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Tetsuo: The Bulletman
Tetsuo: The Bulletman (2009), Laufzeit 80 Minuten, Actionfilm, Science Fiction-Film
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von Shinya Tsukamoto, mit Eric Bossick und Akiko Monou
Der Büroangestellte Anthony lebt zusammen mit seiner Frau Yuriko und ihrem Sohn Tom in Tokyo. Als Tom das Opfer eines Rasers wird, verliert Yuriko ihren Verstand, während Anthony unter gewaltigen Emotionsschüben eine Mutation durchmacht. Die Folge: Anthonys Zellen verwandeln sich in Metall…
Cast & Crew
Drehbuch
Filmdetails Tetsuo: The Bulletman
- Genre
- Actionfilm, Science Fiction-Film
- Ort
- Tokio, Tokyo
- Handlung
- Metall, Todesfall, Wahnsinn
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Kommentare (7) — Film: Tetsuo: The Bulletman
jacker Mon, 13 May 2013 10:56:30 -0000
Kommentar löschenWas Shinya Tsukamoto bewiesenermaßen kann:
Audiovisuellen Wahnsinn auf die Leinwand bringen, industruielle Noise-Soundtracks schreiben, beklemmende Atmosphären generieren, brutalen Body-Horror inszenieren, mit einfachen Mitteln maximale Wirkung erzielen, wegweisend auf dem Gebiet des Experimentalkinos sein, mit Metal hantieren, selber in seinen Filmen eine Rolle spielen, ...
Die Liste könnte man noch um einiges erweitern, leider muss ich jetzt, nachdem ich TESUO: THE BULLET MAN gesehen habe gezwungenermaßen das Gegenstück entwerfen.
Was Shinya Tsukamoto offensichtlich NICHT kann:
Dialoge schreiben, Geschichten konstruieren, Schauspieler auswählen die dem Begriff auch gerecht werden, seinem Industrial-Wahnsinn einen Sinn geben, Hochglanz-Optik, Special-Effects/Masken kreiren die auch einer HD-Auflösung stand halten.
Verdammt, TESUO: THE IRON MAN von 1989 war einfach ein brachial gutes Stück Esperimentalwahnsinn. Ein Grund dafür ist der Umstand, dass in diesem Film niemals die Frage nach dem 'Warum?' aufkommt. Ein Mann wird zu einer widerlichen Kreatur aus Fleisch und Eisen. Punkt, das wars und das reicht.
Zum 20-jährigen Jubiläum seines (ich nenne es jetzt einfach mal Meister-)werks soll nun ein zeitgemäßes Update stattfinden. Evolution anstatt Kopie soll hier als Ansatz gewählt werden, weshalb der IRON MAN nun sogar zum BULLET MAN (einer lebendigen Riesenknarre) mutiert und seine metallische Transformation zudem noch eine Rahmenhandlung spendiert bekommt. Eine Rahmenhandlung, die es in keiner Weise gebraucht hätte, denn es wäre noch nett gesagt sie als:
1. völlig unkreativ und platt (es ist wirklich die erstbeste Geschichte, die einem als Origin einfallen würde) und
2. Grob entmystifizierend (was mich z.B. auch am HELLRAISER Sequel stört. Diese Filme zeigen mir Dinge, die ich gar nicht wissen will) zu bezeichnen.
Nicht dass bloß das Skript nichts taugt, auch die Form in der uns die relevanten Informationen dargereicht werden wirkt wie 'Regiestudium, erstes Semester nicht aufgepasst'. Wenn sämtliche Ereignisse der Vergangenheit durch vorgelesene Texte rekonstruiert werden, fällt mir leider wieder kein anderes Wort als plump ein (vielleicht trifft uninspiriert auch noch zu?)! Wer Geschichten im wahrsten Sinne nur 'erzählen' will, ist vielleicht besser mit Höhrspielen beraten.
