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Warrior

Warrior (2011), US Laufzeit 134 Minuten, FSK 16, Drama, Sportfilm, Actionfilm


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7.9
Kritiker
9 Bewertungen
Skala 0 bis 10
8.1
Community
6635 Bewertungen
324 Kommentare
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von Gavin O'Connor, mit Joel Edgerton und Tom Hardy

Im Sportdrama Warrior müssen die beiden Brüder Joel Edgerton und Tom Hardy in einer MMA-Weltmeisterschaft gegeneinander antreten, um ihre privaten Dämonen zu besiegen.

Es scheint so als hätte mit Warrior der Sport der Mixed Martial Arts (MMA) endlich seinen Rocky gefunden. Die US-amerikanische Kritik war jedenfalls voll des Lobes für das emotionale Drama um zwei Brüder, die sich jeweils im Ring nach oben kämpfen und unaufhaltsam auf Konfrontationskurs sind.

Da ist zum einen Brendan (Joel Edgerton). Der liebende Familienvater und Sportlehrer ist gezwungen, seine frühere MMA-Karriere wiederaufzunehmen, um für seine Familie sorgen zu können. Der Vorzeigeehemann hat allerdings keine sonderlich vorzeigbare Vergangenheit. Dies ist vor allem seinem Vater Paddy (Nick Nolte) geschuldet, der einst ein cholerischer Alkoholiker war, unter dem seine Frau und seine beiden Söhne Paddy und Tommy (Tom Hardy) stark zu leiden hatten. Das hindert den Irakkriegsveteranen Tommy nicht daran, sich von seinem nun reuigen Vater trainieren zu lassen, als er aus dem Irak zurückkommt. Er ist voller ungezügelter Wut auf alles und jeden, was sich recht nachdrücklich im Ring zeigt, wo er seine Gegner förmlich zermalmt. Bei dem finalen Turnier werden sich ihre Wege kreuzen.

Hintergrund & Infos zu Warrior
Mit dem Casting der beiden Hauptdarsteller Tom Hardy und Joel Edgerton gelang Warrior-Regisseur Gavin O’Connor ein besonderer Coup: Beide Schauspieler sollten ihren vorzeitigen Karrierehöhepunkt nach ihrer Verpflichtung für Warrior erleben. Joel Edgerton beeindruckte in dem gefeierten australischen Gangsterdrama Königreich des Verbrechens in einer wichtigen Nebenrolle, während Tom Hardy in der Titelrolle von Nicolas Winding Refns nicht weniger hoch gelobtem Bronson für Furore sorgte. Im Jahre 2011 dürften ihre Gagen sich vervielfacht haben.

Dass Regisseur O’Connor sich im MMA-Metier gut auskennt, dürfte seine Beteiligung als ausführender Produzent an der Dokumentation Smashing Machine – Ultimate Extreme Fighting zeigen. Hier wird der Aufstieg und Fall des MMA-Fighters Mark Kerr eindringlich und bewegend beschrieben. Beste Voraussetzungen für einen neuen Rocky. (KJ)

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Mehr Bilder (6) und Videos (3) zu Warrior


Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Warrior
Genre
Familiendrama, Sportfilm, Actionfilm, Drama
Handlung
Boxen, Boxer, Bruder, Bruder-Bruder-Beziehung, Familie, Faustkampf, Kampf, Kampfsport, Kriegsveteran, Mixed Martial-Arts, Schlechter Vater, Trainer, Training, Vater, Vater-Sohn-Beziehung, Verstoßener Sohn, Wettkampf
Stimmung
Aufregend, Berührend, Hart, Spannend
Verleiher
Universum/Walt Disney Studios Motion Pictures Germany GmbH
Produktionsfirma
Solaris

Kritiken (9) — Film: Warrior

CineKie: CineKie.de

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9.0Herausragend

[...]Es ist wirklich eine Schande, dass dieser Film es nicht in die deutschen Kinosäle geschafft hat. Dabei bringt er alles mit, was ein gelungenes Kinoerlebnis ausmacht: Interessante Figuren, tolle Darsteller, eine ergreifende Geschichte und packende Action in Form erstklassiger Mixed-Martial-Arts-Kämpfe.[...]

Kritik im Original 5 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

kobbi88: Die Drei Muscheln

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10.0Lieblingsfilm

Selten habe ich einen Film gesehen, bei dem ich so extrem mit den Protagonisten mitgefiebert habe. Dieser Film schafft es, sich kontinuierlich zu steigern und immer mehr Spannung und Gefühl aufzubauen. Dabei wird nicht nur bei den Kämpfern, sondern auch beim Zuschauer immer mehr Adrenalin freigesetzt. Und wirklich bis zur letzten Sekunde wird die Spannung und die Emotion weiter gesteigert. Außerdem schafft es dieser Film auf dem Höhepunkt zu enden. Ein oft nicht ganz einfaches Unterfangen!

Die darstellerischen Leistungen sind super, Nick Nolte hat völlig verdient eine Oscar-Nominierung erhalten! Auch Joel Edgerton und Jennifer Morrison wissen zu überzeugen, aber meiner Meinung nach ist die beeindruckendste Darstellung die von Tom Hardy, wenn er im Ring steht. Ich habe wirklich den Eindruck, ein wildes Tier steht hier und versucht gleich sein Opfer zu zerreißen!!

Nach diesem Film bin ich einige Zeit auf meinem Sofa gesessen und hatte eine Gefühlsmischung aus Glück, Trauer, Freude und einer merkwürdige Leere, die so bei mir selten von einem Film ausgelöst wird. Und dieses Gefühl bleibt sogar nach wiederholter Sichtung. Ach, Sichtung ist das falsche Wort. Nach wiederholtem Genuss!

