Neandertal
Neandertal (2006), DE Laufzeit 107 Minuten, FSK 16, Drama, Kinostart 24.04.2008
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von Jan-Christoph Glaser und Ingo Haeb, mit Jacob Matschenz und Andreas Schmidt
Der 17jährige Guido (Jacob Matschenz) leidet seit frühester Kindheit an Neurodermitis. Als er nach einem schweren Schub ins Krankenhaus eingeliefert werden muss, beginnt er, sein Umfeld zu hinterfragen und entdeckt, dass sein vermeintlich heiles Elternhaus auf Lügen gebaut ist. Unfähig, diese Enttäuschung zu verarbeiten, flieht er in die WG seines älteren Bruders. Hier lernt er den charismatischen aber auch rücksichtlosen Tagelöhner Rudi (Andreas Schmidt) kennen, den er um seine Unabhängigkeit und seinen Lebensmut beneidet. Langsam lernt Guido von ihm, egoistischer zu sein und merkt, wie gut sich ein selbst bestimmtes Leben anfühlt. Tatsächlich bessert sich der Zustand seiner Haut mit jedem Tag. Doch als Guidos Mutter (Johanna Gastdorf) im Alkoholrausch schwer stürzt, wird Guidos neu gewonnene Zuversicht auf die Probe gestellt…
Handlung
Krank
Guido (Jacob Matschenz) leidet an schwerer Neurodermitis. Seit seiner Kindheit hat er die Krankheit und hat sich inzwischen fast daran gewöhnt. Nach einem besonders schweren Anfall versucht er eine neue Therapieform, eine ganzheitliche Therapie, die den Ursprung der Krankheit in der seelischen Verfassung des Erkrankten sieht. Schon bald wird ihm bewußt, dass der Auslöser für seine Neurodermitis die familiären Probleme sind, die er bisher nicht bewußt wahrgenommen hat.
Familiäre Probleme
Seit vielen Jahren führt sein Vater (Falk Rockstroh) eine Affäre mit der besten Freundin (Luana Bellinghausen) seiner Mutter (Johanna Gastdorf). Seine Mutter wiederum duldet dies stillschweigend und ertränkt ihren Kummer in Alkohol. Als Guido das Ausmaß des Geschehens erkennt, flüchtet er in die WG seines älteren Bruders.
Rudi
Dort lernt er den in den Tag lebenden Rudi (Andreas Schmidt) kennen, der keiner rechten Arbeit nachzugehen scheint und der für Guido nach kurzer Zeit zur neuen Bezugsperson wird. Guidos Haut bessert sich zusehend und gemeinsam mit Rudi geht er aus, lernt Mädchen kennen und lebt richtig gehend auf.
Probleme
Als seine Mutter nach einem schweren Alkoholrausch im Krankenhaus landet, versucht Guido, seinen Vater zur Rechenschaft zu ziehen. Zu dem täglichen Konflikt mit seinem Vater gesellt sich dann auch die Sorge um Rudi, der nach langer Abwesenheit plötzlich zurück ist, mit einer Kugel im Bauch. Die unglaubliche Geschichte, die Rudi Guido auftischt löst zusammen mit den akuten Problemen in der Familie einen erneuten Neurodermitisanfall aus. Für Rudi kommt indes jede Hilfe zu spät. Verstört und enttäuscht kehrt Guido in sein Elternhaus zurück, wo seine Mutter inzwischen eine Therapie begonnen hat. Sein Vater versucht derweil, die Familie wieder zusammen zu führen.
Weiterführende Informationen
Wissenswertes zum Film
Weitere Informationen im Internet
Zusammenstellung von Film-Kritiken auf film-zeit.de (deutsch)
Linksammlung unter filmz.de
Ein dickes Fell wie ein Neandertaler; Artikel von Reinhard Lüdeke unter wz-newsline.de
In der Haut eines Neandertalers; Artikel von Michael Thumser unter frankenpost.de
Hauptseite des Bundesverbands Neurodermitiskranker in Deutschland e.V.
