Battlestar Galactica

Space Opera, Science Fiction-Serie 2005 - 2009

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von 10

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Nach einem Nuklearangriff durch die Zylonen sammeln sich die letzten Überlebenden um Commander Adama, um an Bord des Kampfsterns Galactica zur 13. Menschenkolonie zu fliehen – zur “Erde”…

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Handlung

Battlestar Galactica spielt in einem weit entfernten Teil des Weltraums, wo eine menschliche Zivilisation auf 12 Planeten – den Zwölf Kolonien von Kobol – durch einen Angriff der als dienenede Roboter konzipierten, rebellierenden Zylonen fast ausgelöscht wird. Durch die unabsichtiliche Hilfe des Wissenschaftler Dr. Gaius Baltar konnten die Zylonen in das menschliche Verteidigungssystem eindringen und die Kolonien zerstören. Eine kleine Gruppe Raumschiffe konnte sich retten, udnd as einzige verbliebene Militärschiff ist der berühmte, alte Kampfstern Galactica. Unter dem Kommando des Kapitäns der Galactica, William Adama und Präsident Roslin macht sich die Menschheit auf die Suche nach der legendären 13. Kolonie – der Erde. Die Miniserie aus dem Jahr 2003 thematisierte diesen Hintergrund zur gleichnamigen Serie.

Der Raumschiff-Verband der Menschen befindet sich immer noch auf der Flucht vor den menschengemachten Cyborgs: den Zylonen. Im Verlauf der Geschichte spielt der Wiederaufbau einer funktionierenden Gesellschaftsstruktur und die damit einhergehenden Probleme eine Rolle. Insbesondere das Aufeinandertreffen von militärischen Strukturen, ziviler Politik und Religion verursacht immer wieder Spannungen in der dezimierten Gesellschaft der 50,000 Menschen. Thematisiert werden z.B. das Verhältnis von demokratisch gewählten Regierungsorganen und der militärischen Hierarchie, die ethische Zulässigkeit von Folter oder militärisch angeordneten Selbstmordattentaten. Der andauernde Krieg zwischen Menschen und ihren Kreaturen erfährt viele Veränderungen in den vier Jahren der Serie.

Trotz beidseitiger Feindschaft nähern sich Menschen und Zylonen im Laufe der Geschichte aneinander an. Vor allem die humanoiden Zylonen, geführt vom “Zylon Nr. 1” John Cavil, kommen in Konflikt mit ihren Cyborg-Brüdern und formen eine Allianz mit den Menschen. Andere Linien der Story handeln von dem mysteriösen Schicksal von Kara “Starbuck” Thrace, die durch eine Prophezeiung als “Todesbringer” bezeichnet wird, der die Menschheit an ihr Ende führt. Ebenfalls thematisiert wird das moralische Dilemma von Dr. Gaius Baltar, der ungewollt mit dem Zylonen kollaboriert und schließlich in einer monotheistischen Religion Erlösung findet.

In der letzten Folge führt eine wieder-erstandene Kara Thrace die überlebenden Menschena auf einen neuen Planeten, der Erde getauft wird. Die “Erde” aus den Legenden von Kobol stellt sich als ein unbewohnbar gewordener Planet heraus. Die neue Erde ist Heimat für eine menschliche Rasse, deren Entwicklungsstand stark hinter der Zivilisation der Neuankömmlinge liegt. Dennoch sind die verschiedenen Menschen und humanoiden Zylonen genetisch kompatibel, und so beschließen die Neuankömmlinge, ihre Technik zu zerstören und ein neues Leben auf der Erde anzufangen. Kara Thrace verschwindet, die überlebenden nicht humanoiden Zylonen erhalten den Besitz über ihr Basis-Schiff zurück und machen einen Lichtsprung zu einem unbekannten Ort. In den letzten Szenen sieht man die heutige Erde, 150,000 Jahre nach der Landung der Galactica. Die zwei “Engel” Caprica Sechs und Gaius Baltar sind auf dem New yorker Times Square und unterhalten sich über das mögliche Schicksal der Menschheit und den möglicherweise erneuten Konflikt zwischen Mensch und Maschine. Es wird aufgedeckt, dass alle heuteigen Menschen von einem halb menschlichen, halb zylonischen Kind namens Hera abstammen.

