Adaption

Adaptation (2002), US
Laufzeit 110 Minuten, FSK 12, Komödie, Kinostart 13.03.2003

7.6 Kritiker
45 Bewertungen
Skala 0 bis 10
7.3 Community
2819 Bewertungen
45 Kommentare
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von Spike Jonze, mit Meryl Streep und Rheagan Wallace

Charlie Kaufman ist ein Genie. Seine Drehbücher sind kreativ, originell, intelligent, brillant, witzig und voller Überraschungen. Nur einer will nicht an das Genie glauben: Charlie selbst. Kaufman fühlt sich alt, abstoßend, fett, glatzköpfig – kurzum: wie ein totaler Versager. Und das, obwohl sein erstes Drehbuch, “Being John Malkovich”, gerade verfilmt wird und der Weg auf der Karriereleiter direkt nach oben führt. Doch selbst beim eigenen Film ist er am Set ein Fremdkörper, ein Außenseiter – und auch sein Selbstbewußtsein wird von diesem Erfolg nicht gestärkt. Umso mehr fühlt sich Charlie geschmeichelt, als ihn die ausgesprochen attraktive Hollywood-Studiomanagerin Valerie bei einem “Powerlunch” umgarnt, er solle für ihr Studio einen wunderbaren Bestseller adaptieren: “The Orchid Thief” von der New Yorker Journalistin Susan Orlean – ein Tatsachenroman über … Blumen. Charlie – um den Finger gewickelt von den Komplimenten und Lobpreisungen Valeries – sagt zu.

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Kritiken (4) — Film: Adaption

Flibbo: wieistderfilm.de

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7.5Sehenswert

Viele Filme zeichnen sich durch ungewöhnliche Erzählweisen aus, ob rückwärts, in Flashbacks oder ineinander verwobenen Episoden. Doch „Adaption“ hebt die filmische Erzählweise nochmal auf eine nächste Ebene. Da gibt es einen Film im Film, ein (Dreh-) Buch im (Dreh-) Buch, eine Geschichte in der Geschichte, ein Buch im Film, ein Film im Buch oder was auch immer. Grenzen werden stark verwischt und letztlich auch gesprengt, vor allem die Grenzen von Realität und Fiktion. Das Buch, um das es im Film geht, gibt es wirklich. Und der Film sollte einfach eine Verfilmung dieses Buchs werden. Der (reale) Drehbuchautor Charlie Kaufmann hatte bei der Adaption Schwierigkeiten und beschloss letztendlich, genau dies, und damit auch sich selbst, zum Thema des Films zu machen. Dabei wurde noch ein Zwillingsbruder hinzuerfunden, dem der Film gewidmet ist, und schon verwandelte sich eine Verfilmung eines Buchs über Blumen in eine höchst schräge Sternstunde des anspruchsvollen Kinos. [...]

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Evie: www.inderzange.de

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2.5Ärgerlich

Nichts für mich, irgendwie zu durcheinander und die Regie war auch nich so das Beste...

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Le Samourai

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@ Pajero: WORD!
Das ist wirklich ärger- und lächerlich zu gleichen Teilen.


Violent Fiffy

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Eine absolute Sauerei. Und das als Kritiker. Da helfen auch die anderen ausführlichen Kritiken nicht mehr, um den Schnitt nochmal hochzureißen.
Da springt mir die Pumpe aus'm Korb bei sowas! Und das in Deutschland. Wo sind meine Tropfen?
Da werden die extra am Schicksalsberg vereidigt und tätowiert. Wozu frage ich !? Wozu denn nur?!?
Deutschland - Servicewüste, man kann es nur immer wieder sagen, kann man das, jawoll ja !
Dafür sind die tapferen Menschen damals beim Sturm auf die Bastille nicht gestorben damit hier heute so liederlich-lumpig, bodenlos-unverschämt einfach knapp-kritisiert wird. Nöi nöi nöi... also sowas... echt.. !


The-Duke: Dukesmovieblog/powermetal/s... The-Duke: Dukesmovieblog/powermetal/s...

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8.0Ausgezeichnet

Charlie Kaufman (Nicolas Cage) ist Drehbuchautor und arbeitet derzeit an einer Adaption des Romans „Der Orchideen-Dieb“ von Susan Orlean (Meryl Streep). Doch es will ihm absolut kein brauchbarer Stoff einfallen und das schlimmste ist, die Zeit drängt, denn seine Auftraggeber wollen Ergebnisse sehen. Und als ob das noch nicht genug für den armen Kerl wäre, will ihm sein Bruder Donald (Nicolas Cage) beruflich in dessen Autorentätigkeit nacheifern. Wie von selbst schüttelt er ein Script über einen Serienkiller mit multipler Persönlichkeit aus dem Ärmel und auch sonst läuft in seinem Leben alles perfekt. Als sich Charlie nicht mehr zu helfen weiß, greift er zum äußersten: Er fügt seinen eigenen Charakter in die Geschichte ein, mit ungeahnten Folgen…

