Jeremiah Johnson

Jeremiah Johnson (1972), US Laufzeit 108 Minuten, FSK 12, Drama, Western, Kinostart 16.11.1972

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6.9
Kritiker
10 Bewertungen
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7.0
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193 Bewertungen
12 Kommentare
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von Sydney Pollack, mit Robert Redford und Will Geer

Mitte des 19. Jahrhunderts: Es ist noch genügend Platz in den wilden Bergen der Rocky Mountains – eine Herausforderung für Abenteurer, für Männer, die die Nase voll haben. Männer wie Jeremiah Johnson. Opfer schrecklicher Massaker der Indianer, gebrandmarkte, zurückgelassene Bewohner, der Trapper Del Gue und ein stummer Junge kreuzen seinen Weg. Als er die Tochter eines Häuptlings zur Frau nimmt, scheint die Idylle vollkommen – bis eine Armee-Patrouille erscheint und ihn um Hilfe bittet. Jeremiah kehrt nach einer gefährlichen Aktion zurück und findet Frau und Jungen tot. Erfüllt von Hass zieht er los, um unerbittlich Rache zu nehmen Jeremiah Johnson, der harte Abenteurer aus den Rocky Mountains, der aus Rache zum Indianer-Killer wurde. Superstar Robert Redford fasziniert und überzeugt in der Rolle des legendären Mountain Man.


Cast & Crew


Kritiken (1) — Film: Jeremiah Johnson

Stephan Eicke: www.film-rezensionen.de

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7.0Sehenswert

Das Beste an diesem Western sind dabei nicht die Kampfsequenzen, sondern die melodramatische Ebene, die der Regisseur in Form einer ungewöhnlichen Romanze hinzufügt. Die Liebesgeschichte dreht sich um Johnson und seine indianische Frau, die sehr langsam beginnen, sich anzunähern – und dies nach der Hochzeit. Jeremiah Johnson muss feststellen, dass er um die Liebe und vor allem den Respekt dieser Frau kämpfen muss und dass nichts von alleine geschieht, wie er es gehofft hatte, indem er sich als tapferer Krieger aufspielt oder aufgrund seines zivilisierten Hintergrundes. In dieser Wildnis gibt es keine Zivilisation und es gibt auch keinen Unterschied, ob man zivilisiert ist oder nicht. Komplett ohne Dialoge lässt Pollack sich das Ehepaar immer weiter annähern und entfaltet auf diese Art eine zwischenmenschliche Wärme, die der größte Pluspunkt dieses größtenteils recht unterhaltsamen Films. Hier – mitten in der Wildnis und fernab der zivilisierten Welt – muss der einsame Trapper für sein Ansehen kämpfen – und es tut ihm gut, er genießt es und in seinem stillen Inneren weiß er auch, dass es so richtig ist. „Jeremiah Johnson“ ist zu lang und Redford als erbarmungsloser Rächer die falsche Besetzung. Doch Pollack weiß, wie er seine Darsteller anfassen muss und triumphiert in dieser Hinsicht.

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Kommentare (11) — Film: Jeremiah Johnson


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russell

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Bewertung0.0Hassfilm

"western- filmlexikon" von joe hembus, seite 313:
"In seinen Verträgen verlangt er [john milius, hier drehbuchautor] als Entlohnung neben dem Honorar Schußwaffen; sein Jeremiah- Johnson- Vertrag sah außerdem für ihn das Recht vor, die Hälfte aller Tiere, die im Film getötet werden, selbst zu schießen und zu häuten, samt Nutzung von Haut und Fleisch. ..."

BEVOR ich das wußte, hatte ich nur einen teil des films gesehen und mich in die wunderschönen aufnahmen und die stille atmosphäre verliebt.
jetzt werde ich mir das ding gaaaanz sicher niemals ansehen und es belegt in meiner no go- liste einen der spitzenplätze.

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Einar

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Bewertung7.0Sehenswert

Ein schöner, ruhiger, athmosphärischer, elegischer Western mit einem tollen Robert Redford. Der Tipp des Tages letztens war berechtigt.