Charaktere

Commander William Adama (Edward James Olmos) ist der Anführer der menschlichen Raumflotte und Kapitän von Battlestar Galactica.

Laura Roslin (Mary McDonnell) ist die Präsidentin der Menschheit nach der Zerstörung der Zwölf Kolonien.

Captain Lee “Apollo” Adama (Jamie Bamber) ist Sohn von Commander Adama und kolonialer Pilot eines Viper-Raumschiffs.

Lieutenant Kara “Starbuck” Thrace (Katee Sackhoff) ist koloniale Pilotin eines Viper-Raumschiffs.

Dr. Gaius Baltar (James Callis) ist Wissenschaftler und Verteidigungsexperte vom Planeten Caprica.

Lieutenant Junior Grade Sharon “Boomer” Valerii (Grace Park) ist koloniale Pilotin eines Raptor-Raumschiffes und Kollegin von “Helo”. Humanoide Zylonin.

Colonel Saul Tigh (Michael Hogan) zweiter Offizier der Battlestar Galactica.

Nummer Sechs (Tricia Helfer) ist zylonische Agentin.

Lieutenant Karl “Helo” Agathon (Tahmoh Penikett) Waffenoffizier eines kolonialen Viper-Raumschiffes und Teamkollege von Boomer.

Hintergründe

Battlestar Galactica ist ein militärisches Sci-Fi Drama, welches weniger actionlastig als das Original von 1978 (Kampfstern Galactica), im Rahmen einer im Weltraum spielenden Serie gesellschaftliche Probleme und moralische Entscheidungen thematisiert. Andere Ideen, welche die Serie aufgreift, sind religiöse Fragen und wiederkehrende Zyklen von Hass und Gewalt. Sie folgt den Überlebenden eines nuklearen Krieges auf den Zwölf Kolonien des mythischen Ursprungsplaneten Kobol. Die Überlebenden müssen sich vor ihren Feinden, den Zylonen verstecken, und suchen die legendäre 13. Kolonie – die Erde – zur Wiederbesiedlung.

Die zwölf Kolonialplaneten werden politisch von einem Präsidenten mit einem Kabinett als Exekutive und dem „Quorum der Zwölf“, in das jeder Planet einen Vertreter entsendet, als Legislative geführt. Dennoch existierten zwischen den Kolonien starke politische, soziale und kulturelle Unterschiede. Die Namen der Kolonien sind Abwandlungen der im englischen Sprachraum üblicherweise verwendeten lateinischen Namen der zwölf Sternzeichen.


Cast & Crew

Regie
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über Battlestar Galactica

