Magere Zeiten - Der Film mit dem Schwein

A Private Function (1984), GB
Laufzeit 94 Minuten, FSK 16, Komödie, Kinostart 12.12.1985

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7.2 Kritiker
2 Bewertungen
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6.4 Community
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von Malcolm Mowbray, mit Michael Palin und Maggie Smith

Zwei Jahre nach Kriegsende wird in England das Fleisch immer noch rationiert, selbst auf Lebensmittelkarten ist das begehrte Gut nicht zu haben. Anlässlich der Hochzeit von Prinzessin Elizabeth und Prinz Philip will eine Gruppe von Geschäftsleuten die Stadtverwaltung durch eine große Feier beeindrucken. Doch was ist eine Hochzeit ohne Festbraten? Heimlich mästen die Männer ein Schwein und halten es vor der Öffentlichkeit in einem nahe gelegenen Bauernhof versteckt. Durch einen Zufall entdeckt jedoch der Fußpfleger Gilbert Chilvers das Tier und stiehlt es kurzerhand gemeinsam mit seiner Frau Joyce. Aber die Tat bleibt nicht lange verborgen und der Kampf um das Schwein beginnt.


Cast & Crew


Kritiken (1) — Film: Magere Zeiten - Der Film mit dem Schwein

Stephan Eicke: www.film-rezensionen.de

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7.0Sehenswert

Der Film ist zwar insgesamt sehr unterhaltsam und charmant, krankt aber an seiner Entscheidungsunfähigkeit. Die gesellschaftlichen Probleme am Anfang werden angerissen, aber nicht weitergeführt, da man diesen Streifen als Komödie vermarkten wollte. Der dramatische Aspekt kommt deshalb nicht ganz zum Tragen, bremst zusätzlich aber auch die Komik aus, die erst in der zweiten Hälfte voll zum Zuge kommt. So bleibt es ein charmantes britisches Gesellschaftsporträt mit amüsanten und sehr interessanten Charakteren, einiger Situationskomik und guten Darstellern – allen voran die wie immer hervorragend aufspielende Maggie Smith.

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Kommentare (6) — Film: Magere Zeiten - Der Film mit dem Schwein

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aberaber

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Bewertung6.5Ganz gut

Magere Zeiten könnte man vielleicht am ehesten als ernste Komödie bezeichnen. An der Story selbst ist eigentlich relativ wenig witziges und die Darsteller spielen ihre Rollen auch durchgehend sehr ernst, die Komik ergibt sich vor allem aus den Situationen. Der Film ist sorgfältig und liebevoll gemacht, man bekommt einen authentisch scheinenden Einblick in die Situation in England nach dem Krieg. Magere Zeiten kann durch eine Reihe von großartigen Schauspielern glänzen, besondere Maggie Smith, Liz Smith (nicht verwandt), Denholm Elliott und Michael Palin. So ganz überzeugen konnte der Film mich dann aber doch nicht, das er sich so recht zwischen Komödie und Drama entscheiden konnte. Für eine Komödie ist er nicht witzig genug.

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8martin

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Eine großartige Darstellerriege macht diese Gesellschaftssatire zum Genuss. Michael Palin spielt unaufgeregt, im Gegensatz zu Maggie Smith, die viele Facetten ihres Könnens zeigt, nicht zu vergessen die leicht demente Oma (Liz Smith), um nur drei zu nennen. Außerdem bietet die Ausgangssituation jede Menge Möglichkeiten durch neue Komik gute Unterhaltung zu bieten. Dazu gehören die allgemein üblichen Gehässigkeiten unter Nachbarn sowie der Versuch sich von ihnen zu unterscheiden mittels gesellschaftlichen Aufstiegs.
Das Einzigartige, typisch Britische kommt in drei Szenen besonders gut zum Ausdruck: (Michael Palin) der einzige Fußpfleger der Filmgeschichte im Einsatz, während Madame Pralinen genießt. Dann die Lösung des Problems auf dem Weg vom lebenden Schwein zu Wurst und Schinken: das Schlachten; nachdem vergasen und vergiften ausgeschieden waren. Aber auch die sonderbarste Liebeserklärung beim Aufmalen einer Naht auf die Wade, damit es aussieht, als ob die Frau Nylonstrümpfe trage - ein Zeichen für Wohlstand oder die drei ’Wangen’. Die Dialoge sind voll von unterschwelligem, leisem Humor wie z. B. bei der Vorbereitung des Dinners in diesen ’mageren Zeiten’ „Es sind 250 Gäste und Jesus ist nicht unter ihnen.“ Der deutsche Titel ist griffiger als der des Originals, denn der ist völlig unverständlich.
Kann man sich immer wieder mal anschauen.

