Twentynine Palms

Twentynine Palms (2003), DE/FR/US
Laufzeit 119 Minuten, FSK 18, Drama, Kinostart 12.04.2007

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8.4 Kritiker
6 Bewertungen
Skala 0 bis 10
5.9 Community
156 Bewertungen
12 Kommentare
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noch nicht bewertet

von Bruno Dumont, mit David Wissak und Yekaterina Golubeva

Die Welt um das kleine Wüstenstädtchen Twentynine Palms ist feindlich: Wenn das Pärchen über die Straße geht, wird es bereits von vorüberfahrenden Rednecks beschimpft. Und tatsächlich scheinen der cooler Fotograf und das filigrane Model im Kaputzen-Shirt so gar nicht in diese erstarrte Umgebung zu passen. Doch meist sind die Straßen menschenleer und niemand stört sich daran. Einmal gehen sie in einen Supermarkt mitten in der Wüste, der eine ernorme Produktpalette vorrätig hält – und keine Kunden weit und breit. Solche Bilder haben etwas Bizarres – und stehen wohl genuin für das, was der französische Filmemacher Bruno Dumont über Amerika denkt: Konsumismus, latente Aggressionen, aber meistens: Leere (darin ähnelt er seinem Kollegen Jean-Luc Godard). Vorbei ist die cineastische Verklärung des europäischen Blicks auf die USA aus den wehmütigen Filmen von Wim Wenders: Das Amerika von “Twentynine Palms” ist eine Chiffre, ein Symbol jener existenziellen Leere, die mehr und mehr von dem Film und seinen Protagonisten selbst Besitz ergreift. Und irgendwann stellt sich die bange Frage: Was existiert jenseits dieser Leere?

  • Twentynine Palms - Bild 22035
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Cast & Crew


Kommentare (12) — Film: Twentynine Palms

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VisitorQ

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Bewertung4.0Uninteressant

hm. Overacting, lächerliche Sexszenen, 1,5 Spannende Momente... it's fucking kontrovers digga. and it's also full arthaus, freindo. Hat bei mir nicht funktioniert. Ich habe mich nicht wirklich reinsehen können, lag vor allem an den Charakteren die ich einfach öde gefunden habe. Ansonsten ist nichts gewesen.

bedenklich? 4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 20 Antworten

lieber_tee

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@ A,
Ich sehe da in der Kritik nicht wesentlich mehr. Ach vergiss es, wir fangen an zu diskutieren und ich will deinen Abend nicht versauen. o.k.?!


Anoirja

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Du willst vielleicht nicht mehr sehen! ;) Aber lassen wir das wirklich lieber - heben wir uns das für einen irgendwann vielleicht mal stattfindenden Hassfilm-Abend auf. :D


Bartel aka Faniel Dranz

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Bewertung6.0Ganz gut

PALMEN WEDELNDER LOAD-MOVIE NIHILISMUS
INHALT:
Eine inhaltliche Wegbeschreibung zu Dumont´s TWENTYNINE PALMS zu entwerfen gestaltet sich in
etwa so schwer wie einen Autisten dazu zu bringen
die Tischrede für einen gesellschaftlichen Anlass zu verfassen.
Der Inhalt definiert sich eher durch dessen vollständige Abwesenheit.
Wir begeben uns auf eine Reise in absolute Inhaltslosigkeit die gelegentlich von Körper- und
Landschaftsbildern gebrochen wird.
Irgendwelche Emotionen? Nicht das ich Wüste! In derselbigen spielt sich auch der gesamte Film ab.
David Guettas amerikanischer Doppelgänger David Wissak der die Rolle des Fotografen David spielt,begibt sich mit Katja seinem Mädchen, das für ihn gleichzeitig als Model und Muse fungiert (und die kein Wort Englisch spricht) in die Ödnis des kalifornischen Outbacks auch Twentynine Palms genannt.
Wem im letzten Satz die kryptische Verwendung der drei D´s und drei M´s auffiel ist übrigens selber schuld und wahrscheinlich ein hoffnungslos studierter Analytiker.
Auf der Suche nach einem passenden Bildmotiv, passiert den Beiden soviel Nichts das ein
aggressives Praktizieren des Beischlafs die einzige Möglichkeit ist, sich selbst und den Zuschauer, vor dem Einschlaf zu bewahren! Längere, unangenehme Gesprächspausen versucht das Weibchen mit dem gebetsmühlenartigen Wiederholen der einzigen Fetzen Französisch die sie beherrscht, zu füllen:
"Je t´aime!"
Dies wiederum wird vom Männchen mit einem stetig wachsenden Unwohlsein quittiert welches ständig in plötzlichen Hasstiraden gipfelt:
"Du mich auch!"
Das alte Spielchen das Mann und Frau einfach nicht miteinander können wird hier auf die Spitze getrieben!
Eine der wenigen Sätze die in dieser emotionalen Leere gesprochen werden ist folgender:

