Elysium

Elysium (2013), US Laufzeit 110 Minuten, FSK 16, Actionfilm, Science Fiction-Film, Drama, Kinostart 15.08.2013


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6.2
Kritiker
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6.6
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von Neill Blomkamp, mit Matt Damon und Jodie Foster

In der dystopischen Zukunftsvision Elysium von District-9-Regisseur Neill Blomkamp wird Matt Damon unfreiwillig zum möglichen Retter der Welt.

Die Zukunft. Wir schreiben das Jahr 2154. Die Welt ist zu einer einzigen gigantischen Müllhalde verkommen. Die Schere zwischen arm und reich klafft gewaltig auseinander. Während die 99 % der Bevölkerung in den Ruinen der Vergangenheit hausen, hat das eine Prozent der Privilegierten der Erde den Rücken gekehrt und die idyllische Raumstation Elysium bezogen, die in sicherer Entfernung um den einst blauen Planeten kreist. Da es den Menschen hier an nichts mangelt und sie über Technologien zum Lebenserhalt verfügen, von denen die Erdbevölkerung nur träumen kann, suchen immer wieder die Ärmsten der Armen ihren Weg auf die Raumstation. Um dies zu verhindern sind die Einwanderungsrichtlinien besonders strikt, und die skrupellose Secretary Rhodes (Jodie Foster) wacht über deren Einhaltung mit rigider Hand. Sollte doch jemand dagegen verstoßen, ruft dies den Söldner Kruger (Sharlto Copley) auf den Plan, der in den Slums auf seine Einsätze wartet.

Hier unten lebt auch Max (Matt Damon), ein Ex-Sträfling, der in der Legalität nun über die Runden zu kommen sucht und die Repressalien von Elysium demütig über sich ergehen lässt. Eines Tages kommt es zu einem Arbeitsunfall und Max erhält eine letale Strahlendosis. Ihm bleiben nur noch fünf Tage zu leben, und die rettende medizinische Versorgung gibt es nur auf Elysium. In seiner Verzweiflung lässt sich Max auf eine gefährliche Mission ein: Er soll den elysischen Politiker John Carlyle (William Fichtner) abfangen und über eine cerebrale Schnittstelle wichtige Informationen downloaden. Diese Informationen, so stellt sich heraus, können die Sicherheit Elysiums nachhaltig gefährden. Eher er sich versieht, ist Max der Schlüssel zu einer neuen Zukunft und Staatsfeind Nummer 1.

Hintergrund & Infos zu Elysium
Wie schon in seinem Überraschungserfolg aus dem Jahr 2009, District 9, der noch unter der Schirmherrschaft von Peter Jackson entstand und für vier Oscars nominiert wurde (darunter in der Kategorie Bester Film), steht auch im zweiten Film vom gebürtigen Südafrikaner Neill Blomkamp der Zusammenprall der dritten mit der ersten Welt im Mittelpunkt. Waren es in District 9 kasernierte und in heruntergekommenen Ghettos lebende Aliens, so ist es in Elysium die Mehrheit der Menschen selbst, die im Elend lebt. Die in den Filmen verarbeitete Sozialkritik ist Blomkamps Kindheit und Jugend geschuldet. So lebte er bis zu seinem 18. Lebensjahr in Johannesburg und erlebte die dortige Armut hautnah mit, bevor er nach Kanada emigrierte und einem Schock gleich mit der 1. Welt konfrontiert wurde.

Um die räumliche Trennung von Erde und Elysium auch während der Dreharbeiten physisch begreif- und nachvollziehbar zu machen, arbeitete Neill Blomkamp an zwei verschiedenen Drehorten mit zwei verschiedenen Teams. So wurde Elysium im Wohlstand Kanadas zum Leben erweckt, wohingegen das Bild der Erde durch Mexiko Citys besondere Lokalität gefärbt wurde: Die Slums wurden auf einer nahe der Metropole gelegenen riesigen Müllkippe aufgezogen.

Thematisch ähnlich gelagert im Vergleich zu Elysium ist Oblivion (Regie: Joseph Kosinski), ein Konkurrenzprodukt mit Tom Cruise in der Hauptrolle. Auch hier hat sich die Elite in luftige Höhen zurückgezogen und die Erde sich selbst überlassen. (EM)

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Elysium
Genre
Actionfilm, Science Fiction-Film, Drama, Utopie & Dystopie
Zeit
22. Jahrhundert, Nahe Zukunft, Zukunft
Ort
Erde, Fremder Planet, Los Angeles , Slum, Universum, Weltraum
Handlung
Armut, Bedrohung, Dystopie, Elend, Heilung, Hoffnung, Hoffnungslosigkeit, Klassenunterschiede, Krankheit, Luxus, Medizin, Mission, Müllhalde, Raumkolonie, Raumstation, Reich, Retter, Strahlenkrankheit, Sträfling, Technologie, Todkrank, Umweltverschmutzung, Unfall, Unschuldig Verfolgte Person, Unterschicht, Verfolgung, globale Bedrohung, Überbevölkerung, Überleben, Überlebenskampf
Stimmung
Aufregend, Berührend, Ernst, Hart, Spannend
Zielgruppe
Männerfilm
Verleiher
Sony Pictures Releasing GmbH
Produktionsfirma
Media Rights Capital, QED International, Simon Kinberg Productions, Sony Pictures Entertainment, TriStar Pictures

