Prayers for Bobby

Prayers for Bobby (2009), US
Laufzeit 87 Minuten, FSK 12, Drama

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- Kritiker
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von Russell Mulcahy, mit Sigourney Weaver und Henry Czerny

“Ich habe keinen schwulen Sohn!” Mary Griffith, eine streng religiöse Mutter in den USA Anfang der 80er, kann sich mit der Homosexualität ihres Sohnes nicht abfinden und tut alles, um ihren Sohn von seiner “Krankheit” zu “heilen”. Sie ist der festen Überzeugung, Bobbys Schwulsein ist eine Sünde. In Hoffnung auf die Anerkennung seiner Mutter tut Bobby alles, was sie von ihm verlangt. Als er jedoch merkt, dass er sich nicht ändern kann, machen die Zurückweisung und der Liebesentzug seiner Mutter ihn zunehmend depressiv und führen letzten Endes zu seinem Selbstmord. Mary macht sich auf die schmerzhafte Suche nach dem “Warum?” und beginnt, ihren Glauben in Frage zu. Als sie endlich erkennt, dass Bobbys Homosexualität weder Sünde noch freie Wahl ist, engagiert sie sich zunehmend für die Rechte von Homosexuellen.

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Kommentare (9) — Film: Prayers for Bobby

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ordem1988

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ein Film der unter die Haut geht. Geniale Schlussszene und eine wunderebare Leistung von Sigourney Weaver!!

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patcharisma

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Bewertung7.5Sehenswert

Es gibt so Filme - oftmals Bio-Pics - bei denen man von Beginn an bis zum Schluss weiss wie sie verlaufen werden. Man weiss auch, dass einem oftmals die "grosse" Kunst der pathetischen Dramaturgie erwartet und ist dann trotzdem positiv überrascht, wenn man sie sich dann ansieht. Dieses Erlebnis hat man auch bei der rührenden und sehr spannend umgesetzten Geschichte "Prayers For Bobby". Das ist zum einen so, weil man authentisch (wieder) mal hautnah erleben kann, was für eine Steinzeit Jugendliche in den 70er durchleben mussten. Geblümelte Blusen, austapezierte Wohnwände, Posters von David Cassidy und holzgeschreinerte Fernsehmöbel sind ein paar der vielen Symbolen, die man hier zu sehen bekommt. Austapeziert waren oftmals auch die Köpfe der damals Agierenden. Die grossartige Sigourney Weaver spielt hier so eine Agierende und sie tut es - wen wunderst - natürlich mit grosser Klasse in jeder einzelnen Einstellung. Das Alter ist für sie kein Hindernis, schon in "Girl in the Park" zeigte die ehemals obercoole Alien-Defeaterin: "Ältere Mamas spielen? Kein Problem für mich!" (xD) Sie schafft es mit kleinster Mimik unterdrückte Verzweiflung darzustellen und so wie es dann innerlich in ihr schreit, das geht unter die Haut. Die Message hier, dass man jedes religiös gedruckte Wort fundamental oder eben halt auch liberal auslegen kann ist natürlich immer noch topaktuell - ob in der Bibel oder more recently bei unseren muslimischen Freunden. Für diese wäre der Film jedenfalls ein echter Geheimtipp.

Das Schlussbild, wie Sigourney ein ihr fremder Junge in der Menschenmenge umarmt, der sie visionär an ihren toten Sohn erinnert, ist ein sehr stilles und kraftvolles - und eben mal gar nicht ein so Pathetisches.

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Cersey

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Ich bin absolut sprachlos.
Während der kompletten zweiten Hälfte des Films liefen mir die Tränen unaufhaltsam über das Gesicht.
Diesem Film sollte deutlich mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden.

Dass Sigourney Weaver ihre Rolle mal wieder perfekt gespielt hat, muss man hier denke ich nicht erwähnen.
Es ist so traurig, wenn man von Anfang an weiß, wie der Film ausgeht, und man dennoch die gesamte Zeit hofft, dass es doch gut wird.

Ein sehr bewegender Film mit großartigen Schauspielern!

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Sanylein

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Wow ein Film der einen sehr berührt, also ich konnte Tränen nicht zurückhalten.
Kann ich nur empfehlen, gehört zu den Filmen die man einfach gesehen haben muss.

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Kevin2803

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Sehr berührender Film mit tollen Darstellern. Sollte man sich auf jeden Fall mal ansehen.