"Manchmal sagst du was und dann genau das Gegenteil.
Und ich weiß nicht was du eigentlich willst. Wir reden völlig aneinander vorbei!"

Diese gesprochene Weisheit würde TWENTYNINE PALMS zu einem perfekten Date-Movie machen,aber dafür fehlt ihm dann in letzter Instanz doch die Romantik.
Wer dieses Gefühl nicht kennt, der darf sitzenbleiben und sich weiterhin in optimistischer Schönmalerei üben! Statt emotionale Ursachenforschung zu betreiben, ficken die Beiden die aufkeimende Sinnlosigkeit in Grund und Boden.
"Fuck the pain away", wie es Peaches einmal so schön formulierte.
Doch leider kehren diese Negativgefühle nur noch häufiger und mit stärkerer Heftigkeit zurück! Es kommt wie Er kommen muß!
Als das Männchen nicht mehr kann und das Weibchen nicht mehr will, ist dies gleichbedeutend mit deren existenzialistischer Ausradierung.
Wer nicht ficken will muß fühlen. Schnell weg hier!
Wer es vergisst seine Triebfeder regelmässig zu ölen wird früher oder später durch deren Quietschen in den Wahnsinn getrieben!

LANDSCHAFT:
Wüste, Sand, Steine und nacktes Fleisch.
Die Landschaft spiegelt die Gefühlswelt derer wider, die durch sie reisen (Achtung Sinnbildalarm!).
Durch die meditative Wiederholung der immer gleichen Naturaufnahmen entwickeln diese eine ähnlich hypnotische Sogwirkung wie der Anblick des Playboy-Magazins auf der Toilette
eines Jungeninternats oder die Diavorführung von Oma´s letzter Kaffeefahrt.
Rein geografisch betrachtet wird hier der Joshua-Tree-Nationalpark durchquert dessen Anfang sich in der Ortschaft Twentynine Palms befindet.
Die leeren Ebenen der Mojave-Wüste gehen dort in die massiven Felsformationen
der Colorado-Wüste über. Dieser Übergang lässt sich auch leicht in der Bildsymbolik festmachen.
Nährt sich die Zwangsbeziehung von Männchen und Weibchen anfangs noch an ihrer brutal praktizierten tierischen Sexualität, verhärten sich die Gefühlsfronten des Geschlechterkriegs mit Ankunft in der Colorado-Wüste.
Durch gewalttätiges Auftragen von Knutschflecken im Hals und Nackenbereich verwandelt sich das Männchen in eine Art Redneck um sich dem tristen Landeskolorit anzupassen.
Wer hier ohne Karte weiterfährt und noch dazu ständig seine Filmhochschulkurse geschwänzt hat, fühlt sich bald verlorener als ein popcornfressender Blockbusterprolet auf einer Godard Retrospektive.

