Nixon - Der Untergang eines Präsidenten

Nixon (1995), US
Laufzeit 190 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 22.02.1996

8.6 Kritiker
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7.0 Community
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7 Kommentare
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von Oliver Stone, mit Anthony Hopkins und Joan Allen

Oliver Stone erzählt ohne Schönfärberei die Geschichte des ungeliebten amerikanischen Präsidenten Richard M. Nixon, der seiner Zeit unehrenhaft des Amtes enthoben wurde. Natürlich wurd vor allem der berühmte Watergate-Skandal durchleuchtet, der Nixon letztendlich zu Fall brachte. Stone mischt seinen Film mit Originalaufnahmen und Schwarz/Weiß-Fotos zu einem sehr düsteren und teilweise nicht ganz wahrheitsgetreuen Porträt des machtbesessenen Staatsmannes.

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Kommentare (7) — Film: Nixon - Der Untergang eines Präsidenten

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ebda3522

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Bewertung9.0Herausragend

Episch inszeniertes Werk in gewohnter Oliver Stone Manier. Hervorragende Leistung der Darsteller. Selbst für Leute die weniger an Politik interessiert sind dürfte sich der Film lohnen.

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michebavaria1986

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Nach dem Kennedy-Attentat-Verschwörungs-Film „JFK – Tatort Dallas“ für mich der zweitbeste Film von Oliver Stone.

„JFK“ und „Nixon“ finde ich wesentlich stärker als „Platoon“ und „Geboren am 4. Juli“, für welche Stone mit Oscars ausgezeichnet wurde (2x Regie, 1x Film).

Dies liegt aber nicht daran, dass ich „Platoon“ und „Geboren am 4. Juli“ für schlechte Filme halte. Ganz im Gegenteil. Beide halte ich für sehr gute und sehenswerte Filme. „JFK“ und „Nixon“ sind in meinen Augen aber einfach große filmische Meisterwerke.

Leider konnte Stone an dieses Niveau seitdem nie wieder anknüpfen. „Natural Born Killers“ ist zwar sicherlich noch hervorragend und „An jedem verdammten Sonntag“ recht gut gelungen.

Filme wie „Alexander“ oder „World Trade Center“ waren für einen Regisseur des Kalibers von Stone aber doch recht enttäuschend. Und selbst als er in „W“ (über George Bush jun.) zu seinem Lieblingsthema (neben Vietnam) „amerikanische Präsidenten“ zurückkehrte, war das Ergebnis meilenweit von der Klasse der Meisterwerke aus den Jahren 1991 und 1995 entfernt.

Nun aber zu meiner Meinung über „Nixon – Untergang eines Präsidenten“:

Der größte Trumpf des Films ist sicherlich sein Hauptdarsteller. Anthony Hopkins zeigt eine der größten Performances seiner Karriere. Sie spielt in einer Liga mit seinem diabolisch-kannibalischen Psychiater Dr. Hannibal Lecter in „Das Schweigen der Lämmer“ oder seines anrührenden Butler-Porträts in „Was vom Tage übrig blieb.

Hopkins ähnelt zwar Richard Nixon optisch kaum. Dank überragender Mimik und Gestik vergisst man dies als Zuschauer jedoch schnell. Jede Facette des Charakters dieses herausragend talentierten Politikers, der menschlich jedoch verschlagen und undurchsichtig war, spielt Hopkins perfekt.

Die weibliche Hauptrolle als Ehefrau Pat Nixon meistert Joan Allen ebenfalls hervorragend. Sie ist zwar optisch auch keine naheliegende Wahl (für die ältere Pat Nixon ist Allen doch zu jung und hübsch), spielt jedoch beeindruckend und wurde wie Hopkins für einen Oscar nominiert.

Doch trotz der außergewöhnlichen Leistung der beiden Hauptdarsteller (vor allem der von Hopkins) ist der Film im Großen und Ganzen doch irgendwie ein Ensemblefilm. Wie bei „JFK“ sind nämlich selbst die Nebenrollen unglaublich prominent und kompetent besetzt. Egal ob James Woods, Ed Harris oder Bob Hoskins usw., es wäre unfair jemand herauszuheben. Alle spielen auf gleichem sehr hohem Niveau, niemand fällt ab.

Neben den Darstellern ist es aber natürlich auch die Inszenierung, die „Nixon“ eine solche Brillanz verleiht.

Die Montage der Szenen (siehe nur die Rede von Nixon auf seinem Nominierungsparteitag) mit passenden Bildern, Schnitt und Musik (z. B. „The Battle Hymn oft the Republic“ aus dem Bürgerkrieg) trägt die unvergleichliche Handschrift von Oliver Stone.

