The Loneliest Planet
The Loneliest Planet (2011), DE/US Laufzeit 118 Minuten, FSK 12, Drama, Thriller, Kinostart 03.01.2013
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19 Kommentare
Keine
von Julia Loktev, mit Hani Furstenberg und Gael García Bernal
Gael Garcia Bernal und Hani Furstenberg begeben sich in The Loneliest Planet nicht nur auf einen Rucksack-Trip durch den Kaukasus, sondern auch auf eine Odyssee der Gefühle.
Alex (Gael García Bernal) und Nica (Hani Furstenberg) sind auf einer Art vorgezogenen Honeymoon: Sie sind jung, verliebt und gedenken nach ihrem Trip zu heiraten. Zuvor wollen sie aber noch eine Wandertour durch die Wildnis des georgischen Kaukasus machen, der kurz nach den kriegerischen Auseinandersetzungen mit Russland touristisch noch weitgehend unerschlossen ist. An ihrer Seite befindet sich ein einheimischer Führer (Bidzina Gujabidze), der dem Paar die Schätze des Kaukasus näher bringt. Doch als sie eines Tages eine dramatische Begegnung mit einem alten Landsmann machen und Alex alles andere als wie ein zukünftiger Ehemann reagiert, wird ihre Beziehung auf eine harte Probe gestellt.
Hintergrund & Infos zu The Loneliest Planet
The Loneliest Planet, eine Anspielung auf einen beliebten Reiseführer, ist nach Day Night Day Night erst der zweite Spielfilm von Regisseurin Julia Loktev. Seine Premiere feierte The Loneliest Planet August 2011 in Locarno, wo er für den Goldenen Leoparden nominiert wurde. Auf dem AFI Fest hingegen konnte Julia Loktev die Jury überzeugen und gewann den Großen Preis. Auf dem Las Palmas Film Festival erhielt nicht nur sie eine Auszeichnung, sondern auch Hauptdarstellerin Hani Furstenberg, für die The Loneliest Planet bisher die größte Produktion war. (EM)
Mehr Bilder (11) und Videos (2) zu The Loneliest Planet
Cast & Crew
- Genre
- Drama, Thriller
- Zeit
- 2010er Jahre
- Ort
- Georgien, Russland, Tiflis, Wildnis
- Handlung
- Berg, Bergsteiger, Beziehung, Beziehungsprobleme, Beziehungsstress, Gebirge, Hochzeit, Kaukasus, Menschliches Zusammenleben, Selbstfindung, Verlobung
- Stimmung
- Aufregend, Ernst, Spannend
























Kritiken (16) — Film: The Loneliest Planet
Chuchaqui: Critic.de
Kommentar löschenThe Loneliest Planet ist ein dialog- und handlungsarmes Kammerspiel in weiter Landschaft. Es zeigt ein zufriedenes, junges Pärchen auf Reisen, mit einer dem armen Reiseland angemessenem Demut und Toleranz ausgestattet. Julia Loktev gelingt es zu enthüllen, wie viel Konfliktpotenzial noch aus dieser einfachen Konstellation zu holen ist und wie sehr unsere fröhlich globalisierte Welt auf vielfältigen und ineinander verschränkten Formen von Ungleichheit und sozialen Hierarchien beruht, die nicht einfach wegzutolerieren sind. Diese Skepsis gegenüber einer auf zwischenmenschlicher Verständigung beruhenden Veränderung ist schließlich Substanz des Filmtitels, der dem Werk eine weitere Nuance hinzufügt. Mit den schwindenden Distanzen befinden wir uns auf diesem Planeten zwar stets in „bester Gesellschaft“, sind aber doch so verloren wie Nica in den Weiten georgischer Berge.
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F. Kleiner: Film-Dienst.de F. Kleiner: Film-Dienst.de
Kommentar löschenÄhnlich wie Day Night Day Night verweigert sich auch The Loneliest Planet jeder Erklärung oder psychologischen Durchdringung – der Film funktioniert wie ein fragmentarischer Text, der einen kleinen Ausschnitt mit akribischer Genauigkeit schildert, an den Rändern aber viele Fragen offen lässt – und gerade deswegen nachhaltig beschäftigt.
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Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de
Kommentar löschenGael Garcia Bernal versteckt seine Mimik hinter einem Vollbart und das war dann nach zwei Stunden The Loneliest Planet. Noch nicht ganz, im sehr langen Abbau der Zelte klingt etwas nach. Wenn man denn in der eindrucksvollen Landschaft und der reduzierten Beziehungsgeschichte etwas gefunden hat.
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alexandra seitz: Berliner Zeitung, tip, ray ... alexandra seitz: Berliner Zeitung, tip, ray ...