Ein eher handlungsarmer - oder treffender: Höhepunkt-armer - Film, der sich mehr auf das Motto "Der Weg ist das Ziel" stützt. Der Weg des Jeremiah Johnson in den Bergen von Utah ist der rote Faden, dem wir als Zuschauer folgen dürfen. Meister-Regisseur Pollack zeigt uns diesen in wunderschönen Bildern, meistens Schnee-Landschaften, und ohne viele Worte oder Geräusche. Die Stille herrscht hier ganz klar vor. Was auch dem Zuschauer auffällt: Plötzliche Geräusche nehmen wir intensiver wahr, als ob wir selber in den Bergen leben und lauschen würden. Geräusche sind hier ein Bruch mit der Einsamkeit, wo sonst sollen die Töne auch entstehen? Wir folgen Johnson auf seiner Reise aus der Zivilisation in die Einsiedelei, durchleben seine Stationen: Das Entdecken der Bergwelt und das Lernen des Überlebens bei Bear Claw. Wie Johnson zum Ziehvater wird oder wie er ungewollt an eine Squaw gerät. Ein glückliches Schicksal, welches sich im zweiten Abschnitt jäh in ein schreckliches wandelt, wenn er den Leuten hilft, vor denen er eigentlich geflohen ist. Was genau passiert, sei nicht verraten, aber dieser brutale Einschnitt in sein Leben führt zum dritten und finalen Abschnitt, der Jagd. Mittlerweile ist Johnson ein erfahrener Trapper und wir haben seine Entwicklung mit erleben dürfen.

"Jeremiah Johnson" ist eine sinnliche Ballade an einen Mann, der sich von der 'Welt des Tales' lossagt und in den Bergen sein Glück finden will. Tipp des Tages? Jederzeit! Zumal dieser Beitrag das Spektrum des Western-Genres um ein weiteres Kapitel ergänzt.

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Roolfer

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

"Jeremiah Johnson made his way into the mountains
Bettin' on forgettin' all the troubles that he knew[...]"

So heißt es in der Titelmelodie des Filmes.
Außergewöhnlich unaußergewöhnlich, erzählt "Jeremiah Johnson" die Geschichte des gleichnamigen Trappers eigentlich recht unspektakulär:

Er reitet, macht Feuer, jagt, lagert, ruht, reitet, rächt, wandert, verteidigt, jagt, ruht, tötet...
Das alles geschieht jedoch mit so einer angenehmen Ruhe und so einer tollen, ja fast schon Wohlfühl-Atmosphäre, dass man am liebsten sofort in die Berge aufbrechen möchte. Einfach weg hier und rein in die Natur. Sein eigenes Leben führen. Beim Schauen des Films wird bei mir jedes Mal eine Art Into-the-wild-Syndrom hervorgerufen. Denn mal ganz ehrlich: Wer möchte nicht mit ein - zwei Pferden, einer Menge Decken, Messer und Gewehr durch die Wildnis ziehen, sich am Lagerfeuer wärmen und sein selbst gejagtes Essen grillen? Mit den paar Indianern, die einen um jeden Preis abmurksen wollen, wird man schon irgendwie fertig. Oder man verbündet sich einfach mit ein paar anderen Stämmen und sucht sich noch ne schöne Squaw. Was will man mehr?

Super Aufnahmen von tollen Landschaften und schöne Musik helfen dem Film zu einer für einen klassischen Westen ungewöhnlichen, aber fantastischen, Wildlife-Atmosphäre.

Zwar ist der hier dargestellte Jeremiah von dem eigentlichen, Menschenleber essenden, Indianermetzler recht weit entfernt, aber wen juckt´s? Der Film ist schön, und jedes Mal, wenn ich ihn sehe, erweckt er in mir ein angenehmes Fernweh-Gefühl.

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Punsha

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Bewertung6.0Ganz gut

Wer ist dieser Johnson? Er kommt aus dem Nichts und geht in das Nirgendwo, schläft unter freiem Himmel, muss sich in eisiger Kälte Feuer machen und jagt sein Essen mit den eigenen Händen an einem Ort, an dem der Mensch noch auf sich allein gestellt ist; an einem Ort, an dem Legenden geboren werden. Sidney Pollack beschäftigt sich in seinem gleichnamigen Film mit einem Stück bodenständiger amerikanischer Geschichte, kaum glorifiziert und dennoch achtbar, um vor allem zu zeigen, aus welchem Holz jene Männer geschnitzt sind, deren Erlebnisse im Volksmund mehr als ein Jahrhundert überdauern. Doch nicht nur das: Er macht aus dem berüchtigten Jeremiah Johnson mit fortschreitender Dauer einen perfekten Amerikaner: Aus dem großen Unbekannten wird unter dem Einfluss der Natur ein starker, cleverer, gewitzter Naturbursche und Familienvater, der ebenso seine weißen Kameraden wie die Ureinwohner respektiert, solange diese nicht seine Familie gefährden. Da unterschlägt man natürlich auch gern mal, dass der echte Jeremiah Johnson die Leber seiner Feinde aß, nachdem er mit ihnen fertig war. Jene gleichsam unnötige wie unehrliche Idealisierung des Helden könnte für Pollack zum Verhängnis werden. Doch eine ruhige, glanzlose Inszenierung lässt diesen Kritikpunkt unter glaubhafter Naturliebe und angenehmer Zurückgezogenheit beinahe gänzlich verschwinden. Und ganz abgesehen davon: Wenn ein charmanter Robert Redford mit Rauschebart und strahlend weißem Lächeln die Titelfigur spielen darf, dann kann doch eigentlich (fast) nichts schief gehen.

