Paranoid Park
Paranoid Park (2007), US/FR Laufzeit 85 Minuten, FSK 16, Drama, Kinostart 15.05.2008
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408 Bewertungen
27 Kommentare
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von Gus van Sant, mit Gabe Nevins und Daniel Liu
Der Eastside Skateboard Park unter einer der Brücken in Portland, Oregon, ist kein Ort, an den Jugendliche aus den besseren Gegenden der Stadt allein hingehen. Hier treffen sich Kids, um die sich niemand kümmert. Sie haben das Areal selbst gestaltet, eine autonome Zone, in der Erwachsene nichts zu suchen haben und die alltägliche Realität keine Rolle spielt – deswegen passt der Name “Paranoid Park” so gut, von dem auch die Freunde Alex und Jared schon oft gehört haben. Eines Tages fassen sie sich ein Herz und gehen hin. Sie sitzen am Rand und beobachten die Skater, die ganz versunken in ihre Bewegungen scheinen. Alex und Jared sind beeindruckt, sie beschließen, am darauffolgenden Samstag wiederzukommen. An diesem Tag hat Jared dann aber etwas anderes vor, und so geht Alex eben doch allein hin – was er in dieser Nacht erlebt, und wie er damit umgeht, ist die Geschichte des Films Paranoid Park. Die Erfahrungen der Adoleszenz verdichten sich für Alex auf ein Erlebnis, das allen anderen Sachen (die Schule, die Beziehung zu seiner Freundin Jennifer, die Freundschaft mit dem Mädchen Macy, die Scheidung der Eltern) eine neue Qualität gibt. (omdb)
Cast & Crew
-
Gus van Sant
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Gabe Nevins
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Daniel Liu
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Detective Richard Lu
-
Taylor Momsen
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Jennifer
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Jake Miller
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Lauren McKinney
-
Winfield Jackson
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Christian
Regie
Schauspieler
-
Joe Schweitzer
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Grace Carter
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Alex' Mutter
-
Scott Patrick Green
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John Michael Burrowes
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Wachmann
-
Jay Williamson
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Alex' Vater
-
Dillon Hines
-
Emma Nevins
-
Brad Peterson
-
Emily Galash
-
Oliver Garnier
-
Christopher Doyle
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Onkel Tommy
-
Gus van Sant
- Genre
- Sozialdrama, Coming of Age-Film
- Ort
- Schule
- Handlung
- Adoleszenz, Dusche, Duschszene, Einsamkeit, Eltern-Kinder-Beziehung, Ermittlung, Erwachsenwerden, Frühreife, Güterzug, Halfpipe, Jugendgang, Jugendkultur, Jugendlicher, Junge Leute, Meer, Polizei, Scheidung, Schreiben, Schuld, Schuldgefühl, Sicherheitspersonal, Skateboard, Skater, Unfall, Ungeselligkeit, Versehentlicher Mord, Verstümmelung, Wiedergutmachung, Zugunfall, schweigsam
- Stimmung
- Berührend, Geistreich, Traurig, Verstörend
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!
Drehbuch
Filmdetails Paranoid Park
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- Paranoid Park: critic.de

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Kritiken (11) — Film: Paranoid Park
Ciprian David: NEGATIV
Kommentar löschen...Wieder einmal analysiert van Sant sehr schlicht und präzise die Sensibilität des Teenagers vis à vis von Gewalt. Während in Elephant der Gewaltakt zeitlich noch bevorsteht, ist er hier schon geschehen, in den Mittelpunkt rückt der persönliche Umgang damit im Nachhinein. Der Hauptcharakter ist ein Symbol der durch äußere Umstände induzierten, symptomatischen Orientierungslosigkeit der amerikanischen Provinzjugend. Als Skater wird er aber auch als ein Suchender vorgestellt, das Brett unter den Füßen gleitend, als einer, der das eigene Gleichgewicht immer aufs Neue herausfordert und zu bessern versucht....
