Synecdoche, New York

Synecdoche, New York (2008), US Laufzeit 120 Minuten, FSK 12, Drama, Komödie

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Kritiker
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93 Kommentare
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von Charlie Kaufman, mit Philip Seymour Hoffman und Catherine Keener

Der Theaterregisseur Caden Cotard lebt in der Kleinstadt Schenectady im Bundesstaat New York. Als er eines Tages ein seltsames Augenleiden feststellt, ist dies der Auftakt zu einer Serie von mysteriösen Nervenkrankheiten, die seine Körperfunktionen außer Kraft zu setzen scheinen. Dann verlässt ihn auch noch Ehefrau Adele mitsamt der gemeinsamen Tochter Olive in Richtung Berlin, wo sie eine hippe Künstlerexistenz beginnt. Seine neue Beziehung mit der sexy Kassiererin Hazel ist zu Ende, ehe sie richtig begonnen hat. Cadens Leben ist offenbar völlig aus den Fugen geraten. Irgendetwas muss geschehen! Also mietet er sich für das neue Stück seiner Theatergruppe ein riesiges leerstehendes ehemaliges Kaufhaus mitten in New York. Nach und nach bastelt er darin eine Nachbildung der realen Welt mit Schauspielern, die darin ein fiktionales Leben leben.

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Cast & Crew


Kritiken (9) — Film: Synecdoche, New York

Arakune: CinemaForever, Im Wendekrei...

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9.0Herausragend

"Eine Synekdoche ist eine rhetorische Figur aus der Gruppe der Tropen. Sie bezeichnet die Ersetzung eines Wortes durch einen Begriff aus demselben Begriffsfeld."
"Synecdoche, New York" ist ein Stück in einem Stück in einem Stück, das mit karikaturistisch-ironischen Mitteln das Streben des menschlichen Seins in Frage stellt und dabei völlig lächerlich macht. Das Streben nach Liebe, nach Zweisamkeit, nach Erfüllung, kurz: Nach Glück. Dabei weiß man dann oft nicht, ob man gerade lauthals lachen oder weinen sollte, so skurril-komisch sind manche Szenen, während sie zugleich die reinste Trauer und (menschliches) Leid ausstrahlen.
Außerdem weiß man, aufgrund der vielen kompliziert verschachtelten narrativen Ebenen, eigentlich nie richtig genau, wieviel Zeit denn jetzt gerade vergangen ist, wo man sich momentan befindet und wer jetzt eigentlich wen spielt. Ach, bevor ich noch zu ausschweifend werde und damit Eure Zeit vergeude, mach ich's lieber kurz: "Synecdoche, New York" übersteigt meinen Horizont aufgrund der unzähligen Metaphern, Aussagen und seiner Philosophie maßlos und das gebe ich auch offen zu. Aber trotz oder gerade wegen dieser Erkenntnis möchte ich den Film nun nicht mehr missen. Selten war ich so pessimistisch (oder sogar eher realistisch?) nach einem Film gestimmt und zweifelte an mir, meinen Zielen, meinem Leben. Und noch nie wollte ich einen Film so sehr noch mindestens ein zweites Mal sehen, um ihn in seiner Gesamtheit vielleicht doch noch besser erfassen und verstehen zu können und das rechne ich ihm hoch an.
Björn Lahrmann schrieb über den Film einst in einer Zeile: "Eine Komödie ist 'Synecdoche, New York' nur noch insofern, wie alles menschliche Streben in seiner Vergeblichkeit lächerlich ist." - Ja, und das ist es auch. Jedenfalls vorerst.

13 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht 3 Antworten

QueenOfEverything

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Schöner Kommentar, es ging mir auch ähnlich nach dem Film.


craax

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jau, ist falls man >ernst-haft< veranlagt ist, auf jedenFall eine zunehmend interessant investierte Film-Lebenszeit; und die Verdoppelung der Lebens-Darsteller-Leben, ideenmäßig, lohnt -.
Ein ins Imposant-Wahrhaftige aufgeblasenes (traurig echt authentisch existentiell ehrlich unerträglich) sein wollendes "B. John Malcovich" (warum d e r eigentlich neben der Prise Bergmann, Kafka und Kierkegaard- nicht mit drin? - paßte doch!)- Doch - kann man sich tun!


Björn Lahrmann: Das Manifest

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8.0Ausgezeichnet

Eine Komödie ist SYNECDOCHE, NEW YORK nur noch insofern, wie alles menschliche Streben in seiner Vergeblichkeit lächerlich ist. Die Grundstimmung ist die eines Begräbnisses; von der Cannes-Premiere wird berichtet, das Publikum habe sich im Anschluß mehrenteils betrunken. Verglichen mit den Pappschachtel-Extravaganzen von Jonze und Gondry mutet Kaufmans Eigenregie geradezu spartanisch an, die Wahl filmischer Mittel einfach, das Casting berechenbar, der Ton gedämpft. Die Illusion wächst in der Lücke, die klafft zwischen profaner Inszenierung und Kaufmans wild wuchernder Mindfuck-Fantasie.

