The Road To Guantanamo

The Road To Guantanamo (2006), GB
Laufzeit 92 Minuten, FSK 12, Drama, Dokumentarfilm, Kinostart 21.09.2006

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6.5 Kritiker
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von Michael Winterbottom, mit Riz Ahmed und Steven Beckingham

Dieser Film, der sich an wahren Begebenheiten orientiert, handelt von drei Moslems, die im Gefängnis von “Guantanamo Bay” zwei Jahre lang eingesperrt waren, bevor sie ohne Gerichtsverhandlung wieder freigelassen wurden. Road to Guantanamo ist eine epische Reise. Michael Winterbottom und Mat Whitecross erzählen die Geschichte von Ruhel, Asif, Shafiq und Monir, den Missverständnissen auf ihrer Reise von Tipton, England, nach Afghanistan, ihrer Ahnungslosigkeit, Verwirrung und Bestürzung und ihrer Freundschaft, als sie aus der Sicherheit ihres Teenagerlebens in einer englischen Kleinstadt mitten ins Herz des “War on Terror” geraten und in Guantanamo Bay in Kuba über zwei Jahre als Gefangene festgehalten werden.


Cast & Crew


Kritiken (5) — Film: The Road To Guantanamo

ThomasNeuhauser: arte ThomasNeuhauser: arte

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8.0Ausgezeichnet

[Der Regisseur] keinen antiamerikanischen und keinen Anti-Bush-Film gedreht, denn er zeigt auch die Hilflosigkeit und Unsicherheit der amerikanischen Soldaten, die sich in stumpfen Befehlsgehorsam und in die Wiederholungsrituale der Gefangenenbehandlung flüchten, dabei aber auch ganz menschlich-mitfühlend reagieren können, wenn z. B. ein Bewacher einen der Gefangenen vor einem tödlichen Tarantelbiss rettet.

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HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost HG Rodek: Die Welt, Berliner Morgenpost

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8.0Ausgezeichnet

The Road to Guantánamo" ist das bisherige Meisterstück jener spezifischen Winterbottomschen Inszenierungsweise der - nennen wir es so - Emotionalisierung durch Tatsachen. Der Brite versteht es wie kein zweiter Regisseur, ohne den üblichen Kinoschnickschnack von gefühliger Musik und melodramatischen Wendungen zu packen.

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Volker Gunske: tip Berlin Volker Gunske: tip Berlin

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3.0Schwach

Offensichtlich glaubt Michael Winterbottom ernsthaft, dass sich außer ihm kaum jemand um die Verbrechen von Guantánamo schert. Darum fährt er in "Road to Guantánamo" alle möglichen Mittel auf, um Überzeugungsarbeit zu leisten.

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JimSommer

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Was wolltest Du einen pro u. kontra Film über ein amerikanisches KZ?

Wann Du ein ernst zunehmender Kritiker sein willst, solltest Du ggf. das Produktions Datum des Films beachten. 2006 wurde in Guantánamo schon 4 Jahre lang unbehelligt gefoltert, da sind Menschen für ihr leben lange gebrochen und traumatisiert und auf der andern Seite wird keiner der verantwortlichen Kriegsverbrecher dafür angeklagt.

Jetzt kommt Volker Gunske - der sicher nichts gegen Guantánamo oder für die Opfer gemacht hat - 2008 auf die Idee er könne sich damit profilieren Michael Winterbottom vorzuwerfen er hätte einen bedeutungslosem Propaganda-Film für zur Bewusstseins-Fokussierung auf die elementaren Maxime der Menschenwürde und der Menschenrechte gemacht?

Tja, Michael Winterbottom hatte sich zuvor überlegen sollen ober er möglicherweise die Eitelkeit eines Volker Gunske mit seinem Film kränkt. Schreib ihn doch einfach mal an, damit ihm klar wird wie sehr narzisstische Gutmenschen darunter leiden nicht in für ihren gedankliche Anteilnahme gewürdigt zu werden. ;)


Jörg von Grass: filminformer.de; stadtmagaz...

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7.5Sehenswert

Der englische Regisseur Michael Winterbottom zeigt das Schicksal dreier Muslime aus Großbritannien, die ohne Anklage zwei Jahre in dem Gefangenenlager Guantanamo Bay eingesperrt waren. Winterbottom verknüpft hierbei fiktive Handlungselemente, authentische Berichte und Interviews...

