Ikiru - Einmal wirklich leben
Ikiru (1952), JP Laufzeit 143 Minuten, FSK 16, Drama, Kinostart 22.06.1954
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von Akira Kurosawa, mit Takashi Shimura und Shinichi Himori
Seit dem frühen Tod seiner Frau lebt der Beamte Kanji Watanabe einsam und widmet sich nur seinem erwachsenen Sohn sowie seiner Arbeit. Eines Tages erfährt er, daß er an unheilbarem Magenkrebs leidet. Ab diesem Moment versucht Kanji, seinem Leben einen Sinn zu geben: Während er bis dahin automatisch seine Arbeit erledigt hat, wird er jetzt auf die Probleme der Bürger aufmerksam, mit denen er durch ihre Anträge konfrontiert wird. Es gelingt ihm, einen ablehnenden Bescheid über den Bau eines Kinderspielplatzes zu revidieren. Erst nach dessen Eröffnung stirbt er glücklich und zufrieden.
Cast & Crew
-
Akira Kurosawa
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Takashi Shimura
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Kanji Watanabe
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Shinichi Himori
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Haruo Tanaka
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Minoru Chiaki
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Miki Odagiri
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Toyo Odagiri
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Bokuzen Hidari
Regie
Schauspieler
-
Shinobu Hashimoto
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Akira Kurosawa
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Hideo Oguni
- Genre
- Drama
- Handlung
- Bar, Büro, Bürokratie, Café, Einsamkeit, Krebs, Nachtleben, Schaukel, Sinn des Lebens, Spielplatz, Trauerfeier, Vater-Sohn-Beziehung
- Mitmachen
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Drehbuch
Filmdetails Ikiru - Einmal wirklich leben
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Trailer zum Film Ikiru - Einmal wirklich leben
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Kritiken (2) — Film: Ikiru - Einmal wirklich leben
Hitmanski: Reihe Sieben / MehrFilm / I...
Kommentar löschen„So schnell stirbt man nicht. Schon gar nicht, wenn man darauf wartet“ -
Dem Schicksal stets im Schatten von Kurosawas bekannteren Samuraifilmen zu stehen, und deshalb gemeinhin nicht mit der ihm eigentlich gebührenden Aufmerksamkeit bedacht zu werden, kann auch IKIRU wohl nicht mehr entfliehen - zu Unrecht: Eingerahmt von der Bestandsaufnahme einer durch das nahende Ende der Besatzungszeit der einstigen Alliierten abermals in der Umstrukturierung befindlichen japanischen Bürokratie, entwickelt Akira Kurosawa am exemplarischen Beispiel ein unaufgeregtes und berührendes Porträt über einen Menschen, aber auch über eine gesamte Gesellschaft.
Lose angelehnt an die verschiedenen Phasen, die der Mensch bis hin zu seinem Tod zu durchlaufen hat, konfrontiert IKIRU sein Publikum dabei mit den letzten Momenten des unscheinbaren Beamten von nebenan, und dessen zwischen Verbitterung und Aufbruchstimmung hin und her gerissenen Bestreben, das eigene Schicksal und den nahenden…
20 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten
Smoover 2011/07/12 23:10:21
Antwort löschenDeine erste Kurosawa Kritik? Gefällt mir :).
Hitmanski 2011/07/12 23:18:18
Antwort löschenNicht mein erster Film von ihm, wohl aber mein erster Text, ja. Dankeschön :)
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der cineast 2011/07/13 14:03:36
Antwort löschenHört sich irgendwie anstrengend an.
Hitmanski 2011/07/13 16:50:22
Antwort löschenKommt drauf an; ist aber sicher kein Film für einen typischen Videoabend, stimmt schon.