VEHIKEL:
Das Zelebrieren seines Minimalismus wird in diesem Punkt lustigerweise gebrochen.
Bei der Wahl des Fortbewegungsmittels wird geklotzt statt gekleckert.
Der Tank des Vehikels schluckt innerhalb der Spielzeit ungefähr doppelt soviel wie die weibliche Protagonistin des Films. Die Rede ist vom berüchtigten Hummer Geländewagen.
Der Treibstoffverbrauch dieses motorisierten Monsters mit militanter Vergangenheit lässt sich auf unberrechenbaren Wüstengelände ähnlich kontrollieren wie eine Gruppe übergewichtiger Mongoloider beim Erlebnisausflug in die Schokoladenfabrik.
Die Schaltung lässt sich ganz einfach von manuell auf triebgesteuert umschalten weswegen sich der Hummer als der ideale Wagen für einen schnell vollzogenen Geschlechtsakt während der Fahrt anbietet. Übrigens war Arnold Schwarzenegger der erste Zivilist der einen solches Gerät sein Eigen nennen durfte. Das tut hier zwar nichts zur Sache ist aber eine genauso nette Anekdote wie die Tatsache das ich von Autos keinen blassen Schimmer habe, geschweige denn je ein Steuer in der Hand hatte. Ach ja, ein Pick-Up Truck kommt auch vor.
Die Genreerfahrung hat uns gelehrt, dass die Fahrer solcher Vehikel nichts Gutes im Schilde führen.
Auch TWENTYNINE PALMS macht hier keine Ausnahme:
Die Konfrontation beider Fahrzeughalter führt schnell zu finaler Fahruntüchtigkeit!
WEGGEFÄHRTEN:
Sexuell wird hier jeder von allen möglichen Seiten genommen.
Die Darsteller sehen dementsprechend mitgenommen aus.
Fahrtechnisch allerdings wird niemand mitgenommen (abgesehen von der guten Laune des Zuschauers...).
Dementsprechend benommen fühlt man sich nach Ende des Films, das von Bruno Dumont trotz dervorangegangenen Langatmigkeit ordentlich gegen den Strich gebürstet wurde.

MUSIK:
Der wohl orgiastischte Soundtrack der Saison!
Neben der beeindruckend vertonten Stille sind es wohl die extrem basslastigen sexuellen Saftgeräusche die lautstark-lechzend durch die 5.1. Speakern aus- und in die Ohrlöcher eindringen.
Ansonsten findet auf der Tonspur eine Akkustikorgie statt, die auf totale Hirnpenetration aus ist.
Keuchen, Stöhnen, Kreischen, Schreien, Wimmern, Jauchzen, Jaulen und Stänkern...
Wer nicht hören will muss fühlen!
SEIT GEWARNT!
Der Film beinhaltet einen solch fiesen Tonschock das sogar Hirnlappengelähmte vom Stuhl fallen!

REISEMOTIV:
Die anfängliche Suche nach einem geeigneten Fotomotiv vor minimaler Naturkulisse weicht bald der intensiven Analyse des Geschlechtsverkehrsaufkommen während der Stoßzeiten.
Ergebnis der Feldstudie:
Je höher die Verkehrsdichte desto unaufmerksamer deren Teilnehmer. Verkehrte Welt

DIAGNOSE:
Anfangs noch Romantic Comedy ändert der Film bald seine Route, schlenkert schlanglinienförmig zwischen Geschlechterporträt und Porno hin & her um und beendet die Reise als eine Art erotische Torture-Tragik mit finalen Zwangs-Outing.
TWENTYNINE PALMS fühlt sich für ein Männchen an als ob es gegen seinen Willen von einem
ehemals geliebten jetzt aber seltsam fremdgewordenen, unfreundlichen Menschen 29 Mal einen von der Palme gewedelt bekommt!
Dementsprechend fühlt sich der Film für ein Weibchen an wie....ähhhm...Moment einmal:
Haben Frauen überhaupt Gefühle?
Ende der Reise.