Fazit: Ein wirklich grandioses Kampfsport-Familien-Drama, meiner Meinung nach besser als der erste Rocky, The Fighter, Million Dollar Baby oder sogar als der tolle Raging Bull und damit umso unverständlicher, warum diesen überragenden Film kein Vertreiber in die deutschen Kinos gebracht hat.

19 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 4 Antworten

OptiMaster

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Der Kommentar wirkt absolut aus dem Herzen heraus geschrieben!!!


kobbi88

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Aus dem Herzen und mit Schweiß und Tränen ;) Danke :)


Mr Vincent Vega: Die 5 Filmfreunde, gamona, ...

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3.0Schwach

Statt sich bei einem kühlen Bierchen auszusprechen, hauen zwei zerstrittene Brüder sich so lange auf die Fresse, bis der eine dem anderen inmitten geronnenen Blutes und gebrochener Knochen gesteht, ihn ja doch ganz schrecklich lieb zu haben. Zuvor muss man sich allerdings noch mehr als zwei Stunden durch eine US-White-Trash-Suppe löffeln, die man so ähnlich gerade erst von "The Fighter" vorgesetzt bekam (und die leider nicht so schön auf der Zunge zergeht wie im "Wrestler" von Darren Aronofsky). Stechend gelbes Colorgrading und eine mal wieder augenscheinlich durch missverstandenen Indie-Realismus motivierte Shaky Cam bilden die ebenso unappetitlichen visuellen Zutaten dieses weiteren simpel gestrickten Sportlersozialdramas, in dem sich jedes Gefühl erst falsch erheben muss, um überhaupt wahrgenommen zu werden. Bleibt einem dank Drehbuchellipse zumindest noch das genreübliche Trainingsprozedere erspart, so ist der Schlussakt nur umso mehr pathetisch verstellt. Und dann auch endlich bekommt Nick Nolte noch seinen Oscarmoment. Ich werde solche Filme wohl nie verstehen.

22 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 16 Antworten

simvlacrvm

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stimme dem cineasten zu


rockoholic

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Mr. Vega wirft dem Film Phatos und das man sich durch "US-White-Trash-Suppe löffeln" muss , gibt aber der schleimigsten , konstruiertesten und phatetischsten "Armer-Junge-zeigt-reicher-Frau-Lebensfreude-und-die-Liebe-Groschenromanscheiße" Titanic 10 Punkte und hat sogar das schlimmste , sich für so ernst und wichtig haltende Möchtegernplädolye für gleichgeschlechtliche Liebe , Brokeback Mountain als Lieblingsfilm . Ich glaube zu verstehen warum du kein Zugang zu dem männlichen Habbitus und den grundmaskulinen Themen des Film findest :) Fighter hätte dir sicher besser gefallen wenn die Jungs in ihren Shorts ihre Probleme ausgekuschelt hätten ...... :) Kleiner Scherz :)


stuforcedyou: Die Drei Muscheln, CinemaFo...

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10.0Herausragend

Man muss nicht immer das Rad neu erfinden, manchmal reicht es auch vollkommen aus, es einfach ansprechend zu drehen. So erzählt „Warrior“ im Grunde keine sonderlich neuartige Geschichte. Eigentlich gibt es hier das typische A und O der sportlichen Underdog-Story, aber Regisseur O’Connor versieht diese A‘s und O‘s mit menschlichen wie grundehrlichen Zwischentönen, die wohl die Wenigstens von einem Film, in dem es auch um Mixed Martial Arts geht, zugetraut hätten. Ja, die Kampfszenen sind beeindruckend , doch der wahre Kampf, das wahre Ereignis sind die Figuren. Getrieben von Wut, Schmerz und Verzweiflung und jede Emotion ist spürbar. Die Darsteller geben hier einfach alles. Schon lange hat mich kein Film mehr so mitgerissen und da war es mir auch ziemlich egal, dass die Hülle „Warrior“ ein nicht sonderlich einfallsreiches, vielleicht sogar etwas überfrachtetes Sportler-, Familiendrama war, denn das Herz von „Warrior“ besitzt solch eine Kraft, dass ich mit der Suche nach dem passenden Wort dafür wohl noch Tage beschäftigt bin. Soul of a lion - absolut!

37 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 14 Antworten

13vsGambit

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Und du wirst nicht enttäuscht sein duffy


Bandrix

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@Christian: DAS habe ich auch gemerkt ;)
Ach, keine Ahnung. Ich kenne mich mit diesem Bloggen nicht so aus...
Es hätte ja sein könnnen. ;)


Flibbo: Wie ist der Film?

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7.0Sehenswert

[...] Um wirklich herausragend zu sein, frönt „Warrior“ viel zu sehr den Genreklischees. Man wird feststellen, dass die Geschichte genau so vorhersehbar ist, wie befürchtet. Eine angemessene Entschädigung sind das gute bis sehr gute Schauspiel, die authentische Kämpferei inklusive Wrestler Kurt Angle, die für die stattliche Laufzeit kurzweilige Inszenierung und dieser magische Augenblick gegen Ende, wenn sich vollends offenbart, worum es in der Geschichte wirklich geht. Im Vergleich mit dem verwandten „The Fighter“ vom Vorjahr erweist sich „Warrior“ schon mal als der interessantere Beitrag. Und, um es kurz zu machen: Wer „Rocky“ mag, wird auch „Warrior“ mögen.

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BuzzG: filmfutter.com, kino-zeit.d...