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fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch
Kommentar löschenBewusst lückenhaft und repetitiv schildert van Sant die zeitliche Unordnung in der an sich unerklärbaren Empfindung des Jugendlichen. Einfühlsam entwickelt das fragmentierte Drama eine unentrinnbaren Sog und evoziert dadurch die fragile Wahrnehmung des Jugendlichen.
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Hausmeister: Nerdtalk.de
Kommentar löschen„Paranoid Park“ ist kein einfacher Film, der sich mal so nebenbei gucken lässt. Durch auffällig lange Kameraeinstellungen ohne offensichtliche Handlung kann der Mainstream-Besucher ebenso abgeschreckt werden wie durch häufige Zeitsprünge und Wiederholungen. Auch ich hatte teilweise große Probleme damit, in dem Film eine durchgeplante Dramaturgie zu entdecken. Wer böse ist, könnte sagen „Der Film plätschert so dahin“, wer es gut meint sagt eher „Es ist halt wie im Leben. Da gibt’s auch genug Leerlauf.“. Fakt ist, dass man die Handlungsebene auf 15 Minuten eindampfen könnte.
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Dirk Lüneberg: Stadtmagazin [030], film.de...
Kommentar löschenDie in verschachtelten Vor- und Rückblenden inszenierte Geschichte erschließt sich dem Zuschauer nicht auf Anhieb. Doch diese Erzählweise ist längst ebenso ein Markenzeichen van Sants geworden wie die Verpflichtung von Laienschauspielern. Für die Bilder, die in ihrer betörenden Verstörtheit das perfekte Spiegelbild der jungen Protagonisten bilden, sorgt Wong Kar-wais Stamm-Kameramann Christopher Doyle. Zusammen mit der perfekten Songauswahl erinnert dieses in Zelluloid gegossene Stück Skater-Poesie, das auf verschiedenen Ebenen vom Verlust der Unschuld der weißen Mittelklasse-Jugend Amerikas erzählt, nicht von ungefähr an die Fotografien von Larry Clark und dessen Spielfilm „Kids“. Dabei schafft es van Sant, dass sein Werk trotz aller Skizzenhaftigkeit nie zerfasert oder gar langweilt. Das Ergebnis ist ein vermeintlich kleiner Film, der sich jedoch als meisterlich großes Kino entpuppt.
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G. Jekubzik: Filmtabs G. Jekubzik: Filmtabs
Kommentar löschenEine realistische Bestandsaufnahme von Jugendkultur ist Gus van Sant wichtiger, als ein Plot. Das ist mitunter anstrengend, aber verliert nichts von seiner Faszination. Verantwortlich dafür sind wie schon bei seinen letzten Arbeiten exzellente, authentisch agierende Jungdarsteller, aber auch die berauschenden Bilder von Kameragott Christopher Doyle.
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Mr Vincent Vega: Fünf Filmfreunde, gamona, D...
Kommentar löschen[...] Und mit einem Hauptdarsteller besetzt, der meistens nichts anderes tun darf, als sich aus- und umzuziehen, und selbst dabei noch dreinschaut, als hätte er keinen blassen Schimmer, wie er hier was spielen soll. Womöglich ist das ja das Van Sant-Prinzip: Der Junge kann tun und machen, aber seine Boxershorts in Großaufnahme werden immer mehr Ausdruck haben als er. [...]
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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde
Kommentar löschenÄhnlich langsam wie in "Elephant" verfolgt van Sant seinen rehäugigen, aber nicht übermässig talentierten Hauptdarsteller durch eine Story die die wenigen Dialogszenen mit traumwandlerischen Slow-Mos in die Länge zieht. Die Geschichte dieses trotz aller Sozialkontakte fast autistisch-isolierten 16jr hätte von etwas mehr Inhalt durchaus profitiert. Bisweilen fühlt man sich an eine Larry Clark Version von Dogtown Boys erinnert, so sehr verliert sich die Kamera in der umschmeichelnden Inszenierung hübscher Skaterjungs, das die eigentliche Schuld und Sühne Frage des Films ins Hintertreffen gerät und sich trotz der kunstfertigen Inszenierung ein ums andere Mal die Langeweile einschleicht. Van Sant hat mehr Zuneigung für seien Figuren, als Clark, aber dennoch schafft er es nicht der Hauptfigur Alex wirkliche Tiefe zu geben. Der Vorwurf eines US-Kritikers, der Filme habe mehr Zeitlupenshots, als alle Wes Anderson-Filme zusammen, und die Hauptfigur habe die Tiefe eines Covermodells ist nicht ganz von der Hand zu weisen.
