Rote Laterne
Da hong deng long gao gao gua (1991), CN/TW/HK Laufzeit 125 Minuten, FSK 12, Drama, Historienfilm, Kinostart 30.07.1992
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von Yimou Zhang, mit Li Gong und Caifei He
China in den 20er Jahren: Die Studentin Songlian heiratet nach dem Tod ihres Vaters auf Drängen ihrer Stiefmutter den reichen Herrn Chen und zieht als seine vierte Frau in dessen prächtiges Anwesen ein. Chen ist ein mächtiger Clan-Chef im Norden Chinas und herrscht uneingeschränkt in seiner Sippe. Seine erste Frau hat ihm einen Sohn geboren, die zweite Frau ist eine geschickte Intrigantin und die dritte Frau hat heimlich ein Verhältnis mit dem Hausarzt. Die vier Frauen bewohnen ein eigenes Haus und haben eigene Dienerinnen. Allabendlich unterwirft Herr Chen seine Frauen einem strengen Ritual. Sie müssen vor ihren Häusern Aufstellung nehmen, dann wird verkündet, bei welcher Frau der Herr die Nacht verbringt. Als Symbol seiner Gunst leuchten anschließend rote Laternen im Hof und in den Gemächern der Favoritin. Songlian begreift bald, wie sie sich vor den anderen Frauen einen Vorteil verschaffen kann. Sie gibt vor, schwanger zu sein. Damit kann sie Chen einige Zeit lang fester an sich binden. Umso schlimmer ist aber ihre Niederlage, als die Täuschung offenbar wird.
Cast & Crew
-
Yimou Zhang
-
Li Gong
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Songlian
-
Caifei He
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Dritte Concubine
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Jingwu Ma
-
Cuifen Cao
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Zweite Concubine
-
Zhao Qi
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Haushälter
Regie
Schauspieler
-
Ni Zhen
- Genre
- Sozialdrama, Historienfilm
- Handlung
- Hochzeit, Intrige, Konkurrenz, Polygamie, Reichtum
- Mitmachen
- Wie gut passen diese Schlagworte? Stimm ab und hilf uns sie neu zu gewichten!

Bin-jip
Frühling, Sommer, Herbst, Winter und ... Frühling
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Kritiken (1) — Film: Rote Laterne
Ulrich Behrens
Kommentar löschenZhang benennt aber nicht nur die Komponenten eines solch (scheinbar) autonomen totalitären Systems. Er zeigt sie bildgewaltig, und er zeigt, in welcher Stille sich das System letztlich reproduziert und welche tödlichen Strafen es für die vorsieht, die nicht nur gegen es rebellieren, sondern entscheidende Regeln verletzen. Dass „Die rote Laterne” eine versteckte Kritik am totalitären chinesischen Regime (und darüber hinaus an jedem Totalitarismus) darstellt, kann man schlichtweg nicht bezweifeln.
Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten
Kommentare (13) — Film: Rote Laterne
Kommentar schreibenVisitorQ 2011/11/21 11:10:01
Kommentar löschenEiner der besten Filme von Yimou mit einer großartigen Gong Li. Ein Film so wunderschön, dass er wirklich zum Träumen einlädt.
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TheDrPepperPower 2011/11/15 15:36:13
Kommentar löschenDie Tradition ist eine Fessel der Vergangenheit. Es gibt keinen Grund sich ihr zu unterwerfen außer um ihrer Selbst willen. Sie abzustreifen ist der erste Schritt zur Freiheit und einem glücklichen Leben. Die Menschheit hat noch einen weiten Weg zu gehen.
