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Elysium

Elysium (2013), US Laufzeit 110 Minuten, FSK 16, Actionfilm, Science Fiction-Film, Drama, Kinostart 15.08.2013


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6.1
Kritiker
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6.6
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5611 Bewertungen
349 Kommentare
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von Neill Blomkamp, mit Matt Damon und Jodie Foster

In der dystopischen Zukunftsvision Elysium von District-9-Regisseur Neill Blomkamp wird Matt Damon unfreiwillig zum möglichen Retter der Welt.

Die Zukunft. Wir schreiben das Jahr 2154. Die Welt ist zu einer einzigen gigantischen Müllhalde verkommen. Die Schere zwischen arm und reich klafft gewaltig auseinander. Während die 99 % der Bevölkerung in den Ruinen der Vergangenheit hausen, hat das eine Prozent der Privilegierten der Erde den Rücken gekehrt und die idyllische Raumstation Elysium bezogen, die in sicherer Entfernung um den einst blauen Planeten kreist. Da es den Menschen hier an nichts mangelt und sie über Technologien zum Lebenserhalt verfügen, von denen die Erdbevölkerung nur träumen kann, suchen immer wieder die Ärmsten der Armen ihren Weg auf die Raumstation. Um dies zu verhindern sind die Einwanderungsrichtlinien besonders strikt, und die skrupellose Secretary Rhodes (Jodie Foster) wacht über deren Einhaltung mit rigider Hand. Sollte doch jemand dagegen verstoßen, ruft dies den Söldner Kruger (Sharlto Copley) auf den Plan, der in den Slums auf seine Einsätze wartet.

Hier unten lebt auch Max (Matt Damon), ein Ex-Sträfling, der in der Legalität nun über die Runden zu kommen sucht und die Repressalien von Elysium demütig über sich ergehen lässt. Eines Tages kommt es zu einem Arbeitsunfall und Max erhält eine letale Strahlendosis. Ihm bleiben nur noch fünf Tage zu leben, und die rettende medizinische Versorgung gibt es nur auf Elysium. In seiner Verzweiflung lässt sich Max auf eine gefährliche Mission ein: Er soll den elysischen Politiker John Carlyle (William Fichtner) abfangen und über eine cerebrale Schnittstelle wichtige Informationen downloaden. Diese Informationen, so stellt sich heraus, können die Sicherheit Elysiums nachhaltig gefährden. Eher er sich versieht, ist Max der Schlüssel zu einer neuen Zukunft und Staatsfeind Nummer 1.

Hintergrund & Infos zu Elysium
Wie schon in seinem Überraschungserfolg aus dem Jahr 2009, District 9, der noch unter der Schirmherrschaft von Peter Jackson entstand und für vier Oscars nominiert wurde (darunter in der Kategorie Bester Film), steht auch im zweiten Film vom gebürtigen Südafrikaner Neill Blomkamp der Zusammenprall der dritten mit der ersten Welt im Mittelpunkt. Waren es in District 9 kasernierte und in heruntergekommenen Ghettos lebende Aliens, so ist es in Elysium die Mehrheit der Menschen selbst, die im Elend lebt. Die in den Filmen verarbeitete Sozialkritik ist Blomkamps Kindheit und Jugend geschuldet. So lebte er bis zu seinem 18. Lebensjahr in Johannesburg und erlebte die dortige Armut hautnah mit, bevor er nach Kanada emigrierte und einem Schock gleich mit der 1. Welt konfrontiert wurde.

Um die räumliche Trennung von Erde und Elysium auch während der Dreharbeiten physisch begreif- und nachvollziehbar zu machen, arbeitete Neill Blomkamp an zwei verschiedenen Drehorten mit zwei verschiedenen Teams. So wurde Elysium im Wohlstand Kanadas zum Leben erweckt, wohingegen das Bild der Erde durch Mexiko Citys besondere Lokalität gefärbt wurde: Die Slums wurden auf einer nahe der Metropole gelegenen riesigen Müllkippe aufgezogen.

Thematisch ähnlich gelagert im Vergleich zu Elysium ist Oblivion (Regie: Joseph Kosinski), ein Konkurrenzprodukt mit Tom Cruise in der Hauptrolle. Auch hier hat sich die Elite in luftige Höhen zurückgezogen und die Erde sich selbst überlassen. (EM)

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Mehr Bilder (18) und Videos (18) zu Elysium


Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Elysium
Genre
Actionfilm, Science Fiction-Film, Drama, Utopie & Dystopie
Zeit
22. Jahrhundert, Nahe Zukunft, Zukunft
Ort
Erde, Fremder Planet, Los Angeles , Slum, Universum, Weltraum
Handlung
Armut, Bedrohung, Dystopie, Elend, Heilung, Hoffnung, Hoffnungslosigkeit, Klassenunterschiede, Krankheit, Luxus, Medizin, Mission, Müllhalde, Raumkolonie, Raumstation, Reich, Retter, Strahlenkrankheit, Sträfling, Technologie, Todkrank, Umweltverschmutzung, Unfall, Unschuldig Verfolgte Person, Unterschicht, Verfolgung, globale Bedrohung, Überbevölkerung, Überleben, Überlebenskampf
Stimmung
Aufregend, Berührend, Ernst, Hart, Spannend
Zielgruppe
Männerfilm
Verleiher
Sony Pictures Releasing GmbH
Produktionsfirma
Media Rights Capital, QED International, Simon Kinberg Productions, Sony Pictures Entertainment, TriStar Pictures

Kritiken (33) — Film: Elysium

JackoXL: Die Drei Muscheln

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5.5Geht so

Ich war vor vier Jahren schon mal hier. War ganz köstlich. Das hätte ich gerne nochmal. Der Koch steht ja wieder am Herd, muss ja schmecken. Aber diesmal bitte, nicht so experimentell, da muss mein Gaumen viel zu sehr überlegen, lieber etwas Blattgold und Trüffel drüber, so ist fein.

Das ist in etwa "Elysium". Neill Blomkamp hat 2009 einen der besten Science-Fiction-Filme des letzten Jahrzehnts gemacht und es scheint fast so, als dürfte er nun eine ähnliche Grundidee - die diesen Film so groß machte - nun erneut aufwärmen. Nur mit dem vierfachen Budget und deutlich mehr Augenmerk auf Schauwerte und Radau, die Kohle wird schließlich nicht geliehen, sie muss zur Kasse bitten. Rein optisch wird der Klassenunterschied (passt prima zur Thematik) extrem deutlich. "District 9" sah ja keinesfalls schlecht aus, im Gegenteil. Für die Mittel (nicht klein, aber im heutigen Blockbusterkino auch nicht wirklich riesig) fantastisch. "Elysium" ist der kleine, dicke, verwöhnte Bruder, der aus den Vollen schöpfen darf. Großartig für die Augen, selbst mit etwas mehr als 100 Millionen Dollar aus dem Sparschwein wird heute deutlich fahrlässiger umgegangen. Sets und Atmosphäre sind stimmungsvoll, sieht super aus, nur der Dreck aus dem Klo formerly known as Erde kommt dann doch etwas zu stilisiert rüber. Das sind diese Szenen, die kleines Budget in guten Händen superb machen. In guten Händen liegt definitiv auch dieser Film, nichts würde mir ferner liegen, als Neill Blomkamp ans Bein zu pinkeln. Der Mann kann und will was, nur hier war er sich wohl nicht so sicher, was er für wen will.

