Der Eissturm

The Ice Storm (1997), US
Laufzeit 113 Minuten, FSK 12, Komödie, Drama, Kinostart 18.12.1997

8.2 Kritiker
25 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.7 Community
1265 Bewertungen
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von Ang Lee, mit Kevin Kline und Joan Allen

In seinem neuen Film zeichnet Regisseur Ang Lee (Sinn und Sinnlichkeit) ein Bild der amerikanischen Gesellschaft Anfang der 70er Jahre. Im Jahre 1973, dem Jahr, das hauptsächlich durch die Worte “Nixon” und “Watergate” in die Geschichtsbücher eingegangen ist, hat sich die sexuelle Revolution auch im kleinen New Canaan in Connecticut durchgesetzt. Sowohl die Eltern als auch die Kinder der Familien Hood und Carver müssen nun mit den neuen Umständen zurechtkommen.

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Kritiken (1) — Film: Der Eissturm

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9.0Herausragend

"The Icestorm" ist großes, intensives, stilistisch beeindruckendes Kino. Leidenschaften werden hier nicht zu Beziehungsfragen reduziert oder in das Saccharin des Kitsch aufgelöst. In guten Momenten erreicht Lee das Format eines Ingmar Bergmann. Schonungslos analysiert er die Realität des amerikanischen Traums. Verklärt wird hier nichts mehr, im Gegenteil ist das Bild der Wirklichkeit, das hier gezeichnet wird, von einer Schärfe, die man nur in wenigen europäischen Filmen der letzten Jahre gesehen hat.

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Kommentare (27) — Film: Der Eissturm

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Discostu

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Bewertung6.5Ganz gut

Der Eissturm ist ein Film über falsch laufende oder gar nicht erst stattfindende Kommunikation und darüber, dass die sexuelle Revolution Ende der 60er Jahre die Menschen keineswegs glücklicher gemacht hat. Ein spannendes Thema, das zusammen mit den hervorragenden Darstellern einen guten Film abgeben könnte. Doch dieser tritt leider dramaturgisch völlig auf der Stelle, es bleibt bei einer melancholisch in Szene gesetzten Zustandsbeschreibung: Keine der Figuren macht eine nennenswerte Entwicklung durch, an keiner Stelle brechen sich endlich mal die Emotionen frei und ein eher zufälliger Todesfall und die daraus resultierende Trauer markiert den willkürlichen Endpunkt dieses Films.
Der Eissturm ließ mich daher trotz vieler positiver Aspekte irgendwie unbefriedigt zurück, wirkt wie eine gute Einleitung zu einem Film, der dann einfach nicht kommt.