Kornifere

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Dreifacher Jubel, es ist endlich vorbei... Ich muss gestehen, als Fan der alten Serie hatte ich Vorurteile gegenüber Battlestar Galactica. Ich fand das Idee eines Remakes reichlich überflüssig, schließlich gibt es ja das Original. Da hätte ich allerdings niemals geahnt, wie schlimm die Neuauflage wirklich werden würde. Nachdem ich zweimal bereits am Pilotfilm gescheitert bin, weil ich einfach keine Antwort auf die Frage gefunden habe, warum diese widerwärtigen, militaristischen, soziopathischen, mordgeilen und durch und durch unsympathischen Spießgesellen, die sich die überlebende Menschheit schimpft, nicht endlich verdientermaßen von den Zylonen aus dem All gepustet werden, habe ich im dritten Anlauf durchgehalten. Dies ist einzig und allein der Prequelserie Caprica geschuldet. Die ist nämlich schlicht genial, ein dicht erzählter Thriller mit vielfältigen Handlungsebenen, von der Wirtschaftsspionage bis zur virtuellen Realität. Und klaren Feindbildern - bei Caprica ist klar, dass derjenige, der ständig von Gott quatscht, sein Handeln danach ausrichtet und seine Überzeugungen dann auch noch anderen aufzwingen will, sie nicht nur alle auf dem Christbaum hat, sondern schlicht böse ist. Das ist eine Botschaft, mit der ich leben kann, aber nicht mit dem Quatsch, der am Ende bei Galactica herauskommt. Die heutige Menschheit existiert nur, weil Gott dies so wollte und seine Engel eine kleine Eva in den Garten Eden hat führen lassen. Und natürlich konnte sie nur überleben, weil sie allen technischen Neuerungen entsagt hat und sich auf ihre Wurzeln besonnen hat, eine Agrargesellschaft nah an der Natur. Ja sicher doch. Wenigstens hat einen Caprica auf William Adama vorbereitet. Die Tauroner und mit ihnen die Adamasippe leben nach einem ebenso archaischen wie mafiosen Ehrencodex, der vor keinem Verbrechen zurückschreckt, wenn jemand auch nur darüber nachgedenkt, dagegen zu verstoßen. Und ebenso ist William Adama, ein selbstgerechter, eitler und harter Möchtegerndiktator, dem man besser nicht widerspricht, außer man hat fünf Zylonenbasisschiffe zu seinem Schutz dabei, weil man sonst mit einem Bein in der Brig und mit dem anderen in der Luftschleuse steht. Und der vollends auf die Demokratie scheißen würde, wenn ihm nicht im Laufe der zweiten Staffel der Schwanz das Denken abnehmen würde. Erst errichtet Adama fast eine Militärdiktatur, nur weil ihm nicht passt, dass die Präsidentin Starbuck auf die Suche nach dem Grab der Athene schickt, und erst als die halbe Flotte nebst seines Sohnes rebelliert, lässt er sich herab, sich das Ganze wenigstens mal anzuschauen. Und natürlich festzustellen, dass er im Unrecht ist, Ignoranz ist schließlich die Basis all seiner Entscheidungen. Danach will er die Präsidentin dann lieber flachlegen, was wohl der einzige Grund ist, warum die Demokratie unter diesem Führer überleben kann. Als in der vierten Staffel die Rebellion gegen Adama losbricht, geschieht dies Jahre zu spät und aus den falschen Gründen. Dass die Menschheit sich mit den Zylonen würde arrangieren müssen, war seit der Pilotfolge klar. Die Menschheit führt die Zylonen Richtung Erde und stellt dort fest, dass sich die Erde nicht gegen die Zylonen verteidigen kann - das kennt man schon aus der ersten Serie. Unsere tolle Menschheit braucht hingegen vier Jahre für eine ganz offensichtliche Erkenntnis und sperrt sich dann mit brutaler Gewalt gegen ihre Richtigkeit. Dass die Meutere am Ende scheitert, ist vor allem der Tatsache geschuldet, dass Felix sich noch einen Deut Menschlichkeit bewahrt hat und vor den schlimmsten Gewalttaten zurückschreckt, einen Skrupel, mit dem Adama nun wahrlich nicht behaftet ist. Natürlich lässt er Felix und Zarek ohne jede Gnade über den Haufen knallen. Sein bester Freund ist kaum besser, der darf schon gleich zu Beginn 85 Leute umbringen, weil er lieber auf Nummer ganz sicher geht, statt vielleicht alle Menschen zu retten, aber da er ja selbst ein Zylon ist, muss ihm das Leben eines Menschen ja auch nicht viel bedeuten. So setzt sich sein Handeln fort. Unerträglicher Vorgesetzter, unfähiger Möchtegerndiktator, Mörder, Terrorist, durch jede Frau hochgradig manipulierbar und dem Suff ergeben. Der tolle Vorname "Saul", der wohl von der langsamen Wandlung des Saulus zum Paulus künden soll, schlägt dem I-Tüpfelchen noch die Krone ins Gesicht. Und so sind die meisten Charaktere. Unbeherrscht, militaristisch, gewalttätig, lebensverachtend, nicht den Hauch von Impulskontrolle. Keiner, der auch nur einmal ein bisschen zivilisert auf eine Krise reagieren würde. Naja, bis auf Lee Adama vielleicht, der bis zum Schluss nicht als leuchtendes Banner der Rechtschaffenheit, sondern vielmehr als Fremdkörper in der Serie rüberkommt, zumal er es auch in keinem Augenblick schafft, einmal wirklich aus dem Schatten seines übermächtigen Vaters zu treten. Man kann der Nummer Eins also keinen Vorwurf machen, dass sie die Vernichtung der Menschheit betreibt, bestenfalls, dass er zu zögerlich vorgeht. Balthar ist ja zeitweilig mal ganz amüsant, bis er dann diesem permanenten Gott-Gequatsche erliegt, das die gesamte vierte Staffel vergiftet. Ich könnte jetzt noch stundenlang wie ein Rohrspatz schimpfen und jede einzelne Folge sezieren, aber ich denke, der Tenor ist klar - diese Serie geht überhaupt gar nicht.

