Lilja 4-ever
Lilja 4-ever (2002), DK/SE Laufzeit 109 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 04.12.2003
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von Lukas Moodysson, mit Oksana Akinshina und Artyom Bogucharsky
Die sechzehnjährige Lilja lebt mit ihrer Mutter in einer heruntergekommenen Wohnsiedlung im postkommunistischen Russland und träumt von einem besseren Leben. Dieses scheint auch in greifbare Nähe zu rücken, als der neue Freund der Mutter, ein Exil-Russe, der in den USA lebt, beide mit nach Amerika nehmen will. Doch schon bald zerplatzt Liljas Traum, als die Mutter allein mit ihrem Freund aufbricht. Lilja bleibt nur das vage Versprechen, sie würde irgendwann nachgeholt werden.
Cast & Crew
-
Lukas Moodysson
-
Oksana Akinshina
-
Artyom Bogucharsky
-
Lyubov Agapova
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Lilyas Mutter
-
Liliya Shinkaryova
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Tante Anna
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Elina Benenson
-
Pavel Ponomaryov
Regie
Schauspieler
-
Tomas Neumann
-
Lukas Moodysson
- Genre
- Drama
- Ort
- Malmö
- Handlung
- Armut, Art House-Film, Ausbeutung, Freier, Gewalt gegen Frauen, Kinderhandel, Lolita, Minderjährige Prostituierte, Perspektivlosigkeit, Prostituierte, Prostitution, Schlepper, Suizid, UdSSR, Unrecht, Vernachlässigung, Zuhälter, Zwangsprostitution
- Stimmung
- Ernst, Hart, Verstörend
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails Lilja 4-ever
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Kritiken (7) — Film: Lilja 4-ever
Ephigenia: Nightmare-Horrormovies.de
Kommentar löschenDer Rammstein Song “Mein Herz brennt” ertönt zu Beginn und ein Mädel wird völlig aufgelöst durch die Gegend rennen sowie auf eine Brücke klettern um wohl runter zu springen. Anschließend beginnt der Film, welcher Geschichte und Hintergründe des Beginns aufzeigt. Kinder aus Russland werden gezeigt, die in einer sehr heruntergekommenen Gegend wohnen, zu sehen an die bruchfälligen Wohnblocks und die Kulisse wird absolut dreckig erscheinen. Es dreht sich hier alles um ein junges Mädchen, wo die Eltern sie verlassen werden, die herzergreifend und herzlos in die USA auswandern, ohne ihre Tochter. Diese Szene allein ist schon sehr packend. Anschließend wird das 16 jährige Mädchen also auf sich allein gestellt sein, nur ein Junge, der noch jünger ist und ebenfalls mehr oder weniger auf der Straße lebt, wird ihr Freund werden. Es geht sehr hart und realistisch zur Sache. Die Kinder sind frech und zunächst auf Party aus, aber alles was sie dafür haben, sind ein paar Drogenpillen…
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Filmsuechtiger: Filmsucht.org, Movieworlds
Kommentar löschenDas Mädchen läuft orientierungslos immer vorwärts, getrieben vom wuchtigem Score von Rammstein und der Zuschauer ist sofort mitten im Geschehen, muss sich gleichzeitig in einer fremden Umgebung zurechtfinden. Im Laufe des Films entstehen wieder und wieder neue Situationen, die den Zuschauer zur Reflexion treiben. Was ändert sich grundsätzlich? Wie groß ist der Einfluß des gerade gesehenen auf den Rest der Handlung? Diese fortwährende Neubewertung ist nur durch den Abstand des Zuschauers auf die Hauptfigur möglich. Lilja fehlt eben jene Übersicht, von Lebenserfahrung ganz zu schweigen, sie begibt sich in ihr Unglück, während der Beobachter die Fehlentscheidungen des Mädchens voraussieht und hilflos mitansehen muss, wenn nicht vorhergesehene Konsequenzen Lilja ereilen.
Lilja 4-ever ist trotzdem nicht einfach als Passionsgeschichte abzuhandeln, das Mädchen ist kein Symbol, das stellvertretend für Politik, Religion oder irgendwelche anderen Ideale Leiden auf sich nimmt…
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Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...