P.S.: Wieso der New Yorker diesen Horrortrip als "zärtlich" empfindet, bleibt mir schleierhaft. Allerdings war der durchschnittliche New Yorker auch noch nie in der Wüste...

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PommesPapst

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Bewertung6.0Ganz gut

Der Großteil des Films ist schon hart monoton. Ein Pärchen fährt durch die Gegend und streitet sich bzw. hat Sex, und das Szene für Szene immer abwechselnd. Im letzten Kapitel kommt dann der große Einbruch, welcher durch die vorige Ruhe sehr drastisch und abrupt wirkt und dem Film dadurch einen verstörenden Nachgeschmackt beschert.

Also täuscht Euch nicht, Twentynine Palms zeigt am Ende seine Wirkung, aber Ihr müsst vorher eine ganze Weile durch eine krasse Ereignislosigkeit durch. Wer da der Versuchung widersteht, den Film auszumachen, der wird am Ende dafür belohnt mit einem unvorhergesehenen Ende.

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momopipi

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Bewertung3.0Schwach

Kein Film für den Mainstream. Ähnlich wie beim Film "Gerry" habe ich gewartet und gewartet, doch irgendwie war es die Warterei nicht wert. Man muss einen solchen Film von Beginn an aufsaugen, ihn fühlen und am eigenen Leib erleben. Ich kann das einfach nicht. Ich kann die Moviepiloten-Fraktion verstehen, die sowas hammergeil findet, aber ich muss meiner Meinung einfach treu bleiben.

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Wumz

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Bis jetzt haben die meisten Filme der Reihe recht gut gefallen. Nur "Zoo" fand ich nicht so toll.


momopipi

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Ich arbeite mich nun durch Kino Kontrovers durch, gucke grad "A Hole in my Heart"


Tyler__Durden

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Bewertung6.0Ganz gut

Ein filmisch erregendes Erlebnis trifft auf psychologisch harte Offenheit nur um mit leider fast schon kindlichem Nihilismus die unschöne Existenz des Menschseins zu enthüllen anstatt sie versuchen zu verstehen.

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Filmsuechtiger

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Na vielleicht können wir das ja noch bei Filmtiefen ausdiskutieren ^^


Tyler__Durden

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;)


Minority

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Bewertung2.0Ärgerlich

Ich habe den ganzen Film gewartet, gewartet auf das was ihn zu einem Film der Reihe kino kontrovers macht, gewartet auf das war ihn zu einem Film macht der ein Wertung von 8,6 verdient. Es kam allerdings nichts.

Zur Story:
Er ist ein unter Minderwertigkeitskomplexen leidender Satyriasist mit einem kleinen Penis der bestätigt werden will. Sie ist eine krankhaft Eifersüchtige Frau die seine Sexsucht mitmacht. Kommunikation findet nicht wirklich statt, stattdessen sind die einzelnen Einstellung nervig lang und minuten passiert einfach nichts. Den ganzen Film lang passieren nur fünf unterschiedliche Dinge. Sie fahren durch die Gegend, sie Ficken, er lässt sie Auto fahren, sie macht ihm eine Szene, sie Essen... Das Ende kommt dann ohne Ankündigung, ohne Sinn ganz plötzlich. Wie einige Leute kann man alles mögliche in diesen Film reininterpretieren und alles schön reden.... oder man sagt es einfach wie es ist, der ganze Film ist langweilig, es passiert über eine Stunde nichts und ganz plötzlich werden noch ein paar Schockmomente eingebaut.

Wirklich geschockt hat mich an dem Film nichts, immerhin ist er in einer DVD Reihe erschienen mit Filmen wie Die 120 Tage von Sodom und Ken Park.

