The Loneliest Planet

The Loneliest Planet (2011), DE/US Laufzeit 118 Minuten, FSK 12, Drama, Thriller, Kinostart 03.01.2013

noch nicht bewertet

Diesen Film bewerten
Bewertung löschen
6.6
Kritiker
16 Bewertungen
Skala 0 bis 10
5.8
Community
46 Bewertungen
19 Kommentare
admin image admin trailer admin edit edit group memberships sweep cache Moviemaster:Movie

von Julia Loktev, mit Hani Furstenberg und Gael García Bernal

Gael Garcia Bernal und Hani Furstenberg begeben sich in The Loneliest Planet nicht nur auf einen Rucksack-Trip durch den Kaukasus, sondern auch auf eine Odyssee der Gefühle.

Alex (Gael García Bernal) und Nica (Hani Furstenberg) sind auf einer Art vorgezogenen Honeymoon: Sie sind jung, verliebt und gedenken nach ihrem Trip zu heiraten. Zuvor wollen sie aber noch eine Wandertour durch die Wildnis des georgischen Kaukasus machen, der kurz nach den kriegerischen Auseinandersetzungen mit Russland touristisch noch weitgehend unerschlossen ist. An ihrer Seite befindet sich ein einheimischer Führer (Bidzina Gujabidze), der dem Paar die Schätze des Kaukasus näher bringt. Doch als sie eines Tages eine dramatische Begegnung mit einem alten Landsmann machen und Alex alles andere als wie ein zukünftiger Ehemann reagiert, wird ihre Beziehung auf eine harte Probe gestellt.

Hintergrund & Infos zu The Loneliest Planet
The Loneliest Planet, eine Anspielung auf einen beliebten Reiseführer, ist nach Day Night Day Night erst der zweite Spielfilm von Regisseurin Julia Loktev. Seine Premiere feierte The Loneliest Planet August 2011 in Locarno, wo er für den Goldenen Leoparden nominiert wurde. Auf dem AFI Fest hingegen konnte Julia Loktev die Jury überzeugen und gewann den Großen Preis. Auf dem Las Palmas Film Festival erhielt nicht nur sie eine Auszeichnung, sondern auch Hauptdarstellerin Hani Furstenberg, für die The Loneliest Planet bisher die größte Produktion war. (EM)

  • 37795279001_1722872000001_ari-origin06-arc-170-1341558820688
  • The Loneliest Planet
  • The Loneliest Planet
  • Szenenbild 2
  • The Loneliest Planet

Mehr Bilder (11) und Videos (2) zu The Loneliest Planet


Cast & Crew


Kritiken (16) — Film: The Loneliest Planet

Chuchaqui: Critic.de

Kommentar löschen
8.0Ausgezeichnet

The Loneliest Planet ist ein dialog- und handlungsarmes Kammerspiel in weiter Landschaft. Es zeigt ein zufriedenes, junges Pärchen auf Reisen, mit einer dem armen Reiseland angemessenem Demut und Toleranz ausgestattet. Julia Loktev gelingt es zu enthüllen, wie viel Konfliktpotenzial noch aus dieser einfachen Konstellation zu holen ist und wie sehr unsere fröhlich globalisierte Welt auf vielfältigen und ineinander verschränkten Formen von Ungleichheit und sozialen Hierarchien beruht, die nicht einfach wegzutolerieren sind. Diese Skepsis gegenüber einer auf zwischenmenschlicher Verständigung beruhenden Veränderung ist schließlich Substanz des Filmtitels, der dem Werk eine weitere Nuance hinzufügt. Mit den schwindenden Distanzen befinden wir uns auf diesem Planeten zwar stets in „bester Gesellschaft“, sind aber doch so verloren wie Nica in den Weiten georgischer Berge.

Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

F. Kleiner: Film-Dienst.de F. Kleiner: Film-Dienst.de

Kommentar löschen
7.5Sehenswert

Ähnlich wie Day Night Day Night verweigert sich auch The Loneliest Planet jeder Erklärung oder psychologischen Durchdringung – der Film funktioniert wie ein fragmentarischer Text, der einen kleinen Ausschnitt mit akribischer Genauigkeit schildert, an den Rändern aber viele Fragen offen lässt – und gerade deswegen nachhaltig beschäftigt.

Kritik im Original 1 Mitglied gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de Günter H. Jekubzik: Filmtabs.de

Kommentar löschen
4.0Uninteressant

Gael Garcia Bernal versteckt seine Mimik hinter einem Vollbart und das war dann nach zwei Stunden The Loneliest Planet. Noch nicht ganz, im sehr langen Abbau der Zelte klingt etwas nach. Wenn man denn in der eindrucksvollen Landschaft und der reduzierten Beziehungsgeschichte etwas gefunden hat.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

alexandra seitz: Berliner Zeitung, tip, ray ... alexandra seitz: Berliner Zeitung, tip, ray ...