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6.5Ganz gut

„Warrior“ ist ein gänzlich durchkonstruierter Film. Das muss nichts zwangsläufig Schlechtes bedeuten.
Worauf der Plot am Ende hinausläuft, ist zumindest von Anfang an offensichtlich.
Es sind schließlich die Charaktere, die uns interessieren. Und ihre unsichtbaren Narben.
Wie wollen zuhören, wie ihre bitteren Worte kollidieren - ob sie je das Vergangene begraben und eine gemeinsame Zukunft ansteuern können. Oder ob es dafür bereits zu spät ist.
Das Gestöhne, Geächze und Geprügel ist Beiwerk; mich zumindest haben die physischen Kämpfe zu keiner Sekunde berührt. Wahrscheinlich auch deshalb nicht, weil der Regisseur nie vermittelt, was die Brüder mit dem Sport verbinden – abgesehen davon, dass sie ihn beherrschen und Geld damit verdienen müssen. Von Magie kann keine Rede sein.
[...]
„Warrior“ startet vielversprechend, aber manövriert seine Figuren letztlich ein wenig unglücklich zu ihrem unausweichlichen Finale.

Ich hätte viel lieber noch mehr über Tommy und Brendan erfahren und dafür auf die große Show verzichtet.

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ChristiansFoyer: Cellurizon.de

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8.5Ausgezeichnet

[...]»Must be hard to find a girl who can take a punch nowadays«, raunt der Heimkehrer Tommy voller Verbitterung und Verachtung in Richtung seines Dads und wundert sich wenig später, zum Wiedersehen nur einen Kaffee angeboten zu bekommen. »So you found God, huh? That’s awesome. See, Mom kept calling out for him but he wasn’t around. I guess Jesus was down at the mill forgiving all the drunks. Who knew? I think I liked you better when you were a drunk.« Vergebung hat Tommy für seinen Vater nicht übrig, egal, wie reumütig der alte Mann auch darum bitten mag. Autor und Regisseur Gavin O’Connor verhandelt nicht zum ersten Mal eine komplexe Familienproblematik innerhalb eines klar definierten Genres: nach dem dirty cop-Thriller „Pride and Glory“ (2008) konvertiert er Geschwister-, Eltern- und Generationenkonflikte nun in einen Kampfsportfilm. Der hochgelobte „Warrior“ ist deshalb auch keine action- und spektakelfokussierte Kloppeveranstaltung, auch keine Milieustudie eines momentan angesagten Vollkontaktwettkampfes, sondern eine reichhaltige Beobachtung und unmittelbare Begleitung einer in Einzelteile gerissenen (Männer-)Familie. Subtilität ist dabei nicht immer oberste Regel, der emotionale Einschlag sitzt aber.[...]

[...]„Warrior“ nicht als Box- oder Wrestlingdrama aufzuziehen, sondern die Mixed Martial Arts-Szene als Hintergrund zu nutzen, erweist sich nicht nur der Unverbrauchtheit wegen als sinnig. Sechs Teile lang „Rocky“, „The Wrestler“, „The Fighter“ – was gäb’s da schon noch zu zeigen? Die käfigumzäunten Fights hingegen fügen dem Film nicht nur ein paar zusätzliche Ecken und ein bißchen Maschendraht hinzu, sondern der Kampfdramaturgie auch etwas unbändiges; die Kombination aus verschiedenen Kampfsportarten und –techniken und die Vielfältigkeit, in der eine Auseinandersetzung entschieden werden kann, sind an ein weit weniger starres Regelwerk gebunden. Und da es in „Warrior“ nicht um ‚einen‘ Fighter auf dem Weg zum persönlichen Triumpf geht, sondern um das Aufeinanderzubewegen zweier Brüder, nutzt O’Connor das gegeben breite Feld der Möglichkeiten, um jedem der beiden seine ganz besondere Ringidentität zu geben, den Kampfstil umso deutlicher zum Ausdruck von Persönlichkeit und all dessen zu machen, was für diese beiden einander fremd gewordenen Männer auf dem Spiel steht.[...]

[...]Bis es aber überhaupt soweit ist lässt „Warrior“ sich die nötige Zeit, der Film taucht langsam zum Kern seiner Konflikte hinab, statt sich überhastet hinein zu stürzen. Die Brüder werden lange getrennt aufeinander zubewegt, Tommy aus seiner grobkörnigen grauen, Brendan aus seiner helleren, familäreren Welt heraus, als eingefügtes Bindeglied der verabscheute Vater, von dessen Seite der eine Sohn in frühester Kindheit wich und der andere in der vergeblichen Hoffnung blieb, einen besseren Vater zu finden, wenn er ihn nur für sich allein hätte. O’Connor entzündet dabei nicht den einen großen Brand, sondern lässt viele kleinere und größere, gemeinsame wie individuelle Feuer glimmen, seine Figuren werden nicht in eine klar definierte Ecke gestellt und von dieser aus aufeinander losgelassen, kaum ein Handeln leitet nur ein einziger Grund.[...]

