London River
London River (2009), FR/GB/DZ Laufzeit 87 Minuten, Drama
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von Rachid Bouchareb, mit Brenda Blethyn und Sotigui Kouyaté
Der hagere, schwarze Muslim Ousmane lebt in Frankreich. Die praktizierende Christin Elisabeth Sommers wohnt auf der englischen Kanalinsel Guernsey. Beide führen ein ganz normales Leben, bis sie am Morgen des 7. Juli 2005 mit ganz Großbritannien von einer schockierenden Nachrichten erreicht werden: Kurz vor neun Uhr und dann noch einmal genau eine Stunde später, explodieren in London insgesamt vier Bomben. Im dichten Berufsverkehr aktivieren vier Attentäter in öffentlichen Verkehrsmitteln ihre in Rucksäcken mitgeführten Sprengsätze – binnen weniger Minuten kommen dabei in drei U-Bahn-Zügen und einem Doppeldeckerbus 56 Menschen zu Tode, mehr als 700 werden verletzt. In einem später aufgefundenen Bekennervideo erklärt einer der islamistischen Terroristen, seine Gruppe befände sich mit der britischen Gesellschaft im Krieg. Als Ousmane und Elisabeth ihre in London lebenden Kinder nicht erreichen können, beschließen beide unabhängig voneinander, sich auf die Suche nach ihnen zu begeben. In der britischen Hauptstadt kreuzen sich ihre Wege. Sie wissen das Wichtigste noch nicht: und zwar, dass ihre Kinder zusammengelebt haben.
Cast & Crew
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Rachid Bouchareb
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Brenda Blethyn
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Elisabeth
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Sotigui Kouyaté
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Roschdy Zem
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Gurdepak Chaggar
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Reiseverkehrskaufmann
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Diveen Henry
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Inspektorin
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Francis Magee
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Inspektor
Regie
Schauspieler
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Rachid Bouchareb
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Olivier Lorelle
- Genre
- Drama
- Handlung
- Binationale Partnerschaft, Hoffnung, Klassenunterschiede, Muslimin, Terrorismus, Verlust des Sohnes
- Stimmung
- Berührend, Traurig
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!












Kritiken (5) — Film: London River
Jürgen Kiontke: Jungle World, ai-Journal, K...
Kommentar löschen"London River" löst den Rassismus seiner Protagonistin in den Wirren einer veränderten Welt auf: Eine vorurteilsgeladene Mutter aus England und ein französischer Vater mit afrikanischen Wurzeln begeben sich mit gemeinsamer Abneigung auf die Suche nach ihren Kindern, die im Anschluss an das Londoner Busattentat vom 7. Juli 2005 mit 50 Toten verschwunden sind. "London River" vereint dabei die Ebene des Politischen mit der individuellen Erfahrung der Entfremdung in den Familien. Mutter wie Vater erfahren erst per Zufall, dass ihre Kinder ein Paar waren.
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Der Redaktör: kino-zeit.de Der Redaktör: kino-zeit.de
Kommentar löschenNach einigen Enttäuschungen im diesjährigen Wettbewerb ist dieser Film eine Überraschung und dürfte neben Sturm und The Messenger zum Favoritenkreis gehören. Und wie die beiden gemeinsam ihrer Wege gehen, die kleine, rundliche Lady und der baumlange, klapperdürre Afrikaner mit dem Gehstock – das ist ein Bild, das man so schnell nicht vergisst.
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J. Mandelbaum: Le Monde J. Mandelbaum: Le Monde
Kommentar löschenLondon River von Rachid Bouchareb, innerhalb von 22 Tage mit beschränktem Budget gedreht, ist ein bescheidener Film (tatsächlich ein von Arte produzierter Fernsehfilm), dem eine brennende Aktualität anhaftet: die blutigen Anschläge, die London im Juli 2005 in Trauer versetzten. [...] Das Drehbuch hebt sich schließlich vom ganzen Rest ab. Zu viel offenkundige Pädagogik (Solidarität und Würde am Beispiel der muslimischen Gemeinschaft, rassistische Vorurteile der Protagonistin), zu viel Vorhersehbarkeit und romantische Einfachheit (werden sie trotz allem Freunde werden?) ruinieren hier den Teil des Geheimnisses, welches man zurecht erwartet.
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E. Knörer: taz, perlentaucher, cargo-film E. Knörer: taz, perlentaucher, cargo-film
Kommentar löschenDiese Einfachheit von "London River" ist im Prinzip angenehm, ebenso wie die Nüchternheit, mit der Bouchareb auf emotionale Zudringlichkeiten weitgehend verzichtet. Darum ist "London River" ein angenehmer Film, der noch angenehmer und vielleicht sogar wirklich interessant wäre, stellte sich nicht recht bald heraus, dass das Einfache vom Schematischen hier kaum unterscheidbar ist. Insofern: Ein Film, den man gerne mehr mögen würde, als er es einem aufgrund seiner Beschränkungen erlaubt.
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Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost
Kommentar löschenRachid Bouchareb, Regisseur u.a. von „Little Senegal“ erzählt seine Geschichte ganz einfach, ganz linear, ohne jede Regiemätzchen. Er bleibt dicht an seinen Hauptfiguren, lässt sie den Film tragen. Und erzielt so eine Wucht, der man sich kaum entziehen kann. Ein klarer Favorit für den Goldenen Bären.
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Kommentare (3) — Film: London River
Kommentar schreibendanmoviepilot 2009/02/15 18:51:56
Kommentar löschenEin durchaus bewegender Film. Brenda Blethyn ist eine absolut brilliante Schauspielerin.
Was mich gestört hat, war allein die Tatsache, dass die Story durch eine Häufung von Zufällen irgendwann mittendrin an Glaubwürdigkeit verlor und etwas zu konstruiert wirkte. Man lief sich dann doch ein Mal zu oft zufällig im Supermarkt über den Weg. Auch am Filmende wird nicht klar, weshalb man durch die halbe Stadt reisen muss und in einem undefinierbaren Keller erfahren muss, was mit den eigenen Kindern geschehen ist.
Dennoch ein sehr sehenswerter und sympatischer Film.
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davidpm 2009/02/12 17:29:50
Kommentar löschenEin zwar vorhersehbarer Film, der sich - wie so viele der diesjährigen Berlinale-Wettbewerbsbeiträge - den großen Themen annimmt, hier Terrorismus, Religion und latente Fremdenfeindlichkeit. Dass eine Annäherung der beiden Hauptfiguren auf ihrer Suche nach den verlorenen Kindern im gerade von Terroranschlägen heimgesuchten London folgen wird, weiß man also von Vornherein. Dass der Film trotzdem ganz gut ist, liegt daran, dass er ruhig erzählt wird, nicht platitüdenhaft daherkommt und so haarscharf am Sozialkitsch vorbeischrammt. Emotional berührt hat er mich dennoch nicht.
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lagrandville 2009/02/12 15:34:27
Kommentar löschenBisher neben Gigante stärkster Wettbewerbsfilm, meiner Meinung nach.
Was mir besonders gefallen hat, ist die Harmonie und Ruhe die durchgängig im Film zu spüren sind, obwohl er gegen Ende sehr spannend wird.
Die Hauptdarsteller sind einfach unvergesslich.
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