Mademoiselle Chambon
Mademoiselle Chambon (2009), FR Laufzeit 101 Minuten, FSK 0, Drama, Kinostart 12.08.2010
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von Stéphane Brizé, mit Vincent Lindon und Sandrine Kiberlain
Jean ist ein herzensguter Mensch: ein guter Handwerker, ein guter Sohn, ein guter Vater und ein guter Ehemann. Sein ruhiger Alltag zwischen Familie und Arbeit gerät völlig durcheinander, als er eines Tages Mademoiselle Chambon, der Lehrerin seines Sohnes, begegnet. Jean, ein eher wortkarger Mensch, tritt in eine ihm vollkommen unbekannte Welt ein. Es werden Gefühle in ihm wach, die er bislang so nicht kannte.
- DVD
Cast & Crew
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Stéphane Brizé
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Vincent Lindon
-
Sandrine Kiberlain
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Véronique Chambon
-
Aure Atika
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Anne-Marie
-
Jean-Marc Thibault
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Jeans Vater
-
Arthur Le Houérou
-
Bruno Lochet
Regie
Schauspieler
-
Abdellah Moundy
-
Anne Houdy
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Verkäuferin
-
Geneviève Mnich
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Véroniques Mutter
-
Florence Hautier
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Jeans Schwester
-
Jocelyne Monier
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Jeans Schwester
-
Jean-François Malet
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Schwager
-
Florence Vignon
-
Stéphane Brizé
- Genre
- Romanze, Liebesfilm, Familiendrama, Ehedrama, Drama
- Ort
- Kleinstadt, Kleinstadt, Kleinstadt, Kleinstadt
- Handlung
- Affäre, Affäre, Affäre, Affäre, Alltag, Alltag, Alltag, Alltag, Betrogene Ehefrau, Betrogene Ehefrau, Betrogene Ehefrau, Betrogene Ehefrau, Ehebruch, Ehebruch, Ehebruch, Ehebruch, Ehefrau-Ehemann-Beziehung, Ehefrau-Ehemann-Beziehung, Ehefrau-Ehemann-Beziehung, Ehefrau-Ehemann-Beziehung, Ehekrise, Ehekrise, Ehekrise, Ehekrise, Ehepaar, Ehepaar, Ehepaar, Ehepaar, Eheprobleme, Familienalltag, Familienalltag, Familienalltag, Familienalltag, Familienkonflikte, Familienkonflikte, Familienkonflikte, Familienkonflikte, Familienleben, Frau verführt Mann, Grundschule, Grundschule, Grundschule, Grundschule, Klassenzimmer, Klassenzimmer, Klassenzimmer, Klassenzimmer, Liebe, Menschliche Schwäche, Menschliche Schwäche, Menschliche Schwäche, Menschliche Schwäche, Moral, Moral, Moral, Moral, Pubertät, Pubertät, Pubertät, Pubertät, Schüler, Schüler, Schüler, Schüler, Untreue, Untreue, Untreue, Untreue, Verführung, Verführung, Verführung, Verführung, Vernachlässigung in der Ehe, Vernachlässigung in der Ehe, Vernachlässigung in der Ehe, Vernachlässigung in der Ehe, Versuchung
- Stimmung
- Berührend, Berührend, Berührend, Berührend, Ernst, Ernst, Ernst, Ernst
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Drehbuch
Filmdetails Mademoiselle Chambon
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- Mademoiselle Chambon: critic.de
- Mademoiselle Chambon: film-zeit.de
- Mademoiselle Chambon: cineclic.de

La Mala educación - Schlechte Erziehung











Kritiken (12) — Film: Mademoiselle Chambon
Gerhard Midding: Berliner Zeitung, epd Film,... Gerhard Midding: Berliner Zeitung, epd Film,...
