebe“ wohl kaum vorzustellen vermag. Diese verändern jedoch die innere Wahrhaftigkeit der Beziehung zwischen Johann Goethe und Charlotte Buff. Wahrheit oder Dichtung – die Frage stellte sich wohl schon zum Zeitpunkt der Veröffentlichung von „Die Leiden des jungen Werthers“ 1774. Im Film beantwortet sie Lotte mit den Worten: „Es ist mehr als Wahrheit. Es ist Dichtung“.

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V. Robrahn: Filmszene.de V. Robrahn: Filmszene.de

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7.5Sehenswert

Praktisch unvermeidlich, dass der Ton [...] aufgrund der unglücklichen Entwicklung der Geschichte im letzten Drittel etwas düsterer wird, schon eher vermeidbar, dass sich da dann auch noch einige Längen einschleichen [...]. Doch das kann dem guten Gesamteindruck kaum noch schaden. Mit diesem "Goethe" als jungem Wilden sollte es also doch eigentlich gelingen, die Aufmerksamkeit auch des jungen Publikums zu gewinnen.

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Jörg von Grass: filminformer.de; stadtmagaz...

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7.0Sehenswert

Philipp Stölzl inszeniert sein erstes Projekt nach dem preisgekrönten Bergsteigerdrama "Nordwand" intensiv, komisch und berührend vor den mit großem Aufwand realistisch nachgezeichneten Panoramen des 18. Jahrhunderts. Der Film ist hochkarätig besetzt mit Alexander Fehling ("Am Ende kommen Touristen", "Inglourious Basterds") als Titelheld, Moritz Bleibtreu als seinem...

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Dieter Oßwald: programmkino.de Dieter Oßwald: programmkino.de

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7.5Sehenswert

Mit der historischen Wahrheit geht Stölzl gelassen kreativ um. [...] Hauptsache die Lovestory funktioniert mit der notwendigen Leichtigkeit - und das tut sie! [...] So aufdringlich die Komparsen samt Gänsen bisweilen durchs Bild geschoben werden, so entspannt erweist sich die durchweg exzellenten Besetzung. [...] Diese unverkrampfte Spielfreude sowie die unverstaubte Dramaturgie machen Lust, den denkmalgeschützten Säulenheiligen deutscher Dichtkunst neu zu entdecken.

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Kommentare (51) — Film: Goethe!


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Marzellus

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Bewertung6.0Ganz gut

Amüsant-poppiges Dramödien-Portrait, das sicherlich kein historisch akkurates Abbild der Figuren bietet, dank der gut aufspielden Besetzung und der durchaus liebevollen Ausstattung aber zumindest in den ersten zwei Dritteln außerordentlich gute, den Zuschauer die Ungenauigkeiten vergessen lassende Unterhaltung bietet, zum Ende hin dann aber leider etwas zu sehr auf die Tränendrüsendrückerbremse romantischer Tragödien drückt.

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heiko.buschhaus

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Bewertung6.0Ganz gut

Ganz ordentlicher deutscher Film, der optisch auf die typische-deutsche Tour verzichjtet, dafür inhaltlich nicht viel Neues bietet! Sind zwar die Charaktere ziemlich einseitig (außer Bleibtreu's Kästner) und die Story 08/15, so unterhält sie einen doch genügend!

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Martin Oberndorf

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Bewertung2.0Ärgerlich

Als ich nach der Sichtung von Vincent will meer gerade glücklich feststellte, dass der deutsche Film doch mehr kann als gute Holocaustdramen hervorbringen, da wollte mich mein Deutschlehrer wohl eines Besseren belehren und beschloss, uns als Weihnachtsgeschenk Film schauen zu lassen.
Ausgesucht hat er sich hierbei dieses Glanzstück der Filmgeschichte, diesen Streifen namens "Goethe!" (mit oe).
...
Ich fang mal gleich mit dem nichtfachmännischen in Stücke reißen des Filmes an:
"Goethe!" ist von der ersten bis zur letzten Sekunde einfach nur total dämlich.
Dabei spielt es keine Rolle, dass der Film auf einer wahren Geschichte beruht, ich war einfach nur erschrocken, wie man bei einem so relativ sicheren Stoff so katastrophal scheitern kann.

