In the Mood for Love - Der Klang der Liebe

Fa yeung nin wa (2000), FR/HK/TH Laufzeit 98 Minuten, FSK 6, Drama, Kinostart 28.06.2001


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Kritiker
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39 Kommentare
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von Kar Wai Wong, mit Tony Leung Chiu Wai und Maggie Cheung

Chow und Li-zhen: der schicksalshafte Umstand verbindet zwei vergebene Seelen und entzweit sie wieder, da die Liebe zwischen ihnen nicht existieren darf.

Chow (Tony Leung Chiu Wai) ist Chefredakteur einer lokalen Zeitung. Gemeinsam mit seiner Frau bezieht er ein neues Apartment in Hongkong. Dort lernt er Li-zhen (Maggie Cheung) kennen, die am selben Tag ins gleiche Haus zieht. Beide lernen sich intensiv kennen, da die jeweiligen Ehepartner die meiste Zeit an ihren Arbeitsplätzen verbringen. Aus einer flüchtigen Bekanntschaft wird schon bald eine sehr innige Freundschaft. Jedoch schweißt die Beiden ein gemeinsamer Schicksalsschlag noch enger zusammen, dass sie in dieser schwierigen Stunde nur unter sich Trost und Liebe spenden können.

Hintergrund & Infos zu In the Mood for Love
Regisseur Kar Wai Wong liebt es ohne Drehbücher einen Film zu inszenieren. Er zieht es vor, mit den Schauspielern zu improvisieren, damit die Geschichte authentisch, wirkungsvoll und eine ganz besondere Stimmung erhält. Doch diese Art zu arbeiten sorgte fast für ein vorzeitiges Drehende ohne überhaupt eine Sekunde im Kasten zu haben: die chinesischen Behörden wollte den Dreh in Peking ohne vorgelegtes Drehbuch nicht genehmigen, doch Kar-Wai Wong fand schnell eine Lösung. Er verlegte die Dreharbeiten spontan nach Macau und der Film konnte dann doch noch fortgesetzt werden. Aufgrund dieser Komplikationen und der improvisierten Drehweise zogen sich die Arbeiten über ganze 15 Monate. Sogar eine Woche vor dem Debüt in Cannes war Kar-Wai Wong noch immer mit dem Film, insbesondere mit dem Schnitt beschäftigt. Mit viel Mühe konnte der Film im fertigen Zustand dann doch noch gezeigt werden. (DL)

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Kommentare (38) — Film: In the Mood for Love - Der Klang der Liebe


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HerrGurlitt

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Die ausstattung: so schön dass es weh tut!

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LilQ

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@bruce: klingt schön :)


HerrGurlitt

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... ist schön & einen solchen tag wünsche ich euch beiden auch! :)


loveissuicide

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Bewertung3.0Schwach

Leider sehr langweilig. Und immer dieselbe Musik, die die immer selben Szenen untermalt. *gähn*

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Shentenza

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Bewertung7.0Sehenswert

Der Film hat eigentlich alles was es braucht um einfach großartig zu sein. Ein tolles Setting, einen tollen Soundtrack zwei richtig gute Schauspieler (Maggie Cheung ist wunderschön <3), tolle ruhige Momente und eine tolle Kamera.

Aber es gibt einen Punkt, der denn ganzen Film für mich zu nichte macht. Es hat zu keinem Zeitpunkt "Klick" gemacht. Nie fühlte ich die Emotionen oder die Gefühle, sie kamen einfach nicht bei mir an. Es wirkte trotz der Nähe der Beiden immer zu distanziert und so kam nie dieses Feeling auf was einen berührt. Und das finde ich schade. Ich hätte ihn sehr gerne gemocht, aber leider klappt es nicht.

