Waste Land
Waste Land (2010), BR/GB Laufzeit 102 Minuten, FSK 0, Dokumentarfilm, Kinostart 26.05.2011
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57 Bewertungen
19 Kommentare
Keine
von Lucy Walker, mit Vik Muniz
Über einen Zeitraum von fast drei Jahren folgt Waste Land dem renommierten zeitgenössischen Künstler Vik Muniz von seinem Wohnort Brooklyn zu seinen brasilianischen Wurzeln und zur größten Müllkippe der Welt – “Jardim Gramacho”, gelegen an der Peripherie von Rio de Janeiro. Er fotografiert dort eine ungewöhnliche Gruppe sogenannter “Catadores”, selbsternannter “Pflücker” wiederverwertbaren Materials. Muniz’ ursprüngliche Idee war es, die Catadores mit Müll zu ‘malen’. Seine Zusammenarbeit mit diesen Menschen, die ihre eigenen Portraits nach fotografischen Vorlagen nachbilden, offenbart im Laufe des kreativen Prozesses sowohl den Stolz als auch die Verzweifelung der Catadores, die beginnen, ihr Leben zu überdenken.
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Cast & Crew
- Genre
- Dokumentarfilm
- Zeit
- 2010, 2010er Jahre
- Ort
- Brasilien, Rio de Janeiro
- Handlung
- Abfall, Anstrengung, Aufstieg, Auktion, Chance, Dreck, Erfolg, Gift, Künstler, Maler, Müllabfuhr, Mülleimer, Müllhalde, Müllmann, New Yorker, Nächstenliebe, Recyclen, Sammeln, Schrottplatz, Staub, Trash, Vergiften, Vergiftung, Verzweiflung, Wohltäter
- Stimmung
- Berührend, Eigenwillig, Geistreich, Gutgelaunt, Spannend, Traurig
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Kritiken (12) — Film: Waste Land
Silvia Hallensleben: EPD-Film, Der Tagesspiegel Silvia Hallensleben: EPD-Film, Der Tagesspiegel
Kommentar löschenDie Wirklichkeit dürfte hier dunkler und widersprüchlicher aussehen als ihr dokumentarisches Abbild. Doch das stört nicht wirklich, weil Walkers Helden und Heldinnen stärker sind als solche Tricks und die kluge Montage die großen Themen Armut, globale Ungerechtigkeit, Müll und gemeinschaftliche Selbstorganisation so leicht und zwanglos zusammenführt.
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A. Körner : Sächsische Zeitung A. Körner : Sächsische Zeitung
Kommentar löschenEs ist ein Stück Kino, das außergewöhnliche Berührung erzeugt, wenn es versucht, das Schicksal hinter Tiao, Isis, Magna und den anderen greifbar zu machen. Schwierig wird die permanente „Rückkehr“ zum Künstler, doch ohne ihn wäre alles nichts gewesen.
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Nina Klofac
Kommentar löschenWaste Land strotzt nur so vor Kraft und Positivität. Elektropionier Moby tut mit dem Soundtrack das Seine und bettet den aufreibenden Schaffensprozess in einen wohligen Klang aus Hoffnung, Motivation und Heiterkeit, stets bedacht darauf, die Tatsachen und persönlichen Schicksale der liebenswerten Figuren respektvoll zu untermalen.
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Cristina Moles Kaupp: fluter Cristina Moles Kaupp: fluter
Kommentar löschenOhne Frage bewegt Waste Land. Der Film liefert den Beweis, dass soziale Verantwortung auch den Bereich der Bildenden Kunst erobert hat. Statt objektiver Distanz stellt sich Lucy Walker jedoch voll in den Dienst der Sache und liefert einen klassisch strukturierten Promotionfilm.
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Roger Ebert: Chicago Sun Times Roger Ebert: Chicago Sun Times
Kommentar löschenWenn wir Menschen auf der Straße in Mülltonen wühlen sehen, tendieren manche von uns dazu ihnen zu misstrauen und sie zu verleumden. Diese Menschen verdienen so ihren Lebensunterhalt. Sie bieten eine Dienstleistung an. Unglaublich, dass sie manchmal faul genannt werden. Dokumentationen wie Waste Land helfen uns vielleicht dabei, unsere Rollen als hauptberufliche Vollzeit-Müllerzeuger richtig zu verstehen.