Kommentare (358) — Film: Elysium


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Relo Ceethree

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Bewertung6.0Ganz gut

Leider überhaupt nicht das, was ich erwartet habe. Eigentlich ist am Film nichts auszusetzen... gute Storyidee, tolle Animationen, super Cast. Und trotzdem wirkt der ganze Film total angestaubt. Das liegt zum einen daran, dass die Handlung zu viel "Normalität" zeigen möchte... immerhin kennt man die ja als Erdenbewohner schon und so viel Fortschritt gab es dann in 100 Jahren scheinbar doch nicht. Da hat man sich etwas zu sehr verrannt (gefühlte Stunden gehen für staubige Bilder aus den Slums drauf).
Zum anderen liegt das wohl daran, dass der großartige Cast keine Möglichkeit bekommt, sein Potential zu nutzen. Jodie Foster geht beispielsweise total unter und wirkt in ihre Rolle "gequetscht". Schade!

Fazit: Leider nur ein mittelmäßiger SciFi-Streifen, der es nicht wirklich schafft, zum Hit zu werden. Der Film raubt sich auf merkwürdige Art und Weise selbst die Motivation. Und mir die Motivation zu einer längeren Rezension. :D
Technisch allerdings gibt es nichts auszusetzen, deshalb noch 6 Punkte.