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ElMagico

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Das Gegenteil von einem Feel-Good-Movie...jedenfalls ist das "The Ice storm" für mich. Und es kam auch ehrlich gesagt immer wieder der Gedanke in mir hoch, den Film miserabel zu bewerten und ihn mit wenig löblichen Worten zu beschreiben. Aber das vorallem, weil der Film Dinge ansprach die der Magic einfach nicht hören will, bei denen er am liebsten Augen und Ohren verschließen will und sich die Welt so machen, wie sie ihm gefällt. Das klappt in der Realität seltenst und auch "The Ice storm" tat mir nicht den Gefallen, mich zu schonen. Zumindest kam er, für mich, zu einem versöhnlichen Ende. Trotzdem bekommt er bei mir immer wieder Abzüge in der B-Note, auch wenn er insgesamt ein wirklich packendes und sogartiges Drama darstellt.
Dieser Sog, diese Enge war für mich die grösste Erfahrung an "The Ice storm". Wie wenn alle 10 Minuten eine der vier Wände näher rückt und es keine Möglichkeit gibt den Raum zu verlassen. Man sieht die Wand auf sich zukommen, kann aber nicht zurück oder zur Seite. Jegliche Hoffnung, dass man von aussen Hilfe erwarten könnte, hier in Form der einzelnen Charaktere, legt man schnell ad acta. Jeder kämpft mit sich, jeder kämpft für sich und eigentlich keiner guckt nur mal für einen Moment auf und frägt sich, was er sich oder anderen antut. Zwar hat der Film einen satirischen Unterton, der konnte meine Anspannung kaum entlasten. Zu arg berührten mich die Dinge die vor sich gehen und für mich selbst ist da einfach auch gar kein Platz für einen etwaigen leisen Humor. Aber auch für Menschen die objektiver an den Film rangehen, dürfte dies kein angenehmes Sittengemälde sein.
Der Cast liest sich Phänomenal, auch wenn einige der Darsteller damals noch völlige No-Names waren. Heutzutage würde der Film wohl finanziell besser abschneiden...eben alleine wegen der Darstellerriege. Diese kann aber auch Qualitativ überzeugen, sie hält den Film zusammen und erschafft tatsächlich so etwas wie einen gesellschaftlichen Mikrokosmos, in dem es fast keine Aussenwelt zu geben scheint.
Was ich "The Ice storm" aber ankreiden muss: Es wurde mir dann doch oft zu dick aufgetragen. Mir fehlte da der realistische Punkt, an dem ich mich einhaken hätte können um nicht nur Aussenstehender zu sein. "The Ice storm" ist teilweise the worst scenario of a worst scenario. Das ist so sehr Drama, dass es dem dramatischen Effekt des Films eher hinderlich ist. Hier ist niemand was man Normal nennt, alles sind tickende Zeitbomben und im schlimmsten Falle scheint alles etwas konstruiert, nur um auf ein denkwürdiges Finale zuzusteuern. Es gibt hier tatsächlich nur 1 oder 2 Personen, die einem nicht völlig kaputt vorkommen, die nicht völlig verdorben wirken.
Aber nicht alle Menschen sind Scheiße, viele müssten nur manchmal besser darüber nachdenken was sie eigentlich tun. Aber das sagt "The Ice storm" am Ende auch irgendwie...zumindest tut er das für mich. Bis dahin war es aber ein schwerer Weg.

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ElMagico

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hab ja auch geschrieben "was man normal nennt" um das bissle zu umgehen, mir ist das schon bewusst...aber in dieser Fülle wars mir einfach oft zuviel, denk ein wenig weisst du was ich mein ;)
Was auch passt: "In einer irrsinnigen Welt vernünftig sein zu wollen, ist schon wieder ein Irrsinn für sich" von Voltaire...obwohl das Zitat auch fast gegen mich spricht :D


Sigmund

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:) Auch schön!


Umbringer

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Bewertung1.0Ärgerlich

Wirklich ein trauriger Film.... .. .. ... . ... .
Traurig das er mir die Zeit geraubt hat einen besseren zu sehen. Ich habe dem "Eissturm" einen Mittleidspunkt verliehen weil ich ihn nicht vor Ende Abgeschaltet habe.
Ich bin nicht der Typ der gefühlsdusslige Filme von vorneherein ablehnt aber dieser war einfach nur Langweilig.

Was gefällt mir an dem Film:
- Es ist wirklich waaahnsinnig Aufregend wenn Kinder sich lieben und in der Pubertät sind und Drogen nehmen, in dieser Zeit, das macht den Film wirklich sehenswert. Nein wirklich das ist mein Ernst.

Kommen wir nun dazu was mir nicht gefallen hat:
- Der Freak des Films stirbt unrealistisch und meiner Meinung nach grundlos.
- Die Affaire des Films wird einem EISkalt ins Gesicht geklatscht ohne das man dafür überhaupt Verständnis entwickeln kann.
- Spiderman´s Nebengeschichte ist mehr als sinnlos.
- Das Einzige was bei diesem Film wach gehalten hat war mein Bier.
- Der Film nimmt mich keinen Millimeter mit.