"Goethe!" schaut sich eher wie eine Seifenoper, was für Geschichtsstoff sehr schlecht ist.
Der Hauptdarsteller ist nicht wirklich gut, alle Nebencharaktere spielen furchtbar schlecht. Gerade die weibliche Hauptrolle kann vollends überzeugen. Moritz Bleibtreu ist ein sehr guter Schauspieler, aber hier hat er leider nicht viel zu leisten.

Die Dialoge sind so unfassbar platt, dass GZSZ stolz darauf gewesen wäre.
*Goethe liest Gedicht vor*
"Das ist lächerlich.
Es ist wirklich lächerlich, dass Sie nicht an sich glauben."
Gewürzt mit unheimlich viel unfreiwilliger Komik und übersteigert-kitschiger Sprache (der echte Goethe hat viel stilsicherer geschrieben).
Goethe wirkt abwechselnd wie ein Streber und ein Lausbub.
Es wurden bewusst nur die pathetischsten Aspekte aus Goethes Lebensgeschichte genommen und so krass übersteigert, dass es einfach nur mehr peinlich wirkt.
Vor Allem in den letzten Minuten - ohne zu spoilern - die letzten Sätze von Goethes Vater und seinen Freunden wirken so unheimlich... mir fällt kein anderes Wort als peinlich-pathetisch ein.
Ich mag ja bekannterweise Pathos und Kitsch, aber das ist so unpassend, dass es schon so richtig lächerlich klingt.
Dass inhaltlich so gut wie gar kein Tiefgang in die Charaktere gesteckt wurde, das dürfte dann auch keinen überraschen.
Die Figuren, wie auch deren Alltag, waren sicher im realen Leben viel komplexer. Aber das will ich dem Film nicht vorwerfen, nur, dass er allgemein auf Sparflamme läuft.

"Goethe!" scheitert vor Allem daran, dass der Film niemanden so richtig glücklich machen wird, da er irgendwie etwas 'ziellos' ist.
Wer etwas über Goethe sehen will, braucht keine überladene Seifenoper, wer aber genau darauf steht, der wird wohl vom Thema und den Figuren abgeschreckt.
Gerade die Kulisse und die Kostüme sind gut gelungen.

"Goethe!" konnte mich zu keiner Zeit überzeugen, weshalb ich ihm auch nicht allzu viele Punkte gebe.
Für mich ein Paradebeispiel für eine misslungene Aufarbeitung zu einem geschichtlichen Stoff.

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The Freewheelin Fonda

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Immer drauf auf den Mist ;)
Hatte nur n kurzen Teil draus gesehen und ehrlich, der Titel des Streifens ist schon Müll :D


Martin Oberndorf

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Ich hab mir schon überlegt, ob ich als abschließende Worte Goethe zitieren soll: Lecket mich!
...
Der Film stand die ganze Zeit über auf 3 Punkte, aber das Ende hat mir den Rest gegeben. Der Vater und die Freunde... autsch.