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Kasparle

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Ein Stimmungsvoller charmanter Film über Liebe und die Angst sie auszuleben. Gesellschaftlicher Druck, Moral, Selbstbetrug sind zentrale Motive, die auch sehr gut eingefangen und gekonnt subtil in die ruhige Entwicklung der Geschichte eingeflochten werden. Aber trotzdem laugt der Film schneller aus als ich erwartet hätte. Spätestens nach der ersten Stunde hat man dann irgendwie auch genug von nervös gesmaltalkten Dialogen und schüchternen, verstohlenen Blicken. Chungking Express ist mein absoluter lieblings Liebesfilm, von daher war die Erwartung relativ hoch. Doch während CE wirklich eine Geschichte erzählt bleibt "In the Mood for Love" ab einem gewissen Punkt einfach stehen und wiederholt sich zu oft. Die Stimmung ist trotzdem nahezu jedem Liebesfilm überlegen und macht den Film trotz der Kritik zu einem wunderbaren Werk über Liebe, Angst und Sehnsucht!

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Stefan Ishii

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

***Dieser Kommentar entstand im Rahmen der Userwichtelkommentaraktion 2013 und ist ein Geschenk an Velly. Eigentlich hatte sie mir andere Vorschläge gemacht ("Eyes Wide Shut", "Magnolia" oder "House of Flying Daggers") . Auch wenn ich alle drei Filme sehr mag, so fand ich, dass es bereits sehr viele großartige Kommentare dazu gibt. Also bat ich Velly darum, sie mit einem Kommentar zu überraschen. Ich habe mich für einen meiner vier absoluten Lieblingsfilme entschieden: "In the Mood for Love". Velly hat ihn noch nicht bewertet, allerdings bereits einen anderen Film von Wong Kar-wai als sehenswert befunden ("Chungking Express"). Also habe ich diese großartige Überraschungswichtelei-Gelegenheit ausgenutzt, um "In the Mood for Love" endlich einmal mit einem Kommentar von mir zu würdigen.***
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Wong Kar-wai hatte bereits 1994 mit "Chungking Express" meinen Geschmack getroffen. Seine melancholische aber trotzdem leichte Herangehensweise konnte mich absolut begeistern und bis heute ist "Chungking Express" einer meiner Lieblinge. Auch andere Filme von WKW fand ich toll oder gar großartig, aber keiner seiner Filme spricht mich so sehr an wie "In the Mood for Love". Keiner berührt mich so stark in meinem Innersten. Und das auf so vielen Ebenen: Die Thematik, das Setting, die Musik, die Kamera und nicht zuletzt die wundervollen Hauptdarsteller.

Vor einigen Tagen wurde ich gefragt, welcher Film meiner Persönlichkeit am ehesten entspricht. Meine Wahl fiel nach längerem Überlegen auf diesen Film. Das hat zwei Gründe. Zum einen kann ich mich so unglaublich stark mit der männlichen Hauptfigur Chow Mo-Wan identifizieren. Oder vielleicht konnte ich auch einfach nur meine Persönlichkeit auf ihn projizieren. Jedenfalls habe ich in jedem Moment des Filmes das Gefühl, ihn uneingeschränkt zu verstehen. Sein Handeln, Leiden, Zweifeln und Denken sind für mich niemals ein Mysterium. Chow Mo-Wan ist ein Spiegel meiner selbst. Der andere Grund liegt in dem asiatischen Blickwinkel. Die von vielen als quälend empfundene, zurückhaltende asiatische Art der Gefühlweltdarstellung deckt sich absolut mit meiner eigenen Persönlichkeit. [Was vielleicht nicht zwingend gut ist.]

Viele der besten Bücher oder Filme überzeugen aufgrund ihrer Schlichtheit. Eine Handlung muss nicht immer komplex sein, um auch intellektuell zu unterhalten. Gerade auf emotionaler Ebene sind es eher die einfachen Geschichten, die den Zuschauer ergreifen und fesseln. So könnte man vielleicht die Handlung von "In the Mood for Love" sicherlich mit wenigen Sätzen zusammenfassen. Aber tatsächlich spielt sich so unbeschreiblich viel mehr zwischen den Bildern ab. Vieles geschieht außerhalb der sichtbaren Bilder und Szenen. Die Gefühle, die sich allerhöchstens in den Gesichtern der Figuren erahnen lassen, können stellenweise überwältigend sein.

