W.E.

W.E. (2011), GB Laufzeit 119 Minuten, FSK 12, Historienfilm, Drama, Kinostart 21.06.2012


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5.4
Kritiker
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5.5
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72 Bewertungen
23 Kommentare
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von Madonna, mit Abbie Cornish und Natalie Dormer

W.E. verwebt die Geschichten zweier ungleicher Liebespaare. Die im Jahr 1998 lebende New Yorkerin Wally Winthrop (Abbie Cornish) hat sich für die Ehe und gegen eine Karriere entschieden. Doch mit ihrem Ehemann William (Richard Coyle), einem erfolgreichen Psychoanalytiker, führt sie eine lieb- und lustlose Ehe. In ihrer Isolation entwickelt sie eine Besessenheit für die in den 1930er Jahren lebende Wallis Simpson (Andrea Riseborough), der amerikanischen Geliebten von König Edward (James D’Arcy). Auch Simpsons Liebesgeschichte wird von Tragik beherrscht. Zweifach geschieden, mit noch lebenden Ehemännern, ist Edwards Wunsch, sie zu heiraten so vergeblich wie töricht. Sollten sie sich trotzdem für eine gemeinsame Zukunft entscheiden, müsste Edward auf den Thron verzichten. In der Gegenwart nähert sich auch Wally Winthrop dem Rande der Verzweiflung. Doch der Lebensweg von Wallis Simpson inspiriert sie zu einer gewagten Entscheidung, als sie Wachmann Evgeni (Oscar Isaac) begegnet…

Hintergrund & Infos zu W.E.
Die Idee zu W.E. hatte Regisseurin und Drehbuchautorin Madonna bereits bevor sie 2008 mit Filth and Wisdom ihr Spielfilmdebüt ablieferte. Doch da sie noch keinerlei Erfahrung mit dem Filmemachen hatte, entschied sich Madonna dagegen, einen aufwändigen und teuren Kostümfilm als erstes Regieprojekt anzugehen. Das Drehbuch zu W.E. schrieb sie gemeinsam mit Regisseur Alek Keshishian, mit dem sie bereits 1991 bei der legendären Dokumentation Im Bett mit Madonna zusammengearbeitet hatte.

Die Rolle des König Edward war ursprünglich für den Schotten Ewan McGregor vorgesehen, ging letztlich jedoch an den englischer Schauspieler James D’Arcy. Schauspielerin Margo Stilley verließ das Projekt aufgrund von künstlerischen Differenzen mit Madonna.

Madonna präsentierte W.E. auf der Berlinale 2011 bei einer privaten Vorführung, um internationale Verleiher für ihren Film zu finden. Sie plante ihn auch später im selben Jahr beim Cannes Filmfestival zu zeigen, doch die Nachbearbeitung von W.E. dauerte länger als sie erwartet hatte, weshalb der Film nicht rechtzeitig fertig wurde. (AK)

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Kommentare (7) — Film: W.E.


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natedb

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Bewertung2.5Ärgerlich

"Attraktiv, meine Teure, ist eine höfliche Art zu sagen, dass eine Frau das Meiste aus dem rausholt, was sie hat." So auch der Film. Attraktiv: ja. Aber viel rauszuholen gibts leider nicht. Vollkommen ohne Substanz und voll von peinlichem Klischeegelaber bzw. selbstgefälligem Schweigen. Von der ersten Sekunde an nimmt sich "W.E." zu wichtig, prunkt sinnfrei herum und glänzt dabei allein durch den Eigenwert der malerischen Fotographie, sowie der wirklich schönen Ausstattung. Was da aber eigentlich passiert könnte einem kaum egaler sein. Abbie Cornish wandelt mit glattgebügeltem Gesicht durch den Film, wie ein Geist. Andrea Riseborough holt ein bisschen mehr aus ihrer schlecht geschriebenen Rolle heraus, insgesamt reicht aber auch das nicht, um der hier beschriebenen weiblichen Emanzipation irgendeine tiefergehende Bedeutung einzuhauchen. Madonna ist eine Gigantin der Musikindustrie und eine Meisterin in Sachen Selbstdarstellung, doch mit ihrem Ausflug ins Regiefach verhält es sich ähnlich wie mit ihren schauspielerischen Bruchlandungen. Ihr ist das Kunststück gelungen eine völlig banale, langweilige und selbstverliebte Romanze über irgendein nichtssagendes Adelspärchen zu drehen, welches mich genauso wenig interessierte, wie den Rest der Welt offensichtlich auch, weswegen der Film damals an den Kinokassen zurecht floppte und ich meinen Fernseher nach 30 beschämenden Minuten wieder ausmachte.