Kommentar löschenLilja hat keine Chance auf ein Leben in Würde. Von ihrer Mutter verstoßen, mittellos und ganz auf sich allein gestellt, bleibt der 16-jährigen Russin keine andere Wahl, als nach erbittertem Lebenskampf schließlich das zu tun, was die einzige erreichbare Verwandte ihr rät: die Beine breit machen, um Lebensmittel, Miete und Strom zu bezahlen. Denn selbst beim Jugendamt stößt der Hilfeschrei des Mädchens auf taube Ohren.
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Zetbo: Freier Journalist Zetbo: Freier Journalist
Kommentar löschenLukas Moodysson beweist auch bei dieser schweren Thematik sein außerordentliches Gespür für Bilder, Atmosphäre und Musikauswahl. Mit der Handkamera begleitet er seine überragende Hauptdarstellerin Oksana Akinshina auf Schritt und Tritt. Nur in wirklich unschönen Momenten bleibt der Zuschauer entweder beschämt vor der Tür oder er muss das ganze Elend direkt aus Lilyas Blickwinkel betrachten. Erschütterndes, authentisches, schlichtweg brillantes Kino!
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Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...
Kommentar löschenManches dauert auch ein bisschen zu lange. Moodysson ist sehr in seine Figuren verliebt, in diesem Fall auch in deren Leid. Aber dafür entschädigt das großartige Spiel von Oksana Akinshina. Sie ist klug, toll und echt. Stilistisch ist LILYA 4 EVER schnell und gradlinig erzählt, am Beginn wie ein Popmovie, später dann immer karger und konzentrierter. Immer bleibt Moodysson ganz nahe an seiner Hauptfigur, in deren Gesicht sich die Kamera immer wieder einmal für Sekunden vertieft.
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Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter Philipp Bühler: Berliner Zeitung, fluter
Kommentar löschen"Lilja 4-Ever" ist ein moralisches Bekenntnis gegen die Realität der Zwangsprostitution, das die brutale Ökonomie sexueller Ausbeutung im Kapitalismus beim Namen nennt und dabei auch den Vorwurf der Manipulation von Gefühlen nicht fürchtet.
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peter-noster: Mostly Movies
Kommentar löschenTief bewegendes Sozialdrama. Ich hätte nie gedacht, daß Musik von Rammstein solcehe Szenen unterlegt.
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Kommentare (30) — Film: Lilja 4-ever
Kommentar schreibenfilmschauer 2012/01/11 18:30:37
Kommentar löschenDie Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Wie diese altbekannte Phrase auf eine harte Probe gestellt wird, kann man bei "Lilja 4-ever" begutachten. Ging man bei Lukas Moodyssons Erstlingswerk "Raus aus Amal" noch mit einem Lächeln heraus, wird man nun bei zunehmender Dauer in eine immer deprimierendere Stimmung versetzt. Seltener war die Genrebeschreibung "Sozialdrama" passender wie hier. Das Soziale, mag es Familie, Freunde, ja auch der Staat mit seinen Behörden sein, lassen die kleine Lilja ziemlich alleine. Alles bricht peu à peu weg in ihrer heruntergekommenen Heimat an einem nicht näher definierten Ort in der ehemaligen Sowjetunion. Aus Naivität und Verzweiflung begeht sie irgendwann zudem noch einen folgenschweren Fehler, die der Dramatik eine weitere Stufe verleiht. Einzig die Freundschaft zum noch jüngeren Nachbarsjungen bildet so etwas wie eine Konstante. "Lilja 4-ever" erinnert heute in seiner Gesamtheit an eine Mischung aus Ulrich Seidls "Import/Export" und Guillermo del Toros "Pans Labyrinth". Die Chancenlosigkeit in der Gesellschaft wird genauso Thema wie die wenigen stillen Momente, bei denen aus fantasievollen Träumen die Sehnsucht nach Liebe und Geborgenheit geknüpft werden. Dennoch vermeidet es Moodysson, allzu drastische Bilder zu benutzen, sondern komponiert lieber die trostlose Egoperspektive von Lilja mit passenden zeitgenössischen Songs aus den unterschiedlichsten Richtungen. Wie die den Film umfassende Szene, die zwar ungewöhnlich, aber doch passend mit Rammstein-Musik unterlegt ist. Zudem muss man dem Regisseur wieder ein gutes Händchen bei der Wahl an Jungdarstellern attestieren. Oksana Akinshina spielt ihre schwierige Rolle mehr als überzeugend und lässt den Zuschauer schnell an dem Schicksal teilhaben. "Lilja 4-ever" ist somit ein weiterer großartiger Film in der Karriere des Regisseurs, welches zwar freilich keine leichte Kost bietet, der aber deshalb keinesfalls gemieden werden sollte. Denn Hoffnungslosigkeit ist immer nur schwer zu ertragen - gerade, wenn sie so ehrlich wirkt wie hier.
