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Hauptsache Überlänge - Die Monotonie der Trailer

Mr Vincent Vega (Rajko Burchardt), Veröffentlicht am 04.09.2013, 08:50

Sie erfordern filmisches Handwerk und sollten mehr sein als nur ein Best-Of ihres zu präsentierenden Films. Doch Trailer ergehen sich immer mehr in alles preisgebender Überlänge und langweiligen gestalterischen Klischees. Eine Misere.

White House Down White House Down © Sony Pictures

Trailer sind entbehrlich, aber toll. Sie können einen tödlich nerven, aber sie gehören dazu. Und Trailer zu konzipieren, ist gewiss nicht einfach. Einen Film so zu verdichten, dass er auf wenige Ausschnitte und Eindrücke herunter gebrochen werden kann, ist ein dankbares Angebot im Kinodschungel. In Hollywood, wo der Trailer eine der wichtigsten Vermarktungssäulen bildet, können Filme mit ihren Vorankündigungen stehen und fallen. Lust machen soll der Trailer, klar. Als Verkaufsargument fungieren. Den Film mittels verlockender Teasing-Strategien im Miniformat bewerben, das Publikumsinteresse sukzessive an ihn binden. Bis zum Kinostart schließlich, wenn so viel Lust generiert wurde, dass der Film auch unbedingt gesehen werden will, gesehen werden muss. Und wenn dann, viel zu oft, viel zu bedauerlich, der Vermutung Gewissheit folgt, ihn als Trailer-Konsument, oder eher –Rezipient, eigentlich schon gesehen zu haben. Den Film im Wesentlichen schon zu kennen, ohne überhaupt ein Ticket gelöst zu haben. Weil der Trailer ihn nicht mehr nur ankündigt, anteast, anreißt, sondern ihn bereits umfänglich preisgibt. Einen vorzeitigen Ausverkauf der Höhepunkte betreibt.

Die Lust nach immer noch mehr Vorabeindrücken?
Ganze drei Minuten lang etwa protzen die Trailer zu Prometheus – Dunkle Zeichen, 2 Guns oder Riddick mit Plot Summaries und Money Shots. Sogar mehr als dreieinhalb Minuten Zeit wiederum nehmen sich die finalen und ganz regulär in den Kinos vorgeführten Trailer zu Fast & Furious 6 oder Elysium. Unverhältnismäßige viereinhalb Minuten Laufzeit offenbar benötigen die Extended-Trailer zu World War Z, Kick-Ass 2 und White House Down, um sämtliche Highlights im Vorfeld zu verbraten. Ein beinahe sechsminütiger Trailer zu Cloud Atlas – Alles ist verbunden sowie die nunmehr ebenfalls gängige Praxis, bis zu 10minütige Szenenabschnitte eines Films als Vorschau zu deklarieren, sind dann bereits gänzlich indiskutabel. Nicht nur die Länge aber, auch die Masse ist erschlagend: Auf die aktuelle Superman-Adaption Man of Steel wurde das Publikum erst mit zwei Teaser-Trailern neugierig gemacht, dann mit drei Trailern gesättigt und schließlich mit 8 Clips und 17 (!) verschiedenen TV-Spots für hirntot erklärt. Hinzu kommen noch exklusive Nokia- und Comic-Con-Trailer sowie der obligatorische dreiminütige Gesamt-Trailer, oft und gern natürlich mit neuem Bildmaterial, um die (gemutmaßte?) Lust nach immer noch mehr Vorabeindrücken auch stillen zu können. Damit gleich die Vor-Schau schon zur richtigen Schau gerinnt.

Das Eintauchen in die Trailer-Historie
Eine cinephile Misere auf hohem Niveau zwar, aber eine ja nichtsdestotrotz verzichtbare Entwicklung. Trailer sind mehrheitlich, ohne wenn und aber, viel zu lang. Nicht nur im Hollywood-Mainstream, sondern ganz generell. Sie zeigen viel und manchmal auch schon alles, und es gibt sie im Überfluss. Ihren eigentlich selbstverständlichen Balanceakt, narrative oder visuelle Highlights eines Films zu verkünden und trotzdem nicht vorschnell auszustellen, mögen die wenigsten noch meistern. In seiner langen Geschichte hat der Film-Trailer freilich die unterschiedlichsten Vorschaukonzepte bedient und nach jeweils zeitgemäßen Mustern gearbeitet, nicht selten dabei eigene, den Film unter Umständen überragende Kunstwerke geschaffen. Insbesondere Trailer, die sich so weit von ihrem eigentlichen Gegenstand entfernen (vom Film oder vielleicht sogar vom Medium selbst), lassen sich heute Dank archivierter (teils nur noch auf 35mm verfügbarer) Quellen genießen. Auch Videoplattformen wie YouTube ermöglichen das Eintauchen in die Trailer-Historie, von wunderbar melodramatischen Ankündigungen im klassischen Hollywood über sensationsheischende B-Movie-Vermarktung bis hin zu einschlägigen Genrekuriositäten der 70er-Jahre.