Kommentar löschenOriginalität ist nicht die größte Sorge Brizés. Sein erzählerisches Temperament entfaltet sich in der Nuance. Seine Schauspielerführung vertraut umsichtig auf die Wahrheit, die auch in schon oft erzählten Konflikten ruht. Brizé verfügt über eine an Claude Sautet gemahnende Geduld: Seine Zurückhaltung will den Dingen des Lebens ihr angemessenes Gewicht verleihen, ohne ein Urteil zu fällen. Gesten haben in Mademoiselle Chambon Vorrang. Sie sind präzise und beredt, während sich in den Dialogen zumeist Verlegenheit artikuliert. Die Liebe entscheidet sich wortlos.
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Matthias Heine
Kommentar löschenVincent Lindon und Sandrine Kiberlain spielen diese Geschichte zweier widerstrebender Ehebrecher so wundervoll zurückhaltend, dass man geneigt wäre zu sagen: Das können nur die Franzosen.
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Marguerite Seidel
Kommentar löschenLeise, leise erzählt Stéphane Brizé von der Annäherung einer Lehrerin aus Paris und einem Handwerker aus der Provinz. [...] Behutsam und kunstvoll gart Brizé so seinen Film auf niedriger Flamme einem ungewissen Ende entgegen.
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A.Stäheli: Neue Zürcher Zeitung A.Stäheli: Neue Zürcher Zeitung
Kommentar löschenStéphane Brizé bringt das innere Drama seiner beiden Figuren unspektakulär und leise auf die Leinwand – in einer Bildsprache allerdings, wie man sie in dieser Dichte schon länger nicht mehr in unseren Kinos gesehen hat: Da ist jedes Bild von einem Gedanken belebt, hält jede Einstellung in sich eine Aussage eingeschlossen wie der Bernstein die Fliege.
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Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de
Kommentar löschen„Mademoiselle Chambon“ zeigt ein stilles Drama in leisen Tönen. [...] Dazu mit Sandrine Kiberlain, die auch als französischer Schauspielstar fragil und unscheinbar wirkt, und einem wortkargen Vincent Lindon hervorragend besetzt.
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Thomas Warnecke: Schnitt Thomas Warnecke: Schnitt
Kommentar löschenAlles ist gut gespielt, Sandrine Kiberlain macht einen fertig, jede Einstellung ist dicht und präzise, und doch: Irgendwann [...] hat man das Gefühl, zu ersticken. [...] Genuß am ausweglosen Herzschmerz, ein hundertminütiger Seufzer über die gebrechliche Einrichtung auch der kleinsten heilen Welt. [...] Mademoiselle Chambon wäre möglicherweise ein weniger langweiliger Film, wenn die tatsächlichen Beziehungskisten der drei Darsteller eine Rolle spielten.
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José Garcia: Textezumfilm
Kommentar löschenNicht die eher knappen Dialoge treiben die Handlung voran, sondern vielmehr der Subtext der Gesten und Blicke, wozu die Leinwandpräsenz von Sandrine Kiberlain und Vincent Lindon wesentlich beitragen. Diese ruhige Inszenierung erhält durch das CinemaScope-Format laut dem Regisseur eine „epische Dimension“, die allerdings an einigen Stellen etwas plakativ wirkt, etwa wenn Jeans Frau Anne Marie im Gegensatz zur geheimnisvollen Véronique als allzu schlichtes Gemüt gezeichnet wird, oder wenn die Kamera eine Träne Jeans im Gegenlicht filmt. Allerdings erschwert die leicht elliptische Erzählstruktur des Filmes hin und wieder das Verständnis. Darüber hinaus bietet der Film dadurch gleichsam zwei aufeinanderfolgende Abschlüsse. Wäre Regisseur Stéphane Brizé beim ersten Ende geblieben, hätte er eine runde, durchaus sehenswerte Geschichte geliefert. Indem er jedoch die Handlung weiterführt und eine Körperlichkeit einführt, der er sich den ganzen Film lang verschlossen hatte, lässt „Mademoiselle Chambon“ ins Abgedroschene, tausend Mal Gesehene, ja Plumpe abgleiten. Das zweite, trotz oder gerade wegen gekünstelt erzeugter Spannung unglaubwürdigere Ende enttäuscht hingegen.