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Hooded Justice

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Bewertung6.0Ganz gut

Madonna macht einen Film. Und das im ganz großen, glamourösen Stil. Wer Madonna wie ich ein bisschen besser kennt, der wird sich, nachdem er den Film gesehen hat, sagen, dass er auf irgendeine Art und Weise doch genauso das ist, was man von der Queen of Pop erwartet hat: Madonna zeigt sehr viel, spielt sehr viel und verziert sehr viel, doch viel erzählen tut sie zweifelsohne nicht – wie es bedauerlicherweise seit dem letzten Belustigungs-Albümchen »MDNA« der Fall ist.

Ihr Regiedebüt »W.E.« ist ein wirklich hochästhetisiertes Schmuckstück aus Mode, Musik und emotionalen Zyklen. Etwas wie eine Vase; belanglos, aber irgendwie schön, dass sie da ist. In Billy Wilders »Sunset Boulevard« bezeichnet der Protagonist Joe Gillis das Drehbuch der vergessenen Stummfilmdiva Norma Desmond als »eine stumpfsinnige Aneinanderreihung dramaturgischer Einfälle«. So ähnlich leider kommt mir auch Madonnas Film vor: Die große Diva macht plötzlich einen Film, mit – es wirkt so – all den Dingen, die sie einmal gesehen oder gehört hat und als sehr schön empfand. Traurig leider, denn Madonna ist nicht dumm. Wer sich jemals näher mit ihr beschäftigt hat oder vielleicht ihre großartige Dokumentation »I’m Going to Tell You a Secret« über ihre »Re-Invention Tour« von 2004 kennt, weiß, was für eine inspirierende Denkerin sie ist. Doch tatsächlich handelt »W.E.« von nichts anderem als minderwertigen emotionalen Szenarien aus Affären und Schwermütigkeiten. Ihre vielerlei kritisierte Schwäche für style-over-substance ist eigentlich das geringste Problem. Peinlich wird der Film, wenn unter lautem Gedröhne und visuellem Geflacker seine Protagonistin beim Hormone-Spritzen zeigt oder er dreimal hintereinander in Zeitlupe wiederholt, wie Wallace zu Boden fällt. Von dem niemals verstummenden Score mal abgesehen, denn Madonna ist eben eine Musikerin. Und wenn dann eine (vermeintliche) Hommage an Wong Kar Wai rausgeht und ein Stück namens »Satin Birds« ziemlich viel von »Yumeji Theme« hat, der Song, der Wong Kar Wais Meisterwerk »In the Mood for Love« trägt, dann darf man eh nicht böse sein.

»There's no greater power than the power of goodbye.« Hach ja ...

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natedb

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Ist ne toughe, coole Frau. Auf jeden Fall keine Zeitverschwendung ihrem Werk ein bisschen Zeit zu widmen! :)


Hooded Justice

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Ganz deiner Meinung, finde sie faszinierend. :)


Sonse

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Bewertung6.0Ganz gut

Ja, das ist ein Film von Madonna. Daraus folgt, er wurde so gnadenlos wie reflexhaft verrissen. Weil es scheinbar zum guten Ton gehört, bei ihr immer noch mal ein Schippchen Hohn und Verachtung draufzupacken. Erst recht wenn es dabei u.a. um die kaum weniger verhassten Royals geht. W.E. ist keine Offenbarung, aber ich würde ihn mir lieber noch mal anschauen als Guy Ritchies Output der letzten Jahre. Dabei haben diejenigen, die unken W.E. könne genauso auch ME heißen, keinesfalls unrecht.

W.E. steht für Wallis und Edward bzw. Wallis Simpson und Edward VIII, das Skandalpärchen der 1930er. Wer kürzlich "The King's Speech" gesehen hat, der erinnert sich womöglich an den abdankenden Bruder vom stotternden Bertie, der diesem den Thron überlässt um mit einer Amerikanerin durchzubrennen. In gewisser Weise ist W.E. ein passendes Gegenstück zum Oscargewinner 2010. Bei beiden Filmen kommen der jeweilige Bruder und dessen Frau in etwa gleich schlecht weg. Doch darum geht es hier nicht.