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Deekin

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Bewertung3.0Schwach

(Vorsicht: Enthält Spoiler!)
Sehr geehrte Fans von "Elysium" und "District 9",
|
ich muss euch offen gestanden meine völlige Verwunderung aussprechen, da ich nicht verstehe, was man ernsthaft an diesen Filmen finden kann. Ich habe vor einigen Monaten noch einmal "District 9" geschaut und es gestern noch einmal mit "Elysium" versucht. In beiden Fällen ist es mir unverständlich, inwiefern man diese Filme für ihre Geschichte oder ihre so hoch gelobten, kritischen Ansätze feiern kann. Wenn mich beide Filme etwas gelehrt haben, dann dass Neill Bloomkamp erstens nicht viel von Sozialkritik versteht (dazu gleich), und zweitens, dass er nicht in der Lage ist, eine fesselnde Geschichte zu erzählen (dazu später).
Ich werde nun also versuchen, zu erklären, warum ich mit "Elysium" nicht viel anfangen kann; dieselben Kritikpunkte treffen allerdings, in abgewandelter Form, auch auf "District 9" zu.
Wie sieht die so gepriesene Gesellschaftskritik in Bloomkamps zweitem Langfilm denn aus? Welches Bild einer dystopischen Gesellschaft wird hier gezeichnet? Nun, in "Elysium" besteht die Erde aus nichts weiter als einem riesigen Slum. Alle Menschen auf dem Planeten leben mehr oder weniger in Armut und Elend. Ich sage das in so relativen Maßstäben, weil in Bloomkamps Darstellung dieser Slumwelt nicht allzu viel Platz für die drastischen Probleme ist, welche Armut hervorbringt: Es gibt keine Probleme mit Gang-Gewalt, Terrorismus, Gesetzlosigkeit, Bildungsmangel, fehlender Hygiene, grassierenden Epidemien, Diebstählen, Morden und generell all den menschlichen Abgründen, die aus einer verzweifelten Lage heraus entstehen und zeigen, was Menschen sich gegenseitig antun können. Gelegentlich werden ein paar Missstände impliziert, etwa durch eine Seitenbemerkung über unsere Hauptfigur Max (Matt Damon), der schon einige Einträge im Strafenregister verbuchen kann und bei einigen gewalttätigen Konfrontationen, scheinbar in einer Gang, dabei gewesen ist. Doch die Bevölkerung, die mir visuell vermittelt wird, zeichnet ein ganz anderes Bild: Nämlich das kitschige, Betroffenheitsgefühle provozierende Bild vom noblen, armen Menschen, insbesondere von Kindern, die unschuldig verspielt sind, in Zeitlupe hoffnungsvoll der Sonne entgegenlaufen und von einem Leben auf Elysium träumen. Der arme Mann ist herzensgut und hilft seinen Leidensgenossen aus; es ist schlicht die Unterdrückung durch ein ruchloses Regime, das sie in einen solchen Leidenszustand hält.
Auf der anderen Seite hingegen: Elysium. Die unerreichbare Raumstation, die verdeutlicht, dass es so etwas wie eine Mittelschicht und einen sozialen Aufstieg in dieser Welt einfach nicht geben kann. Die Gesellschaft auf Elysium ist zweigeteilt. Auf der einen Seite haben wir eine Gruppe, welche so etwas wie eine reiche Oberschicht repräsentiert. In einem blau-grün-farbenen, künstlichen Paradies leben diese Menschen ihre Wellness-Katalog-Fantasien aus und sind den Bewohnern auf der Erde eher ignorant gegenüber eingestellt. Auf der anderen Seite haben wir dann ein autokratisches Regime, welches sich um alle Regierungsangelegenheiten kümmert, die Erdbevölkerung mit Polizei-Robotern unterdrückt und ihnen keinerlei Medibänke zur Verfügung stellt, weil... ich weiß nicht so recht, vermutlich weil sie böse sind oder so. Will mir der Film also, angesichts einer solchen Darstellung, suggerieren, dass hier reiche Menschen und brutale Unterdrücker gleichgesetzt werden? Nein, ich möchte nicht so unfair sein. Ich halte beide Gruppen einfach mal strikt getrennt. Dann aber eine andere Frage: Ist "Elysium" ein Film, der mir eine Gesellschaft zeigt, die durch eine tief klaffende Arm-Reich-Schere geprägt ist? Nur teilweise. Denn für einen Film, der wie kein zweiter in letzter Zeit den Konflikt zwischen Armen und Reichen in deutlichen Bildern darstellen will, bleibt das Bild von der wohlhabenden Schicht im Film erschreckend abwesend. Das einzige, was wir von den Nicht-Politikern auf Elysium zu sehen bekommen, sind ein paar perfekt gestylte Hochglanzbilder. Jedesmal, wenn ich an die Bewohner auf Elysium denken muss, stellen sich mir eine Reihe unbeantworteter Fragen: Wie sieht das Leben dieser sorglosen Menschen eigentlich aus? Womit verdienen sie sich ihr Geld? Was für einen Ethos legen sie an den Tag? Gibt es tatsächlich niemanden auf dieser Raumstation, der eine abweichende politische Gesinnung hat? Startet niemand von denen eine Kampagne, um ein paar Medibänke auf die Erde zu schicken, damit diese armen Strolche endlich aufhören, mit ihren Flüchtlingsschiffen den Garten zu ruinieren? Es geht hier nicht darum, dass der Film mir all diese Fragen beantworten soll, sondern darum dass mir keine einzige Antwort dieser Fragen bzw. auch nur eine Antwort auf andere, nicht gestellte Fragen geliefert wird. Denn in Elysium sind die reichen Menschen einfach völlig gesichtslos. Der Film macht es mir unmöglich, diese Menschen zu verstehen oder zumindest ihre Handlungen nachzuvollziehen, weil es in einem Werk, das den Namen "Elysium" trägt, erschreckend wenig um die Welt und Gesellschaft auf der gleichnamigen Raumstation geht. Denn jedesmal, wenn das Geschehen zur Raumstation wechselt, sehen wir vor allem eine Frau namens Delacourt (Jodie Foster), welche in der Zentrale dieses ruchlosen Regimes alle Fäden zieht, doch nichts von der eigentlichen farbenfrohen Welt dieses sorgenfreien Paradieses. Für einen Film, der Kritik an der Gesellschaft üben möchte, fehlt mir damit bereits die Hälfte des Bildes jener Gesellschaft, die er eigentlich anprangern möchte.