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Luitgard Koch: programmkino.de Luitgard Koch: programmkino.de
Kommentar löschenMit „Mademoiselle Chambon“ seinem bittersüßen Beziehungsdrama aus der französischen Provinz, gelingt Regisseur Stéphane Brizé ein weiteres Meisterwerk des leisen Erzählens und der Zwischentöne. Konsequent zelebriert der 44jährige Franzose subtil den Reiz des Schweigens, die Symbolik von Gesten und Blicken und inszeniert so Leidenschaft ohne sentimentales Pathos.
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Rochus Wolff: freier Journalist
Kommentar löschenDie Gefühle mögen stark und verwirrend sein, aber Brizé macht daraus kein großes Drama, entwirft keine Geschichte von überwältigender Verzweiflung und undurchdringlichem Schmerz. Eher ist dies ein Film über das Zögern, das vorsichtige Tasten, über Zurückhaltung und womöglich auch Angst.
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Chuchaqui: Critic.de
Kommentar löschenWeder die nüchterne Inszenierung Brizés noch das Spiel der Darsteller kann uns das Gefühlschaos der Figuren tatsächlich nahebringen. Wir verstehen Jeans Dilemma innerhalb der dargestellten Handlung nur kognitiv, können es aber nicht mitfühlen. Die Liebe zwischen dem Handwerker und der Lehrerin kommt so artifiziell daher, dass der große Schlussmoment kalt lässt. So scheitert Brizés Film letztlich auf beiden Ebenen: Die einfache Geschichte ist so steril inszeniert, dass sie nur sporadisch interessiert, und das universelle Epos der falschen Entscheidungen wird nicht erweitert, sondern reproduziert und einmal mehr mit Geigen unterlegt.
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alviesinger: bummelkino
Kommentar löschenUnd ewig lockt das Weib: Ein eigentlich glücklicher Familienvater fühlt sich zur Vertretungslehrerin seines Sohnes hingezogen. Was folgt, ist eine beidseitige Belagerung: Wie zwei schüchterne Teenager nähern und distanzieren sich die erwachsene Protagonisten über Monate, sind sich den Konsequenzen einer möglichen Affäre stets bewusst und quälen sich innerlich ob der Ängste vor Veränderung und der Qual der Lust. „Mademoiselle Chambon“ ist keiner dieser poppigen Wohlfühlfilme aber auch mitnichten ein theatralisches Melodram, sondern ein Liebesfilm der dezenten Art mit glaubwürdigen Figuren. Der Unterhaltungswert geht derweil aber auf Kosten des Realismus. Dem Ganzen ist am Ende zu Gute zu halten, das es heute noch Filme gibt, die bis zum konsequenten und überaus starken Schluss ein ehrliches Bild über das Zwischenmenschliche (Versagen) schaffen können.
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sushi25: movie-fan.de
Kommentar löschenEin Film, in den - laut Presseheft - viel emotionale, hintergründige Entwicklung der männlichen Hauptperson Jean (Vincent Lindon) von Statten geht. Leider sieht man davon nicht genug im Film. Mademoiselle Chambon ist seeeeeeehr zurückgenommen was die Auslotung der Emotionen der Personen angeht. Ich mag Vincent Lindon, ich mag Südfrankreich und französisches Kino, aber hier ist eine Produktion, die man definitiv nicht im Kino sehen muss und zum Thema 3- Ecksbeziehung gibt es bei Weitem Besseres.
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Kommentare (6) — Film: Mademoiselle Chambon
Kommentar schreibenBirdcage 2011/12/15 17:06:32
Kommentar löschenZwei Menschen können aufgrund ihrer schon geregelten Lebensumstände nicht zusammen sein, obwohl sie einander lieben. Dieses Thema ist in der Kinogeschichte häufig vorzufinden wie zum Beispiel bei "Die Brücken am Fluss". Auch der Film Mademoiselle Chambon behandelt dieses Thema. Doch es wird keinesfalls neu erfunden. Folglich ist die Handlung ziemlich schlicht. Aber auch das Drehbuch ist etwas einfach gestrickt, da der Film besonders von der Körpersprache der Hauptdarsteller lebt. Die letzte Bemerkung ist aber nicht unbedingt ein Minuspunkt. Der Film wird eben besonders durch die schauspielerische Leistung von Vincent Lindon und Sandrine Kiberlain getragen, die sie sehr gut meistern.