Kritik im Original 8 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Kommentar gefällt mir doch nicht Antworten

beetFreeQ: http://blog.freeqnet.de/

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9.0Herausragend

Der Streifen ist nachdenklich, an vielen Stellen aberwitzig innovativ, oft überzeichnet absurd und ungeheuer zynisch. Philip Seymour Hoffman hält hier als grandiose Hauptfigur eine Story zusammen, die schwer zu verstehen ist, aber vielleicht auch gar nicht verstanden werden will. Vermutlich wird jeder Zuschauer sich sein eigenes Bild machen, seine eigene Vorstellung von dem haben, was Kaufman ausdrücken wollte. Es ist allerdings nicht so, dass der Film zusammenhanglos und wirr vor sich hin läuft. Die Geschichte schlägt zwar ihre Haken, der Zuschauer fühlt sich aber nie verloren.

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Mr.Vengeance: Lost In Imagination

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9.0Herausragend

Ein unfassbarer Film. Ein Monster, ein Segen und eine Offenbarung. Sollte man gesehen haben.

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Jonny Krüger

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Ich wollte auch ne Kritik schreiben. Aber zu diesen Sätzen gibt es eigentlich nichts mehr hinzuzufügen.

Es ist einer der wenigen Filme, die einen betroffen machen, allein weil sie irgendwann enden. Großes Kino!


JimSommer

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Ein unendliches Monster, ein Fluch und ein Martyrium ...

Horror - die sich rasant steigernde Langeweile wird mit
depressiver Armseligkeit gepaart, wo ist der Reiz? :7


TheCorey: MovieMaze

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10.0Lieblingsfilm

Synecdoche, New York ist ein Sammelsurium von Ideen, Einfällen, Anekdoten, Interpretationen, Metaphern und Synekdochen. Ein Film, der je nach Blickwinkel und Betrachtung sein Aussehen verändern kann. Eine Eigenschaft, die Kunstwerken innewohnt und als solches Kunstwerk ist auch Kaufmans Film zu sehen. „Everyone is disappointing the more you know someone“, meint Adele bevor sie Caden verlässt. Zehn Jahre nach Being John Malkovich hat Kaufman noch nicht enttäuscht. Möge er es auch nie tun.

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Perry Simm

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8.0Ausgezeichnet

Auch wenn so manche Kaufman-ismen langsam zu nerven beginnen - "Synecdoche, New York" ist ein äußerst faszinierender, vielschichtiger und lohnender Film.

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Jean-Luc Douin: Le Monde Jean-Luc Douin: Le Monde

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3.0Schwach

Der Film ist unheilsverkündend, es fehlt ihm der Reiz.

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Carrie Rickey: Philadelphia Inquierer Carrie Rickey: Philadelphia Inquierer

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6.5Ganz gut

In diesem epischen, ehrgeizigen Film, luftlos und manchmal atemberaubend, dem Regiedebüt des Drehbuchautoren Charlie Kaufman, ist Synekdoche ein Teil, der die Existenz widergibt, die ganze.

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Claudia Puig: USA Today Claudia Puig: USA Today

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4.5Uninteressant

Das Meta-Narrative ist ausgedehnt, zusammenhangslos und experimentell und entzieht sich oft dem Verständnis, sodass es bewusst und arroganterweise unklar wirkt. Auf der Bonusseite: Momente surrealen Humors blubbern an die Oberfläche. Der Film vereinigt zudem viele der talentiertesten Darsteller.

"Ich glaube ich habe dich schrecklich enttäuscht", sagt Caden. Der Film enttäuscht ebenso schrecklich. Das Regiedebüt eines so kreativen und cleveren Drehbuchautors wurde spannend erwartet. Seine Filme Being John Malkovich und Eternal Sunshine of the Spotless Mind sind zwei der innovativsten und fesselndsten Filme der letzten Dekade. Synecdoche ist einer der verrücktmachendsten.

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Kommentare (84) — Film: Synecdoche, New York


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Raven.13

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Bewertung9.0Herausragend

Der Film hat einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen, allerdings müsste ich ihn mir noch ein 2. mal ansehen.

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Nemoflow

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Bewertung9.0Herausragend

Der Film hat mich sowas von verstört zurückgelassen... Jede Interpretation wäre fehl am Platze. Ich liebe ihn!

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Pyro 91

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Bewertung9.0Herausragend

Charlie Kaufman präsentiert uns hier eine "Larger than life"-Story, in der die Grenzen von Realität und Fiktion ineinander verschwimmen und wieder ineinander verschwimmen und wieder ineinander verschwimmen, bis der Film schließlich zu Ende ist. Hier hat jeder Statist eine Rolle, Identitäten werden angenommen und gewechselt, Beziehungen werden geknüpft und aufgegeben, Gedanken und Gefühle sind nur Projektionen und letztendlich ist das Leben ohnehin ein nicht zu erfassendes Konstrukt, in dem wir auch wie von Regiehand in sexuelle Abenteuer rutschen, Familien gründen, Leute sterben sehen, uns voneinander entfernen und wieder vereinen, große Dinge erreichen und Misserfolge einstecken müssen und so weiter und sofort.
Das alle findet seinen Platz in Kaufmans hochambitonierten, skurrilen, komplexen, urkomischen als auch zu Tränen rührenden Regiedebüt, das sein emotionales Zentrum durch den großartigen Phillip Seymor-Hofman findet, der den Zuschauer an die Hand nimmt und mit ihm durch das Labyrinth des Lebens wandelt. Großartig!

