Waste Land

Waste Land (2010), BR/GB Laufzeit 102 Minuten, FSK 0, Dokumentarfilm, Kinostart 26.05.2011

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7.6
Kritiker
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von Lucy Walker, mit Vik Muniz

Über einen Zeitraum von fast drei Jahren folgt Waste Land dem renommierten zeitgenössischen Künstler Vik Muniz von seinem Wohnort Brooklyn zu seinen brasilianischen Wurzeln und zur größten Müllkippe der Welt – “Jardim Gramacho”, gelegen an der Peripherie von Rio de Janeiro. Er fotografiert dort eine ungewöhnliche Gruppe sogenannter “Catadores”, selbsternannter “Pflücker” wiederverwertbaren Materials. Muniz’ ursprüngliche Idee war es, die Catadores mit Müll zu ‘malen’. Seine Zusammenarbeit mit diesen Menschen, die ihre eigenen Portraits nach fotografischen Vorlagen nachbilden, offenbart im Laufe des kreativen Prozesses sowohl den Stolz als auch die Verzweifelung der Catadores, die beginnen, ihr Leben zu überdenken.

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Kritiken (12) — Film: Waste Land

Silvia Hallensleben: EPD-Film, Der Tagesspiegel Silvia Hallensleben: EPD-Film, Der Tagesspiegel

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7.5Sehenswert

Die Wirklichkeit dürfte hier dunkler und widersprüchlicher aussehen als ihr dokumentarisches Abbild. Doch das stört nicht wirklich, weil Walkers Helden und Heldinnen stärker sind als solche Tricks und die kluge Montage die großen Themen Armut, globale Ungerechtigkeit, Müll und gemeinschaftliche Selbstorganisation so leicht und zwanglos zusammenführt.

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A. Körner : Sächsische Zeitung A. Körner : Sächsische Zeitung

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7.0Sehenswert

Es ist ein Stück Kino, das außergewöhnliche Berührung erzeugt, wenn es versucht, das Schicksal hinter Tiao, Isis, Magna und den anderen greifbar zu machen. Schwierig wird die permanente „Rückkehr“ zum Künstler, doch ohne ihn wäre alles nichts gewesen.

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Nina Klofac

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7.0Sehenswert

Waste Land strotzt nur so vor Kraft und Positivität. Elektropionier Moby tut mit dem Soundtrack das Seine und bettet den aufreibenden Schaffensprozess in einen wohligen Klang aus Hoffnung, Motivation und Heiterkeit, stets bedacht darauf, die Tatsachen und persönlichen Schicksale der liebenswerten Figuren respektvoll zu untermalen.

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Cristina Moles Kaupp: fluter Cristina Moles Kaupp: fluter

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7.0Sehenswert

Ohne Frage bewegt Waste Land. Der Film liefert den Beweis, dass soziale Verantwortung auch den Bereich der Bildenden Kunst erobert hat. Statt objektiver Distanz stellt sich Lucy Walker jedoch voll in den Dienst der Sache und liefert einen klassisch strukturierten Promotionfilm.

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Roger Ebert: Chicago Sun Times Roger Ebert: Chicago Sun Times

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7.5Sehenswert

Wenn wir Menschen auf der Straße in Mülltonen wühlen sehen, tendieren manche von uns dazu ihnen zu misstrauen und sie zu verleumden. Diese Menschen verdienen so ihren Lebensunterhalt. Sie bieten eine Dienstleistung an. Unglaublich, dass sie manchmal faul genannt werden. Dokumentationen wie Waste Land helfen uns vielleicht dabei, unsere Rollen als hauptberufliche Vollzeit-Müllerzeuger richtig zu verstehen.

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Mike Scott: NOLA, The Times-Picayune Mike Scott: NOLA, The Times-Picayune

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8.0Ausgezeichnet

Der Film von Regisseurin Lucy Walker ist eine vollkommen in die Materie eintauchende Dokumentation. Waste Land entfaltet seinen wahren Wert durch die Art und Weise, wie er die Zuschauer in eine Welt entführt, von der sie nie wussten, dass sie existiert. Nun ist es so, dass diese Welt eine Welt voll Müll ist und ein Ort, den die meisten Menschen nach Möglichkeit meiden. Muniz findet dort dennoch Hoffnung.

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Matthias Leitner: on3 Matthias Leitner: on3

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9.0Herausragend

Regisseurin Lucy Walker tritt hinter den Bildern und Protagonisten ihres Films vollständig zurück. Das ist eine dokumentarische Qualität, die den Einzelschicksalen den nötigen Raum und den Kunstwerken die Möglichkeit gibt, sich zu entfalten. Für Waste Land wurde Lucy Walker deshalb 2011 völlig zu Recht für den Oscar nominiert, denn der Film beweist die Kraft der Kunst zu verändern und rührt zu Tränen.