Fricki76: Asianfilmweb.de
Kommentar löschenGesellschaftskritik war im traditionsbewussten Japan der 50er Jahre noch etwas anderes als heute, wo jeder lautstark seine Meinung kundtun kann. In diesem Sinne muss man "Einmal wirklich leben" also auch etwas in seinem (film)historischen Kontext sehen. Kurosawa tut das, was er am besten kann: Er erzählt eine Parabel auf die Schwächen des Menschen und hält somit nicht nur der Gesellschaft als Ganzes, sondern jedem Einzelnen einen entlarvenden Spiegel vor. Das wird vor allem am Ende des Films deutlich, wenn der Hauptcharakter zwar seinen Spielplatz gebaut hat, aber sich in den Köpfen und Herzen der Menschen nichts geändert hat....
Kritik im Original 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Kommentare (8) — Film: Ikiru - Einmal wirklich leben
Kommentar schreibenaberaber 2011/11/27 12:30:32
Kommentar löschenEin wunderbarer Film. Er gefällt mir besser als Kurosawas große und oft kopierte Filme, wie die sieben Samuari. Ein ruhiger, bewegender Film, vielleicht etwas zu lang. Der Hauptdarsteller ist hervorragend.
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ElMagico 2011/04/04 09:59:24
Kommentar löschenSehr ruhig, ja fast schon bedächtig, erzählt Kurosawa die Geschichte des Beamten Watanabe, der durch die Nachricht seines nahenden Todes versucht nocht etwas Freude in seinem tristen Leben zu finden. Ohne Gefühlsduselei werden seine oft unbeholfenen Versuche gezeigt, etwas Licht in sein gewohntes Dunkel zu bringen, meist erreicht er aber nicht mehr als ein kurzes Aufflackern. Zu sehr scheint er schon die Rolle verinnerlicht zu haben, die von ihm erwartet wird und auch seine Umwelt ist kaum dazu Fähig, in ihm etwas anderes zu sehen, als den langweiligen Beamter. Erst als er seinen Frieden mit sich selbst sucht und aufhört Glück bei anderen Menschen zu suchen, bekommt sein nur noch kurzes Leben so etwas wie Sinn. Und auch wenn es etwas so klingt, ist dies alles andere als ein Feel-Good-Movie...selbst in den helleren Momenten, spürt man das Watanabe sich nicht zurechtfinden wird und letztendlich immer alleine sein wird.
Durch den Tod des Beamten nimmt der Film dann nochmal eine starke Wendung, konzentriert sich auf die Mitarbeiter und Vorgesetzten von Watanabe und wandelt sich von der Charakterstudie zur Gesellschaftskritik. Wobei für mich die Bürokratie/Politik-Kritik nur Beiwerk ist, vielmehr zeigt Kurosawa auf, wie beängstigend sich verändernde Gesellschaftsformen auf den Einzelnen auswirken und wie sehr der Mensch sich deshalb Masken zulegt, die ihn für seine Mitmenschen völlig unkenntlich macht. Am deutlichsten wird dies bei den Gästen der Beerdigung, die schlussendlich alle nicht wussten, wen sie da denn eigentlich begraben.
Wie erwähnt hat der Film einen sehr stillen Erzählfluss und die Höhepunkte sind sehr rar gesät, aber letztlich wird hier ja auch das Leben eines Menschen gezeigt, der schon lange tot ist. Das Wundervolle ist aber, das hier trotzdem in jedem Moment eine starke humanistische Attitüde zu verspüren ist, ohne jemals ins lächerliche abzudriften.
Hält man sich vor Augen das der Film Anfang der 50er entstand und dazu noch in Japan, wo noch viel mehr auf das Einhalten von Traditionen/Werten geachtet wird, ohne diese zu Hinterfragen, muss man wiederum "Einmal wirklich Leben" fast schon zugestehen, ein ziemlich offensives Stück Film zu sein.
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Tyler__Durden 2011/01/18 17:08:49
Kommentar löschenSchock. Depression. Isolation. Eskapismus. Akzeptanz.