Wong Kar-wai konnte seine einfache, aber umso berührendere Liebesgeschichte mit den wunderschönen Bildern des Christopher Doyle zum Leben erwecken. Die Farbgestaltung, die Kamerawinkel, die Wong-typische Langsamkeit sowie die Kunst der Auslassung sind für mich bei "In the Mood for Love" dem filmischen Perfektionismus am nahesten. Auch wenn sich (scheinbar) viele Dinge ständig wiederholen, so empfinde ich niemals Langeweile. Die Kunst liegt in der Variation. Dieses Prinzip spiegelt sich auch an der Musikauswahl wider. Den unglaublich schönen "Yumeji's Theme" des japanischen Komponisten Umebayashi Shigeru kann ich einfach nicht genug hören. So findet er sich auch in verschiedenen Variationen im Film wieder. Auch die Nat King Cole-Songs auf dem Soundtrack finde ich einfach wunderbar (inbesondere "Quizás, quizás, quizás"). Neben "Magnolia" und "Lost in Translation" dürfte dies der Soundtrack sein, den ich am häufigsten gehört habe.

Sehr bemerkenswert finde ich auch die filmische Darstellung der 60er Jahre in "In the Mood for Love". Der Film versteht es hervorragend diese Epoche aus Sicht einer bestimmten Schicht dem Zuschauer näher zu bringen. Ich denke da neben der zeitgenössischen chinesischen Musik auch an die Kleidung. Noch viel wichtiger finde ich jedoch, dass mir Wongs Film zeigt, wie die Menschen in der engen Gemeinschaft zusammengelebt haben. Niemals war man wirklich alleine. Nur ganz selten konnte man sich wirklich zurückziehen. Dies ist ein nicht unerheblicher Punkt in Bezug auf die Handlung. Auch die geschichtliche Einbettung hat mir an dem Film sehr gut gefallen.

Nicht unerheblich und niemals vergessen werden dürfen an dieser Stelle auch die zwei Hauptdarsteller Tony Leung Chiu-wai und Maggie Cheung. Nur Leung kann ich mir in der Rolle des Chow vorstellen. Seine Präsenz ist ausschlaggebend für diese Figur. Tony Leung ist vielleicht mein Lieblingsschauspieler. Und dieser Fakt liegt wohl größtenteils darin begründet, dass er in Wongs Filmen mitspielte. Natürlich ist er auch in Filmen wie "Hero", "Infernal Affairs" oder "Gefahr und Begierde" großartig. Aber wenn ich an ihn denke, kommen mir Bilder aus Wong Kar-wai Filmen in den Kopf. [Na gut, auch an "Die Stadt der Traurigkeit" von Hou Hsiao-hsien muss ich denken.] Mit Maggie Cheung wurde natürlich eine der schönsten Schauspielerinnen für diese Rolle gefunden. Allerdings verleihen ihr die wunderschönen Bilder eine unglaubliche Aura, wie ich sie sonst selten erlebt habe, und die unglaublich wichtig für die Wahrnehmung mit Chows Augen ist. [Erwähnenswert ist es sicherlich auch, dass Maggie in so gut wie jeder Szene ein anderes wunderschönes Kleid trägt.]

"In the Mood for Love" ist so vieles. Einer der wunderschönsten Liebesfilme. Aus ästhetischer Sicht ein Leckerbissen, sowohl visuell als auch akustisch. Sinnlichkeit und Emotionalität. Ein Stück Zeitgeschichte. Der Höhepunkt im Schaffen eines Regisseurs. Aber vor allem ist er einer meiner absoluten Lieblingsfilme.

