Elysium

Elysium (2013), US Laufzeit 110 Minuten, FSK 16, Actionfilm, Science Fiction-Film, Drama, Kinostart 15.08.2013


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6.2
Kritiker
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6.6
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364 Kommentare
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von Neill Blomkamp, mit Matt Damon und Jodie Foster

In der dystopischen Zukunftsvision Elysium von District-9-Regisseur Neill Blomkamp wird Matt Damon unfreiwillig zum möglichen Retter der Welt.

Die Zukunft. Wir schreiben das Jahr 2154. Die Welt ist zu einer einzigen gigantischen Müllhalde verkommen. Die Schere zwischen arm und reich klafft gewaltig auseinander. Während die 99 % der Bevölkerung in den Ruinen der Vergangenheit hausen, hat das eine Prozent der Privilegierten der Erde den Rücken gekehrt und die idyllische Raumstation Elysium bezogen, die in sicherer Entfernung um den einst blauen Planeten kreist. Da es den Menschen hier an nichts mangelt und sie über Technologien zum Lebenserhalt verfügen, von denen die Erdbevölkerung nur träumen kann, suchen immer wieder die Ärmsten der Armen ihren Weg auf die Raumstation. Um dies zu verhindern sind die Einwanderungsrichtlinien besonders strikt, und die skrupellose Secretary Rhodes (Jodie Foster) wacht über deren Einhaltung mit rigider Hand. Sollte doch jemand dagegen verstoßen, ruft dies den Söldner Kruger (Sharlto Copley) auf den Plan, der in den Slums auf seine Einsätze wartet.

Hier unten lebt auch Max (Matt Damon), ein Ex-Sträfling, der in der Legalität nun über die Runden zu kommen sucht und die Repressalien von Elysium demütig über sich ergehen lässt. Eines Tages kommt es zu einem Arbeitsunfall und Max erhält eine letale Strahlendosis. Ihm bleiben nur noch fünf Tage zu leben, und die rettende medizinische Versorgung gibt es nur auf Elysium. In seiner Verzweiflung lässt sich Max auf eine gefährliche Mission ein: Er soll den elysischen Politiker John Carlyle (William Fichtner) abfangen und über eine cerebrale Schnittstelle wichtige Informationen downloaden. Diese Informationen, so stellt sich heraus, können die Sicherheit Elysiums nachhaltig gefährden. Eher er sich versieht, ist Max der Schlüssel zu einer neuen Zukunft und Staatsfeind Nummer 1.

Hintergrund & Infos zu Elysium
Wie schon in seinem Überraschungserfolg aus dem Jahr 2009, District 9, der noch unter der Schirmherrschaft von Peter Jackson entstand und für vier Oscars nominiert wurde (darunter in der Kategorie Bester Film), steht auch im zweiten Film vom gebürtigen Südafrikaner Neill Blomkamp der Zusammenprall der dritten mit der ersten Welt im Mittelpunkt. Waren es in District 9 kasernierte und in heruntergekommenen Ghettos lebende Aliens, so ist es in Elysium die Mehrheit der Menschen selbst, die im Elend lebt. Die in den Filmen verarbeitete Sozialkritik ist Blomkamps Kindheit und Jugend geschuldet. So lebte er bis zu seinem 18. Lebensjahr in Johannesburg und erlebte die dortige Armut hautnah mit, bevor er nach Kanada emigrierte und einem Schock gleich mit der 1. Welt konfrontiert wurde.

Um die räumliche Trennung von Erde und Elysium auch während der Dreharbeiten physisch begreif- und nachvollziehbar zu machen, arbeitete Neill Blomkamp an zwei verschiedenen Drehorten mit zwei verschiedenen Teams. So wurde Elysium im Wohlstand Kanadas zum Leben erweckt, wohingegen das Bild der Erde durch Mexiko Citys besondere Lokalität gefärbt wurde: Die Slums wurden auf einer nahe der Metropole gelegenen riesigen Müllkippe aufgezogen.

