Men Behind the Sun

Hei tai yang 731 (1988),
Laufzeit 105 Minuten, FSK 18, Historienfilm, Drama

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- Kritiker
1 Bewertungen
Skala 0 bis 10
5.9 Community
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9 Kommentare
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von Tun Fei Mou, mit Hsu Gou und Tie Long Jin

Der Film erzählt die Geschichte eines japanischen Terrorcamps am Ende des Zweiten Weltkrieges, in dem chinesische Gefangene als Versuchskaninchen für Experimente, in denen ein tödliches Bakterium entwickelt werden soll, herhalten müssen.


Cast & Crew


Kommentare (9) — Film: Men Behind the Sun

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Silv1

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Bewertung7.0Sehenswert

DER für mich härteste Film aller Zeiten und ich habe schon einiges gesehen. Als ich den Film zum ersten mal sah (und nachher nie wieder) war ich nah dran am abschalten.. Der an Originalschauplätzen gedrehte Film ist unglaublich authentisch, humorlos und erschütternd.

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BlueSquirrel

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Bewertung0.0Hassfilm

Aha! Da war doch was: Oberschrott "Made in Hongkong"! Argumente für diesen Film sind super-vergessenswert. Sehr exotisch natürlich, wenn man bedenkt, dass das nicht hier, sondern etwas weiter weg da drüben verbrochen wurde.

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Le Samourai

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Guter Film, worth watching! :)


BlueSquirrel

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@JW: Meine Warnung galt jetzt nicht speziell nur diesem Film. Meinjott, das wird schon jeder verkraften können und Guggenheim hat recht: Es ist kein Folterfilm und die harten Szenen sind sehr vereinzelt. Ich rede mehr von einer Anhäufung solcher Filme im eigenen Speicher. Trotzdem. Es ist objektiv keine gelungene Abhandlung über das Lager 731! Ein entsprechendes Äquivalent für Nazi-Verbrechen würde grob fahrlässig wirken. Außerdem sind diese japanischen Verbrechen natürlich schriftlich dokumentiert. Wenn ich gestern lese wie in Darfur fantasievolle Kaiserschnitte durchgeführt werden, brauche ich mir das morgen nicht visuell bestätigen lassen. So. Nun bin ich still. Nur zu.


Dom699

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Bewertung2.5Ärgerlich

Vorweg zu den vorausgegangenen Diskussionen: Die Autopsieszene ist echt. Das hat der Regisseur auch zugegeben. Tatsächlich wurde die Leiche eines kleinen Jungen autopsiert, der bei einem Unfall ums Leben gekommen ist. Die Eltern gaben ihr Einverständnis und die Pathologen trugen Kostüme und wurden gefilmt. Allerdings gibts in dem Film noch mehr echte Leichen. Die Gesetze waren damals in China liberall genug, um haufenweise echte Leichen(teile) für die Filmproduktion an den Start zu bringen. Bsw die abgefrorenen Arme, die die Frau in die Kamera hält, waren echte Leichenteile. Die Frau war übrigens die Nichte des Regisseurs.

Was den Tiersnuff angeht ist die Lage allerdings nicht so eindeutig. Angeblich ist die Katzenszene nicht echt, sagte der Regisseur in einem Interview Mitte der 90er. Allerdings bezweifel ich das aus mehreren Gründen:

Erstens: in einem chinesischen Interview hat sich der Regisseur früher mal anders geäussert und impliziert, die Szene wäre doch echt. Auffällig ist hierbei, er änderte seine Aussage erst viele Jahre nach der Produktion des Filmes und erzählte ausländischen Medien auch was anderes als den einheimischen.

