Man muss mich nicht lieben

Je ne suis pas là pour être aimé (2005), FR
Laufzeit 94 Minuten, FSK 0, Drama, Komödie, Kinostart 20.07.2006

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7.0 Kritiker
4 Bewertungen
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von Stéphane Brizé, mit Patrick Chesnais und Anne Consigny

Fünfzig Jahre und Gerichtsvollzieher, mit müdem Herzen: Schon lang hat Herr Delsart die Hoffnung aufgegeben, dass ihm das Leben Freude machen könnte. Bis er es sich eines Tags gestattet, die Tür zu einem Tango-Tanzkurs aufzustossen. Er trifft auf Francoise, die sich vor einem routinierten Charmeur an seine Seite flüchtet – und ihn verzaubert. Plötzlich fühlt er, was es heisst, allein zu sein, fühlt die Kälte seines Vaters, der im Heim kein gutes Haar an ihm lässt – und wagt, schüchtern und leise zu hoffen. Doch Francoise steht vor der Hochzeit mit Thierry, der nur ans Schreiben denkt. Tief ist die Verwirrung der Gefühle, in die sie Delsarts wortlose Werbung stürzt…


Cast & Crew


Kritiken (1) — Film: Man muss mich nicht lieben

Gerhard Midding: Berliner Zeitung, epd Film,... Gerhard Midding: Berliner Zeitung, epd Film,...

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8.5Ausgezeichnet

Was in Hollywood zu einer reinrassigen Komödie geraten würde, verwandelt sich dank französischer Raffinesse in eine leichtfüßige Reflexion über die Notwendigkeit, sich aus alten Zwängen und Schuldgefühlen zu lösen. Brizés pas de deux folgt einen Rhythmus aus Zurückhaltung und Neugierde, der beiden Hauptfiguren gerecht wird. Selten sind solche Filme geworden, deren Charaktere einander und sich selbst derart genau kennen lernen.

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Kommentare (3) — Film: Man muss mich nicht lieben

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stalker

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Bewertung3.0Schwach

Schau mal eine Blume. Wie sie sich wiegt im Wind. Wie reizend doch das Leben. Wie reizend die Liebe. Steh auf. Tritt ans Fenster. Siehst du das Leben? Wie es springt und klingt und trillert, ja es trillert. Ich habe einen Schokoladenkuchen gebacken. Ich freu mich. Wie leicht doch die Freude. Öffne deine Augen. Schau mein Lächeln. Ich lächle auch gegen den Hungerstod. Nur für dich. Weil du traurig bist. Und Traurigkeit ist nichts für glückliche Menschen. Wir sind doch glückliche Menschen. Erinnerst du dich an die Blume? Wie sie sich wiegte im Wind? Schmerz ist eine Einstellung. Schalte sie ab. Tanze. Liebe. Lebe.

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fabel

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Dann muss ich dir neidlos anerkennen, dass du ein wahres Genie bist. Ein wirklich toller Text. :)
Eigentlich viel zu schön für eine 3,0. ;)


mistral36

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dass Leben trotz aller Traurigkeiten schön sei...

Ist es das denn nicht?


8martin

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Bewertung7.5Sehenswert

Als der Fünfzigjährige Jean-Claude, den das Leben wirklich nicht verwöhnt hat (geschieden, Herzschwäche, Beruf: Gerichtsvollzieher), den Tanz entdeckt und in Francoise eine um zwanzig Jahre jüngere, kongeniale Partnerin findet, kommt Licht in sein düsteres Leben. Beide vergessen dann den jeweiligen grauen Alltag, den jeder von ihnen hinter sich herschleift und verschmelzen, werden eins beim durchschlagenden Rhythmus und der faszinierenden Musik des Tangos. Das Verhältnis der beiden wird durch Blicke, verstohlenes Händedrücken und den Tanz in einem gespannten Schwebezustand gehalten und kommt ohne Sex aus. Wenn beide über die Tanzfläche gleiten kann man den Genuss am Gesichtsausdruck von Francoise ablesen. Alle Sinne werden befriedigt, sie taucht quasi in ihn ein. . .
Ein leiser, sinnlicher Film, der Lust auf Tango macht.

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Skyver

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Bewertung4.0Uninteressant

Das war mein erster Versuch mit Moviepilot!!! Stand in der Vorschlagsliste. Wie sonst hätte ich auch einen Film im BAYRISCHEN RUNDFUNK angeschaut.

Der Film ist sehr im französischen Stil der 70er gedreht. Sehr ruhig, handwerklich gut und über eine Nuance von Liebe.

Mir fielen einige Bekannte und Familienmitglieder ein, für den der Film ganz gut geeignet gewesen wäre, weil Sie sich mit Situationen darin identifizieren könnten. (junge Frau + alter Knacker, Beziehung alter Sohn mit noch älterem Vater).

Für mich gab es da aber nix und am schlimmsten fande ich das offen gelassene Ende (typisch für solche franz. Filme).

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