Thematisch ähnlich gelagert im Vergleich zu Elysium ist Oblivion (Regie: Joseph Kosinski), ein Konkurrenzprodukt mit Tom Cruise in der Hauptrolle. Auch hier hat sich die Elite in luftige Höhen zurückgezogen und die Erde sich selbst überlassen. (EM)

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Cast & Crew

Regie
Schauspieler
Drehbuch
Filmdetails Elysium
Genre
Actionfilm, Science Fiction-Film, Drama, Utopie & Dystopie
Zeit
22. Jahrhundert, Nahe Zukunft, Zukunft
Ort
Erde, Fremder Planet, Los Angeles , Slum, Universum, Weltraum
Handlung
Armut, Bedrohung, Dystopie, Elend, Heilung, Hoffnung, Hoffnungslosigkeit, Klassenunterschiede, Krankheit, Luxus, Medizin, Mission, Müllhalde, Raumkolonie, Raumstation, Reich, Retter, Strahlenkrankheit, Sträfling, Technologie, Todkrank, Umweltverschmutzung, Unfall, Unschuldig Verfolgte Person, Unterschicht, Verfolgung, globale Bedrohung, Überbevölkerung, Überleben, Überlebenskampf
Stimmung
Aufregend, Berührend, Ernst, Hart, Spannend
Zielgruppe
Männerfilm
Verleiher
Sony Pictures Releasing GmbH
Produktionsfirma
Media Rights Capital, QED International, Simon Kinberg Productions, Sony Pictures Entertainment, TriStar Pictures

Kommentare (353) — Film: Elysium


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mar (-ion-)

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Bewertung6.0Ganz gut

schön, dass foster mal merkel spielen darf :-)
ansonsten..ganz solide...aber kein highlight!

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cpt. chaos

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Bewertung5.0Geht so

Von Anfang an fühlte ich mich an "District 9" erinnert, was sich schließlich insofern bestätigte, als dass Neill Blomkamp bei beiden SciFi-Streifen Regie führte. Und dann kommt plötzlich auch noch der tragische Held aus besagtem Filmchen (Sharlto Copley) um die Ecke - diesmal als mieser Söldner, dem im späteren Verlauf die Fresse zermanscht wird, was aber in der Zukunft alles nur halb so tragisch ist und absolut kein Problem darstellt, sofern das Gehirn noch voll funktionstüchtig ist, auch wenn sich zuvor der halbe Kopf verabschiedet hat… An derartigen Unsinn bräuchte man sich nicht weiter zu stören, sofern die Story ansonsten wenigstens spannend und unterhaltsam wäre; ist sie aber leider nicht, zumindest nicht so, als dass man von einem sehenswerten Film sprechen könnte!

Nun denn, wenigstens ist das ganze Spektakel ordentlich aufwendig inszeniert und die Gesellschaftskritik, die unterschwellig eingeflochten wird, geht auch okay. Was hätten wir ansonsten noch auf der Habenseite anzubieten? Ach ja, die Jodie Foster - gestern von mir noch in meinem Kommi ("Angeklagt") für ihr oftmals anstrengendes Auftreten abgewatscht - darf sich mal anständig verabschieden… Darüber hinaus muss ich erneut mit Erschrecken feststellen, dass Matt Damon seit geraumer Zeit bestenfalls mittelprächtige Filme abdreht, aber vielleicht stellt "Liberace", den ich bislang noch nicht gesehen habe, die ihm zu gönnende Trendwende dar.

Wie dem auch sei, "Elysium" rettet sich aufgrund der letzten halbe Stunde, die wenigstens etwas anständige Action zu bieten hat, ins Reich des Mittelmaßes - toll ist das aber nun auch nicht gerade!

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cpt. chaos

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Von "District 9" hatte ich mir damals etwas mehr versprochen, bei all dem Hype, der um den Film gemacht wurde, wobei der aber auf jeden Fall besser ist als "Elysium"!


BenAffenleck

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Fand den "Hype" berechtigt. Mal absolut andersartiges Sci-Fi Kino mit Message. Für wenig Geld das Optimum heraus geholt. Sowas mag ich...


B.Snyder

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Bewertung5.5Geht so

Aus meiner Sicht leider nur Durchschnittskost. Die Umgebung sieht ganz gut aus und die Story ist durchaus interessant aber die Action ist leider nur solide und auch sonst fesselt die Story mich überhaupt nicht. Am Ende ganz passabel.