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Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin... Suchsland: FAZ, FR, filmdienst, Berlin...
Kommentar löschenDas ist klug, glänzend inszeniert und sehr schön. Der private Gewaltakt, der die Erschütterung im Film ausmacht, hat einen mehrfachen Subtext durch 9/11, den Irakkrieg, Guantanamo und homeland security. Das alles ist hier mit präsent, und so zeigt Van Sant gewissermaßen den Mikrokosmos als Spiegel des Makrokosmos USA als PARANOID Park.
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Lukas Foerster: taz / cargo / perlentaucher...
Kommentar löschenVielleicht könnte man sich um solcher Momente Willen mit der langweiligen Post-Nirvana-Depression der Skater abfinden, wenn nicht der ganze Film von einem Gestaltungswillen der aufdringlicheren Art durchsetzt wäre.
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Mr.Vengeance: Lost In Imagination
Kommentar löschenGus van Sant ist wieder auf dem richtigen Weg. Nach den Totalausfällen LAST DAYS und ELEPHANT serviert uns van Sant mit PARANOID PARK eine Coming-Off-Age Geschichte die authentischer und nachvollziehbarer nicht hätte sein können. Mit der audio-visuellen Sprache auf die van Sant hier zurückgreift, schafft er ein emotionales Glanzstück des unkonventionellen Films. Stark.
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ThomasNeuhauser: arte ThomasNeuhauser: arte
Kommentar löschenEin Jugenddrama ohne falsche Sentimentalität, von großer Sensibilität und Poesie.
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Kommentare (16) — Film: Paranoid Park
Kommentar schreibenShorty06 2011/02/23 08:44:36
Kommentar löschenParanoid Park von Gus Van Sant.
Der folgende Text ist höchst subjektiv.
Ich weiß nicht warum, aber ich weiß, dass ich etwas ganz besonderes erlebt habe. Der Film geht mir jetzt schon seit einigen Tagen durch den Kopf. Ich weiß nicht warum, aber ich weiß, dass es so ist.
Basierend auf dem Roman von Blake Nelson verfilmt Gus Van Sant einige prägende Tage im Leben des jungen Skater Alex. Van Sant fängt das Leben ein. Ganz nüchtern, ganz legère. Teenager Alltag. Skaten, abhängen, eine Freundin haben, die zwar hübsch ist, aber mit der man irgendwie zu wenig gemeinsam hat. Familienstress, die normalen Probleme, erkennen dass Leistung und Alltag nicht das wichtigste am Leben ist. Doch was ist das wichtige im Leben?
Und plötzlich geschieht etwas, dass einen mit dem Rücken gegen die Wand stellt. Die meißten werden so etwas schon in der ein oder anderen Weise erlebt haben. Dieses "Ach du scheiße, was soll ich jetzt tun?"-Gefühl. Dieses "Jetzt hab' ich verkackt"-Gefühl. Ich konnte mich auf jeden Fall sehr gut hineinversetzen. Und das ist auch das großartige am Paranoid Park. Alles ist real. Ich bin eingetaucht in dieses Portland. Noch nie kam es mir echter vor.
Die Musik ist meditativ, die Bilder die Wahrheit. Und Einstellungen sind immer so lang, dass man einen Schnitt erwartet, er aber doch erst 5 Sekunden später kommt. Tauch ein in diese Welt, in der sich Trauer und Hochgefühl, Aufregung und Tristesse im Sekundentakt abwechseln. Paranoid Park ist kein Werk, das unterhalten oder belehren will. Für mich ist es ein Lebensgefühl.
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Livingtree32 2011/08/13 13:05:45
Antwort löschenNew York? Ist das irgendsone Floskel in Filmkritkierkreisen, die ich nicht verstehe oder ist das ernst gemeint? Der Film spielt in Portland.