Zweitens: im Interview sagte der Regisseur zu dieser Frage, dass die Katze in der Szene mit rotem Honig bestrichen wurde, der von Ratten, die die Kinder des Dorfes gefangen hatten, lediglich abgeleckt wurde. Das glaube ich aber nicht, da das "Blut" zu echt aussieht, und absolut nicht wie ein Zuckerprodukt. Ausserdem, tausend wilde Ratten, und er sagt ja das es wilde Ratten waren, würden meiner Ansicht nach eine Katze in so einer Situation, auf so engem Raum, angreifen. Die Katze windet sich am Ende des Spektakels auch verdreht auf dem Boden herum. Ich glaube kaum, dass eine gesunden Katze, mit Honig eingerieben oder nicht, sich in Gegenwart von tausend wilden Ratten so wohl fühlen würde, dass sie sich freiwillig auf dem Boden aalen würde. Der Regisseur behauptet auch, die Katze würde danach gebadet, gestreichelt und bekam danach lecker 2 Fische, was etwas theatralisch und aufgesetzt klingt.

Drittens: ich glaube das Menschen die für einen Film 1000 Ratten mit Benzin übergießen und anzünden (und die Szene ist definitiv kein Fake) auch kein allzugroßes Problem damit haben werden, noch eine Katze draufgehen zu lassen.

Viertens: Ich hab die Szene gesehen und speziell unter dem Gesichtspunkt dieser Frage genau unter die Lupe genommen. Und ich kanns nicht beweisen, aber ich finde das sieht verdammt echt aus. Man sieht wie die Katze hysterisch herum hüpft und hinterher liegt sie verzerrt und krampfig zwischen den Ratten. Mein seit 30 Jahren geschultes Horrorfilmauge sagt mir, das sieht echt aus. Aber wie gesagt, kann mich natürlich auch irren.

Was den Film selber angeht: Er ist zum kotzen. Möglicherweise kann man dem Film einen gewissen Mut und eine gewisse Tollkühnheit unterstellen, ein so kontroverses und vor allem so verdrängtes Thema mit aller Gewalt in den Mittelpunkt zu stellen, und ohne jede Rücksicht auf den guten Geschmack oder strafrechtliche Relevanz dem Zuschauer in die Fresse zu schlagen. Über die Notwendigkeit eines solchen Films in einer solchen Welt, kann man meiner Ansicht nach jedenfalls durchaus diskutieren.

Ich glaube aber auch, dass man das was der Film an gehaltvoller Aussage übermittelt auch anders hätte übermitteln können. Ich glaube, dass der Film zu großen Teilen Selbstzweckhaft daher kommt, was gerade so übertriebene und raumeinnehmende Szenen wie die Katzenszene, die Druckkammerszene oder die Autopsieszene beweisen. Da ich durch die Inszenierung dieser Szenen als bewiesen ansehe, dass der Film die Gewalt so wie er es tut zelebriert und um größtmögliche Wirkung bemüht ist, also sich den Vorwurf der Selbstzweckhaftigkeit gefallen lassen muss, wird plötzlich aus dem einzigen wirklichen Legitimationsgrund eines solchen Filmes sein größter Fehler. Die Selbstzweckhaftigkeit im Rahmen des brisanten, realen Hintergrundes ist ein No Go, dass im Gegensatz zu anderen Kontroversen des Films über Länder-, Geschmacks-, oder Kulturgrenzen hinaus Substanz haben muss.

Jeweils einen Punkt gibts von mir für Kostüme und den Mut, so ein Thema überhaupt filmisch anzugehen. Und einen halben Punkt gibts für die Albträume, die der Film mir als Jugendlicher beschert hat.