Kommentar löschenWer keinen guten Willen mitbringt, der sieht bei The Loneliest Planet statt einer seismografischen Aufzeichnung von Oberflächenphänomenen, die subtil von spannungsreichen, unterschwellig-innerlichen Vorgängen künden, nur eine überflüssige Marginalie: Handlungsarmut, die mit der visuellen Ödnis korrespondiert.
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Sven von Reden: taz Sven von Reden: taz
Kommentar löschenDie langen Einstellungen und der minimalistische Plot erinnern [stark] an existenzialistische Horrortrips durch menschenleere Landschaften wie Gus Van Sants Gerry und Bruno Dumonts 29 Palms [...]. The Loneliest Planet ist kein Genrefilm, dafür bleibt der Schrecken und die Erzählweise zu subtil.
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Ulrike Frick: BR Ulrike Frick: BR
Kommentar löschenÜberraschendes Abenteuer!
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Benjamin Schieler: Moviemaze Benjamin Schieler: Moviemaze
Kommentar löschenAus einem Film, der bis zu seinem Bruch vor allem Abenteuerreisende und Alltagsflüchtlinge ins Schwärmen bringen dürfte, wird ein psychologisches Werk. Die Spannung von The Loneliest Planet liegt fortan in der Mimik.
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Fabian Soethof: Radio Köln Fabian Soethof: Radio Köln
Kommentar löschenDass The Loneliest Planet auf einer Kurzgeschichte namens Expensive Trips Nowhere von Tom Bissell basiert und auf Spielfilmlänge ausgeweitet wurde, überrascht keineswegs. Die Dialoge sind bis zum letzten Drittel hin an zwei Händen abzählbar, die Ereignisse auch.
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Michael Meyns: programmkino.de Michael Meyns: programmkino.de
Kommentar löschenSo interessant viele der angedeuteten Fragen und Probleme auch sind, bleibt The Loneliest Planet am Ende doch ein etwas zu kaltes, zu akademisches Stück Arthouse-Kino, dass seine intellektuelle Substanz nicht immer in filmische Qualität umzusetzen vermag.
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Roger Ebert: Chicago Sun Times Roger Ebert: Chicago Sun Times
Kommentar löschenAll das wird ermüdend. Wir bekommen keinen wirklichen Anreiz, uns für die Menschen in The Loneliest Planet zu interessieren, das Interesse wird auch nicht im Laufe der Zeit geweckt, die Landschaft wiederholt sich, der Ansatz der Regisseurin ist auf eine aggressive Art minimalistisch – und wenn Sie mich fragen, wurde diese Romanze nicht im Himmel gemacht.
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Scott Tobias: The Onion (A.V. Club) Scott Tobias: The Onion (A.V. Club)
Kommentar löschenDer Film ist ein großartiges Werk einer kleinen Geschichte, das mehr auf visuelle Akzente setzt, als darauf die wichtigen Dinge auszusprechen.
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Lisa Schwarzbaum: Entertainment Weekly Lisa Schwarzbaum: Entertainment Weekly
Kommentar löschenEine der originellsten und emotionalsten Filme dieses Jahres.
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Joe Morgenstern: Wall Street Journal Joe Morgenstern: Wall Street Journal
Kommentar löschenWenn du einmal blinzelst, hast du die Figuren verloren, aber das interessanteste ist, dass du sie nicht verlieren willst. 'The Loneliest Planet' erwartet viel vom Zuschauer, hat die Aufmerksamkeit aber auch verdient.
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A.O. Scott: New York Times A.O. Scott: New York Times
Kommentar löschen'The Loneliest Planet' ist fesselnd und unvergesslich aber trotzdem subtil und schwer zu erfassen.
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Andrew Schenker: Slant Magazine Andrew Schenker: Slant Magazine
Kommentar löschenDer größte Teil des fianlen Akts besteht daraus, den Figuren beim Wandern zuzuschauen und die abstrakten Vorgänge zu deuten.
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Joe Neumaier: New York Daily News Joe Neumaier: New York Daily News
Kommentar löschen'The Loneliest Planet' überrascht mit unerwarteten Momenten, verliert sich dann aber in der Aussage.
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Kommentare (3) — Film: The Loneliest Planet
Hetzer86 Mon, 20 May 2013 12:18:04 -0000
Kommentar löschenGerade die Szene, mit der der Film steht oder fällt, ist so hölzern und plakativ gespielt, dass sie den Rest des Films - und somit auch die aufkommenden Spannungen und den schleichenden Vertrauensverlust innerhalb des Pärchens - absolut konstruiert und gezwungen wirken lässt. Dabei habe ich mich wirklich bemüht, den Film zu mögen, was mir unter Vorbehalt dieser zwei Minuten wahrscheinlich auch relativ leicht gefallen wäre.