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ThomasWzS

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Bewertung6.0Ganz gut

"Der Mensch zur austauschbaren Kakerlake degradiert ("Don't breathe at me directly")." trifft's haargenau. "Jacker" hat den Film hier eindrücklich und treffend kommentiert.
Wenn man von "District 9" ausgeht hat sich das "Ghetto" nun globalisiert, Aussenposten Elysium als "Spielwiese" der wenigen Supermächtigen etabliert.
Was Blomkamps Entwicklung betrifft, muss ich sagen, das geht ganz schön in mainstram schwarz/weiss stereotype, wo sind die Zwischentöne, die Zweifel, wirklich nur noch menschliche Untertöne in den slums?
Das ist das alte Herrschaftsdenken. Konsequent fortgedacht, doch es gibt heute so viele Strömungen, da glaube ich dystopisch gedacht nicht an eine solche Zuspitzung. "Snowpiercer" kommt da meinen Befürchtungen, wohin wir uns entwickeln könnten viel näher und ist natürlich von der filmischen Umsetzung - wenn man den Vergleich heranzieht - für mich Lichtjahre entfernt.

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dwaddy

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Bewertung7.5Sehenswert

Optisch wirklich beeindruckender, von der Story her aber recht simpel gestrickter Sci-Fi-Blockbuster. Wirklich gut gemachte Unterhaltung: tolle Schauspieler (Matt Damon als Max kann einem wirklich leid tun, Jodie Foster steht der skrupellose Touch sehr gut), brillante FX und CGI, tolle Settings (die mich allerdings nicht ohne Grund sehr oft an District 9 erinnerten). Als wirkliche Gesellschaftskritik kann man den Film nicht gerade ansehen, dafür ist er zu simpel gestrickt: die Reichen sind die Bösen, die Armen werden geknechtet und die Revoluzzer wollen nur der Menschheit helfen. Aber egal, für wirklich gute Unterhaltung ist gesorgt.

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Oscar.Zeta.Acosta

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Bewertung7.0Sehenswert

Viele verdammen den Film dafür, dass er keine originellen Charaktere oder eine innovative Story bietet. Die District 9 vergleiche tun den Film nicht gut, natürlich war District 9 besser und "cleverer". Vergessen wir diesen Vergleich einmal, kommen wir zu dem Schluss das Elysium ein anständiger Science-Fiction Film ist. Nicht der Beste, aber nicht annähernd so schlecht, wie er hier oft wegkommt. Wenn ihr nach dem perfekten Film sucht, ist dieser es sicherlich nicht. Wenn ihr nach unterhaltender Science-Fiction sucht, ist dieser genau richtig

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howartwollowitz

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Bewertung7.0Sehenswert

Nicht so gut wie District 9 aber trotzdem hat Bloomcamp hier einen soliden Film geschaffen der einen gut einbindet.

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plattfuss69

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Bewertung5.0Geht so

Ich hatte etwas von der rohen Wucht, Originalität und Genialität von District 9 erwartet, statt dessen ist das storymässig Science-Fiction-Durchschnittskost, und da hilft auch die filmische Umsetzung nichts. Meist bedeutet "mehr Geld" nicht, dass ein besserer Film draus wird. Schade.

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TRINITY7AZ

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Bewertung9.5Herausragend

Ob es nur daran liegt, dass solche Filme meinen Geschmack treffen? Wohl eher nicht. Ich war anfangs skeptisch und habe auch meine Vergleiche zu District 9 gezogen. Alles in Allem bekommt man mit Elysium einen spannenden, gut erzählten und teilweise sehr emotionalen Film geliefert. Zumal der ganze Film an sich gar nicht mal so unrealistisch ist (Reiche regieren, Arme leben im Dreck, korrupte politiker etc.).

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cule0809

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Bewertung6.0Ganz gut

Nachdem ich von District 9 richtig begeistert aus dem Kino kam, so sehr war ich dann von Elysium enttäuscht, als die ersten Kritiken eintrafen. Nun habe ich ihn auf Sky gesehen und muss zugeben, er war letztendlich doch besser als erwartet, verschenkt aber auch sehr viel Potenzial.

Zu einem ist die Kulisse sehr schön. Wir sehen eine dreckige, staubige Erde. Bevölkert von der ärmeren Bevölkerung. Auf der anderen Seite haben wir die Raumstadion Elysium. Klar, weiß, sauber und bevölkert von der höheren Klasse. Wie der weitere Verlauf des Films sein könnte, kann man natürlich bereits erraten. Gesellschaftskritik gut und schön. Botschaft gut und schön. Aber da fehlt mir dann doch etwas mehr an Substanz. Gelang District 9 alles etwas besser.

So bleiben die Schauwerte. Die sind definitiv gegeben und es gibt auch sehr viele gute Actionszenen. Leider gibt es auch kleinere Ausnahmen, wenn man es mit der Shaky Cam wieder übertreiben muss. Trotzdem funktioniert Elysium als guter Sci-Fy-Actionblockbuster ganz gut. und unterhält das Publikum.