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cannibal83 2012/01/10 17:11:24
Kommentar löschenDER Film für all die Leute die immer noch davon überzeugt sind das jeder "seines eigenen Glückes Schmied" sei. Manche Menschen sind leider zu einem Leben im Dreck verdammt, und das bringt einem Regisseur Lucas Moodysson in "Lilja-4ever" einmal mehr (und äusserst eindrucksvoll) ins Bewusstsein.
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hallgrimsson 2012/01/10 11:51:46
Kommentar löschenEin sehr, sehr guter Film, den man jedoch aufgrund der entsetzlichen Thematik, mit der er sich auseinandersetzt, keineswegs als schön bezeichnen kann. Aber gerade diese an keiner einzigen Stelle idealisiert dargestellte Wirklichkeit macht diesen Film zu einem Meisterwerk, dass allen, die ihn sehen, die Augen für die Schattenseiten unserer Welt öffnet. Dieser Film erzählt vom brutalen und zum Heulen tragischen und ungerechten Schicksal der 16-jährigen Lilja und ihres einzigen echten Freundes, dem 11-jährigen Volodya. Beide gehen an der Realität einer grenzenlos bösartigen, herzlosen und von Armut geprägten Welt zu Grunde, in der jeder nur auf seinen eigenen Vorteil bedacht ist.
Das Drama bewegt von Beginn an, das Leid Liljas und Volodyas ist von der ersten Minute an auf schonugslose Weise nachzuempfinden. Über weite Strecken des Films bin ich regelrecht in Schockstarren verfallen. Phasenweise war ich deshalb sogar im Begriff, den Film abzuschalten, mir ging das alles einfach zu Nahe. Aber eben diese Authentizität mit der Liljas Leidensgeschichte erzählt wird, hat zugleich etwas unsagbar Fesselndes an sich. So habe ich den Film letztlich doch fertig angesehen. Und ich kann nur jedem empfehlen, sich diesen Film auch anzuschauen, wenn die Möglichkeit besteht, so unangenehm das, was man zu sehen bekommt, auch sein mag!
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SpiceWeasel 2012/01/10 16:15:39
Antwort löschenOh ja der hat mich gestern abend auch echt fertig gemacht!
hallgrimsson 2012/01/10 16:48:06
Antwort löschenAbsolut verständlich! Dieser Film geht eben unter die Haut...
danseuse de rêve 2012/01/04 18:42:53
Kommentar löschenSehr authentisch anhand des Einzelschicksal Liljas inszenierter Film eines Landes und einer Generation der ungenutzten Möglichkeiten, die mich einmal mehr mit tiefsten Bedauern für diese doch sehr nahe Weltgegend erfüllt.
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Sigmund 2011/12/20 10:21:55
Kommentar löschenWenn man in der Schule doch nur EIN BISSCHEN WENIGER von dem schnarchigen Bildungsbürgerwissen lernen würde, und dafür EINEN TICK MEHR über das Leben...
Warum z.B. steht nicht überall LILJA 4-EVER auf dem Lehrplan? Hier lässt sich anschaulich und in verdichteter Form manches über die Würde des Menschen lernen. Oder darüber, was fehlende familiäre Geborgenheit für Auswirkungen haben kann. Und auch darüber was geschieht, wenn man jemanden benutzt wie Klopapier und danach einfach wegwirft.