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Glücksritter

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Bewertung10.0Herausragend

And they say there is no fate, but there is: It's what you create. And even though the world goes on for eons and eons, you are only here for a fraction of a fraction of a second.

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jollyroger

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Großartiger Film.


DerDude_

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Bester Film aller Zeiten


mainaeinz

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Der Film liegt neben mir in meinem Bett. Wir beide sind verschwitzt und rauchen eine Zigarette. Nach dem anstrengenden Vorspiel wollte ich schon Migräne vortäuschen und vorzeitig abbrechen. Dann bin ich doch noch gekommen. Nun bin ich glücklich. Und schwanger. (Vermutlich Drillinge).

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mainaeinz

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Bring aber genügend Geduld mit. Bei mir hat es fast eine Stunde gedauert, bis sich die steigernde Langeweile in euphorische Begeisterung gewandelt hat..


Andy Dufresne

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Mach ich...


Telebaum

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Bewertung6.0Ganz gut

Wie einige Kommentare ganz richtig sagen: als FILM funktioniert SNY nicht und genau das ist mein Problem damit. Selbst einige wohlwollende Kommentare geben zu, dass SNY kein Film sei, keine Kunst sei (sondern das Leben). Das sagt doch alles: Filmkunst bedeutet für mich, aus dem Leben einen Film zu machen, aus Leben Kunst zu machen, und genau hieran scheitert Kaufman in meinen Augen, wenn auch grandios. Vom Leben hab ich selbst genug und gelesen hab ich auch genug, um mich von diesen ganzen Binsenweisheiten nicht verführen zu lassen. Vielleicht hätte der hochgelobte Drehbuchautor doch lieber einen Regisseur die Regie machen lassen sollen, vielleicht wäre dann ja ein Film herausgekommen, so aber bleibt für mich lediglich P.S.Hoffmans unfassbar geniales Spiel, das wieder einmal seine herausragende Stellung als Darsteller unterstreicht, den Film, der keiner ist, (keiner sein will?) kann das schlechterdings nicht retten.

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WelcometotheKlap

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Nach meinem ersten kurzen Abriss, vor längerer Zeit auf dieser Seite, und meiner Kolumne auf Christians Foyer, wäre dies nun mein dritter Anlauf, mein dritter Versuch Charlie Kaufmanns Magnum Opus, diesem 2001 der Seele und/oder des kleinen Mannes, gerecht zu werden.
Was, genauer betrachtet nur folgerichtig ist, denn genau genommen könnte man SYNECDOCHE jeden Monat im Leben ein Kommentar widmen.
Noch genauer betrachtet könnte man an seinem Lebensende all diese Monatskommentare bündeln, und hätte den ultimativen Gegenentwurf, die ultimative Sezierung zu dem Lebensspiel, das Kaufmann mit SYNECDOCHE entwarf.
Es gibt kein Ziel, und wenn ist es das Falsche.
Denn wie genau soll es aussehen, dieses Ziel, das sich Morgen schon wieder verändert, und Übermorgen fährt mir eine Straßenbahn über den Fuß und lacht schon mal über meine Ziele von Überübermorgen.
Es gibt keinen Text zu SYNECDOCHE, so wie SYNECDOCHE kein Film ist.
Es ist das Kaleidoskop an Wenn und Aber und Lohntüten und Zufallsbegegnungen das sich unser Leben nennt und das immer nur rückschauend, wenn überhaupt in Literatur und Kunst Sinn ergibt.
Denn die literarische Erzählung kennt den allwissenden Erzähler, kennt Deus Ex Machina, braucht Anfang und Ende und den Sinn dazwischen, und wehe wehe der Autor verwehrt einem all dies, da regnet es dann Pamphlete und Kritikerhohn.
Wir wünschten uns so manches Mal, unser Leben wäre ein Film.
Hätte Anfang, rote Fäden und sinnvolle Verkettungen und Höhepunkte und zufriedenstellende Auflösungen und dann happily ever after tralalala…
SNYECDOCHE hat keinen allwissenden Erzähler, kein Deus ExMachina, und seine Stringenz wird uns, wie die Ereignisse unseres Lebens, erst im Rückblick klar.
Wenn man die Zufälle, die Wasserrohrbrüche in unserem Leben, die uns in diese oder jene Straße führen, zu verschiedenen Menschen, an die schäbigsten und schönsten Orte, wenn man sie überhaupt stringent nennen kann.
Es ist doch nur unser Gehirn, das versucht etwas zu ordnen, das eigentlich keiner Ordnung bedarf, sich dem Wesen der Ordnung entzieht.
Wir sehen fliegende Elefanten und zehn Minuten später haben wir eine Expertenkommision gegründet, die ein Naturgesetzt dafür finden soll.
Oder, wir legen uns die Hände auf die Augen und singen so lange laute Lieder bis der Spuk vorbei ist.
Egal wie, unser Universum hält, wackelt nicht.
Caden Cortard, unser Protagonist in SYNECDOCHE scheitert mit seinem Anliegen, gleich dem ganzen Leben ein Denkmal zu setzten, nicht nur seinem, sondern gleich allen, weil er die eine Wahrheit mit den Händen vor den Augen übersieht. Eyes wide shut quasi, versucht er sich etwas von außen zu nähern, das er nur von innen betrachten kann.
Und dieses Innen, dieses Leben, das Leben das wir alle führen ist eine Illusion, ist eine Wandertapete aus Eindrücken und den Soundtracks die wir ihnen geben.
Kann ein Mann zweimal in den gleichen Fluss steigen ?
Kaum erinnern wir uns, verfälschen wir unsere Erinnerungen.
Und das Hier und Jetzt ?
Jetzt ?!
Während ich schreibe, verändert sich der Text, sein Ausgang, sein Tenor.
Während du dies liest, dreht sich deine Gedankenwelt.
Morgen werde ich diese Zeilen überfliegen, ihre Fehler finden, sehen was mir gelungen, was ich wieder einmal vergessen habe.
Übermorgen vielleicht Pläne machen, irgendwann einen neuen, besseren Text zu schreiben.
Und an meinem Beerdigung noch wird man raunen :
Hier liegt nun KlapTrap……er hätte gerne noch diesen einen, definitiven Text über SYNECDOCHE geschrieben.
Er hat es nie geschafft !