Schauspielerisch kann man keinem einen Vorwurf machen. Matt macht seinen Job solide und soll wohl eher das Publikum anlocken. Jodie Foster dagegen ist wieder einmal ein Totalausfall. Ich kenne nur ganz wenig Filme, wo diese Frau mich überzeugen konnte. Elysium gehört definitiv nicht dazu. Viel zu kalt, viel zu übertrieben wirkt ihre Darstellung als kühle Verteidigungsministerin. Das liegt aber nicht nur an ihrem übertriebenen Schauspiel und Slang, sondern natürlich auch am Drehbuch selbst. Diese Figur wirkt im ganzen Film über wie ein Fremdkörper. Sharlto Copley dagegen kann voll überzeugen. Zwar hat dieser auch eine eher abgedrehte Rolle, kann diese aber deutlich glaubwürdiger verkörpern.

Fazit:

Netter Actionblockbuster mit einer Botschaft. Nicht mehr und nicht weniger.

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Dj Rise

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Bewertung7.5Sehenswert

Elysium ist ein kluger Science-Fiction-Film, dessen Erzählung sich speist aus dem bösen, dem antiutopischen Blick auf das Hier, das Jetzt, unsere Gegenwart. Und ein eindrucksvolleres Filmbild für das Auseinanderklaffen zwischen Arm und Reich als diese sich um die Erde drehende ist wohl kaum vorstellbar

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Newworld

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Bewertung4.5Uninteressant

Viele Logiklücken, Dramatik so künstlich aufgebaut wie nur möglich; die Story ist letzen Endes banal und macht keinen Sinn, kennt nur schwarz und weiß. Schade eigentlich! Dabei hätte das Setting so viel mehr hergeben können.

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Antichrist

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Bewertung3.0Schwach

Äußerst nervtötend.Und langweilig dazu!

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aleksandarS

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Bewertung9.5Herausragend

Einfach gesagt - kunst

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dustyOn3

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wtf?


lok

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der film ist ok, aber niemals über 7 Punkten!


The Chief

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Bewertung6.0Ganz gut

Der hat mich doch etwas enttäuscht. Die Story ist zwar vom Grundkonzept her nichts neues, bietet aber reichlich Potenzial und hätte richtig einschlagen können. Die Effekte sehen wirklich gut aus und auch der Cast kann sich sehen lassen. Nur irgendwie springt der Funke hier nicht über. Es wirkt etwas langatmig und angestaubt und reißt einen nicht wirklich mit, geschweige den vom Hocker. Es ist schade, dass Elysium einfach nichts besonderes ist. Denn interessant ist er, nur bleibt er auch einiges schuldig.

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vuvuzela

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Bewertung5.0Geht so

Ist nicht so ganz mein Genre und man weiß ziemlich schnell wie der Film endet, ob mit oder ohne Happyend für den Helden spielt dabei keine Rolle. Hauptsache Mutter und Tochter sind gesund ;)

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rockadude

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Bewertung6.5Ganz gut

Also der hier ebenfalls oft erwähnte DISTRICT 9 ist weit besser, da bei diesem bei geringerem Budget das Maximum rausgeholt wurde und die sozialkritische Note weit besser und interessanter rübergebracht wurde. Diese ist hier zwar auch hier vorhanden, aber weit oberflächlicher und Bloomkamp nutzt das aufgestockte Budget hier mehr für Optik und krachig inszenierte Action und bleibt somit arg an der Oberfläche, was ELYSIUM von der Idee leider etwas blass zuweilen wirken lässt. Vor fand ich es schade das das Leben der Priviligierten auf Elysium nicht wirklich gezeigt wurde und der Film sich größtenteils auf den Slums auf der Erde abspielt. Dabei wäre eine Gegenüberstellung von beiden Lebensweisen gerade interessant gewesen und hätte Matt Damons Mission auch für den Zuschauer nachvollziehbarer und für den Zuschauer logischer erscheinen lassen, weil es begreiflich gemacht hätte wofür er überhaupt kämpft. Allerdings hat der Film klasse Schauspielleistungen. Matt Damon erweißt sich hier einmal mehr als glaubwürdiger Actionheld, vermag es seiner Figur aber auch darüber hinaus Profil zu verleihen. Auch gefiel mir Sharlto Copley sehr gut und er macht als ziemlich abgefuckter Bösewicht eine erstaunlich gute Figur. Jodie Foster ist...hey es ist Jodie Foster, die Frau kann ihren Job einfach und den allseits beliebten William Fichtner sieht der geneigte Filmfan sowieso immer gerne. Dieser Mann vermag einfach jedem Film eine gewisse Würze zu geben.
Insgesamt aber ist es leider schade das aus der interessanten Grundidee nicht mehr gemacht wurde als sie hergegeben hätte und so fehlt dem Film leider der letzte Schliff. Aber dafür das ich die BD für 5,99 € im Expert abgegriffen habe, habe ich trotzdem definitiv keinen Fehlkauf gemacht und wurde grundsätzlich passabel unterhalten.