Alles lebendige und ergreifende Lektionen, die dazu beitragen würden das Verständnis für sich und andere zu verbessern und der grassierenden Haltlosigkeit und deren Auswüchsen ein wenig Abhilfe zu verschaffen.
Stattdessen werden einem hauptsächlich Binomialkoeffizienten, Jahreszahlen oder Pollendiagramme eingebläut – die einen aber leider nicht viel weiterbringen, wenn man dafür ein Analphabet in eben jenen Belangen bleibt, die unser Leben letztlich am meisten bestimmen.
Liebe Lehrer, liebe Schüler, bitte setzt euch an eurer Schule ein bisschen mehr für Sinnstiftung ein – oder ruft mich an und wir brennen den Laden gemeinsam nieder.
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Ripley1 2011/12/20 10:36:48
Antwort löschenLieber Sigmund! Wenn du die Filme deiner Lieblingsliste nähmst und damit in die Schule gingst, um damit Unterricht zu machen..., glaube mir, die Schüler würden auch das als schnarchiges Bildungsbürgerwissen empfinden.
Sigmund 2011/12/20 10:42:36
Antwort löschenDas mag sogar sein. Trotzdem sind die Inhalte guter Filme sehr viel näher dran am Leben als analytische Geometrie oder das Paarungsverhalten der Bisamratte.
audio 2011/12/20 11:59:31
Antwort löschenHey... Nichts gegen die Bisamratte! Sie macht das sehr, sehr gut!
Ripley1 2011/12/20 12:57:05
Antwort löschenUnd hier noch ein Satz zur Geometrie: "Die größte Schärfe des Denkens aber erfordern die Wissenschaften, die es am meisten mit den Prinzipien zu tun haben; denn schärferes Denken braucht man zu den abstrakteren Wissenschaften als zu denen, die mehr konkret sind, wie z.B. zur Arithmetik im Verhältnis zur Geometrie." - Aristoteles, Älteste Metaphysik
Alle 6 Antworten zeigen
Sigmund 2011/12/20 13:14:29
Antwort löschenIch kann nur von mir selbst berichten. Für mich war der Schulunterricht – abgesehen von etwas Englisch und einer Handvoll weiterer Nützlichkeiten – eine ziemlich quälende Zeit und Verschwendung. Das meiste angelernte (oder besser: reingestopfte) Halbwissen habe ich sehr schnell wieder vergessen – und die interessantesten Lektionen meiner Schulzeit habe ich eigentlich in den Pausen gelernt.
Smoover 2011/12/20 18:27:10
Antwort löschenJetzt für 3 Euro bei Amazon :D
goddess.pain 2011/12/04 23:40:47
Kommentar löschenDer düsterste, bedrückendste uns traurigste Film, der mir bis dato untergekommen ist. Ein äußerst schwer verdauliches Meisterwerk.
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VisitorQ 2011/12/05 05:07:16
Antwort löschenDer Film ist einfach nur krass. Und so so so gut.
goddess.pain 2011/12/05 23:21:35
Antwort löschenJa, traurig nur, dass die Realität noch krasser und schlimmer is, kann man sich eigentlich kaum vorstellen. Hab mir ma das Bonusmaterial auf der DVD angeguckt. Übel, einfach nur übel wozu Menschen fähig sind. ;(
VisitorQ 2011/12/01 18:54:53
Kommentar löschenAnfangs ging es mir noch gut und ich konnte alles relativ gut verkraften. Doch baut der Film seine Charaktere sehr gut auf und schnell wachsen sie einem ans Herz... Und dann wird bitterbös zugeschlagen. 1,2 mal vielleicht ein wenig kitschig aber das macht rein gar nichts. lilja 4 ever ist herzzerreißendes Kino, das man in dieser intensiven Form bis dato nur selten gesehen hat. Ein absolutes Muss für jeden Filmliebhaber.
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Dr. Tyrell 2011/08/30 04:09:24
Kommentar löschenBei all der Dramatik, die hinter diesem Thema auch stecken mag, muss man auch beachten, dass es immerhin "nur" ein Film ist, der versucht zu erzählen.