Doch leider fehlt dem Film das gewisse Etwas. Die Story ist dann doch zu einfach und nicht neu.
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Diggsagg 2011/11/14 04:17:00
Kommentar löschenWürde ich den Film in kurzen Worten zusammenfassen, würde ich ihn wohl als "handwerklich" unkonventionell gemachtes Drama bezeichnen, das so mancher schnell als langweilig abstempeln könnte. Wem aber das nichts ausmacht und einen Film sehen möchte, der hauptsächlich durch die Darsteller getragen wird, ist mit diesem Streifen bestens bedient.
So schlicht wie die Story selbst ist im Prinzip auch der Rest des Films. Die Filmmusik gibt sich betont minimalistisch, es wird immer wieder mit ruhenden Kameraeinstellungen gearbeitet, und auf ausschweifende Dialoge verzichtet das Drehbuch gänzlich. Im Vordergrund stehen zweifelsohne die Figuren, die "nur" durch Mimik und Gestik den Plot allmählich vorantreiben.
An dieser Stelle muss man den Schauspielern ein großes Lob aussprechen, die ihren Job grandios erledigen. Denn sie schaffen es, den Zuschauer regelrecht in die Geschichte hineinzuziehen und mitleiden zu lassen. Und man kann durchaus sagen, dass das auf die gesamte Besetzung zutrifft, auch die Nebenrollen.
Ich kann jedenfalls guten Gewissens behaupten, dass mich die Story gleichermaßen berührt und gefesselt hat, zumal sie nicht nur durch brillante Darsteller glänzt, die ihre Figuren wahrhaft authentisch verkörpern, sondern auch durch die Art und Weise, wie das Ganze in Szene gesetzt wurde. Wer den Sinn und Filmgeschmack dafür hat, sich auf solch ein unkonventionelles Drama einzulassen, das dazu noch einen guten Funken französischen Charme versprüht, sollte nicht lange zögern und sich den Film anschauen.
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Der Franzose 2011/07/31 23:39:29
Kommentar löschenEin Film so wunderschön und berührend wie die Klänge der Violine
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spanky 2011/03/21 11:49:12
Kommentar löschenMan könnte jetzt auch mit dem Adjektiv "langweilig" herumunken, so leicht ist das hier aber nicht. Natürlich handelt es sich nicht um eine Beziehungsactionkomödie wo ein Knaller den anderen jagt. Vielmehr ist dies ein schlichtes Drama ohne Effekte mit hervorragenden Schauspielern, die wortlos eine filigrane Atmosphäre erschaffen, unter der es nur so vor Melancholie brodelt. Das kann anstrengen, ist aber auch schön sich davon einwickeln zu lassen.
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dbeutner 2010/09/17 22:34:31
Kommentar löschenMan redet in Frankreich nicht über das, was einen zerreißt. Das zumindest könnte man denken, wenn man Mademoiselle und ihrem Maurer anderthalb Stunden zugeschaut hat. Gerade wo (ggf. knappe, tiefe, hintergründige) Dialoge sich aufdrängen, herausplatzen wollen - schweigen sich alle an. Es gibt Filmstoffe, bei denen Schweigen Gold ist, ich habe damit kein Problem, ein stummer Film (De Illusionist) ist einer meiner AllTimeFavs. Aber hier wirkt es völlig neben der Spur, auch wenn Gefühle, transportiert über Gestik, sicherlich etwas Nettes sind - nur, das schließt sich doch nicht gegenseitig aus.
