Zeuge einer Verschwörung

The Parallax View (1974), US
Laufzeit 102 Minuten, FSK 16, Thriller, Kinostart 16.05.1975

8.1 Kritiker
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7.3 Community
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5 Kommentare
Zeuge einer Verschwörung - Bild 1176299
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von Alan J. Pakula, mit Warren Beatty und Hume Cronyn

Als US-Senator Carroll auf der Aussichtsplattform der Space Needle in Seattle ermordet wird, bleiben viele Fragen offen. Der Mörder, der bei der Verfolgung ums Leben kam, soll Einzeltäter gewesen sein. Jahre später kommt die Fernsehreporterin Lee Carter zu ihrem Freund, dem Zeitungs-Journalisten Joseph Frady, und berichtet ihm, dass mehrere Zeugen von damals ums Leben kamen. Erst als auch Lee bei einem Unfall stirbt, nimmt Carter ihre Darstellung ernst und macht sich auf die Suche nach dem Berater des ermordeten Senators, Austin Tucker. In dem Ort Salmontail entgeht er knapp dem Mordversuch des dortigen Sheriffs, kann in dessen Haus aber noch die Unterlagen einer Organisation namens “Parallax Corporation” entwenden, die labile Menschen zu Attentätern umfunktioniert. Nachdem auch der untergetauchte Tucker auf hoher See mit seiner Jacht in die Luft gesprengt wird, beschließt Frady, sich selbst in die Organisation einzuschleusen. Zwar kann er dadurch ein Flugzeugattentat abwenden, doch er ist schon viel tiefer in die Machenschaften der Organisation verwickelt, als ihm lieb ist.

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Cast & Crew


Kritiken (1) — Film: Zeuge einer Verschwörung

Julio Sacchi: Das Manifest

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8.5Ausgezeichnet

Der zweite Film in Alan J. Pakulas Verschwörungsthriller-Trilogie (nach KLUTE, vor ALL THE PRESIDENT'S MEN) und einer der besten Politkrimis der 70er. Warren Beatty ist hervorragend als zweitklassiger Reporter, der einer Organisation auf die Spur kommt, die offenbar Normalbürger zu Killern macht. Pakula findet unglaublich gute Bilder für seine Themen wie Mißtrauen, Angst und Paranoia; die Bildsprache der 70er Jahre scheint nach wie vor unübertroffen.

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Kommentare (4) — Film: Zeuge einer Verschwörung

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aberaber

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Bewertung7.5Sehenswert

Ein beklemmender, zeitweise verstörender Film ohne große Zugeständnisse ans Publikum. Mitunter etwas statisch und altmodisch anmutend, aber im Hinblick auf das Politikgeschehen und den Machtmißbrauch immer noch aktuell. Großes Kino mal ohne Happy End.

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Mawazh

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Bewertung6.0Ganz gut

Dieser Verschwörungsthriller ist zwar gut gefilmt und hat ne schöne Atmosphäre, aber Spannung ist kaum vorhanden.

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Darbon

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Bewertung5.5Geht so

Verschwörungsthriller, wie er in den 70ern "en vogue" war. Pakula unterhält mit stimmiger Paranoia-Atmosphäre: bedrohte Zeugen treffen sich in der Mini-Bahn eines sonnendurchfluteten Vergnügungsparks. Schocks und plötzliche Filmtode werden in rascher Folge effektvoll verabreicht, assoziative Bilder und rasante Action können aber nicht über die Feigheit des Films hinwegtäuschen. Im Gegensatz zu anderen Genre-Vertretern wie Costa-Gavras vermeidet es Pakula hier, direkte Anklage zu erheben. Er beschreibt eine kafkaeske Welt, in der man das Böse nicht mehr findet, da es die Gesellschaft durchdrungen hat; das bedrohliche Böse, hier der eigentliche Drahtzieher der "Parallax Corporation", bleibt verborgen im Nebel der permanenten Verschiebung von Sichtweisen. Die Anordnung und Brechung gesellschaftlicher uramerikanischer Mythen ist durchaus interessant montiert, doch es fehlt bei all den episodischen Schockeffekten die konstante Spannungssteigerung. Handwerkliche Perfektion allein reicht nicht aus, um auch wirklich zu unterhalten.

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Tobias

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Sehr atmosphärischer Thriller vom Verschwörungs-Großmeister Alan J Pakula, der die teilweise begründete Paranoia der 70er Jahre in den USA ansteckend in Szene setzt. Spannend, überraschend und kurzweilig. Warren Beatty ist erstaunlich gut. Die Atmosphäre zeitweise Lynchesk und das Ende geradezu Fincheresk. Nur eben 30 Jahre früher.

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