Er recycelt die Idee seines Debütfilms, nur leider wesentlicher platter. Gesellschaftlicher Klassenkampf, Unterdrückung und Ungerechtigkeit, diesmal nicht zwischen außerirdischen Flüchtlingen und der intoleranten Menschheit, sondern schlicht zwischen den Bonzen und den armen Schluckern. Kann immer noch funktionieren, schließlich greift es ein akutes Problem auf, extreme Überbevölkerung und die (nicht nur) daraus entstehende Schere, die deutlich auseinander geht. Blomkamp geht es sicher um diesen (nicht gerade versteckten) Subtext, aber spätestens in der zweiten Hälfte ist das nur Mittel zum Zweck. Da fliegt die Action-Kuh, was ja per se nicht negativ ist, nur wird einem die interessante Ausgangslage schnell relativ wurscht. Die Story läuft so nebenbei mit, Kritik ist überdeutlich, dafür nicht sonderlich geschickt verkauft und es schleicht sich das mulmige Gefühl ein, Blomkamp macht jetzt das, was die Geldgeber von ihm gerne sehen wollen. Spektakel, Alarm, aber bitte nicht so, dass jemand genervt den Kinosaal verlässt, weil er hier irgendwie etwas nicht verstanden hat (soll es geben, selbst bei "District 9") oder es zu wenig gescheppert hat. Das beschreibt "Elysium" tragisch treffend: Im Grundsatz keines, in der Umsetzung reines Popcorn-Kino, das sich irgendwie in der Mitte orientieren will, was jedoch kaum (oder nur sehr schwer) möglich ist.

Nun steht er da, quo vadis? Genau in die Mitte. "Elysium" hat seine Ansätze, versenkt die leider so plump und oberflächlich, hat dafür ordentlich was fürs Auge, aber das würde als reiner Actionknaller ohne Sinn und Verstand wohl weniger unangenehm aufstoßen. Beides ist angenehm, nur so ein Misch-Masch ohne Richtung ist schwierig. So macht sich das Gefühl breit, das hier richtig viel drin gewesen, aber kaum was effektiv genutzt wurde. Das kostet Punkte. "Elysium" ist wunderbar anzuschauendes Sci-Fi-Action-Kino, der zu sehr zwischen den Stühlen steht, um in eine Richtung den entscheidenden Punch zu landen. So grenzwertig, das hier das (leicht obere) Mittelmaß steht, was eigentlich verdammt traurig ist. Nur eins ist sicher: Von Neill Blomkamp wird noch mehr kommen und das verdient Aufmerksamkeit, möge er nicht enttäuschen. Talent ist da, er muss wohl nur noch auspendeln, wie er mit viel Budget und dem gesunden Mittelweg umgehen muss. Stufen wir mal "Elysium" als Lernprozess ein.

25 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

JackoXL

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Ja, aber die Enttäuschung überwiegt dann doch...


lieber_tee

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Bei mir auch, die Optik hat ihn dann doch noch (bei mir) auf 6 Punkte gebracht...


SiameseMax: SiameseMovies

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7.0Sehenswert

[...] "Elysium” ist im Prinzip genau das, was man von Regisseur Neill Blomkamp als nächsten Schritt nach seinem von Kritik und Publikum weltweit gepriesenen Sci-Fi-Meisterstück “District 9″ (2009) erwarten konnte: Eine High-Budget-Version seines erfolgreichen Independent-Werks im Blockbuster-Format, mit Amerika als Schauplatz statt Südafrika. Und mit dem beinahe allgegenwärtigen Routinier Matt Damon in der Hauptrolle. Achja, und ohne Aliens. Ganz gerecht wird man “Elysium” mit dieser Beschreibung denn aber doch nicht. Zwar legt Blomkamp hier im Vergleich zu “District 9″ einige Schippen an Action obendrauf, ganz dumm ist “Elysium” aber nicht. Höchstens weniger subtil. Aber seien wir mal ehrlich, um zu erkennen, dass es sich bei “Distict 9″ um eine Allegorie auf die Apartheid handelt, musste man auch keine große Leuchte sein. So ist “Elysium” zwar thematisch breiter und stellt gleich zahlreiche Missstände der modernen Gesellschaft an den Pranger, moralinsauer oder gar pathetisch ist das Machwerk (nur der Schluss ist arg kitschig geraten – inklusive SloMo, Funkensprühregen und obligatorischen indianisch anmutenden Gesängen im Hintergrund) aber auch nicht. “Elysium” ist brutal, und mit knallharter Action, teils sogar mit wohl dosiert eingesetzten Gore-Effekten, garniert und hat fantastische Schauwerte zu bieten. Damit dürfte Blomkamp mit einem milden Lächeln sämtliche Sci-Fi-Blockbuster des ausklingenden Kinojahres (man denke da an den mauen “Oblivion” mit Tom “Nervsack” Cruise oder “Pacific Rim”) auf den Mond schießen (“Gravity” spielt da in einer ganz anderen Liga). Matt Damon überzeugt mit seiner realistisch-geerdeten Darstellung des verletzlichen Anti-Helden, und Sharlto Copley ist ein Gegenspieler, den man derart fies und angsteinflößend lange nicht gesehen hat. Angsteinflößend ist allerdings auch die Performance der Jodie Foster [...]"

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SoulReaver: CinemaForever, D3M

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5.0Geht so

Herrje, es ist dieses Jahr aber auch wie verhext: Die im Vorfeld geschürten Erwartungen wollen einfach nicht affirmiert werden und 2013 mausert sich langsam zum klanglosen Korso folgenschwerer Enttäuschungen. „Elysium“ ist da keine Ausnahme, Neill Blomkamp hat aber den originären Vorteil auf seiner Seite, was „Elysium“ kurioserweise zum bis dato interessantesten Vertreter seiner Genre-Zunft macht, von einem deliziösen Erlebnis kann aber nur schwerlich die Rede sein. Blomkamps zentrierte Zwei-Klassen-Gesellschaft entzieht sich permanent jeder Grauzone und damit auch einem brauchbaren Denkanstoß, der ein Mindestmaß an intentionalem Mehrwert aus der schlichten Schwarz/Weiß-Kategorisierung ziehen könnte. Am Ende versinkt die linkspopulistische Aussage in hervorragenden Sci-Fi-Montagen, die natürlich nicht darüber hinwegtäuschen, dass es letztlich mehr darum ging, es ordentlich scheppern zu lassen, anstatt den gesellschaftskritischen Ansätzen ein substanzielles Fundament zu vergönnen und dieses auszuarbeiten. Außen hui, innen, naja, platt...

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Xander8112: Xanders Blog

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6.0Ganz gut

“Elysium” verprach so vieles und hält so wenig davon ein. Oberflächlich, plakativ, in Actionszenen unübersichtlich, vermag der Film nur optisch so richtig zu überzeugen. Also im Grunde ähnlich wie bei “Oblivion”.

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StormXPadme: fandom observer StormXPadme: fandom observer

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5.5Geht so

solider Science Fiction-Thriller ohne Höhepunkte

Mit Elysium kommt dieses Jahr ein weiterer starbesetzter Weltuntergangs-Science Fiction-Streifen in die Kinos. Wenn Neill Blomkamp auch leider zu weiten Teilen zu wenig an der Oberfläche kratzt, so birgt dieser Sommer-Blockbuster doch zumindest mehr Stoff zum Nachdenken als die bisherige maue Zukunfts-Action im Jahr 2013.

Im Jahr 2154 stellt sich die Erde als völlig überbevölkert und abgewirtschaftet dem Zuschauer dar. Am Beispiel des vorbestraften Max DeCosta (Matt Damon) sehen wir den täglichen Kampf ums pure Überleben auf einem Planeten, der vor sich hin vegetiert, während die wenigen privilegierten Reichen der Bevölkerung auf einer Raumstation namens Elysium leben.