In ähnlicher Qualitätsregion rangiert das Können der 'Schauspieler' und der von ihnen hölzern dargebotenen Dialoge. Steif, bemüht und völlig ohne Wirkung stümpern sich der Metallmann, seine Frau, sein Vater, seine Mutter und eigentlich jeder andere Charakter einen groben Fehltritt nach dem anderen zusammen. Einzig Tsukamoto selbst mag ein wenig Präsenz auf den Screen zu bringen und kann die besessene Boshaftigkeit seiner Figur glaubhaft verkaufen.
Wo Tsukamoto's Qualitäten liegen (können), offenbart sich mal wieder auf audiovisueller Ebene. Auch hier regieren Hektik, Lärm, Schockmomente, zitternde Kamera und experimentelle Zeitraffer-Sektionen den Film. Das ist sowohl Handschrift, als auch für sich genommen gut, passt bzw. harmoniert jedoch wenig bis gar nicht im Gesamtkontext. Der visuelle Terror bekommt von der eingebauten Story, die sich immer wieder grob vernachlässigt fühlt, ein Bein gestellt. Als Dankeschön durchlöchert er sie mit lauten, brachiallen Bullet-Shots, sodass am Ende keiner von beiden zur Entfaltung kommen konnte. Die kurzen Momente, die es schaffen dem Zuschauer das Hirn zu verdrehen, reichen bei weitem nicht um die vielen negativen Seiten auszugleichen, vor allem weil Tsukamoto's frühere Filme weitaus stilsicherer waren.
Denn TETSUO: THE BULLET MAN wirkt sehr digital. Wahlweise bis kurz vor Grau- oder Sepia-Tönung reduzierte Farben bilden den Grundtenor, der mutierende Mensch ist mal per Maske dargestellt, die man leider als solche erkennt und welcher einfach der unperfekte Charme des alten Klassikers fehlt, zeitweise in pervers schnellen Sequenzen per CGI aufgepeppt, die man ebenfalls als solche erkennt, wenn man denn in den extrem verwackelten Aufnahmen überhaupt noch irgendetwas erkennen kann. Die Kamera ist nämlich in negativer Hinsicht der absolute Terror.
Wer TETSUO sehen möchte, der halte sich doch besser an den IRON MAN, denn das hier war nichts.
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Yadokari Mon, 13 May 2013 11:55:48 -0000
Antwort löschenWorüber schreibst du hier? Der Film existiert gar nicht.
jacker Mon, 13 May 2013 12:49:33 -0000
Antwort löschenDann wundere ich mich doch sehr was das in meinem DVD-Player gestern war!
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Yadokari Mon, 13 May 2013 13:08:16 -0000
Antwort löschenEine Illusion, die die eigene Meinung von einem Regisseur gewaltig in den Keller ziehen kann.
jacker Mon, 13 May 2013 13:13:17 -0000
Antwort löschenDann ist es ja gut, dass es nur eine Illusion war.
Tatsächlich hatte ich danach das Gefühl, dass das gerade gar nicht passiert ist.. Wohl weil es tatsächlich so war!
Seltsame Welt.
Luchsen Sun, 27 Jan 2013 00:28:29 -0000
Kommentar löschenVielleicht, wenn man die Kamera nicht einem Epileptiker überlassen hätte.
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jedi37 Sun, 02 Sep 2012 21:56:45 -0000
Kommentar löschenTja,, da hatte ich eine Perle des japanischen Kinos erwartet und bekam eine volle Ladung "Kunstkacke" ab. Tut mir leid, der Film erschließt sich mir nicht... ist es nun nur stumpfes ekliges Mutieren und Geballer oder steckt da irgendein anderer Sinn dahinter?
Aus der Sicht das es sich um einen Film handelt, mit dem Geld verdient werden soll: Ziel total verfehlt, weder Story, noch Effekte oder Kameraführung sind gelungen.
Die typischen "Kenner" werden jetzt aufschreien und mir Unverständnis und verkennen des Sinns vorwerfen... geht mir aber voll am A... vorbei. Wenn ich etwas "Kunst" sehen will, möchte ich trotzdem unterhalten werden, zur Not auch mit schlechtem Gefühl, aber nicht so!