[...]Die Story von „Warrior“ rund um das große Turnier, die Umstände der Teilnahme und die Gegner bis zum dramatischen Finale – das bleibt alles Konstrukt, da bewegt sich der Film nicht über organische Pfade sondern geplante Wege, da hat „Warrior“ dann doch einen Rahmen, der die Unbändigkeit, dieses filmgewordene Newtonsche Gesetz von Kraft-ist-gleich-Masse-mal Beschleunigung in Grenzen presst. Und tatsächlich nimmt sich „Warrior“ dadurch manchmal selbst in einen kräfteraubenden submission hold. Der perfekte Kampfsportfilm ist Gavin O’Connor nicht gelungen, dafür bedient er sich einiger Mechanismen zuviel, zu denen scheinbar niemandem Alternativen einfallen wollen, was ja den Sportfilm allgemein zum berechenbarsten aller Genres macht. Die anfeuernden Daheimgebliebenen, die ihre Ablehnung und Ängste überwindende Adrian…ähhh…Ehefrau, die im entscheidenden Moment dann doch ihrem Mann beisteht, die enthusiastischen Kommentatoren, die sich immer anhören, als hätten sie eigentlich gar keine Ahnung von dem was sie da reden, und der böse Russe (der zum Glück nicht überstilisiert wird) – das sind alles Dinge, die „Warrior“ nicht gebraucht hätte, da sie seinem Publikum ähnlich eingespielter Sitcom-Lacher zu sehr vorschreiben, wie es gerade zur Situation zu stehen hat, was die starken Charaktere auch mühelos für sich hinbekommen.[...]

[...]Das sind aber alles in allem bloß kleinflächige Schwellungen und Cuts, mit denen man der dichten Deckung und puren emotionalen Power der letzten Stunde von „Warrior“ nicht beikommen kann. Je näher das unvermeidliche Finale rückt, desto intensiver wird der Film, denn eine Besonderheit hat er den meisten Genrekollegen voraus: sein Ausgang ist völlig offen, die perfekt gegeneinander inszenierten Austeiler- und Nehmerqualitäten der Brüder und ihr am Ende als gleichwertig enttarnter Einsatz und alles, was für jeden von ihnen auf dem Spiel steht, all das schließt den klaren Favoriten aus – und dennoch finden beide nach einem den Atem mehr als einmal stocken lassenden Fight zu ihrem verdienten und konsequenten Triumph. Das ist packend choreographiert, wird aber besonders von dem getragen, was Joel Edgerton und Tom Hardy aus ihren Figuren machen. Der Underdog, der sich gegen alle Widrigkeiten durchbeißen muss und die unaufhaltsame Kampfmaschine; eigentlich ein Prota-/Antagonist-Schema, wie es klassischer nicht geht, aber in „Warrior“ natürlich ungleich komplizierter und graustufiger. Getrieben von tiefer Verbitterung, geplagt von seiner Vergangenheit und immer genauso kurz vorm Aus- wie vorm Zerbrechen ist Hardy der tragischere der Brüder, eine respekteinflößende, unbeirrbare Gewalt des Zorns, aber innerlich zerstört, in unvereinbare Bruchstücke gespalten, von Hardy sensationell gespielt.[...]

[...]Fazit: Verdammt starkes Sport- und vor allem Charakterdrama, das eine der emotionalsten und packendsten Schlusskonfrontationen bietet und lange nachwirkt. Überragend und mireißend gespielt von Hardy, Edgerton & Nolte.[...]

Kritik im Original 8 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 2 Antworten

stuforcedyou

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Kann's kaum erwarten den auch zu sehen!!! Danke nochmals auf diesem Wege für die BD.


ChristiansFoyer

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Gerne! Hoffe, der Film erfüllt die Erwartungen.


Mr.Film: City of Cinema

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10.0Herausragend

Ein Kunstwerk mit Blut und Schweiß von Gavin O'Connor gezeichnet, verziert mit Narben und Knochenbrüchen. Ein Gemälde das man über hundertvierzig Minuten betrachtet, bestaunt, bewundert, von dem man einfach nicht wegkommt, das nicht eine Sekunde enttäuscht. Mit so viel Leidenschaft und Hingabe gefertigt, doch ist es in Wirklichkeit ein Schlachtfeld der Gefühle und bitteren Enttäuschungen. Eine Kulisse gemacht für gefallene Persönlichkeiten, für wahre Helden.

Hier erlebt man kein nettes Sportlerdrama, die Gefühle werden in eine Waschmaschine geschmissen und im Schleudergang durchgewühlt, was das Dreiergespann Nick Nolte, Joel Edgerton und Tom Hardy hier abliefern lässt einen erschaudern, diese Charaktere haben so viel Facetten die so erstaunlich rübergebracht werden, das der Raum in dem man sitzt mitsamt der Atmosphäre bebt.

Die Geschichte scheint auf den ersten Blick weniger zu sein als sie wirklich ist, man muss sich als Zuschauer sogar ziemlich viel selber denken, denn vor allem Tom Hardy als Tom Conlon ist sehr wortkarg was sein früheres Leben in der gescheiterten Familie betrifft. Sein grandioses Schauspiel jedoch zeigt auf erstaunliche Weise was er in seiner Kindheit und in seiner Zeit als Marine durchmachen musste. Als er scheinbar gezwungenermaßen mit seinem Vater für das MMA-Turnier ‚Sparta‘ trainiert trifft er auch noch auf seinen Bruder, der ebenfalls am Turnier teilnimmt. Was die drei verbindet wird von Minute zu Minute klarer, der Atem wird immer schwerer.

Ich sitz hier vor meiner Tastatur, beobachte die Buchstaben die darauf geprägt sind, versuche Worte zu finden für das was ich gesehen, erlebt habe. Doch ich finde keine großen Worte. Eine Adjektivaneinanderreihung könnte ich einfügen, doch würden diese ganzen Wörter nicht das beschreiben können was ich wirklich erlebt habe. „Warrior“ ist wohl das intensivste Drama seit langem das auf mehreren Ebenen funktioniert. Es ist nicht nur das was man zu sehen bekommt, O’Connor hat bewusst ein paar Fragen offen gelassen, bewusst bestimmte Sachen nicht erwähnt, so dass man sich damit beschäftigen will und der Film einen immer mehr ergreift. Toll. Einfach toll.