Von diesem sehr interessanten Grundszenario hätte man gerne mehr erfahren. Leider geht jedoch die Betrachtung von Elysium nicht über optisch einwandfreie Zooms über glänzende Ästhetik hinweg, und den Kontrast von grasgrünen Flächen zur vorherrschenden Zerstörung auf der Erde, hinaus. Von der Gesellschaft und dem Geist auf Elysium wird kaum berichtet, umso mehr konzentriert sich die Geschichte auf das Unrecht auf der Erde.

So sehen wir DeCosta nach einem Arbeitsunfall atomar verstrahlt um sein Leben kämpfen und damit ungewollt zum Freiheitskämpfer werden. Denn die einzige Möglichkeit zur Heilung gibt es auf Elysium, und das einzige Ticket dorthin kann ihm der Rebell Spider (Wagner Moura) beschaffen. Dieser verlangt im Gegenzug Daten aus dem Gehirn eines Reichen, um an dessen Vermögen zu kommen. Um dieses Ziel zu erreichen, wird DeCosta mit einem Exoskelett ausstattet. Warum dieses durch seine Kleidung hindurch an seinen Körper geschraubt wird, möchte an dieser Stelle unbehandelt gelassen werden, denn kleinere Logiklücken sind noch das geringere Übel im Film.

Anstatt näher auf interessante Techniken wie etwa auch die neuronale Datenübertragung einzugehen, was dem Ganzen ein wenig mehr Realität verliehen hätte, wird wertvolle Filmzeit verschwendet, indem DeCostas Beziehung zu seiner Jugendfreundin Frey (Alice Braga) und deren todkranker Tochter überthematisiert wird. Die Interaktion und Motivation der Charaktere wirkt flach und vorhersehbar. Damons überschaubare mimische Leistung trägt nicht eben zur Verbesserung dieses Mankos bei.

Auch Jodie Foster in ihrer Rolle als Ministerin Delacourt vermag der Figur nicht die Substanz zu verleihen, die einem erlaubt hätte, die Seite der Elysium-Bewohner in die Beurteilung der Geschichte mit aufzunehmen. Von dem Moment an, als sich DeCosta und Frey schließlich auf den Weg nach Elysium machen, mündet der moralische Machtkampf in einem leeren Gemetzel, Raumschiffabstürzen und Explosionen. Die eigentliche Entwicklung des versuchten Putsches geht unter in dem Testosteron-Aufeinanderprall von DeCosta und seinen Gegnern.

Aufgrund von soviel verschenktem Potential wird Elysium wohl kaum länger im Gedächtnis bleiben, sorgt aber trotzdem für eine kurzweilige, nett anzusehende Unterhaltung.

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stuforcedyou: Die Drei Muscheln, CinemaFo...

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7.0Sehenswert

Nicht alles passt wirklich zu- und ineinander, vor allem die doch sehr einfältige Schwarzweißmalerei ist ein wenig zu grob, genau wie die Rollen von Matt Damon und Jodie Foster, doch in einem Blockbuster-Sommer, in dem Highlights rar gesät zu sein scheinen und dazu ausgestattet mit einer beeindruckenden wie authentischen Welt, weiß „Elysium“ trotz allem zu Gefallen und überhaupt sollte es lobend erwähnt werden, dass 100 Millionen Dollar auch mal wieder für einen originären Stoff bereitgestellt wird. Regisseur und Autor Neill Blomkamp gehört die Zukunft – ganz sicher.

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Flibbo: Wie ist der Film?

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6.5Ganz gut

[...] Was „Elysium“ zwischen den Zeilen erzählt, hat George A. Romero in „Land of the Dead“ als Horrorvariante ebenso gut mit geringeren Mitteln hinbekommen. Die Gesellschaftskritik in „Elysium“ bleibt an der Oberfläche und ist schlichtweg ein hübsches Beiwerk. Daneben bleibt flotte Sci-Fi-Action, die man aber auch schon besser gesehen hat – befriedigendes Popcornkino.

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kobbi88: Die Drei Muscheln

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6.5Ganz gut

[...]
Neill Blomkamps zweiter Spielfilm „Elysium“ ist trotz seiner Mängel ein spannender, actiongeladener Film geworden, bei dem man aufgrund der Bilder in diese dystopische Zukunftsvision eintauchen kann. Daher bleibt auch am Ende schönes und unterhaltsames Popcorn-Actionkino stehen, das aber vor lauter optischen Reizen vergisst, welche Möglichkeiten eigentlich vorhanden waren. Am Ende fragt man sich als Zuschauer unweigerlich, warum die Geschichte nicht besser erzählt wurde. Warum nicht näher auf die Zweiklassengesellschaft eingegangen wurde, warum nicht härter politische Missstände kritisiert wurden, warum ethische Fragen (wie das Problem der Schaffung eines „perfekten Menschen“ – schön, intelligent, gesund, reich) nicht näher behandelt wurden. Und warum die Geschichte in ihrem bereits sehr begrenzten Raum nicht ein wenig besser ausgestaltet wurde.

Kritik im Original 32 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 31 Antworten

kobbi88

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Nehme ich nicht. Wenn er dir nicht gefallen hat, dann halt nicht. Aber warum sollte es hier nicht eine Frage des Geschmacks sein? Weißte, wo Damon schwach spielt? In den Bourne-Filmen. Hier ist er ordentlich. War zwar schon besser (Good Will Hunting zum Beispiel), aber schlecht war er nicht.


Centipede

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Belassen wir es halt beim Geschmack.In einem Gespräch würde ich dir das wesentlich besser schildern können. ^^
Im 2ten Bourne ging er aber und so schlecht waren die anderen Teile mit ihm auch nicht (subjektiv). Die Bourne Verschwörung war ein Witz lag aber am Regisseur.


Batzman: moviepilot / Fünf Filmfreunde

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7.0Sehenswert

Neil Blomkamps Nachfolger zu District 9 hat genau dieselben Stärken wie die Sci-Fi-Rassismus Parabel... und leider auch dieselben Schwächen. Zum Glück überwiegen insgesamt die Stärken, die das Spektakel immer noch zum besten SciFi-Film des Jahres machen (was im Jahr von Oblivion und After Earth zugegeben eine bescheidene Merite ist).

Blomkamp schafft es auch in seiner Version von die 99% vs. The 1% eine faszienerende und (zumindest für die Erde) glaubwürdige, funktionierende Dystopie zu erschaffen. Sein L.A. ist konsequent weitergedacht und die futuristischen Elemente sitzen perfekt ohne als Gimmicks daherzukommen. Matt Damon gibt einen hinreichend sympathischen Malocher, auch wenn jmd. vom Schlage eines jungen Kurt Russel wohl besser gepasst hätte. Sharlto Copley überrascht als faszinierend-widerlicher Gegenspieler und Jodie Foster gibt die skrupellose Military-Bitch routiniert und effizient. Auch Alice Braga und Diego Luna machen das beste aus ihren eher unterschriebenen Rollen.

Wie in District 9 lebt auch Elysium davon ein simplex Konzept zu etablieren, dass im Grunde eine hochkomplexe Fragestellung in sich trägt. Und wie auch bei District 9 entzieht sich Blomkamp am Ende einer echten Auseinandersetzung zugunsten eines klassischen Action-Showdowns. Das ist Schade, denn mit der Beschränkung auf die Aussensicht auf Elysium verschenkt er die Chance der 1% greifbarer, nachvollziehbarer zu machen. Es sind unfertige Skizzen der Superreichen die wir erhaschen und die nahelegen, dass sie wie die meisten Bewohner der "reichen Welt" mehr in einer Mischung aus Ignoranz und Überheblichkeit leben und bewusst die unbequemen Entscheidungen an die deligieren, die sie moralisch im Grunde verurteilen.