Die ewig gleichen Trailer-Klischees
Denkbar natürlich, dass auch unsere gegenwärtige Trailer-Kultur irgendwann einmal ähnlich nostalgisch, vergnüglich, kurios wird gefeiert werden können. Und trotzdem schwer zu glauben angesichts der öden, einfallsfreien, redundanten Struktur so vieler jetziger Trailer, angesichts ihrer Masse an schon im Vorfeld nacherzählten Inhalten, an Spoilern und vorweggenommenen Höhepunkten. Angesichts ewiger Schwarzblenden und bedeutungsschwangerer Stroboskopeffekte. Angesichts des unsäglichen Inception-Buttons, der sich nunmehr durch jeden zweiten Trailer (und Filmscore) dröhnt. Und aber auch angesichts der immer gleichen fünf, sechs Musikstücke, bei denen irgendwann einmal jemand entschieden haben muss, dass sie sich (zum Teil aufgrund ihrer generisch-dramatischen Komposition) für grundsätzlich alles anbieten: Bishop’s Countdown von James Horner, Lux Aeterna von Clint Mansell, Almost Martyrs von Alex Parker und Jake Parker, Fire in a Brooklyn Theater von Randy Edelman oder, natürlich, die Carmina Burana von Carl Orff. Musik zudem, die in Trailern dann stets für ganz besonders entscheidende Sätze kurz heruntergefahren und anschließend umso mehr aufgedreht werden muss.

Offizielle Kritik an Trailern
Maximal zweieinhalb Minuten Laufzeit dürfen US-Trailer in der Regel veranschlagen, so schreibt es die Motion Picture Association of America (MPAA) vor. Ein Standard, der der Nationalen Vereinigung der Kinobetreiber (NATO) aber, aus gutem Grund, unverhältnismäßig erscheint (und der ohnehin nachweislich recht großzügig interpretiert wird). Der Verband forderte deshalb im Mai nicht nur eine Trailer-Länge von höchstens zwei Minuten, sondern auch ein weiteres zeitliches Limit, nach der Trailer nicht früher als vier Monate vor Start eines Films im Kino zu sehen sein sollten. Zwar müssen sich die großen Studios nicht daran halten, sie fürchten aber, die Betreiber könnten einfach darauf verzichten, Trailer weiterhin bis zu einem Jahr vorab zu schalten. Nicht zuletzt häufen sich in den USA Zuschauerbeschwerden über Trailer, die zu viel von ihren Filmen preisgeben – und damit nicht mehr nur locken, sondern bereits umfänglich liefern. So lange die Monotonie der Trailer, die ihrerseits natürlich auch eine gewisse Monotonie des Kinos widerspiegelt, nicht durchbrochen ist, muss eben die Eigeninitiative ergriffen werden: Den Saal spät betreten, die Online-Trailer nach 60 Sekunden abbrechen oder ganz beherzt Augen und Ohren zuhalten. Manchmal kann das wirklich nicht schaden.


Als Mr. Vincent Vega schlawinert sich Rajko Burchardt seit Jahren durch die virtuelle Filmlandschaft. Wenn er nicht gerade auf moviepilot seine Filmecke pflegt, bloggt Rajko unter anderem für die 5 Filmfreunde und sammelt Filmkritiken auf From Beyond. Die Spielwiese des Bayerischen Rundfunks nannte ihn “einen der bekanntesten Entertainment-Blogger Deutschlands”.


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nilswachter

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100% Zustimmung. Inzwischen muss man gewisse Filme gar nicht mehr anschauen, wenn man den Trailer gesehen hat. Die besten Szenen werden praktisch alle in drei Minuten verbraten.