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Mimuschka

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10.0Herausragend

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Die Serie Battlestar Galactica als Spiegel des Zeitgeschehens (SPOILER)
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Populärkultur und Politik sind eng miteinander verbunden. Sie können nicht als komplett eigenständige und voneinander isolierte Sphären betrachtet werden, beide sind verwurzelt in den Praktiken und dem Verständnis des jeweils anderen. Es erscheint somit sinnvoll, zum besseren Verständnis von politischen Zusammenhängen und Problemfeldern auch die Populärkultur zu untersuchen. In den heutigen modernen Gesellschaften, die vorrangig visuell geprägte Kulturen sind, erscheinen hierfür Filme als Ausdruck und Bestandteil einer jeweiligen Politischen Kultur besonders geeignet. Der erhöhte Stellenwert des Films im Vergleich zu anderen Medien zeigt sich darin, dass Filme als erzählende Kommunikationsgattung in ästhetisch verdichteter Form ganze politische Ontologien zu inszenieren vermögen, und zwar gleich auf mehreren Zeichenebenen – visuell, sprachlich und akustisch-musikalisch.
Gleiches gilt natürlich auch für Serien und dort vor allem für die neueren amerikanischen Primetime-Serien, deren kulturelle Bedeutung in den letzten Jahren stark zugenommen hat. Dies ist primär darin begründet, dass das narrative Prinzip der Serialität viel mehr Raum bietet, die Komplexität einer als postmodern empfundenen Gegenwart adäquat darzustellen als beispielsweise ein 2-stündiger Kinofilm dies zu leisten vermag. Politische Problemstellungen können so ausführlicher dargestellt und von mehreren Seiten beleuchtet werden.
Im Folgenden soll dargelegt werden, warum sich die Serie Battlestar Galactica für eine Analyse aktueller politischer Themen besonders eignet, obwohl sie angesichts ihres settings auf den ersten Blick nichts mit der realen heutigen Welt zu tun hat. Aber es wird sich zeigen, dass sie soziale, religiöse und moralische Probleme bearbeitet, die heutzutage nur allzu gut gekannt sind, und unter anderem starke Parallelen zu den Fragen bestehen, welche im Rahmen von 9/11 un den folgenden Militäroperationen in Afghanistan und im Irak aufgeworfen wurden.