Doch zu vieles bleibt ungezeigt, zuwenig wird spürbar wie dieses Elysium funktioniert. So glaubhaft das Ausbeutungssystem auf der Erde realisiert und visualisiert ist, so abgehoben und aseptisch blaß bleibt Elysium. Und damit bleibt auch die Auseinandersetzung auf einer oberflächlichen Ebene, die weniger das System angreift, als das Böse an wenigen Einzelpersonen aufhängt. Das ist nicht zwingend übel, aber doch klassisches Actionkino. Blomkamp kokettiert (und das durchaus smart) mit Verhoeven-Ästhetik und Satire, zieht die comichafte Überhöhung aber nie so konsequent durch wie dieser es in Robocop oder Starship Troopers machte.

Trotzdem macht Elysium-Spaß, wenn man sich damit zufrieden geben mag, dass er lediglich einen winzigen Denkanstoß gibt und selbst keinerlei Antworten oder Theorien hat. Er beschreibt die Realität der 99% wie sie jetzt schon vielerorts existiert - aber das Konzept der Revolution ist mehr Bauchgefühl als Gesellschaftskonzept. Und Blomkamp glaubt selbst nicht wirklich an ihren Erfolg, wie er offen zugibt. Vielleicht wirkt das "Happy End" deswegen auch als zu großes Zugeständnis an die Konvention. Ein zynischeres Ende a la Total Recall wäre wohl passender gewesen.

Als Action-SciFi mit guten Darstellern, einem tollen Bösewicht und vielen gelungenen Setpieces, überraschendem Splatter macht sich Eylsium aber dennoch besser als alles was wir dieses (und letztes) Jahr gesehen haben und schafft es durch den oft grimmigen Humor auch dann nicht zu verärgern, wenn er bissloser ist, als er es sein müsste.

Visuell bleibt er klasse und bei allen Schwächen sind die Figuren lebendiger als alles was uns Shyamalan, Ridley Scott und Kosinski zuletzt servierten. Alleine damit sichert er sich den Platz unter den 1% der sehenswerten Filme.

13 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 8 Antworten

Flibbo

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Bei mir gewinnt dann aber doch „Pacific Rim“ als bisher bester Sci-Fi-Film des Jahres.


Admiral.Nogura

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Ich finde den Kommentar ganz toll. Er sichert sich damit unter den Platz unter den 1% guten Kommentaren auf Moviepilot ;) , zu denen ich nicht unbedingt meinen Kommentar zu Elysium zähle, den ich unmittelbar geschrieben habe, bevor ich Batz' Kommentar gelesen habe.


Der Witte: CEREALITY, Die Drei Muschel...

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6.0Ganz gut

Ui, war das ein holpriger Ritt...

Blomkamp verblockbusterisiert sich mit ELYSIUM nun vollends und packt in seine inzwischen obligatorische, hyperdetaillierte und sau-schön-(dreckig)-gestaltete Südafrika-Dystopie (diesmal als Kulisse fürs futuristische L.A.) leider nun auch noch Shakey-Cam und Instant-Epic-Mucke dazu - während schäbige Dubsteps, vereinzelte Splattereffekte, Roboter-Gags, standartisierte Dritte-Welt-Probleme und Sharlto Copley als abgefuckt-schrulliger Mercenary Kruger (mit Mittelfinger-Neurose) noch als eigentliche Seele des Films durchscheinen wollen, jedoch nur schwer gegen die hemmende Kommerzialität der Inszenierung ankommen können.

Da hat Damon als prophetischer Erlöser schon einen übermenschlichen Exo-Suit und matscht niemandem die Fresse platt, macht immer nur halben Rabatz mit den Schergen, die er dann immer wieder unbeholfen mit Gewehrsalven finished (zumal man dank des Kameragezitters und viel zu chaotischer Schnitte den meisten Actionszenen kaum folgen kann). Da wird ab und an immer noch mal Verhoeven-ige Satire versucht, die im überdramatisierten Stilkonstrukt absolut unstimmig wirkt und hilflos versandet - wie so ziemlich die gesamte erste Hälfte des Films. Welcher aber ab Eintritt des an Leukämie erkrankten Mädchens doch schon an Fahrt und Emotion gewinnt und im Verlauf sogar einigermaßen gut Tension aufbauen kann, die aber im annahenden Finale immer wieder durch inszenatorische Schwächen abgebremst wird - da scheint einfach durch, wie unerfahren der gute Blomkamp doch noch ist, trotz seiner wunderbaren Ideen: sein Drehbuch mag zwar einfältig und märchenhaft sein, aber unter einer bodenständigeren Umsetzung und ein bisschen mehr Feinarbeit im Auflösen einiger Situationen (wie lapidar unpointiert manche Plotpoints hineingeworfen werden; was manche wichtige Charaktere für einen unwirksamen Abgang serviert bekommen, etc.) hätte er durchaus viel mehr herausholen können.

Er hätte sogar den ganzen Film mit dem anarchisch-vulgären Killer-Kruger als Hauptprotagonisten erzählen können, der von der Präsenz her schon weit interessanter als Blue-Collar-Matt-Damon daherkommt. So bleibt einem aber doch nur eine stolprige, bemühte Sci-Fi-Erlöser-Action-Sause, die zwar durchweg unterhält, aber nur bedingt ins Herz dringt. Ich wünsche Blomkamp wieder mehr Glück bei seinem 30 Mio. $ Sci-Fi-Comedy-Projekt mit DIE ANTWOORD. Bis dahin...

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Sven - Friedrich Wiese

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Erstklassiger, weil profunder Kommi!!!


Filmering: Filmering.at

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6.0Ganz gut

Elysium ist leider ein Film mit viel verschenktem Potential. Die geschilderte Welt ist in sich leider zu inkonsitent und zu simpel erdacht, als dass man wirklich das Bedürfnis hätte sich näher mit den geschilderten Problemen auseinanderzusetzen. Neill Blomkamp hat es sich in allen Belangen zu einfach gemacht, was leider dazu führt, dass Elysium zwar durchaus für solides Unterhaltungskino sorgt, aber zwischen all der Action wären etwas mehr Überlegungen durchaus angebracht gewesen.

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Deep Ford

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Bin genau derselben Meinung. Mir fehlt da auch der Tiefgang, obwohl der Film durchaus unterhält.


Andreas Busche: taz,fluter, Der Freitag Andreas Busche: taz,fluter, Der Freitag

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8.5Ausgezeichnet

[Elysium] fühlt sich dreckig und improvisiert an, die ästhetische Antithese zum digitalen 'Post-Cinema' der immer gleicher aussehenden Superhelden-Franchises.

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Narrisch

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Was mit endgültig sagt das TAZ Journalisten nur über das schreiben sollten von dem sie Ahnung haben. Gewerkschaftsarbeit oder Weltrevolution oder sowas. Elysium war alles mögliche nur ganz bestimmt keine Antithese zum digitalen "Post-Cinema" den hier kam technisch alles zum Einsatz was Hollywood im Arsenal hat.


