Tatort: Hilflos

Tatort: Hilflos (2010),
Laufzeit 88 Minuten, FSK 0, Kriminalfilm

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- Kritiker
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von Hannu Salonen, mit Maximilian Brückner und Gregor Weber

Der Gesamtschüler David wird in einem Parkhaus tot aufgefunden. Seine Verletzungen deuten auf ein Gewaltverbrechen hin. Die Kommissare Kappl und Deininger befragen die Klasse des Jungen. Doch den Mitschülern scheint die Tatsache, dass einer von ihnen auf brutale Weise ums Leben kam, gleichgültig zu sein. David war „keiner von ihnen”.

Handlung

In einem verlassenen Saarbrücker Parkhaus wird die Leiche eines Gesamtschülers gefunden. David ist nach einem Kampf von einem Vorsprung in die Tiefe gestürzt und hat sich das Genick gebrochen. Die Kommissare Kappl und Deininger ermitteln in dem Fall auch in der Schule des Opfers. Stefan Deininger trifft das schwer, denn er selbst ist früher auf diese Schule gegangen. Davids Mitschüler reagieren auf den Tod ihres Mitschülers mit zur Schau getragener Gleichgültigkeit. Dass David ein Außenseiter war, bestätigt auch seine Klassenlehrerin. Nach und nach stellt sich heraus, dass die Lehrer mehr als nur beschönigen. Die Quälereien, denen David und sein bester und einziger Freund Tobias in der Klasse ausgesetzt waren, überschritten die Grenzen herkömmlichen Mobbings bei weitem. Und obwohl auch Tobias wie David Opfer der Attacken seiner Mitschüler war, gerät er schnell in den Fokus der Ermittler. Während Stefan Deininger Mitleid empfindet und versucht, die Situation des Außenseiters zu verstehen, sieht Franz Kappl in Tobias den gesuchten Mörder und versucht, ihn unter Druck zu setzen. Doch welchen Grund sollte Tobias haben, seinen besten Freund umzubringen? Und warum schweigt eine ganze Klasse zu den Vorgängen?

Mit Material von ARD


Cast & Crew


Kritiken (1) — Film: Tatort: Hilflos

Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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7.0Sehenswert

Solider Sonntagabendkrimi mit gut besetzten Nebenrollen, der dem Thema zwar nichts neues hinzufügte, aber eine gelungene Skizze jugendlicher Befindlichkeiten ablieferte. Das Kommissars-Team mit Minipli und Porno-Schnurres bleibt allerdings gewöhnungsbedürftig.

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Kommentare (5) — Film: Tatort: Hilflos

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Schloøpselcki

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Bewertung7.5Sehenswert

Oh ehrlich gesagt fand ich diesen Tatort trotz gewöhnungsbedürftigem Ermittlerduo sehr eindringlich und gut. Sergej Moya glänzt über jegliche schauspielerischen Mängel anderer Darsteller hinweg und verleiht seiner Rolle nicht nur Authenzität sondern auch Tiefe. Das Thema kommt mir mäßig spannend vor, wurde jedoch sehr gekonnt und interessant umgesetzt. Wirklich sehenswert.

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koenigin

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Bewertung10.0Herausragend

für mich einer der besten tatorte der letzten zeit. hochgradig real- so sind jugendliche,
die selbst arm dran sind.
in der hauptrolle sergej moya, der herausragend, überragend, begnadet ist!!!
überstrahlt alle anderen!

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Marie Krolock

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Bewertung5.5Geht so

Dieser Tatort war für mich nicht nachvollziehbar. Da ich nicht spoilern will, stell ich auch keine Fragen... aber einiges hat für mich wirklich keinen Sinn gemacht.
Punkte bekommt er für die Darsteller. Sergej Moya als Tobias ganz groß! Die Ermittler waren auch ganz ok. Aber die Story... da gehen leider einige Punkte den Bach runter.

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Darbon

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Bewertung3.0Schwach

Unter Schülern wird gegen Mobbing aufbegehrt, mit Gewalt. Dass Grauskamkeiten an Schulen nicht erst seit gestern Normalität sind, ist erschütternd. "Tatort: Hilflos" empört sich nicht; er ist durchweg betroffen. Speckige Haare, unreine Haut, Genuschel und Mundgeruch der festen Zahnspange wegen: Klar, dass so ein Außenseiter, übrigens ganz fein gespielt von Sergej Moya, von allen gemobbt wird. Als seien diese Klischee-Zutaten nicht ausreichend, verpassen die Autoren dem jungen Mann in seinem schwarzen Mantel obendrein noch eine Diddlmaus-Brotdose als Accessoire! Und in die wird hineingekackt. Von einem der vielen Täter, die natürlich nicht befragt werden von einem Ermittlerduo, das sich thesenhaft zankt. Und die Mutter des Haupttäters sieht in ihrem kalten, weißen Haus aus wie ein Einrichtungsgegenstand in einem Beerdigungsinstitut; das ist prätentiös und nicht subtil.

Dass dieser "Tatort" auf die jugendlichen Grausamkeiten keine Antworten gibt, ist durchaus löblich, denn es gibt keine. Doch die banale Grundidee, dass sich ein Opfer zum Täter wandelt und darüber erneut zur Opferrolle zurückschlurft, wird auf 90 Minuten voller Überflüssigkeiten und Heucheleien zerdehnt, in deren letztem Drittel die Tat dreimal von Zeugen des Dramas erzählt wird. Hier werden aus reiner Sendeplatzausnutzung nach 70 Minuten und der Entlarvung des Täters Erklärungen nachgereicht und öde wiederholt: vom Täter, von einem Mobiltelefon-Video, das ein verstörter Zeuge im Machtrausch gedreht hat und im mehr transusig gestelzten denn nüchternen Protokoll des Polizisten Kappl. Dieser ist hier so unsensibel gezeichnet, dass seine Figur nur widerwärtig erscheint bis zur seit Filmbeginn als off-Bericht behaupteten und deshalb lächerlichen Läuterung. Das ist dann auch mehr quälend dröge und einfältig denn erschütternd und karg.

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harperpitt

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Stimmt alles, ich hab den Tatort aber trotzdem zu Ende geguckt, einzig weil Sergej Moya so umwerfend spielte!


haseputz

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Bewertung2.0Ärgerlich

Der Tatort ist geeignet für´n Schredder. Vielleicht noch für eine Wiederholung auf ARTE.

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