Was sich Spike Jonze (Being John Malkovich) mit diesem Film ausgedacht hat, mag wohl so manchen Zuschauer erst einmal verblüffen. Nicolas Cage in einer Doppelrolle, ein Script über Orchideen und ein Film bzw. die Idee zu einem, im Film als selbigen. Klingt komisch, ist auch so. Aber entgegen aller Bedenken überaus unterhaltsam und in gewisser Weise faszinierend. Das liegt zu großem Teil an den gut agierenden Darstellern, wie auch an dem, obwohl recht speziellen, doch sehr durchdachten Handlunsbogen, welcher zu keinem Zeitpunkt der Langeweile verfällt. Dabei ist es aber gerade die Langsamkeit, die den Film bestimmt. Jene öde Leere in Kaufmanns Kopf überträgt sich auf das gesamte Geschehen und bietet somit einen interessanten Einblick in diese, im Grunde genommen langweilige Person. Würde man „Adaption“ einem Genre zuordnen wollen, wäre wohl das der „Tragikomödie“ am passendsten. So ziemlich alle Schmunzler werden durch den bedauernswerten Werdegang Charlies hervorgerufen, man weis teilweise nicht, ob man lachen oder weinen soll. Nur leider verpulvert Jonze die angenehme Stimmung der ersten beiden Drittel mit einem unnötig actionreichen Schluss.

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micheln

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Finde den Schluss logisch... Denn das ist der Teil des Drehbuchs, bei dm ihm sein Bruder hilft... ;)


Chaosmacherin

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Das Ende ist nur logisch. Der Film erfüllt seine eigenen anforderungen Robert McKee sagt doch im Fim "I'll tell you a secret. The last act makes a film. Wow them in the end, and you got a hit." :D Nur hat das "WOW" bei dir eben nich geklappt.


Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost Peter Zander: Welt, Berliner Morgenpost

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7.5Sehenswert

Vorsicht bei diesem Film! Glauben Sie ihm immer nur die Hälfte und keinen Deut mehr! [...] Hollywood nimmt sich hier wunderbar selbst auf die Schippe. Dabei zielt die Satire einmal nicht auf die kommerzielle, auf Reibach schielende Industrie, diesmal kriegt auch die Kunst- und Independent-Szene, ja die ganze elitär-intellektuelle Klasse ihr Fett ab.

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Kommentare (41) — Film: Adaption

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torsam

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Bewertung2.0Ärgerlich

In dem Film passiert überhaupt nichts, zumindest nichts spannendes. Die Figuren bleiben alle farblos. Bis zum Schluss habe ich geschaut, in der Hoffnung, dass noch irgendeine packende Auflösung kommen möge, die dem Film einen Sinn gibt. Aber das? Es gibt einfach keinen zu lösenden Konflikt im Film.

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maddes89

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Es mag ja sein dass der Film dir einfach nicht gefallen hat, dass die Geschmäcker verschieden sind wird ja hier oft genug breit getreten. Dennoch passiert es viel zu oft, dass ein Film als "dumm", "langweilig" oder "pseudointellektuell" bezeichneit wird, obwohl dieser auf der von dir erwähnten Meta-Ebene des Filmemachens bzw. des dramatischen Erzählens sehr gut funktioniert. Es geht eben darum einen Film nicht nur zu konsumieren, sondern sich auch damit zu beschäftigen.


AASFRESSER

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Nein! Maddes, es geht darum, das manchen Leuten Filme gefallen, die anderen nicht gefallen - und dass das hier kundgetan wird - das dramatische Erzählen (Brecht: Episches Theater???) ist eben nicht das Hauptmotiv eines jeden Kinobesuchers... das muss man dann eben auch mal akzeptieren können...


_Sarah_

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Komplex, verwirrend, anders, skurril, originell, verworren..
Dieser Film verwischt die Grenzen zwischen Realität und Fantasie.

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romaaan

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Den haste doch bestimmt in Medien gesehen. :D


m36

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Bewertung9.0Herausragend

originell wirr.

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Ichundso

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Adaption ist Charlie Kaufmans Kampf. Sein Kampf gegen die Welt, gegen Firmen und Verleger und vor allem gegen sich selbst. Und diesen Kampf versucht er dadurch zu schlagen, indem er über ihn berichtet.
An einer Stelle im Film sagt Charlie Kaufman: "Das Einzige, was noch abgedroschener ist als Serienkiller sind multiple Persönlichkeiten." Diesen Satz sagt er zu einer fiktiven Figur, einer Aufspaltung seiner eigenen Persönlichkeit. Wer sich mit dem Gedanken anfreunden kann, dass jemand im vollen Bewusstsein der ganzen Sache einer multiplen Persönlichkeit erklärt, das wäre total abgedroschen, der kann auch in Angriff nehmen, den Rest des Films gut zu finden. Denn dies ist der Einstieg in die vollkommene Absurdheit und das Paradoxe, durch das Adaption funktioniert. Ein einziges großes Paradox. Ein Paradox, so faszinierend, dass man nach dem Film sofort Wikipedia um Rat fragen muss, was genau da jetzt fiktiv und was real war.

Es geht um einer der größten Konflikte fast aller Künstler, nämlich die Frage, ob man für sich selbst oder für das Publikum schreibt. Wenn man in der Lage ist, einen Thriller zu schreiben, auf den alle Leute abfahren, warum macht man es nicht? Warum ist jedes Lob für ein Buch hinfällig, solange man nicht selbst davon überzeugt ist? Was ist mir wichtig, womit bin ich zufrieden?