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Mike Scott: NOLA, The Times-Picayune Mike Scott: NOLA, The Times-Picayune
Kommentar löschenDer Film von Regisseurin Lucy Walker ist eine vollkommen in die Materie eintauchende Dokumentation. Waste Land entfaltet seinen wahren Wert durch die Art und Weise, wie er die Zuschauer in eine Welt entführt, von der sie nie wussten, dass sie existiert. Nun ist es so, dass diese Welt eine Welt voll Müll ist und ein Ort, den die meisten Menschen nach Möglichkeit meiden. Muniz findet dort dennoch Hoffnung.
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Matthias Leitner: on3 Matthias Leitner: on3
Kommentar löschenRegisseurin Lucy Walker tritt hinter den Bildern und Protagonisten ihres Films vollständig zurück. Das ist eine dokumentarische Qualität, die den Einzelschicksalen den nötigen Raum und den Kunstwerken die Möglichkeit gibt, sich zu entfalten. Für Waste Land wurde Lucy Walker deshalb 2011 völlig zu Recht für den Oscar nominiert, denn der Film beweist die Kraft der Kunst zu verändern und rührt zu Tränen.
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José Garcia: Textezumfilm
Kommentar löschenJean Cocteaus prägnante Definition, Filmemachen sei dem Tod bei der Arbeit zusehen, wird auch gerne abgewandelt: Filmdrehen bedeute, dem Leben bei der Arbeit zuzuschauen. In Lucy Walkers Dokumentarfilm „Waste Land“ kann der Zuschauer der Kunst bei der Arbeit zusehen. Über die Beobachtung der Kunst bei der Arbeit hinaus bietet „Waste Land“ ein Porträt von Menschen am Rand der Gesellschaft, die jedoch nicht als gebrochene Gestalten dargestellt werden. Ihre Würde behalten sie etwa dadurch, dass die „Pflücker“ niemals von „Müll“ oder „Abfall“, sondern stets von „recyclebaren Stoffen“ reden. In dem, was die Gesellschaft ausscheidet, finden sie Werkstoffe, etwas Wertvolles. Die Veränderungen, die sowohl das Kunstprojekt als auch der Film im Leben der „Pflücker“ verursacht haben, eröffnen eine weitere Dimension in „Waste Land“.
Analog zur Komplexität der Kunstwerke, deren Entstehen „Waste Land“ beobachtet, erweist sich Lucy Walkers Dokufilm als ein vielschichtiges, mehrere Ebenen verknüpfendes Filmwerk.
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Josef Lederle: http://film-dienst.kim-info... Josef Lederle: http://film-dienst.kim-info...
Kommentar löschenAm Ende von Waste Land hängen die [...] Porträts in den Wellblechhütten, wo sie offenbar machen, um was der aus unterschiedlichsten Perspektiven erzählte, wenngleich weitgehend chronologisch strukturierte Film insgeheim kreist: die Wertschätzung und Würde des Einzelnen. Man versteht, was es für die ältere Irma bedeutet, ihr Bild aus der „Gargabe Serie“ an der Wand zu haben: einen verdichteten, als „Kunst“ geadelten und transformierten Widerschein ihrer selbst, der die Härten des Lebens nichts verschweigt, aber über dessen Nöte und Sorgen hinaushebt.
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Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...
Kommentar löschenDer Film "Waste Land" gibt einigen von ihnen ein Gesicht und dokumentiert das wohl spektakulärste Projekt des in New York lebenden sozial ambitionierten Künstlers Vik Muniz, der seiner brasilianischen Heimat etwas zurückgeben und die Welt verbessern will. Er will moderne Kunst schaffen an diesem Ort des Elends, den Müllpflückern, - und sei es nur für ein paar Minuten - eine andere Welt zeigen, herausfinden, ob Kunst Menschen verändern kann. Muniz fotografiert die Ärmsten der Armen nach künstlerischen Vorlagen in Posen als Madonna oder sterbender Marat. Dann formen die Catadores die auf den Boden einer Halle projizierten Bilder mit Dosen, Flaschen, Korken und anderem Brauchbarem aus Jardim Gramacho. Am Ende werden diese Collagen noch einmal in Großaufnahmen fotografiert.