Meine Bewertung bezieht sich auf diese Erzählweise und das wohlwollend.
Denn mir hat diese eigentlich so gar nicht gefallen. Doch zunächst die guten Dinge.
Alle Charaktere wirken zumeist Authentisch, die Umgebung ist auch gut eingefangen.
Der Werdegang bis zur Prostitution ist nachvollziehbar, wenn auch, für mich, zäh und holprig.
Doch ab dort wird es meines Erachtens nicht konsequent Intensiviert, was vielleicht auch daran liegen mag, dass mich der Film nicht, so wie viele hier, gepackt hat.
Wie dbeutner hier schon geschrieben hat, war für mich die Darstellung des Jungen am Ende auch sehr schwierig nach zu vollziehen, als logischer Schritt dann auch von ihr...
Auch der Fehler, der dem Zuhälter da passiert sein soll, war nicht glaubwürdig gelöst.
Zudem kommt noch der sehr offensichtliche Sponsor mit dem großen M, ein bitterer Beigeschmack...
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Crumpler 2011/04/01 23:55:08
Kommentar löschenIch habe selten so geweint wie bei diesem Film.
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Weltensegler 2011/04/02 01:41:48
Antwort löschenUi, der steht im Regal und wartet auf dringende Sichtung. Ich bin aber ein no-cry Typ, danke aber das ich das weiß, ich werde bei meinem Kommentar deinen Kommentar einfach reinkopieren, hoffe das geht okay. :P
Crumpler 2011/04/21 23:32:16
Antwort löschenAber sicher doch :)
benharbour 2011/02/09 23:04:56
Kommentar löschenDas was Lilja mit ihren erst 16 Jahren durchmachen musste ist kaum in Worte zu fassen, aber basiert durchaus auf einer wahren Begebenheit. Der Film zeigt mit aller Wucht wie hart und ungerecht das Leben manchmal doch sein kann. Und auch der kleine Wolodja der so gerne an Liljas Seite war, konnte einem einfach nur leid tun.
Fazit: Überzeugendes, rührendes, und erschreckendes Drama mit einer gehörigen Portion Realismus. Denn die Welt ist an so vielen Orten auf der Welt so, wie sie sich keiner von uns wünscht. Ein bitterer Nachgeschmack bleibt also, aber genau das macht den Film so gelungen. Eben anders, aber vollkommen überzeugend!
I like, deshalb 9/10!
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Shorty06 2011/01/19 17:07:06
Kommentar löschenLilja 4-ever von Lukas Moodysson.
Selten zuvor habe ich einen derart authentischen Film gesehen. Lukas Moodysson zeigt uns die tragische Lebensgeschichte eines jungen russischen Mädchens, deren Familie sie im Stich lässt und ihr Leben so in eine hoffnungslose Zukunft lenkt.
Lilja ist kein besonderes Mädchen. Sie ist wie tausend andere auch. Ein normale, sympathische Göre, die das schwere Schicksal hat, in einer heruntergekommenen Gegend aufwachsen zu müssen. Allein. Und sie muss tun, was sie tun muss. Um zu überleben.
Nur Walodja, ein kleiner Junge, steht ihr noch bei. Doch sie gerät an die falschen Leute, die ihre ausweglose Situation skrupellos ausnutzen. Leider ist auch das die ungeschönte Realität, wie sie in vielen Teilen der Welt, in unzähligen Fällen ihre Opfer verlangt.
Lukas Moodysson filmt diese Story in einer Art und Weise, wie sie besser nicht hätte sein können. Grobe, ungeschönte Bilder lassen uns mitfühlen. Man könnte fast meinen, Lars Von Trier sei hier am Werk.
Und so fühlt man sich auch nach dem Film. Man ist einfach nur fertig. Doch trotz allem Schmerz trägt der Film eine zutiefst lebens-bejaende Botschaft mit sich. Denn Lilja bleibt 4-ever.
"Das Leben ist beschissen."
"Nein ist es nicht, es ist das einzige was du hast. Dieses Leben ist das einzige was dir gehört."
