La lisière - Am Waldrand

La lisière (2010),
Laufzeit 101 Minuten, FSK 0, Thriller, Drama, Kinostart 28.04.2011

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6.8 Kritiker
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Skala 0 bis 10
6.1 Community
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von Géraldine Bajard und Géraldine Bajard, mit Melvil Poupaud und Audrey Marnay

François (Melvil Poupaud), ein junger Arzt, der gerade sein Studium beendet hat, verlässt Paris und zieht nach Beauval, wo sich die frisch bezogenen Einfamilienhäuser der Siedlung „Les Hauteurs de Beauval“ monoton aneinanderreihen. François gerät bald in den Fokus einer Gruppe von Jugendlichen, angeführt vom charismatischen Cédric und Matthieu, seinem Gehilfen. Die Bande versucht ihrer Langeweile mit gefährlichen Spielen am Waldrand zu entkommen. Herausforderung, Provokation, Verführung, alles ist ihnen Recht, um dem Alltag zu entfliehen. Aus dem Spiel wird unvermittelt Ernst: Die zwölfjährige Agnès wird tot am Straßenrand gefunden. Sie wurde von einem Auto überfahren, der Fahrer ist geflüchtet.Die scheinbare Ruhe der Kleinstadt erstickt unter einer belastenden Atmosphäre von Verdächtigung und Manipulation. François’ Leben ist in Gefahr.

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Kritiken (7) — Film: La lisière - Am Waldrand

Ba. Schweizerhof: EPD-Film Ba. Schweizerhof: EPD-Film

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7.0Sehenswert

Der Reichtum an Atmosphäre bei gleichzeitigem Verzicht auf Psychologie bereitet dem Zuschauer über die Länge des Films auch Frustrationen. Nicht immer ist man sich sicher, ob die geheimnisvollen Andeutungen auch wirklich von darunter liegenden Geheimnissen "gedeckt" sind. Trotzdem gibt es genug, was einen bei der Stange hält: Figuren, die jede für sich einen eigenen Kosmos bilden, ein System aus Nichtverstehen und Verschlossenheit, die Welt als ewiger Waldrand, gewissermaßen.

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Barbara Schweizerhof: der Freitag, Die Welt, epd ... Barbara Schweizerhof: der Freitag, Die Welt, epd ...

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7.0Sehenswert

Der Reichtum an Atmosphäre in La Lisière - Am Waldrand
bei gleichzeitigem Verzicht auf Psychologie bereitet dem Zuschauer über die Länge des Films auch Frustrationen. Nicht immer ist man sich sicher, ob die geheimnisvollen Andeutungen auch wirklich von darunter liegenden Geheimnissen "gedeckt" sind. Trotzdem gibt es genug, was einen bei der Stange hält: Figuren, die jede für sich einen eigenen Kosmos bilden, ein System aus Nichtverstehen und Verschlossenheit, die Welt als ewiger Waldrand, gewissermaßen.

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José Garcia: Textezumfilm

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7.0Sehenswert

Drehbuchautorin und Regisseurin Géraldine Bajard baut nicht so sehr auf der erzählerischen als vielmehr auf der Bild- und Musikebene Spannung auf, wobei sich die Filmmusik entsprechend den jugendlichen Protagonisten durch jugendhafte Klänge auszeichnet. Dadurch entsteht eine bedrohliche Stimmung, die dem Zuschauer signalisiert, dass irgendetwas Schlimmes passieren muss. Trotzdem lässt der Film vieles in der Schwebe. „La Lisière – Am Waldrand“ setzt eine spröde Filmsprache ein: Die verschwommenen und unterkühlten Bilder sowie der lakonische Erzählstil, der offensichtlich bewusst Unsicherheit in der Wahrnehmung durch den Zuschauer hervorruft, besitzen Ähnlichkeiten etwa mit Christian Petzolds „Yella“ (2007) oder allgemeiner mit dem, was als „Berliner Schule“ bezeichnet wird. Kein Wunder: Geraldine Bajard studierte an der Berliner Filmakademie.