Shorty06 2011/08/13 19:34:25
Antwort löschenOh krass, mein Fehler. Weiß nicht wie ich auf New York gekommen bin. Danke für die Richtigstellung. Auf jedenfall war es eine unglaublich städtische Atmosphäre.
pellekraut007 2011/02/09 11:57:10
Kommentar löschenHelter Skelter im Skaterpark! Paranoid Maniacs, Poser und Pros gehen ab... und dann ein Mr. Wilson, ein Slam und die Welt gerät in einen Dauer-Acid-Drop! Paranoid Park ist wie ein Magenschwinger in hypnotischen Bildern, der uns Pseudos einen Abgrund offenbart, der keine Erklärungen braucht! Die Story ist supersimpel, aber in meinen Schweineaugen ist die Story nur die Jump Ramp, über die wir durch Gus van Sant in eine desperate, bodenlose und jederzeit mögliche Gegenwart geschleudert werden! Grunz. Mensch, wo is mein Board, ich muss mir wieder mal die Fußgelenke verstauchen! Ankle Roll, yeah!
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dae-su 2011/01/22 11:42:20
Kommentar löschenGus van Sants vielleicht bester Film: Hier schafft er es, seinen (mitunter extremen) Hang zum ruhigen Erzählen mit einem fesselnden Sozialdrama um einen jungen Skateboarder zu verbinden. Dass ihm diese Verbindung glückt mag vor allem dem begnadeten Kameramann Christopher Doyle und seinen wirklich magischen Bildern zuzuschreiben sein, doch auch van Sant muss Lob ausgesprochen werden: Für seine Schauspielführung (er drehte mit Laiendarstellern), den Rhythmus, den er seinem Film in der brillanten Montage gibt und die Auswahl der Musik, die das Geschehen konterkariert und dadurch umso intensiver werden lässt: Nicht ein Punk-Song in einem Skater-Film; dafür klassische Stücke und Oldies.
Van Sant nimmt sich Zeit, erzählt den wahrscheinlich langsamsten Skater-Film der Geschichte und erzählt genau deswegen so unendlich viel mehr über seine Figuren, als jeder andere Film des Genres es schafft. Wenn Alex nach dem unglücklichen Mord am Wachdienst-Menschen unter der Dusche steht, das Wasser auf sein Haar plätschert, er triefend in slow-motion an der Duschwand heruntersinkt: Dann ist der Film in seinen stärksten Momenten. Dann verbindet er die unbeschreiblichen schönen Momentaufnahmen von Doyle in seiner vollen Tragik und Drastik mit der jugendlichen Unschuld von Alex, der die volle Tragweite seiner Handlung wohl erst viele Jahre später verstehen wird. Das ist, was dem Filme seine Kraft gibt: Eine Generation zu zeigen, irgendwo zwischen Kindheit und Erwachsensein, zwischen Kakao mit extra viel Milch bei Starbucks und Autofahren, erstem Sex, nächtelangem Skaten.
Die elliptische Erzählweise ist es, die dem Film in seiner Langsamkeit seine Spannung verleiht. Van Sant erzählt seine Geschichte verschachtelt, doch nicht um des Zweckes Willen, sondern weil sie ebenso zur Figurenzeichnung beiträgt, wie die sparsamen Dialoge und die langen Blicke ins Gesicht des Protagonisten Alex. Sein Umgang mit der Ungeheuerlichkeit Mord, sein Verdrängen, der Glaube, es totschweigen und vergessen zu können: All das wird durch die zerstückelten Erzählstränge intensiviert.
Mit PARANOID PARK schafft van Sant großes, leises Kino, das unbedingt sehenswert ist.
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fabel 2010/09/09 22:34:53
Kommentar löschenEines ist sicher.
"Paranoid Park" ist mit Sicherheit kein normaler Film.