„Klopf ab Tommy…es ist okay…“

31 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

Mr.Film

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Danke :)


Skywalkie

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Ich hatte den Film noch nicht gesehen und fand dein Kommentar etwas "too much", jetzt wo ich den Film gerade gesehen habe.... Du sprichst mir aus der Seele. Danke! Ein toller Film! <3


Oceanic6: CinemaForever

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7.0Sehenswert

[...] Regisseur Gavin O'Connor dürfte den meisten noch unbekannt sein. Vor allem sein "Gesetz der Rache" war nicht gerade eine glanzvolle Arbeit. Jetzt aber hat er seine Fähigkeiten voll ausgeschöpft. Die Kamera, die Musik, die Darsteller und das Drehbuch harmonieren dermaßen gut, dass er, besonders im Ring, Szenen von beeindruckender Härte, Atmosphäre und Emotion geschaffen hat. Auf O'Connors kommenden Film "Born to Rock" darf man gespannt sein. [...]

Kritik im Original 29 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 12 Antworten

Oceanic6

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Auch wir beide können nicht immer einer Meinung sein. :D ROCKY, so habe ich vergessen, ist zudem auch der unverdienteste Oscargewinner, hat er doch ohne Recht gegen TAXI DRIVER gewonnen. ;)


TheDrPepperPower

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"Rocky" ist halt ziemlich bescheuert aber daher auch witzig und unterhaltsam und so durchaus sehenswert. Und er hat immerhin fette Mucke:) ("Taxi Driver" ist natürlich trotzdem besser) Dass man in "The Fighter" Bale nen bischen nervig findet, kann ich mir ja noch vorstellen aber was ihr alle an "Raging Bull" so unfassbar genial findet weiß ich nicht. Ich werd mir den bei Zeiten nochmal anschauen müssen. Ich bin einfach kein kompromissloser DeNiro/Pesci Fan, weil die beiden immer ziemlich ähnliche Rollen spielen in ihren ganzen Klassikern. Los, hackt auf mich ein!:)



Kommentare (315) — Film: Warrior


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Tommy_kreiger

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Also mir hat der Film sehr gut gefallen. Und ich wurde nicht enttäuscht. Tom Hardy, der hier ne gute Leistung bringt. Und auch Nick Nolte ist richtiger Weise für seine Darbietung mit einem Oscar nominiert worden.

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KingLee

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Bewertung10.0Herausragend

Zum Thema Männerweinen nicht
Bäume werden hier gefällt,hier knickt jeder abgefuckte Macho ein.Emotion,Gewalt,Drama,ein Soundtrack zum niederknien,Was für Uhrgewalten treffen
Da aufeinander. Nick Nolte, Tom fucking Hardy in der Rolle seines Lebens......
Fazit: WOW

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Morissa

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Und endlich habe ich es mal geschafft den seit ewigen Zeiten auf meiner Liste stehenden "Warrior" zu sehen.
Er ist der bessere "The Fighter" und der unterhaltsamere "The Wrestler". Unter den Filmen mit ähnlichem Hintergrund ist er für mich der Stärkste.
Natürlich bin ich nach den ganzen Höchstwertungen, Kritiken und Empfehlungen mit großen Erwartungen an den Film heran gegangen, und wurde, was bei so vielen Vorschusslorbeeren selten der Fall ist, nicht enttäuscht.
Zwischenzeitlich dachte ich, dieses Werk versucht zu sehr auf die Tränendrüse zu drücken, da die Familiengeschichte doch recht tragisch daher kommt, aber man hat es doch nicht ganz übertrieben. Stellenweise etwas unglaubwürdig (Weder Medien noch die US-Marines können etwas über den Kriegshelden in Erfahrung bringen; Komplette Nobodys werden zum größten Kampfsportturnier aller Zeiten eingeladen), aber trotzdem überzeugend.
Nolte spielt hier mal wieder grandios den abgewrackten in die Jahre gekommenen Herren, Edgerton spielt auch gut auf, eine Lanze brechen muss ich hier jedoch für Tom Hardy, welchem so häufig seine hölzerne Spielweise vorgeworfen wird, welches ich bisher nie bestätigen konnte und in diesem Falle sogar entschieden dementieren muss. Wüsste aus dem Stehgreif keinen Darsteller, der die Rolle glaubwürdiger hätte interpretieren können. Chapeau.
Auch die Kampfszenen sind gut choreografiert, und es wurde nicht allzu sehr versucht etwas besonders spektakuläres zu inszenieren.
Das Ende hatte ich anders erhofft, aber so war es wohl zu erwarten.
Schön den nun in meiner Sammlung zu haben. Lieblingsfilm nach erster Sichtung, kommt eigentlich nie vor.

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Mac_C_Tiro

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Schöner Kommentar zu einem ganz spektakulären Kampfdrama, bin im übrigen ebenso überzeugt von Hardys Leistung und das nicht nur in dieser Rolle. Der Mann spielt einfach grundehrlich da liegt kein overacting oder sonstiges drin, das ist einfach nur trocken und intensiv!


