Mondkalb

Mondkalb (2007), DE
Laufzeit 104 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 31.01.2008

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6.2 Kritiker
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von Sylke Enders, mit Juliane Köhler und Axel Prahl

Alex (Juliane Köhler) flieht nach der Entlassung aus dem Gefängnis in die Idylle ihrer Kindheit, eine ostdeutsche Kleinstadt. Im Haus ihrer verstorbenen Großmutter beginnt sie langsam, wieder zu sich selbst zu kommen, und will sich raushalten – aus den Blicken, den Gesprächen, dem Leben der Nachbarn. Doch Piet (Axel Prahl) und Tom (Leonard Carow) lassen sich einfach nicht abwimmeln: Piet, der als Fahrschullehrer arbeitet und Vögel liebt und sein 12-jähriger Sohn. Sie feiern Geburtstag miteinander und retten neugeborene Ferkel vor dem Tod. Das könnte der Anfang sein, doch dann zündet Tom ein Auto an und Piet sieht rot… Eine Geschichte von Wunden und deren langsamen Heilen.

Die Deutschland-Premiere wird am 31. Januar 2008 stattfinden.

Handlung

Alex

Der Film beginnt mit der Vorstellung von Alex (Juliane Köhler), die in einer kleinen ostdeutschen Stadt einen Neuanfang wagt. Sie kommt aus dem Frauengefängnis, wo sie wegen schwerer Handgreiflichkeiten gegen ihren Mann eine Strafe verbüßt hat. Am Ortsrand des Städtchens zieht sie in das alte Haus ihrer Großmutter ein.

Neuer Job

Als gelernte Chemielaborantin bekommt sie durch die Vermittlung des Gefängnisses eine Stelle in einem kleinen Labor. Ihr Chef (Ronald Kukulies) ist sehr angetan von der Westdeutschen, bei ihren Kolleginnen (Isabelle Etmann, Christina Wilcke)stößt sie dagegen nur auf Abwehr.

Tom und Piet

Als Alex von der Arbeit zurückkehrt, bemerkt sie einen Eindringling im Haus, der sich als der 11-jährige Tom (Leonard Carow) herausstellt. Durch den in sich gekehrten Jungen lernt Alex seinen Vater Piet (Axel Prahl) kennen, einen redseligen freundlichen Mann. Seine Freundschaftsannäherungen weist sie zunächst brüsk zurück, doch Piet und Tom lassen sich nicht abwimmeln. Tom weicht fortan kaum noch von ihrer Seite. Durch den Selbstmord seiner Mutter wächst er seit vier Jahren allein bei seinem Vater auf. Die pubertären Probleme…

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Cast & Crew


Kritiken (4) — Film: Mondkalb

G. Jekubzik: Filmtabs G. Jekubzik: Filmtabs

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7.5Sehenswert

Regisseurin Sylke Enders ("Hab mich lieb!") begeisterte mit dem starken, authentischen Jugenddrama "Kroko". In „Mondkalb“ meistert sie gleichzeitig das Trauma des exzellent aufspielenden Jungen wie die psychologischen Altlasten der beiden Alten. Ein gutes und stimmiges Stück Film aus deutschen Landen.

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S Hentschel: Brigitte S Hentschel: Brigitte

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6.0Ganz gut

Ein Katz-und-Maus-Spiel aus Annähern und Zurückweisen, in dem das eindringliche Spiel der Darsteller und die sensible Regie von Sylke Enders ("Kroko") keine Sekunde verschenken. Wieder so ein fabelhafter kleiner Film aus Deutschland, der nicht untergehen darf.

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johanna: movie-screening.de johanna: movie-screening.de

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4.0Uninteressant

hervorragende schauspieler, spröde - hoch neurotische figuren, die tonangel viel zu oft im bild - ärgerlich.

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patrickh: unclesallys*s, Style & the ... patrickh: unclesallys*s, Style & the ...

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7.5Sehenswert

Präzise und subtil wie schon in ihrem großartigen Debüt „Kroko“ geht Regisseurin Sylke Enders bei ihrem bisher größten kleinen Film ans Werk. Nicht zuletzt dank der wunderbar gegen den Strich besetzten Juliane Köhler („Aimee & Jaguar“), die selbst einen Kapuzenpulli wie eine Rüstung gegen den Alltag trägt, wird „Mondkalb“ zu einem erschütternden, bewegenden und vor allem komplexen Porträt menschlicher Abgründe und Verletzungen.

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Kommentare (2) — Film: Mondkalb

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alter.native

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Bewertung7.5Sehenswert

Sehr intensiv gespielt die psychischen Deformationen durch Mutterselbstmord und Knast nach Mordversuch. Was ich mir gewünscht hätte wäre, nicht nur zu zeigen wie es ist, sondern näherungsweise auch, wie es dazu gekommen ist. So rätselt man anfänglich ziemlich lange über die Zusammenhänge, die keine sind und wird etwas in die Irre geführt, dass sich Alex und Tom schon kennen würden bei ihrer ersten Begegnung. Aber möglicherweise soll ja auch alles nur die hilflos beklemmende, fast wortlose Grundstimmung untersützen für eine Geschichte ohne wirkliches Happyend.

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Mayla

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Dieser Film lebte vor allem durch das grandiose Spiel der Hauptdarstellerin. Verletzlich, einsam, hart. Und wie sie darunter leidet und doch nicht anders kann. Wunderbar fand ich den Kontrast der schönen warmen Landschaftsaufnahmen und die Kälte und die Tristesse im Leben der Darsteller. Und wie sich Axel Prahl in Sekundenschnelle vom charmanten Herrn zum prügelnen Vater verwandelt. Man hält richtig die Luft an im Kino und traut seinen Augen nicht.
Mitunter wirkte der Film überambintioniert. Der Knastaufenthalt, der Selbstmord der Mutter, der tief gestörte Junge, der völlig überforderte Vater. Alles ein bisschen viel. Aber sehenswert ist der Fim auf jeden Fall.

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