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Synovia

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Bewertung7.5Sehenswert

Hmm, Twentynine Palms liest sich wie ein Buch. So kam es mir jedenfalls vor. Ich konnte die Zeilen geschriebener Sätze förmlich vor mir sehen. "Wir liegen gemeinsam auf einem Felsen. Die Sonne brennt uns auf die Glieder. Es ist still. Wir hören nur den Wind rauschen, bis eine Krähe mit ihrem kurzem Krächzen die Ruhe unterbricht. Es ist schön, so bei ihm zu liegen..."
So in etwa kann man sich den Film vorstellen, man liest nichts, man hört nichts, man sieht nur. Man sieht die unendliche Beschreibung einer ewigen trostlosen, dennoch wunderschönen Landschaft.
Mitten drin dieses Pärchen. Und ich, als Zuschauer. Zwischendurch, in einer Szene im Auto, wäre es für mich nicht überraschend gewesen, hätte sich Katia nach hinten umgedreht und "mich" gefragt, ob ich mit raus pinkeln gehn möchte. Man fühlt sich dem Ganzen so nah. Und doch kann man das Geschehen nicht beeinflussen.

Im längsten Teil des Films ist eine Beziehung zwischen Frau und Mann dargestellt, die sich niemand so wünscht, aber insgeheim jeder schonmal/oft so oder so ähnlich erlebt hat.
Es ist einfach die realistische Normalität, die uns irgendwann oder auch schon schnell einholt. Es sind Streitereien allgemein, das Rumzicken wie auch die Gefühlsausbrüche von uns Frauen, Macho-Gehabe der Männer, das "Liebe-Machen", das einen aus der belanglosen Schleife heraus holen soll, aber das Gegenteil geschieht ->der Sex läuft mehr und mehr mechanisch ab oder aber artet über Grenzen hinaus aus und einer ist verletzt (körperlich oder seelisch). Andererseits kennen sich die Beiden. Er weiß, dass sie ein Problem hat und will ihr helfen. Das sind die Momente, in denen der Zuschauer tief luftholen muss.
Es gibt wirklich grandiose Momente im Film. zB. wenn die Beiden sich auf dem Felsen in den Armen liegen. Absolute Seligkeit.

Auch mir wird dieser Film im Gedächtnis eingebrannt sein (sowie auch ich nicht wüsste, wem und warum ich diesen Film empfehlen könnte). Und ich werde noch oft darüber nachdenken müssen. Vielleicht wird es mir gelingen noch einen Sinn im Ganzen zu entdecken, oder gerade die Frage nach dem Sinn ist die Antwort...

Denn Twentynine Palms ist zum Einen atemberaubend schön und zum Anderen so schrecklich verstörend. Ein Unglück aus dem Nichts zerreißt die Beiden aus ihrer eigenen Glückseligkeit. Wenn das nicht schon schlimm genug wäre...
Warum?? Oh Gott, mir bleibt nur diese Frage...
Warum bloß nur?!

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Trash-Gordon

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Bewertung5.0Geht so

Vielleicht sollte man Twentynine Palms eher sehen, ohne sich vorher zu sehr zu informieren.
Mein Kommentar enthält keine inhaltlichen spoiler, aber evtl. beeinflusst er die Wirkung, die der Film auf dich hat?!