-ps: um es direkt klarzustellen: der Tiersnuff hat für mich eine wesentlich höhere Relevanz bei der Kritik eines solchen Fiilmes, als die Gewalt, die gegen Menschen gerichtet wird. So einfach die Gründe dafür auch sind, offenbar kriegen viele das nicht in ihren Kopf. Warum das so ist sollte eigentlich klar sein. Die Tiere sterben echt, wohingegen keine Menschen bei den Dreharbeiten zu Schaden gekommen sind (wahrscheinlich). Ausserdem haben sich die Tiere, im Gegensatz zu allen Menschen die mitgewirkt haben, nicht freiwillig zur Mitarbeit an dem Film entschieden. Drittens kann man jede Gewalt, die man warum auch immer in einem Film darstellt, irgendwie künstlerisch legitimieren. Das gilt aber nicht für echte Gewalt an leidensfähigen Wesen, da hier eine Grenze überschritten wird, die in einer Gesellschaft die sich für zivilisiert hält nicht überschritten werden sollte. Ein Film, auch zu höchst kontroversen Themen, sollte ein Kunstprodukt mit einem sichtbaren Abstand zur Realität sein. (Ausnahmen mögen Dokumentationen sein, die das Gezeigte dann aber auch inhaltlich aufarbeiten sollten). Ein Film, der seinen Schauwert mit dem in panascopisch weitwinkelig gedrehtem Quälen armer Tiere zu steigern versucht, ist für mich armselig und überflüssig, und steht in meiner Wahrnehmung nicht weit über dem schlimmsten Scheissdreck, den man sonst noch so im Internet finden kann.

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Le Samourai

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Bewertung6.0Ganz gut

Extrem ekelhafte, aber auch wichtige Geschichtsstunde. Der abartigste Film, den ich jemals gesehen habe. Viel krasser kann es auch nicht mehr werden.

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Anoirja

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Oha, knapp 50 E-Mails wegen dieses Kommentars! :o
Vielleicht interessiert es ja noch den Einen oder die Andere, dass der Regisseur ursprünglich einen Dokumentarfilm drehen wollte, aber die Japaner bei der Vernichtung der Beweise so gründlich vorgegangen waren, dass es letztendlich leider nicht für eine fundierte Doku gereicht hat. Ein düsteres Kapitel japanischer Geschichte, das jahrzehntelang totgeschwiegen wurde - erst 2002 gab das Bezirksgericht Tokio diese Kriegsverbrechen zu, u. a. auch weil Shinozuka Yoshio (Mitglied der Einheit 731) nicht länger geschwiegen hat.
Wer mehr über die Einheit 731 erfahren möchte, dem sei die Doku "Japanische Soldaten des Teufels" ("Riben guizi") aus dem Jahr 2001 empfohlen, in der Shinozuka Yoshio und einige andere ehemalige Soldaten der Einheit über die Gräueltaten berichten.


bobo-lemon

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PHILOSOPHY OF A KNIFE fällt mir zum Thema MBTS gerade noch ein ... um diese kurzweilige Diskussion wieder bisschen anzukurbeln! ;)


MurderSquad

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Haben sie dieses Teufelswerk endlich in ihrer Datenbank aufgenommen. Schön.
Ganz harter Tobak, man sieht Dinge die man nicht mehr vergisst, die wandern auf Lebenszeit im Kopf herum. Von daher ist der Schinken mit Vorsicht zu schauen, ja schauen, nicht geniessen. ;) Es wandelt das Gerücht umher, das die Autopsie echt ist. Ist sie auch. Angeblich wurden die Angehörigen im Vorfeld dafür bezahlt, das die Sache für den Film verwendet werden darf. Von beiden Seiten finde ich das sehr verwerflich, egal. Katzenszene ist auch echt. Die Katze wurde vorher nicht gefragt.^^ Brennende Ratten sind auch ohne Spezialeffekte entstanden. Wenn man über diesen ganzen kranken Mist hinweg sieht, hat man aus meiner Sicht einen harten, fiesen und auch guten Film. Im März kommt eine Deutsch synchronisierte Fassung raus, find ich allerdings unnötig. Zu empfehlen ist die alte Special Edition (wenn man sie noch irgendwo bekommt). Dort ist noch eine Doku über Unit 731 drauf, zu Wort kommen Täter, Angehörige einiger Opfer und es gibt tolle Bilder aus dem Komplex zu sehen.
Nebenbei: Dr. Shiro Ishii bekam keine Strafe, erhielt stattdessen diplomatische Immunität von den Weltverbesseren USA, im Tausch bekam die Oneworldpolice die Ergebnisse der Experimente. Jawohl meine Herren, das ist Politik. ;)
Also ich selbst habe mich seit dem ersten mal gucken eingehend mit Unit 731 beschäftigt.
Von mir keine Empfehlung, muss jeder selbst wissen, ob er sich den Film gibt.