Und im Laufe des Films gelange ich zu einer Vermutung, warum sich Bloomkamp für exakt diese Darstellung entschieden hat. Im besten Fall, gestehe ich ein, kann das Gesellschaftsbild von Elysium auf den ein- oder anderen Staat in der dritten Welt bezogen werden, wo die soziale Ungleichheit so groß ist, dass über 90% der Bevölkerung in bitterem Elend leben, während eine wohlhabende Minderheit sich eng an eine brutale Regierungselite klammert und sich mit großen Schutzzäunen vom Rest der Menschen abschirmt. Tatsächlich hätte diese Interpretation einiges für sich, wenn man bedenkt, dass Neill Bloomkamp aus Südafrika stammt.
Im schlimmsten Falle jedoch stellt "Elysium" einen Film dar, welcher sich für die bewaffnete Revolution und für die Gewalt gegen wohlhabende Menschen ausspricht. Denn am Ende des Films wagen die Kämpfer für die unterdrückten Massen einen Staatstreich, bei welchem sie mit Waffengewalt die Regierungszentrale stürmen und durch einen cleveren Trick die Herrschaft über Elysium und damit auch die Erde an sich reißen. Alles läuft ab wie eine ideale kommunistische Revolution, bei der die Speerspitze des Proletariats endlich zur Macht kommt und für absolute soziale Gerechtigkeit sorgt, in dem sie die Güter der Reichen gleichmäßig unter den Armen verteilen. Auf einmal erhält dann auch die filmische Darstellung all dieser Gruppen einen klaren Sinn. So sind die Armen, erstens, natürlich diese herzensguten, eigentlich gerechten Menschen, denen alles Übel eigentlich nur von außen zugefügt wird; es müssen nur diese eingrenzenden Unterdrückungsmechanismen fallen, damit die Unterschicht endlich florieren kann. Zweitens ist es dann auch einleuchtend, warum die Oberschicht überhaupt kein Gesicht hat; würde es auf Elysium etwa Menschen geben, die sich wie in einem goldenen Käfig fühlen und ebenfalls leiden, oder politische Aktivisten, welche dafür eintreten, die brutale Gängelung der Armen endlich zu beenden, dann könnten beim Zuschauer natürlich irgendwelche Hemmungen entstehen, der Machtübernahme am Ende des Films zuzustimmen. Vorsichtshalber sollte man dann noch eine Figur wie den Unternehmer John Carlyle (William Fichtner) einführen, der seine Arbeitnehmer und Untergebenen wie absoluten Dreck behandelt, umzu zeigen, dass die Menschen da oben es nicht wert sind, dass man mit ihnen Mitleid hat. Und drittens, schließlich, ist es überraschend, dass Spider (Wagner Moura) und seine Schergen ihren Coup ohne jedes Blutvergießen landen können. Die einzigen Mörder sind hier die abtrünnigen Regierungsagenten und Psychopathen rund um Kruger (Sharlto Copley). Damit sind dann auch sämtliche Hemmungen, an das Gute und Gerechte dieser bewaffneten, aber doch überraschend gewaltfreien Revolution zu glauben, beseitigt.
Für mich ist es gerade diese Schwarz-Weiß-Malerei, diese klinische Sauberkeit und diese ungefilterte Radikalität, die mich dazu führen, den Kommentar von "Elysium" eher bedenklich zu finden. Ich habe weit weniger den Eindruck, dass Neill Bloomkamp mir hier Sozialkritik vermittelt. Vielmehr handelt es sich bei diesem Film um astreines Exploitation-Kino. Es geht nicht darum, dem Zuschauer Einsichten zu vermitteln, wie unsere Gesellschaft funktioniert: Dafür ist mir das Gezeigte einfach zu wenig und stellenweise sogar schlicht unlogisch oder sinnfrei. Vielmehr, so habe ich den Eindruck, geht es hier darum, dem Zuschauer Genugtuung zu verschaffen und jenen angestauten Sentiments Luft zu verschaffen, indem endlich einmal gezeigt wird, wie dem reichen Macker da oben die Waffe vor das Gesicht gehalten wird, während die Rächer der Unterschicht ihn um sein Hab und Gut erleichtern. Sollte euch eine solche Form eines sozialen Kommentars zusagen, dann habe ich damit kein Problem. Jeder ist schließlich frei zu glauben woran er will. Auch spreche ich dem Film seine Existenzberechtigung damit nicht ab; gerade in der Kunst sollte man alles zum Ausdruck bringen dürfen, was man will. Aber ich selbst, und damit meine ich wirklich nur mich persönlich, habe jedoch ein Problem damit, wenn mir ein Film ernsthaft, mit allem Pathos und aller aufrichtigen Überzeugung suggerieren möchte, dass es in Ordnung ist, wenn ich einer bestimmten Gruppe von Menschen ihre Besitzrechte abspreche, nur weil ihr Einkommen eine gewisse Grenze überschreitet oder weil sie womöglich noch in Verhältnisse hineingeboren worden sind, für die sie genau genommen nichts können. Es ist ebenfalls nicht so, dass ich eine quasi-kommunistische Revolution in einem Film nicht interessant finden würde; doch wenn man sich dazu entscheidet, eine solche darzustellen, dann bitte mit all der Gewalt, all dem Blutvergießen und all dem Hass, welcher einem solchen Akt des "Tötens für die gute Sache" seine moralische Ambivalenz verleiht, und bitteschön ohne diese faule Note, dass die Guten und Gerechten am Ende der Machtübernahme noch immer komplett unschuldig sind.
Das ist der Grund, warum ich die Sozialkritik an "Elysium" nicht mag: Sie ist krass, einseitig, polemisch und manipulativ. Die ganze, zumindest leicht ambivalente, Darstellung der Aliens in "District 9" sagt mir mehr zu als der gesamte Subtext in diesem Film (auch wenn "District 9" aus seinem Kommentar letztendlich kaum etwas macht). Das würde allerdings nicht bedeuten, dass ich "Elysium" nicht unterhaltsam finden könnte, handelt es sich hier doch noch immer um einen bemüht imaginativen Sci-Fi-Action-Blockbuster. Doch wenn es darum geht, eine Geschichte zu erzählen, so versagt Bloomkamp dabei, mir auch nur entfernt greifbare Figuren zu präsentieren, mit denen ich mich gerne durch Handlung hangele.