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Kieke

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Bewertung9.5Herausragend

Einer, meiner Lieblingsfilme
Aber nur auf Englisch !!!!!
Die Syncro von Kevin Kline wird auf Deutsch von
Tom Hanks gesprochen, was den Charakter und die
Thematik unnötig ins Lächerliche zieht.

Einer, meiner Meinung nach, größten deutschen Syncro-Sünden..

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Ray-ver

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Bewertung9.0Herausragend

... ohne Worte ! Bitte anschauen !!!!

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SoulReaver

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Starke Kritik.


Glücksritter

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Bewertung10.0Herausragend

Ang Lee's 'The Icestorm' ist ein wahrhaft bedrückendes, melachonisches und äußerst intensives Filmerlebnis. Es ist nahezu unmöglich sich dem eisigen Windhauch zu entziehen, der diesen Film umgibt. Man spürt die Kälte am eigenen Leib.
'Wenn es friert heißt das, dass die Moleküle nicht in Bewegung sind. Wenn du dann atmest, ist nichts in der Luft, was du einatmen könntest. Wenn die Moleküle stehen bleiben, ist alles rein.' - Der im Blizzard sterbende Elijah Wood hinterlässt ein Gefühl von bleiernder, betäubter Leere, welches noch Stunden später anhält. Der Streifen ist zweifelsohne ein Rohdiamant des Genres und ein absolutes Meisterwerk.

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fkfilmkritik

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Übergroßes Film-Erlebnis. Ein Katastrophenfilm der keiner ist. "The Icestorm" ist pures und kühl, monumentales und stark erzähltes Überkino. Die Kälte die einem in den heikelsten und gefühlvollsten Momenten über den Rücken schwenkt wirkt bedrückender, als alles andere auf dieser Welt. Der Anfang im sonnigen und noch erwärmenden, satirischen und normal einführenden Familienleben der späten 70er. Die Mitte, in der sich langsam die Kälte erspüren lässt, in der sich langsam nach unglaublichen ersten Minuten die Eiswürfel langsam umformen, was schließlich zum überragenden Ende hinführt, in der sie zusammenbrechen und einzelne Stücke noch erkennbar bleiben oder nicht. Mitreissend, einfühlsam, ganz groß.

Eines der besten Dramen überhaupt. Lasst euch durchfrosten-erwärmen-verdrehen-verwenden-verziehen in dieses unfassbare Meisterwerk. Erhascht einen satirischen Blick in die Pubertären Probleme, erhascht die Wendungen und Hingaben der verschiedensten Charaktere und geniesst dieses exzellente Ereignis. Ausnahmekino. Ang Lee Du Teufelskerl !!

14 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

Fabes

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*zustimm*


fkfilmkritik

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freut mich :).


fluffy_von_Bös

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Bewertung9.0Herausragend

Ich frag mich die ganze Zeit warum ich den jetzt erst gesehen habe! Super Besetzung, Super Regie, Super Story.....
und sehr bitter....

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momopipi

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Bewertung7.0Sehenswert

Über solch einen Film darf man sich ruhig mehr Gedanken machen.
Ich weiß selber noch nicht genau, wie ich mit ihm umgehen soll...
Die magische Atmosphäre spürte ich von Beginn an bis zum bitteren Ende. Der Leidensweg jeder einzelnen Person war insgesamt interessant, wie sie ihr Glück suchte und stattdessen auf Unglück traf. Sie machten sich die Mühe ihren Horizont zu erweitern, doch fanden sie nur den bitteren Geschmack der Realität. Der Film wirkte mir insgesamt etwas zu billig, dadurch aber authentisch und packend. Ich würde gerne etwas am Film kritisieren. Aber er ist deswegen gut, weil er so ist, wie er nunmal ist. Da kann man nicht einfach so eine filmtechnische Überarbeitung draufklatschen und ihm deswegen mehr Punkte geben. Der Film war hier und da etwas zu neutral und daher zu belanglos. Ich verstehe aber gleichzeitig auch die Haufen an 10p Wertungen hier!

