Tin Cup

Tin Cup (1996), US
Laufzeit 135 Minuten, FSK 0, Sportfilm, Komödie, Kinostart 10.10.1996

4.9 Kritiker
10 Bewertungen
Skala 0 bis 10
5.6 Community
1103 Bewertungen
8 Kommentare
Tin Cup - Bild 6358110
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von Ron Shelton, mit Kevin Costner und Rene Russo

Der ehemalige Golfprofi Roy McAvoy (Kevin Costner) will noch einmal bei den US Open teilnehmen, und damit nicht nur den Preis sondern auch das Herz seiner Rivalin Molly Griswold (Rene Russo) gewinnen.

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Kommentare (8) — Film: Tin Cup

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Filmkenner77

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Bewertung5.5Geht so

Don Johnson als Ekel überzeugt, aber der Rest ist relativ seicht geraten.

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brigerbaerger

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Bewertung6.5Ganz gut

Unterhaltsamer Film, mit einigen witzigen Dialogen und Szenen - nicht nur für Golfspieler/innen. Mir war die "Romanze" wischen Costner und Russo etwas zu gekünstelt gespielt. Der Film hatte zwischendurch ein paar Durchhänger, aber gegen Schluss, am US-Open hat er wieder an Fahrt gewonnen.

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keddschabb

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Seit "Caddyshack" wissen wir: Golf ist in Amerika nicht nur das Spiel alter reicher männlicher weißer Christen mit Dreierholz im spießigen Republikanerarsch, es wird erst richtig gut, wenn chaotische Außenseiter den Country Club mal aufmischen. Gleichzeitig wissen wir seit "Bull Durham", dass Ron Shelton, ehemals erfolgloser Baseballprofi, ein begnadeter Sportfilmregisseur sein muss, mit seinem Gefühl für den Sport und die Psyche von Athleten, die in den USA schon in ihrer frühesten Jugend zu Helden stilisiert werden, und mit seinem abgeklärten Wissen um den Preis des Erfolges.

Tin Cup ist nun ein Denkmal für alle, die diesen Preis nicht zu zahlen bereit waren - denn in kaum einem anderen Sport fordert der Erfolg einen so hohen Tribut von seinen Stars: Ohne charakterliche Deformation, ohne jahrzehntelanger Unterdrückung einer ganzen Bandbreite von Emotionen, ohne das komplette Eintauchen in eine watteweiche Parallelwelt, in der kaum mehr als kapitalistische Werte und Statussymbole zählen, ohne diese Art der Selbstaufgabe ist Erfolg im Golf kaum drin.

Golf-Pro Roy "Tin Cup" McAvoy (Kevin Costner arbeitet weiter am Image des "Whitest Boy Alive") ist der Prototyp des Sportlers, der sich nicht zur Selbstaufgabe durchringen will, selbst wenn das bedeutet, dass er als Eigentümer einer lächerlichen Driving Range im texanischen Nirgendwo, in der Gürteltiere zu den Ground Conditions zählen, sein karges Dasein fristen muss, er liebt nun mal Golf und kann nicht anders. Obwohl er das begabteste Talent seiner Generation war, bedarf es einer Midlife Crisis, einiger Demütigungen durch einen alten Rivalen (großartig: Don Johnson) und der Liebe zu einer Frau, um ihn aus der Lethargie zu reißen und seinen rechtmäßigen Platz im Sport zu beanspruchen - es steht wohl außer Frage, dass hier eigentlich ein Gleichnis auf existenziellere Herausforderungen versucht wird.
Warum das in "Tin Cup" für mich so gut funktioniert liegt daran, dass es nicht auf Kosten der Unterhaltung geht, und daran, dass uns nur jene Lektionen erteilt werden, von denen wir sowieso nie genug haben können:
a) Wir sollten nicht versuchen, allein durchs Leben gehen zu wollen & b) man muss sich nicht aufgeben, um etwas gewinnen zu können. Schlicht und unaufdringlich, wegen der komödiantischen Leichtfüßigkeit des Films nur mit sehr geringem Moralinsäuregehalt. Doch wer sich selbst damit nicht wohlfühlen mag, dem sei von Tin Cup hiermit abgeraten.

Im mit "Bull Durham" begonnenen Sportfilm-Zyklus von Ron Shelton gehört Tin Cup auf einen der vorderen Plätze, klar, die Arbeit mit Costner funktioniert für ihn offenbar besonders gut. Eine magische Figur wie Susan Sarandons "Annie" fehlt aber leider, der mit Cheech Marin als klassischem Comedy-Sidekick besetzte lebenserfahrene Caddy kann diese Rolle leider genausowenig ausfüllen wie die überforderte Rene Russo als Yang zu Costners Ying. Golffans muss Tin Cup dennoch unglaublich viel Spaß machen, zeichnet es doch nicht nur ein lebhaftes Bild der PGA-Tour B.C. (vor Tiger Woods), nein, es fährt auch ein unglaubliches Staraufgebot für Cameos, One-Liner und kleine Sprechrollen auf: Die Superstars Mickelson (als junger Rookie) und Freddie Couples, Publikumslieblinge wie "Walrus" Stadler, Billy Mayfair und Tommy Armour der Dritte, Großmeister wie Steve Elkington, Corey Pavin, Lee Janzen und Peter Jacobsen (der hier die US Open gewinnt, obwohl er sein erstes echtes Major erst auf der Champions Tour schafft: Die US Senior Open...) sowie die halbe Tour-Abschlussklasse von '95. Legende Ken Venturi ist in seiner damals echten Rolle als CBS-Experte (die Rolle, die jetzt Nick Faldo hat) zu sehen, wie auch andere Sportreporter (in den USA Stars und Topverdiener wie hier höchstens Kerner und Jauch): Die Vorzeige-Republikaner und Douchebags Jim Nantz und Jimmy Roberts, der Schnurrbart-Komiker Gary McCord und der sympathische Golfschwung-Analyst und -Coach Peter Kostis.

Wer sich also darauf einlässt, dass Golf ohne die ganzen reichen Männer & Frauen mit Dreierholz im spießigen Konservativenarsch für ziemlich faszinierende Unterhaltung sorgen kann, wird Freude haben.

9 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

pellekraut007

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Hab ich noch nicht gesehen. Hatte keine Lust drauf... aber, jetzt..., schon! Merci et Chapeau, Monsieur Keddschabb!


nurleben

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Herr Keddschabb, Ihre Kritiken sind echt bemerkenswert intressant :) :) ;) :D.


FordFairlane

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Bewertung7.5Sehenswert

Jetzt kein Burner aber eine Überdurchschnittliche Komödie mit einigen gelungen Gags und Top Darstellern!!

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Filmmaus007

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Bewertung6.5Ganz gut

Dem ist sich nur anzuschließen. Gut gelungene Komödie.

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DoM

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Bewertung6.5Ganz gut

Eigentlich recht belanglos aber durchaus amuesant. Costner und Russo schaffens halt doch zu faszinieren ^^

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Matty

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Bewertung7.0Sehenswert

Kein ganz großer Wurf, aber durch das sympathische Zusammenspiel der Darsteller eine gute Komödie.

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Bogdanovich

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Bewertung10.0Herausragend

Kevin Costner und René Russo ... was für ein Paar und wer genau hinhört, dem entgeht nicht diese knisternde Erotik, die diesen Film zu etwas besonderen macht, vorausgesetzt man mag die richtige Balance zwischen Komödie und sympathischen Schauspielern.

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