Charlie Kaufman

Beteiligt an 7 Filmen (als Drehbuch, Produzent, Autor und Regisseur)

edit
trailer admin
admin
Moviemaster
Charlie Kaufman
Geburtstag: 20. September 1958
Geschlecht: männlich
Anzahl Fans: 128

Charlie Kaufman ist mittlerweile zu einem der originellsten Drehbuchschreiber Hollywoods avanciert und begann seine Karriere beim Fernsehen als Autor zweier Episoden von Chris Elliott’s Sitcom Get a Life oder Ned and Stacy und Die Dana Carvey Show.

Die Öffentlichkeit wurde erstmals auf Charlie Kaufman aufmerksam durch Spike Jonzes Being John Malkovich, wofür er mit einer Oscarnominierung belohnt wurde. Eine weitere Kooperation der beiden ist Adaption. Außerdem schrieb Charlie Kaufman für Michel Gondry Human Nature – Die Krone der Schöpfung und Vergiss mein nicht!. Für George Clooneys Geständnisse – Confessions of a Dangerous Mind schrieb er ebenso das Drehbuch. Dafür gewann Charlie Kaufman 2005 den Oscar und den Golden Globe für das beste Drehbuch.

Charlie Kaufmans Stil lässt die Grenzen zwischen Realität und Fiktion verschwimmen. Von seinen Fans geliebt wird Charlie Kaufman außerdem aufgrund seiner vielschichtigen Handlungsstränge, die eine unilineare Herangehensweise zunichte machen.


Populäre Filme

von Charlie Kaufman

Komplette Filmographie


News

die Charlie Kaufman erwähnen
Nicolas Cage und Nicolas Cage in Adaption

Nicolas Cage & Schreibblockaden in Adaption Veröffentlicht

Heute Abend sendet sixx mit Adaption einen außergewöhnlichen Film im doppelten Sinn. Zum einen begeistert Regisseur Spike Jonze mit einer originellen Handlung, zum anderen bietet Nicolas Cage eine seiner großartigsten Leistungen der letzten Jahre. Mehr

Achteinhalb, Tropic Thunder und The Artist

7 Filme, die Constanze die Filmbranche erklären Veröffentlicht

Unsere heutigen glorreichen Sieben stehen im Zeichen des Reflexiven Kinos und präsentieren euch Filme, die sich selbst und die Kinohistorie thematisieren. Constanze hat dafür einige ganz besondere Beispiele über die Tücken der Branche herausgepickt. Mehr

In High Fidelity konnte Jack Black den Geschmacksnazi schonmal üben.

Jack Black basht Steve Carell in Frank or Francis Veröffentlicht

Charlie Kaufman ist einer der talentiertesten Drehbuchautoren der letzten beiden Jahrzehnte, der mit Being John Malkovich gleich einen guten Start hinlegte. Seine neue Regiearbeit Frank or Francis dreht sich um Online-Filmkritiker. Und es ist ein Musical. Mehr