Schöne Aufnahmen und lange Szenen die ohne viele Worte auskommen, aber bei so viel dramaturgischer Last auf einem einzigen Schlüsselmoment, hätte man sich ruhig eine etwas handfestere Tilt-Situation ausdenken können und diese im Notfall dann auch bis zur Perfektion nachdrehen müssen.
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fabi_lawless Fri, 04 Jan 2013 20:50:17 -0000
Kommentar löschenguter film, hat mir gefallen.
den trailer sollte man allerdings mit großer vorsicht genießen, oder gleich einen gaaanz großen bogen drum machen. da kommt mir der vergleich von äpfeln und birnen in den sinn ...
kann mir vllt jemand mit georgischen sprachkenntnissen verraten was die 3 gesagt haben?
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Sonse Mon, 07 Jan 2013 15:47:42 -0000
Antwort löschenIn den IMDb-Boards kursiert eine Übersetzung ins Englische:
Young Boy: She was the one who pissed in our "holy" place.
Guide: No, she was not the one.
Old Hunter: The boy never lies.
Young Boy: Yes she was.
Old hunter: Let me see (and he aims the rifle).
Guide: Drop the rifle.
Old Hunter: Do not worry. It was a joke (and lowers the rifle).
I'll give him something so that he will not be upset.
(He gives the glasses saying "take it - it is useful in the mountains".)
Alex: (Wants to give something in return because he does not understand what is happening)
Hunter: (refuses) If you want to give it - give it to your girl.
http://www.imdb.com/title/tt1695405/board/flat/208555780
fabi_lawless Fri, 11 Jan 2013 15:59:05 -0000
Antwort löschensuper, dank dir.
Sonse Mon, 19 Nov 2012 15:23:05 -0000
Kommentar löschenDas ist vielleicht ein Slowburner von einem Film! Die Erzählung von "The Loneliest Planet" und ihre Geschwindigkeit wird zweifellos einige Zuschauer auf die Folter spannen. Denn im Wesentlichen folgt man hier drei Menschen, die hauptsächlich schweigend, mal bedeutungsschwanger schweigend, mal nicht, durch die schroff-schöne Leere des Kaukasus in Georgien marschieren.
Man hat das junge Pärchen, das nach einigen Backpacking-Abenteuern bald plant zu heiraten und ihren Guide. Der Film verbringt viel zu lange und in meinem Fall wenig erfolgreich Zeit damit, mir die beiden Turteltauben näher zu bringen und sie als schwer verliebtes Traumpaar zu präsentieren. Mir fehlte einfach die Chemie zwischen Bernal und Furstenberg und das lag gar nicht an den schauspielerischen Leistungen, die hervorragend sind. In Konsequenz wirkte alle Harmonie von Beginn an trügerisch.
Im Grunde gibt es 2-3 dramatische Momente im Film, die es allerdings in sich haben und hohe emotionale Wellen schlagen, jedoch unausgesprochen bleiben. Insbesondere der erste Moment, der hier nicht verraten sei, ist die entscheidende Zäsur, literarisch gerne als "unerhörte Begebenheit" bezeichnet, die in "The Loneliest Planet" alles ändert. Nur kommt dieser schicksalhafte Wendepunkt zu spät, erst etwa nach der Hälfte des Films. Ab hier wird es plötzlich spannend und dramatisch und alles ist offen und hat plötzlich eine Bedeutung und es geht um Vertrauen, Egoismus, Männlichkeit, Gewissen und Vergeben...
Julia Loktevs Ansatz ist minimalistisch, ausweichend, frustrierend und dennoch nicht ohne Faszination. Wäre nur der Einschnitt zu einem früheren Zeitpunkt gekommen und hätte dem interessanten Ausspielens der Nachwirkungen mehr Zeit eingeräumt!
"The Loneliest Planet" würde ich vor allem meinem alten Deutsch-LK-Tutor empfehlen, der uns fast ausnahmslos Wälzer über problematische oder gescheiterte Liebesbeziehungen auf den Lehrplan setzte, solche in jenen die Damen und Herren einfach nicht miteinander geredet haben... Und bumm: 500 Seiten Frust und zweisam einsam.
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Janus Winter Wed, 30 Jan 2013 02:22:07 -0000
Antwort löschenDa hast du mich jetzt aber neugierig gemacht! Der Trailer hat mich eher abgestoßen. Aber der Trailer scheint trügerisch zu sein. Sagt Fabi.
Sonse Wed, 30 Jan 2013 11:14:10 -0000
Antwort löschenHabe ihn mir eben mal angesehen. Die für einen Trailer schnellen Schnitte und die Musik suggerieren ein Tempo und einen konventionellen Spannungsaufbau, den der Film nicht hat. Vermutlich meint Fabi das.