Ließ etwa Abdellatif Kechiches „L’Esquive“ den Schluss zu, dass selbst in einem sozialen Brennpunkt Platz genug für Hoffnung sein kann, so vertritt „La Lisière – Am Waldrand“ einen pessimistischeren Standpunkt: In der scheinbar abgesicherten Gesellschaft einer gepflegten Neubausiedlung brechen sich die unkontrollierten Triebe der Jugendlichen Bahn. In der subtil inszenierten Eskalation der Mutproben „am Waldrand“ kommt die Verletzlichkeit einer Gesellschaft, die alles zu kontrollieren meinte, symbolisch zum Ausdruck.

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Andreas Banaski: Der Spiegel Andreas Banaski: Der Spiegel

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6.5Ganz gut

Berliner-Schule-Fans sind bei La Lisière also schon mal richtig. Auch mit David Lynch wurde die junge Regisseurin von Kritikern bereits verglichen. Aber das ist etwas weit hergeholt: so abgedreht wie Lynchs Werke ist Bajards schleichender Psychothriller nicht, dafür trägt er seine Uneindeutigkeit dann doch zu eindeutig vor sich her.

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Sven Lohmann: Schnitt Sven Lohmann: Schnitt

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4.0Uninteressant

Verglichen mit La Lisière bekommt man selbst noch bei Haneke-Filmen wie Bennys Video vor Aufregung einen Herzinfarkt. Ganz besonders bedauerlich ist übrigens die Humorlosigkeit von La Lisière, denn hätte man hier nicht auf jegliches Gran Witz oder Ironie verzichtet, hätte das Konzept vielleicht sogar noch gerade aufgehen können.

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Esther Buss: Film-dienst Esther Buss: Film-dienst

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8.0Ausgezeichnet

Géraldine Bajard [...] erzählt in ihrem beeindruckenden Debütfilm La Lisière - Am Waldrand, wie Körper auf und mit ihren Umgebungen reagieren. [...] Der Horror und das Fantastische sind bei Bajard keine Ausbrüche aus dem Realen, es sind vielmehr Steigerungen, Intensivierungen einer Realität, die unmittelbar greifbar scheint und sich dabei gleichzeitig entzieht. In manchen Momenten geraten Merkwürdigkeit und Unergründlichkeit vielleicht ein wenig zu ausgestellt, vor allem in der Darstellung des neurotischen Mustersiedlungslebens, den steifen Gesten, hölzernen Worten und toten Blicken. Doch Bajard zeigt bei allem ein außergewöhnliches Gespür für Atmosphären und Aufladungen.

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Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...

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8.5Ausgezeichnet

Der großartige Film lebt von seinen beunruhigenden, teilweise sehr dunklen Bildern, von präzisen Gesten, leisen unheimlichen Geräuschen und aufwühlender Musik. Es bedarf keiner drastischen, actionreichen Horrorszenen. Der stechende, dreiste Blick der Halbstarken sowie ihre latente Gewaltbereitschaft und sexuelle Frühreife wirken weitaus gespenstischer. Konsequent verweigert sich die Regisseurin jedweden Erklärungen, Kommentaren und moralischen Urteilen. "La Lisière" lehrt vor allem ein: das Fürchten.

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Kommentar — Film: La lisière - Am Waldrand

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RLX-Devlin

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Bewertung6.5Ganz gut

"La Lisière" ist mir zu uneindeutig und fatalistisch. Ich kann mich nicht entscheiden ob er mir verträumter, abgedrehter und surrealer besser gefallen hätte oder eben eher genau dem Gegenteil, also expliziterer und drastischerer Natur, entsprechen soll. So stellt er den Zuschauer lediglich auf eine Geduldsprobe, eine Reaktion die dem sperrigen Film eigentlich nicht entspricht. Der Film fordert, überzeugt aber nicht.

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