Die Hauptfigur Max wird als träumendes Kind eingeführt, welches sich vornimmt, irgendwann einmal nach Elysium zu kommen. In meinem Kopf werden sofort alle Weichen gestellt in bezug auf die Geschichte, die hier erzählt werden soll: Scheinbar geht es um einen Menschen, der den sozialen Aufstieg anstrebt und von einem Leben im Luxus träumt. Seine Jugendfreundin Frey (Alice Braga) teilt seinen Traum und beide sehen hoffnungsvoll ihrer Zukunft entgegen. Klingt nach einem super Aufhänger für eine tolle Sci-Fi-Geschichte. Aus dem Traum wird allerdings nichts: Als Erwachsene müssen sie noch immer die Pampa des Riesenghettos mit Namen Erde ertragen. Doch anstatt in Dialogen und Charakterszenen zu entwickeln, wie sie es aufgrund fest zementierter sozialer Klassengebilde nicht schafften, nach oben aufzusteigen, scheint der Film diesen Aspekt bereits für vollkommen etabliert zu halten und hält es bis zum Ende nicht für nötig, diesen Konflikt noch einmal aufzugreifen. Auch die romantischen Anwandlungen zwischen Max und Frey, die in einer Einladung zum Kaffee mal vorbereitet werden, entwickeln sich im weiteren Verlauf des Films überhaupt nicht. Ein romantisches Gespräch beim Kaffee findet schlichtweg nicht statt. Mir scheint fast, als hätte man hier aus Gründen des Pacings bewusst Szenenblöcke herausgeschnitten, welche die Figuren des Films vertiefen. Somit jedenfalls gibt mir "Elysium" nicht das geringste Gefühl für seine Charaktere. Ich hätte es wirklich spannender gefunden, würde Max für seinen sozialen Aufstieg zur Raumstation oder für seinen Love-Interest kämpfen anstatt lediglich gegen den Strahlentod. Doch wie soll das funktionieren, wenn diese Charakterelemente so mangelhaft eingeführt werden?
Ein weiteres Problem scheint die generelle Hibbeligkeit zu sein, unter welcher der Film leidet. "Elysium" kennt so ziemlich keine Ruhephasen und ständig muss irgendetwas dramatisches passieren. Insbesondere in der zweiten Filmhälfte will der Film selbst in seinen Verschnaufspausen ständig in Bewegung bleiben. Die Sequenz in Freys Wohnung, wo Max verarztet wird und ihre Tochter kennenlernt, wirkt so völlig übereilt, dass ich nicht einmal die Zeit hatte, mich an irgendetwas zu gewöhnen. Da erzählt die Kleine ihm eine rührende Fabel über ein Flusspferd, doch wie soll mich das erreichen, wenn die Tochter bisher gefühlte 60 Sekunden an Screentime hatte?
Und dann wäre da schließlich der Fiesling des Films, der in seinem Charakter ebenfalls so vage gezeichnet ist, dass der Film sich alle Minuten eine neue Motivation für ihn aus dem Arsch zaubern kann. Zugegeben, Sharlto Copley hatte beim Spielen von Kruger sichtlich Spass und gerade im O-Ton ist sein Akzent mitunter herrlich witzig ('Ah o'ways wanted me to haav a Waaff!'). Doch was soll das eigentlich für ein Typ sein? Die Tatsache, dass es sich bei ihm um einen Ultra-Psychopathen handelt, kann bei mir nicht als Erklärung für alles herhalten. Zunächst hat er scheinbar nur Spass daran, Leute zu töten und zu quälen. Dann baggert er auf einmal, aus irgendeinen Grund, den Love-Interest von Max an. Und schließlich will er die Herrschaft über die Raumstation übernehmen, weil... keine Ahnung. Sein Charakter ist einfach so undefiniert, dass er stets das machen kann, was der Plot gerade von ihm braucht. Generell scheint "Elysium" immer wieder neue Elemente im denkbar letzten Moment aus dem Ärmel zu zaubern:
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Was, du leidest unter einer Strahlenkrankheit?
Kein Problem! Nimm' dieses Exoskellet, das hier noch so rumliegt.
Was, wir müssen sensible Daten und Codes extrahieren?
Kein Problem! Denn auf einmal haben die Bewohner Elysiums Gehirnimplantate mit riesigen Festplatten.
Was, du willst mich wegen Missachtung der Regeln verhaften?
Oh nein, wir befinden uns jetzt im Kriegszustand! Das heißt, dass ich das Sagen habe und DICH jetzt verhaften lasse.
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Mit den ganzen unlogischen und kontraintuitiven Momenten, die dadurch entstehen, dass sich der Film immer wieder neue Erklärungen aus dem Hut zaubert, um seine Plot-Ereignisse genau dort zu haben, wo er sie auf Teufel komm raus haben will, möchte ich gar nicht erst anfangen. Für mich ist "Elysium" in erzählerischer Hinsicht überwiegend furchtbar geschrieben.
Ein paar letzte positive Momente und den Grund für die 3,0 Wertung möchte ich dann allerdings doch noch anführen. "Elysium" besitzt eine rundum edle Optik, coole Spezialeffekte und den einen oder anderen sehr coolen Actionmoment. Wenn Max während der ersten großen Actionszene den Kampfroboter mit den Explosionsprojektilen zerschrottet und in Zeitlupe gezeigt wird, wie er auseinander fliegt, dann sieht das schon krass-cool aus. Auch die Szene, in welcher er einen von Krugers Handlangern mithilfe einer Chemie-Kanone durch eine Wand hindurch in Fetzen schießt, lässt mein Actionherz kurz auflodern, bevor das Gedöns wieder in die übliche, verwackelte Kämpferei übergeht. Ich muss gestehen, wenn Mr. Bloomkamp eines versteht, dann, wie er coole, fiktive Technologie für seinen Film entwickeln kann und Körper schön splattrig explodieren lässt. Die Darstellung grimmiger und dreckiger Körperlichkeit während der Actionszenen hat er wirklich drauf. Aber das rettet Elysium leider nicht davor, für mich ein ziemlich öder Streifen zu sein, der sowohl in seiner Botschaft als auch in erählerischer Hinsicht für mich einfach nicht funktioniert. Im Falle von "District 9" verläuft das Ganze ähnlich, nur ist dieser Streifen in ersterer Hinsicht marginal besser, während er in letzterer Hinsicht marginal schlechter ist.
Ich möchte mich abschließend für den langen Kommentar noch mal entschuldigen, aber das musste wohl einfach raus, weil ich wirklich nicht ganz nachvollziehen kann, was andere Leute an diesen Filmen finden. Vielleicht könnt ihr mir ja auf die Sprünge helfen.