5 Kommentare

über Charlie Kaufman

DerDude_

Kommentar löschen

Wenn man einen auf Philosoph macht und man es sich zur Ambition gemacht hat alles zu erforschen muss man viel berücksichtigen. Die Geschichte unserer Erde (Wo waren unsere Fehler ? Was ging schief ?), die Gefühle der Menschen erforscht (Warum denken wir so ? Warum tun wir Dinge von denen wir wissen das sie falsch sind ?) oder auch einfach wissen will was die Welt im Innersten zusammen hält, so gelangt man am ende immer an einen Punkt : Zu sich selbst !
Die Frage "Warum ist das so ?" könnte auch "Warum sehe ich das so ?" lauten. Objektivität ist Subjektivität. So heißt es in SYNECDOCHE, NEW YORK :
"Das Ende hat immer mit dem Anfang zu tun"
Charlie Kaufman hat mit seinen Drehbüchern die Überlegung, dass man sich überall selbst begegnet, perfektioniert. Die Kreativität die er dabei beweist übertrifft sich in jeder Szene selbst. Es wäre sinnlos jetzt ein Beispiel dafür zu erwähnen denn sie ergeben oftmals nur im Kontext des Filmes sinn und entfalten nur dann ihre Genialität. Was ich an Kaufmans Büchern aber am meisten verehre ist seine Ehrlichkeit mit der er jeden Panzer entwaffnen könnte. Sein Blick ist kein Blick durch die rosarote Hollywood Brille in der Mann und Frau nur gut aussehen und wandelnde Klischees verkörpern, aber auch kein Blick durch die schwarze Emo Brille in der es nur Schmerz und Leid gibt. Sein Blick ist ehrlich, nichts ist in seiner welt verlogen. Nicht falsch verstehen : Wenn es eines gibt an das sich Kaufman nicht klammert dann Realismus. In seinen Büchern ist es eine Kleinigkeit einen Menschen aus seinem Gedächnis zu entfernen und manche Türen führen in den Kopf eines anderen Menschen, aber das ist völlig egal. Denn sein Fokus liegt nicht auf diesen Dingen, sein Fokus liegt auf Menschen.
Kaufmans Bücher sind Charakterkino. Es geht immer darum wie der Mensch auf Ereignisse und Gefühle reagiert. Oft bezieht sich Kaufman dabei auf keinen anderen als sich selbst (siehe ADAPTATION). Anders als andere Drehbuchautoren verschwindet er nach Ablieferung des Drehbuchs nicht einfach, er ist selbst am Dreh anwesend und ist über jede Veränderung in de Besetzung, Set etc. eingeweiht. Egal ob nun Michel Gondry oder Spike Jonze Regie führen, es sind Kaufmans Filme.
Mal geht es um Kunst, so wie er es in ADAPTATION macht, und die verschiedenen Auffassungen von ihr. Der eine verzweifelt an einem Script weil er glaubt sich selbst nicht gerecht zu werden, der andere hat riesigen Erfolg mit einem Drehbuch voller Autoverfolgungen und klischeehaften Schizophren Serienkillern und ist, ganz nebenbei, der Zwillingsbruder des ersten. Beide haben andere Auffassungen und beide stimmen in einer Form. Kaufmans Figuren, in diesem Fall die beiden Brüder, sind keine Helden und auch keine Schurken. Es gibt solche Verteilungen in seinen Filmen nicht.
Ein anderes mal geht es um etwas universelleres, etwas größeres, nämlich die Liebe, der vielleicht stärksten Emotion die es gibt. Darum geht es in seinem ETERNAL SUNSHINE OF THE SPOTLESS MIND. Im Film geht es um eine Liebe, die längst Schicksal geworden ist. Kaufman romantisiert seinen Film nicht und opfert ihn nie dem Kitsch (dann wäre er ja nicht er). In seinem Film geht es um die Verwirrung der Gefühle der beiden Liebenden. Beide sind keine Helden, beide haben nervige Angewohnheiten und beide ertragen den anderen oft nicht aber am Ende können sie ohne den anderen nicht leben. Das Gefühl des Moments ist manchmal nicht halb so stark wie es Rückblickend ist. So wie selbst die schmerzhafteste Erinnerung ein fester Teil von einem selbst ist.
Aber wenn wir durch Kunst und Liebe wandern kommen wir am Ende immer bei uns selbst an. Und in Kaufmans ersten Regie Arbeit SYNECDOCHE, NEW YORK geht es nicht nur um Kunst und Liebe, sondern um einen gebrochenen Mann der in seiner Angst vor dem Tod so verzweifelt ist das es sich durch ein alles überragendes Kunstwerk verewigen will weil der Schmerz seines Lebens so groß ist das er ihn der ganzen Welt zeigen will. Was er dabei nicht bemerkt ist das er nur ein Teil eine unendlich großen Ganzen ist. ("Ich habe dich dein ganzes Leben beobachtet aber du hast immer nur dich selbst gesehen") Erlösung findet er nicht in der Vollendung des großen Kunstwerkes sondern in dem Armen der Frau, die ihn immer geliebt hat, aber er zu sehr mit seinem eigenen Schmerz beschäftigt um das zu merken.
50 Jahre vergehen in diesem Film aber am Ende ist es, wie am Anfang, 7:45 Uhr.
Beim schreiben dieses Kommentars weiß ich nun gar nicht mehr was ich am Ende schreiben wollte. Außer das Kaufman so ziemlich jedem anderen Drehbuchautor der Welt voraus ist. Weil es in seinen Filmen bzw. seinen Büchern nicht darum geht die Welt zu erfassen sondern sich selbst zu erfassen weil alles andere nicht wichtig ist. Weil seine kreativen und abstrakten Elemente seinen Film der Realität noch näher kommen lassen. Weil seine Filme von uns handeln, weil sie von mir handeln.

bedenklich? 14 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten

DerDude_

Kommentar löschen

bedenklich? 8 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 3 Antworten

DerDude_

Antwort löschen

Der aller beste in Hollywood !


SalocinRocknRolla

Antwort löschen

Grandios.


Kommentar schreiben | Alle Kommentare (5)


Deine Meinung zu Charlie Kaufman