DrPhil

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Bewertung7.5Sehenswert

Als junger Deutscher mit Stil und Kulturverständnis, sehe ich es als meine Pflicht, ausreichend Kenntnisse über den bekanntesten Dichter Deutschlands zuhaben, nämlich Goethe. Beginnen kann man ja mal mit der gleichnamigen Biografie, aber Vorsicht ist geboten, da es sich um eine leicht veränderte Variante der Wahrheit entspricht und sich deswegen als Fiktion-Light angesehen werden kann.
Der Film beginnt schrecklich, ich habe nichts verstanden, was sich auf den offenkundigen Differenzen der heutigen und damaligen Sprache beruht, also akustische Schwierigkeiten bescherten mir ein allgemeines Unwohlsein. Zu dem knorrigen Beginn, trägt auch der von mir überaus hoch geschätzte Moritz Bleibtreu bei, der fast schon krankhaft unsexy seine Rolle vorträgt, aber mit der Zeit, sein Können, als vielleicht besten deutschen Schauspieler, unter Beweist stellt. Generell gilt, dass man sich üblicherweise an alles gewöhnt, was es gibt, und mit der Zeit vollständig in den Film abtauchen kann. Ab diesem Zeitpunkt habe ich den restlichen Film mit Interesse verfolgt.
„Goethe!“ ist eine intelligente Fusion der Anfängen Goethes, als Dichter und Anwalt mit seinem bekanntesten Werk „Die Leiden des jungen Werthers”. Die Darstellung von Dreck und viel Matsch brachte auch eine stimmungsvolle Spät-Spät-Mittelalter-Atmosphäre, die mit den passenden Fachwerkhäuser kombiniert, den nötigen Feinschliff dem Film beschert.

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mme.lehmann

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Darf ich dir empfehlen beim Studium der Kultur auf Literatur und nicht auf unterirdische Filme zu vertrauen?


Chewbacca

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Bewertung5.5Geht so

Philipp Stölzl zeigt uns den jungen Johann Goethe, wie er vielleicht niemals war und verspinnt dessen Liebes- und Leidensgeschichte mit seinem Briefroman „Die Leiden des jungen Werthers“, der ihn über Nacht unsterblich machte. Dabei erinnert man sich zumindest etwas an die gute Jane Austin, obwohl deren Romanverfilmungen irgendwie erquickender und sehr viel leidenschaftlicher sind.

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fiko51

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Bewertung4.5Uninteressant

Stinköde, dumme Geschichte und so wirklich um den guten, alten Dichterfürsten ging es am Ende ja auch nicht. Sogar Bleibtreu, den ich eigentlich bisher (fast) immer sehr mochte, bleibt hier blass und langweilig. Es war echt schwer sich auf diesen Mist zu konzentrieren. Da war sogar die "Schiller"-Verfilmung mit Schweighöfer weitaus besser. Naja, immerhin waren die Kameraeinstellungen mitunter ganz nett. Und die Lotte war ganz süß. Wenn ich ganz gnädig bin, dann kommen 4,5 hin. Aber ansich... Naja, Lotte war halt doch ganz süß.
"Uninteressant" passt im Nachhinein einfach am besten.

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harperpitt

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Bewertung3.0Schwach

Was für ein eitles Kaspertheater.

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Sayuri Sama

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Bewertung5.5Geht so

Trotz der überwiegend schlechten Beurteilungen hier, finde ich, dass der Film relativ gut gelungen ist. Natürlich zeigt er nicht Goethes ganzes Wesen und Dichterkunst, aber ich bin der Meinung, dass er sich zweifelsfrei anschauen lässt, und nicht unbedingt durch Langeweile besticht.
Dafür gut gemeinte 5,5 Punkte.