Donald Kaufman ist die Verführung. Er stellt den einfachen Weg dar, den optimalen, wie man ohne viel Arbeit viel Geld, Anerkennung und einen Haufen supertoller Freunde bekommt. Und dennoch entscheidet sich Charlie dagegen, denn er ist nicht so. Er hat dafür gekämpft, er selbst zu sein. Ob er wirklich gewonnen hat, ist schwer zu sagen, denn das was er eigentlich wollte, ist nicht aus dem Projekt geworden. Adaption ist kein Film über Blumen.
Vielleicht klappt es ja beim nächsten Mal.

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fkfilmkritik

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Bewertung8.5Ausgezeichnet

Hinreissender, feingeistiger und skurriler Tiefsinn.
Das Selbstwertgefühl geht flöten. Die Probleme die du in dir siehst, sieht kein anderer Mensch. Du hasst dich, andere lieben dich. Dich langweilen deine Romane und Erfolge, andere vergöttern dich dafür. Du beschließt deinen Hass mit in´s Buch zu schleppen. Du bist kahlköpfig, dick, veraltet und diese Depressionen sieht nichtmal dein dir äußerlich ähnlicher Zwilling. Du ratterst drauf los wie es dir passt in deinem unverkennbaren Schreibstil. Was dann passiert sage ich mal nicht und was darauf folgt ist dazu auch ganz große klasse, sowie der gesamte Film.

Zum einen wird brillant gezeigt, dass es immer mehr auf die innere Einstellung ankommt wie man sich fühlt. Während Charlie schlaff, bedrückt und niederträchtig an seinem Roman textet, sieht man Donald hellauf begeistert, wie er anfängt Bücher zu schreiben. Dabei nervt er auch nicht mit "Immer positiv denken"-Plattitüden. Zum anderen vergisst er nicht, dass wir alle irgendwann mal - in einem Teil unseres Lebens (etwas) depressiv sind, was aber auch nicht heißt, dass es nicht wahr ist, dass wir zu gar nichts mehr im Stande sind. Dieses systematische kann mir jemand ein bisschen Mitleid spendieren-Zeugs wird dabei glücklicherweise in Ruhe gelassen. Ein glaubhaftes und ehrliches Feeling. Viel Menschlichkeit. Man geht im ernsten Stil mit passend eingesetztem Charme an die Sache. Man hört einem interessanten und entspannten Off-Kommentar Interesse weckend zu. Der Soundtrack lässt einen genüsslich in diese verträumte, interessante und selbstkritische Miene eines Charlie Kaufman einsteigen. Nicholas Cage zeigt obendrein was er kann wenn er mehr tut als nur seine Schulden abzahlen zu wollen. Eine - wie immer wenn er will - Top-Leistung.

Die Geschichte ist durch und durch komplex. Außerdem schön knifflig. Man spürt, dass man hier eine brillante Vorlage hatte, bei der es ein leichtes gewesen ist, daraus einen grandiosen Film zu machen. Der Humor ist schön schwarz gehalten. Die Wendungen sind absurd sowie schwer erdenklich und dennoch glaubhaft. Charaktere werden interessant ausgearbeitet. Chris Cooper hat übrigens für seine ebenfalls kongeniale Vorstellung verdient den Oscar eingeheimst, was mir zufriedenstellenderweise zeigt, dass der Film seine gerechte Beachtung durchaus bekam. Wobei ich finde, dass besonders Cage, der hier immerhin 2 Typen, die sich äußerlich ähnlich sind zu charakterisieren, da sie sich darin klar unterscheiden.

Letztendlich kann ich jeden, der schon nicht nach diversen großartigen Kommentaren Neugier bekommen hat diesen Film empfehlen. Er ist fürs Herz, fürs Hirn, für die Sinne, zum lachen, zum weinen. Genial strukturiert und wunderbar gespielt.

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fkfilmkritik

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Danke, der wird dir gefallen. :D


hoffman587

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Bin ich mir fast schon sicher, die Hoffnung stirbt zuletzt^^


horstkevin

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Bewertung4.5Uninteressant

Der Film hat mich irgendwie nicht richtig erreichen können, war zwar alles ganz nett anzuschauen, aber warum z.B. der Action-Schlussteil? Hat meiner Meinung nach überhaupt nicht gepasst, ebenfalls das "happy ending" hätte man sich sparen können.
Positiv sind die schauspielerischen Leistung zu sehen, vor allem hat Nic Cage eine ansprechende Leistung geboten, im Vergleich zu seinen letzten Filmen absolute Quantensprünge.
Mir hat hier einfach das gewisse Etwas gefehlt, zumal ich diesen Film mit Sicherheit nicht in die Kategorie "Komödie" verfrachten würde.

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horstkevin

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Wenn du das sagst, muss es wohl so sein...


Ichundso

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Der Action-Schlussteil passt wirklich nicht, aber gerade das ist Teil davon. Der Schluss funktioniert nicht, denn er ist der gescheiterte Versuch Charlie Kaufmans, klassische Spannung in seine Geschichte zu bringen und ein Drehbuch wie das seines imaginären Bruders zu schreiben, nur kommt er damit überhaupt nicht zurecht und ihm fällt nichts Besseres ein, als Chris Cooper von einem Alligator fressen zu lassen.