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jen4indie

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wie man hier im gatsby trailer sieht, reichen auch 20 sekunden völlig aus um einen film interessant zu machen. weniger ist mehr!
http://www.youtube.com/watch?feature=endscreen&v=weyCqrDF9fg&NR=1

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Gabe666

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Kommt selten vor, aber diesmal muss ich dem Vega voll und ganz zustimmen. Trailer an sich sind für mich zwar nicht verzichtbar, aber so wie momentan der Großteil der Trailer geschnitten wird, stößt mir mittlerweile sauer auf. Viel zu lang, ständig der gleiche Ablauf, Wechsel aus Zeitlupen und Stakkato-Schnitten, dieses ständige Nachgeäffe von "Inception", noch dazu auch zu viele Trailer zu einem Film... Klar, im Grunde ist das nur eine Modeerscheinung. Ist etwas erfolgreich, gibt es gleich dutzende Nachahmer. Aber nach einer Weile geht sowas einem nur noch gewaltig auf die Nüsse.
Trailer erfüllen den Zweck, dem Publikum einen kleinen Vorgeschmack auf den Film zu bieten, sollten aber nicht zu viel verraten. Leider findet sich besonders in letzter Zeit die Tendenz, die besten Szenen aus dem Film im Trailer zu verbraten. Und noch dazu einem auch gleich fast den kompletten Handlungsablauf zu skizzieren. Das sollte sich jetzt wirklich langsam mal ändern.
Wobei ich allerdings auch sagen muss, dass die meisten heutigen Trailer in zumindest einer Hinsicht besser sind als sämtliche Trailer, die kurz vor der Jahrtausendwende (oder während dieser) gemacht wurden: Ihnen fehlt dieser völlig bescheuerte Off-Kommentar, der durch marktschreierische Sprüche selbst den ernsthaftesten Stoff ins Lächerliche zieht. Guckt euch nur die Trailer zu irgendeinem Film (am besten zu einem Horror-, Fantasy-, Sci-Fi- oder Actionfilm) aus den 70ern, 80ern oder 90ern an und ihr werdet aus dem Lachen nicht mehr rauskommen. Die deutschen Trailer waren noch dazu meist im Vergleich zum Film mies synchronisiert. Mitunter fanden sich sogar nach der Jahrtausendwende noch solche Beispiele. Zum Beispiel bei Trailern zu asiatischen Geisterfilmen, zuletzt bei "Paranormal Activity: Tokyo Night". Immerhin davon bleiben wir mittlerweile verschont. War eben eine dieser obskuren Modeerscheinungen.

PS: Trailermusik, die auch sehr häufig verwendet wird, sind Titel von Studios wie Audiomachine, Two Steps From Hell und Immediate Music, welche sich direkt darauf spezialisiert haben. Dass in Trailern oft Musik zu hören ist, die im fertigen Film nicht vorkommt, ist übrigens darauf zurückzuführen, dass viele Trailer produziert werden, bevor der Film komplett fertiggestellt ist und darauf, dass die zum Film komponierte Musik, die dazu dienen soll, längere Szenen zu untermalen, sich nicht unbedingt für einen kurzen Zusammenschnitt eignet. Deshalb wird entweder auf Musik aus anderen Filmen (z.B. das erwähnte "Lux Aeterna" aus "Requiem For A Dream" oder "My Name Is Lincoln" aus "Die Insel": http://www.youtube.com/watch?v=MZ5hWdbHOCg), bekannte Songs, klassische Stücke oder eigens für diesen oder generell für Trailer komponierte Musik verwendet. Andere häufig verwendete Titel sind z.B. "Akkadian Empire" (http://www.youtube.com/watch?v=xHtnBnKcP_U) und "Guardians At The Gate" (http://www.youtube.com/watch?v=vWjbW-JD23k) von Audiomachine oder "Emergence Of Empire" (http://www.youtube.com/watch?v=aTzRvXUoc8g) von Immediate Music. Von diesen Studios wurden übrigens auch schon Alben herausgebracht.