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spanky

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Bewertung6.5Ganz gut

Klassischer Schnee-Western, der sich vor seinem großen Bruder ("Leichen pflastern seinen Weg") nicht zu fürchten braucht, der aber atmosphärisch nicht ganz so vordergründig ist. Dafür bietet er einige landschaftliche Finessen im schönen Colorado. Es fehlt natürlich der stumme Kinski, Rotbart Redford ist aber genauso passabel anzuschauen inmitten eines Outdoor-Aussteiger-Roadmovies (ohne Autos und eigentlich auch ohne Road) im Zusammenspiel mit vielen kautzigen Charakteren in den Nebenrollen.

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Ripley1

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Kinski war nicht der Stumme, sondern Trintignant.


spanky

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Recht hast Du. Ich meinte ja auch den "verrückten" Kinski.


cpt. chaos

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Bewertung6.0Ganz gut

Sydney Pollacks Westerndrama bezieht seine Stärken aus der ruhigen Erzählweise und den kraftvollen Landschaftsaufnahmen der atemberaubenden Rocky Mountains. Der zum Ende hin in den Mittelpunkt des Geschehens rückende tödliche Konflikt zwischen dem legendären Jeremiah Johnson - der sich seinerzeit auf den Verzehr menschlicher Leber spezialisiert haben soll - und den Crow-Indianern, lässt die zuvor gemächlich vorgetragene Geschichte urplötzlich ein wenig aus den Fugen geraten.

In jedem Fall interessant genug, um von mir erneut gesehen zu werden und um "Jeremiah Johnson" guten Gewissens weiterempfehlen zu können!

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Brainkiller007

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Schöner ruhiger Western der nie langweilt. Mir hat noch das Landschaftsetting (Gebirge + Schnee) sehr gefallen. Die 4 Kommentare unter mir treffen den Film sehr gut!

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kaku

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Bewertung9.0Herausragend

Wunderschön fotografierter Klassiker, mit tollen Landschaftsaufnahmen und super Soundtrack. Da möchte man doch glatt den Koffer packen und es der Hauptfigur gleich tun. Ein Meisterwerk. Schade, dass solche Filme heute nicht mehr gemacht werden.

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shadowhunting

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Bewertung7.0Sehenswert

Inhaltlich ein klasse Film, der eine tadellos gelunge Story dem Zuschauer präsentiert und mit Robert Redford einen selbstverständlich guten Eindruck als Hauptprotagonist hinterlässt, aber auch Will Geer zeigt sein Talent darin Rollen in klassischen Western perfekt zu besetzen und besonders mimisch sich eindrucksvoll in Szene zu setzen. Idyllische Landschaftsaufnahmen, außerordentliche Musik, eine ehrliche realistische Geschichte und sehr ausgereifte detaillierte Charaktere. "Jeremiah Johnson" ist wahrlich ein guter Western, den ich jedem weiterempfehlen kann.

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hoffman587

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Bewertung7.0Sehenswert

Jeremiah Johnson
"Jeremiah Johnson" ist ein Westerndrama von Sydney Pollack aus dem Jahre 1972. Der Film ist ein ruhiger, langsamer und einfühlsamer Aussteigerfilm mit einem brillanten Robert Redford.
Weiterhin bietet der Film eine ansprechende und interesante Thematik, dessen technische Umsetzung erstklassig ist. Die Charaktere sind schönerweise sensibel gezeichnet, außerdem zeigt der Film Respekt vor der Legende des Jeremiah Johnson. Man sollte hinzufügen, dass der Film eine grandiose Naturkulisse bietet und so schön fotografiert wurde.
Fazit: "Jeremiah Johnson" ist ein ausgezeichnetes Westerndrama mit einem tollen Hauptdarsteller.

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Oceanic6

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Klingt interessant, danke für den Tipp ;)


hoffman587

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Ich gebe doch gerne Tipps, ich glaube er wird dir gefallen.


derblonde

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Super Aussteigerwestern mit tollen Landschaftsaufnahmen.

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