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TheDrPepperPower

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Ich glaube das einzige was ich an DISTRICT 9 besser fand war, dass ich ihn mit dir zusammen geschaut habe^^. Ich hatte ELYSIUM jedenfalls noch auf 5 Punkten, was ich deinetwegen jetzt auf 4 reduziert habe. Kannst dir auf die Schulter klopfen. DISTRICT 9 habe ich auf 2, was möglicherweise gerade damit zusammenhängt, dass er so ein interessantes Setting hat und das so dermaßen in die Kläranlage reinmanövriert. Irgendwie macht mich das beim Schauen noch wütender, als wenn ein Film eher auf einem Level bleibt. Aber letztendlich ist das natürlich eh recht wenig bedeutsam, da wir uns ja beide einig sind, dass beide Filme nicht wirklich was taugen.


Deekin

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4 Punkte? Yay!


philipp.endres.18

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Bewertung6.5Ganz gut

Auf dem Blatt Papier liest sich die Story richtig gut und kommt innovativ daher. Allerdings wird die Geschichte ein wenig spannungsarm erzählt und verschenkt dadurch enormes Potenzial, was hier angesichts der tollen Grundidee des Filmes schade ist.
Die Effekte und der Soundtrack hingegen sind hier ganz klar der Pluspunkt, die den Film zusammen mit seiner glaubhaft umgesetzten Zukunfts-Optik lohnenswert machen.
Wer also bereits Gefallen an 'District 9' und dessen Look hatte und hinsichtlich Storytelling noch ein paar Abstriche vergleichsweise machen kann, wird hier nicht enttäuscht werden.

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pischti

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Selbe Wertung bei mir. Der hatte so viel Potenzial, was allerdings nicht ausgenutzt wurde. Die Optik ist toll, aber die Story dümpelt leider nur vor sich hin und vor allem sehr schade, dass man sehr wenig von "Elysium" zeigte.


philipp.endres.18

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Bin ich ganz deiner Meinung. Die Optik rettet den Film!


Onkel Fleischer

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Bewertung7.5Sehenswert

Lecker Sci-Fi-Waffen und Geballere, lecker Sci-Fi Medizin, ein Bisschen Weltraum, nette Dystopie. Einfach nur solide Unterhaltung - man hätte natürlich viel mehr daraus machen können (die Story ist echt einfach und hat so gefühlt schon 'in zig 80jahre Actionfilmen' funktioniert). Da so viele den Vergleich ziehen: Schlechter als 'District 9' fand ich ihn nicht, eher etwas besser; D9 hat mich teilweise ziemlich genervt.
Lecker Exoskelette, lecker Geballere, lecker Robocops, lecker Gehirnsonden ...

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Laudania

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Bewertung5.5Geht so

Oh, war ich enttäuscht. Die 5,5 gibt es nur, weil die Darsteller sehr solide waren und der Film zwar recht zäh, aber doch ziemlich gut angefangen hat, eben schwer zu verdauen und distanziert vom Zuschauer.
Die zweite Hälfte, auf die man danach umso gespannter ist, weil man endlich will, dass sich die Handlung mal fortentwickelt, ist, kurz und bündig gesagt, zum in die Tonne treten. Das Ende mit seinem großen "Piffpaff - Alles ist gut"-Effekt, ist eins der miesesten, dass ich je gesehen hab. Ich hab während des Endes die ganze Zeit einen Ohrwurm von "Hurra" von den Ärrzten im Kopf gehabt.
Ehrlich, ich bin so froh, diesen Film nicht im Kino gesehen zu haben, wie ich es ursprünglich vorhatte.

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emmanuelle.rastoldo

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Bewertung4.0Uninteressant

District 9 war Welten besser! Diese Geschichte ist total uninspiriert und langweilig! Tolle Action,sonst nichts. Und kann man locker ab 12 machen.

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BergerKing

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Bewertung7.5Sehenswert

Gespannt habe ich gewartet, habe den genialen Trailer unzählige Male geschaut- bis Elysium dann endlich ins Kino kam. ,,District 9‘‘ zählte ich bereits zu meinen Lieblingen.

Hier das zweite große Werk von Neill Blomkamp diesmal ganz nach Hollywood-Manier statt der vorherigen Pseudo-Doku-masche. Der Cyberpunk-Look mag zu gefallen, spätestens wenn sich der Hauptdarsteller mit einem Großkaliber durch die feindlichen Reihen ballert- gröllt man im Kino weils so geil ist (also zumindestens ich) Slow-mow-effekte waren gut dosiert-was heute selten geworden ist.