Rukus

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Hey, da kämpfen arme Rebellen gegen die Bonzen, da steht die taz drauf. Da braucht man auch keine fundierten Artikel. ;)


ChristiansFoyer: Cellurizon.de

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6.5Ganz gut

[...]Der Film verweigert sich einer tiefer ausformulierten Welt zugunsten des plakativen Zerwürfnisbildnisses zwischen reicher Ober- und geknechteter Unterschicht. „Elysium“ besitzt die Anlagen zu einer überragenden Science Fiction-Dystopie, ist aber „nur“ gute Unterhaltung geworden. Blomkamp durchschwimmt seine Welt mit raschen Zügen und macht Freistil-Weltrekordler César Cielo Konkurrenz, aber er taucht nicht darin ein und verlegt den Handlungskern seines Alien-Internierungs-Thrillers „District 9“ 1:1 in das Setting der Deprivations-Heterotopie. Sobald der Blick mal unter die Oberfläche gleitet offenbaren sich Schwächen und Unausgereiftheiten in der Konzeptionierung, sowohl des Entwurfes, als auch der Ausführung. Die Botschaften des Films arbeiten auf schematische Gut/Böse-Erkenntnisse zu, die Blomkamp unmissverständlich durchdrückt.[...]„Elysium“ guckt man also wegen toller Designs, guter Action, wegen der Schauspieler, wegen spektakulären Shots und, wer sowas braucht, wegen deftiger Gewalteinlagen… Na ja, wegen sowas halt.[...]

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V. Robrahn: Filmszene.de V. Robrahn: Filmszene.de

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6.0Ganz gut

Doch so beindruckend die künstliche Welt des Weltraumrads Elysium auch visuell daherkommt, so wenig bekommt man vom eigentlichen Leben [...] dort zu sehen.

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Tim Slagman: spiegel online, fluter Tim Slagman: spiegel online, fluter

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7.0Sehenswert

Je näher die Protagonisten dann auf Elysium zurücken, desto hysterischer lässt Blomkamp nicht nur seinen Plot entgleisen.

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Patrick Seyboth: epd-film Patrick Seyboth: epd-film

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7.0Sehenswert

Im Verlauf des Films treten allerdings sowohl die Geschichte als auch die gestalterische Finesse immer mehr in den Hintergrund, der Film wird fast nur noch durch die Action vo­r­angetrieben.

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Stefan Benz: Echo - Online Stefan Benz: Echo - Online

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6.5Ganz gut

Elysium bietet also dichte Dramatik zwischen Elend und Luxus, Liebesopfer und Märtyrertod. [Mit] sozialromantischer Botschaft: Der Himmel ist für alle da.

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Andreas Borcholte: Spiegel Online Andreas Borcholte: Spiegel Online

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8.0Ausgezeichnet

Man [verzeiht] dem Film [...] gerne einige Logik-Fehler und Story-Löcher: Viel zu selten sieht man zurzeit so leidenschaftlich inszeniertes Zukunftskino.

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Rene Rossmanith

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lol


Rukus

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Von dem Zeug will ich auch was ...


José Garcia: Textezumfilm

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5.5Geht so

Regisseur Neill Blomkamp verwendet kaum Zeit darauf, über das Leben auf Elysium zu berichten. Was tun die Menschen dort? Womit beschäftigen sie sich die ganze Zeit? Wie ernähren sie sich? Fragen, die „Elysium“ genauso wenig beantwortet wie was aus der ganzen restlichen Welt geworden ist. Handelt es sich bei „Elysium“ um eine rein US-amerikanische Raumstation? Der Versuch, Internationalität vorzugaukeln, indem sich Jodie Foster mit einer Familie auf Französisch unterhält, wirkt lächerlich. Dem Zuschauer erhält ebenfalls wenig Zeit, um mit den Figuren Empathie zu empfinden. Dass die Tochter der nun erwachsenen Frey (Alice Braga), der Max nach langen Jahren wieder begegnet, an Leukämie erkrankt ist, wirkt denn auch ebenfalls wie ein hilfloses Drehbuch-Konstrukt.

Einige der in „Elysium” angesprochenen Themen entspringen den futuristischen Fantasien von Ray Kurzweil, der bereits 1999 genau den Ganzkörperscanner vorhersagte, der im Film gegen die Krebszellen eingesetzt wird. Laut Kurzweil würden im Jahre 2029 die meisten Menschen ähnliche kybernetische Implantate haben wie das von Max gebrauchte, um auf die Mission geschickt zu werden. Wer laut Kurzweil nicht dadurch „aufgebessert“ sei, gehöre zu einer menschlichen „Unterklasse“. Schade, dass diese Themen in „Elysium“ nicht weiter ausgeführt werden. Stattdessen verlegt sich Neill Blomkamp auf einen herkömmlichen Science-Fiction-Action-Film. Weil drüber hinaus das Erlöserthema allzu offensichtlich und abgedroschen erscheint, bleibt unter der zugegebenermaßen gelungenen Oberfläche von „Elysium“ lediglich die Frage einer Gesellschaft mit strikter Trennung zwischen Arm und Reich inhaltlich übrig. Diese haben jedoch die meisten Science-Fiction-Filme der letzten Jahre von Alfonso Cuaróns „Children of Men“ (2006) über Andrew Niccols „In Time – Deine Zeit läuft ab“ (2011) bis zu „Die Tribute von Panem – The Hunger Games“ (Gary Ross, 2012) weit besser behandelt, so dass Neill Blomkamps „Elysium“ den Zuschauer mit dem schalen Nachgeschmack entlässt, sein enormes Potential verschenkt zu haben.

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Kyle Smith: New York Post Kyle Smith: New York Post

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3.5Schwach

Elysium vergeudet seine großen Chancen auf ein Drama mit einer Message, die einem eingehämmert wird und völlig unlogischen Plot-Elementen.

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Baumkopf Holzfaust

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hmpf, hmpf, hmpf...mir fällt mal gerade was auf: "ELysium", "Oblivion" und "After Earth"...irgendwie sind die Settings doch verdammt ähnlich. Seltsam oder System? Wenn ich an den Alien-Attack-Triple vom vorletzten Jahr denke....hmmmm...ich habe das schon ein paar Mal beobachtet...hmmmm...ist das wirklich wirtschaftlich, dreimal das gleiche anzubieten?


spacyfreak

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Komkurents belept dass Geschäfft! <oder so ähnlich. :-)
Warum eine Story einmal ausschlachten wenn man es auch 2-4 mal machen kann. So wird der Proband vor die Wahl gestellt, diesen oder jenen Film zu schauen oder im Idealfall beide.
Ebenso wie man die Wahl hat zwischen IOS oder Android. Nur sacht einem keiner, dass man sich auch für "weder noch" entscheiden kann - da muss man dann leider selbst drauf kommen.


Alle Kritiken (33)


Kommentare (316) — Film: Elysium


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Ali34

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Bewertung4.5Uninteressant

Naja, ganz logisch ist der Film nicht. Außerdem ist der Film viel zu vorhersehbar und hat nur wenig nette Ideen. Ich wurde extrems enttäuscht. Elysium hatte ganz ordentlich angefangen, aber wurde dann immer langweiliger. Besonders dieses übertriebene "shaky-cam" hat mich echt genervt. Man muss nicht noch mal die Kamera die ganze Zeit bei den Kampfszenen wackeln lassen. Man kann dann nichts mehr erkennen

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divisi

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Die Kamerawackelei ist übel. Soll sich bestimmt so "anfühlen" als sei man mitten im Geschehen, tut es aber nicht, da das "Wackeln von Kameras" im Gehirn wohl anders interpretiert wird als die eigenen Kopfbewegungen. Gibt es denn noch keine Studien, die aussagen wie gut oder schlecht dieses Kameragewackel für den Zuschauer ist? Würde mich interessieren wie die Masse darüber denkt, immerhin macht Hollywood bei den großen Produktionen doch nur was massentauglich ist.