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BigDi 2011/08/21 17:42:52
Kommentar löschenEs ist reinstes Patriarchat, doch in Wirklich ist der Mann hier eine Marionette, die kaum zu Wort kommt und nicht einmal ihr Gesicht zeigen darf. Er ist anonym und allgegenwärtig und letzten Endes von keinem Belang für das Geschehen. Stattdessen geht es um die Frauen, die sich in einem Netz aus Machtkämpfen, Verrat und Manipulation verstricken - als würden sich bei jeden Schritt einer die Schlingen um die Hälse der anderen zusammenziehen. In diesem Mikrokosmos, welcher ganz wunderbar als Spiegel des nicht sichtbaren, aber existenten großen Ganzen funktioniert, kann es jedoch keine Gewinner geben, weil es nichts zu gewinnen gibt - nichts, was einem in wenigen Stunden wieder genommen werden kann. Wer einem anderen eine Grube gräbt, verliert das Licht der roten Laternen, die Wahl beim Essen, die Zweisamkeit der Nacht, den Verstand und das Leben. Die Wendung in der Geschichte ist zwar vorhersehbar, funktioniert aber dennoch hervorragend, weil man sie schlicht nicht wahrhaben möchte. "Rote Laterne" ist so streng inszeniert wie die Regeln, nach denen die gezeigte Welt funktioniert, so schmerzhaft wie das Chaos, was hinter diesen lauert, und so beengend wie ein Käfig nur sein kann. Und auf seine Art vielleicht der beste Gefängnisfilm.
14 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
phoenix409 2011/02/11 21:25:28
Kommentar löschen"Im Leben ist es wie im Theater. Spielt man gut, betrügt man andere. Spielt man schlecht, betrügt man sich. Und wenn man sich selbst nicht mehr betrügen kann, betrügt man nur noch die Geister." - "Den Unterschied macht nur ein Atemzug. Menschen sind Geister. Geister sind Menschen."
Ein Riss im Sittengemälde. Der gnädige Herr entscheidet, in welcher Nacht er bei welcher seiner vier Frauen schläft. Die Erwählte genießt allerlei Privilegien und den Schein roter Laternen, die anderen haben das Nachsehen. Das ist die Aufgabe. Das ist die Pflicht. Der gnädige Herr entscheidet, die Frauen bleiben abrufbereit. Was bleibt da noch? Viel Zeit für Neugier, Neid, Lästerei und Intrigenspiele, viel Zeit für gefährliche Gedanken, viel Zeit für eine langsam, aber genial aufgebaute Geschichte vor anziehend kühler Kulisse, eingefangen in einer wahrlich wunderschönen Bildsprache. Wenn's nach mir gegangen wäre, ich hätte gerne noch viel mehr Zeit investiert. "Rote Laterne" ist ein Meisterwerk und eine echte Perle.
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janissl 2011/02/11 22:04:21
Antwort löschen"Wenn's nach mir gegangen wäre, ich hätte gerne noch viel mehr Zeit investiert. "Rote Laterne" ist ein Meisterwerk und eine echte Perle."
Kurz und knapp und gut und richtig!!! :)
jollyroger 2011/02/11 22:31:53
Antwort löschenDanke, vorgemerkt.
phoenix409 2011/02/12 00:13:03
Antwort löschenKein Problem ;)
und danke janissl für's drauf aufmerksam machen, ebenso für "Der Eissturm", beide sind richtig groß.
BigDi 2011/02/12 01:04:43
Antwort löschenWie oft hatte ich mir schon fest vorgenommen, die TV-Aufnahme zu schauen, wie oft habe ich sie wieder nach hinten geschoben...aber beim nächsten Mal klappt's, versprochen! :)
Tyler__Durden 2011/02/12 01:24:15
Antwort löschenSieben Monate BigDi. Sieben Monate seit ich meinen Kommentar geschrieben habe und du sagtest du sieht ihn dir an. Jetzt wirds wirklich mal Zeit. :P
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janissl 2011/02/12 02:34:10
Antwort löschen@phoenix: Wenn Du das sagst fühl ich mich bestätigt und geschmeichelt!
:)
BigDi 2011/02/12 12:25:05
Antwort löschen@Tyler__Durden: Immerhin, vom Gefühl her hätte ich gesagt, ich hätt's mir vor mindestens einem Jahr vorgenommen. :D
Sigmund 2010/08/18 18:37:28
Kommentar löschenEin brillantes (vielleicht das beste!) Gleichnis für die Mechanismen von Machtmissbrauch.