Nun ja, nach 2 Tagen Filmentzug hat mich MP wieder. Da ich ja bekannter maßen eine Frohnatur bin, wollte ich diesem Entzug mit dem Genuss eines Trashigen Myvideo Filmes (ihr werdet sehen, wer es gewesen ist in den nächsten Tagen) ein Ende setzen. Da aber so ein Kreis, auch Bufferkreis genannt, mich daran hinderte griff ich zum altbewährten Mittel- zur DVD. "Paranoid Park" lächelte mich da so an, da musste ich einfach zugreifen. Gesagt- getan. Und wie oben bereits erwähnt ist dieser Film von VAN SANT mit Sicherheit kein normaler Film.
Er erzählt die Geschichte des Skaters Alex, dessen Leben nicht gerade in die richtige Richtung läuft. So rutscht er ab in die Skaterszene und hier wären wir angekommen am ersten Schwachpunkt.
Der Film vermittelte den Eindruck, dass in diesem Sport sich nur geschundene Seelen und nicht gerade mit dem besten Leben versorgten Menschen befinden. Ja, ist klar. Genauso klar wie es im Fußball nur Asoziale Arbeitslose gibt.
Naja, die Geschichte rund um seine Verzweiflung und seine Gewissensbisse wurde größtenteils von Laiendarstellern rüber gebracht. Deswegen erkenne ich es mal als nicht so schwerwiegend an, dass vor allem der Hauptdarsteller die ganze Zeit nur einen Blick drauf hatte.
Die Geschichte an sich war wohl ganz in Ordnung, wurde auch sehr beklemmend und bedrückend an den Mann/ die Frau gebracht. Doch leider auch ziemlich langatmig.
Da Gus dieses auch bemerkte, nahm er sich den altbewährten Trick vor und zerschnipselte den Film und vermahlte alle Szenen in einander und vermischte diese.
Dieses sollte wohl dem Film irgendwas packendes oder fesselndes mitgeben. Ne, dieses Instrument zum Auskurieren von Schwächen kann nicht punkten bei mir.
Ebenso aufdringlich war dann der Versuch dem Film eine eigenwillige Atmosphäre mitzugeben. Ja, teilweise vermittelten diese speziellen und auch sehr hochwertigen Kamerafahrten wirklich eine spezielle Atmosphäre. Doch auch dieses wirkte an manchen Stellen einfach furchtbar gewollt und mitunter auch nervend. Handwerklich auf einem sehr hohen Level bewegend, doch irgendwie wollte Van Sant die Langatmigkeit des Restes wohl überdecken und vertuschen.
Dieser "Betrug" zog nicht bei mir und so bleibt unterm Strich ein schauspielerisch verzeihnares Mittelmaß, mit einem leider viel zu krampfhaft aufgesetzten Wiedererkennungswert. Auch wenn das menschliche und die Beweggründe durchaus auch relativ mitreißend und beklemmend war. Wie ich nach so einer Situation reagiert hätte ? Ja, dieser Gedanke verfolgte mich gegen Ende doch noch sehr.
Alles in allem ein durchaus nachdenklich stimmendes, handwerklich sicherlich auch gut gemachtes Drama mit etwas zu viel Aufgesetztheit und wenig Höhepunkten. Stattdessen reagierte die Langatmigkeit die meiste Zeit und der Faktor "Komisch" schwirrte gegen Ende dann auch noch durch meinen Kopf.
Nicht normal, einfach seltsam. Trotzdem in den Ansätzen gut.
Irgendwie.....ich weis es nicht.
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mikkean 2010/09/10 00:37:40
Antwort löschenSehr schöne Review zu einem sicherlich anstrengenden Film, den ich so aber auch nur Gus Van Sant zutraue.
fabel 2010/09/10 14:22:17
Antwort löschendanke ;)
Alle 4 Antworten zeigen
philopee 2010/09/10 16:22:05
Antwort löschensehr guter kommentar und der größte zufall der fabel-philopeeschen freundschaft :D
fabel 2010/09/10 17:11:38
Antwort löschenhehe ^^
Dankeschön. :)
Klopper 2010/08/25 13:17:27
Kommentar löschenIn der Zusammenfassung klingt Paranoid Park wie ein spannender Thriller im Skater-Milieu. Mit dieser Erwartungshaltung fliegt man aber kräftig auf die Schnautze.