Th0r

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Erwartet habe ich einen Film im Schlage eines "The Fighters", weniger aber einen "The Fighter" doch genau das ist er. Und in meinen Augen sogar noch stärker.
Die Geschichte um die beiden Brüder Tommy und Brendon die unabhängig voneinander am größten MMA-Ereigniss der Geschichte teilnehmen um sich ein wenig Geld zu verdienen hört sich anfangs plump und belanglos an. Doch mit ihrem Vater, der ihnen als Säufer in ihrer Kindheit diese zur Hölle gemacht hat, bekommt die Story einen starken emotionalen Charakter, der bis zum Ende hin den roten Faden trägt.
Die MMA-Fights sind natürlich Hauptteil und sehen fantastisch aus. Die Dynamik steigt von Kampf zu Kampf und mit den emotionalen Kämpfen zum Ende hin können selbst "The Fighter" und co nicht mithalten.
Die Schauspieler machen ihre Sache souverän, aber vorallem Nick Nolte sticht herausragen hervor, nicht umsonst für den Oskar als bester Nebendarsteller nomiert, spielt er den versoffenen und gebrochenen Vater nahezu perfekt.

Für MMA-Fans ein Muss, aber auch Andere sollten einen Blick riskieren.

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MrsLizzyDarcy

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Bewertung9.0Herausragend

Starker Film mit herausragender Schauspielerleistung auf allen Seiten. Zwar kann sich der Film stellenweise dem sich aufdrängenden Rocky-Vergleich (besonders am Anfang) nicht entziehen, wandelt sich dann aber schnell in eine tiefsinnige, emotionale Reise, die ihr Finale in einem Kampf findet, bei dem es um viel mehr geht, als Gegner aus purer Muskelmasse zu besiegen und bei dem man bis zuletzt nicht weiß, für wen man halten soll...

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LivingDead

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Bewertung7.0Sehenswert

Beileibe keine neue Geschichte, die hier geboten wird. In den Anfangsminuten verspürt man zudem das zweifelhafte Gefühl einem Remake der Rocky-Filme beizuwohnen. Zudem gestaltet sich die Chose als überaus vorhersehbar; so steht der finale Fight, auf den der Film konsequent hinsteuert, schon von Anfang an fest. Und dennoch: O'Connor hat hier ein extrem fesselndes, mit zu Höchstleistungen aufspielenden Darstellern besetztes, Sportlerdrama auf die Beine gestellt, welches mit seinem feinen Erzählrhythmus deutlich aus der Masse sticht. Die Zeit, welche der Film für seine Charaktere investiert, ist erstaunlich, und vor allem Hardy holt alles aus seiner Rolle (mal wieder ein Beweis, welch Verschwendung er eigentlich im aktuellen Batman unterlag).
Ein anachronistisches Stück Kino.

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juls.muller.3

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Schon alleine die Kampfchoreographien verdienen das Prädikat "herausragend"! Eine ebenfalls herausragende Schauspielleistung aller Beteiligten. Leider hat mir der Film am Ende nicht sonderlich auf die Tränendrüse gedrückt (was ich mir erhofft hatte), dennoch bravo!

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-T3RROR-

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Wären gewisse Dinge nicht völlig unmöglich und stattdessen nur weit hergeholt, gäbe es von mir eine glatte zehn. Denn der Film selbst ist toll! Eigentlich sehr gute Story, klasse Darsteller und sehr unterhaltsam. Auch wenn man relativ früh weiß, das es auf das Finale der beiden Brüder hinaus läuft, wird der Streifen dennoch nicht langweilig.
Obwohl "Warrior" das Hauptaugenmerk natürlich auf die Kampfszenen legt, bleibt dazwischen noch für genug Raum für Tiefgang und Geschichte Klasse!

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PaBadz

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Bewertung7.5Sehenswert

Sehr guter Film mit überraschenden Elementen. Leider mit dem falschen Gewinner am ende :/

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Critical

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Bewertung7.0Sehenswert

Ziemlich guter MMA-Film! Lohnt sich auf jeden Fall, ihn anzuschauen.
War anfangs etwas skeptisch, weil so viele Filme mit diesem Thema auf die Nase gefallen sind, aber diesen Film kann man sich echt ansehen.

Die Kampfszenen sind richtig gut gemacht und nicht übertrieben. Man fiebert sogar richtig mit.
Nichts desto trotz finde ich den Film in einigen Punkten etwas übertrieben. Muss ja aber nicht jeder so sehen.

Alles in Allem, ein gelungener Kampfsportfilm.

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dani314

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

f***ing intense... alter schalter

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Foxedge

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Schöner toller Film der mehr Hintergrund und Tiefe haben könnte, aber sich dann doch mit einem Stück mehr Gewicht auf die Kämpfe lehnt. Trotzdem geht der Film zwischenzeitlich wirklich an's Herz, sofern man sich denn darauf einlassen kann und bietet eine klasse Erzählweise.

Man versucht bis zum Ende Stück für Stück herauszufinden, warum dieses und jenes so ist und wird mit immer mehr Puzzleteilen in der Spannung gehalten. Man darf hier kein hintergründiges Meisterwerk erwarten, aber definitiv einen Film der es schafft mit seiner wuchtigen Inszenierung zu überzeugen. Ich habe noch nie bei Kämpfen so sehr mitgefiebert!

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Looki

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

mann, mann, mann...wer hier am schluss nicht mal glasige augen hat muss aus stein sein... *schnäuz* packend, emotional, voller tiefgang, durch und durch ergreifend - ein wirklich guter sportfilm, der auch von den kämpfen her unglaublich gut choreographiert ist, von der atmosphäre im ring ganz zu schweigen, ganz zwanglos erzählt er seine geschichte, bis zum alles entscheidenden finale und das hat es dann echt in sich...

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jauchzenderjoachim

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Bewertung10.0Herausragend

"I think I liked you better when you were a drunk."