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Drehmumdiebolzen

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http://www.youtube.com/watch?v=3rkrPljo-8M

Aus dem heissgeliebten Trailer zu "Man of Steel" ;)


Audreyfan

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Wie lange hab ich schon auf so einen Artikel gewartet, endlich spricht das auch mal jemand an :) Wobei ich finde, auch wenn ich mich da nicht ausführlich umgeschaut habe, halt nur die Filme diie ich gesehen habe, dass damals die Trailer auch nicht gerade das Beste am Ganzen waren, nur gab es damals nicht unbedingt dieselben Probleme.
Wie schrecklich das Ganze ist, merkt man wenn man Trailer im Kino mitsprechen/ vorhersagen kann, von denen man noch nicht mal den Titel weiß, weil es einfach immer dasselbe ist.
Dennoch gab es dieses Jahr auch ein paar Lichtblicke, mein liebster war The Master ( http://www.youtube.com/watch?v=fJ1O1vb9AUU ) auch wenn der Film dann eher mäßig war und momentan bin ich fast süchtig nach dem Trailer zu Don Jon ( http://www.youtube.com/watch?v=6615kYTpOSU )

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Haze

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Top: http://www.youtube.com/watch?v=TY_HsV6DjEo

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concienda

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Vielen Dank Mr. Vega. Den heutigen Abend habe ich an den Inception-Button verloren.

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Agent Smith93

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In der Kürze liegt die Würze. Das hat die Filmindustrie in den letzten Jahren wohl komplett vergessen.
Und das bezieht sich nicht nur auf zu lange Trailer, sondern auch auf viel zu lange Filme. Nicht wahr Herr Jackson;)

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Agent Smith93

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Natürlich nicht Moniceno. Du hast mich durchschaut:) Das war selbstverständlich ein Seitenhieb auf das Gemeckere der Leute.

Allerdings werde ich mir beim Hobbit wohl die 13 Minuten längere Extended Fassung sparen. Ich zahle doch nicht rund 45 Euro für so wenig.


Moncineo

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PS: Habe übrigens in keinem Trailer so gern Lux Aeterna im Hintergrund gehört, wie zu dem von "Die zwei Türme". Gab zu diesem Track auch mal einen langen HdR-Fantrailer auf You Tube. Absolute Gänsehaut.


uncut123

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http://www.sueddeutsche.de/kultur/kinotrailer-immer-an-der-grenze-zum-spoiler-1.1698326

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cariballdi

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Vega hat wieder mal recht xD
Mein problem mit den Trailern ist, dass sie viel zu viel verraten, und vor allem bei action Filmen zeigen sie schon die besten Szenen im Vorfeld... Da ist man ja gar nicht mehr überrascht im Kino!!!
Ich meide deshalb die meisten Trailer, vor allem die bei denen ich mir sicher bin dass ich ihn bestimmt sehen werde :P

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Eraserhead 23

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Zweitbester Trailer aller Zeiten:
http://www.youtube.com/watch?v=C1dzR9-cQ7A

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nilswachter

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:D


maddes89

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Meiner Meinung nach einer der besseren Trailer. Habe damals im Kino richtig Gänsehaut bekommen :)

http://www.youtube.com/watch?v=lB95KLmpLR4

Ansonsten muss ich Mr. Vincent Vega absolut recht geben, die Trailer sind (vor allem für Blockbuster-Filme) meistens alles dieselben. Tempo, Rhythmus und Schnitt ähneln sich teilweise wie ein Ei dem Anderen.

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Drehmumdiebolzen

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Aber nur durch das Radiohead Song Cover von Scala ist der so gut! ;)


Nagelfar

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http://www.youtube.com/watch?v=RECC4arqQow ähnlich wie hier am Ende mit "with or without you".


chuck jones

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Trailer sind inzwischen eine Pest, weil sie nahezu ausnahms- und gnadenlos Plot Points verraten, damit die Zielgruppe bloß genau weiß, was für einen Film sie zu erwarten hat. Während der Trailer im Kino sollte man deshalb möglichst mit seiner Begleitung durchlabern, bis der Quatsch vorbei ist. Und die Frage, ob man schon diesen oder jenen Trailer gesehen habe, sollte unter Filmfreunden endlich als beleidigende Unterstellung verbrämt werden. In Trailer wird nämlich höchstens kurz reingeshuffelt, um sich einen ersten visuellen Eindruck zu verschaffen. Alles andere macht das Filmesehen kaputt. Wer sich im Kino etwas erzählen lassen will, sollte viel öfter bzw. am besten immer dazu bereit sein, sich vom Film an die Hand nehmen zu lassen und dann einfach mal abwarten, was passiert.