Die fünf Emotionalen Phasen. Fünf Phasen die unser Protagonist durchmacht. Bürokrat ohne Sinn fürs Leben nur um kurz vor seinem Tod zu erfahren was Leben wirklichheißt. Denn unser Protagonist hat Krebs. Nur noch knapp sechs Monate dann gehts Six Feet Under. Das klingt so verdamt Kitschig mit sentimentaler Moralkeule das ich mir beim Lesen das Klappentextes schon Fremd geschämt habe. Wieso aber? Kurosawa führt Regie? Das hätte mir eigentlich schon alles sagen müssen was ich wissen muss. Den die wahrscheinlich größte Leistung von IKIRU ist es das Kurosawa selten bis gar nicht Sentimental werden will. Er lässt uns Zuschauer nie wirklich wissen was Shimamuras Charakter durchmacht. Der Charakter des Watanabe wird distanziert und etwas mysteriös beobachtet. Gibt es doch selten irgendwelches herum gewichse wegen seiner Krankheit, er erzählt es ja fast gar keinem um Gottes willen. Emotionale Manipulationsversuch sind selten. Alles was wir sehen sind die fünf Phasen. Seine Aktionen die zum Glücklichen, wenn auch nur temporären, Leben führen sollen und die Interpretation der Leute in seinem Umfeld die sein merkwürdiges Verhalten nicht verstehen. Erst als Kurosawa uns im letzten drittel das Ende vor weg nimmt und wir durch verschiedene Blickwinkel den Mann von außen sehen ist es um die Distanz geschehen. Die Emotionen sowie der Existenzelle Kern mit seinen Ideen Manifestieren sich und was störend-sentimental hätte sein können wird ehrlich-Sentimental. Das mag vielen zu subtil geschehen ist aber in seiner Art so beeindruckender als der große Rest. Komischerweise für Kurosawa nicht ganz ohne Hänger aber berührend sondergleichen als Gesamtpaket.
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Tyler__Durden 2011/01/18 18:31:33
Antwort löschenGing mir leider auch so. Musste erst Krank werden das ich mir mal für ihn Zeit genommen habe. :)
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dAJaro 2011/01/18 18:46:22
Antwort löschenWer das hier liest und den Film nicht kennt, ist selbst schuld:
-
War auch etwas entäuscht von Ikiru. Primär durch die Regie in der ersten Hälfte des Filmes, die für meinen Geschmack etwas weniger belanglos hätte ausfallen können. Besonders schockierend, da es in der zweiten Hälfte die Spielplatzszene im Schnee gibt, welche in ihrer paradoxen Darstellung einer doppelten Charakteristik von Hoffnung und Hoffnungslosigkeit perfekt für den Film war (Muss für das Hervorheben einer Szene wirklich die Inszenierung des halben Filmes leiden?).
Dass die Szenen insgesamt nicht chronologisch gezeigt werden, sondern die Beerdigung nocheinmal den Anfang eines neuen Abschnitts sowohl im Leben des Protagonisten, nämlich den Weg zur Erfüllung des Lebenssinnes, wie auch des Films bildet, war eine sehr gute Script-Entscheidung, da es Kurosawa nicht um die Darstellung einer pathetischen Carpe Diem-Geschichte geht, sondern auch um die Darstellung der Starre der modernen Bürokratie und die Bequemlichkeit der Menschen.
Tyler__Durden 2011/01/18 20:07:25
Antwort löschenWürde ich so stehen lassen, obwohl meine Enttäuschung bezg. der Ersten Hälfte nicht so groß war wie deine. Mich stört gewiss auch hier und da etwas an dem Film. Aber wie oben gesagt, das Endprodukt war gut genug um solch Fehler zu überdecken.