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Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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4.5Uninteressant

Gut gemeint und gut gemacht, sind immer noch zwei paar Schuhe. Zuviel Spielszenen und Schmalz und zuwenig Fakten. http://www.fuenf-filmfreunde.de/2006/07/28/the-road-to-guantanamo/

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Kommentare (11) — Film: The Road To Guantanamo

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VisitorQ

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Bewertung6.0Ganz gut

Recht gute Doku, hat mir gefallen. Zum Glück habe ich meinen Glauben in die Menschheit schon seit längerer Zeit verloren, so ging mir das Ganze nicht allzu nahe.

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felix-kramer

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Bewertung5.0Geht so

Hat mich enttäuscht, wurde mir als Geheimtipp empfohlen. Sehr gut bringt der Film die Machtlosigkeit der Gefangenen und die Brutalität der "bösen" Amis rüber. Was hier fehlt ist Spannung und Story.

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CrashOberbreit

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Wer den Film als Film und weniger als Dokumentation wahrnimmt, der bekommt ein äußerst interessantes Drama zu Gesicht. Wie viel davon Fakt ist und wie viel nicht, das kann ich nur schwerlich be- und verurteilen.

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ynneb

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

ein film der (auch heute noch) zum nachdenken anregt !

klasse film

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Kubrick_obscura

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Bewertung6.0Ganz gut

Intoleranz zieht sich durch die ganze Menschheitsgeschichte. Filmisch wurde sie vielfach bebildert, anfinden tut man sie in den verschiedensten Formen. D.W. Griffiths megalomanisches und filmhistorisch-bedeutendes Werk "Intolerance" setzte sich direkt mit dieser Krankheit auseinander und suchte sie in unterschiedlichen Epochen der Geschichte.
Winterbottoms Film würde ich gerne als neue Episode zu Griffiths Werk hinzufügen. Zynischerweise erarbeitete Griffith in seinem Film einen Ausblick in eine positive Zukunft, da er die Gegenwart-Episode mit einem Happy End enden ließ. Da sitzt es wie ein Splitter im Fleisch, dass man Witterbottoms Film doch so einfach an "Intolerance" anhaften könnte. Der Afghanistan-Krieg ist leider nur EIN Beispiel für die neue Form der Intoleranz in der Gegenwart.
Winterbottoms Doku ist eigentlich ein Spielfilm. Allerdings hat der Filmemacher nicht den Mut das offen zu sagen und so wird mancher Zuschauer wohl denken diese inszenierte Rekonstruktion von Ereignissen ist eigentlich ein echt gedrehter Horror-Trip ala "Blair Witch Project" ;). Clever ist das schon.
Es fällt schwer den Film einzuordnen. Es gelten weder die Maßstäbe des Dokumentar- noch des Spielfilms. Als Spielfilm hat "Road to Guantanamo" TV-Niveau und kommt nie über die Qualität eines Reenactments beim History Channel hinaus. Als Doku bietet der Film viel zu wenig Fakten. Es bleibt bei 3 Zeitzeugen und gelegentlichen Archivaufnahmen (5%?). Der Rest sind inszenierte Erinnerungen, unterlegt mit Geigen-Geseiere. Warum eigentlich das? Betroffenheitskino? Propaganda? Ich will in einer Doku-Fiction(or what?) nicht manipuliert werden. Dieser Film ist höchst manipulativ. Er hat mich aufgewühlt, wütend gemacht und zum latenten Bush-Attentäter ausgebildet. AHHH!!!!
Dennoch verbirgt sich hinter diesem Machwerk eine glaubhafte Parabel über die Intoleranz ganzer Nationen und vielleicht bin ich auch gerade intolerant diesem Film gegenüber, aber was soll ich tun? Gegen meine eigene Meinung rebellieren, weil das Thema des Films wichtig ist? Ich bewundere jeden der das kann! Womöglich bewerte ich den Film falsch und stecke schon viel zu tief in meinen cineastischen Ansprüchen fest.
Da haben 4 Männer unvollstellbar schreckliches erlebt, eine ganzes Bündnis an Ländern, unter anderem das eigene, hatte sich gegen sie gestellt und wollte sie fertig machen und da kommt Michael Winterbottom daher, hört sich deren Geschichte an und macht dann DAS daraus?
Wenn dieser Film von etwas lebt, dann sind es die Erlebnisse dieser Männer, wie z.B. diese kleinen Stories und Episoden (der filmischen Dramturgie geschuldet), wo sich Soldat und Feind im Stillen annähern, um sich die Taranteln vom Leib zu halten. Am besten, man sucht sich die Original-Aufnahmen der Interviews, ohne den Arbeitsnachweis von Mr. Winterbottom.