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2. Battlestar Galactica als "Naturalistic Science Fiction"
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Battlestar Galactica ist ein Quasi-Remake der von Glen A. Larson Ende der 70er Jahre entwickelten Serie gleichen Namens, das seinen Vorgänger allerdings an Umfang und Komplexität weit überschreitet und sich sogar so stark von diesem unterscheidet, dass Macher und Sender sich noch vor den Dreharbeiten auf eine Abwandlung des Remake-Begriffs einigten und von einem re-imagining sprachen. Ausgestrahlt wurde sie von 2003 bis 2009 auf der kleinen NBCUniversal-Kabeltocher Sci Fi Channel (seit 2009: SyFy) und war dessen bis dahin teuerstes Projekt, welches – eigentlich nach der Pilot-Miniserie schon gecancelt – nur durch Unterstützung des britischen Pay-TV-Kanals Sky 1 weiterproduziert werden konnte.
Die Story konzentriert sich auf eine Raumschiffsflotte mit den letzten 50000 Überlebenden der menschlichen Zivilisation, welche sich in einer entfernten Galaxie auf der Flucht vor den Cylons befindet. Cylons sind kybernetische Organismen – von den Menschen einst selbst als Arbeitsmaschinen angefertigt – die sich gegen ihre Erschaffer gewendet haben. Vierzig Jahre vor Einsetzen der Handlung war bereits ein langer Krieg zwischen Cylons und Menschen durch ein Friedensabkommen beendet worden, was zu einem Rückzug der Cylons in einen anderen Bereich der Galaxie führte. Dort haben sie sich so weit entwickelt, dass sie dazu imstande sind, die menschliche Gestalt fast ununterscheidbar zu imitieren und somit „Schläfer" unter den Menschen einzusetzen. Dies ermöglicht ihnen in einer unerwarteten Rückkehr die Auslöschung der zwölf Kolonien von Kobol, Heimstätte der Menschheit, in einem koordinierten Nuklearschlag. Unter Commander William Adama, dem ranghöchsten Offizier und Kommandanten des letzten großen militärischen Kampfschiffs, der Battlestar Galactica, und der Präsidentin der Zivilregierung, Laura Roslin, macht sich die sonst nur aus kleineren zivilen Schiffen bestehende koloniale Flotte auf die Suche nach einem mythischen Planeten namens Erde, während sie konstanten Angriffen der weit überlegenen Streitkräfte der Cylons und der permanenten Gefahr durch „Schläfer" in den eigenen Reihen ausgesetzt ist.
Diese auf den ersten Blick relativ gewöhnliche Science-Fiction-Handlung ist nun Ausgangspunkt, um den Zustand Amerikas nach dem 11. September mit Hilfe einer Science-Fiction-Allegorie regelrecht zu sezieren. Im Laufe der Serie werden nämlich politisch hochrelevante Themen, wie beispielsweise die Infiltration durch Terroristen oder die Rechtmäßigkeit von Folter aufgegriffen. Weiterhin adressieren einzelne Episoden eine Reihe von philosophischen und politischen Problemstellungen, die in aktuellen internationalen Debatten von zentraler Wichtigkeit sind. Dazu gehören unter anderem die Fragen nach der Legitimität einer Militärregierung, taktischen Erwägungen zum Völkermord, sexueller Gewalt an Kriegsgegnern, Wahlfälschung, Pressefreiheit oder gar philosophischen Erwägungen zur künstlichen Intelligenz, einschließlich der Kategorie des Menschseins an sich.
Auf visueller Ebene mutet die Serie fast dokumentarisch an, da in den meisten Fällen mit einer Handkamera im Cinema-verité-Stil und pragmatischer Lichtsetzung gearbeitet wird. Auf genau austarierte establishing shots wird genauso verzichtet, wie auf saubere Kadrierung oder präzise Mise-en-Scène. Das Set Design ist funktional reduziert und die koloniale Technologie relativ realistisch. Es gibt beispielsweise keine Replikatoren oder Beamer, Kommunikation erfolgt analog und anstatt futuristischer Waffen wie Phaser werden gewöhnliche Waffen mit ballistischer Munition benutzt. Ein weiterer Unterschied ist die Abwesenheit von außerirdischem Leben und die Darstellung des Weltalls als weiten, leeren und lebensfeindlichen Ort mit düsteren und unwirtlichen Planeten. Produzent Ronald D. Moore nennt diesen Ansatz „Naturalistic Science Fiction", welche sich weiterhin dadurch auszeichnet, dass das Genre weg von Abenteuergeschichten und mehr in Richtung Drama bewegt wird. Somit fehlen auch eindimensionale Charakterisierungen von Protagonist_Innen oder einfache Gut-oder-Böse Schemata.