Begbie

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Bewertung6.0Ganz gut

Der Film hat mich einfach nicht gepackt. Ich hab mich riesig gefreut und auch die überwiegend sehr guten Kritiken im Voraus aufgenommen. Es ist kein Unterhaltungsfilm, Realität und Fiktion geben sich die Hand. Man sollte sich für den Film auf jeden Fall Zeit nehmen und auf einige Details achten, da es auf jeden Fall auch viele Anspielungen (das Ende muss spannend sein :D) gibt, die direkt im Film umgesetzt werden. Leider hat er bei mir nicht die gewünschten Emotionen erweckt.

Ein Grund war sicher meine natürliche Abneigung (ich würde schon fast von Hass sprechen) gegenüber Meryl Streep (auch wenn nun sicher einige versuchen mir aufzuzeigen, wie gut sie doch ist), der andere war vielleicht die zu hohe Erwartungshaltung. Bei gegebener Zeit werde ich ihn mir nochmal anschauen (oder alternativ erstmal "Synechdoche, New York"). Bis dahin bleibt er für mich leider nur Durchschnitt ohne große Pluspunkte.

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lil.weeze

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Für micht der beste Kaufman bisher. Fand den sogar besser als Being John Malkovich! Synecdoche, New York habe ich allerdings auch noch nicht gesehen, steht aber auch schon lange auf meiner Liste.. :)


Chaosmacherin

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Bewertung6.5Ganz gut

Kennt ihr das Gefühl einen Film unbedingt mehr mögen zu wollen als man am Ende tut? Bei “Adaption” ist das für mich der Fall. Ich sah ihn und ich verstand auch die Komplexität die dahinter steckt, aber mir konnte der Film einfach nichts besonderes Geben.
“Adaption” ist die reine Selbstreflektion. Er ärgert sich über Klischees um sie letztlich selbst zu erfüllen. “I’ll tell you a secret. The last act makes a film. Wow them in the end, and you got a hit.” sag der auch in der Realität existierende Robert McKee im Film. Und genau das, macht “Adaption” am Ende wahr.
Cage, Streep und Cooper spielen ihre Rollen hervorragend (auch wenn ich einen Oscar für Chris Cooper als bester Nebendarsteller für etwas zu viel des lobes empfinde.)
Der gesamte Film (abgesehen vom Ende) ist mit Absicht träge und langsam. In der Regel komme ich mir einem ruhigen langsamen Stiel gut klar. Oft mag ich das sogar sehr, aber in diesem Film war es mir einfach zu anstrengend und zu viel des guten.
Ich verstehe warum viele diesen Film so mögen, kann es ihnen aber einfach nicht gleich tun. Ich sehe keinen Grund dazu diesen Film noch einmal zusehen. Aber bitte, lasst euch nicht von meiner Meinung abhalten dieses Werk zu sehen!

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Snajper

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Kann mich dem hier nur anschließen...


Dincs

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Du sprichst mir aus der Seele :) Es beruhigt mich, dass auch andere es genauso sehen.
Ich finde es eigentlich auch sehr schade weil dies eigentlich ein Film sein sollte der genau meins ist (selbst MP gibt mir eine 8 vor), aber irgendwie hat es bei ihm nicht gefunkt.


Filmpilot91

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Bewertung8.0Ausgezeichnet

Sehr origineller Film von einem echt genialen Autor.

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Baumkopf Holzfaust

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Bewertung10.0Herausragend

Eine rekursive Schleife über die Umkehrung von Belang und Belanglosigkeit. Infernalischer Stoff, dessen Umsetzung vergleichsweise harmlos ist, die gegenwärtige Verschiebung der Werte könnte auch eine wesentlich drastischere Umsetzung vertragen.

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DerDude_

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Es gab einmal einen Mann , der hieß Charlie Kaufmann.Der hatte eine Frage:Wie kann ich ein buch adaptieren , das kein bisschen als Film geeignet ist , aber mich trotzdem an die Vorlage halten ?
Die Antwort :Der Film "Adaption"
Die Frage: Der Film"Adaption"
Eine Schlange die sich selbst auffrisst "Oro Boro"

Adaption =Eine Geschichte die keine sei will , aber eine ist.
Die Geschicht von 4 Menschen die einer Faszination erliegen
John De Laroche ist fasziniert von von Orchideen , Susan Orlean ist fasziniert von John De Laroche , Charlie Kaufmann ist fasziniert von Susan Orlean und Charlies Bruder Donald ist fasziniert von Charlie , der wiederrum von dem Erfolg Donalds fasziniert ist.

Gleichzeitig rechnet der Film mit den Scripts der Traumfabrik ab:Hollywood lehnt Kreativität ab , aus Furcht vor Kommerzmangel.
Charlie verzweifelt daran.Während er sich bemüht , ein kreatives Drehbuch hervorzubringen , verdient Donald mit einem billigen , klischeehaften Thrillerdrehbuch Millionen.Das Ende der Geschichte , bedient sich aller Hollywoodklischees , die Charlie versucht hat zu vermeiden.Letztendlich helfen es diese ihm , sein Drehbuch zu vollenden , das schon exsistiert und in dem er sich befindet.Ein Drehbuch , das einer Orchidee gleicht :Wunderschön , aber niemand interessiert sich für sie.