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Kill_Diether

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein wichtiger Film, der die Renitenz von
traditionellem Glauben aufzeigt.
Auch heutzutage gibt es weltweit viele,
oft junge Menschen, die deswegen leiden.
Beispielsweise das Mädchen, was den älteren
Mann heiraten muss. Unvorstellbar, dass
sowas oder Anti-Homosexualität mit dem
Willen Gottes gerechtfertigt wird.
Sigourney Weaver spielt eine solche
Bibelfeste Vertreterin. Das macht sie
bis zum bitteren, erkenntnisreichen Ende
überzeugend gut.

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kruemel_1978

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Als der junge Bobby seine Homosexualität entdeckt, ist er zutiefst verunsichert. Seine Mutter ist streng religiös, lebt nach den Worten der Bibel und lässt dem Jungen keine Möglichkeit sich zu entfalten. Als die Neigung Bobbys ans Tageslicht kommt, werden die übelsten Methoden einer köperlichen Reinigung zur Genesung von Bobby angewendet. Seine Mutter Mary klebt im ganzen Haus kleine Merkzettel mit Psalmensprüchen an Wände, Spiegel etc., die Bobby jedes Mal laut aufsagen soll, um mithilfe von Gott wieder 'normal' zu werden. Er muss in eine Kirchengruppe, um sich innerlich zu reinigen, verzichtet sogar auf Fast Food.

Wenn man sich das Trauerspiel so anschaut, möchte man S. Weaver die ersten zwei Drittel des Films permanent schütteln. Sie spielt ihre Rolle als streng religiöse Mutter erschreckend überzeugend. Selbst als Bobby nicht mehr da ist, geht es ihr zunächst nur darum herauszufinden, ob ihr Sohn nach den Worten der Bibel nun im Himmel oder in der Hölle weilt. Allerdings treibt die Einsamkeit sie dazu, das Tagebuch ihres Sohnes zu lesen, sich mehr und mehr mit seiner Gefühlswelt auseinanderzusetzen. Schließlich sucht sie Rat in Schwulen- und Lesbentreffen, wobei langsam Ernüchterung einsetzt.

Interessant finde ich in diesem Fall, dass besonders die Mutter mit der Homosexualität zu kämpfen hat, während der Vater sich schon relativ früh mit der Tatsache arrangiert und nie den Kontakt zu seinem Sohn abbricht. Mary aber bezeichnet Bobby irgendwann nicht mehr als ihren Sohn, mit fatalen Folgen...

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Haze

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Bewertung7.5Sehenswert

Trotz Überschuss an Pathos eine ordentliche TV-Adaption mit aufrichtiger Botschaft und einer starken Sigourney Weaver.

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Jakatta

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Bewertung10.0Herausragend

Der Film wurde 2009 für den amerikanischen TV-Sender Lifetime produziert und beruht auf wahre Begebenheiten. Mary Griffith gibt es wirklich. Eine Frau, die durch ihr mutiges Engagement in Amerika zur einer Art Gallionsfigur wurde.

Der Film ist sehenswert, auch wenn ich finde, dass er stellenweise etwas zu pathetisch daherkommt. So ist die Wichtigkeit dieser Thematik natürlich mehr als essentiell. Kein Mensch sollte wegen seiner sexuellen Orientierung diskriminiert oder verachtet werden. Liebe ist ein natürliches Bedürfnis. Und wie im Falle Bobby kann man es sich ja auch nicht "aussuchen" wie man ist oder wen man liebt.

Ich wäre allerdings schon gespannt, wie der Streifen aussehen würde, wenn dieser Film für's Kino produziert worden wäre. Das frage ich mich deswegen, weil man dieser Produktion einen gewissen "Fernsehfilm-Charakter" durchaus ansieht. Aus den vorhandenen knapp 90 Min. könnte man locker zusätzlich 30 Min. dranhängen und z.B. die Beweggründe von Mary, die ja zuerst eine überzeugte Gegnerin von Homosexualität ist und dann eine Wandlung zur Aktivistin und Befürworterin durchzieht. Im Film wird dieser interessante Aspekt leider zu kurz angeschnitten, finde ich.

Trotzdem, der Film ist gut, die Schauspieler agieren überzeugend, insbesondere Ryan Kelley und natürlich die wie immer erstklassige Sigourney Wwaver, die ich schon lange sehr verehre.

Das Schlußbild besitzt ebenfalls Symbolkraft: Man sieht Mary zusammen mit ihrer Famile und anderen Eltern beim Christopher Street Day in San Francisco marschieren, als sie am Straßenrand einen jungen Mann sieht, der ihrem verstorbenen Bobby sehr ähnlich sieht. Sie geht zu ihm und umarmt ihn und schließt dabei Frieden mit den Tod ihres Sohnes, mit dem Schwur sich für die Rechte der Schwulenbewegung einzusetzen.

Ein starker Film!

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