Ein Ort des Elends als Kulisse für eine Foto-Serie? Das ist zweifellos gewagt. Doch bleibt jeglicher Zynismus bei diesem Projekt außen vor, denn Muniz, der selbst aus armen Verhältnissen stammt, hat seine Wurzeln nie vergessen. Zudem präsentieren sich die Catadores als selbstbewusste Persönlichkeiten, die sich trotz ihres Elends ihre Würde bewahrt haben.
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Dieter Oßwald: programmkino.de Dieter Oßwald: programmkino.de
Kommentar löschenWaste Land ist keine voyeuristisch obszöne Zurschaustellung des Elends, sondern ein überraschend unterhaltsames Porträt über die Kunst, den Müll, die Armut - und die Würde des Menschen.
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Jürgen Kiontke: Jungle World, ai-Journal, K...
Kommentar löschenDer Dokumentarfilm "Waste Land" von Lucy Walker ist ein Film über die menschliche Würde. Der Künstler Vik Muniz, in São Paulo geboren und in Rio de Janeiro heimisch geworden, ist der Star der New Yorker Szene. Zu Beginn des Films sagt er: "Ich möchte den Leuten meiner Heimatstadt etwas zurückgeben."
Dafür zieht er auf Rios größte Müllkippe, den Jardim Gramacho, wo Lucy Walker unter anderem seine Arbeit mit der Kamera verfolgt. Hier arbeiten Menschen, denen für das, was sie täglich bewegen und in dem sie knietief stehen, das Wort "Müll" gar nicht in den Sinn kommt: Sie sortieren die Reste der brasilianischen Gesellschaft, von recyclebarem Material ist die Rede. Blech, Plastik, Metall - das sind die Rohstoffe, die sie sammeln und zum Händler bringen.
Man nennt diese Leute "catadores", Pflücker, und ihnen widmet Muniz seine Kunst: Er macht Porträtfotografien, die er aus großer Höhe auf den Boden einer leeren Fabrikhalle projiziert. Ihre Bilder legen die Sammler dann mit Recycling-Stoffen aus. Muniz fotografiert auch dies, und zieht die Bilder groß ab.
Dass der Film etwas von der "Größe, Würde und emotionalen Intelligenz" der Menschen transportiere, dies sei sein größter Verdienst, sagte Laudatorin Sukowa. Sollte irgendjemand den Menschen am Rande der Gesellschaft mit Vorurteilen begegnen, so "stellt sie dieser Film in Frage".
Lucy Walker ist ein Film gelungen, darüber, wie man in schwierigsten Situationen die Haltung bewahrt.
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Kommentare (7) — Film: Waste Land
Janus Winter Wed, 24 Oct 2012 15:19:30 -0000
Kommentar löschensollte eigentlich heute nacht im zdf laufen. stattdessen gibt es die wiederholung der wiederholung der champions league. liebes zdf, lieber hätte ich die wiederholung der wiederholung von WASTE LAND gesehen, aber wir gebührenzahler müssen froh sein, wenn wir diese doku überhaupt nur einmal zu sehen bekommen. hauptsache ist ja, die quote stimmt. olé olé olé --
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VisitorQ Mon, 19 Dec 2011 18:58:22 -0000
Kommentar löschenHervorragende, mitreißende und liebenswerte Dokumentation, die anders verläuft als ich es erwartet habe. Ich kann mich den 100 % auf rottentomatoes nur anschließen und den Film ohne weiteres wärmstens empfehlen.
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pramudiya Mon, 25 Jul 2011 21:51:42 -0000
Kommentar löschenWaste Land ging in eine komplett andere Richtung als ich erwartet hatte, aber das hat ihn nicht schlechter gemacht, er ist aber eher ein Making-Of als wie von mir erhofft eine Sozialkritik oder ähnliches.
