L.I.E. - Long Island Expressway

L.I.E. (2001), US
Laufzeit 97 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 12.06.2003

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7.5 Kritiker
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von Michael Cuesta, mit Brian Cox und Billy Kay

Seit dem Unfalltod seiner Mutter auf dem Long Island Expressway hat sich der 15-jährige Howie in sich selbst zurückgezogen. In der Nähe des Highways lebt Howie mit seinem Vater Marty in einem gepflegten Vorort von New York. An Geld fehlt es Howie nicht, doch Marty ist zu sehr mit seinen illegalen Geschäften und einer neuen Geliebten beschäftigt, um zu bemerken, dass sein Sohn Probleme hat. In einer Gang, die aus purer Langeweile in Villen einbricht, findet Howie scheinbar einen gewissen Halt. Der geheimnisvolle Gary, Anführer der Bande und Howies bester Freund, verspricht, mit ihm nach Kalifornien abzuhauen. Er überredet Howie dazu, bei Big John einzubrechen, einem alten Vietnam-Kriegsveteranen mit pädophilen Neigungen. Sie stehlen zwei Pistolen, werden aber ertappt und können nur mit knapper Not entkommen. Schon kurze Zeit später ist ihnen Big John auf der Spur und fordert die Beute zurück. Gary verrät Howie und verschwindet mit einer der Pistolen und der Barschaft von Howies Vater aus der Stadt. Enttäuscht von seinem Freund, in den er sich verliebt hat, bleibt Howie zurück. Zwischen Howie und Big John der sich mal väterlich-autoritär, mal kumpelhaft gibt und seine Vorliebe für “kleine Jungs” nicht verbirgt, entsteht eine zerbrechliche Freundschaft. Umsichtig und geduldig wirbt der alte Mann um die Gunst des Teenagers, der ihm zunächst scheu und unsicher, dann zunehmend kokett begegnet. Als Howies Vater wegen Korruption vom FBI verhaftet wird, kümmert sich Big John um den Jungen und nimmt ihn bei sich auf.

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Kritiken (1) — Film: L.I.E. - Long Island Expressway

Mr Vincent Vega: Fünf Filmfreunde, gamona, D...

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8.0Ausgezeichnet

"Six Feet Under"-Co-Regisseur Michael Cuesta entwirft ein tristes Vorstadtbild, das trotz geringem Budget beachtlich photographiert und obendrein brillant gespielt ist. Die ungewöhnliche coming of age-Geschichte eines schwulen 15jährigen geht nie leichte Wege, obwohl sie mit Jugendkriminalität, Pädophilie und Elternproblemen durchaus ausgelastet und schwer beladen scheint. Nicht zuletzt die komplexen Figuren verleihen dem in jeder Hinsicht bemerkenswerten Regiedebüt eine zutiefst glaubwürdige Note – ein unbedingt sehenswerter Geheimtipp.

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Kommentare (4) — Film: L.I.E. - Long Island Expressway

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Markbln

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein sehr mutiges Kleinod. Die Themen Missbrauch und Pädophilie, die ja leider immer wieder durcheinander geworfen werden, sind hier sehr vorsichtig inszeniert worden. Ein großes Verdienst an der Glaubwürdigkeit des Films haben auch die beiden Hauptdarstellern Paul Dano und Brian Cox, vor denen ich den Hut ziehe. Regisseur Michael Cuesta ist hier wiederum eine Indieperle gelungen, die bislang relativ allein auf weiter Flur das hochsensible Tabu thematisiert. Dass Cuesta herausragende Drehbücher schreibt, können auch Fans der Kultserie Six Feet Under sehen, für die er 5 Folgen inszenierte.
"Long Island Expressway" hätte eine größere Öffentlichkeit verdient - und aus meiner Sicht auch dringend nötig.

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spanky

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Feinfühliges, aber auch atemstockend pointiertes Drama, das einen Realismus transportiert, der gleichsam schmerzhaft, wie auch romantisch sein kann. Die effektvoll, aber nie übertrieben gezeichneten Charaktere sind so lebensecht, als wären sie direkt von der Titel-Straße weg gecastet worden. Das Dreigestirn Cox, Dano und besonders der erschütternd gute Kay überstrahlen dieses Ausnahmejuwel von einem kleinen Indiefilm.

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Sigmund

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Sehe ich genauso. Gleich noch mal hochgestuft, das mutige Filmchen.


spanky

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Sehr schön, wenn ich mit meinem Kommentar jemanden zum Hochstufen ermutigen kann ;-) Ich schwankte sogar Richtung 9, dafür ist er mir aber zu wenig dramatisch, oder sagen wir "unter die Haut gehend".


maniacmonkey

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ungewöhnliches Thema, interessant erzählt und grandios gespielt von Paul Dano

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willy50

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Der alte Brian Cox ist hier aber auch nicht schlecht.


patcharisma

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Realistische Figurenzeichnung, psychologisch dicht, tabubrechend, aber nicht effekthascherisch, supperb gespielt & gefilmt, und in den kleinen Details spannender als so mancher Psycho-Thriller!

Ein echtes & grossartiges Independent-Juwel! (Auch für solche, die von allen Junos, Thumbsuckers & Miss Sunshines die Nase voll haben!)

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