Poison

Poison (1991), US
Laufzeit 85 Minuten, Science Fiction-Film, Horrorfilm, Drama

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- Kritiker
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5.4 Community
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von Todd Haynes, mit Edith Meeks und Millie White

Drei Episoden, die die Themen Liebe, Sexualität und Gewalt variieren: “Hero” Der siebenjährige Vatermörder Richie Bacon erschießt seinen Vater und fliegt davon. Im Stile einer TV-Dokumentation erfährt man die Details dieses Dramas. “Horror” ist eine Hommage an die Science-Fiction-Thriller der 50er Jahre. Ein Wissenschaftler trinkt versehentlich sein menschliches Sexualtrieb-Serum und verwandelt sich in einen Mutanten, der eine Epidemie auslöst. “Homo” basiert auf Jean Genets ‘Tagebuch eines Diebes’ und beschreibt die intensive Liebesbeziehung zwischen zwei Gefängnisinsassen, die bereits ihre Jugend in derselben Besserungsanstalt verbracht haben.


Cast & Crew


Kritiken (1) — Film: Poison

Julia Teichmann: film-dienst Julia Teichmann: film-dienst

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8.5Ausgezeichnet

Eine Gesellschaft, die dem Schubladendenken verhaftet ist und Abweichungen von der Norm entsprechend hart sanktioniert, zeichnet Haynes' in "Poison". Er spielt dabei virtuos mit verschiedenen Stilen, imitiert Genres und unterstreicht auf diese Weise auch formal die Widersprüchlichkeit seiner definitionsfeindlichen Charaktere.

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Kommentar — Film: Poison

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Bewertung7.0Sehenswert

Im Grunde ist es nicht nur ein Film, sondern drei parallel montiere Kurzfilme. In unterschiedlichen Erzählstilen und Bildern prangern sie alle einen oder mehrere Missstände in der Gesellschaft an. Die drei Erzählungen werden in keiner Weise (sprachlich, bildlich etc.) verbunden. Dies macht es schwer, den Film im Gesamten zu bewerten. Die Geschichte um Dr. Graves, die im Stil alter Horrorfilme erzählt wird, fand ich am spannendsten. Der Regisseur verwendet hier die Moralkeule früherer Horrorfilme um die Ausgrenzung von Andersartigen (vor allem auch von Homosexuellen) anzuklagen. Der zweite Film erzählt dokumentarisch von einem Mord. Diese Geschichte ist ebenfalls spannend, weil sie uns die Informationen nur in kleinen Portionen reicht. Die dritte Geschichte, die im stetigen Dunkeln in einem Männerknast spielt, fand ich eher etwas lahm, auch wenn seine Erinnerungen an einen frühen Jugendknast doch sehr bizarr anmuten. Es ist ein interessanter, etwas eigenartiger Film, der es schafft, mit seiner seltsamen Stimmung zum Nachdenken anzuregen.

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