Herrenkinder
Herrenkinder (2009), DE Laufzeit 95 Minuten, Dokumentarfilm, Kinostart 03.12.2009
1 Bewertungen
Skala 0 bis 10
1 Bewertungen
1 Kommentare
Keine
von Christian Schneider und Eduard Erne,
In den “nationalpolitischen Erziehungsanstalten” (NPEA, im Volksmund “Napola” genannt) sollte die künftige zivile Führungsschicht des Nationalsozialismus herangebildet werden. Viele ehemalige Napola-Schüler bekleiden heute wichtige Posten in Wirtschaft, Politik und Kultur. Der ehemalige Herausgeber der ZEIT, Theo Sommer, der Literaturkritiker Hellmuth Karasek, der Dirigent Joachim Carlos Martini, der ehemalige Justizminister Österreichs Harald Ofner – sie alle waren Schüler der Napolas. Der Dokumentarfilm von Eduard Erne und Christian Schneider erzählt das Napola-Thema als Generationsgeschichte. Er fragt nicht nur, was aus den Schülern von damals geworden ist, sondern auch, wie sich deren Erziehung auf die ihrer Kinder und Kindeskinder ausgewirkt hat.
Mehr Bilder (4) und Videos (0) zu Herrenkinder
Cast & Crew
-
Christian Schneider
-
Eduard Erne
Regie
Schauspieler
- Genre
- Dokumentarfilm
- Handlung
- Adoleszenz, Antisemitismus, Drittes Reich, Erziehungsheim, Gewalt an der Schule, Gymnasium, Heranwachsen, Herrenrasse, Hitlerjugend, Internat, NSDAP, Napola
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Filmdetails Herrenkinder
Trailer zum Film Herrenkinder
Leider haben wir noch keinen Trailer.
Fans dieses Films gefiel auch
Aktuelle moviepilot-Interviews
Schauspieler und Filmemacher
Links zum Film Herrenkinder
- Herrenkinder: critic.de

















Kritiken (1) — Film: Herrenkinder
Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...
Kommentar löschenWas für Männer sind aus den verblendeten Jugendlichen geworden? Wie haben sie ihre eigenen Kinder erzogen? Eduard Erne und Christian Schneider haben ehemalige Napola-Schüler, teils auch ihre Angehörigen befragt. Unter ihren Protagonisten finden sich überwiegend Prominente, der Literaturkritiker Hellmuth Karasek, der ehemalige "Zeit"-Herausgeber Theo Sommer, der Dirigent Joachim Carlos Martini sowie der ehemalige österreichische Justizminister Harald Ofner.
Allerdings wäre "Herrenkinder" auch gut ohne deren Erinnerungen ausgekommen. Denn über ihr Leben nach Napola und die psychischen Langzeitwirkungen haben sie kaum etwas beizutragen. Karasek räumt zwar ein, dass er zu den "Alpha-Tieren" dazu gehören und anderen sagen wollte, wo's langgeht. Ansonsten aber beschränkt er sich darauf, zu beschreiben, wie sehr er und seine Mitschüler damals "geschliffen" wurden, wie menschenverachtend der Sportunterricht und ihm als Unsportlichen absolut zuwider war oder wie selbstverständlich die Jungs auf der Wiese "Juden köpfen" spielten. Noch weniger Privates erfährt man von Theo Sommer, der lediglich von Idealen spricht, die ihm vermittelt worden seien: "Wahrhaftigkeit, Lauterkeit, Rechtschaffenheit". Und auch Martini und Ofner reden kaum über das Leben nach 1945 und etwaigen Spuren, die diese Pädagogik psychisch bei ihnen hinterlassen hat.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Kommentare
Kommentar schreiben