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jacker

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Ich mag solche schwärmerischen Texte :)
Und finde es absolut verblüffend wie anders Filme auf Menschen wirken können ...


Stefan Ishii

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Danke schön :)
Und du hast absolut recht...


VisitorQ

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Bewertung9.0Herausragend

Ich weiß nicht genau wie oft ich diesen Film bereits gesehen habe. Zehn mal, fünfzehn mal? Aber noch nie, nie hat mich der Film so berührt wie heute. Ich weiß nicht genau woran es gelegen hat aber ich hatte unheimliche Lust auf diesen großartigen Film und er hat mich voll erwischt und an den emotionalen Abgrund gebracht, bitter bitter! Wong Kar-Wai hat viele tolle Filme gemacht aber keiner vermag es mich so zu vereinnahmen wie der großartige "in the mood for love". Mit einer unnachahmlichen Leichtigkeit erzählt der Film seine tragische und zugleich doch wunderschöne Liebesgeschichte, die ich persönlich zu den besten der Kinogeschichte zählen möchte. Natürlich ist es immer recht einfach so etwas über seine "Lieblinge" zu sagen aber ich kann mich gegen dieser Film einfach nicht zur wehr setzen. Ich liebe jede einzelne Sekunde und ich hoffe, dass ich dieses Meisterwerk bald mal auf einer großen Leinwand sehen kann.

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VisitorQ

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Bei diesen 9 Punkte Filmen ist auch ganz viel Käse dabei. Und rein objektiv gesehen sind viele Filme, denen ich "nur" 7 oder 8 Punkte gegeben habe einfach besser. Aber mein Herz siegt (leider) beinahe immer gegen meinen Kopf. hach.


jacker

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"komisch/beschränkt/gaga/ballaballa"
Nö :P
Ganz klare Vorraussetzung: wenn ein Film 10P bekommen will, muss er DAWN OF THE DEAD sein!
Zum zweiten: Herz > Kopf!
Führe da aktuell diverse interessante Diskussionen über GRAVITY, bei denen das ganz entscheidender Punkt ist!


Reli

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Bewertung9.5Herausragend

Einer der wenigen Regisseure die es schaffen die Frau so wunderbar auf Celluloid zu bannen - so schmeichelhaft und pur weiblich. Ein stimmiger, melancholischer Film über die Liebe, die Stadt, das Leben. *seufz*

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jacker

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Bewertung1.0Ärgerlich

Wong Kar-Wai No. 7

Ja dann liebt euch halt, anstatt da aufgesetzt melancholisch über gefühlte 500 gleiche (!) Szenen lang, mit bedeutungsschwangerem Blick schweigend in eurem Hotelzimmer rumzulungern. Untermalt von (mal wieder) 20 mal dem selben Song, der zwar nicht wie CALIFORNIA DREAMING bereits beim ersten Mal nervt, aber spätestens beim 5. Einsatz die Galle hochkochen lässt.
Mein Gott, da wird man ja bekloppt.
Sagt wenigstens mal was und glotzt nicht nur in die Gegend.

Wie kann man denn NICHTS bitte aufplustern?!

Dass Kar-Wai nicht mehr mein Lieblingsregisseur werden würde, ist schon länger klar, aber IN THE MOOD FOR LOVE ist eine einzige Frechheit. Ein 90minütiges, leeres, prätentiöses NICHTS.
Nudeln essen und in die Gegend gucken.
Und schweigen!
Schweigen ist ganz wichtig wenn man Kunst-Kino macht.
Kunst ist hier aber nur nicht einzuschlafen oder die Fernbedienung in den Screen zu schmettern. Wer nichts zu sagen hat, darf ruhig die Klappe halten!

Schön dass Wong Kar-Wai gerne ohne Drehbuch dreht. Schön für ihn, da kann er sich besonders frisch und ultrakünstlerisch fühlen. Aber schlecht für mich, denn hier hätte ein solches ganz sicher nicht geschadet, dann wäre nämlich mehr als lediglich NICHTS passiert und nicht 25 Mal die selbe Szene hintereinander gehängt worden sein. Wo ist hier die so hochgelobte 'Spontanität' seiner Filme? Spontan mal Nichtstun?