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Theokrat

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Bewertung6.0Ganz gut

Ach, was hatte ich mich damals auf diesen Film gefreut...
DISTRICT 9 war für mich einer der beeindruckendsten SciFi-Filme, die ich je gesehen habe und als ich dann erfuhr, dass Blomkamp einen neuen Film herausbringt, war ich voll brennender Vorfreude. Und dann kam im Kino die Enttäuschung. ELYSIUM ist ein ziemlich oberflächlicher, nicht besonders innovativer und leider auch stellenweise unlogischer 08/15-Action-Blockbuster mit ein paar gesellschaftskritischen Untertönen und einer zugegebenermaßen großartigen Optik. Dieser letzte Punkt sowie die wirklich tollen Schauspieler und die teilweise beeindruckende Action machen den Film dann doch zumindest sehenswert. Im Vergleich zu DISTRICT 9 war das Ganze allerdings wirklich erschreckend belanglos. Während DISTRICT 9 noch ein sehr innovativer, hochspannender und vor allem auch anspruchsvoller SciFi-Thriller mit wichtiger gesellschaftskritischer Botschaft war, ist ELYSIUM lediglich ein Actionthriller, dem die Gesellschaftskritik gezwungenermaßen aufgebürdet worden zu sein scheint. Wenn man an den Film unvoreingenommen herangeht (was bei mir aufgrund von DISTRICT 9 nicht der Fall war), kann man ihm bestimmt noch einige Punkte mehr abgewinnen, da er, was Action, beeindruckende Bilder und schauspielerische Leistung angeht, wirklich einiges zu bieten hat, als "Nachfolger" von DISTRICT 9 ist ELYSIUM jedoch eine große Enttäuschung.

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Sam_Schildkroete

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Bewertung9.0Herausragend

Ah, ja, endlich. Lichtblicke! Nach der CGI Revolte im Blockbuster Kino hat Hollywood wohl ein ganzes Jahrzehnt damit zugebracht, uns zu zeigen, was mit dem Computer so alles möglich ist. Nur, brauchte man das? Jurassic Park war beeindruckend, auch wenn man da die Story völlig aussen vor lässt. Einfach mal einen Dino sehen, der wirklich echt ausschaut und rumläuft. Das war was damals. Wenig später kam Dragonheart, und die Macher gaben gerne damit an, dass bereits in einem Flügel des Drachen soviel Datenvolumen verbraucht wurde wie kurz vorher nach bei JP bei einem ganzen T-Rex. Das mag für IT-Tüfftler interessant sein, mich hinterließ es aber nicht mit staunenden Augen. Denn was ist ein Drache denn schon anderes als ein beflügelter, feuerspeiender T-Rex? Vielleicht besser gerendert, aber das Gefühl hier etwas zum ersten Mal zu sehen, das blieb aus.
Wann hattet ihr das letzte Mal das Gefühl, etwas zu sehen, was es so einfach vorher noch nie gab? Also allein vom Effekt? Mein letztes Mal war bei Raimis Spider-Man. Denn wenn man von einem festen Punkt aus einfach irgendwo jemanden rumschwingen sieht, dann sieht das ja nicht so spektakulär aus. Aber diese herumschwirrende Kamera, die Spidey in jede Häuserschlucht und Sturzflug begleitet, das hatte was, das Gefühl des "ersten Mals"! Und dabei schwingt er zusammengeschnitten von den rund 120 Filmminuten vielleicht grad mal eine von herum. Und dabei sind Jurassic Park wie auch Spider Man auch von ihren Geschichten mehr, als nur Effektkino. Sie haben wirklich etwas zu erzählen. Dabei könnten sie es sich echt leisten (zumindenst zu ihrer jeweiligen Zeit damals) einfach nur mit den Effekten zu glänzen, denn diese waren tatsächlich neu.