HomerSimpson09

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Bewertung4.0Uninteressant

Story? Hallo? Spannung? Hallo?
Ein leidlich ansehnlicher Actionfilm, den man leider von Minute 1 an vorraussehen konnte und dem es so völlig an Spannung mangelt. Dazu kommen noch einige logische Schwächen. Was auch immer Elysium sein soll, Planet oder Raumschiff, die Gesetze der Physik scheinen da oben nicht zu gelten. Was auch immer in dieser Fabrik passiert, wieso Matt Damon da drin überhaupt verstrahlt wird oder die Tür nicht einfach nochmal normal aufmacht ist nicht wirklich klar.
Aber Angst musste man um ihn ja eh nicht haben nachdem die Nonne am Anfang schon alles voraussgesagt hat und die Bösewichte in diesem Film mal sowas von langweilig sind. Jodie Fosters Figur strahlt diese „Macht“ die sie haben sollte überhaupt nie aus und stirbt dann ganz langweilig auf einmal, getötet durch den ober-nervigen „Kruger“. Ansonsten war auch Matt Damon schonmal deutlich besser, auch wenn er keine Tonnen Stahl am Körper hatte.
Was man dem Film zugute halten muss, ist, dass man ihm das Budget doch ansieht und die Actionszenen großartig sind und der Soundtrack auch zu überzeugen weiß.
Leider hat der Film zu wenige Actionszenen, sodass man sich nicht mit visueller Berieselung zufrieden geben kann wie bei Transformers oder ähnlichen.

Fazit: Enttäuschende Sci-Fi-Ware von der Stange.

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pischti

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Die Kulissen und futuristischen Items wie Waffen, Fahrzeuge etc. fande ich super, den Rest was Du sagst empfand ich sehr ähnlich ^^


HomerSimpson09

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Ja, das stimmt. Das größte Problem war einfach wie langweilig der Film doch war...


Kurono

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Bewertung5.5Geht so

Homöostase und Entropie, oder: die Reichen, die zumindest den Status Quo erhalten wollen und die Armen, die nichts mehr zu verlieren haben und sich gegen das bestehende System erheben. Nicht gerade Originell aber zumindest nicht unspannend und ein Thema das ja irgendwie immer aktuell ist.
„Elysium“ geht mit seinen Szenario also auf Nummer sicher. Anfangs funktioniert das Ganze auch noch recht gut, mit zunehmender Laufzeit verflacht die Geschichte aber leider enorm und am Ende ist „Elysium“ kaum mehr als ein gut aussehender Actionfilm. Aber das kann ja manchmal auch schon reichen.

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Jehacktesbemme

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Bewertung5.0Geht so

sein arbeitsunfall und wie er zustande gekomm is , is so lächerlich , dadurch geht die ganze geschichte in arsch

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Slevin_Kelevra23

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Bewertung4.5Uninteressant

"Elysium" ist für mich die Kinoenttäuschung des Jahres bis dato.
Vorweg gesagt bereits der Trailer hat mich nur bedingt überzeugt und so konnte auch der Film im folgenden zu kaum einem Zeitpunkt konkret überzeugen.
Die Charakterzeichnung ist wirklich ein Witz, angesichts des Potenzials des Films.
So schafft es nicht ein Charakter eine wirklich überzeugende Geschichte auf die Leinwand zu projizieren, was in dem "Superagenten mit fettigen Haaren und schlechten Haarschnitt Kruger" gipfelt, welcher mit seinen Handlungen und Absichten eine wahre Zumutung für den Zuschauer darstellt.
Zudem gesellen sich haufenweise Logikfehler und Ungereimtheiten in den Verlauf der Handlung ein. Höhepunkt dessen, ist der Planet Elysium an sich, welcher anscheinend keinen Gesetzen der Schwerkraft folgt. Vielleicht haben sich die Produzenten ja hierbei etwas gedacht, störend wirkt es aber auf jeden Fall.
Auch die Handlung lässt sich bereits nach den ersten 30 Sekunden fast bis ins Detail vorhersagen, welches wiederum kaum Pluspunkte für "Elysium" darstellt.
Alles in allem wirklich schwere Kost, welche es sich nicht weiterzuempfehlen lohnt.

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Centipede

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Fand den Film auch sehr sehr schwach. Aber der kam voriges Jahr heraus! ^^


vanilla

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Ach fand den recht unterhaltsam;-)


JupiterKallisto

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Bewertung7.5Sehenswert

Eine Zukunftsvision, die wohl doch nicht so ganz weit weg ist, wenn man mit ansieht wie der Grossteil der Menschheit unseren Planeten behandeln. Matt Damon ist hier in einer Rolle zu sehen, welche er sehr gut darstellt. Aber die Rolle als Skrupellose Verteidigungsministerin auf Elysium nimmt man Jodie Foster viel besser ab. Sie zeigt in ihrem Gesicht genau die Züge, die man von einer Macht besessenen Frau in einem Amt wie ihrem erwartet. Die Science-Fiction Effekte sind gut dargestellt, wirken ab und zu aber dennoch etwas künstlich. Der Anzug, den Matt Damon trägt, wirkt eher wie ein Spielzeug und wird in dem Film nicht wirklich thematisiert.

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spackmat

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Bewertung3.0Schwach

Puh, ein unangenehmer Film. Und nicht nur in dem Sinne unangenehm, dass ihm eine gedanklich unbequeme Dystopie zugrunde liegt. Die Story ist wirklich beeindruckend mies, denn aus dem Setting hätte man eigentlich einiges machen können, als diesen lächerlich armseligen Rumpf von nicht zu Ende gedachten Gedankenansätzen. Es wird nicht mal angedeutet, warum das alles so gekommen ist, noch wird jemals irgendeine plausible gedankliche Perspektive genannt. Einfach alles wirkt völlig aus dem Zusammenhang gerissen und aus der Luft gegriffen, der einzige Kontext ist das drastisch dargestellte ungleiche und an vielen Stellen nicht unerklärlich entmenschlichte System. Das reicht hinten und vorne nicht als Herleitung für irgendwas. Auch der Bösewicht ist facettenlos und einfach imba. Wenn ein Film letztlich nur derart billig darauf abstellt, in mir das Gefühl zu erzeugen, dass der Dreckssack einen hoffentlich möglichst gewaltsamen Tod verdient, ist mir das zu einfach gedacht und weckt Widerstände in mir. Irgendeine Form von Finesse? Fehlanzeige. Insgesamt einfach nur Schund, den man sich besser spart.

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Zensemann

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Bewertung1.0Ärgerlich

Rotz... Gute Bilder können eine miese Story nur leidlich übertünschen... STORY... STORY...

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FilmFreak2K13

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Hatte etwas niedrige Erwartungen gehabt und wurde am Ende doch überrascht.

Mit hat Elysium gut gefallen. Den Distrect 9 Stil erkennt man auf jeden fall schon wieder (wo bleibt Teil 2?) und das ganze Setting wurde gut dargestellt und eingefangen. Die Effekte sind echt klasse und auf BD hat der Film ein spitzen Bild zu bieten.
Kommt nur mir so vor oder war gar nicht so viel Action drin wie gedacht?!

Von mir aus hätte man Mat Damon auch durch Vin Diesel ersetzen können. Der hätte etwas besser gepasst. Mat macht seine Sache gut, keine Frage. Und ihn nach den Bourne Filmen mal in so einem Sci-Fi Actioner zu sehen war mal was anderes. Aber danke Trey Parker und Matt Stone habe ich jedes mal wenn ich Matt Damon sehe im Kopf „MATT DAMOOOON“ Vielen dank Team America^^

Ich fand die Idee und die ganze Story an sich nicht schlecht und vor allem bot beides viel Potenzial. Aber leider wurde da irgendwie nur an der Oberfläche gekratzt. Ich hätte gerne etwas mehr über Elysium erfahren; Wie genau funktioniert dies, wer genau alles lebt den da nun und ab welchem Punkt sah die Menschheit sich zu diesem Zweck gezwungen (hat etwas von einem Wall-E Prequel^^).
Auch so mansch Logiklücke schmälert das gesamt Bild:

!!!SPOILER!!!!!