So zeigt der Film minutiös und mit kristalliner Klarheit, wie sich die im Netz der Abhängigkeit verfangenen Individuen bei ihrem Ringen um kleine Privilegien – das Zuckerbrot jedes versierten Despoten – selbst verraten, gegenseitig kontrollieren und so letztlich zu Stützpfeilern eines Systems werden, das sie mit unausweichlicher Konsequenz innerlich zerreiben wird.
Eine Dynamik, die sich stimmig auf die gängigen Schurkenstaaten übertragen lässt, aber nicht weniger auf jedes andere System zutrifft, das seine Untergebenen entwertet, kleinhält und sie mit verheißungsvollem Plunderkram gefügig macht.
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janissl 2010/07/18 22:01:04
Kommentar löschen1991 sah Kommunismus in China noch ein bisschen anders aus als heute, das Tian’anmen-Massaker war gerade mal zwei Jahre alt und vom heutigen wirtschaftlichen Aufschwung war auch noch nicht viel zu sehen. Was Menschenrechte angeht hat sich zwar nicht viel verändert, aber trotzdem ist uns das Reich der Mitte ein gutes Stückchen näher als damals, jedes westliche Unternehmen, das was auf sich hält, hat eine schicke Dependance in Shanghai und auch kulturell hat sich einiges getan. Chinesische Mauer und Terrakotta-Armee sind beliebte Reiseziele geworden und das chinesische Kino bekommt weit mehr Aufmerksamkeit hierzulande, was nicht zuletzt an Zhang Yimou liegt.
1991 drehte Zhang Yimou "Rote Laterne", er hatte mit "Rotes Kornfeld" bereits 1988 den goldenen Bären gewonnen und war somit international kein unbeschriebenes Blatt mehr, auch in seiner Heimat wurde der Film zwar kontrovers besprochen, brachte ihm aber einiges an Anerkennung. Das sollte sich mit "Rote Laterne" allerdings ändern...
Der Film erzählt die Geschichte von Songlian, einer jungen Chinesin, gespielt von der wunderbaren Gong Li, die nach dem Tod ihres Vaters ihr Studium nicht mehr fortsetzen kann und von ihrer Stiefmutter an einen reichen Mann verheiratet wird, und zwar als dessen Frau Nummer Vier. Sie zieht ein in das große Anwesen ihres neuen Gatten und bekommt, wie die anderen Frauen auch, ein eigenes Wohnhaus mit vorgelagertem Hof. Dieser Hof wird fortan eine entscheidende Rolle in ihrem Leben spielen, denn er wird jeden Abend mit roten Laternen geschmückt, sollte sich ihr Ehemann dazu entscheiden, mit ihr die Nacht zu verbringen. Mit dieser Entscheidung sind zahlreiche weitere Vergünstigungen sowie die Kontrolle über den täglichen Speiseplan verbunden.
Der Konkurrenzkampf mit den anderen Frauen bestimmt von nun an ihr Leben und als gebildete, aber auch noch sehr junge Frau (19), fällt es ihr schwer sich mit diesem neuen beschränkten Leben abzufinden. Die Beziehungen zu ihren "Schwestern" erweisen sich als schwierig und ihr Nonkonformismus und ihr Freiheitsdrang führen am Ende zur Katastrophe...
"Rote Laterne" spielt vor der Kulturrevolution und prangert somit vordergründig Verhältnisse an, die es im kommunistischen China gar nicht mehr gab, nichts desto trotz war er in China jahrelang verboten. Man muss allerdings auch kein Genie sein, um die Allgemeingültigkeit der Geschichte zu erkennen. Songlian sieht sich einem geschlossenen, totalitären System gegenüber, ein freundlicher Umgang miteinander ist auf Grund des von oben ausgeübten Drucks und der zahlreichen Beschränkungen unmöglich. Die Parallelen zur chinesischen Diktatur sind den damaligen Machthabern nicht entgangen und somit war es nur logisch, dass der Film auf dem Index landete. Daran konnten auch zahlreiche internationale Auszeichnungen nichts ändern.