Ich kann verstehen das der Film bei vielen nicht gut wegkommt –was maßgeblich an Matt Damon (ich kann ihn auch nicht mehr sehen) und den teilweise groben Logiklöchern liegt, hinzu kommt-und da muss ich leider zustimmen, zu viel verschenktes Potential! District 9 war schon eine starke Gesellschaftskritik – Elysium spinnt die ganze Flüchtlingsthematik weiter ohne großartig auf politische Korrektheit zu achten und führt uns mit einem genialen Look eine nicht mal so abwegige Zukunftsversion vor-kommt am Ende aber auch nicht weiter bzw. bleibt da stecken wo District 9 aufhörte- die klassische Botschaft zusammen schaffen wir alles- im Gegensatz zur originellen Story schon zig mal gehabt.
Macht aber nix Elysium ist einer der wenigen Filme die meine Erwartungen erfüllt haben.

Ich wollte Elysium, ich bekam Elysium.

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mar (-ion-)

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Bewertung6.0Ganz gut

schön, dass foster mal merkel spielen darf :-)
ansonsten..ganz solide...aber kein highlight!

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cpt. chaos

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Bewertung5.0Geht so

Von Anfang an fühlte ich mich an "District 9" erinnert, was sich schließlich insofern bestätigte, als dass Neill Blomkamp bei beiden SciFi-Streifen Regie führte. Und dann kommt plötzlich auch noch der tragische Held aus besagtem Filmchen (Sharlto Copley) um die Ecke - diesmal als mieser Söldner, dem im späteren Verlauf die Fresse zermanscht wird, was aber in der Zukunft alles nur halb so tragisch ist und absolut kein Problem darstellt, sofern das Gehirn noch voll funktionstüchtig ist, auch wenn sich zuvor der halbe Kopf verabschiedet hat… An derartigen Unsinn bräuchte man sich nicht weiter zu stören, sofern die Story ansonsten wenigstens spannend und unterhaltsam wäre; ist sie aber leider nicht, zumindest nicht so, als dass man von einem sehenswerten Film sprechen könnte!

Nun denn, wenigstens ist das ganze Spektakel ordentlich aufwendig inszeniert und die Gesellschaftskritik, die unterschwellig eingeflochten wird, geht auch okay. Was hätten wir ansonsten noch auf der Habenseite anzubieten? Ach ja, die Jodie Foster - gestern von mir noch in meinem Kommi ("Angeklagt") für ihr oftmals anstrengendes Auftreten abgewatscht - darf sich mal anständig verabschieden… Darüber hinaus muss ich erneut mit Erschrecken feststellen, dass Matt Damon seit geraumer Zeit bestenfalls mittelprächtige Filme abdreht, aber vielleicht stellt "Liberace", den ich bislang noch nicht gesehen habe, die ihm zu gönnende Trendwende dar.

Wie dem auch sei, "Elysium" rettet sich aufgrund der letzten halbe Stunde, die wenigstens etwas anständige Action zu bieten hat, ins Reich des Mittelmaßes - toll ist das aber nun auch nicht gerade!

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cpt. chaos

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Von "District 9" hatte ich mir damals etwas mehr versprochen, bei all dem Hype, der um den Film gemacht wurde, wobei der aber auf jeden Fall besser ist als "Elysium"!


BenAffenleck

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Fand den "Hype" berechtigt. Mal absolut andersartiges Sci-Fi Kino mit Message. Für wenig Geld das Optimum heraus geholt. Sowas mag ich...


B.Snyder

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Bewertung5.5Geht so

Aus meiner Sicht leider nur Durchschnittskost. Die Umgebung sieht ganz gut aus und die Story ist durchaus interessant aber die Action ist leider nur solide und auch sonst fesselt die Story mich überhaupt nicht. Am Ende ganz passabel.

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ThomasWzS

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Bewertung6.0Ganz gut

"Der Mensch zur austauschbaren Kakerlake degradiert ("Don't breathe at me directly")." trifft's haargenau. "Jacker" hat den Film hier eindrücklich und treffend kommentiert.
Wenn man von "District 9" ausgeht hat sich das "Ghetto" nun globalisiert, Aussenposten Elysium als "Spielwiese" der wenigen Supermächtigen etabliert.
Was Blomkamps Entwicklung betrifft, muss ich sagen, das geht ganz schön in mainstram schwarz/weiss stereotype, wo sind die Zwischentöne, die Zweifel, wirklich nur noch menschliche Untertöne in den slums?
Das ist das alte Herrschaftsdenken. Konsequent fortgedacht, doch es gibt heute so viele Strömungen, da glaube ich dystopisch gedacht nicht an eine solche Zuspitzung. "Snowpiercer" kommt da meinen Befürchtungen, wohin wir uns entwickeln könnten viel näher und ist natürlich von der filmischen Umsetzung - wenn man den Vergleich heranzieht - für mich Lichtjahre entfernt.