Fazit:Nicolas Cage in einer grandiosen Doppelrolle , Meryl Streep und Chris Cooper harmonieren perfekt miteinander und all das vermischt mit sozial/selbstkritischen Humor und Absurditäten , führen zu einem perfektem Film.

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Kösti 31

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Bewertung5.5Geht so

"Das ist kein Film. Da müssen sie nochmal ran: Dramatik reinbringen!" Nachdem dieser Satz fiel, wurde der Film noch ganz okay. Vorher gings nur um wenig spannende Orchideen und Schreibblockaden. Wahrscheinlich bin ich genau die Art von Publikum, die der Film kritisiert. Falls er das tut, hab nicht immer aufgepasst.
Was ich ganz passend fand: "Augen, die die Trauer der ganzen Welt in sich tragen" und dazu die Einblendung von Meryl Streep. Ein Pluspunkt gibt es definitiv für Cage, der zwei Charaktere (Zwillinge) verkörpert. Der abgedrehte Bruder des Protagonisten war durchaus amüsant. Konnte aber auch nicht mehr viel retten.

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KlapTrap

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Der neuste Kommentar von KLAPTRAP ist eigentlich ziemlich genial geworden.
Zwar lobt der Autor sich in der ersten Zeile noch etwas zu sehr selbst, was immer prätentiös und egoman rüberkommt, aber dafür kommt er direkt nach dem ersten Absatz auf das Hauptanliegen.
Dort ist nämlich viel gutes über einen Film mit dem Titel Adaption zu lesen, der ganz wunderbar doppel - nein dreifachbödig sei, und zudem von Nicolas Cage oscarverdächtig mit Leben ausgefüllt worden wäre.
Dem ist nicht nur unschwer zu wiedersprechen, zumal er den süffisanten Twist anwendet, seine Kritik von einem imaginären Rezesenten rezesieren zu lassen, und somit schonmal durch seine gewohnte Kopflastigkeit zu Sympathie verführt.
Selbiges gelte übrigens auch für ADAPTION, so schrieb KLAPTRAP weiterführend, und auch wenn die Art der Kritik auf Dauer etwas zu selbstverliebt erscheinen mag, so weiß er doch den Flow seiner Arbeit immer wieder durch schönste Bilder der Pflanzenwelt aufzulockern.
Hier zb . : http://www.smaniotto.net/orchidee.jpg
Natürlich muss man sich auf derlei gestaltete Text ersteinmal einlassen können, und es hilft auch mit früheren Werken des Autors vertraut zu sein, dann aber steht einem vergnüglichen Genuß vgon KLAPTRAPS neuster Kritik nichts mehr im Wege.

P.S ; Übrigens wird gemunkelt das KLAPTRAP die Filmrechte an seinem neuen Werk nicht veräußert hat, nachdem er mitbekam das Hollywood daraus ein Actionreißer über einen schizophrenen Psychopathen machen wollte, der sich bei einer Verfolgungsjagd zu Pferde selbst von hinten erschießt.
Kluge Entscheidung !

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BlueSquirrel

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Wer ist nur dieser KlapTrap, von dem man hier liest?


KlapTrap

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Bin mir da selbst nicht so sicher.....
Laut Wikipedia handelt es sich um einen Schreibfehler und/oder eine Variation von "Klapprad".....vielleicht hilft das ja weiter !


Clubgeist

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Bewertung4.0Uninteressant

langweilig, langatmig, verwirrend, am Ende etwas spannung

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Ripley1

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Was siehst du dir auch so schwierige Filme an...


metal1bob

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Meine Synapsen sind auch immernoch verknotet, unfassbar komplex.


martin-van-hueuet

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Dass Filme über's Filme machen für Filmfans fantastisch sind, versteht sich vielleicht wie von allein, aber dieser hier ist die Krönung. Selbsreflexion trifft Selbstreflexion trifft Selbsreflexion trifft Selbstreflexion. Nicht nur in der Film-, sondern bis in die reale Welt. Oder besser gesagt von der realen bis in die Filmwelt. Oder doch andersherum? Oder? Und!

Verrückt-geniales, konzeptionelles Meisterwerk mit typischer Charlie Kaufman-Struktur.

Worum ging es eigentlich noch gleich? Um eine Orchidee? Egal!