Das einzig gelungene an diesem Film ist die Idee, die beiden Partner nicht zu zeigen.
Ansonsten: Unfassbar und unerträglich!

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brainchild

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Muss hier auch mal in die Bresche springen. Ich finde es geradewegs bewundernswert, wie sehr jacker sich um Wong Kar-Wai und seine Filme bemüht. Fast jeden gesehen, obwohl von Anfang an nicht so sein Ding, mit jedem per Kommentar recht ausführlich auseinandergesetzt, und dann hier noch so aktiv am Diskutieren mit einem Fanboy (sorry, aber isso). Die Bewertung finde selbst ich hart (mir gefiel der Film auch nicht so), aber das "warum" dieser Bewertung ist doch fein säuberlich nachzulesen. Objektive Einschätzung von Kunst ist immer ein spannendes Thema, aber der Vorwurf, dass ihn das alles hier eh nicht interessiere, ist völlig fehl am Platz.


jacker

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GlamRock hat sich wohl verabschiedet..
Na wenn ihm MP ja eh SOOO auf den Sack gegangen ist, dann ist das vielleicht besser so. Nur schade, dass die Diskussion hier jetzt mal wieder gar keinen Sinn ergibt, weil seine Beiträge weg sind.


annaberlin

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Der schönste Wong Kar-Wai ist wie ein ruhiger, melancholischer Tanz zweier Menschen, die sich wollen, aber nie bekommen. Diesen Liebesfilm kann ich gut und gerne alle paar Jahre wieder sehen, bevorzugt, wenn es draußen regnet.

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Le Samourai

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Chungking ist schöner. :)


jacker

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Die DVD aus dem Fenster werfen ist schöner :D


David "Noodles" Aaronson

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

In the Mood for Wong Kar-wai

Momentan höre ich wieder den Soundtrack, gerne auch abwechselnd mit dem "2046" & "Ashes of Time: Redux" Score, gerade frage ich mich auch wieso bei mir noch kein Filmposter hängt. Der Fall ist also klar: bedinglose Zuneigung zum Leib, Magen & ♥ Herzchen Regisseur.

Keine Ahnung warum dies so ist. Möglicherweise hat es einfach genau zum richtigen Zeitpunkt in der richtigen Gefühlslage klick gemacht (erster Wong war "2046", irgendwann so 2008 herum).
Im Grunde geht es in "In the Mood for Love" um das große Thema fast aller großen Filme, Menschen in der Einsamkeit, also in Gedanken bereits aus dem Kokon ausgebrochen, in der Realität aber immer noch fest eingesponnen im alten Trott. Um nichts anderes dreht sich der Film; die beiden betrogenen Protagonisten Chow & Su drehen sich tatsächlich wortwörtlich im Kreis, sie tanzen umeinander herum zu einer der schönsten Melodien der Filmgeschichte. Ein endloser Walzer, heran & zurück, wieder heran dann wieder leicht abstoßen, heran & zurück, heran & zurück - & am Ende ist das Stück einfach aus. Es ist vorbei, bevor alles wirklich begonnen hat.

Der Kamerablick gleitet dabei immer wieder an wunderbaren kunstvollen Interieurs vorbei, versucht einen flüchtigen Blick auf Chow & Su zu erhaschen, ein kurzer Einblick in eine verbotene Beziehung. Mehr geht im Hongkong der frühen 1960er nicht. Für alle (wie für mich) die dieses Zeitkolorit nicht ganz erfassen können, ist das gezeigte wahrscheinlich vereinsamende Melancholie in reinform.