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dwaddy

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Bewertung7.5Sehenswert

Optisch wirklich beeindruckender, von der Story her aber recht simpel gestrickter Sci-Fi-Blockbuster. Wirklich gut gemachte Unterhaltung: tolle Schauspieler (Matt Damon als Max kann einem wirklich leid tun, Jodie Foster steht der skrupellose Touch sehr gut), brillante FX und CGI, tolle Settings (die mich allerdings nicht ohne Grund sehr oft an District 9 erinnerten). Als wirkliche Gesellschaftskritik kann man den Film nicht gerade ansehen, dafür ist er zu simpel gestrickt: die Reichen sind die Bösen, die Armen werden geknechtet und die Revoluzzer wollen nur der Menschheit helfen. Aber egal, für wirklich gute Unterhaltung ist gesorgt.

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Oscar.Zeta.Acosta

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Bewertung7.0Sehenswert

Viele verdammen den Film dafür, dass er keine originellen Charaktere oder eine innovative Story bietet. Die District 9 vergleiche tun den Film nicht gut, natürlich war District 9 besser und "cleverer". Vergessen wir diesen Vergleich einmal, kommen wir zu dem Schluss das Elysium ein anständiger Science-Fiction Film ist. Nicht der Beste, aber nicht annähernd so schlecht, wie er hier oft wegkommt. Wenn ihr nach dem perfekten Film sucht, ist dieser es sicherlich nicht. Wenn ihr nach unterhaltender Science-Fiction sucht, ist dieser genau richtig

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howartwollowitz

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Bewertung7.0Sehenswert

Nicht so gut wie District 9 aber trotzdem hat Bloomcamp hier einen soliden Film geschaffen der einen gut einbindet.

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plattfuss69

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Bewertung5.0Geht so

Ich hatte etwas von der rohen Wucht, Originalität und Genialität von District 9 erwartet, statt dessen ist das storymässig Science-Fiction-Durchschnittskost, und da hilft auch die filmische Umsetzung nichts. Meist bedeutet "mehr Geld" nicht, dass ein besserer Film draus wird. Schade.

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TRINITY7AZ

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Bewertung9.5Herausragend

Ob es nur daran liegt, dass solche Filme meinen Geschmack treffen? Wohl eher nicht. Ich war anfangs skeptisch und habe auch meine Vergleiche zu District 9 gezogen. Alles in Allem bekommt man mit Elysium einen spannenden, gut erzählten und teilweise sehr emotionalen Film geliefert. Zumal der ganze Film an sich gar nicht mal so unrealistisch ist (Reiche regieren, Arme leben im Dreck, korrupte politiker etc.).

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cule0809

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Bewertung6.0Ganz gut

Nachdem ich von District 9 richtig begeistert aus dem Kino kam, so sehr war ich dann von Elysium enttäuscht, als die ersten Kritiken eintrafen. Nun habe ich ihn auf Sky gesehen und muss zugeben, er war letztendlich doch besser als erwartet, verschenkt aber auch sehr viel Potenzial.

Zu einem ist die Kulisse sehr schön. Wir sehen eine dreckige, staubige Erde. Bevölkert von der ärmeren Bevölkerung. Auf der anderen Seite haben wir die Raumstadion Elysium. Klar, weiß, sauber und bevölkert von der höheren Klasse. Wie der weitere Verlauf des Films sein könnte, kann man natürlich bereits erraten. Gesellschaftskritik gut und schön. Botschaft gut und schön. Aber da fehlt mir dann doch etwas mehr an Substanz. Gelang District 9 alles etwas besser.

So bleiben die Schauwerte. Die sind definitiv gegeben und es gibt auch sehr viele gute Actionszenen. Leider gibt es auch kleinere Ausnahmen, wenn man es mit der Shaky Cam wieder übertreiben muss. Trotzdem funktioniert Elysium als guter Sci-Fy-Actionblockbuster ganz gut. und unterhält das Publikum.

Schauspielerisch kann man keinem einen Vorwurf machen. Matt macht seinen Job solide und soll wohl eher das Publikum anlocken. Jodie Foster dagegen ist wieder einmal ein Totalausfall. Ich kenne nur ganz wenig Filme, wo diese Frau mich überzeugen konnte. Elysium gehört definitiv nicht dazu. Viel zu kalt, viel zu übertrieben wirkt ihre Darstellung als kühle Verteidigungsministerin. Das liegt aber nicht nur an ihrem übertriebenen Schauspiel und Slang, sondern natürlich auch am Drehbuch selbst. Diese Figur wirkt im ganzen Film über wie ein Fremdkörper. Sharlto Copley dagegen kann voll überzeugen. Zwar hat dieser auch eine eher abgedrehte Rolle, kann diese aber deutlich glaubwürdiger verkörpern.

Fazit:

Netter Actionblockbuster mit einer Botschaft. Nicht mehr und nicht weniger.

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Newworld

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Bewertung4.5Uninteressant

Viele Logiklücken, Dramatik so künstlich aufgebaut wie nur möglich; die Story ist letzen Endes banal und macht keinen Sinn, kennt nur schwarz und weiß. Schade eigentlich! Dabei hätte das Setting so viel mehr hergeben können.

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Antichrist

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Bewertung3.0Schwach

Äußerst nervtötend.Und langweilig dazu!

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aleksandarS

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Bewertung9.5Herausragend

Einfach gesagt - kunst

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dustyOn3

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wtf?


lok

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der film ist ok, aber niemals über 7 Punkten!



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