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janissl

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

1973 hat die Watergate Affäre die USA fest im Griff und sorgt bei der Bevölkerung für tiefe Verunsicherung und Zweifel am eigenen Staat. In New Canaan, Connecticut sind Verunsicherung und Zweifel allerdings weitaus persönlicherer, intimerer Natur. Hier leben die Familien Hood und Carver in hübsch, waldiger Umgebung, in direkter Nachbarschaft zueinander, in einwandfreier, offener, heller 70er Jahre Bungalow Architektur ihr scheinbar ruhiges Oberschichten-Leben. Die Trennlinie ist klar gezogen, nicht etwa zwischen den zwei Familien, sondern zwischen den zwei Generationen, auf der einen Seite zwei Paare, denen offenbar der Alltag zum Verhängnis geworden ist und bei denen Mr. Hood und Mrs. Carver versuchen, durch eine freudlose Affäre eben diesem zu entfliehen. Und auf der anderen Seite ihre vier jugendlichen Kinder, die gerade mit überschaubarem Erfolg die verschiedenen Stationen der Pubertät durchlaufen. Zwischen den Generationen herrscht Sprachlosigkeit, die Eltern haben sich so sehr entfremdet, dass sie auch an ihre Kinder ungewollt ein Gefühl von Distanz und emotionaler Kälte weitergeben. Und die Kinder, obgleich sie in ihren Äußerungen oft erwachsener erscheinen als ihre Eltern, reagieren darauf altersgerecht destruktiv. So könnte es wohl noch Jahre traurig träge weitergehen aber die sexuelle Revolution hat ihren Weg mittlerweile auch auf spießige Vorstadtpartys gefunden und während drinnen durch eine kuriose Autoschlüssel-Lotterie ein Hauch von Partnertausch und freier Liebe erzeugt werden soll, nimmt draußen durch den titelgebenden Eissturm das Schicksal seinen tragischen Lauf.
Ang Lee findet für seine Geschichte über Funktion und Dysfunktion von Familie stets starke Bilder, lässt seine Protagonisten immer und immer wieder aufeinander prallen ohne sich dabei im Kreis zu drehen, dringt stattdessen immer tiefer ein in deren Seelenleben, unterstützt von einer Riege großartiger Darsteller, denen es ausnahmslos gelingt ihren Figuren Leben einzuhauchen. Hier gibt es keine Abziehbilder, keine Schablonen, in ihrer Sprachlosigkeit, ihrer scheinbaren Emotionslosigkeit, sind sie alle sehr lebendig.
Es fällt schwer eine Szene hervorzuheben, aber wie Kevin Kline als Ben Hood seine Tochter Wendy (besonders gut: Christina Ricci), nachdem er sie gerade noch beim "Fummeln" mit dem Nachbarjungen erwischt hat, nach hause trägt weil sie nasse Füße hat und Wendy sich bereitwillig tragen lässt, nachdem sie ihrem Vater bis dahin eigentlich ausnahmslos feindselig gegenüber stand, das trägt das Dilemma eigentlich aller Protagonisten in sich, ist ganz einfach, ja fast beiläufig erzählt und gerade deswegen so sensationell gut.
"Der Eissturm" ist ein großer Film, weil er essentielle Themen auf sehr intelligente wahrhaftige Art und Weise behandelt und weil er einfach atemberaubend gut gemacht ist. Die Familie soll ein Hort sein, in der Familie soll man sich sicher und geborgen fühlen, man geht Bindungen ein die so stark und so wichtig sind, dass ein glückliches Leben ohne sie vielleicht unmöglich ist. Allerdings ist man auch nirgendwo so verletzlich und angreifbar, sei es durch Vertrauensmissbrauch, durch Liebesentzug oder einfach durch Tod. Häufig vergisst man das, fällt es einem schwer, oder ist es einfach unmöglich etwas scheinbar so Selbstverständliches wertzuschätzen und manchmal muss erst eine Naturgewalt wie ein Eissturm mit all seiner Wucht und all seiner Brutalität in unserer Mitte einschlagen, damit wir wieder klar sehen. Und so gibt es bei Ang Lee am Ende zumindest für Familie Hood einen Funken Hoffnung.