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dbeutner 2010/12/28 15:08:28
Kommentar löschenGutes, teilweise intensives Drama, das aber mE einige Schwächen hat. Schauspielerisch durchgehend authentisch, ebenso (vermutlich) authentisch die Darstellung des aussichtslosen Lebens in den russischen Vorstädten. Was der Film nicht geschafft hat, ist gerade das, was hier viele für sich anders sahen: Mich zu packen.
Das lag zum einen sicherlich daran, dass ich das Thema des Films kannte und der Film von daher wirklich sehr vorhersehbar seine Bahnen zog. Als furchtbar unsubtil empfand ich die Darstellung des (schauspielerich auch tollen) jungen Freundes von Lilja mit Engelsflügeln - das war einfach zu schlicht und zu dick.
Und schließlich bemüht sich der Film ersichtlich, bloß keinen mm Voyarismus zu bedienen, schneidet zugleich aber auch unmittelbares Leid aus. Wenn Lilja Furchtbares angetan wird, sieht man die Eingangssequenz, Schnitt, "länger danach". Aber das Danach ist dann doch wieder relativ "entspannt", ich würde fast soweit gehen, auch wenn ich hier in der Luft zerrissen werde, dass das Leiden durch diese Art der Zusammenstellung beinahe banalisiert wird.
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x.lenni.x 2010/12/17 01:47:49
Kommentar löschen"Lilja 4-ever" ritzt die Hauptdarstellerin in eine Bank vor dem Block im russischen Irgendwo, während man auf sie spuckt und sie bepöbelt. Eine kleine, unschuldige Seele in einer Welt ohne Gnade, ohne Happy-End, ohne Zukunft.
Ein unglaublich intensives Filmerlebnis, dass jeder selbst schauen sollte. Mir fehlen die Worte, die klugscheißer Metaphern und der differenzierte Blick auf dieses Werk. Der Film hat mich umgehauen!
Ein Juwel in der Filmgeschichte.
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Hyoscyamus Torero 2010/10/23 13:36:46
Kommentar löschenNur wenige Filme haben es bislang geschaft mich emotional derart zu erschüttern.
NIEMANDEN, der sich bewusst macht das hier die Ralität 1:1 gezeigt wird, kann dieses Drama kalt lassen.
Wut & Hass wechseln ständig mit Trauer & Mitleid, GARANTIERT!
Das nenn ich Filmkunst.
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Glamypunk 2010/06/07 13:55:47
Kommentar löschenErschreckend, ergreifend, verstörend und verängstigend wie kein anderer Film, den ich jemals gesehen habe. Der Horror des Alltags und der Kriminalität ist eben doch schlimmer als jeder Alien sein könnte. Ich konnte diesen Film nur sehr schwer ertragen und hab auch nicht jede Szene zu Ende gesehen. Es ging einfach nicht. Trostlos und ausweglos von Anfang bis Ende.
Pflichtprogramm für jeden Freier.
Dabei sehr poetisch und unterlegt mit passender Musik von Rammstein und t.A.T.u.
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breeckx 2010/09/14 21:45:11
Antwort löschenkönnte es nicht anders beschreiben. Sehr erschütternd und er macht Wut.
JimiHendrix 2010/06/02 18:01:12
Kommentar löschenEin guter Beitrag von Lukas Moodysson, der Einblicke in das mitleidvolle und hoffnungsfreie Leben von Lilja offenbart.
Schon am Anfang bekommt man einen kleinen Ausblick auf das Ende des Films und man bekommt gnadenlos jede Hoffung genommen das diesem armen Stück Lebenwesen ein wenig Zukunft geschenkt wird.
Oksana Akinshina welche Lilja darstellt, spielt eindrucksvoll für ihr Alter und beweißt, das man nicht immer überpopuläre Schauspieler haben muss, um eine professionelle Leistung abzurufen, ofmals ist es ja sogar andersrum, dass die prominentesten Vertreter ihrer Zunft nurnoch den größen Schrott abliefern.
Düster, trostlos und kalt sind die Umgebung und auch die "Mit"menschen mit denen Lilja aufwachsen muss . Hier wird einem Nichts geschenkt, noch nicht einmal der Freitod. Wer in dieser gesellschaftlichen Tiefebene überleben möchte, muss entweder Gewalt anwenden oder selber Gewalt ertragen, seelische und körperliche.