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jorg.hoffmann.9849

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Warrior handelt von zwei Brüdern und Ihrem verschmähten Vater [großartig Nick Nolte],die sich plötzlich näher kommen,als gedacht.
Ein starkes Boxer/Familiendrama mit einer emotionalen Wucht,daß es einem die Kehle zuschnürt.Schauspielerisch ist das große Klasse.Ein Film,den man nicht so schnell vergisst.Eine Schande,daß sowas nicht im Kino läuft. 8,5/10 von mi

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Zimtmond

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Bewertung9.0Herausragend

Nachdem mir dieser Film von einigen meiner MP-Freunde empfohlen wurde, musste ich den doch nun endlich mal sehen. Die meisten Bewertungen von ihnen gehen bei 7,5 los und es gibt sage und schreibe 6 mal das Herzchen.

Das war er also. Ich kann so verstehen, lieber Andy, dass du sprachlos bist/warst! Ich bin es irgendwie auch. Diese Emotionen. Diese Spannung. Diese Szenen. Diese Kamera. Diese Musik. Tom Hardy, den ich bis jetzt (glaub ich) nur als Bane kannte. Joel Edgerton, den ich gar nicht kannte. Nick Nolte, den ich ewig nicht mehr sah. Dieses Ende. Ich bin einfach hin und weg. „Warrior“ zu beschreiben fällt mir echt schwer. Er ist einfach unglaublich Intensiv!

Ich hab mitgefiebert und wurde mitgerissen. Ich war wie versteinert und konnte nicht wegsehen. Nicht ein einziges Mal. Hab ich überhaupt geblinzelt? Vermutlich. Aber ich habe versucht es zu unterdrücken. Diese intensiven Kämpfe, die so gut inszeniert waren. Auch das ein oder andere Tränchen wanderte über meine Wange. Die Liebe zwischen Brendan (Joel Edgerton) und Tess (Jennifer Morrison) war so greifbar. „The National“ mit About Today an genau der richtigen Stelle (http://www.youtube.com/watch?v=WIq9PEWa7tQ) - Einfach Großartig. Und nochmal: Diese unglaublich guten Darsteller und dieses unglaublich gute Ende. Die 140 Minuten flogen einfach so dahin. Ich glaub, dass ich „Warrior“ nun nochmal sehen muss/will.

"I'm sorry Tommy! I'm sorry... Tap out Tom! It's OK! It's OK! I Love You! I Love You Tommy!"

Wie konnte dieser Film mir nur entgehen? Ich weiß es nicht. Danke an meine Mp-Freunde, dass ihr ihn mir empfohlen habt und so schöne Kommentare zu "Warrior" geschrieben habt!

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Zimtmond

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@Kahuna, dankeschön :) Hab mir den heut schon wieder angesehen :D Wirklich sowas von gut.
@Andy, ja hat er mich wirklich. Unglaublich. Die Erwähnung musste sein. Konnte dein Reaktion einfach zu gut nachvollziehen :)


Andy Dufresne

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So isses :)


MartinNolan

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Bewertung6.0Ganz gut

Werden die traumatischen Erlebnisse der Figuren nur angerissen, nur als ungeklärte Konflikte deklariert, die über allem zu schweben scheinen, wird schlussendlich diese emotionale Ebene über den sportlichen Wettkampf zu Ende erzählt, vielmehr sogar als metaphorische Katharsis episch stringent inszeniert. „Warrior“ fällt zwar, sicher auch dank seiner eher schemenhaften Charaktere, einem sentimentalen Pathos anheim und legt den Fokus auf die eindrucksvollen und auch spannenden Kämpfe, zu Gunsten einer feinsinnigen Ausformulierung seiner agierenden Personen.
Unterm Strich ist „Warrior“ ein simpel konstruiertes, etwas übertrieben expressives Sportlerdrama, mit spannungsgeladenen Kämpfen, dass auf einfacher Ebene grandios funktionieren mag, jedoch sich weitergehendenden Betrachtungen regelrecht verschränkt.

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MovieFreak1985

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Bewertung9.0Herausragend

Mit diesem Film wurde Tom Hardy zu einem meiner Lieblingsdarsteller! Klasse mitreißende Story, nicht nur dumpfes Geprügel. Die schauspielerische Leistung von allen Hauptdarstellern ( allen voran Nick Nolte) ist überzeugend und absolut glaubwürdig. Nicht nur etwas für Fans von Kampfsport Filmen, auch alle anderen können bedenkenlos ein Blick riskieren!

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Jenny von T

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Bewertung3.5Schwach

Ein abgestumpfter Kriegsheld (schon das Poster: "Fight for your country" – zzZzzzzzzZzzzzz) und ein strauchelnder Vater am drohenden finanziellen Abgrund (der American Dream, eingebettet ins Familienidyll, lässt sich auch mal wieder blicken) "klären" für Geld ihren Jahrzehnte alten Brüderkonflikt wie ""echte Kerle"" das eben tun: Sie schlagen sich gegenseitig - und vorher noch ein paar anderen Typen - die Köpfe ein. Denn anders war es ja nicht möglich, nach so langer Zeit des Schweigens zueinander zu finden.
Das hierin angelegte, hoch beschworene """Charakterdrama""" kann ich allenfalls in einer gedanklich-filmischen Rücknahme der geistigen Evolution unserer Spezies ausmachen. WARRIORs schamlose Hymne auf vorsintflutliche Männerideale (ja, naiverweise glaubte ich tatsächlich, über sowas wären wir mittlerweile - zumindest in dieser Bestimmtheit - irgendwie hinweg) lässt mir nämlich vor lauter Fassungslosigkeit den Mund offen stehen und drängt sogar meinen Missmut über geballte Plattitüden, eine von Beginn an durchsichtigste Konzeption - das künstliche Aufblähen der zieldurstigen Handlung auf über 2 Stunden bewirkte, dass mir der Kamm nur umso heftiger anschwoll - oder Emotionen mit der Brechstange weitestgehend ins Abseits.
Dass gerade die Academy, welche substanztechnische Fliegengewichte erfahrungsgemäß mit Vorliebe goutiert, sich von dieser Potenz-Finte nicht hat in die Knie zwingen lassen, ist mir mehr oder weniger ein Rätsel, doch womöglich war es selbst den feinen Damen und Herren einfach zu hart, ein derart dreistes Tribut an vorsätzliche Körperverletzung mit dem Goldmännchen auszuzeichnen. Kein Wunder, bleibt einem doch nichts übrig, als O'Connors zu allem Überfluss vollkommen humorlose Pathos-Dampfwalze für bare Münze zu nehmen;
Also: Immer mitten in die Fresse rein, dann klappt's auch mit dem Bruder, die Ehefrau klatscht Beifall und auch Papa hat alle Sorgen vergessen.
Ein denkwürdiger K.O. in erster Linie für's Kino.