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Rode

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Bewertung7.5Sehenswert

bei diesem film sollte man den abspann bis ganz zum ende anschauen ;-)

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Chaosmacherin

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oh. zu spät. *dvd nochmal reinleg*


BigDi

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Bewertung9.5Herausragend

...alles klar, du musst jetzt anfangen. Irgendwas Gutes schreiben. Nicht dieses Heruntergetippte, wenn einem nichts einfällt. Etwas, was hängen bleibt. Etwas, was dem Film würdig ist. Aber das ist schwer. Das ist im Grunde unmöglich. Das schaffe ich nicht. Das ist zu viel. Ich muss es ja auch gar nicht tun. Das ist nicht mein Job, dass ist nicht überlebensnotwendig, keiner erwartet hier irgendwas von mir. Selbstrespekt? Was will ich mit dem? Schau dich doch an, sitzst in den Ferien vor deinem Laptop und tippst herum, als würde es die Welt bedeuten, während sich andere sonstwo besaufen...gut, auch nicht erstrebenswert. Bald ist sowieso Silvester, da hat man genug Zeit, um alles nachzuholen, und anschließend liegt man halbtot auf dem Sofa und schwört sich, sofern man die Gedanken zusamenbekommt, nie wieder etwas zu trinken.
Was rede ich da, schreibe ich da. Hat mit dem Film doch nichts zu tun. Ich brauche einen Anfang, dann geht das schon. Einen ersten Gedanken, so eine Grundaussage, einen kleinen Eye-Cather, eine Steilvorlage...scheiße. Wie wär's mit...

"Das Leben als Kunstform."

Klasse. Endlich den Ausdruck verwendet, den ich seit Ewigkeiten in meinem Bewusstsein durch die Gegend herumschleppe, ohne eine Verwendungsmöglichkeit zu finden. Schade nur, dass das nicht passt. Gut, ein wenig schon, Kunst entstanden aus der eigenen Krise, ein Werk über den Schaffensprozess eines Werks, eine durchgehende Selbstreflektion, aber das weiß doch niemand, der den Film nicht gesehen hat, und das soll ja nicht nur Lobhuldigung sein, sondern auch Werbung...ach, verdammt. Lieber ganz konventionell - Gott, bei dem Wort kommt mir das Mittagessen fast hoch. Passt doch, Konflikt zwischen Kommerz und Kunst, Ausdruck und Eindruckmacherei, Arthouse und Mainstream, Tiefgründigkeit und Action etc. etc. etc. Also:

"Irgendwo zwischen dem Wunsch nach verpflichtungsloser Kunst und den Erwartungen der ernährenden Arbeitgeber schwebend, entfesselt der Drehbuchautor Charlie Kaufman (Nicolas Cage) in seinem Kopf ein kreatives Chaos, welches in all seiner sebstzerstörerischen Wucht im Endeffekt die Schöpfung eines neuen Werks bedeutet - spätestens wenn sein Zwillingsbruder Donald (ebenfalls Nicolas Cage) sein pubertär-postmodernes Erzählverständnis dazumischt und auf die reale Ebene hebt."

Klasse gemacht, ich kann diese immer gleichen Formulierungen von mir nicht mehr sehen, ständig dieses "Während blabla *fette Formulierung*, entfesselt/manifestiert/eskaliert balbal *noch fettere Formulierung mit zig Nebensätzen, wo ich selbst kaum durchblicke* + ungewollte, aber voll stylische Alliteration + rührender Abschluss mi Verweise auf meine hypersubjektivierte Sicht", unerträglich. Ich bin zu einer einzigen Selbstkopie geworden, und wenn ich daran denke, dass ich diesen Stil mir auch irgendwoher zusammengeklaut habe...grauenhaft. Wer will das schon lesen? Früher war das einfacher, hinsetzen, Eingebung spüren, niederschreiben. Wie damals mit "Inland Empire", reiner Gedankenstrom, ohne Kompromisse. Jetzt ist alles so gekünstelt, so gewollt - ach, muss mal wieder etwas Außergewöhnliches schreiben, dann mal auf, hmm. Jetzt im Moment ist es kaum anders. Das Annehmbarste ist noch das Gereimte, Dichtung ist zwar etwas anderes, aber es hat immer einen gewissen Stil.

"Wir sagen "Kunst" und meinen "Blende",
Verstellen uns und lügen nur.
Wir sagen "Geist" und "herrliche Natur"
Und missen jede Möglichkeit zur Wende.

Wir wollen Ernstes für die Ewigkeiten schaffen
Und krall'n uns ans Gesetz des Augenblicks.
Verzweifeln an der Unausweichlichkeit des Stricks
An dem die Kunst gehängt wird - traurige Affen

Sind wir. Die Arbeitstiere einer Generation,
Die sich in Wiederholungen verknotet
Und, ohne es zu merken, jene Kunst verspottet,
Die einst gewesen ist der Leidenschaften Lohn.

Zu feige sind wir, um den Weg der Sicherheiten zu verlassen" - nein, das geht nicht, das ist zu lang. Außerdem bin ich lange von der Prämisse des Films abgewichen, falls ich sie überhaupt berührt habe bisher. Da kann ich auch grad irgendein Liebesgedicht anbieten, völlig am Thema vorbei. So geht das nicht.

"Doch jene Leidenschaft, sie thront in weiter Tiefe,
Wer wirklich in sich blickt, der blickt schon bald nach vorn.
Der Samen wahrer Kunst ist doch des Zweifels Dorn..."

Ein Reim zu "Tiefe"? Verdammt. "Briefe" vielleicht, aber das bekomme ich nie in den Kontext hinein. Dichtung ist bescheuert, am Ende schreibt man mit den Wörtern, die sich auf die vorherigen reimen und die von Klang her passen, anstatt die zu benutzen, welche die eigenen Gedanken und Empfidungen wiedergeben. Liebesgedichte, das ist doch größter Betrug, so etwas gekünsteltes. Egal, darum geht es nicht. Ich muss doch meine Erfahrungen vernünftig aufschreiben können. Gibt es irgendwo Regeln zum Filmkommentarschreiben? Wie schreibe ich denn eine ganz normale, gewöhnliche Filmkritik...