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Während der ersten 100 Minuten hielt ich Twentynine Palms für komplett verschwendete Zeit, für einen prätentiösen Film, der unbedingt das Prädikat Arthouse-Kino verliehen bekommen wollte.
Ich habe den Film in 2 Etappen geguckt, weil ich (im Gegensatz zu Jade) zwischendurch eingeschlafen bin. Es passiert einfach nichts. Noch nie habe ich einen Film gesehen in dem so wenig passiert. Zumindest nichts, was man irgendwie zu einer Handlung verknüpfen könnte, oder einem helfen würde, dem Film irgendeinen Sinn oder eine Absicht zuzuordnen. Man hofft ständig, dass nun endlich mal irgendetwas passiert. Etwas, egal was, hauptsache etwas anderes als Nichts. Erschwerend hinzu kam, dass ich aus irgendeinem Grund mit einem Horrorfilm, Wüstenslasher oder so gerechnet hatte.
Und dann, wenn man schon aufgegeben hat, und man den Film nur noch zu Ende vor sich hin plätschern lassen will, dann kommen die 5 Minuten, die dem ganzen Film seine Daseinsberechtigung geben, die die zuvor belanglosen Dialoge, die ewige Stille und Langeweile in eine vollkommen neues Verhältnis setzen, das so stark kontrastiert, dass es nahezu unerträglich ist. Erst das allerletzte Puzzlestück lässt das Gesamtbild erkennen, das man sich aus neuGier, SensationsLust und Langeweile herbeigesehnt hat. Und dann wünscht man sich, es niemals bekommen zu haben. Was war so schlimm an der Stille? Wieso müssen wir immer nach der vollkommenen ganzheitlichen Erkenntnis streben? War es das wirklich wert? Muss denn alles immer einen Sinn ergeben?

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Twentynine Palms ist ein Film, der Fragen aufwirft, die einen noch lange nach dem Sehen beschäftigen. Ein Film, der im Gedächtnis bleibt. Aber dennoch kein Film, den man weiterempfehlen würde.
Aber ist er "gut" oder sogar "wichtig"?

Wenn überhaupt, kann man Twentynine Palms nur mit 0 oder mit 10 Punkten bewerten. Ich bin weiterhin unentschieden.

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Trash-Gordon

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Ansonsten stimmt meine Meinung sowohl mit der von Jade als auch der von BigDi überein.


Jade

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Bewertung3.5Schwach

Mein schlauer Fernseher sagte mir "der Film wird interessant, guck den Mal, das bringt´s voll bis 01:00 Uhr wachzubleiben". Gesagt getan. - Ich klemmte mir also Streichhölzer zwischen die Augenlider und ließ mich auf den Film ein.

Stille.
Das Warten, auf das was mein schlauer TV-Bildschirm mir prophezeit hatte.
Stille.

Ich konnte meinen Kaktus atmen hören so still war es.
Ich bin stolz auf mich, dass ich das bis zum Ende durchgezogen habe und die ganze Nacht nicht schlafen konnte weil der Film mich einfach so ratlos zurückgelassen hatte.

Ps: Leben in einer Partnerschaft kann ja so anstrengend sein.

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BigDi

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ein selten seltsamer und verstörender Film. Die trügerische Stille und Langatmigkeit wiegt den Zuschauer auf einem Wasserbett gefüllt mir Tränen und Sperma, bis das Ende die Hülle zerreißt und die wahre Füllung offenbart, nämlich Blut.

Hätte ich nicht ein gewisses Faible für lange, kunstvolle (oder auch pseudo-kunstvolle) Enstellungen, ich hätte den Film wahrscheinlich auch gar nicht ausgehalten, über 90 % des Films erscheinen einem auf den ersten Blick relativ nichtssagend: Mann und Frau fahren durch die Gegend, reden über Belanglosigkeiten, streiten sich über Kleinigkeiten und vertragen sich in Sekundenschnelle wieder und haben vor allem ständig Sex, bei dem sich die Lust des Mannes immer wieder in fast schon tierischem Geschrei entlädt. Mal scheinen sie ein perfektes Paar, dann wieder scheint es etwas dazwischen zu geben, etwas Entfremdetes, etwas Ungesagtes, aber dennoch Wichtiges. Etwas, was sich im grausamen Ende entlädt, konsequent und schonungslos. Etwas, was einen dazu zwingt, das Gesehene und Gehörte noch einmal zu überdenken. Etwas, was die manchmal doch so heil scheinende Fassade auseinanderfetzt, ein für allemal.