Quellen
Presseheft des Verleihs
Cast & Crew
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Jan-Christoph Glaser
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Ingo Haeb
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Jacob Matschenz
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Andreas Schmidt
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Johanna Gastdorf
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Guidos Mutter
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Marc Zwinz
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Tim Egloff
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Fabian Hinrichs
Regie
Schauspieler
-
Falk Rockstroh
-
Jens Münchow
-
Eva Mannschott
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Mutter Jan
-
Ingo Haeb
- Genre
- Drama
- Ort
- Schule
- Handlung
- Affäre, Alkohol, Beziehungsprobleme, Bruder-Bruder-Beziehung, Eltern-Kinder-Beziehung, Freundin, Jugendlicher, Krankenhaus, Krankheit, Neurodermitis, Patient, Psychose, Schulden, Schuldgefühl, Therapie, Vorbild, Wohngemeinschaft
- Stimmung
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- Mitmachen
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Drehbuch
Filmdetails Neandertal
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Links zum Film Neandertal
- Neandertal: critic.de













Kritiken (2) — Film: Neandertal
evants.com: eventsandtrends.com
Kommentar löschen„Neandertal“ ist wegen des Aufgreifens der Neurodermitis ein ungewöhnlicher Film. Zu dieser Thematik kommen Familienprobleme, die Identitätssuche während der Pubertät und die Auseinandersetzung mit der teilweise verlogenen Welt der Erwachsenen. Ein sehenswertes Drama, bei dessen Umsetzung man sich allerdings einen ausgeprägteren Spannungsbogen gewünscht hätte - obwohl es der Stoff hergeben würde, fehlen die gewissen Momente.
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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde
Kommentar löschenMehr Mäander- als Neandertal wirkt der Film insgesamt leider etwas fragmentarisch und - ähnlich seiner Hauptfigur Guido - ziellos. Die durchweg guten Schauspieler, allen vorran Matschenz und Andreas Schmidt, aber auch alle übrigen, sorgen dafür dass das Zusehen dennoch nie langweilig wird und man gerne Zeit mit den Figuren verbringt. Ein bißchen mehr narrativer Zug und ein Ende das die verschiedenen Themen zu einem befriedigenderen Ganzen zusammenfügt, wäre wünschenswert, denn die Auflösung hinterlässt dann doch zuviele lose Enden, zuviel an Potential das ungenutzt blieb. Dennoch Hut-Ab dafür ein so sperriges Thema wie Neurodermitis so unsentimental und angemessen behandelt zu haben.
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Kommentare (4) — Film: Neandertal
Kommentar schreibenHauptdarsteller 2010/07/15 00:08:05
Kommentar löschenSehr gelungene Coming of Age Story. Der Film hat mich außergewöhnlich berührt da ich mich, wohl mehr als andere Zuseher mit ihm identifizieren konnte und kann. Ich selber heiße auch Guido und leide auch unter Neurodermitis...Zufälle gibst....
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annaberlin 2009/09/21 14:40:07
Kommentar löschenObwohl der Film leider zu szenisch und skizzenhaft bleibt, ist das Thema des Erwachsenwerdens mit Neurodermitis doch durchaus gelungen. Das Ende hat mich zwar nicht sonderlich angesprochen, aber die beiden jungen Regisseure haben sich Lob verdient, ebenso Jacob Matschenz.
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rhhh 2008/05/05 17:07:38
Kommentar löschenHaeb und Glaser ist ein poetisches Werk gelungen, mit wunderbaren Milieustudien der ausgehenden 80er Jahre, geschliffenen wie überraschenden Dialogen. Es ist eine sehr persönliche Geschichte über die Erkenntnis eines Jugendlichen, dass eine Krankheit wie Neurodermitis ein sozialen Kontext hat. Trotz der Themenschwere kommt er leichtfüssig inszeniert daher und je länger der Film andauert, umso mehr Spaß macht es, ihn zu sehen.
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Tobias 2008/04/30 13:51:47
Kommentar löschenEindringlicher Coming-of-Age Streifen mit viel Milieu, viel Humor, top Musik, top Schauspielern und einigen sehr großen Momenten. Am Ende nimmt der Film sich leider ein bisschen zu viel vor. Dennoch auf jeden Fall sehenswert.
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