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peppermind

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Bewertung7.0Sehenswert

Unterhaltsame britische Komödie, die mit einigen netten Dialogen aufwarten kann, am Ende aber ruhig noch etwas spitzer und tiefgehender hätte sein können.
Die Gesellschaftskritik verflacht zusehends und der Film verspielt viel von seinem Potenzial, doch die guten Darsteller und die sympathische Charaktere lassen dies ebenso verschmerzen wie die Belanglosigkeit, die der Film am Ende ausstrahlt.
So taugt er aber trotzdem als kurzweilige Unterhaltung für zwischendurch und bleibt immer noch"sehenswert".

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hoffman587

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Bewertung7.0Sehenswert

A Private Function

"Magere Zeiten" ist eine unterhaltsame, interessante, witzige und durchaus auch hintergründige Komödie von Malcolm Mowbray aus dem Jahre 1984.

Die Handlung ist eigentlich recht einfach, aber herrlich schräg, nicht des so trotz wurde sie auch ein klein wenig gesellschaftskritisch angelegt: Im England von 1947 sind die Zeiten mies, sehr mies, es herrscht nach Kriegsende eine Lebensmittelknappheit. Somit sorgt jeder, in diesen mageren Zeiten, für sich selbst. Um also gesellschaftlich aufzusteigen, klaut der Fußpfleger Gilbert, auf Drängen seiner anspruchsvollen Frau, ein Schwein von dem nahe gelegenen Bauernhof. Sie haben hochtrabende Pläne mit dem Schwein namens "Betty".

Die Darstellerriege wurde exquisit ausgewählt, mit dem ehemaligen "Monty-Python"-Star Michael Palin als Fußpfleger Gilbert, der Rolle selbstverständlich mehr als gekonnt übernimmt und perfekt mit seiner Partnerin harmoniert. Wer jetzt nicht weiß, wer mit Partnerin gemeint ist, dann hier nochmal, den Part seiner Frau Joyce übernimmt natürlich eine großartige Maggie Smith, sie beiden bilden so, ein tolles Duo und überzeugen auf ganzer Linie, eine perfekte Chemie entwickelt sich zwischen den Beiden. Neben ihnen glänzen aber auch noch Denholm Elliot, der vielen als Malcolm Brody aus "Indiana Jones" bekannt sein sollte, Richard Griffiths, den man wiederum aus"Harry Potter" als Onkel Vernon kennen sollte und Pete Postlethwaite.

Die Regie ist an sich erstmal gut, ja zwar gibt es hier und da einige Schwächen und sie ist auch dramaturgisch nicht immer perfekt, doch blieb bei mir der positive Eindruck ihrer Arbeit bestehen, immerhin erzählt sie das Ganze schön turbulent, auch wenn es hier und da kleine Längen gibt, aber die sind, wie fast immer eigentlich, gut zu verkraften.
Außerdem lässt sich auch die Kamera als gut betiteln, immerhin sind die Bilder doch recht sauber, aber teilweise etwas angestaubt, aber für ihr Alter von fast 30 Jahren noch ansehnlich erhalten.

Die Charaktere wurden zudem sehr interessant gestaltet, vielleicht nicht gerade sehr tiefgründig, aber dafür eben sehr liebevoll und auch ein wenig skurril, sodass man sie doch dank ihrer komischen Art, sofort sympathisch findet.
Und die Dialoge wurden meiner Meinung nach ausgezeichnet geschrieben und mit einem typisch britischen Humor angereichert.
Insgesamt fand ich den Humor dann doch sehr ansprechend, sehr amüsant das ganze Spektakel, trotz der Tatsache, dass natürlich nicht alle zündeten, bei mir würde ich sagen eher wohl dosiert, trotzdem reichlich verteilt, aber immerhin habe ich mich einige Male köstlich amüsiert, es gibt nämlich ein paar wirklich herrlich schräge Einfälle und Situationen.
Dazu wird das Ganze noch von einer recht hübschen musikalischen Untermalung versehen, exzellent ausgewählt zu diesem netten Werk.

Unterm Strich kann ich dann nur noch sagen, dass "Magere Zeiten" doch eine recht gelungene und manchmal saukomische Satire mit einem hervorragenden Starduo, für Freunde des britischen Humors ist.

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freakualizer

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Ich wollte erstmal abwarten, was Ihr so sagt. Der Kommentar überzeut, wird geguckt. :)


hoffman587

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Oh, ja kannst du dir ruhig geben und danke, dass hört man gerne, wenn man mit seinem Kommentar überzeugt:)


jlorenz1

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Bewertung7.5Sehenswert

Eine einfache, aber wirkungsvoll umgesetzte Story mit mittlerweile altbekannten Gesichtern. Regiedebütant Malcolm Mowbray gelang mit dieser authentischen Geschichte, in denen ein nicht deklariertes Schwein in einem Dorf für allerlei Verwirrung in den ärmlichen Nachkriegsjahren sorgt, eine wunderbare Mischung aus englischem Humor und bitterböser schwarzer Komödie.

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Ferdinand

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Bewertung6.0Ganz gut

Typischer britischer Humor. Schön skuril.

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