"Der von Spike Jonze nach einem Drehbuch von Charlie Kaufman gedrehte Film "Adaption" behandelt das Thema der Problematik einer Werkadaption anhand des Beispiels eines von Selbstzweifel und Unentschlossenheit geplagten Drehbuchautors Charlie Kaufman. Der Film besticht durch ein außergewöhnlich konstruiertes Drehbuch, welches mit verschiedenen Zeit- und Handlungsebenen spielt, sowie durch herausragende schauspielerische Leistungen von Nicholas Cage in einer anspruchsvollen Doppelrolle, Meryl Streep sowie Chris Cooper, welcher für seine Darbietung mit dem Oscar gewürdigt wurde."

Klar, informativ und alles, aber sowas kann ich im Deutsch-LK niederkritzeln und glücklich sein, nicht hier - das ist doch keine Kunst! Gut, es hat keine Kunst zu sein, wir sind hier nicht im Louvre, aber ich kann diesen Film doch nicht in Schubladen, welcher Art auch immer zwingen. Außerdem habe ich mir vorgenommen, etwas Außergewöhnliches zu machen, etwas, was vom Herzen kommt. Vom Herzen...vielleicht sollte ich mich selbst von der Aufgabe erlösen? Nicht durch Nichtstun, sondern durch ein simples: "Hey Leute, geiler Film, aber ich will dazu nichts sagen, weil es ihm nicht würdig wäre blabla", nur eben schöner ausformuliert. Also dann:

"Ich würde so unheimlich gerne meine Zuneigung zu diesem Film in Worte fassen, doch ich fürchte, ich werde keine finden, welche meine Gefühle und Empfindungen wirklich fassen könnten. Im Endeffekt sind auch Wörter nur Schubladen, in welche man Dinge hineinzuzwängen versucht, die man eigentlich gar nicht erfassen kann - die wenigen Menschen, die so etwas schaffen, bezeichnete man generell als "Genies". Charlie Kaufman ist unbestritten eins. Ich bin keins und deswegen schweige ich an dieser Stelle lieber, bedächtig und mit einem verschmitzten Lächeln. Nur noch so viel: Jeder, der in seinem Leben schon einmal einen Stift zückte, um irgendetwas aus den Tiefen seiner Seele damit einzufangen, muss diesen Film sehen. Und jeder, der es noch nicht getan hat, erfährt hier, wieso es etwas essentiell Menschliches ist."

Das ist dem Film fast schon würdig. Aber unwürdig meinem Status als Fame-Hure. "Fame-Hure", wie verzweifelt muss man sein, um auf einen solchen Titel stolz sein zu können. Erbärmlich. Schrei nach Aufmerksamkeit, nichts anderes. Wem willst du eigentlich einreden, dass es dir um die Filme geht? Kannst du das überhaupt noch bei dir selbst schaffen?

NAIVES GEWISSEN: Aber ich schreibe doch nicht für mich, sondern für die Filme!
ZYNISCHER KERN: Du schreibst für "gefällt mir"-Klicks, Freundesanfragen und "Toller Text"-Kommentare! Fame-Hure.
NAIVES GEWISSEN: Ich freue mich darüber, na und? Der Ursprung meines Handelns...
ZYNISCHER KERN: Liegt in deiner selbstzweckhaften Freude an Aufmerksamkeit und dem Gefühl des Gelesen-Werdens. Na komm schon, bringe jetzt dein lächerlichstes Argument..
NAIVES GEWISSEN: Und was ist, wenn ich damit Menschen zum Nachdenken anregen will?
ZYNISCHER KERN: So viel Luft kann ich gar nicht holen, wie ich für einen würdigen Lachanfall bräuchte...zum Nachdenken über deinen geistigen Zustand höchstens. Ich will gar nicht wissen, wieviele Psychologiestudenten schon eine Doktorarbeit über dich schreiben.
NAIVES GEWISSEN: Nur weil du solchen Menschen zu uninteressant bist!
ZYNISCHER KERN: Diesen Menschen will ich gar nicht interessant erscheinen! Die suchen nur nach fremden Komplexen, um ihre eigenen zu vergessen. Wie du, im Grunde.
NAIVES GEWISSEN: Ich trage meine Komplexe offen mit mir herum, vergiss das nicht.
ZYNISCHER KERN: Nur die, die du nicht vergessen hast! Was man vergessen hat, das weiß man nicht mehr, verstehe das doch endlich! Halte dich nicht für allwissen, das ist lächerlich...

RUHE!!! Beide! Das ist kein Unterbewusstsein, das ist ein verdammtes Kriegsgebiet. Hier geht es um Filme, nicht um Selbstfindung. Gut, um Filme über Selbstfindung, die eine Selbstfindung implizieren könnten, ach, zum Teufel mit allem. Ich brauche Ablenkung. Entspannung. Auflockerung.