In genau diesem Genre fühl ich mich außerordentlich wohl und auch die Inszenierung war von Anfang bis Ende wirklich komplett mein Fall, trotzdem ergriff mich der Film, zumindest beim erstmaligen Sehe, nicht über alle Maße.
Zum musikalischen Beitrag ist eigentlich nicht viel zu sagen, weil der Film wenig Musik beinhaltete, aber Rammstein mit "Mein Herz brennt" an Anfang und Ende zu setzten, war sehr genial, da die Bilder das bebilderte gut untersetzen.
Alles in allem ein in alle Richtungen empfehlbarer Film, der einem die Augen öffnet, wie gut es uns im "Land der ewigen Meckerer" eigentlich geht, da wird gleich der Anwalt kontaktiert, wenn der Nachbar Sonntags den Rasen mäht, Überflussgesellschaft!
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BigDi 2010/06/02 18:33:17
Antwort löschen"Düster, trostlos und kalt sind die Umgebung [...] [und] [i]n genau diesem Genre fühl ich mich außerordentlich wohl" => Yeah! ;)
Acry 2010/05/27 22:10:58
Kommentar löschenAtmosphärisch, intensiv und ehrlich:
Schon die ersten Minuten zeigen eine so zerstörte, abgegammelte und graue Umgebung, dass man mit allen Mitleid bekommt, die dort hausen müssen.
Hoffnungs- und Perspektivlosigkeit stehen auf der Tagesordnung; der Wunsch nach einem besseren Leben rückt mit jedem neuen verzweifelten Tag in weitere Ferne. Flucht aus der Misere bieten nur Drogen und Alkohol, doch auch hierbei holt die Realität die Jugendlichen ein: Ohne Geld, keine Drogen.
Schon das Leben in den baufälligen Hochhäusern an sich hätte genug Stoff für einen Film geboten.
Für unsere Protagonistin ist dieses schreckliche Leben aber nur der Anfang eines noch schrecklicheren Teufelskreises, aus dem sie nicht wieder hinaus gelangen kann: Verlassen von der eigenen Mutter, kein Geld in der Tasche, keine Zukunft oder Perspektive, klammert sich Lilja an alles Positive, was ihr Leben noch halbweges lebenswert macht: Freundschaft und Liebe. Verhängnisvollerweise verrennt sie sich und setzt ihre Hoffnung blind und verzweifelt auf trügerische Versprechungen. Der Wunsch nach einem besseren Leben ist so stark, dass alles andere, wie z.B. Freundschaft, wertlos wird. Dass für Lilja in Schweden letztendlich die wirkliche Hölle beginnt und ihre früherers Leben vergleichsweise "besser" war, macht es umso tragischer, da sie ihren Freund allein dort zurückgelassen hat. Letztendlich ist sie nicht besser als ihre Mutter, jedoch ist der verzweifelte Wunsch auszuwandern und seine eigene Existenz zu sichern nun wirklich nicht verwerflich, wenn man Liljas Lebenssituation betrachtet.
Im Grunde verfolgt man hier den unvermeidlichen Untergang eines Menschen, der sowieso schon am Abgrund steht und der dennoch alles tut, um sich nicht aufzugeben. Liljas Kampfgeist und der Wille, das Leben trotz aller schlimmen Ereignisse positiv zu sehen, machen es noch schlimmer, sie letztendlich trotzdem scheitern zu sehen.
Die starke Anfangs- bzw. Endszene unterlegt mit Rammstein, bündelt noch einmal die gesamte Verzweiflung, die sich während des ganzen Films aufgestaut hat, und entlädt diese im befreienden Sprung....
Ich glaube, es ist leider Tatsache, dass das Leben vieler Menschen nicht gerade lebenswert ist und es in den wenigsten existenzbedrohten Leben ein Happy End gibt. Daher zeigt dieser Film fast unangenehm ehrlich, dass der Tod tatsächlich manchmal ein unausweichlicher Ausweg zum langersehnten Paradies ist.