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Mein Senf

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Das war schon immer so: Grad gestern habe ich noch die Original-Trailer zu "Westworld" (1973) und "Futureworld" (1976) gesichtet, die A) jene Länge aufwiesen, die dir bei aktuellen Trailern so aufstößt (2:50 Min, 3:11 Min) und B) inhaltlich sehr explizit den gesamten Handlungsverlauf bis zum jeweils letzten Akt spoilerten.


Nagelfar

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http://www.youtube.com/watch?v=67S99ZgIYbw
http://www.youtube.com/watch?v=f6xt0ebqt60
> all

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jp@movies

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Großartiger Nonsense :) "Wenn der Terminator ein Russe wäre, hätte er keine Chance gegen...Ninja"


Mr. Pink

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Herrlich! :) Kannte bisher nur den ersten, aber der zweite Trailer ist ja fast noch besser. "Seine Wurfsterne pfeifen das Kosakenlied." Genial!


the gaffer

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Für mich immer noch einer der effektivsten Trailer aller Zeiten: http://www.youtube.com/watch?v=IiJLJd7cH1c

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Moncineo

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Den Trailer kannte ich noch nicht. Grandiose Bild-Ton-Montage mit irrem Spannungsaufbau. Allerdings wäre ich unter Umständen etwas enttäuscht gewesen, wenn ich den Film erst nach dem Trailer gesehen hätte, weil ich mich mehr auf einen Erotik-Thriller als auf dieses Sozial-Drama eingestellt hätte.


smokeweedeveryday

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Bester Trailer aller Zeiten

http://www.youtube.com/watch?v=5gUKvmOEGCU

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Gabe666

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Wirkt durch den Off-Kommentar und die ständigen Titel-Einblendungen leider eher unfreiwillig komisch als gruselig. :)


smokeweedeveryday

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Genau deswegen ist er ja so toll. "A Night of total Terroooor"


DeDavid

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My favourite trailer of all time: http://www.youtube.com/watch?v=bEVY_lonKf4

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SilverDragon

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<3


Moncineo

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Perfekt!


Hendrik

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Zustimmung! Zuhause schaue ich mir in den seltensten Fällen Trailer an, aber im Kino komme ich leider nicht drumherum. Die Trailerklischees kann ich deswegen genauso mitbeten, noch ein überstrapaziertes Stilmittel ist der laute, dumpfe Schlag, um eine dramatische Wendung zu unterstreichen.
Meine Trailer hätte ich am liebsten so, wie diesen Teaser (!) zu SKYFALL: http://www.youtube.com/watch?v=24mTIE4D9JM Gerade mal anderthalb Minuten lang, nimmt kaum Einzelszenen oder die Handlung vorweg und es ist größtenteils unmöglich, die einzelnen Ausschnitten in irgendeine Reihenfolge zu bringen - macht aber unglaublich heiß auf den Film.

In Sachen Trailerhistorie sind als Kuriosum noch die zu einigen Hitchcocks unbedingt ewähnenswert, die zwar auch Überlänge haben, aber - ach, seht selbst: http://www.youtube.com/watch?v=lCxR7dlavwg

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Mein Senf

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Ich schaue mir auch sehr viel lieber die Teaser an. Der von "Skyfall" ist ein sehr gutes Beispiel, da er beinahe sämtliche Konventionen eines modernen Blockbusterteasers erfüllt: Schnell geschnitten, streng auf die Hauptfigur fokussiert, ca. 1,5 Minuten Länge, keine Handlung nur Emotionen und Stimmung. Lediglich die pointierte Einzelszene am Ende fehlt, stattdessen gibt es "nur" das Action-Crescendo.


MovieMonster

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Gucke schon länger nur noch selten Trailer, und wenn doch, dann breche ich meistens ab wenn ich der Meinung bin, den Film sehen zu wollen. Funktioniert wunderbar, kann das nur jedem empfehlen.

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Hartigan85

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Ach wie schön, dass die Trailer damals (vor 40 Jahren) noch kurz und knapp waren uns sich nur auf das Wesentliche beschränkt haben...
http://www.youtube.com/watch?v=dojYuNqy6w8

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Mein Senf

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Früher war sowieso alles besser finde ich.


jp@movies

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Die komplette Austauschbarkeit der aktuellen Trailer-Phase ist hier wunderbar auf den Punkt gebracht: http://vimeo.com/70941166 - alles eine Soße.