Wozu gibt es auf Elysium schon einsatzfähige Sanitärkapseln die sie auf die Erde schicken können um den Menschen zu helfen? Und wieso wurden diese Kapseln einfach nicht schon früher auf die Erde geschickt? Sind die Menschen geheilt könnten auch die Elysianer wieder zurück auf die Erde. Aber wenn am Ende jetzt jeder Mensch auf der Erde durch diese Medibanks geheilt werden kann, wie sieht es dann mit der Überbevölkerung aus?

!!!SPOILER ENDE!!!

Das sind aber nur so Kleinigkeiten die einem nicht wirklich den Spaß am Gucken nehmen.
Der Film haut einen die Moralkeule richtig schön fest um die Ohren und spart auch nicht bekannten Klischees; Stichworten Mexikanische Einwanderer. Aber ok. Kann ich mit leben.
Elysium ist dieser typische „ Ein vorher unbekanntes Talent landet einen riesen Hit und macht nun ein mega-millionen-Dollar-Blockbuster dem etwas an Herz fehlt, welches das Erstlingswerk noch hatte.

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Klarkio

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Bewertung7.0Sehenswert

Idee und Effekte +7
Story -3

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Rukus

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Bewertung5.0Geht so

Wenn man einen Film ohne nennenswerte Erwartungen schaut, dann kann man im Grunde auch nicht wirklich enttäuscht werden. So sieht es auch bei mir und Elysium aus. Ich wurde nicht enttäuscht, aber auch nicht aus den Socken gehauen. Ein bischen Quark hier und eine nette Idee dort. Sicherlich könnte man sich in eine ausgiebige Analyse der Entmenschlichung steigern, aber man muss es nicht. Robos als Cops, Bewährungshelfer, Arztersatz ... und das alles nüchterner, als der Holodoc der Voyager zu seinen "besten Zeiten". Die Feinheiten menschlicher Kommunikation sind halt für Roboter zu hoch. Da das aber noch nicht reicht, ist die feine Gesellschaft nicht weniger asozial.

Ja, die Gesellschaftskritik ist angekommen, war schliesslich nicht wirklich versteckt. Die reiche Elite steht, oder besser fliegt über dem Rest, die einen haben alles, die anderen so gut, wie nichts. Nett, aber nicht aufregend. Das Thema kennt man. Die Verpackung ist ganz hübsch, aber auch kein Meilenstein der Filmgeschichte. Insgesamt maximal besserer Durchschnitt.

ABER - Es gibt da ein paar Dinge, die irgendwie keinen Sinn ergeben. Wieso wird bitte das Metallzeugs in der Anlage bestrahlt? Und wenn es Sicherheitsmaßnahmen gibt, die anzeigen, dass sich da lebende Organismen in der komischen Kammer befinden, wieso fängt das Teil dann überhaupt an zu strahlen? Jeder Hobby-Programmierer könnte das doch wohl regeln, oder? Und wieso macht der die Tür nicht einfach nochmal komplett auf? Völliger Mumpitz, diese Kernszene! Und dann Elysium, gibt es da einen Schutzschild über dem Habitat, oder wie soll ich mir das vorstellen? Falls ja, wieso kann da einfach ein Shuttledingens reinfliegen? Wenn nein, wie hält man Luft nebst gleichnamigem Druck in der Kiste? Jeder, der auch nur eine halbe Folge Star Trek geguckt hat - oder nen guten SciFi-Streifen, muss sich hier schwerstens wundern. Sorry, aber sowas zieht bei mir die Wertung auf jeden Fall runter. Es wäre so einfach zu vermeiden gewesen ...

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mckwwa666

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Bewertung6.0Ganz gut

Eindrucksvolle Settings; glaubhafte Darstellung; feines Popcorn-Kino für SF Liebhaber; politischer Hintergrund. Toll.
Wenn mir nicht die ganze Zeit ein Gedanke durch den Kopf gegangen wäre:
Warum sollte ich mich als skrupelloser Superreicher im Weltraum verschanzen? Da richte ich mir eine Insel wie Madagaskar her. Das ist viel schöner, viel größer, viel sicherer und einfacher.
Mach ich das nur der Geschichte willen?
Und schon war ich nie ganz im Film. Schade wenn man, und das ist natürlich hoch subjektiv, die Grundidee nicht kaufen kann.

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Rukus

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Ich denke, da geht es um Klima und so. Wenn die Erde verpestet ist, dann wär selbst eine fesche Insel doof. Und wenn man schon eine Raumstation entern kann, dann ist eine Insel ein noch kleineres Problem.


roman.zechmeister.50

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Bewertung9.0Herausragend

Also ich fand den film einfach weltklasse,die aufmachung super gemacht ,die story guat erzählt weils um menschliche abgründe geht,da sieht man das die reichen die armen einfach so abstoßen,und diesmal muaß i sagn matt damon ziemlich super leistung gebracht.toller film weita so;)

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Kaisu

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Bewertung4.5Uninteressant

Der Einstieg ist richtig gut, aber dann folgt der stetige und kontinuierliche Abstieg von der Story :(
Auf die zahlreichen Detailaufnahmen, wenn ein Körper zerfetzt wirde, hätte man verzichten können... die Moral die man mit dem Film evtl. erzielen wollte hätte das eh nicht unterstützt. Unnötiger selbstdarstellerischer Heldenepos, der sich bei WWZ und Jack Reacher einreihen kann.

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DutchSchaefer

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Bewertung6.5Ganz gut

Nach dem grandiosen "District 9", ist Elysium nun der nächste große Film des südafrikanischen Regie-Talents Neill Blomkamp. Die ersten Trailer konnten mich allerdings wenig packen und ich habe meine Erwartungen etwas zurückgeschraubt, da es alles eher nach Science-Fiction/Action-Standart aussah. So unglaublich viel mehr ist Elysium im Endeffekt leider auch nicht.

Die Story ist eher weniger originell, ziemlich überraschungsarm und bietet nicht sonderlich viel Tiefgang. So auch die Message, bzw. Sozialkritik, welche eher plump rüberkommt, statt so schön verpackt, wie in "District 9". Für einen Science-Fiction-Blockbuster wie Elysium es ist, kann man dies verkraften, auch wenn hier einiges an Potential verloren gegangen ist.

Mit Matt Damon, hat man hier einen guten Hauptdarsteller, der hier keine besondere Leistung abgibt, aber den Film perfekt tragen kann. Jodie Foster ist ebenfalls gewohnt gut, allerdings ist sie eher eine 08/15-Antagonisten, welche man in dieser Form schon etliche Male gesehen hat. Als weiter Gegenspieler agiert hier Sharlto Copley, der seinen Job, als Kampfmaschine gut macht.

In Sachen Action habe ich mehr etwas mehr erhofft und auch hier wäre mehr drin gewesen. Zwar sind einige Actionszenen, u.a. durch Einsatz von Zeitlupe echt gut gelungen, allerdings könnte man hier noch einiges mehr zeigen und man sollte hier absolut kein Feuerwerk an Action erwarten.

Während "District 9" mit seinen 30.000.000,00 $ Budget schon wahnsinning gute Effekte zu bieten hatte, ist Elysium mit dem ca. vierfachen Budget ein wahres Fest für die Augen. Der Look des Films ist sehr gut und man bekommt hier einiges geboten.