Eine lange Einführung, zumindenst kam es mir Jahrelang so vor, als wenn Hollywood einfach ständig versucht, mit neuen Effekten zu glänzen und staunende Augen beim Publikum zu hinterlassen. Nur meistens dann ganz ohne Story. Und das, naja, funktioniert eben nicht so ganz, eben wie beim T-Rex/ Drachen Beispiel. Der Drache mag der technisch ausgefeiltere Effekt sein, aber eben schon vorstellbar, weil eigentlich nicht wirklich anders als ein T-Rex.
Zumindenst kommt es mir so vor als wenn diese lange Durststrecke der inhaltsleeren Filme vorbei geht, und es wieder verstärkt auf starke Geschichten gesetzt werden. "Dredd", "Knowing", "Star Trek Reboot" und nun "Elysium". Es rappelt wieder kräftig im Karton, zumindenst im SciFi, und ich bin gespannt was da noch kommen mag. Endlich sind die Tage von seelenlosen Blockbuster ala "Alien vs. Predator" vorbei und es ist wieder interessant, welche SciFi Filme bald erscheinen werden.

Speziell zu Elysium: Der Film schafft einfach wundervoll ständig die schwierige Balance zwischen Action und Gesellschaftskritik zu halten. Er mag zwar hier und da kurzzeitig im Phatos einsickern, aber nie so tief, das es mir die Stimmung vermiest hätte. Auch die unglaubliche Detailtreue macht Freude. Als Beispiel haben die Elysium-Bewohner alle seltsame Pflaster und komische eingebrannte Narben im Gesicht, was nie erklärt wird, aber irgendwie als Pendant zu den Tätowierungen der Erdbewohner wirkt. Sowas mag ich, wenn nicht alles erklärt wird, es aber tatsächlich so wirkt, als wenn eine Idee dahinter steht. Auch die Unterteilung in reiche Franzosen und arme Spanier (jetzt nach den bevorzugt gesprochenen Sprachen zu urteilen) fand ich lustig, auch wenn das jetzt vielleicht politisch unkorrekt ist.

Endlich scheinen sich die 80er Blockbuster wieder einzufinden, die Story mit Effekten vereinen und das erste nicht zum Gunsten des zweiten opfern. Lasst schauen, was da noch kommen mag.

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DonChris

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Bewertung7.0Sehenswert

Hach ja ... ELYSIUM. Wenn ich es kurz machen wollte, würde ich den als oberflächliges, Sci-Fi-Blockbusterkino das keinem weh tut beschreiben. Doch das kann natürlich alles sein und nichts ;).

Es gab mal eine Zeit, da waren meine Erwartungen an Neill Blomkamps Nachfolger von DISCRICT 9, welcher für mich eine der größten cineastischen Überraschungen der letzten Jahre war, recht groß. Gerade weil ich DISTRICT 9 äußerst intelligent umgesetzt fand und weil es ja nun in eine ähnliche Richtung gehen sollte. Also in der Zukunft spielend, auf der Erde, mit Aliens/Maschinen und eben actionreich. Doch dann flatterten langsam eure Kritiken zum Film rein und mehr und mehr ist mir die Lust und vor allem die Vorfreude am Film abhanden gekommen. Ich erwartete bestenfalls ein Durchschnittswerk.

Und wie soll ich sagen, so ist es am Ende auch gekommen. In ELYSIUM sehen ich ein sehenswertes Durchschnittswerk, einen Film den man sich mal ansehen kann, ohne das er dabei total negativ oder beeindruckend positiv in Erinnerung bleibt. Matt Damon ist hierbei das bekannte Gesicht, welches die Massen anlocken soll und auch er macht seine Sache weder gut, noch schlecht. Ich habe schon weitaus bessere Filme mit ihm gesehen, doch was soll er auch machen? Die Rolle ist nichts um sich schauspielerisch neu zu erfinden. Die Story ist schnell erzählt (ich überlasse das aber mal den Beschreibungstexten ;) und der Film krankt vor allem am fehlendem Tiefgang. Trotzdem bietet der Film bei aller Kritik genug Spannung um im seichten Segment zu unterhalten, weswegen ich eine Bewertung um die sieben schon gerechtfertigt finde, gerade wenn ich ihn mal mit anderen seichten Actionstreifen vergleiche.

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sachsenkrieger

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Mehr geht auch wirklich nicht. Ich glaube, ich wusste nach 2 Tagen nicht mehr, worum es eigentlich ging.



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