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microsan

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Bewertung9.5Herausragend

Einer der Filme,die man gesehen haben muss, aber sich kein zweites mal anschauen will, weil sie eine Leere hinterlassen und man sich danach nicht sehr wohl fühlt.

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tenbaht

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Bewertung0.0Hassfilm

Es passiert - nichts. Langweilige Leute langweilen sich in langweiliger Umgebung. Einer der langweiligsten Filme, die ich jemals gesehen habe und einer der ganz wenigen Filme, bei denen ich seinerzeit in der Sneak beim allerbesten Willen nicht bis zum Ende durchhalten konnte.

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doctorgonzo

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Charakterstudie und zeitlose Familienmomentaufnahme. Ang Lee erzählt eine Familiengeschichte aus einer Zeit, in der in Amerika in Innen- und Außenpolitik einiges los war und schlägt mitunter einen gekonnten Bogen zu deren Auswirkungen auf die kleinste Zelle der Gesellschaft, wie man die Familie im Sozialkundeunterricht so schön nennen durfte.
Sexuelle Revolution, Drogenkultur, Vietnam, alles bekommt seinen Platz in dieser Geschichte, ebenso wie die riesigen kleinen Probleme einer "modernen" Familie, wie Entfremdung und mangelnde Kommunikation.
Durchgängig werden die Rollen von Personen verkörpert, bei denen man im Laufe der Handlung denkt: "Den/die hätte ich dafür auch vorgeschlagen" und sie machen ihre Sache toll.
Als ich zum ersten Mal mit diesem Film konfrontiert wurde, gab er mir recht wenig, viel zu ruhig, zu unspektakulär, später jedoch, präsentierte sich mir ein toll gestalteter Mikrokosmos voller großartig dargestellter Charaktere, das kann nur daran liegen, dass der Film wie ein guter Wein nachgereift ist, denn wir Menschen haben im Teeniealter die höchste geistige Reife, was vielerorten (sogar hier) bewiesen wird.
Was mir immer noch ein klein wenig sauer aufstößt, ist diese plötzliche Läuterung, so als wäre der Mensch tatsächlich imstande, innerhalb einer Selbstreflexion, aus seinen Fehlern zu lernen. Das ist eine trotz aller Dramatik positive Weltsicht, so erfrischend wie ein Winterhauch.
Zumal hier auch eindrucksvoll gezeigt wird, wie intensiv ein Familiendrama, das sonst schnell den Stempel "öde" bekäme, werden kann, wenn man darzustellen vermag. Und hier macht der ganze Cast einen so hervorragenden Job, dass es beinahe ungerecht wäre, hier einzelne Akteure aufzuzählen.
Wenig überraschend, aber bezeichnend ist der finanzielle Mißerfolg, der wieder zeigt, dass sich Dramen nur gut verkaufen, wenn sie entweder bombastisch aufgezogen werden oder permanent auf die Tränendrüse drücken, beim aktuellen Durchschnittspublikum oft nicht mal dann.

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Filmkenner77

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Stimmiges Drama der Extraklasse mit blendend aufgelegten Stars.

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mikkean

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein kleines Film-Juwel. Die Besetzung erweist sich in dieser Bestandsaufnahme der verlorenen 70er Jahre-Kleinstadt. Im Gegensatz zu so vielen anderen Filmen scheitert Ang Lee nicht am Anspruch, uns die gezeigten Figuren so nahe wie möglich zu bringen.