Kommentar löschen
4.0Uninteressant

Wer keinen guten Willen mitbringt, der sieht bei The Loneliest Planet statt einer seismografischen Aufzeichnung von Oberflächenphänomenen, die subtil von spannungsreichen, unterschwellig-innerlichen Vorgängen künden, nur eine überflüssige Marginalie: Handlungsarmut, die mit der visuellen Ödnis korrespondiert.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Sven von Reden: taz Sven von Reden: taz

Kommentar löschen
6.0Ganz gut

Die langen Einstellungen und der minimalistische Plot erinnern [stark] an existenzialistische Horrortrips durch menschenleere Landschaften wie Gus Van Sants Gerry und Bruno Dumonts 29 Palms [...]. The Loneliest Planet ist kein Genrefilm, dafür bleibt der Schrecken und die Erzählweise zu subtil.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Ulrike Frick: BR Ulrike Frick: BR

Kommentar löschen
7.5Sehenswert

Überraschendes Abenteuer!

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Benjamin Schieler: Moviemaze Benjamin Schieler: Moviemaze

Kommentar löschen
7.5Sehenswert

Aus einem Film, der bis zu seinem Bruch vor allem Abenteuerreisende und Alltagsflüchtlinge ins Schwärmen bringen dürfte, wird ein psychologisches Werk. Die Spannung von The Loneliest Planet liegt fortan in der Mimik.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Fabian Soethof: Radio Köln Fabian Soethof: Radio Köln

Kommentar löschen
6.0Ganz gut

Dass The Loneliest Planet auf einer Kurzgeschichte namens Expensive Trips Nowhere von Tom Bissell basiert und auf Spielfilmlänge ausgeweitet wurde, überrascht keineswegs. Die Dialoge sind bis zum letzten Drittel hin an zwei Händen abzählbar, die Ereignisse auch.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Michael Meyns: programmkino.de Michael Meyns: programmkino.de

Kommentar löschen
5.5Geht so

So interessant viele der angedeuteten Fragen und Probleme auch sind, bleibt The Loneliest Planet am Ende doch ein etwas zu kaltes, zu akademisches Stück Arthouse-Kino, dass seine intellektuelle Substanz nicht immer in filmische Qualität umzusetzen vermag.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Roger Ebert: Chicago Sun Times Roger Ebert: Chicago Sun Times

Kommentar löschen
5.0Geht so

All das wird ermüdend. Wir bekommen keinen wirklichen Anreiz, uns für die Menschen in The Loneliest Planet zu interessieren, das Interesse wird auch nicht im Laufe der Zeit geweckt, die Landschaft wiederholt sich, der Ansatz der Regisseurin ist auf eine aggressive Art minimalistisch – und wenn Sie mich fragen, wurde diese Romanze nicht im Himmel gemacht.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Scott Tobias: The Onion (A.V. Club) Scott Tobias: The Onion (A.V. Club)

Kommentar löschen
9.0Herausragend

Der Film ist ein großartiges Werk einer kleinen Geschichte, das mehr auf visuelle Akzente setzt, als darauf die wichtigen Dinge auszusprechen.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Lisa Schwarzbaum: Entertainment Weekly Lisa Schwarzbaum: Entertainment Weekly

Kommentar löschen
9.0Herausragend

Eine der originellsten und emotionalsten Filme dieses Jahres.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Joe Morgenstern: Wall Street Journal Joe Morgenstern: Wall Street Journal

Kommentar löschen
8.0Ausgezeichnet

Wenn du einmal blinzelst, hast du die Figuren verloren, aber das interessanteste ist, dass du sie nicht verlieren willst. 'The Loneliest Planet' erwartet viel vom Zuschauer, hat die Aufmerksamkeit aber auch verdient.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

A.O. Scott: New York Times A.O. Scott: New York Times

Kommentar löschen
7.0Sehenswert

'The Loneliest Planet' ist fesselnd und unvergesslich aber trotzdem subtil und schwer zu erfassen.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Andrew Schenker: Slant Magazine Andrew Schenker: Slant Magazine

Kommentar löschen
6.0Ganz gut

Der größte Teil des fianlen Akts besteht daraus, den Figuren beim Wandern zuzuschauen und die abstrakten Vorgänge zu deuten.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

Joe Neumaier: New York Daily News Joe Neumaier: New York Daily News

Kommentar löschen
6.0Ganz gut

'The Loneliest Planet' überrascht mit unerwarteten Momenten, verliert sich dann aber in der Aussage.