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mme.lehmann

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Bewertung0.0Hassfilm

Der Titel sollte in Joko&Klaas-Manier erweitert werden in: "Goethe! Dieser Film macht betroffen"
Unendlich stumpf. Unendlich kitschitg. Goethe hat mich durchweg an Florian Silbereisen erinnert. Laut, ordinär, wenig tiefgründig. Sogar Bleibtreu stinkt in diesem Film gnadenlos ab.
Hätte man sich nicht entscheiden können: Werther-Verfilmung ODER Verfilmung von Goethes Leben? Musste es dieses furchtbare Kuddelmuddel sein?
Hier steht irgendwo im Kommentarbereich, dass dieser Film ein Muss für Goethefans sei. Um Gottes Willen, glaubt diesem Menschen nicht. Ich maße mir an, ein bisschen in Goethes Werk eingelesen zu sein und die ersten 50 Minuten schlackerten mir die Ohren, die zweiten 50 Minuten war ich vollständig desinteressiert.
Die Brotszene - völlig verunstaltet.
Die Kombination aus blauem Frack und gelber Weste ist im Roman auch nicht etwa ein Abbild der Zeit, nein, Goethe war seines Zeichens dem Film zu Folge auch ein Modegenie, das diesen Trend ganz alleine setzte.
Aber der Gipfel der Frechheit ist die Rezitation von "Es schlug mein Herz geschwind zu Pferde". Die ersten zwei Zeilen der ersten Strophe und die letzten zwei Zeilen der letzten Strophe. Wirklich? Hätte man sich nicht eine Minute Zeit nehmen können, um das Gedicht anständig vorzutragen? Oder wenigstens eine Strophe in ihrer Gänze? Und wie sagt der das überhaupt auf? Als ob man ein selbstgeschriebenes Gedicht derart hinrotzt.
Mir ist schon klar, dass eine originalgetreue Darstellung nicht die Massen ins Kino lockt. Aber seien wir ehrlich: ein Film über Goethe tut das an sich nicht. Dann hätte man es also auch gleich richtig machen können.
Ich. kotze.

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Gabuyasha

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Bewertung1.5Ärgerlich

Ich finde, dass dieser Film weder Lehrreich über das Leben von Goethe, noch spannend genug ist, um über den Durchschnitt hinaus zu ragen. Im Gegenteil: Der Film zieht sich langweilig über fast 2 Stunden hin und bietet nur am Ende Spannung. Immerhin konnte man sich ein wenig in das Liebeskummer von Goethe hinein fühlen, der meiner Meinung nach der beste Charakter des Films war. Alle anderen blieben farblos, obwohl allesamt gute Schauspieler waren.Die ein oder andere romantische Szene fehlte auch nicht.
Fazit: Wenn man Goethe mag, wird man beim Ausleihen der DVD bestens bedient werden. Der Film vermag jedoch an keiner Stelle wirklich zu begeistern. Schade:(

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based_god

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Bewertung4.0Uninteressant

Grandios vergeigt! Kann sich nicht zwischen Drama und Komödie entscheiden. An allen Ecken und Enden überzeichnet und deutlich zu viel Slapstick!

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Donzaffi

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Bewertung6.5Ganz gut

ein netter Film, allerdings nur wen man auch weiß das er die Realität sehr großzügig dehnt. Trotzdem als reiner Unterhaltungsfilm zu gebrauchen

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craax

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VORHERSAGE heißt: ich habe NICHT gepunktet. Täte ich's, käme MAX. 3- 2.5 raus - oder wie bepunktet man einen Kotzbrocken?- nach Gewicht?-
Da können wir uns mit einem kurzen Prozeß begnügen – Freude für so manchen. Über den größten deutschen Dichter wären (zusätzlich zu vorhandenen) Bibliotheken zu schreiben – auch heute noch, im Zuge notwendigen Architekturangleichs Modernisierung genannt. Wie wenig Ahnung die Deutschen gerade vom größten (bedeutendsten!) Dichter ihrer Sprache haben – ja nicht einmal den geringsten S c h i m m e r einer E x i s t e n z von diesem (vergliche man etwa mit der Shakespeare-Rezeption auf der Insel!),- - das kann man sehr schön an dieser Schmonzette deutscher Zunge und Provenienz einzustufen bitter sehen – und bereuen. Deutschland, deine Dichter und Denker – sind wie geronnen so zersonnen. Ihr wißt nicht einmal, das es sie bloß g i b t (außer das ihr den Namen schon mal gehört habt – als Firmierung der prangend schönen Folterinstrrumente in den sog. Bildungsinstitutionen, die ihr eure „Schulen“ zu nennen euch erdreistet– (und welche Ferkelbeschmutzung ihr dem edelteuren Namen Kestners angedeihen duldet!...) -
Ach was, das nützt alles nichts.
Goethe, ich schäm mich schon ein wenig, wiedereinmal immer noch.
Tut mir leid mein Lieber. Komm nächstes Jahrhundert wieder – vielleicht probieren wir’s dann noch mal.