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WelcometotheKlap

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Ach, was ist schon Glück ?! Und wer ist denn "happily ever after" ? Die, die hinter den Kulissen leben ? Ich glaube, die verstecken ihre Kratzer halt nur besser.


Telebaum

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"so wie SYNECDOCHE kein Film ist" - genau das ist es wohl, warum ich da nicht rankomme


craax

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vorgemerkt

Keine Zahl!bewertung (irgendwo gleitschig zwischen fünffünf und neun)
("Hab ich da tatsächlich irgendwo etwas von ">Komödie<"?! idiotisch gelesen) (wenn DramÖdie nur von TRAG-ödie, aber nehmen Sie's nicht so penibelbe/schwert!)

S. N.Y. bewegt sich unentschieden und unentscheidbar zwischen zwei Polen: großer Abstoßung und Attraktivität. Wenn es in Selbstdarstellung versunken einer eigenbenabelten „Künstlerseele“ sich kreischend egomanisch selbstbespiegelnd unendlichliebevollzugetanumkreist,- (zuerst) wenig anziehend,- und dann doch wieder, in Momenten, großer Ehrlichkeit, Unbedingtheit und Klarheit (und Aussagefähigkeit) (zunehmendem Reifen), entschiedenes Gegenteil.
Zu großen Teilen möchte man (gerade in erster Hälfte) das zu Zeugen-Bezwungene in die Tonne kloppen: und dann doch wieder abgelöst von immer unzaghafter zu bejahenden Teilen etwa ab dort, wo klar wird (grandiose Idee mit der Verdoppelung des Regie-Schauspielers, der sich selbst beim Agieren und Entwickeln zuschaut,- und allmählich ein Universums-Dach über dem Dach der Darstellungshalle entstehen läßt (bis hin zum Klebezettel auf Klebezettel auf Klebezettel- CityMap- Führungshilfeweis)-, bishin zu dem Augenblick und in Sätzen also, wo und in denen klar wird, das hier das architektonische geistgebaute Gefüge einer rastlos tätigen >organischen> Seele ein Lebensdenkwirklichkeitsfühlgefüge nachbaut,- wenngleich großer Einsamkeit, Selbstzentriertheit und daraus folgender (beulenpestbehafteter) Leiden, /wo schließlich Tacheles geredet werden soll. Spätestens ab da wird der Film interessant: nicht nur durch sein Bemühen um bedingungslose Ehrlichkeit (auch schmerzhafte Sätze zuzulassen) (denn das Leben M U ß keinesfalls ein schmerzhaftes bedeuten, traut man sich erst den heute verschrienen Mut zum Kitsch),- aber er spiegelt doch die hervorragende Einsamkeit der Elite (des Geistes), der unterwegs vergessen hat, so langsam zu fahren, das die Seele noch Zeit genug hatte mitaufzuspringen und die Fahrt ins Nichts (denn es ist die Seele, die den Lebensplan ins Kostüm mit eingepackt (heimlich –genäht) bekommen hat,- mitzuunternehmen /zu beginnen. So allerdings ist hier jemand mit allerlei psychogenorganischen Übeln behaftet (behext?) allein unterwegs; scheinbar auch wirklich aus NewYork und fester Absicht, diese Stadt – Richtung provinziellem Grünen &Blühen, womöglich-, niemals (mehr) zu verlassen. Der Bewohner dieser Stadt ist der aus New York. N.Y. meint nicht Amerika: es meint : h. sapiens sapiens (wie er sich buchstabiert) in der Moderne. Das hier ist hier und heute: für den, der wirklich ganz vorne angekommen ist,- die einsame – Avantgarde, ganz allein und nur, des gottverdammt verlassenen Geistes.
Ein Schimpanse der von einem anderen beobachtet wird, der sich für etwas (Besseres), nein, Klügeres hält; und die aufgefundene Zwickelbrille auf der Nase balanciert, und wohlgefällig von einem Dritten dabei photographiert wird,- als ob es eine Bedeutung hätte.