W.E. erzählt zwei Geschichten, jene von Wallis und jene einer jungen Frau in der Gegenwart. Wally (immer gut, auch in undankbaren Rollen: Abbie Cornish) ist fasziniert von Wallis (richtig toll: Andrea Riseborough), deren Geschichte wir in Assoziationstagträumen von Wally erleben und manchmal spricht Wallis auch direkt zu ihr. Sie identifiziert sich mit ihr und lernt dadurch ein paar Wahrheiten für ihr eigenes Leben.

Für ein Double Feature würde sich thematisch Sofia Coppolas "Marie Antoinette" anbieten. In beiden historischen Dramen setzen sich die Filmemacherinnen mit ihren eigenen Problemen als "arme privilegierte" Frauen im Prisma ehemals verhasster, mittlerweile jedoch humanisierter historischer "Prinzessinnen" und deren Leiden, auf der Suche nach Verständnis auseinander. Nur Coppola kommt letztlich damit leichter durch, weil sie ohne Zweifel die bessere Filmemacherin ist und nicht mal halb so geächtet wie Madonna.

Letztlich ist es jedoch möglich den selbstreferentiell-mitleidigen Madonna-Faktor beim Schauen von W.E. weitgehend auszuklammern und was übrig bleibt ist ein ordentlicher, sich etwas zu lang anfühlender, hübsch gefilmter Film mit zwei wunderbaren Hauptdarstellerinnen, der zumindest mit Abstrichen auch was zu sagen hat, nicht nur me, me, ME!

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freakualizer

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Ich kapier die Vorhersagen nicht mehr. 8.5 Punkte?
Warum? Woher?

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freakualizer

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Hehe, das ist nett. Komm ich evtl. drauf zurück. ^^


Michael Fetsch

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hier das gleiche. ø5,5 keiner meiner Freundesliste hat ihn bewertet, aber es soll eine 8,5 sein ???


Boddah

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Bewertung3.0Schwach

Ich habe den Film gestern in der Sneak gesehen - bis zu dem Abspann übrigens unwissend, dass Madonna dafür verantwortlich war. ;)
Auch wenn die ganzen Kulissen sowie die schauspielerischen Leistungen wirklich nicht schlecht waren, fand ich den Film durchgehend einfach öde. Einerseits interessiere ich mich nicht für Königshäuser etc. - was mit Sicherheit mit ein Grund für die geringe Punktzahl, die ich vergebe, ist - doch auch wenn ich dies getan hätte, hätte mich diese Inszenierung sicherlich auch nicht mehr überzeugen können; das Ganze war einfach furchtbar langweilig, und ein Mitfühlen mit den Figuren ist leider auch zu keinem Zeitpunkt entstanden - dafür waren Story und Charaktere zu oberflächlich.

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Marie Krolock

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Bewertung6.0Ganz gut

Wallys (Abbie Cornish) andauernde Traurigkeit hat mich nach einiger Zeit auch erfasst, ich wurde immer schwermütiger. Der ständige Wechsel zwischen Wallys und Wallis (Andrea Riseborough) Leben gefiel, wobei Regisseurin Madonna nicht wirklich viel erzählt hat - aber viel gezeigt. Die Ausstattung war opulent. Negativ ist die Länge des Filmes. Fast zwei Stunden für "nicht viel erzählen" - hier hätte ein wenig gerafft werden können. Mein Mitgefühl schwand nach einer Weile mit jeder Minute...
Nicht ganz klar war mir außerdem, warum sich Edward in Wallis verliebt hat. Im Film schien mir es eher als eine Art "Notlage" seinerseits. "Hach, nun ist diese Frau da, dann nehme ich sie halt". Aber vielleicht entspricht das ja auch der wahren Geschichte, dass Wallis zunächst nur irgendeine neue Frau war.
Die Frauen gefielen mir insgesamt besser als die Männer. Abbie Cornish war wirklich stark - und schön traurig. Auch Andrea Riseborough war wunderbar.

Ich habe meine Erwartungen im Vorfeld schon gedrosselt - Madonnas neuer Film, na ja... aber er war eigentlich gar nicht so schlecht ;)

P.S. Wallis und Edward haben einen tollen Geschmack, was Hunde angeht. ;-)

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Marie Krolock

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Gut aufgepasst, Andy :-)


Andy Dufresne

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Bin ein Elefant, Marie :-)


annaberlin

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vorgemerkt

Madonna mal wieder hinter der Kamera? Eieiei. Das muss ich sehen.

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Brennegan

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Lass sie doch :D ein Baby will auch so lange die Herdplatte anfassen, bis es sich einmal verbrannt hat ... ;)


Tytus

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ein wahres Wort :D



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