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REDDF1VE Thu, 23 Aug 2012 21:32:04 -0000
Kommentar löschenStory: Arsch / Dialoge: Arsch / Schauspieler: Naja / Regie: Arsch / Schnitt: Arsch / Extrem wackelige Kameraführung: Arsch.
Gut sind nur drei Sachen: 1) Die Musik-/Soundkulisse 2) kurz sieht man Brüste 3) Nach 71 Minuten ist der Film bereits (endlich) vorbei
Wie hat es der Mist nur auf meine Leihliste geschafft?
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Anoirja Wed, 21 Dec 2011 01:32:16 -0000
Kommentar löschenEhrlich gesagt bin ich nicht sonderlich gespannt auf den dritten Teil gewesen, auf ihn verzichten wollte ich offensichtlich auch nicht - zu markant hatte sich der erste "Tetsuo" in mein Gehirn gefräst und bei Tsukamoto kann ich eh nicht Nein sagen. Die teilweise extreme Wackelkamera in Verbindung mit den sehr schnell geschnittenen Bildern hat mich schon ziemlich genervt. Sogar eine Erklärung für die Transformation gibt es dieses Mal - das hätte es nun wirklich nicht gebraucht. So ist das Ganze fast schon mehr oder weniger dramatische Familiengeschichte als Cyberpunk. Ansonsten gibt es wieder die typische Komposition aus hämmerndem Industrial-Soundtrack (wie gewohnt von Chu Ishikawa plus einem Song der Nine Inch Nails) und stählern-kalten, blassen, wenn auch nicht mehr grobkörnigen Bildern. Gebraucht hätte es diesen Teil also nicht - aber nun gut.
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eXonic Sat, 29 Jan 2011 15:48:08 -0000
Kommentar löschenLange Zeit sehnlichst erwartet, mit hohen Erwartungen belastet, schafft es Tsukamotos dritter Teil der Tetsuo-Reihe seinen Vorgängern einigermaßen gerecht zu werden, wobei er im Vergleich zu diesen doch recht anders ist.
Das fängt an bei den Dialogen, von denen es in Bullet Man geschätzte fünfmal mehr gibt als in „Iron Man“ und „Body Hammer“ zusammen. Einerseits macht das die Story weitaus greifbarer als die des Salarymans und des Metal Fetishists im ersten Teil, anderseits geht dafür aber kostbare Zeit drauf, die Tsukamoto ansonsten für rasante Stop-Motion-Rennen und bildgewaltige Verwandlungen der apokalyptische Metallmenschen verwendet hat. Die musikalische Untermalung ist zudem deutlich reduzierter und fühlt sich trotz des guten Sounds der Nine Inch Nails doch nicht so brachial nach Industrie an, wie die in den beiden Vorgängern. Statt metallener Klänge spielt Tsukamoto hier immer wieder ein etwas nerviges Kinderlied ein, das wenig stimmungsvoll und zu seicht für die Bilder ist. Diese sind, wie beim Japaner üblich, wieder einmal exzellent. Anders als bei „Iron Man“ und „Body Hammer“, deren Optik grobkörnig und verwaschen war, serviert Tsukamoto im dritten Teil feinste sterile und blasse Hochglanzbilder, kombiniert mit großflächigen Hochhausfassaden und vielen Quadratkilometern, die nichts als Tokio zeigen, die so kühl sind, dass man am liebsten auf der Stelle ein warmes Bad einlaufen lassen würde. Schade nur, dass davon teilweise kaum etwas wahrnehmbar ist, denn die Actionszenen sind geprägt von einer extrem wackeligen Kamera und sekündlichen Schnitten, was dann aber doch irgendwie zum wahnsinnig hohen Tempo des Streifens passt.
Gewohnt war man es bisher auch, dass Tskukamoto nicht allzu viel über die Entstehung des Tetsuos verrät, doch auch das ändert er bei „Bullet Man“. Leider fallen diese Erklärungsversuche sehr dünn aus und raubt der Kampfmaschine etwas von seiner Mystik. Statt an wilden Cyberpunkt erinnert diese Geschichte daher schon etwas an ein simples Familiendrama.