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phoenix409

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Bewertung10.0Herausragend

Eine Detailaufnahme: Mehrere Eiswürfel, für sich isoliert in einem Raster aus Plastik, perfekt im Quadrat geformt, werden von Hand aus der Fassung gedrückt. Sie zerbrechen.

Diese wenigen Sekunden zu Beginn dieses absolut wunderbaren Films erklären ihn bereits komplett. Ang Lee interpretiert hier, wie auch teilweise in seinen anderen Filmen, eine Form von Begierde und sexueller Revolution: Wir sehen pubertierende Kinder, die sich gegenseitig erkunden, nach unbekannten Erfahrungen eifern. Und wir sehen Erwachsene, Eltern, die nach all den Jahren immer noch genau dasselbe tun. Nur routinierter.
Auf Eis gelegte Emotionen, die erstmals oder auf's Neue verzweifelt nach Wärme suchen. Glücklicherweise erwischt Ang Lee hier genau die richtige Bildsprache, zeigt nicht zu viel und nicht zu wenig und lässt die Temperaturen langsam aber sicher sinken, bis man die Kälte selbst spüren kann. Hier wird mit viel Feingefühl für die Charaktere inszeniert, stets beobachtet und nie beurteilt. Genug Feingefühl, damit man sich problemlos in die eigene Jugend zurückversetzen und sich hiervon mitreißen lassen kann.
Ein besonderer Film, erstklassig gespielt und genauso gut erzählt.

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jlorenz1

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Bewertung7.5Sehenswert

"Der Eissturm" ist sicher ein liebevoll gemachter stimmungsvoller Film über das gutbürgerliche Leben in den Siebziger Jahren in New York und vor allem über das Absterben der Liebe in dem Routinealltag einer Familie.

Ich kann zwar nachvollziehen, warum die nach außen äußerst kontrolliert wirkende, kühle Elena Hood plötzlich Fahrrad fährt, aber warum sie in der Drogerie nicht nur ein, sondern gleich drei Lippenstifte mitgehen lässt, wobei sie doch so sehr Wert auf den äußeren Anschein legt, bleibt mir weiterhin unklar.

Auch ihr Entschluss dennoch in der Schlüsselparty (Partnertausch) mitzumachen, bleibt mir ein Rätsel, sträuben sich doch ihre sämtliche Sinne vor einem solchen Partnertausch. Eine ambivalente Seite habe ich an ihr nicht entdecken können. Dabei kann ich mir durchaus lebhaft eine Reihe völlig andersartiger Rache-Unternehmungen einer betrogenen Ehefrau vorstellen.

Angenehm angetan war ich von der sorgfältigen Detailverliebtheit die siebziger Jahre wiederherzustellen. Die in aller Heftigkeit oft unerwartet ausbrechenden politischen Umerziehungsversuche der kleinen Wendy gegenüber ihren Vater machte sie für mich direkt liebenswert. Die Natürlichkeit, Schüchternheit und Intimität der Jugendlichen wirken überzeugend, auch ihre erste Schritten zu sexuellen Erfahrungen.

Das Ende ist bis auf einen Umstand hin etwas rührselig, aber dennoch überzeugend. Paul ist glücklich als er feststellt, dass sowohl seine gesamte Familie ihn am Bahnhof erwartet. Der Eissturm hat Ben, Elena und Wendy geläutert. Als die Familie zusammen im Wagen nach Hause zurück fährt, bricht Vater Ben weinend zusammen, hatte er doch auf der Schlüsselparty folgenden Morgen auf dem Rückweg den Nachbarjungen Mikey Carver tot auffindet. Aber diese doch so wichtige Nachricht wird Paul nicht mitgeteilt ...

Insofern ist ein guter Film mit den besagten Einschränkungen. Auch die Filmmusik unterstreicht stimmungsvoll, passend und unaufdringlich den Rahmen der Handlung ...