Man kann dem Film sicher einiges vorwerfen. Die langen Einstellungen, in denen kaum etwas passiert, können als billigster Pseudo-Arthouse-Stil durchgehen. Die (sehr realistischen) Sexszenen dienen im schlimmsten Fall der reinen Provokation und das Ende soll dem Sinnlosen nur einen Sinn verleihen, der vielleicht mal bei besonders schlauen Zuschauern im Kopf entstehen mag, der aber in Wirklichkeit gar nicht vorhanden ist. Könnte ich alles sagen, wenn ich böse wäre, wenn ich mich doch dazu entschieden hätte, dass der Film für mich reine Zeitverschwendung gewesen ist (den Gedanken hatte ich in der Tat für kurze Zeit, nachdem ich den Film geschaut habe). Aber ich muss zugeben, er wollte danach nicht mehr aus meinem Kopf. Das Ende hat mich beinahe dazu gezwungen, mir über den Film Gedanken zu machen, zu versuchen, den Schluss überhaupt zu verstehen. Das Gesehene nicht einfach hinzunehmen (was in diesem Fall auch gar nicht wirklich geht), sondern es zu reflektieren. Der Film brennt sich ins Gehirn, ins Gedächtnis, ob nun durch seinen tiefen Sinn oder durch seine Inhaltslosigkeit. Aber der beste Sinn, den ein Film haben kann, ist ja ohnehin der, der aufgrund der ganz persönlichen Reaktionen und Denkweisen des Zuschauers bei diesem entsteht. Und ob geplant oder nicht, ich glaube kaum, dass ich diesen Horror-Trip so schnell vergessen werde. Wahrscheinlich nie, selbst wenn ich es wünschte.

Es ist sicherlich kein absolutes Meisterwerk, jedenfalls nicht für mich und mir fällt spontan auch niemand ein, dem ich diesen Film mit gutem Gewissen weiterempfehlen könnte. Aber es ist eine Filmerfahrung, wie ich sie vorher noch nie hatte, im Guten wie im Schlechten. Der Film ist kalt und böse, verstörend und kontrovers. Vielleicht nimmt er dem Zuschauer gar mehr, als er im zu Geben imstande ist. Vielleicht tut er nur so, als wäre er mehr. Aber bei allen Zweifeln: Es ist ein total krankes Erlebnis, wie es einem nur wenige Filme bescheren können. Es ist wie ein Schlag ins Gesicht, aber ein Schlag von hinten. Und mittlerweile bereue ich es in keinster Weise, dass ich ihn geschaut habe. Und ich bin mir sicher, er wird mich noch eine Weile beschäftigen.

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synthax

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Bewertung1.5Ärgerlich

Oh Gott! 'Glaub ich hab noch nie so einen langatmigen, ätzenden Film gesehen. Erinnerte mich teilweise an Ingmar Bergmann Filme. Soooo öde, mit derartigen Längen, unglaublicher Stille (minutenlang schweigende Protagonisten), unfassbar! Ich hab mich den halben Film über gefragt, wie der Regisseur den Dreh ausgehalten hat. Bei einigen Szenen wollte ich aufspringen und losrennen, da der Screen so einschläfernde, zähfließende und dazu sinnfreie Bilder zeigte. Folter! Und zwischendurch wurde die Bildermonotonie von absolut kranken Szenen unterbrochen. Für Manchen wohl Kunst, für mich grauenhaft langweilig und nichtssagend.

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Nim

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Bewertung7.0Sehenswert

„Twentynine Palms“ ist ein Beziehungs-Drama. „... In erster Linie eine love story. Eine authentische Reise in das Herzen eines Paares. Wir erfahren die pure Glückseligkeit und gleichzeitig das reine Grauen, die Möglichkeit diese beiden Extreme zu erzeugen: absolutes Vergnügen und totale Gewalt.“ (Bruno Dumont). Selbst wenn man sein nihilistisches Welt- und Menschenbild nicht teilt, muss man anerkennen dass Dumont einen außergewöhnlichen Film geschaffen hat, der einen ohne erlösende Katharsis zurücklässt.

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