Sie werden mit diesen Sätzen nicht viel anfangen können; denn es ist anzunehmen (außer es den Sätzen zuzuschreiben teilrichtig), das Sie nicht derart zur Elite gehören (mögen). Seien Sie froh drum; denn Sie sehen ja wohin das (allem technischen Riesenaufwands-Brimborium nach‘abgesehen (denken Sie mal allein an die Kulissen)) - wohin das (nicht) führt. Möchten Sie, bei aller Ehrlichkeit, mit diesem etwas unansehnlichen künstlerischen Würstchen, bei allen zunehmenden sympathiebindenden Eigenschaften (seinem unausweichlichen unbedingten Authentizitäts-Wahrhaftigkeits-Beharren-Bemühen als größter bewunderungswürdiger Eigenschaft geschuldet) wirklich tauschen? – kaum. Seien Sie froh, wenn Sie diesen Film – trotz seiner surroundenden Grandesse – nicht wirklich einnehmen und (sich)herzen lassen wollten; denn ehrlich gesagt, so schlecht, wie sein (vorauseilender) Ruf- ist der Geist gar nicht. Das kommt vielleicht daher, das hier nur reflektiert – niemals gehandelt + eingegriffen (außer geputzt + vom Dach gesprungen, bedauerlich, reklamiert-) wird. Denn alles (Weltliche) wird hier nur von fleißigen Theaterkulissenbauern (im Hintergrund) errichtet und „ist“ ansehnlich bereitgestellt ; es sind aber die Kulissen, in denen wir t a tsächlich leben,- und man braucht sich nicht n u r in ihnen aufhalten (‚bewegen‘ wäre bereits zu aktiv): MAN KANN/könnte sie auch anfassen,- und von Kulisse zu wirklichem, benutzbaren, dienlichen,- Lebenshintergrund – nicht mehr – sondern Lebenseinrichtung WANDELN. Die Welt muß nicht bloß, für den Künstler, bloße zu betrachtende KULISSE bleiben. Er kann eingreifen; vom Betrachter zum Teilnehmer (wie der Film vormacht) sich wandeln,- und die Kulisse zu Echtheit vera r b e i ten. Denn wie sagt dieses Werk:
Wenn wir hinter der bloßen Stellwand – die echte bauen, -mauern, -mit Rohren und Gas- und Wasserwerken versehen,- Türfluchten mit echten, benutzbaren Räumen dahinter errichten,- kann, allmählich, die bis dahin unbenutzbare Kulisse zum „echten“ Lebensraum, mit tatsächlich möglichen Menschen-Bewohnern darin,- sich wandeln – die dann keine Schimpansen in bloßer Käfig-Genügsamkeitshaltung (erzwungener) mehr bleiben müßten. Wir basteln soviel an überdimensionaler Kulisse: das sich oftmals der Aufwand schon für das Herstellen eines kleinen bescheidenen „echten“ Biotops gelohnt und aufwändig ausgewogen hätte. Aber aus irgendeinem Grund: bauen wir lieber gewaltige Kulissenscheinbarkeiten um uns her, als kleine, bewohnbare, echte Wirklichkeitsteilwelten. Es muß wohl menschlich sein. Oder ist es das Problem des Künstlers? – wir werden es nie erfahren – denn wenn wir außer Haus gehen, erfahren wir nur, was alle für gemeinsame Kulisse, von unzähligen (Händen) instand und am Leben -gebaut, halten. Allein zuhause wissen wir sicher Bescheid: wo die unseren eigenen* (Eingriffstätigkeiten) das Wenige Niet-&Nagelfeste schufen, des täglich benutzbaren Umgangs, tatsächlich. Das andere ist, was Trumanshow leistet – hier allerdings sehr erwachsen, und existentiell – aber im Grunde, das Gleiche Selbe. Bloß mit weniger Zwinkern; dafür aber mit entschiedener, ernst-haft-er Geste. Ach Hazel – sturbst du, da wäre es doch gut gewesen – aber gut ist langweilig; und das fürchtet der Künstler wie die Pest. Statt rot lieber langweilig – dann stimmt der Bartspruch wieder,- besser zu tun. Sie werden’s kaum nachzuvollziehen bereit sein, denn ich fürchte, Sie werden’s nicht lohnend finden. Im Grunde haben Sie recht; aber ich mag’s durchaus ernst. Aber Ernst ist nicht alles: es ist nur der Anfang. Allerdings reicht ein Leben manchmal nicht; und dann wäre es schön, mehrere zu haben; damit, was begonnen wurde, zu einem guten Ende zu führen wäre. Beim nächsten Mal. Bis dahin: dürfte dieser Film in NewYork –zig-Uraufführungen erleben. Denn dort gehört er hin und drückt sich auch adäquat aus: in größter, moderner, Stadt – ganz ganz ganz (weit) vorne – so weit, das man ihn weiter hinten fast schon wieder aus den Augen verliert, ohne zu denken, (?) etwas (dringend Nötiges?) verloren zu haben. Vielleicht stimmt es ja; vielleicht auch nicht. Kommt drauf an. Auf Wen. Vielleicht.

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AwesomeTotoro

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Der Film war von vorne bis hinten unterhaltsam. Ich werde ihn jedoch nicht bewerten, denn ich hab GAR NICHTS verstanden. Wenn mir mal jemand erklären würde, was das alles zu bedeuten hat (brennendes Haus, plötzlich ist er homosexuell, plötzlich vermischen sich Schauspieler und echte Personen, etc, etc.), dann werde ich wohl bewerten. Bis jetzt steht er ungefähr auf 7.5, Tendez steigend...