PS und bring schlicht deine Autobiographie mit. Die setzen wir dann einfach einszueins um, auf Leinwand. Was das soll? – das Publikum wird toben, wenn es sieht, was einfach wirklich real war – vor Begeisterung. So ein dämlich ahnungsloser Nerd warst du nämlich eigentlich gar nicht. Wäre Zeit, das sie es erfahren. Aber wie gesagt –
Es fehlt einfach jedes Talent.
Du bist diesem Volk einfach immer noch ein paar Jahrzehnte – optimistisch betrachtet – voraus.
Und da du dich ständig aktualisierst: fürcht ich manchmal, es könnte lang, lang noch so weitergehen.
Das deutsche Volk ist schon ein europäisches Unikat: es hat zwar einen („weltliterarischen“, Erfindung von Goethe) Nationaldichter-, weiß aber nicht einmal, das und wie es ihn je gab. Geschweige denn, um wen es sich handelt(e). Kurios.

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craax

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das klingt für deinen Körper genauso gesund wie es die ungeschützte Zusichnahme solchen Films für deine Seele wäre, monce...


AlexanderDeLarge

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Mir hat es auch schon in der Vorschau gedämmert, dass dieser Film keinen Klick zum Saugen wert ist. Habe dann trotzdem eine Kinokarte gekauft, mehr einem türkischen Freund zuliebe. Der war damals - frisch immigriert - noch der naiven Ansicht, in Deutschland würden alle in der U-Bahn Kafka lesen. Wir sind Papst, wir sind Lena, wir sind Goethe...


dannydiaz

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Bewertung7.5Sehenswert

die faktentreue ist bei historischen filmen meist nur interpretationsicht, so nimmt sich dieser film das gar nicht vor und beruft sich auf die künstlerische freiheit.
im detail ist ds nicht goethe aber im geiste schon. das phenomen werther und die werther tode, trage heute noch in allen medien zum code of conduct bei, dass über erfolgreiche suizide nicht berichtet werden soll. um den werther effekt zu vermeiden.
von kurt cobain bis robert enke....
die schauspieler sind in hochform und ich bin sehr froh dem drang widerstanden zu haben, den film nach 10 min auszumachen.
der regisseur stölzl wir großes erreichen, marc forster oder marcus nispel können in der deutschen botschaft hollywood ein wg zimmer frei räumen

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Kuya

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Bewertung4.0Uninteressant

Alle Tage wieder schlag ich mir meine Handfläche auf den Kopf, runzle kräftig mit der Stirn und frag mich nur wie so etwas nur passieren konnte. Viel zu glückliche Umstände vereinigen sich in diesem Film um letztendlich dann doch tragisch unterzugehen. Man konnte Moritz Bleibtreu für eine Rolle gewinnen, mit Alexander Fehling hatte man sich einen talentierten jungen Schönling geangelt, und auch Miriam Stein war für Lotte beileibe keine Fehlbesetzung. Dazu noch eine fantastische Arbeit der Kostüm- und Bühnenbildner.

Doch leider verstand das Ausrufezeichen im Titel alles mit sich hinunterzureissen. Groteske Kommerzialisierung und unendliche Biederkeit. GOETHE! wird niemandem gerecht. Absolut niemanden und vor allem nicht sich selbst.