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José Garcia: Textezumfilm

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8.0Ausgezeichnet

Jean Cocteaus prägnante Definition, Filmemachen sei dem Tod bei der Arbeit zusehen, wird auch gerne abgewandelt: Filmdrehen bedeute, dem Leben bei der Arbeit zuzuschauen. In Lucy Walkers Dokumentarfilm „Waste Land“ kann der Zuschauer der Kunst bei der Arbeit zusehen. Über die Beobachtung der Kunst bei der Arbeit hinaus bietet „Waste Land“ ein Porträt von Menschen am Rand der Gesellschaft, die jedoch nicht als gebrochene Gestalten dargestellt werden. Ihre Würde behalten sie etwa dadurch, dass die „Pflücker“ niemals von „Müll“ oder „Abfall“, sondern stets von „recyclebaren Stoffen“ reden. In dem, was die Gesellschaft ausscheidet, finden sie Werkstoffe, etwas Wertvolles. Die Veränderungen, die sowohl das Kunstprojekt als auch der Film im Leben der „Pflücker“ verursacht haben, eröffnen eine weitere Dimension in „Waste Land“.
Analog zur Komplexität der Kunstwerke, deren Entstehen „Waste Land“ beobachtet, erweist sich Lucy Walkers Dokufilm als ein vielschichtiges, mehrere Ebenen verknüpfendes Filmwerk.

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Josef Lederle: http://film-dienst.kim-info... Josef Lederle: http://film-dienst.kim-info...

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8.0Ausgezeichnet

Am Ende von Waste Land hängen die [...] Porträts in den Wellblechhütten, wo sie offenbar machen, um was der aus unterschiedlichsten Perspektiven erzählte, wenngleich weitgehend chronologisch strukturierte Film insgeheim kreist: die Wertschätzung und Würde des Einzelnen. Man versteht, was es für die ältere Irma bedeutet, ihr Bild aus der „Gargabe Serie“ an der Wand zu haben: einen verdichteten, als „Kunst“ geadelten und transformierten Widerschein ihrer selbst, der die Härten des Lebens nichts verschweigt, aber über dessen Nöte und Sorgen hinaushebt.

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Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte... Kirsten Liese: BR Online, WDR3, Darmstädte...

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7.0Sehenswert

Der Film "Waste Land" gibt einigen von ihnen ein Gesicht und dokumentiert das wohl spektakulärste Projekt des in New York lebenden sozial ambitionierten Künstlers Vik Muniz, der seiner brasilianischen Heimat etwas zurückgeben und die Welt verbessern will. Er will moderne Kunst schaffen an diesem Ort des Elends, den Müllpflückern, - und sei es nur für ein paar Minuten - eine andere Welt zeigen, herausfinden, ob Kunst Menschen verändern kann. Muniz fotografiert die Ärmsten der Armen nach künstlerischen Vorlagen in Posen als Madonna oder sterbender Marat. Dann formen die Catadores die auf den Boden einer Halle projizierten Bilder mit Dosen, Flaschen, Korken und anderem Brauchbarem aus Jardim Gramacho. Am Ende werden diese Collagen noch einmal in Großaufnahmen fotografiert.

Ein Ort des Elends als Kulisse für eine Foto-Serie? Das ist zweifellos gewagt. Doch bleibt jeglicher Zynismus bei diesem Projekt außen vor, denn Muniz, der selbst aus armen Verhältnissen stammt, hat seine Wurzeln nie vergessen. Zudem präsentieren sich die Catadores als selbstbewusste Persönlichkeiten, die sich trotz ihres Elends ihre Würde bewahrt haben.

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Dieter Oßwald: programmkino.de Dieter Oßwald: programmkino.de

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7.5Sehenswert

Waste Land ist keine voyeuristisch obszöne Zurschaustellung des Elends, sondern ein überraschend unterhaltsames Porträt über die Kunst, den Müll, die Armut - und die Würde des Menschen.

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Jürgen Kiontke: Jungle World, ai-Journal, K...

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8.0Ausgezeichnet

Der Dokumentarfilm "Waste Land" von Lucy Walker ist ein Film über die menschliche Würde. Der Künstler Vik Muniz, in São Paulo geboren und in Rio de Janeiro heimisch geworden, ist der Star der New Yorker Szene. Zu Beginn des Films sagt er: "Ich möchte den Leuten meiner Heimatstadt etwas zurückgeben."
Dafür zieht er auf Rios größte Müllkippe, den Jardim Gramacho, wo Lucy Walker unter anderem seine Arbeit mit der Kamera verfolgt. Hier arbeiten Menschen, denen für das, was sie täglich bewegen und in dem sie knietief stehen, das Wort "Müll" gar nicht in den Sinn kommt: Sie sortieren die Reste der brasilianischen Gesellschaft, von recyclebarem Material ist die Rede. Blech, Plastik, Metall - das sind die Rohstoffe, die sie sammeln und zum Händler bringen.
Man nennt diese Leute "catadores", Pflücker, und ihnen widmet Muniz seine Kunst: Er macht Porträtfotografien, die er aus großer Höhe auf den Boden einer leeren Fabrikhalle projiziert. Ihre Bilder legen die Sammler dann mit Recycling-Stoffen aus. Muniz fotografiert auch dies, und zieht die Bilder groß ab.
Dass der Film etwas von der "Größe, Würde und emotionalen Intelligenz" der Menschen transportiere, dies sei sein größter Verdienst, sagte Laudatorin Sukowa. Sollte irgendjemand den Menschen am Rande der Gesellschaft mit Vorurteilen begegnen, so "stellt sie dieser Film in Frage".
Lucy Walker ist ein Film gelungen, darüber, wie man in schwierigsten Situationen die Haltung bewahrt.