Zuletzt richtig begeistert haben mich die Teaser-Trailer von THE MASTER - man hatte keine richtige Ahnung worum es da eigentlich ging, aber die Atmosphäre und Intensität der Szenen machten Lust auf mehr, und genau das wäre ja eigentlich der Kerngedanke hinter einem Trailer.

Bei den aktuellen Marketingkosten ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis dieses Rezept (ähnlich wie frühere, von MeinSenf ein Stück weiter unten wunderbar beschrieben) nicht mehr aufgeht, und Raum für stillere Töne schafft. Denn gute Trailer, die eben nicht alles verraten, gab es schon immer: Mein Augenöffner dafür, dass man Filme völlig anders bewerben kann, war diese 6:30 min Perle von Alfred Hitchcock für PSYCHO: http://www.youtube.com/watch?v=Ps8H3rg5GfM

Ein weiteres Aha-Erlebnis, bei dem ich im Kino hysterisch gelacht habe (und es ist der einzige Trailer, von dem ich eine 35mm Kopie besitze ;) ist der von DESPERADO: http://www.youtube.com/watch?v=xZdZv3kT9xk - Rodriguez versucht erst gar nicht eine "Geschichte" zu erzählen, sondern will nur spielen. Natürlich verbrät er alles, aber diesem Trailer verzeiht man es, weil er gar keinen Hehl daraus macht.

Deswegen wäre es doch mal angebracht, eben jene Trailer-Perlen zu feiern und zu sammeln? Ups, das ist eine super Idee für eine Liste! Ok, bin dann mal weg ;)

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maddes89

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Den "The Social Network" Trailer fand ich auch großartig :)


Narrisch

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Manchmal passieren mit mobilen geräten echt komische sachen.


freeminder

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Kaum zu glauben, aber es gab auch mal Zeiten, da wurde für den Teaser Trailer Extra- Material gedreht, das nicht im Film zu sehen ist. Hier zwei der gelungensten Beispiele:

http://www.youtube.com/watch?v=MhIFoFN1QJg

http://www.youtube.com/watch?v=-QMue9j_RKg

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freeminder

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@Mein Senf
Ja, Teaser sind auch im Internet zu bestaunen. Nur deine beiden ersten Videos sind speziell NUR für das Internet geschaffen worden. Ich rede halt nur von Material, das man im Kino sehen kann. Da scheint die Entwicklung wohl in die Richtung zu gehen, das man die weniger aussagekräftigen Videos der Online Kampagne überlässt und im Kino mit langen Trailern gleich zur Sache kommt. Von daher würde ich deine Antwort einfach nur umdrehen. Hätte es Prometheus und Rise of the Planet of the apes schon vor dem Internet gegeben, hätte man diese Videos wohl im Kino sehen können.


Haze

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Auch ganz nett ist der hier: http://www.youtube.com/watch?v=GXUOdgxiP18


Velly

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Ich will vorher ohnehin nicht zu viel über die Filme wissen, die ich gerne schauen möchte. Dafür mag ich die Überraschungseffekte zu sehr. Zuhause schaue ich deswegen kaum Trailer. Vor allem nicht, wenn ich sehe, dass es lange Trailer sind.
Im Kino schaue ich sie eigentlich sehr gerne an (das gehört für mich einfach zum KinoBesuch), ärgere mich aber auch immer mehr über Länge und Art und Weise.
Sogar meiner besten Freundin (die nicht sehr Film-verrückt ist) fiel neulich im Kino auf, dass viele Trailer inzwischen die gleiche, oder wenigstens eine sehr ähnliche Musik verwenden.
Inzwischen gucke ich nur noch die ganz frühen Teaser, die nicht viel verraten und dann ist Schluß...
Wobei ich jetzt auch nicht sagen könnte, ob sich die Trailer (in punkto Spoiler) geändert haben oder ich mich.

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Drehmumdiebolzen

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Zu schade, dass du nicht über Til Schweigers Propaganda Kampagne zu "Schutzengel" vom letzten Jahr herzogen bist, die zusammengenommen locker auf 10 Minuten kam.