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BigDi 2009/12/04 18:47:07
Kommentar löschenIch kenne diese Umgebungen. Ich kenne diese dreckigen Straßen, diese alten Häuser mit ihren halb abgerissenen Tapeten und Ecken, mit ihren ärmlichen Möbeln. Ich kenne diese Menschen, wie sie aussehen, wie sie sich über einen Basketball mehr freuen als manche Menschen hier über ein neues Auto. Wie sie Kleber schnüffeln und rauchen und im Elend verrecken. Gut, das blieb meinen Augen damals erspart, zum Glück, aber die Atmosphäre ist mir wohlbekannt. Und ja, ich bin auch keine Frau und hätte diese Probleme gewiss nicht so erlebt. Aber ich bin ganz nah dran an dieser Welt gewesen. All dieser Dreck, all das Elend, all diese Hoffnungslosigkeit sind für mich nun Vergangenheit, die ich damals gar nicht richtig verstand. Aber die wenigsten können das von sich behaupten.
Lilja ist keine besondere "Heldin", sie ist ein Mädchen wie unzählige andere in diesen Ländern, ihr Leben ist das Leben vieler. Und auch ihr späteres Schicksal ist kein Einzelfall, sondern die tägliche Realität. Und diese wird in all ihrer gnadenloser Wahrheit, mit größtmöglicher Intensität und der perfekten Darstellung des Ekels und der Perversion der Situation hiermit auf Film gebannt. Trotz der teilweise etwas "billigen" Machart, die jedoch wiederum auch gut zu der Atmosphäre passt, bietet der Film ein verstörendes und bewegendes Erlebnis, gerade in den Sequenzen, in denen man die Vergewaltigungen sozusagen durch die Augen der Protagonistin selbst sieht. Diese Bilder brennen sich ins Gehirn und hinterlassen einen sehr bitteren Eindruck, der lange nach dem Schauen bestehen bleibt. Wenn man dem Film etwas vorwerfen will, dann ist es die durch die Realitätsnähe bedingt etwas vorhersehbare Story, der Soundtrack passt ebenso trotz der meistens recht "fröhlichen" Art dennoch gut zum Geschehen und kontrastiert auf eine bittere Art und Weise Liljas grausames Schicksal, auch "Mein Herz brennt" ist nicht nur eine musikalische Überraschung, sondern auch eine Bereicherung für die Schluss- bzw. auch Anfangsszene. Ein sehr bewegendes und sowohl in storytechnischer als auch in inszenatorischer Sicht sehr nüchternes und ernüchterndes Erlebnis, ein Blick mitten in die Grausamkeit unserer Tage und eine sehr intensive und ungemütliche Erfahrung. Und wenn ich daran denke, wie nah mir einst diese Welt stand, bekomme ich ganz ehrlich ein flaues Gefühl im Magen.
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8martin 2009/11/19 19:34:55
Kommentar löschenEin trauriger Film, der in seiner dokumentarischen Schärfe echt an die Nieren geht. Es ist nicht nur die albtraumartige Trostlosigkeit der heruntergekommenen Plattenbauten, sondern die Perspektivlosigkeit der Jugend, die hier leben muss. Ein Versuch diesem Elend zu entkommen, scheitert kläglich, nachdem sich Lilja mit Prostitution, Schnüffeln und Schnaps eher schlecht als recht durchgeschlagen hat. Der Suizid erscheint als wahre Erlösung. Auch der Versuch das vorprogrammierte Ende etwas lyrisch-poetisch abzufedern (die Flügelchen sind zum Schmunzeln) verhindert nicht den nachhaltigen Eindruck dieses tragisch-dramatischen Jugendfilms. Und es ist nicht leicht, das menschliche Elend in diesem Ausmaß zu konfrontieren.
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AlanSmithee87 2009/11/12 16:02:49
Kommentar löschen08/15 Film! viel zu vorhersehbar! trotzdem sehr intensiv
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JimiHendrix 2010/06/02 18:06:44
Antwort löschenhast du auf n happy-end gehofft oder was? da musst du dir schon Arielle, die Meerjungfrau ansehen...
Footur 2011/12/17 21:35:33
Antwort löschenDu hast diesen Kommentar wohl offensichtlich nicht verstanden.