Als politscher Filmemacher spielt er einfach in der obersten Liga der Regisseure mit.

Man könnte als Kritikpunkt behaupten, dass Stone es mit der Wahrheit nicht ganz so genau nimmt. Dieser Vorwurf ist ja auch bei „JFK“ nicht ganz ungerechtfertigt. Aber bereits im Vorspann wird man darauf hingewiesen, dass manche Szenen eigens konstruiert wurden und es keine 1:1-Abbildung der Geschichte ist. Was es wohl auch gar nicht sein kann und vor allem will.
Stone hat seinen eigenen Blick auf die Person Richard Nixon. Hierbei geht Stone (der ja eher als linker Liberaler bekannt ist) mit dem Republikaner Nixon fair um. Weder glorifiziert er Nixon, noch macht er ihn zu einem teuflischen Dämon. Damit kommt er der Wahrheit im Endeffekt wohl doch sehr nahe.

Um an dem Film seine große Freude haben zu können, ist sicher ein gewisses Interesse an (amerikanischer) Politik und Geschichte notwendig. Auch etwas Vorkenntnisse über Richard Nixon und vor allem der „Watergate-Affäre“ sind sicherlich hilfreich. Denn auch wenn der Film gute 3 Stunden dauert, kann natürlich nicht jede einzelne historische Gegebenheit erklärt werden.

Aufmerksamkeit ist durch die nicht chronologische Erzählweise (der Film springt kreuz und quer durch das Leben Nixons) auch empfohlen. Sonst könnte man nämlich auch Schwierigkeiten haben, dem Geschehen zu folgen.

Wer denn Film bislang jedoch noch nicht gesehen hat, soll sich davon nicht abschrecken lassen. Denn er würde ein Meisterwerk der Filmgeschichte verpassen.

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Discostu

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Bewertung6.5Ganz gut

Interessanter Film über die politische Karriere von Richard Nixon, der jedoch ohne Hintergrundwissen insbesondere über die Watergate-Affäre eher schwer verständlich bleibt und insgesamt trotz ähnlichem Stil nicht so fesselt und fasziniert wie Stones vier Jahre zuvor entstandener "JFK". Dadurch, dass mit vielen Zeitsprüngen vor allem wichtige Stationen im Leben der Titelfigur abgeklappert werden, kann sich keine wirkliche Spannungskurve aufbauen. Versuche, Nixon mehrdimensional anzulegen, scheitern eher, da statt positive Seiten seiner Person in den Vordergrund zu rücken, sein aggressives Verhalten psychologisch durch mangelnde Selbstsicherheit und Erlebnisse in seiner Kindheit erklärt wird, Nixon aber in keiner Szene wirklich sympathisch wirkt. Anthony Hopkins Leistung ist dennoch zu loben und auch die Inszenierung ist wie gewohnt gelungen, vor allem das Drehbuch hätte aber besser sein können.

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Oskar Gleit

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Eine interessante Charakterstudie über den US- Präsidenten, der die wenigsten Sympathiepunkte ever inne hatte. Anthony Hopkins unterstreicht sein außergewöhnliches Talent als Charakterdarsteller erneut. Ebenfalls ein Streifen, der in jede gute Filmsammlung gehört.

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JackoXL

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Man muss sich drauf einstellen, dass hier sehr viel gequatscht wird. Wenn man sich davon nicht abschrecken lässt, bekommt man eine exzellent gespielte und inszenierte Charakterstudie mit einem überragenden Anthony Hopkins. Wenn Oliver Stones' Einschätzung von Nixons Charakter & Geisteszustand den Tatsachen entsprach, kann man froh sein, dass dieser Kerl als mächtigster Mann der Welt nicht mehr Schaden angerichtet hat! Wer bereit ist, sich drei Stunden Zeit für einen kopflastigen Film zu nehmen, sollte ihn sich anschauen.

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doctorgonzo

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Auch wenn mich die Dramaturgie des Films nicht mitreißt, so tut es das Spiel von Hopkins allemal. Einmal mehr zeigt er sich als absoluter Charakterdarsteller und läßt das gesamte, zum größten Teil starke, Ensemble weitestgehend blass aussehen.

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ElGuapo

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Bewertung6.5Ganz gut

Für Oliver-Stone-Verhältnisse ungewöhnlich brav, aber Anthony Hopkins rettet den Film mit seiner Glanzvorstellung vor dem Mittelmaß.

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