Insgesamt bleibt zu sagen, dass Elysium ein Film ist, der wesentlich besser sein könnte. Man hat hier viel Potential verschenkt, gearde was Story, Action und Charaktere angeht.
Zudem hätte der Film wesentlich satirischer von statten gehen können, was aber nur meine Meinung ist. Trotzdem ist Elysium ein Film, der gut unterhält, tolle Effekte und einen guten Cast hat. An "District 9" kommt er jedoch bei weitem nicht ran.

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hendrik.alswede

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Bewertung6.5Ganz gut

Elysium also...
Matt Damon geht's nicht gut. Arbeitsunfall. Passiert. Aber die Erde der Zukunft leidet an einem Überfluss an Mensch und einem Mangel an medizinischer Versorgung, die das Leben vom verstrahlten Will Hunting verlängern könnte. Also ab nach Elysium, ein artifizielles St. Tropez im Orbit, wo sich Fun, Flora und Fauna ein Zimmer teilen und die Solarien nicht nur für einen guten Teint sorgen, sondern nebenbei noch alles heilen, was der menschliche Körper so hergibt. Blöd: Nur diejenigen, die einst den Weltspartag ernst nahmen, dürfen dort verweilen; die Doofen bleiben schön da, wo sie hingehören: Los Angeles, Kalifornien...

Soooo schlecht ist das alles gar nicht. Es sieht alles ziemlich gut aus, die Effekte sind echt chic, es rumst hier und da ganz ordentlich und der erhobene moralische Zeigefinger bleibt auch an den richtigen Stellen im Auge stecken. Selbst die Darsteller ergeben unter dem oft zitierten Strich alles in allem völligen Durchschnitt: Sharlto Copley rockt enorm, Matt Damon ein bisschen, Jodie Foster nicht. Drei Minus.
Dennoch wird man in absolut jeder Minute des Films den fiesen Eindruck nicht los, als ob die Urheber dieser Geschichte vor Produktionsbeginn eine Münze rotieren ließen, ob sie denn nun für die Leinwand oder die Spielkonsole verbraten wird. Die Videospielindustrie hat Hollywood an den Eiern und gibt, zumindest im Schieß-Nachlade-Science-Fiction-Gewerbe den ästhetischen Ton an. Gut, man könnte auch behaupten, es sei umgekehrt - das Ergebnis bliebe dasselbe. Einigen wir uns auf folgendes: Sie gehen mit den schmauchspurbedeckten Händen an Eiern des jeweils anderen über den Walk of Fame und schenken sich verliebte Blicke und Ben-Affleck-Sweatshirts für den Spätherbst.

Da man aber nie mit stur Negativem aufhören sollte, habe ich selbstverständlich noch sehr positive Ratschläge für eine durchaus kostengünstigere Alternative, die die Geschichte aber mindestens identisch huldigt und die Botschaft nur marginal verzerrt (Das Drehbuch darf man für einen geringen Unkostenbeitrag bei mir erwerben). Aufgepasst:

Matt Damon (gespielt von Till Schweiger) hat nicht mehr lange zu leben und möchte noch einmal das Meer sehen. Sein ebenfalls chronisch verschnupfter Kumpel (Jan-Joseph Liefers) macht sich mit ihm auf die Socken. Das Ziel: Dahin, wo es grün und schön ist, die Creme de la Creme Urlaub macht, und man die Badehose am besten zweimal einpackt, aber leider nicht jeder rein- oder rausgelassen wird: Die nordkoreanischen Centerparcs.

Kinokasse, ick hör dir klingeln!

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viewer

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Bewertung5.5Geht so

Production Design und die Details der Zukunftsvision sind ganz großes Kind, der Rest Durchschnitssware mit einem Plot, der für mich leider nicht richtig funktioniert. Vor allem verstehe ich die Haltung der Elysium-Welt nicht: ein Präsident, der keine Eier in der Hose hat, eine Ministerin die plump wie eine Comic-Figur agiert und dann ist es am Ende doch kinderleicht, einfach in die Welt einzudringen. Egal - mittelmäßige Unterhaltung, ohne eine einzige neue Plotidee oder irgendwas anderes Überraschendes.

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Lexcode

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Bewertung4.5Uninteressant

Was für eine Verschwendung einer eigentlich guten Idee! Man hätte so viel mehr aus der Geschichte machen können - als diesen plumpen Sci-Fi-Effektebrei, in dem die Androiden eine wesentlich lebendigere Mimik als Jodie Foster haben.

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RedZirkus

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Bewertung5.5Geht so

War ganz okay. Die Story wurde gut rüber gebracht.

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ReaL89

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Bewertung7.0Sehenswert

Nach dem exzellenten District 9, habe ich mir Blomkamp‘s 2. Werk dennoch ohne Erwartungen angeschaut. Und das sollte man auch. Wer hier District 10 erwartet wird sicherlich etwas enttäuscht werden, und sollte sich noch etwas Gedulden. ;)

Wer sich allerdings auf einen eigenständigen Film einlässt, den erwartet kein Perfekter aber ein durchaus gelungener und guter SciFi Streifen.
Besonders die 1. Hälfte, bevor es den direkten Kurs nach Elysium nimmt, ist super gelungen.
Atmosphärisch und Glaubhaft inszeniert mit teilweise Hammermäßigen Aktion Szenen.
Der Wilde Westen kann einstecken. Die technischen Gimmicks der Waffen machen einfach laune.

Der Film hat mich von Anfang an, direkt nach dem die 1. Robots auftauchen gefesselt.
Matt Damon spielt stellenweise fantastisch (Habe die O-Ton Fassung geschaut), und auch Agent Kruger mit seinem Fiesen Akzent ist genial. Erst nach dem Film wurde mir bewusst, dass Agent Kruger vom Hauptcharakter aus District 9 gespielt wird. Was für eine Verwandlung. Fantastisch!
Jodie Foster macht ihre Sache solide, hätte aber auch von jeder X beliebigen übernommen werden können, da diese Rolle doch eher etwas Anspruchslos gewesen ist. Allerdings könnte jede X beliebige nicht so gut Französisch wie Miss Foster. =)

Leider wurde mein bis dato sehr guter Eindruck gegen Ende des Filmes etwas geschmäht.
Ab diesem Zeitpunkt verliert der Film meiner Meinung nach seine Individualität und tauscht diese gegen Einheitsbrei aus.

ACHTUNG: Ab hier folgen SPOILER!!
Die Wiedergeburt eines Bösewichts der daraufhin zum Endboss mutiert hätte es nicht gebraucht.
Wieso ihn nicht Eiskalt durch die Granate, den dauerhaften Löffel abgeben lassen? Mit den Wunderheilungsmaschinen konnte ich mich sowieso nicht so ganz anfreunden… Und das ein umgeschriebenes Wort in der ‚ “Protokolldatei“ ausreicht alles zum Happy Ending zu führen, war mir auch etwas suspekt. Und Damon opfert sich natürlich für die Menschheit und wird somit zum Helden. Das sind so diese Anti Happy Ending Happy Endings die genauso schrecklich sind :D
Ich bin eher so der Granaten Bääähm und Tod Ende liebhaber xD!

Fazit:
Der Film hat spaß gemacht. Die erste Stunde sogar sehr spaß gemacht.
Auf jeden fall Sehenswert!

Und Neill Blomkamp hat einen Fan mehr. Denn dass in einem Mainstream Projekt Blomkamp‘s Splatter Vorliebe enthalten bleibt, und um mehr Zuschauer zu genieren nicht etwa auf eine FSK 12 Fassung geschnitten und somit auf herumfliegende Körperteile verzichtet wurde, rechne ich ihm hoch an. =)

Freu mich auf den nächsten Blomkamp!

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