Dafür dass es Filme aus Unrechtsregimen immer wieder schaffen, mit einfachen Geschichten auf das große Ganze hinzuweisen, gibt es viele Beispiele, nicht zuletzt tolle DDR-Filme, wie "Die Spur der Steine". Aber was "Rote Laterne" so einzigartig macht ist letztendlich die Klasse von Zhang Yimou, dem visuell, formal und dramaturgisch keiner was vormacht. Wie er mit wunderschönen, bedrohlichen Bildern die Enge dieses eigentlich luxuriösen Lebens verdeutlicht, wie er seine Protagonistin einführt, trotzig wie 19jährige Mädchen nun mal sind, sie einem nahe bringt und den Zuschauer mit ihr leiden lässt, wie er mit sehr ruhigem Erzähltempo die Spannung stets hoch hält und wie er trotz strenger Formalität nie Gefahr läuft trocken oder langweilig zu werden, das alles zeigt, dass er in erster Linie ein begnadeter Geschichtenerzähler ist.
"Rote Laterne" ist sehr traurig, noch trauriger ist allerdings wie es mit Zhang Yimou weiterging, der hat sich nämlich leider spätestens 2002 mit "Hero" von seinen Grundsätzen verabschiedet und erzählt keine tollen Geschichten mehr, sondern regimetreue, individualitätsfeindliche Fabeln, die man gerade im Bezug auf das Tian’anmen-Massaker, trotz Augenfreundlichkeit und Bildgewalt nur widerlich finden kann.
Tja, und da sind wir wieder am Anfang. China bleibt ein großes Mysterium und Zhang Yimou leider auch.
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Tyler__Durden 2010/07/08 21:37:16
Kommentar löschen"Raise the Red Lantern" ist einer dieser Filme für die der Begriff Bildkomposition erfunden worden ist. So viel der Emotionen und Gefühlslagen werden z.B. nur durch den Perfekten Lichteinsatz der immer Präsenten Roten Lampen erzeugt. Diese natürlich Wärme ausstrahlen, doch Lun Yang und Fei Zhao stellen im Kontrast dazu die Charaktere und dessen Abstinenz ihrer Wärme dagegen. Solche Virtuosität und Kompetenz lässt einen ja schon beim Zuschauen Neidisch werden. Zhang Yimous Wunderwerk des Chinesischen Kinos zeigt uns den Weg , besser ausgedrückt den Leidensweg einer Konkubine in den Wahnsinn ihrer Psyche und die Kälte ihrer Umgebung mit solch erschütternder Klarheit das man selbst als Europäer, der von solch einer Thematik kaum etwas weiß, ein gutes Bild der Frauen bekommt die so etwas durchleben. Bezwingend und Herausfordernd und was Chinas Kinogeschichte angeht ganz weit oben auf dem Thron.
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BigDi 2010/07/08 22:49:58
Antwort löschenHey, den Film habe ich so gut wie, wird bald geschaut. (oder ich schieb noch "Die sieben Samurai" dazwischen, aber ich fürchte, ich werde nie dazu kommen, den zu schauen^^)
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Tyler__Durden 2010/07/08 23:03:07
Antwort löschenDie dunkle Seite der Filmliebschaft, es gibt einfach zu viele die einen beglücken wollen.^^
BigDi 2010/07/09 01:13:38
Antwort löschenIch überlege gerade, wie es wäre, wenn das auf Frauen zutreffen würde...argh, mitten in der Nacht denken ist nicht gut. ^^
Pardus 2010/06/27 18:12:48
Kommentar löschenweißer schnee und rotes licht... wirklich tolle bilder. stilistisch sehr ausgefeilt beispielsweise das mann das gesicht des herren nie sieht. gut gemacht !