Lucy Walker hat trotzdem einen interessanten und auch ab und an bewegenden Dokumentarfilm abgeliefert.
Bevor ihr den Film schaut erkundigt euch aber vielleicht noch ein wenig mehr über Vik Muniz, das macht, ihn schätze, ich noch interessanter.
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RicardaHEYYA Wed, 01 Jun 2011 21:36:59 -0000
Kommentar löschenein hammer Film! Sehr empfehlenswert!
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LokisSon Fri, 05 Aug 2011 07:58:17 -0000
Antwort löschenJetzt muss ich den unbedingt sehen *fg*
alex88 Tue, 24 May 2011 12:03:57 -0000
Kommentar löschenWaste Land, also auf gut Deutsch " Wüsten Land". Bitte nicht noch ne Doku über die Wüste. Dann lieber das Orginal von Disney " Die Wüste lebt". Für Leute die gerne über lustige Tiere lachen ist dieser Film bestimmt trozdem was.
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Third_Eeye Tue, 24 May 2011 12:19:22 -0000
Antwort löschenErstmal darüber informieren, bevor man Schwachsinn schreibt.
Waste heißt in erster Linie Abfall
alex88 Tue, 24 May 2011 20:40:14 -0000
Antwort löschenWaste ist germanischen Ursprunges und meint die Wüste.Naja Nopody ist perfekt.
arica Sun, 29 May 2011 16:19:05 -0000
Antwort löschenWenn man versucht Englisch zu schreiben, sollte man es können...
alex88 Mon, 30 May 2011 13:04:26 -0000
Antwort löschenIch kann sehr gut Englisch, hatte ich zwei Jahre in der Schule
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RicardaHEYYA Wed, 01 Jun 2011 21:36:30 -0000
Antwort löschenoh ja stimmt. ich glaube aber die uebersetzung ist noch verbesserungswürdig, land heisst gar nicht Land. land heisst disco. also geht es um eine wüsten disco. Fuer alle zweifler, ihr könnt es googeln. der film handelt von einer wüsten disco, daher auch das plakat, was eindeutig eine wüste darstellt, da stimme ich alex88 100 pro zu.
Orci Sun, 19 Jun 2011 00:26:36 -0000
Antwort löschenTRoll
Skar Mon, 14 Mar 2011 23:50:07 -0000
Kommentar löschenSchöner Film der zum Nachdenken und Mitfühlen anregt.
Leider kommen die interessantesten Stellen oftmals zu kurz (wie z.B. die Diskussion wie es einen Menschen verändert , der nichts hat und dann vom ,,schönen Leben'' kosten darf).
Außerdem wird im Film erwähnt, dass die ,,catadores'' eine große Außenseiterposition in der Gesellschaft beziehen. Davon ist im Film jedoch nicht wirklich etwas zu merken, da man zu keiner Zeit irgendeine Äußerungen von Personen gegen diese Gruppe zu sehen bekommt oder eine Zusammenfassung der Situation. Hier wird einem einfach mehr das Leid der jeweiligen Arbeiter vor Augen geführt und wie sich viele , trotz heftigster Umstände, ihre Lebensfreude bewahren.
Hier hat der Film seine wirklichen Stärken. Besonders, wenn man im Abspann erfährt, was alles durch ihn erreicht werden konnte.
Einen Oscar würde ich bei diesem Film jedoch für übertrieben halten. Dafür bietet der Film weder Neues, noch ist das Gezeigte im Verhältnis zu anderen Dokumentationen sonderlich gut präsentiert. Das wirklich Interessante sind die Geschichten der Protagonisten.
Wer sich für Dokus dieser Art interessiert, kann aufjedenfall nicht viel falsch machen.
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eastergaard Fri, 25 Feb 2011 19:54:26 -0000
Kommentar löschenScheint ein klassse Film zu sein, der uns grundlegende Probleme der Welt aufzeigen will.
Und dann auch noch mit Moby Soundtrack. Er ist nicht umsonst für den OSCAR nomminiert und besitzt von den dort nomminierten Filmen die größte Gesellschaftliche Relevanz, weshalb er mein Favorit ist.
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