Regisseur Gus van Sant interessiert sich nicht für die Ermittlungen und die Jagd nach dem Täter, sondern für die Psyche seines Protagonisten, der ein schreckliches Geheimnis hat und versucht damit weiterzuleben. So ist Paranoid Park ein sehr ruhiger Film. Wer van Sants "Elephant" gesehen hat und sich da schon bei den unendlich langen Einstellungen langweilte, sollte um Paranoid Park einen weiten Bogen machen. Auch hier entzückt ein Rücken gerne mal Minutenlang und selten hat man einen Menschen so lange beim Duschen beobachtet. Der eh schon träge Erzählfluss wird dabei immer wieder von Skaterszenen unterbrochen, die von meditativer elektronischer Musik begleitet werden. Ruhiger und melancholischer als dieser Film geht also kaum noch. Aber ich steh auf so was!
Paranoid Park erzeugt eine ganz eigene Atmosphäre zwischen Sentimentalität der verlorenen Jugend, Melancholie und pubertärer Coolness. Das Leben von Alex geht trotz dem Unfall weiter. Er geht weiter zur Schule, erlebt den ersten Sex mit seiner Freundin, macht mit ihr Schluss, trifft Freunde, skatet. Aber all das macht er scheinbar mechanisch, da seine Gedanken ganz woanders sind.
Der Film erinnerte mich oft an "Kids", der auch von Gus van Sant produziert wurde. Das schlechte Gefühl im Bauch ist hier aber nicht ganz so groß und "Kids" kommt insgesamt wesentlich straffer erzählt daher.
Hervorzuheben sind noch die grandiose Kamerarbeit und der perfekt ausgesuchte Soundtrack.
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casio92 2010/07/12 12:09:29
Kommentar löschenEin Film zum Nachdenken. Teilweise zäh und mit wenig Handlung, es geht hier aber gar nicht vorrangig um Spannung oder lange Handlung. Wichtig und wirklich gelungen ist das audiovisuelle Erlebnis, welches der Film vermittelt. Das innere des Protagonisten wird dem (geduldigen) Zuschauer dadurch beeindruckend vermittelt.
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Sanylein 2010/03/02 01:23:13
Kommentar löschenGuten Film , aber es geht alles so langsam vorran das man immer kurz davor ist abzuschalten. Dann ist mann aber doch froh das man nicht abgeschaltet hat.
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Nayuma 2010/02/07 19:37:08
Kommentar löschenFür mich leider nur Mittelmaß... Ich habe mir wirklich mehr versprochen als ich den Inhalt gelesen habe. Sicherlich hat mich die melancholische Seite schon irgendwie auch positiv beeindruckt und auch visuell hat der Film einiges zu bieten... aber wo zum Teufel bleibt diese krasse Underground-Skaterszene?! Also was technisches Niveau anbelangt und das auch visuell gut umgesetzt reicht dieser Streifen leider nicht mal ansatzweise an "Dogtown Boys" heran. Es ist zwar krass was passiert aber dieser depressive Charakter drückt die Stimmung einfach zu extrem. Der Film vergisst einfach auch den Fun-Faktor zu zeigen bzw. ein einfaches simples Lächeln war scheinbar schon zu viel verlangt.
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Skeim 2010/05/06 22:28:24
Antwort löschenHallo?? Wäre dir zum lächeln zumute wenn, du indirekt dafür verantwortlich wärst, dass jemand von einem Zug überfahren wird??
Nayuma 2010/05/16 15:23:59
Antwort löschenWenn man das Lächeln auf dein Kommentar bezieht, dann natürlich nicht. Was ich eigentlich meinte ist, dass den ganzen Film über kein einziger Teenie lacht und Spaß am Leben hat. Oh ja, vielleicht der eine Kerl der in der Szene bei 37,05 Minuten hinter dem Brückenpfeiler steht, der hat definitv Spaß. *Achtung Ironie* Es wird einfach nur eine depressive Generation dargestellt. Ätzend!