Und so anders, wie manch Rezensent hier meint, evtl. sogar der Regisseur glaubt, ist die vorliegende Erzählung auch nicht. Es werden durchaus reichlich Klischees bedient, etwa der aufbrausende Mann bei seiner Frau, nachdem er von seiner heimlichen Liebe nach Hause kommt - geht's noch abgeschmackter? Die Szene hätte Buh-Rufe verdient gehabt, weil sie auch noch sooo dick aufträgt.
Die letzten zehn Minuten führen das fort, da nervt es nur noch.
Schade, aber hier ist so ziemlich jedes Potential verschenkt worden. An den SchauspielerInnen lag es nicht, die meistern ihre undankbare Aufgabe. Und der verbleibende Rest französischen Charmes ist nett. Aber insgesamt doch eher eine Enttäuschung.
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Dr.Beat 2010/09/03 10:00:58
Kommentar löschenEine schlichte Story: Einfacher Mann aus der Arbeiterklasse trifft einsame gebildete Frau in einer Provinzstadt, und es entsteht - Spannung. Und diese Spannung wird zunehmend dichter, intensiver, ja atemberaubend. Und dies alles geschieht (Hör gefälligst zu, Hollywood!) OHNE Blut, ohne Waffeneinsatz, ohne Starbesetzung, ohne hysterische Zusammenbrüche, ohne in einem exotischen Milieu (Migrantenghetto, Weltall, Mongolei...) oder in irgendeiner hippen Szene (wahlweise Mode, Marketing, Sport, Pop...) spielen zu müssen, ohne magische Einflüsse, ohne besondere Eigenschaften oder Fähigkeiten der Protagonisten, ohne seltsame Zufälle, ohne Knall- und Actioneffekte, ohne pseudo-intellektuelles Geplapper,, ohne diese ach so schicken pornografischen Anleihen, keiner muss sterben, keiner hat einen verrückten Halbbruder usw usf. Und, vor allem (Hör noch mal gut zu, Hollywood!!) ohne diese lebensfremde Illusion, dass alles dann gut ist, wenn am Ende beide in der Kiste gelandet sind. Und von einer echten Dreiecksbeziehung kann in diesem Film auch keine Rede sein.
Ja du meine Güte - was bleibt denn dann noch?
Hier versteht einer (Stephane Brizé) sein Handwerk im besten Sinne: Menschen beobachten, wahrnehmen, Gefühle stimmig auszudrücken, und ganz im Sinne einer griechischen Tragödie die Akteure in ihrer Unschuld immer mehr in Beziehung und damit näher an die Grenzen dessen zu bringen, was sie ertragen können. Und natürlich gibt es den Moment, in dem ein Ausweichen nicht mehr möglich ist. In jeder Einstellung, jeder Geste, jedem Satz ist dieser Film stimmig, und in sich nachvollziehbar, man denkt nie enttäuscht "ooch, das würde im echten Leben aber anders laufen".
Natürlich: Hollywood hat seinen Zweck. Es ist die große Illusionsmaschine, und das soll es auch sein. Es ist nur gut und auch von außerordentlicher Bedeutung, dass es Filme gibt, die mit der Illusion aufräumen, es bräuchte alle diese Effekte, um eine Geschichte dem Publikum so nahe zu bringen, dass sie auch unter die Haut geht. In diesem Film dürfen die Menschen, die wie Du und ich sein könnten, auch diese Menschen bleiben. Und dies als Zuschauer miterleben zu dürfen ist die eigentliche Leistung -und Herausforderung- dieses Films.
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aggrotainment 2011/03/19 13:57:08
Antwort löschenHättest lieber mal mehr über den Film geschrieben, als die Hälfte deiner Kritik mit Anti Hollywood gelaber zu füllen. Ich kanns echt nicht mehr hören !!! Wie langweilig und scheiße wärs denn wenn aus Hollywood keine Filme kämen ? Dann würden wir alle Abends vor dem Fernseher sitzen und "ach wie schön" sagen wenn ein neuer Rosamunde Pilcher Streifen kommt.