Wie sich unschwer herauslesen lässt halte ich die, am liebsten süß-saure, Melancholie für die große Kunstform schlechthin, mein genuin bevorzugtes Filmerlebnis. Wong Kar-wai hat dafür das ultimative Kunstwerk geschaffen (nicht sein einziges). Er klammert hierfür die Zwei, von vielen anderen vllt. mehr geschätzten, Bastardformen der melancholischen Schwermut komplett aus, namentlich die Depression & die Destruktivität (beide für sich komplett zerstörerisch). Er verbannt sie um etwas anderes zu erschaffen, um einen Film in die Welt zu entlassen dessen merkwürdige Eleganz & Leichtfüßigkeit einhergeht mit einer tonnenschweren Last, die innerlich aufwühlt, befriedigt, verärgert, verzückt. (Süßsauer eben!). Schlicht alle möglichen Dinge mit mir/dir anstellt & am Ende des Tages immer noch ein Lächeln auf meine Lippen zaubert, von dem ich auch nicht weiß woher es kommt – Hauptsache es ist da!

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jacker

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Den Soundtrack Hoch und Runter hören?
Also quasi ein Lied auf Dauerrepeat hören?
Oder wird eine CD mit dem Waltzer 25 mal drauf als Soundtrack verkauft?


Mr. Pink

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Bewertung7.5Sehenswert

Interessant gemacht, dass immer nur die beiden Hauptfiguren zu sehen waren und ihre jeweiligen Partner, wenn überhaupt, nur aus dem Off zu hören gewesen sind. Dadurch bleibt der Fokus stets auf der Beziehung der zwei und droht gar nicht erst, irgendwie abzuschweifen. "In the Mood for Love" erzählt eine wunderschöne, aber auch tragische Liebesgeschichte mit sehr viel Emotion, die stilsicher in Szene gesetzt wurde. Tony Leung und Maggie Cheung spielen berührend, die melancholische Atmosphäre nimmt einen gefangen und auch der Einsatz der Musik, vor allem des schönen Titelstücks, hat mir sehr gefallen.

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Murray

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Na dann aber sofort "Chungking Express" hinterher.


Mr. Pink

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Ja, mach ich...irgendwann... ;) Ausgerechnet den habe ich nämlich gerade nicht parat. Hab ihn aber schon ins Auge gefasst.


fkfilmkritik

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Bewertung10.0Herausragend

"In the Mood for Love" und leider auch nicht mehr als das. Nur in einzigen Gesten wird uns auf sanfte Weise das innige Verständnis der Nachbarn zueinander deutlich und erzeugt beim Zuschauer gleichzeitig ein die ganze Laufzeit anhaltendes Kribbeln im Bauch, wobei man gleichzeitig immer weiter die Sehnsucht zwischen ihnen bedauert. Kar Wai verdeutlicht diese in seinem Film nicht als bezauberndes Hong Kong-Musikvideo, sondern diesmal in episch schönen Zeitlupen oder auch einem beobachtenden Kamerastil. Das ergibt insgesamt eine - durch nicht verkopftes, sondern fühlendes Schauen - der schönsten Filmerfahrungen, die ich bisher hatte. Und ich sah bisher kaum eine Frau in einem Film, die mich so verzaubert hat, wie Maggie Cheung.

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cipmeister

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Bewertung0.5Schmerzhaft

Ungefähr so spannend und interessant wie die Liveübertragung eines Golfturniers...

...aber wer's mag...

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Stefan Ishii

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Ich mag's... Nein, ich LIEBE es sogar... :)