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sikkmeidack

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Bewertung9.0Herausragend

Der Titel bzw. das Wetter sind für mich metaphorisch. Hier gibt es keine Geruchs/Gefühls-Moleküle,- nur kalt-steryle Reinheit für die Lungen, das Leben. Scheinbar.

Eine poetische Verfilmung sterbender Beziehungen, Entfremdungen, Leeren und gleichzeitig aufkeimenden Blüten, deren Früchte nicht ausgetragen werden, deren Hoffnungen scheinbar blind waren. Was sind wir Menschen doch für Leute.
Herausragende Bilder, großartige Schauspieler. Außerordentlicher musicscore.

Aber sicherlich kein Film für jeden Tag. Man wird zurückgelassen mit Emotionen, die erst einmal sacken und verarbeitet werden müssen.

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herr.moebius

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Bewertung9.5Herausragend

"Der Eissturm" spielt in der amerikanischen Kleinstadt New Canaan in der Nähe von New York City in den 70er Jahren. Einblick wird einem hier in zwei befreundete Familien gewährt, Freunde und Nachbarn. Kevin Kline ist mit Joan Allen verheiratet, Sigourney Weaver mit Jamey Sheridan. Beide Paare haben Kinder, beide Paare haben Probleme. Joan Allen befriedigt Kevin Klines Libido nicht, als läßt er das von Sigourney Weaver besorgen. Jamey Sheridan entfernt sich zunehmend von seinen Kindern, während Sigourney Weaver einfach nur verbittert und enttäuscht ist und immer älter wird. Wir haben Einblick in eine Zeit, in der die freie Liebe bzw. deren Reale (theoretisch) auch in der gut-situierten Mittelklasse angekommen ist, oder wir befinden uns in einer Bergman-Ehe, in der man über alles redet und sich doch nichts sagt. Sonst sind die Familien-Verhältnisse wie wahrscheinlich überall, die Familie gehört zusammen, ist die Essenz, der Ursprung, aber man interessiert sich doch nicht so richtig dafür, und so ist es nicht verwunderlich wenn der Vater nach einer Dienstreise nach Hause kommt, seine Kinder mit den Worten: "Ich bin wieder da" begrüßt und diese nur fragen: "Du warst weg?".
Es gibt Sehnsucht, die ein jeder versucht anders zu stillen. Als Joan Allen sich sicher ist, dass ihr Mann sie betrügt mit der besten Freundin, betrügt sie ihren Mann mit seinem besten Freund. Als der Tochter verboten wird mit dem ältesten Sohn der besagten befreundeten Familie rum zu machen, nimmt sie sich halt den jüngeren Bruder. Der Wunsch nach Gemeinschaft ist da, aber er ist nicht realisierbar. Gerade die Eltern sind gefangen in einer Lethargie, die sie handlungsunfähig macht, es werden höchstens Situationen kreiert, in denen der andere handeln und man selbst nur noch reagieren muss.
Am Anfang, der auch das Ende ist, sitzt Tobey Maguire, der der Sohn vom Allen-Kline Ehepaar ist, in der Bahn von New York nach New Canaan und erzählt von den "Fantastischen Vier". In den Comics geht es seiner Meinung nach um die Familie, die das Nichts ist, aus dem du kommst und auch das ist, wohin du zurückkehrst wenn du stirbst. Und das dies das Paradoxe sei. Die Familie wird somit zur Antimaterie eines Selbst, und je mehr man in sie hineingezogen wird, desto mehr wird man ins Nichts hineingezogen. Genau das passiert am Ende des Films, wenn sich ein Unschuldiger im Nichts auflöst und somit vielleicht den Weg eines Neubeginns oder einer Rückbesinnung Bahn macht. Hier nimmt der Film religiöse Dimensionen an und grefit so gerade nicht ins Leere.

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Kubrick_obscura

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Elijah Woods Körper auf der zugefrorenen Straße hat sich mir in den Kopf gebrannt.

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