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geheimer333

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Bewertung0.5Schmerzhaft

Goethe

Geschätzt eineinhalb Jahre ist es nun her, als ich während eines Praktikums im Kino dieses Machwerk sah, und nach geschätzt der Hälfte panisch und zutiefst geschockt aus dem Saal flüchtete.
Und jetzt kommt meine Deutschlehrerin an und zwingt mich diese Tortur erneut durchzuleben? Diesmal gibt es kein entkommen...
Es war genauso schlimm wie ich erwartet hatte und ich möchte diesen Film auch nicht großartig analysieren. Es ist die Geschichte von Goethe (eine eigentlich interessante Figur), welche komplett verunstaltet wurde und in das Kleid einer 0815 Lovestory gezwängt wurde. Aber schön den Namen Goethe draufsetzen, ist ja voll historisches und kulturelles Kino und so.
Mein Hass ist kaum in Worte zu fassen und sowas dann auch noch in einer Bildungsinstitution zeigen. Armes Deutschland!

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Ripley1

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Wie Deutschlehrer denken ist mir nicht ganz fremd: Zum einen sind sie oft nicht gerade Filmexperten, zum anderen halten sie den (Kino-) Film nicht für eine gleichrangige Kunstform (gegenüber der Buchliteratur). Deswegen sträuben sie sich oft vor einer eingehenden, kritischen Filmanalyse und benutzen den Film als Aufhänger für ein bestimmtes Thema oder als "Bonbon" nach Abschluss einer Unterrichtsreihe.
Manchmal wird mit Filmen im Unterricht einfach auch nur Zeit geschunden, z.B. kurz vor den Ferien, weil niemand mehr Lust hat auf richtigen Unterricht.


craax

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:) als Deutschlehrergepesteter, dem alle solche untalentierten Durchschnitt-Fuzzies (wo sollen sie mit ihren un-wiedergeliebten Ambitionen sonst hin wennicht in die Schule, wo sie über wehrlos Ausgelieferte d. hochbezahltgesicherte/n Obermacker/in geben dürfen?-) ...--doch die Liebe zur gar nicht durchschnittlichen Literatur NICHT austreiben konnten,- ein Hoch auf den Meinungsaustausch dieser Seite! geheimer (rat?)333,ripley, alex, ich like euch, von Herzen!
ein von diesem Film angep*ter Goethe-Fan, der ein(mal) bißchen anders redet als sonst


Kamell

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Bewertung2.5Ärgerlich

Endlich!
Deutschland hat "Stolz und Vorurteil" verbessert - Miriam Stein schlägt Keira Knightley! Goethe steigt von seinem Thron, um die BBC und englische Komödien in die Schranken zu verweisen - ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen, in dessen Verlauf er zum neuen Superstar gekürt wurde und Dichtung und Wahrheit glücklich vereint ihrem Ende ins Auge blickten.
(Mir fällt kein unanständiges Gratulationswort ein - kann mir jemand aushelfen?)

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Kamell

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Vielen Dank. Ist das aus dem Götz? Da fiele mir was viel unanständigeres ein. Aber an wen wäre es zu adressieren - den Regisseur?
:-)


craax

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Eher Walther Moers (das Zitat). Bitte nicht an Moers adressieren - der kann nun wirklich nichts dafür, ja macht geradezu gegenteilig unAnständige Sachen. Tja,- beim Kind in'' Brunnen will's natürlich wieder niemand gewesen sein, der den hinkenden Krug geschubst hat. Der Drehbuchbrecher am schlimmsten. Aber ich fürchte, das war hier ziemlich Pesonalunion. Kann man's rauskriegen, ob +wieweit der Regie-Youngster (der ist sicher noch nicht "alt" (?Mitte dreißig max?) damitdrinhängt (wünsch ihm jedenfalls kein höheres Alter: dann geht's als Unreife-/Unbildung noch so mitdurch). Aber weißt du was: lassen wir den ahnungslosen Schnösel. Das tut alles eh bloß weh, weil es sich um GOETHE handelt: und jeder (zumindest wenn er sich anschickt, etwas ("einen Film") dazu zu machen, sich soweit faktisch mit Pampers versehen sollte, das keine übermäßig lecken ('Goetz mich!) Inkontinenzprobleme aufgetreten zu befürchten sind. Solche Themen liegen in Deutschland so herrenlos rum. Das ist schade. Im Grunde trifft den Typ (wer immer) keine sonderliche Schuld: das w i r dafür sorgen, das gedacht wird, das man uns sowas zumuten könnte/dürfte, d a s ist das Problem! die allgemeine GeschmacksTäubeVer(w)irrung (Vorsicht, in Diesem!). - // -greets. Und nie vergessen: trotzdem ;) , :)- womöglich: :D ! am besten XD,, !!