Skywalker_

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Die besten Filme sprechen drei wesentliche Punkte des Menschen an.
Die Augen, das Gehirn und vorallem das Herz.
In the Mood For Love ist einer von diesen Filmen.
Simple Dinge werden zu einem absoluten Fest für die Sinne und ein nicht enden wollender Rausch für das gequälte Herz des Zuschauers.
Wong Kar Wai entfesselt eine filmische Symphonie indem er es schafft ohne große Worte und ohne große Bilder eines der stärksten aller Gefühle zu beschreiben und es für den Zuschauer greifbar zu machen.
Dabei helfen ihm die grandiose Ausstatung und optische Gestaltung des Films, die grandiose musikalische Untermalung und vorallem die beiden grandiosen Hauptdartsteller die es mit ihrem perfekten Spiel schaffen ohne große Worte alles und noch viel mehr zum Ausdruck zu bringen.
Jede Szene dieses Films ist so perfekt durchkomponiert und durchdacht dass ich glaube man könnte diesen Film auch auf kantonesisch ohne untertitel sehen und würde dennoch wirklich alles verstehen,vielleicht sogar noch mehr

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il padrino

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Bewertung9.0Herausragend

Der Film ist etwas speziell, das muss ich zugeben. Das Zeigen absolut alltäglicher Dinge mag zwar anstrengend sein, ist aber auf jeden Fall ein Punkt, der für den Film spricht.

Auch ist der Film ruhig inszeniert, Dinge werden nur subtil gezeigt. Damit ist er eine wunderbare Abwechslung zu den lauten Filmen Hollywoods. Auch führt dies, gemeinsam mit den schönen Bildern, dazu, dass er eine enorme Faszination ausübt.

Der kunstvolle Film ist jedoch auch etwas langatmig, zum Ende hin schwer verständlich.

Dennoch: Auch wenn der Film sicher nicht jedermanns Sache ist, er ist eine wahre Perle, die man zumindest einmal zu sehen versuchen sollte.

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Markbln

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Bewertung6.0Ganz gut

Ein unglaublich stilisierter Film, der ganz auf die beiden Superstars Tony Leung und Maggie Cheung zugeschnitten ist. Ich habe nie zuvor einen Film gesehen, wo eine Frau das gleiche Kleid in 30 verschiedenen Mustern trägt. Das omnipräsente "Yumejis Theme" frisst sich ins Hirn und schwingt ganz im Rhythmus der Kamera und der Schnitttechnik. Ein Film wie eine Melodie. Wenn ich in der richtigen Stimmung bin, ist es großes Kino, wenn nicht, ein Nervenzieher.

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ProsperDune

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Bewertung10.0Herausragend

Um der Liebe Willen die Liebe, um der Ehe oder was auch immer Willen aber nicht zu viel. -- Eine tragische, melancholische Liebesgeschichte.

Die beiden 'Liebenden' sind zu bemitleiden.
Die Zeit steht manchmal still beziehungsweise es kommt beinah so vor. Natürlich läuft die Zeit weiter, doch an einer Stelle sagt einer der beiden "Es muss sich etwas ändern.", aber tut es das? Flüchtige Berührungen, kurze Blicke sind wirklich nur Augenblicke, Momente, die sich wie aufsteigender Zigarettenrauch auflösen und zu nichts als nur Erinnerung werden. Erinnerung...

Raum ist hier so dermaßen eng, man könnte denken, Bindungen sind nur zwangsläufig, was aber noch lange nicht gewährleistet, dass Bindungen auch funktionieren. Und es gelingt tatsächlich nicht, doch warum? Es ist tragisch, vielleicht etwas dumm, aber menschlich: Die Liebenden selbst stehen ihrer Liebe im Wege. Was hindert sie, was hält sie zurück, wieso haben sie die "Mood", aber nicht den Willen? Was auch immer es ist, die Essenz des Ganzen zählt: Diese Liebe war unerfüllt. Verbleibt lediglich hinter einer "trüben Glasscheibe", als Erinnerung...

"In The Mood For Love" ist ein schöner deprimierender Liebesfilm. Ich bevorzuge allerdings die lebensfrohere Ader von Wong Kar-Wais "Chungking Express", den ich vorgestern sah und lieben lernte. Nichtsdestotrotz bin ich froh, sagen zu können, dass Kar-Wai das Zeug für einen neuen Lieblingsregisseur hat. Ich bin erstaunt, mit welcher Hingabe er sich den kleinen Dingen zuwendet und seien es Gardinen oder eben Zigarettenrauch. Und darum geht es mir auch im Kino: Um Stimmungen und Emotionen und Momente, nicht um Narration und Plot. Wong Kar-Wai versteht und weiß das. Ich freue mich auf seine anderen Filme.