Kill_Diether 2009/12/22 23:34:10
Kommentar löschenDie Bilder mit der Musik zusammen vermitteln so was
wie ein bekanntes Gefühl, etwas aus einem Traum
vielleicht. Unsicherheit, Tagträume, Verlorenheit,
Angst, Naivität, Zuversicht und Hoffungslosigkeit. Möglicherweise
kleine Teile aus einer weit entfernten Welt die Teenager heißt.
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Prestigeww 2009/10/12 16:00:59
Kommentar löschenEiner der besten Jugendfilme die ich kenne. Fernab jeder Dramtisierung und ohne Pathos versucht der Film mit allein filmischen Mitteln darzustellen, wie Jugendliche mit extremen Stresssituationen umgehen. Davbei nimmt der film oftmals die Perspektive des Jungen ein. Die Fähigkeit Dinge zu verdrängen, bis sie von Belang sind, wird hier nicht kritisiert, sondern als Überlebensstrategie aufgezeigt. Dies wird daran deutlich, dass Dinge einfach ausgeblendet werden. Etwa die Gesichter der Erwachsenen oder das endlose Gequassel der nervigen Freundin.
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Oberlaender 2009/06/28 02:36:46
Kommentar löschenEine interessante Grundidee im Schneckentempo erzählt. Man sieht mindestens 5x, wie sich die Hauptperson umzieht und es gibt eigentlich keine Dramaturgie. Ich bewundere, wie der Regisseur so viel Zeit mit so wenig Inhalt füllen konnte. Würde man es nicht merken, wäre der Regisseur ein Genie.
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maniacmonkey 2009/05/10 22:58:26
Kommentar löschenWunderschöne Bilder, doch wo ist die Story?
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magX 2009/05/01 16:38:12
Kommentar löschenDer Film klagt nicht an, versucht keine Kriminalgeschichte zu sein. Vielmehr geht es hier um die Beziehungen der Figuren und um die Skaterszene. Szenen aus dem Park und von Skatern werden in die Handlung eingebunden und lockern diese auf. Dabei bekommt man nie das Gefühl durch die Erzählung überfordert zu werden, Gus van Sant schafft es alles konsequent aufzulösen. Weiters ist der Umgang des Films mit Jugendproblemen beeindruckend. Diese werden dem Zuschauer fernab der üblichen amerikanischen Teeniefilme gezeigt. Ein spannender Film, der sich vor allem wegen der realistischen Darstellung seiner Charaktere und ihrer Umgebung auszeichnet.
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Acry 2009/03/05 16:42:43
Kommentar löschenHm, ich konnte mit dem Film nicht wirklich was anfangen. Die Geschichte ist, trotz unchronologischer Erzählreihenfolge, nicht wirklich einfallsreich und irgendwie erschließt sich mir auch nicht so ganz der Sinn.
Hinzu kommt das viel zu abrupte Ende (wie auch schon bei Elephant), das den Gesamteindruck des ohnehin schon nicht so guten Films nochmal richtig versaut.
Nur wegen Gus van Sants Fähigkeit, alltägliche Situationen und Probleme mit einer schon fast faszinierenden Ruhe und Authentizität darzustellen, gebe ich 4.5 Punkte.
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annaberlin 2008/08/12 09:57:46
Kommentar löschenDie erste halbe Stunde langweilt Paranoid Park und kommt wie ein Skater-Musikvideo in Zeitlupe daher. Nach dem springenden Punkt der Story aber erschließt sich alles - plötzlich fügen sich die verschachtelten Szenen zusammen und Gus Van Sants Talent ist erkennbar.
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Firehawk 2008/03/30 20:13:43
Kommentar löschenVon vorne bis hinten die geballte Langeweile. Viel zu viele und viel zu lange Slow Motion Shots, in denen einfach NICHTS passiert und die somit komplett überflüssig sind. Es wird zwar recht schnell klar, dass diese Szenen etwas träumerisches an sich haben (sollen), das ändert jedoch nichts daran, dass sie vor allem eines sind: totlangweilig. Soundtrack ist recht gut, allerdings ist der teilweise sogar wichtiger als die gezeigten Bilder, was ja auch nicht sein kann. Bis auf den Hauptdarsteller erfährt man auch nix über die restlichen Charaktere.
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