Miike 2010/10/27 22:50:33
Kommentar löschenEin meiner Meinung nach äußerst beeindruckendes Werk von Kurosawa mit einem schauspielerisch glänzendem Takashi Shimura. Die Leere im Leben des Beamten der nichts weiter macht als zu arbeiten und schon längst innerlich gestorben ist ohne es zu merken und dessen Umfeld ihn nicht einmal mehr wahrnimmt, findet erst ins Leben zurück als er realisiert, dass er nur noch wenig Zeit hat. Kurosawa's Werk hat seine Längen, aber gerade durch diese kommt für mich das beharrliche in Watanabes Wesen erst richtig zur Geltung, dieser Drang in den letzten Tagen noch etwas zu leisten was dem Wohl anderer dient. Wie immer spiegelt sich in diesem Film auch die Kritik an der Gesellschaft und diesem Fall besonders stark am Wesen der Politik. Das Ende ist genau so wie man es auch heute erwarten kann von Menschen die Großes vollbringen wollen, und dann doch Alles wieder so ist wie es war und wohl auch immer sein wird.
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Bradbury 2009/05/22 05:44:55
Kommentar löschenVielgelobte Gesellschaftskritik von Kurosawa ... überbewertet wie ich finde. Zweimal greift er der Geschichte auf unglückliche Art und Weise vor und verfängt sich damit dramaturgisch. Die Geschichte an sich ist nicht schlecht, nur da der Zuschauer schon von Anfang an um das Schicksal des Beamten Watanabe weiss, nervt es umso mehr, dass Kurosawa ihn dann immer wieder im Selbstmitleid versinken lässt und sich die Handlung fast 2 Stunden lang im Kreis dreht. Und das Thema Generationenkonflikt (Ja, das Thema war damals schon aktuell und ist keine brandneue Entdeckung von gedissten VIPs, die keiner mehr im Fernsehen sehen wollte!) verarbeitete Kurosawa Jahre später in "Bilanz eines Lebens" viel feinfühliger.
"Ikiru" driftet zu oft ins Weinerliche ab und wirkt stellenweise überzeichnet. Aber um als Satire durchzugehen, fehlt hier einfach der Humor.
Ein Lob muss ich aber Takashi Shimura machen, der (wie so oft) zurückhaltend aber trotzdem intensiv spielt.
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Fricki76 2009/12/20 02:00:13
Antwort löschenIch denke, man muss einen (älteren) Film auch immer etwas im Kontext seiner Zeit sehen. Sicherlich stimmen deine Argumente grösstenteils, aber solche Themen in einem Film zu thematisieren, war damals sicherlich eine andere Sache als heute. Und ich finde, das gilt es eben auch ein bisschen zu würdigen....
JimiHendrix 2009/04/21 23:19:47
Kommentar löschenJa dieser Film hat eine gute Ausstrahlung und poträtiert das Leben eines Beamten in der Beschwerdeabteilung schon sehr treffend.
Ich musste teilweise lachen über die Authesität des Amtsbesuches. Da wird man ja wirklich von einem zum anderen geschickt weil niemnad dafür zuständig sein möchte.
Die Geschichte an sich war auch recht gut und mit viel Hintergrund bestückt.
Er hatte aber trotzdem die typischen Kurosawa-Längen, aber das prägt auch die Atmosphäre des Films.
Das Ende fand ich äußerst gelungen und es spiegelte auch die Idiotie dieses Systems wieder.
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Blonder 2009/01/26 14:37:47
Kommentar löschenTür abschließen, Telefon ausschalten und den Film in aller Ruhe anschauen.
Kurosawa erzählt in ruhigen Bildern eine Geschichte, die einen tief berührt und nachdenklich macht. Obwohl er fast zweieinhalb Stunden dauert, ist er zu keiner Minute langweilig.
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Richie 2008/09/15 22:29:44
Kommentar löschenEin sehr wichtiger Film von einem großartigem Filmemacher. Kurusawa hat wieder einmal bewiesen, dass er die Zuschauer packen kann. Ich kann jedem nur raten sich den Film in einer ruhigen Atmosphäre anzuschauen.
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