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Teezy123

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Bewertung0.0Hassfilm

soso, das ist also der berüchtigte Men behind the sun Streifen...
Berüchtigt für seine dillettantischen Darsteller.
Berüchtigt für seine Gewaltszenen, wobei man bei fast allen erkennt wie stümperhaft sie eigentlich gemacht wurden.
Berüchtigt auch für eine widerliche Katzenszene, wofür dem Regisseur die Lizenz zum Filme-Drehen auf Lebenszeit entzogen werden sollte.
MBTS gehört für mich zu den schlechtesten Filmen überhaupt, dagegen sind die Ilsa-Filme ja der absolute Traum...

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the assassin 666

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100 % zugestimmt ein ekelhafter Film.


pramudiya

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Bewertung3.0Schwach

Positiv anzumerken ist, dass man dem Film einen gewissen Versuch nicht aberkennen kann, das Licht auf schreckliche, nicht so bekannte Geschehnisse des zweiten Weltkriegs zu werfen.
Dass man dafür echte Tiertötungen braucht ist sehr stark anzuzweifeln.
Ohne diese Szenen würde man jedoch heutzutage nicht mehr über den Film reden, weil so kann er nur stellenweise überzeugen.

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moep0r

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Bewertung5.0Geht so

Imho zu abstossend um besser bewertet zu werden, auch wenn der Film im Grunde nicht schlecht ist ;_;

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guggenheim

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Bewertung7.0Sehenswert

Bekannt ist die "Men Behind the Sun"-Reihe ja vor allem wegen des Rufs als eines der härtesten Werke aller Zeiten. Unabhängig von den anderen Teilen, die noch vor mir liegen, kann ich das hinsichtlich des ersten Teils so nicht in Gänze bestätigen. Ganz klar, "Men Behind the Sun" ist in seiner Darstellung von abartigen Gräueltaten nicht im Geringsten zimperlich. Da wird detailiert ein kleiner Junge entweidet, Haut abgezogen oder sonstige schreckliche Experimente durchgeführt. Aber die Reduzierung darauf wird dem Film nicht gerecht, man würde ihn als Folterfilm abtun, der er nicht ist. Semi-basierend auf realen Ereignissen (eine Diskussion über den Wahrheitsgehalt des Hintergrunds spare ich mir, denn dass es im 2. Weltkrieg derartige Auswüchse gab, steht fest. Ob man hier Japans Regime heranzieht oder aber das nazionalsozialistische, spielt im Grunde keine Rolle) wird hier ohne Kompromisse gezeigt, zu was der Mensch fähig ist und wie ideologische Verblendung auch noch den letzten humanitären Gedanken eliminieren kann. Die dem Film häufig vorgeworfene schwarz-weiß-Zeichnung kann ich dahingehend auch beim besten Willen nicht nachvollziehen, schon deswegen nicht, da sie faktisch nicht existiert. Die jungen Auszubilden sind nämlich keineswegs alles unterkühlte und manipulierbare Sadisten. Der Handlungsstrang mit dem behinderten Jungen und dem heranwachsenden Soldaten zeigt eindeutig, dass hier noch Moral und Ethik vorhanden sind.

Leider scheinen manche Rezipienten weit mehr auf die knüppelharten Experimente zu achten und weniger auf den Subtext. In Einklang gebracht ergibt sich nämlich ein erschreckend realistisches Bild der Abgründe aber auch der, jedoch weit subtiler dargestellt, emotionalen Fähigkeiten des Menschen.

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Anoirja

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Sehr schön ausgeführt! Danke!


guggenheim

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Bitte :)


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