bedenklich? 40 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 25 Antworten

CptFullbody

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Ich muss sagen ich habe mir jetzt mehrere deiner Kommentare gelesen und fand sie eigentlich alle sehr gut,leider ist unser Filmgeschmack sehr verschieden. Ich kann auch hier viele deiner Argument nachvollziehen, vorallem das Ende des Films ist wirklich in wenig zu dick aufgetragen, hätte mir da eventuell auch eine andere Lösung gewünscht
Fands nur schade dass du hier nicht auf die schauspielerische Leistung eingegangen bist, denn die war meiner Meinung nach überragend, allen voran Nick Nolte, der den alkoholsüchtigen Vater spielt welcher mit aller Kraft nach Vergebung bei seinen Söhnen sucht liefert eine oscarreife Vorstellung ab.
Trotzdem ein starker Kommentar.


Jenny von T

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Erstmal danke für deinen freundlichen Ton, obwohl wir bei diesem Film offensichtlich nicht einer Meinung sind (ist ja weiß Gott keine Selbstverständlichkeit).
Zu den schauspielerischen Leistungen: Bei Produktionen dieser Größenordnung mit entsprechend namhaften Darstellern setze ich eigentlich immer voraus, dass es insoweit nichts zu mäkeln gibt. Aber selbst, wenn da ein Schauspieler über sich hinauswächst, kann das für mich NIE über ein Drehbuch bzw. eine Inszenierung voller Misstöne hinwegtäuschen wie es hier nun einmal der Fall ist. Der gesamte Rahmen hat mich einfach schon zu sehr geärgert.


Hueftgold

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

***Dieser Kommentar ist ein Geschenk an Kobbi88 ,im Rahmen der Userwichtelkommentaraktion 2013. Jeder der für die nächsten 3 Sonntage, oder einen davon (solange läuft die Aktion) noch aufspringen möchte, soll sich doch bei Andy Dufresne melden.***
Jetzt an den kalten Tagen, wünscht man sich doch eigentlich nicht sehnlicheres, als auf der Couch zu liegen, um sich das Herz von einem guten Film erwärmen zu lassen. Ein besonderer Tipp dafür ist Warrior!
Warrior ist ein Mammut von einem Film und zeigt vor allem, wie wichtig die filmische Inszenierung ist! Wie üblich in diesem Genre kann man auch bei Warrior von einer Vorhersehbarkeit reden, und natürlich muss man nicht hochbegabt sein, um zu erraten wie der Film ausgeht. Doch was Gavin o Connor hier zeigt, ist einfach nur mitreißend, intensiv und dramatisch.
Getragen von den exzellenten schauspielerischen Leistungen, besonders von Nick Nolte, entfaltet sich Warrior als unheimlich kraftvolles Drama zwischen zwei Brüdern, gespielt von Tom Hardy und Joel Edgerton, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Metaphorisch vergleichbar mit einem Löwe und einer Gazelle. Der eine zierlich und bangt um sein Überleben und seine familiäre Zukunft und der Andere ist ein Biest von einem Manne, der erst im Käfig die ganze Wut auslassen darf, die er all die Jahre mit sich herumtragen musste!
Und genau in diesem Käfig gelingt Gavin o Connor das Unfassbare. Er inszeniert Warrior so, als sei man Live dabei. Man hofft und bangt um Joel und ist angespannt obwohl man den Ausgang der Geschichte erraten kann. Man betet dafür, dass die Brüder wieder zusammenfinden und ihrem Vater vergeben. Man verfällt in Starre, wenn man das Umgehen der Charaktere miteinander sieht. Und vor allem empfindet man den Schmerz, der durch die Charaktere fließt! Chapeau!
Und am Ende rührt Warrior sogar zu Tränen. Es zeigt die Menschlichkeit und die Reue die empfunden wird, aber vor allem zeigt es die Hoffnung, die sich trotz plötzlichem Schwarzbild aufbaut. Und wenn ich ehrlich bin zeigt er Liebe, die sich wieder aufbaut und vor allem das ist es doch, was wir uns von den Adventen wünschen. Vorbereitungen auf das Fest der Liebe.#
Und genau deshalb verdient Warrior die Höchstwertung mit meiner verbundenen Liebe <3.
Liebe Grüße an Kobbi88

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Hueftgold

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Und schöne Erinnerungen teile ich mit dem Film auch <3 Das erste Buddy Movie mit meinem Vati


Lydia Huxley

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Aww! Dann hat er echt ein Herzl verdient :)



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