"Boy, it's tough getting on in the world
When the sun doesn't shine
And a boy needs a girl
It's about getting out of a rut
You need luck
But you're stuck
And you don't know hooow"

Danke, Pet Shop Boys. Das tut gut. Bringt mich aber auch nicht weiter. Ich brauche etwas Großes. Etwas Monumentales. Meine eigenen Erwartungen an mich steigen ins Unendliche und wenn es einen Menschen auf dieser Welt git, den ich nicht enttäuschen will, dann bin ich es selbst. Ich muss es mir vorstellen. Wie ich an meinem Laptop sitze und tippe. Wie ich nach den Gedanken suche, die den Film am besten beschreiben, und wie ich mich durch falsche Eingebungen hindurchkämpfe, zu den Sätzen, die ich so roh hier stehen lassen kann, wie ich sie auf der Wiese meines Bewusstseins gepflückt habe.

"Dmitrij sitzt zu Hause an seinem Laptoptisch. Neben ihm liegen verbrauchte Taschentücher, eine Bananenschale, die DVD-Box von "Adaption", welcher er immer wieder melancholische Blicke zuwirft. Es wird dunkel, er schaltet die Lampe an. Seine Sitzhaltung ist höchst unbequem, aber das merkt er nicht. Er will schreiben."

Zahlreiche Versuche, nie von Erfolg gekrönt, gelöschte Passagen, der unzufriedene Blick auf die Uhr (Voice-Over: "Wie bitte? Seit fast zwei Stunden sitze ich hier schon? Gott..."), verworfene Konzepte, verzweifelte (und selbstzweckhafte) Suche nach externer Hilfe:

Teys 16:10
Herrje, welchen Stil soll ich beim Kommentar wählen? oO
Teys 16:11
Ich komm nicht mehr klar...
Flo™ 16:12
Überanstreng dich nicht, Alter. :D
Teys 16:12
Zu spät. ^^
hast du irgendeinen wichtigen Rat für mich?
Flo™ 16:13
Ich und einen Rat, wenn's ums Schreiben geht? Haha, der war gut.
Teys 16:13
Komm schon, ich hänge fest, gib mir bitte irgendeinen Impuls, irgendwas. ^^
Ich baue das schon irgendwie ein.
Flo™ 16:15
Von zu viel Käse kann einem schlecht werden.
Ernsthaft, wie kann ich dir denn helfen? Ich kenne den Film ja nicht mal.
Teys 16:15
Mist, hätte was werden können, egal. xD
Teys 16:16
Hätte eig. einen Chatverlaufabschnitt dafür gebraucht, hättest du mich doch zitiert mit "Schreib, wie du es gerne lesen würdest! ;) "...^^
Flo™ 16:17
Dimi, du bist mir schon einer. *JOKINGLY*
Teys 16:17
Ich weiß. ^^
Hey, DAS könnte ich auch reinpacken. :D :D :D
Das wäre DIE Eigendemontage. ^^

...Selbstzweifel, die unabdingbare Lust an Selbstdarstellung und Selbstdemontage und irgendwo vielleicht auch ein Verweis darauf, dass es darum geht, über einen Film auf eine ganz andere Art udn Weise zu berichten als gewöhnt. Ob es nun klappt oder nicht. Und genau an diesem Punkt schließt sich der Kreis um die Adaption der Gedanken über die Adaption einer Adaption von Gedanken, welche irgendwo zwischen Drehbüchern und Filmen und Büchern und Zeitungsartikeln und Tagträumen und dem erfüllten, erleichterten und zufriedenen Lächeln am Schluss: Ich bin fertig, das ist doch das Wichtigste. Endlich fertig.

Dann kenne ich auch das Ende: Irgendein Leser sitzt vor einem PC-Bildschirm oder einem Laptopbildschirm und liest die folgenden Worte:

"Dmitrij lehnt sich auf seinem Sessel zurück, nachdem er einen elend langen und verwirrten Text endlich fertiggeschrieben hat, und fühlt sich glücklich, denn er hat es endlich geschafft, sich einzureden, dass man manchmal durch das Scheitern zum Erfolg gelangen kann. Und das macht ihm Hoffnung."

Das gefällt mir. Das ist gut.

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LokisSon

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Vielen Dank für die schöne Zeit :-)


BigDi

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Hört sich an, als hätte ich von euch allen Abschied genommen...:D
Danke! ^^


DasSchwein

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Bewertung9.0Herausragend

Genialer Film der den Zuschauer herausfordert.

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JoeKramer

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Bewertung9.0Herausragend

Nicolas Cage ist ja doch ein Schauspieler und nicht nur der Neffe von Francis Ford Coppola... Er hat mich hier wirklich überrascht und das Drehbuch, so wirr es auch ist gefällt, insbesondere wenn man bei den Aussagen sehr genau hinhört. Hier zeigt sich meines Erachtens das wahre Genie von Kaufmann, der aus seiner Krise ein Meisterwerk kreiert!

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maslobojew

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Bewertung10.0Lieblingsfilm

Da gefällt mir und passt einfach alles. Obendrein konnte ich noch sehr viel mit den Fragen anfangen, mit denen sich die Figuren von Cage und Streep plagen müssen. Kann mich nicht daran erinnern, schon mal so ein klasse Drehbuch in so einer gekonnten Umsetzung gesehen zu haben. Bravo!

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