Sling Blade - Auf Messers Schneide

Sling Blade (1996), US
Laufzeit 135 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 18.09.1997

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7.0 Kritiker
6 Bewertungen
Skala 0 bis 10
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von Billy Bob Thornton, mit Billy Bob Thornton und Dwight Yoakam

Karl Childers ist wieder auf freiem Fuß. 25 Jahre hatte er in der Heilanstalt für Kriminelle eingesessen, weil er seine Mutter mit einem Rüpel beim Sex überrascht und kurzerhand mit einer Sense umgebracht hatte. Jetzt ist Karl Childers (Billy Bob Thornton) geläutert. Ein bibelfester, gottesfürchtiger Mann, für den es nur noch einen Grundsatz gibt- er wird niemals wieder töten. Zurück in seiner Heimatstadt läßt sich das Leben gut an für Karl. Er findet einen Job als Mechaniker, und er macht die Bekanntschaft des Jungen Frank Wheatley (Lucas Black). Die beiden werden Freunde, und Franks Mutter Linda (Natalie Canerday) bietet Karl eine Unterkunft in der Garage an. Lindas Lebensgefährte ist ein Mann namens Doyle (Dwight YoaLam), ein cholerischer Redneck mit Neigung zur Gewalt, der sich aggressiv ins Familienleben der Wheatleys einmischt. Nur Lindas bester Freund Vaughan (John Ritter), der homosexuelle Geschäftsführer des örtlichen Supermarkts, stellt sich schützend vor Mutter und Sohn, wenn Doyle wieder einmal handgreiflich zu werden droht. Karl erkennt schnell, daß Doyle Franks Leben zu vergiften droht. Verzweifelt wägt er seine Prinzipien über Gut und Böse. Soll er sich still verhalten oder soll er eingreifen, um den Jungen zu beschützen? Und wenn, wie weit würde er dabei gehen müssen? Ein furchtbarer innerer Kampf beginnt, und die Ereignisse geraten außer Kontrolle.

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Kritiken (2) — Film: Sling Blade - Auf Messers Schneide

Jürgen Kiontke: Jungle World, ai-Journal, K...

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6.0Ganz gut

In "Sling Blade" verknüpfen sich mehrere Ebenen zur Lebenswelt-Retrospektive, und die Erzählstruktur wird auch hier von der Musik flankiert: So versucht Doyle mit Freunden, eine Band aufzubauen, doch niemand meint es damit wirklich ernst. Der Stil gehört der Vergangenheit an wie seine Interpreten: Country und Rock'n'Roll. Ein perspektivloses Unterfangen, wie ihr verunglückter Song "Plunger" zeigt. Der Regisseur riet dem Komponisten Pete Anderson, lediglich einen Anfang, jedoch keinen Schluß zu komponieren. Ähnlich wie in den beiden anderen Filmen deutet die Musik den totalen Stillstand in einer Welt an, die ihre Bewohner zur Bewegung nötigt.
Die Figuren sind wandelnde Katastrophen zwischen allen Welten, solange sie ihre Prüfung - die Festlegung des Ich - noch nicht ablegen mußten, man könnte sagen, sie waren glücklich, weil sie nichts wußten.

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fko: filmsprung.ch fko: filmsprung.ch

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7.0Sehenswert

Das Drehbuch von Thornton ist zweifellos packend, auch wenn einige Figuren ein wenig zu stark auf Stereotypen basieren. Durch die überzeugenden Darsteller ist die Geschichte dennoch glaubwürdig und vor allem aufwühlend. Kameramann Barry Markowitz hat zudem einige wunderbare Aufnahmen eingefangen.

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Kommentar — Film: Sling Blade - Auf Messers Schneide

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Einer meiner Lieblingsfilme.
Den größten Teil seiner Kindheit verbrachte Carl Childers von seinen Eltern eingesperrt in einem Werkzeugschuppen. Kontaktarm und zurückgeblieben, begeht er in seiner Jugend quasi irrtümlich einen zweifachen Mord und wird über Jahrzehnte in eine Irrenanstalt gesperrt. Dort lernt er lesen; vier Jahre benötigt er für die Bibel.
Die Welt, in die er entlassen wird, ist ihm fremd, aber wohlgesonnen. Er findet Arbeit in einer Werkstatt und eine Art Familie in dem 12jährigen Frank, dessen Mutter Linda und derem Chef und (schwulen) Freund Vaughan.
Carl ist langsam, schüchtern, schwerfällig und völlig ungeübt im Umgang mit Menschen. Aber er denkt nach, unterscheidet gut von böse und versucht stets das Richtige zu tun. Das fällt ihm jedoch immer schwerer angesichts von Lindas egomanischem Freund Doyle, der Frank demütigt, das Leben von Carls neuen Freunden zur Hölle macht und dessen mühsam erarbeiteten moralischen Massstäbe auf eine harte Probe stellt....

Sling Blade lebt von der brillant gespielten Figur des Carl Childers und dessen unnachahmlicher Sprache, unterstützt von wunderbaren Bildern, herzzerreißend tragikomischen Situationen und einer Musik, die den ohnehin schon intensiven Film nochmal unterstreicht.

Unbedingt im englischen Original gucken!

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