Tetsuo in der massentauglicheren Form ist dann leider doch nicht ganz das, was ich mir davon erhofft habe. Wo die ersten beiden Teile wesentlich geradliniger waren, weiß der dritte nicht so recht, was er eigentlich sein will und verläuft sich teilweise in belanglosen Handlungssträngen, statt seinen Zuschauern die Eisenstange um die Ohren zu hauen.
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bobo-lemon Wed, 09 Nov 2011 17:36:08 -0000
Antwort löschenDanke, genauso hätte ich das in etwa auch geschrieben. Da spar' ich mir doch mal paar Buchstaben! ;)
mikkean Tue, 24 Aug 2010 00:08:50 -0000
Kommentar löschenShinya Tsukamoto lädt zur dritten Runde seiner "Tetsuo"-Saga und wiedermal gilt höchste Epilepsie-Warnung. Mit etwas mehr Budget und den heutigen Hilfs-Mitteln entfaltet die zweite Fortsetzung immer noch eine beachtliche Wucht, ganz im Geiste des Originals von 1989. Hier ist alles natürlich eine Nummer größer, etwas schneller und sogar mit Musik der Nine Inch Nails unterlegt. Die Handlung versetzt uns erneut in den anonymen Groß-Stadt-Moloch namens Tokio, gesprochen hingegen wird erstmals fast nur Englisch. Die Haupt-Person Anthony lebt mit seiner japanischen Frau und dem gemeinsamen Sohn ein normales Leben. Der Job setzt Anzug, Krawatte und jede Menge Büro-Arbeit voraus. Aber das ändert sich dramatisch, als vor Anthony's Augen sein Kind überfahren wird, sehr brutal übrigens. Dank eines Killer-Trupps gerät das Leben gänzlich aus den Fugen und Anthony beginnt sich vollends zu verwandeln. Er wird ein Wesen aus Stahl und zerpflückt die Angreifer auch dank seiner Kanonen, die ihm aus den Händen und dem Bauch sprießen. Aber keine Angst, das ist nicht nur eine wahnwitzige Explosion, die sämtliche Sinne lahmlegt. Auch eine sehr (be)greifbare Story weiß "Tetsuo: The Bulletman" vorzuweisen. Damit zeigt Regisseur Tsukamoto, dass er die durchgeknallte Cyber-Punk-Manga-Kultur am besten in reale Bilder zu transferieren vermag. Neben seinem Gast-Auftritt ist es auch die unnachahmliche Handschrift des Japaners, die diesen Film bestimmt. Und was für Bilder das sind! Das Tempo ist schier wahnsinnig, da kann das ein oder andere Detail schonmal glatt an einem vorüberfliegen. Auch vor der freimütig verwackelten Kamera sei hier gewarnt, die wird auch nicht jedem zusagen. Wer hingegen die Vorgänger kennt und mag, wird diesen immer noch einzigartigen Trip nicht missen wollen. Im Film erschüttert es die abgestumpfte Zivilisation mit ihren tumben Annehmlichkeiten, außerhalb der Leinwand darf sich jeder Zuschauer seine Sinne durchrütteln lassen. Und nach dem überstandenen Film ist klar, auch im 21. Jahrhundert hat "Tetsuo" immer noch das Zeug zum Knüller jenseits aller Grenzen und alt-eingesessenen Klassifikationen. Für die einen mag dies nur kribbeliger Trash sein, für die anderen der wohl einzig wahre Film einer Reihe, die den Begriff "Mindfuck" erst erfunden hat.
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philopee Tue, 24 Aug 2010 00:18:14 -0000
Antwort löschenIst das die Serie bei denen ganz Japan in einem riesigen epileptischen Anfall vor dem TV zuckte, weil die Bilder so schnell sind? :D
mikkean Tue, 24 Aug 2010 00:42:31 -0000
Antwort löschenNicht ganz, aber es geht so ziemlich in diese Richtung ;-)