Kritik im Original Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten


Kommentare (3) — Film: The Loneliest Planet


Sortierung

Hetzer86

Kommentar löschen
Bewertung6.0Ganz gut

Gerade die Szene, mit der der Film steht oder fällt, ist so hölzern und plakativ gespielt, dass sie den Rest des Films - und somit auch die aufkommenden Spannungen und den schleichenden Vertrauensverlust innerhalb des Pärchens - absolut konstruiert und gezwungen wirken lässt. Dabei habe ich mich wirklich bemüht, den Film zu mögen, was mir unter Vorbehalt dieser zwei Minuten wahrscheinlich auch relativ leicht gefallen wäre.
Schöne Aufnahmen und lange Szenen die ohne viele Worte auskommen, aber bei so viel dramaturgischer Last auf einem einzigen Schlüsselmoment, hätte man sich ruhig eine etwas handfestere Tilt-Situation ausdenken können und diese im Notfall dann auch bis zur Perfektion nachdrehen müssen.

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

fabi_lawless

Kommentar löschen
Bewertung7.0Sehenswert

guter film, hat mir gefallen.
den trailer sollte man allerdings mit großer vorsicht genießen, oder gleich einen gaaanz großen bogen drum machen. da kommt mir der vergleich von äpfeln und birnen in den sinn ...

kann mir vllt jemand mit georgischen sprachkenntnissen verraten was die 3 gesagt haben?

bedenklich? Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

Sonse

Antwort löschen

In den IMDb-Boards kursiert eine Übersetzung ins Englische:

Young Boy: She was the one who pissed in our "holy" place.
Guide: No, she was not the one.
Old Hunter: The boy never lies.
Young Boy: Yes she was.
Old hunter: Let me see (and he aims the rifle).
Guide: Drop the rifle.
Old Hunter: Do not worry. It was a joke (and lowers the rifle).
I'll give him something so that he will not be upset.
(He gives the glasses saying "take it - it is useful in the mountains".)
Alex: (Wants to give something in return because he does not understand what is happening)
Hunter: (refuses) If you want to give it - give it to your girl.

http://www.imdb.com/title/tt1695405/board/flat/208555780


fabi_lawless

Antwort löschen

super, dank dir.


Sonse

Kommentar löschen
Bewertung7.5Sehenswert

Das ist vielleicht ein Slowburner von einem Film! Die Erzählung von "The Loneliest Planet" und ihre Geschwindigkeit wird zweifellos einige Zuschauer auf die Folter spannen. Denn im Wesentlichen folgt man hier drei Menschen, die hauptsächlich schweigend, mal bedeutungsschwanger schweigend, mal nicht, durch die schroff-schöne Leere des Kaukasus in Georgien marschieren.

Man hat das junge Pärchen, das nach einigen Backpacking-Abenteuern bald plant zu heiraten und ihren Guide. Der Film verbringt viel zu lange und in meinem Fall wenig erfolgreich Zeit damit, mir die beiden Turteltauben näher zu bringen und sie als schwer verliebtes Traumpaar zu präsentieren. Mir fehlte einfach die Chemie zwischen Bernal und Furstenberg und das lag gar nicht an den schauspielerischen Leistungen, die hervorragend sind. In Konsequenz wirkte alle Harmonie von Beginn an trügerisch.

Im Grunde gibt es 2-3 dramatische Momente im Film, die es allerdings in sich haben und hohe emotionale Wellen schlagen, jedoch unausgesprochen bleiben. Insbesondere der erste Moment, der hier nicht verraten sei, ist die entscheidende Zäsur, literarisch gerne als "unerhörte Begebenheit" bezeichnet, die in "The Loneliest Planet" alles ändert. Nur kommt dieser schicksalhafte Wendepunkt zu spät, erst etwa nach der Hälfte des Films. Ab hier wird es plötzlich spannend und dramatisch und alles ist offen und hat plötzlich eine Bedeutung und es geht um Vertrauen, Egoismus, Männlichkeit, Gewissen und Vergeben...

Julia Loktevs Ansatz ist minimalistisch, ausweichend, frustrierend und dennoch nicht ohne Faszination. Wäre nur der Einschnitt zu einem früheren Zeitpunkt gekommen und hätte dem interessanten Ausspielens der Nachwirkungen mehr Zeit eingeräumt!
"The Loneliest Planet" würde ich vor allem meinem alten Deutsch-LK-Tutor empfehlen, der uns fast ausnahmslos Wälzer über problematische oder gescheiterte Liebesbeziehungen auf den Lehrplan setzte, solche in jenen die Damen und Herren einfach nicht miteinander geredet haben... Und bumm: 500 Seiten Frust und zweisam einsam.

bedenklich? 9 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

Janus Winter

Antwort löschen

Da hast du mich jetzt aber neugierig gemacht! Der Trailer hat mich eher abgestoßen. Aber der Trailer scheint trügerisch zu sein. Sagt Fabi.


Sonse

Antwort löschen

Habe ihn mir eben mal angesehen. Die für einen Trailer schnellen Schnitte und die Musik suggerieren ein Tempo und einen konventionellen Spannungsaufbau, den der Film nicht hat. Vermutlich meint Fabi das.