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AwesomeTotoro

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Ja, gut. Allerdings fehtl mir dafür jetzt wohl ein bisschen der Nerv :P Vielleicht innem Monat oder so wieder...


Lorion42

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Meine Interpretation: Er hat leichte Probleme damit all die Gedanken zu ordnen, die er in seinem Theaterstück zeigen möchte. Das Gesehene ist nicht wirklich das was passiert, sondern was in seinem Kopf übrig geblieben ist. Am brennenden Haus wird das besonders deutlich - hier schwingt einfach immer der Gedanke mit was irgendwann einmal in dem Haus passieren wird.
Du kannst nicht über dich selbst nachdenken, ohne zu berücksichtigen, dass du über dich selbst nachdenkst. Ein rekursiver Gedanke, der nicht nur die Hauptfigur durcheinanderbringt.


BrittaLeuchner

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Es ist der Spiegel im Spiegel ... im Spiegel ... im Spiegel ... im Spiegel. Es ist ... der Tunnel der sich bildet, wenn man zwei Spiegel gegenüber hält. Der Gedanke, der sich überlegt was er sich denkt ... Und er ist einer meiner Lieblingsfilme. Es "spiegelt" genau das Obskurum wieder, was wir metaphysischen Wesen mit uns machen: wir versuchen UNS zu verstehen. Nur dumm dass wir dabei UNSEREN Kopf benutzen. Dieser Film ist fast immer eine gültige Antwort, egal bei welcher Diskussion. Das macht ihn sehr allumfassend und schwer zu beschreiben, noch weniger ist er dazu geeignet eine lange Filmkritik über ihn zu schreiben. Alles was ich noch tun kann ist eine Filmempfehlung auszusprechen: UNBEDINGT ANSEHEN. Großer Gott, dass ich das noch erleben darf. Filmgeschichte per Excellence ...

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DerDude_

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Wahrheit. Blanke Wahrheit in jedem Satz !


craax

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Gut gebrüllt, Britta... der Spiegel-Tunnelblick! (bis zur Kopie-Errichtung des GroßenGanzen....)
(10 ist vielleicht auch etwas gewagt, aber Geschmackssache; auf jeden Fall trifft dein Begehr m.E.n. auf einen VORHANDENEN Punkt, was /medial/ nicht mmer garantiert ist ;). :)
(PS fand ich ethymologisch Synecdoche (hier) interessant-)


Lorion42

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Bewertung7.0Sehenswert

Von der Aussage super! Tolles Werk und ein genialer Aufbau. Doch irgendwie ist es dann doch teilweise echt zu viel, so dass zwischenzeitig doch Langeweile aufkommt. Dem Zuschauer wird wenig in die Hand gegeben und wenn dann kommt es in großen Häppchen anstatt ihn gleichmäßig mit Puzzleteilen zu füttern. Der Film bleibt lange Zeit ein Mysterium und kann als solches wirklich faszinieren. Um gleichzeitig noch guten Film zu machen fehlt dann leider ein großes Stück.

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Fabes

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

"Es ist alles komplizierter als sie denken.Man sieht lediglich ein Zehntel der Wahrheit. Da sind eine Million kleine Dinge, die an jede Entscheidung gebunden sind, die wir treffen. Man kann sein Leben zerstören, wenn man eine Wahl trifft, aber vielleicht erkennt man das nicht einmal. Oder man findet die Ursache niemals heraus und man bekommt immer nur eine einzige Chance. Versuchen Sie sich ihr eigenes Bild zu machen. Und viele sagen es gäbe keine Schicksal, aber das gibt es, es ist was man erschafft! Und auch wenn die Welt sich weiter dreht, Äonen, Billionen, wir sind nur hier für den Bruchteil eines Bruchteils einer Sekunde. Den Großteil unserer Zeit verbringen wir tot oder noch nicht geboren. Aber während wir leben, warten wir vergeblich. Wir verschwenden Jahre auf einen Telefonanruf oder einen Brief oder einen Blick von jemandem oder etwas, das wir richtig machen können, aber das wird nie passieren. Oder man glaubt es wäre passiert, aber das ist es nicht… Also verbringt man seine Zeit mit wagen Erwartungen und noch wageren Hoffnungen, darauf das etwas Gutes des Weges kommt. Etwas, das etwas einem das Gefühl gibt ein Teil zu sein, etwas, das einen komplettiert, etwas, das einem das Gefühl gibt, geliebt zu werden. Aber die Wahrheit ist… Ich bin so wütend… Und die Wahrheit ist, dass ich so gottverdammt traurig bin… Und die Wahrheit ist, ich war so unglaublich lange, so verdammt verletzt und mindestens genauso lange habe ich so getan, als wäre das in Ordnung, nur um zurechtzukommen… Ich weiß nicht warum… Vielleicht, weil sich niemand für meine Misere interessiert… Weil jeder seine eigene hat… Naja… Scheiß auf alle… Amen!"

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DerDude_

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"Ich weiß jetzt wie ich das Stück schreibe. Es wird den Ablauf eines einzigen Tages zeigen. Den Tag bevor du gestorben bist. Es war der glücklichste Tag meines Lebens. Ich will ihn so immer wieder erleben wollen"


craax

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Danke, für die beiden Schlüssel-Zitationen /-Mühe gemacht zu haben!