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8martin 2010/06/14 18:33:56
Kommentar löschenDie bezaubernde Gong Li in ihrem vielleicht optisch schönsten Film. In formal streng komponierten, äußerst eindrucksvollen Bildern erzählt der Film in einem Farbenrausch in ganz ruhiger Abfolge eine an sich belanglose Geschichte: Songliang wird vierte Nebenfrau eines reichen Chinesen. Das Anwesen ist ein abgeschlossenes Universum mit klar gegliederter Hierarchie. Hier verläuft das Leben nach immer gleichen, starren Regeln, genau wie die Jahreszeiten. Verstöße werden unnachsichtig geahndet. Doch es gibt tödliche Intrigen und Verrat unter den Frauen. Von den Herren sieht man eigentlich recht wenig. Mit ihrer Eigenständigkeit, ihrem Mut auch zu einer gewagten Aussprache und ihrer Stärke als Frau erarbeitet sich Songliang eine vordere Stellung in der Beliebtheitsskala. Doch sie bleibt nur ein kleines Rädchen im großen Getriebe des Hauses, wird unschuldig schuldig und endet mit ihren Gewissensbissen im Wahnsinn.
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M_A_X 2008/10/02 04:07:10
Kommentar löschenEin kleines, ruhiges, trauriges Meisterwerk.
In ruhigen, stilvollen und teils durchaus künstlerisch anspruchsvollen Szenen schildert dieser Film ein Frauenschicksal welches es zu der damaligen Zeit in China zuhauf gab und vermitelt trotz seinem stringent "negativen" Handlungsverlauf ein Bild, von einer historischen Schande, welches nie pessimistisch daher kommt sondern stehts mit Nüchternheit, der bitteren Realität.
Bemerkt werden sollte die Tatsache dass der Regisseur des Filmes der Gleiche ist der auch "Hero" und "Fluch der goldenen Blume" verwirklichte. Wobei es nur schmerzlich zu erkennen ist, dass sein letzer Film (Fluch der goldenen Blume) ein, im Kontext betrachtet, Pro-China Film ist.
Dieser Film hier wurde in China indiziert...weil er etwas aussprach was man nicht hören wollte.
Es bleibt festzustellen das dies, neben "Hero", der beste Film des Chinesen "Zhang Yimou" ist...und leider auch bleiben wird.
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annaberlin 2008/06/04 10:34:48
Kommentar löschenIch finde zwar normalerweise keinen richtigen Zugang zum chinesischen Kino, aber dieser Film ist eine Ausnahme. Es ist erschütternd, wie das junge schöne Mädchen durch Intrigen zugrunde geht. Eindeutig auch die Referenz auf den totalitären Staat China, und von daher auf zwei Ebenen lesbar. Zang Yimou ist damit einer der wenigen Regisseure Chinas, der nicht staatskonforme Filme macht und somit die Kunst nutzt, um ein internationales Publikum darauf aufmerksam zu machen, wie sehr die Freiheit in China beschnitten wird.
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Nevenka 2008/01/06 17:41:34
Kommentar löschenDer Mann steht über seinen Frauen, die Ehefrauen über den DienerInnen. Der Mann bestimmt durch seine Lust über die Ranghöhe der Ehefrauen. Das Gebären von Söhnen spielt eine maßgebliche Rolle. Für Einfluss und Macht, um dem Ehemann in seiner Stellung am nächsten zu sein, intrigieren die Ehefrauen gegeneinander. Wenn eine Dienerin die Konkubine des Herren wird, ist dieses System noch komplizierter. Krankheit, Tod und wahnsinnbewirkende Schuld sind die Strafen, die die Frauen dafür erleiden, dieses Gefängnis, das ihr Leben ist, für sich verbessern zu wollen. Krankheit, Tod und Wahnsinn sind gleichzeitig die einzigen funktionierenden Auswege. Der kleine Sohn der dritten Frau sagt an einer Stelle ein Gedicht über Vögel im Käfig auf, die nicht so schön singen wie im Wald. Ein roter Käfig. Ein Film, der mich sehr beeindruckt hat.
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BUW_213_ER 2007/11/20 19:32:59
Kommentar löschenGuter, aber ernüchternder Film... es ist erschütternd wie eine frau an ihren eigenen lügen zu grunde geht nur um die zuneigung eines mannes zu gewinnen!
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