"Diese Ära ist zuende. Alles, was zu ihr gehörte, existiert nicht mehr."

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Kuya

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Bewertung6.5Ganz gut

Viele interessante Ideen tümmeln sich in IN THE MOOD FOR LOVE, die mir das wahre Talent Kar-Wais aber nicht vollständig offenbaren können. Allgemein wirkt mir das Gesamtwerk ein wenig sperrig, denn die Begrüdungen der Handlungen der beiden Protagonisten liegen in der schwierigen chinesischen Kultur, in die ich mich nicht einfühlen konnte. Zu sehr erinnert mich IN THE MOOD FOR LOVE an LA NOTTE, welches das gemächliche Erzähltempo sehr viel schöner durch gewisse Natürlichkeit der Bilder löst. IN THE MOOD FOR LOVE erscheint mir viel auf beklemmende Räume zu setzen, stets will ich als Zuschauer die Wände rechts und links aufsprengen, die Gitter vor meiner Nase hinunterreißen und nun endlich die Protagonisten erreichen.

Wird auf jeden Fall nicht meine letzte Berührung mit diesem Film gewesen sein.

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Antichrist

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Wir wissen es schon sehr,sehr lange (naja,zumindest,wenn wir jenseits der 40 sind,alle andern dürfen weiterträumen),aber im Film sehen wir es immer wieder gerne (naja,zumindest,wenn wir jenseits der 40 sind,alle andern schalten um zu Kai Pflaume):die einzig wahre Liebe ist die,welche unerfüllt bleibt (und damit meine ich auch unerfüllt)!

Ein feinsinniger Film über die Liebe,tolle Kung-Fu-Geschichte,mitunter etwas plump,aber nicht so plump wie in der realen Welt.Begleitet wird das Ganze von melancholischer Musik (der Klang der Liebe) und sehr viel (leisem) Humor!

Die männliche Hauptfigur meldet sich krank,um ihrer positiven Emotion nachzugehen,mehr Revolution geht nicht (okay,in unserem bunten Land bedeutet so ein Schein eher einen Scheiß und nicht,daß man verliebt ist).
Aber damit kein Irrtum wegen des Krankenscheins aufkommt,in dem Film wird viel gearbeitet und gespielt,da bleibt für Krankheit,Liebe und Kung Fu eh kaum Zeit.

"Ich war sicher,ich werde nicht so wie die ... so zu denken,ist falsch."

Die zwei Protagonisten nutzen das Hilfsmittel des Rollenspiels ausgiebig,jeder Verhaltenstherapeut wird begeistert in die Hände klatschen.Ob sie das Spiel intensivieren,ob Körper verschmelzen,bei der wahren unerfüllten Liebe ja wohl eher nicht.Sie nutzen das Rollenspiel vielmehr,um schon einmal die Trennung zu üben.Hoffentlich sind wir auch geübt darin ... oder zumindest ein wenig vorbereitet,denn es kommt noch schlimmer!

In den Schlußminuten werden die Liebenden uns Zuschauern brutal entrissen,grausam,wie die unerfüllte Liebe irgendwann irgendwo und immer ist...
Die Zeit der Tränen ist gekommen!

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hutvic

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Bewertung9.5Herausragend

Bam! kaum ein zweiter Film haut einem Verlangen, Liebe und Schmerz so dermaßen in die Fresse, wie in the mood for love. Großartige Musik, wunderschöne Bilder und herausragende Darsteller boxen einem die Romantik mies in die Magengrube.
Fabelhaftes Kino.

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VisitorQ

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Wong kar wais bester. love it.



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