Kalkwerker

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Ich wage mal zu behaupten, es ist eigentlich ein Liebesfilm , der alles Streben das eigene Leben bedeutsam, zu etwas besonderem, zu machen, das Ringen um Anerkennung, Status usw. ad absurdum führt. Unser in der Tretmühle eingeschränktes Blickfeld das unser leben so trist macht, ein Warten auf Godot...
Die Erkenntnis, das am Ende seines Lebens nur dieser eine Tag gezählt hat und alle anderen, seinem Projekt gewidmeten eher sinnlos, nur die Liebe sich als wirklich und wertvoll erweist, so profan es hier kling, erschüttert mich zutiefst, nicht zuletzt wegen einem herausragenden Philip Seymour Hoffman.
Einige Schwierigkeiten das Reale und die Kopie des Realen auseinander zuhalten, vor denen selbst die Protagonisten nicht immer gefeit sind, erzeugt seltene komische Momente, aber letztendlich sehr schwere Kost.

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DerDude_

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"I have a Title : The obscure Moon lighting an obscure World"


Kalkwerker

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Ein neuer Wallace für mich. "The world is ugly,
And the people are sad".


ezemeze

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Bewertung6.0Ganz gut

Mandelbrots feuchter Traum....brutal fraktal !

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Ripley1

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Wer ist Mandelbrot?


ezemeze

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http://de.wikipedia.org/wiki/Mandelbrot-Menge


Light-Yagami

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vorgemerkt

Gibt es eine DVD von diesen Film, wo die Untertitel (deutsch) fehlerfrei sind bzw. relativ wenige Fehler besitzen? :(
Würde ihn nur zu gerne sehen.

Habe nämlich das hier gelesen:

amazon.de/review/R2RUU8CXG4I54O/ref=cm_cr_dp_cmt?ie=UTF8&ASIN=B002LIMNQ8&nodeID=284266&store=dvd-de#wasThisHelpful

Wäre nett, wenn mir jemanden helfen könnte.

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Kaisu

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Bewertung5.0Geht so

Ein reales Leben, das sich mit einer Fiktion (Schauspiel) vermischt und Mann sich scheinbar nicht mehr wirklich bewusst ist, ob es nun real oder fiktiv ist, was sich da abspielt. An sich nix Neues, aber neu verpackt und gut besetzt.
Leider nicht mein Geschmack und viel zu langatmig und "künstlerisch" in nen Film gepackt.

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Ripley1

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nen


franticfury

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Bewertung10.0Herausragend

Mir fehlen die Worte für diesen Film! Unglaublich, verrückt, tragisch, hoffnungslos. Das alles und noch viel mehr ist "Synecdoche, New York", Kaufmanns Regiedebüt. Dass Charlie Kaufmann einer begabtesten und eigensinnigsten Autoren Hollywoods ist sollte mittlerweile hinlänglich bekannt sein, doch mit diesem Kunstwerk beweist er, dass er auch als Regisseur sein Handwerk versteht. Mehr noch, er ist einer der wenigen, die sich wirklich trauen etwas Neues, etwas Ambitioniertes, etwas Großes zu schaffen. Und wahrscheinlich liegt genau da der Grund, warum er von vielen Leuten so missverstanden wird.

Denn einfach alles an diesem Film ist beeindruckend, da ist natürlich das set design, das einfach nur bombastisch ist. Wie die Academy die Arbeit jener Leute einfach so übersehen konnte und dem Film wenigstens in dieser Kategorie eine Nominierung geben konnte ist mir immer noch schleierhaft, aber nun gut, das ist eine andere Geschichte.
Philipp Seymour Hofman ist dabei nicht minder beeindruckend als das künstliche New York in der Lagerhalle, er spielt fantastisch, brilliant, mal exzessiv, mal melancholisch ruhig und beweist einmal mehr, dass er zu den allerbesten seiner Zunft gehört.

"Synecdoche, New York" ist dabei ein Film, der völlig losgelöst von irgendwelchen konventionellen Erzählstrukturen funktioniert. 17 Jahre werden einfach so und fast unbemerkt innerhalb von 2 Minuten übersprungen, neue Figuren werden stetig eingeführt und man hat das Gefühl als würde der ganze Film sich langsam immer mehr in seine Komplexität verstricken, bevor er droht völlig in sich zusammenzufallen. Das mag anstrengend sein und so viel sei gesagt, "Synecdoche, New York" ist kein Film für jedermann oder gar für einen gemütlichen DVD Abend. Einen roten Faden sucht man vergebens, aber genau das wollte Kaufman und darin liegt diese unglaubliche Stärke des Films. Genau wie Caden Cotards Stück bläht sich der Film förmlich auf, wird gewaltiger, beeindruckender, ohne aber auch nur ein bisschen an Klarheit zuzunehmen. Der Film handelt von Allem und zugleich von Nichts, von Leben und Tod, von Erfolg und Scheitern, vom Finden zu sich selbst.