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Mein Senf

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Was die Länge und Gestaltung der Trailer anbelangt, kann ich dir gar nicht zustimmen. Grad gestern habe ich noch die Original-Trailer zu "Westworld" (1973) und "Futureworld" (1976) gesichtet, die A) jene Länge aufwiesen, die dir bei aktuellen Trailern so aufstößt (2:50 Min, 3:11 Min) und B) inhaltlich sehr explizit den gesamten Handlungsverlauf bis zum jeweils letzten Akt spoilerten.
.
Ich errinnere mich noch an den Sketch "Ich-verrate-den-gesamten-verdammten-Film-Trailer" - Der lief bereits im Jahre 1993 bei RTL Samstag Nacht - das Phänomen ist also keineswegs neu, sondern ob der berechtigten Kritik sogar rückläufig. Aktuelle Hollywood-Trailer beschränken sich i.d.R. auf die Darstellung der Grundprämisse sowie des ersten Akthöhepunktes, um dann einige Höhepunkte des weiteren Handlungsverlaufs aneinanderzureihen, ohne die konkrete Story zu spoilern.
.
In jeder Generation gab und gibt es übrigens Trends und formal standardisierte Konventionen für Trailer. Sei es aktuell die Inception-Dröhnung, gepaart mit Auf- Und Abblenden, in den 80er-90er waren es die coolen Erklär-Bär-Sprecher, die heutzutage fast gänzlich verschwunden sind und in den 50er-60ern waren es eben die sensationsheischenden Texttafeln, die jedes B-Movie zur Weltsensation hochjazzen wollten. Da gibt es absolut keinen Unterschied, außer deine selektive Wahrnehmung (und Ablehnung) aktueller Trends.

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Gabe666

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Die "Erklärbär-Sprecher und sensationsheischendenTexttafeln" ziehen für mich aber so gut wie jeden Trailer ins Lächerliche. Da sind die heutigen in der Hinsicht eindeutig besser.


MartinNolan

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Wie geil ist denn bitte dieser Inception-Button?

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Le Samourai

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Das ultimative Folterinstrument.


Moncineo

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Wird nur noch getoppt vom Darth Vader "Nooooooo"-Button. :D


DieFilmguckerin

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Schöner Artikel! Ich finde die Trailer meist schon schlimm, aber diese gefühlt 20-minütigen Filmausschnitte, mit denen man im Kinosaal immer öfter beglückt wird, sind ein echtes Ärgernis. Bei Pacific Rim gabs neulich sogar ein schönes Special mit Steven Gätjen mit Interviews, ausgiebigen Filmszenen und allem Pipapo vor dem Film. Dabei wollten wir den Film doch sowieso sehen, hätte man keine Werbung mehr gebraucht, die uns alle dazu brachte, die Augen und Ohren zuzuhalten.

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fluxberg

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Die schneiden sich doch ins eigene Fleisch mit ihren doofen Trailern. Ich beispielsweise habe auf Elysium verzichtet, nachdem ich einen zehn(!)minütigen Trailer sehen musste. Und auch mit den Trailern, die schon ein Jahr vor Filmstart laufen: Schon häufig habe ich beobachtet, dass Leute irgendwann sagen: "Ach, der Film ist noch gar nicht angelaufen? Ich dachte, der wäre schon wieder raus aus den Kinos". Weil sie eben die bewegten Bilder schon seit Monaten im Kopf haben.

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dumas

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Gerade gestern den Trailer zu RUNNER RUNNER im Kino gesehen. Nicht, dass ich mir den in voller Länge antun würde, aber das muss ja nach dem Trailer auch kein Mensch mehr. ICH HABE JA SCHON DEN GESAMTEN VERDAMMTEN FILM GESEHEN!!!
Postive Trailerbeispiele? NAKED LUNCH wurde damals grandios beworben, aus jüngester Zeit fällt mir der erste Teaser zu THE CONJURING ein...

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Velly

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Ja, die Vorschau von "Runner Runner" ist wirklich übel....


NewZooYorker

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Diesmal etwas kürzeres Text, aber nicht minder gut. Gerade bei den Actionfilmen ähneln sich die Trailer einfach viel zu sehr und man kann sie kaum unterscheiden. Auch bei guten Filmen sind die Trailer zum Teil echt ätzend, da sie zu viel verraten oder einfach langweilig sind. Gute Beispiele wären da "The Wolf of Wall Street" oder auch der Jesse James Trailer. Die perfekte Mischung aus Musik, Anreiz und preisgabe der Handlung.

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