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Sufboy911

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Bewertung9.5Herausragend

Eine Dokumentation, die ehrlich rüberkommt und einen starken Eindruck hinterlässt. Zwar ist der Film an manchen Stellen etwas langwierig, doch bauen diese Szenen die Spannung des Films weiter auf. Eine der besten Dokus ever!

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Don Cubo

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langwierige stellen bauen doch keine spannung auf, die bauen spannung ab.


dbeutner

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Bewertung7.5Sehenswert

Ein starker, wichtiger Film, der endlich einmal die Perspektive der Opfer des Krieges gegen Afghanistan / wahlweise "den Terror" einnimmt. Winterbottom hat sich offensichtlich sehr darum bemüht, nur die Dinge in Szene zu setzen, die allgemein bekannt sind (wenn man sich in Ansätzen mit US-"Vernehmungen" in diesem Zusammenhang und Guantanamo befasst hat). Und dennoch "reicht" das ja völlig aus.

Zugleich hat der Film in meinen Augen ein echtes Manko, welches am Anfang sowie am fehlenden Anfang liegt. Mit letzterem meine ich, dass es für die "Wahrnehmung der Wahrnehmung der Betroffenen" sehr zuträglich gewesen wäre, zumindest kurz das "normale" Leben zuvor in England darzustellen. Und mit ersterem meine ich, dass die Einführung der Charaktere äußerst hektisch daherkommt, und dieser Teil daher etwas von seiner Funktion verliert. Beides halt ich im Gesamtzusammenhang für nicht unwichtig, weshalb ich den Film auch mit ca. 0,5 bis 1 Punkt hierfür "abgestraft" habe.

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Nayuma

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Bewertung6.0Ganz gut

Eine sehr gute Dokumentation, aber ich glaube, obwohl sie sehr ehrlich rüber kam, dass trotzdem noch viel schlimmere Sachen dort passiert sind. Ich finde es einfach nur krass, dass die USA sich immernoch nicht entschuldigt haben. Was mir sehr gut an der Doku gefällt: Sie schafft es, ohne dem Zuschauer Anti-Bush-Kampagnen aufzudrängen, trotzdem eine natürliche Anti-Haltung gegen das Vorgehen der USA zu verdeutlichen. Was mir nicht so gut gefällt... Ich glaube entscheidende Details fehlen und teilweise ist es als Zuschauer "langweilig", weil sich die Szenen so oft wiederholen... So war es zwar, aber naja... Es ist schwer zu beschreiben... Einmal auf jeden Fall angucken!

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Nayuma

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Klar ganz bestimmt genau die Leute waren dabei usw. Also isses sehr wohl ne Doku! :)


maslobojew

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Gerade durch den auch dokumentarischen Stil wird der Film eine Anklage auf allgemeiner Ebene und ist nicht nur ein Anti-Bush-Amerika-Beitrag.

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agent mandarine

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Bewertung7.0Sehenswert

Also ich muss schon sagen, dieser bewegenden "Halbdoku" ihre Daseinsberechtigung abzuschreiben, nur weil sie keine "objektive Sicht" widergibt ist für einen Kritiker eine ganz schwache Leistung :-(
An keiner Stelle konnte ich erkennen, dass Winterbottom damit politische Bildung betreiben will. Wenn man in den Zusammenhängen des Themas wirklich durchblicken will, dann greift man eher zu anderem Material, welches bemüht ist die Aussagen auch immer durch nachvollziehbare Quellen zu stützen. Hier versucht der Regisseur hingegen ein emotionales Protestgefühl und damit auch eine Sensibilität gegen die grassierende und wachsende Unmenschlichkeit der modernen Zivilisation zu erzeugen. Das funktioniert nun mal am besten durch eine subjektive Erzählperspektive, in die sich der Zuschauer hineinversetzen kann.

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keepon

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Bedrückend und nächstliegend, wenn man wie ich einen solchen Film während der Berlinale 2006 in der ersten Reihe des Berlinale-Palasts erleidet. Erhebend und nächstliegend, wenn man den Regisseur und die sich selbst spielenden Hauptdarsteller danach aus eben dieser ersten Reihe erlebt.

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