Es ist schwer zu beschreiben was der Film in mir ausgelöst hat. Die meisten Filme lösen Emotionen aus, die ich klar definieren kann, Freude, Wut, Traurigkeit... Aber was ich empfunden habe als die end credits über den Schirm liefen und dieser unfassbare soundtrack ertönt kann ich mit Worten nicht beschreiben. Es ist fast so als ob der Film auf einer Ebene funktioniert, die so tief ist, das ich sie selbst nicht ergründen kann. Das hört sich furchtbar geschwollen und prätenziös an und vielleicht ist es das auch, aber so erging es mir. Ähnliches erging es mir nur nachdem ich zum ersten Mal "Magnolia" gesehen hatte. Ich weiß nicht genau was ich fühlen soll, aber ich weiß, dass mich dieser Film für immer begleiten wird, ich werde ihn mir immer und immer wieder ansehen. Ich muss einfach, schon allein um zu versuchen ihn zu ergründen.

Vollends verstehen werde ich ihn wohl nie, aber andererseits, wer bitte würde sich anmaßen zu sagen er verstehe das Leben?

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TFX

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Wow, ich hab mir sofort nach Ansehen des Films die überraschend günstige Blu-Ray von Amazon bestellt. Selten hab ich ein derart starkes Gefühl extrem wenig von einem Film gesehen zu haben, obwohl ich ihn gerade erst gesehen habe.


craax

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mmh, Magnolia wird berührt...nicht g a n z unberechtigt. Aber wenn Synecdoche der Moment des Herunterschlingens ist, ist Magn. der Moment, wo die Nahrungsbestandteile aufgenommen im Blut-Körper ankommen (wo sie sehnlich erwartet + benötigt sind)
:)
der entscheidende Schritt ist in Synecdoche noch nicht getan; aber auf jeden Fall ist er eine interessante Aufforderung
(den Kopf aus dem Sand zu ziehen)
(Verzeihung den allwissenden Spiegel)


MrDepad

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Bewertung9.5Herausragend

Der aktuellste Film von Charlie Kaufman, bei dem er auch erstmals Regie führte, ist ein melodramatischer, komplexer und anrührender Koloss. Der Grundton ist diesmal fast durchgehend depressiv und traurig, der typische Kaufman-Humor kommt fast nie zum Vorschein. Die Geschichte entfaltet sich wie gewohnt erst recht gewöhnlich, um dann nach ca. 45 Minuten wieder in extrem komplexe, fordernde Szenen zu wechseln. Man glaubt im ersten Moment, es wäre einem eine wichtige Überleitung entgangen, Kaufman macht innerhalb von Minuten hohe Zeitsprünge, die nicht eingeblendet werden und der Erzählung ist sehr schwer zu folgen. Wem die bisherigen Kaufman-Filme schon zu komplex waren, wird an diesem Werk sicherlich verzweifeln, da viel mehr Fragen aufgeworfen werden, als erklärt. Kaufman überlässt es seinem Publikum, sich auf das Gesehene eine Erklärung zu bilden und die Zusammenhänge zu einem Gesamtbild zu verknüpfen. Doch genau das ist es, was ich so an ihm schätze, er macht noch Filme, die mutig sind und traut seinem Publikum genug zu, allerdings ohne allzu verkopft und unzugänglich zu sein. Die Darstellungen aller Beteiligten tragen zum Genuss des Films bei, allen voran natürlich der grandiose Philip Seymour Hoffman, der einfach wie geboren ist, um tiefgründige, außergewöhnliche und melodramatische Rollen mit Bravour zu meistern. Ich habe nach dieser ersten Sichtung noch lange nicht alles verstanden und bin noch recht erschlagen von den vielen Eindrücken und Gefühlen, die der Film hinterlassen hat, aber ich fand "Vergiss mein nicht" noch ein Stückchen besser, weshalb ich nicht ganz die Höchstwertung vergebe. Trotzdem ist "Synecdoche, New York" ein gewaltiges Werk, welches nachdenklich stimmt und lange nachhallen wird, ich kann es nur empfehlen.

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BigDi

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Der Film wird übrigens mit jeder neuen Sichtung und jeder Erinnerung an ihn noch gewaltiger, zweimal Ansehen ist eigentlich mindestens Pflicht.


strangelet

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Bewertung9.0Herausragend

Tipp: Gar nicht erst versuchen, den zu verstehen. Einfach wirken lassen.

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strangelet

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Das hast Du schön gesagt. Ich versteh's aber immer noch nicht. :)


craax

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wird schon :)... muß eh unser Unterbewußtsein verstehen lernen oder muß unser Unterbewußtsein uns verstehen lernen?...;) Fragen über Fragen... aber das Gefühl leitet uns schon; es will nur Zeit (warum nicht siebzehn Jahre?) dafür von uns!-... (die wir ihm irgendwie besorgen müssen.)

Also - läufts schon irgendwie (auch) auf deine, nur nicht kategorische, Antwort hinaus... :)


Begbie

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Bewertung9.5Herausragend

Bääämm! Nicht umsonst wurde dieser Film von Roger Ebert zum besten Film 2000-2009 ausgezeichnet (auch wenn ich nicht allzu viel von ihm halte, aber er ist doch einer der bekanntesten). Allein die Leistung von Seymour Hoffman ist einzigartig brilliant. Ein Film zum Kopf einschalten und mitdenken - eine Mischung aus erstaunt, deprimiert, erfreut und so vieles mehr sein... Ein Meisterwerk für das jeder 2h investieren sollte

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Yvonne_Kol

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...bei so viel Begeisterung wird's gemacht :)


Begbie

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ohja...du MUSST ihn anschauen



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