Punisher1971

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Eine sehr gelungene Inszenierung wie ich finde. Schauspieler, Kostüme, Landschaftsaufnahmen, Dialoge waren über dem deutschem Durchschnitt. Ich denke nicht das man diesen Film als authentische Biografie gedreht hat. Sondern eher als Möglichkeit Goethes Genialität einem Publikum nahe zu bringen, die noch nicht wirklich viel mit dem Thema Literatur und Dichtung zu tun gehabt haben. Mich hat es zumindest dazu bewegt einige Werke von Ihm in die Hand zu nehmen und auch zu lesen. Und damit hat der Film schon mehr erreicht als die meisten anderen dieser Kategorie. Wem die historischen Unzulänglichkeiten stört, der sollte sich lieber eine Dokumentation angucken und nicht einem massentauglichem Publikum gedrehten Film. Denn ein solcher soll ja in erster Linie Unterhalten und keine trockene Geschichtsstunde dahrstellen!!! Unterhalten und feuchte Augen hat er mir bereitet ;-)

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Tina Scheidt

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Bewertung2.0Ärgerlich

Im Kino ist mir Goethe entgangen, dann habe ich mich sehr gefreut, ihn auf DVD anzuschauen. Die Ähnlichkeiten zu einem meiner Lieblingsfilme "Pride & Prejudice" mit Matthew Macfadyen und Keira Knightley fielen mir geradezu schmerzhaft auf.
Dieser Goethe war einfach nur unerträglich peinlich in seinem Humor und Verdrehung der Geschichte.
Lotte Buff, die bekanntermaßen für Werthers Leiden die Hauptrolle zugedacht bekommen hatte, wurde extrem falsch dargestellt. Kestner war ihr Verlobter und das Werben von Goethe soll ihr sogar überhaupt nicht angenehm gewesen sein, völlig anders als hier im Film dargestellt. Ich war froh, diesen Film nicht im Kino gesehen zu haben, ich glaube, hier wäre ich erstmals vor Schluss des Films aus dem Kino gegangen. So war ich froh und dankbar, es als Geschenk erhalten zu haben und pfefferte die DVD aus dem Gerät.
Mit einer Freundin gemeinsam hätten wir zusammen gelacht, um nicht weinen zu müssen. So hätte ich den Film mit Sicherheit überstanden, so habe ich ihn mir nicht bis zum Schluss angeschaut und werde es wohl auch nicht mehr tun. Dieser Film ist so ganz und gar nichts für mich gewesen!

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Panthera tigris

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Bewertung7.5Sehenswert

Die Handlung ist jetzt nichts herausragend Originelles, aber auch nicht schmerzhaft. Was mir besonder gefällt, ist daß Herr Kestner, Goethes Konkurrent um Charlotte, nicht dämonisiert wird wie in vielen Standard-Liebesgeschichten mit diesem Plot.
Was in diesem Film aber wirklich heraussticht, sind Kostüme und Kulisse! Es ist herrlich dreckig, dunkel, auf den Straßen ist Matsch, so wie man es im 18. Jahrhundert erwarten würde. Die Kostüme sind sehr stimmig und vor allem die Dialoge gehen den Schauspielern trotz mehr oder weniger altertümlicher Wortwahl natürlich und lebendig über die Lippen. Allen schon dafür sehenswert.

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