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Kommentare (7) — Film: Waste Land


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Janus Winter

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vorgemerkt

sollte eigentlich heute nacht im zdf laufen. stattdessen gibt es die wiederholung der wiederholung der champions league. liebes zdf, lieber hätte ich die wiederholung der wiederholung von WASTE LAND gesehen, aber wir gebührenzahler müssen froh sein, wenn wir diese doku überhaupt nur einmal zu sehen bekommen. hauptsache ist ja, die quote stimmt. olé olé olé --

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VisitorQ

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Bewertung7.0Sehenswert

Hervorragende, mitreißende und liebenswerte Dokumentation, die anders verläuft als ich es erwartet habe. Ich kann mich den 100 % auf rottentomatoes nur anschließen und den Film ohne weiteres wärmstens empfehlen.

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pramudiya

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Bewertung7.0Sehenswert

Waste Land ging in eine komplett andere Richtung als ich erwartet hatte, aber das hat ihn nicht schlechter gemacht, er ist aber eher ein Making-Of als wie von mir erhofft eine Sozialkritik oder ähnliches.
Lucy Walker hat trotzdem einen interessanten und auch ab und an bewegenden Dokumentarfilm abgeliefert.

Bevor ihr den Film schaut erkundigt euch aber vielleicht noch ein wenig mehr über Vik Muniz, das macht, ihn schätze, ich noch interessanter.

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RicardaHEYYA

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

ein hammer Film! Sehr empfehlenswert!

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LokisSon

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Jetzt muss ich den unbedingt sehen *fg*


alex88

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Waste Land, also auf gut Deutsch " Wüsten Land". Bitte nicht noch ne Doku über die Wüste. Dann lieber das Orginal von Disney " Die Wüste lebt". Für Leute die gerne über lustige Tiere lachen ist dieser Film bestimmt trozdem was.

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RicardaHEYYA

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oh ja stimmt. ich glaube aber die uebersetzung ist noch verbesserungswürdig, land heisst gar nicht Land. land heisst disco. also geht es um eine wüsten disco. Fuer alle zweifler, ihr könnt es googeln. der film handelt von einer wüsten disco, daher auch das plakat, was eindeutig eine wüste darstellt, da stimme ich alex88 100 pro zu.


Orci

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TRoll


Skar

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Bewertung7.5Sehenswert

Schöner Film der zum Nachdenken und Mitfühlen anregt.
Leider kommen die interessantesten Stellen oftmals zu kurz (wie z.B. die Diskussion wie es einen Menschen verändert , der nichts hat und dann vom ,,schönen Leben'' kosten darf).
Außerdem wird im Film erwähnt, dass die ,,catadores'' eine große Außenseiterposition in der Gesellschaft beziehen. Davon ist im Film jedoch nicht wirklich etwas zu merken, da man zu keiner Zeit irgendeine Äußerungen von Personen gegen diese Gruppe zu sehen bekommt oder eine Zusammenfassung der Situation. Hier wird einem einfach mehr das Leid der jeweiligen Arbeiter vor Augen geführt und wie sich viele , trotz heftigster Umstände, ihre Lebensfreude bewahren.
Hier hat der Film seine wirklichen Stärken. Besonders, wenn man im Abspann erfährt, was alles durch ihn erreicht werden konnte.
Einen Oscar würde ich bei diesem Film jedoch für übertrieben halten. Dafür bietet der Film weder Neues, noch ist das Gezeigte im Verhältnis zu anderen Dokumentationen sonderlich gut präsentiert. Das wirklich Interessante sind die Geschichten der Protagonisten.
Wer sich für Dokus dieser Art interessiert, kann aufjedenfall nicht viel falsch machen.

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eastergaard

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vorgemerkt

Scheint ein klassse Film zu sein, der uns grundlegende Probleme der Welt aufzeigen will.
Und dann auch noch mit Moby Soundtrack. Er ist nicht umsonst für den OSCAR nomminiert und besitzt von den dort nomminierten Filmen die größte Gesellschaftliche Relevanz, weshalb er mein Favorit ist.

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