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3. Die Multiperspektivische Darstellung von Terrorismus in Battlestar Galactica
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Die zweite Staffel endet mit der Entdeckung eines bewohnbaren Planeten, welcher New Caprica getauft wird, und der Entscheidung der Zivilbevölkerung, sich dort niederzulassen, da sie die bisher erfolglose Suche nach der Erde aufgegeben haben. Die Galactica unter Adama und einem Großteil des militärischen Personals, welches im All verbleibt, muss allerdings fliehen, als die Cylons eintreffen und beginnen New Caprica zu besetzen, um dort eine Militärregierung zu errichten.
Mit diesem Ereignis, welches klare Parallelen zur US-Besatzung in Afghanistan oder im Irak zulässt, ereignet sich eine interessante Umkehr der bisherigen allegorischen Rollenverteilung. Bis zu diesem Zeitpunkt lag der Fokus nämlich auf einer Schilderung des Lebens auf den kolonialen Raumschiffen, die der permanenten Gefahr durch Anschläge und Sabotage durch „Schläfer" der Cylonen ausgesetzt waren. Diese Paranoia, wer denn nun wirklich Mensch sei, wer loyal und wer nicht, zieht klare Parallelen zur damaligenAngst vor Al-Qaida Schläferzellen. Die Menschen nehmen in diesem Kontext also die Rolle der amerikanischen Bevölkerung ein, während die Cylon-Schläfer als ein Spiegel islamistischer Attentäter fungieren.
Eng damit verknüpft ist die Taktik der Entmenschlichung des Feindes, der als absolutes Böses porträtiert wird, als radical other. Dieses othering, ein weitverbreiteter Mechanismus vor allem in Kriegszeiten, spielt in den ersten beiden Staffeln eine zentrale Rolle, wo die Cylons als gefühllose Maschinen, die nur ihrer Programmierung folgen, sozial konstruiert werden, und gegen die daher alle militärischen Mittel legitim sind. So wird schließlich, um wichtige Informationen über den Feind zu erhalten, auch das Mittel der Folter gerechtfertigt. Der Weg zur Folter beginnt letztlich mit dem 'Benennen' des kulturellen Anderen, mit der Entindividualisierung des Feindes und der damit zusammenhängenden Konstruktion eines gesichtslosen Kollektivs mit dem Ziel der Entmenschlichung. Doch auch wenn dieses Bild der Cylons als gefühllose Kampfmaschinen bald wieder gebrochen wird und sich eine moralische Ambiguität in den Handlungen beider Kriegsparteien kristallisiert, als sich herausstellt, dass Cylons sowohl über Emotionen und Schmerzempfinden als auch Selbstbewusstsein und individuelle Autonomie bezüglich ihrer Entscheidungen verfügen, bleibt die Sympathie der Zuschauer_Innen auf Seiten der Menschen.
Wie bereits erwähnt, wird diese Rollenverteilung mit Beginn der dritten Staffel aber komplett umgekehrt, da sich nun plötzlich die Cylons als Besatzer in der allegorischen Rolle der US-amerikanischen Streitkräfte wiederfinden, während die Menschen das besetzte Land symbolisieren. Diese Entwicklung erscheint besonders interessant, denn plötzlich werden Figuren, mit denen sich der/die Zuschauer_In identifiziert hat, gefoltert, während bislang nur die scheinbar 'Bösen' die Qualen zu erleiden hatten. So gewinnt die Darstellung von Folter eine neue Dimension, da die Zuschauer_Innen nun mitfühlen und gleichsam Rachegelüste entwickeln sollen.
Die menschlichen Protagonist_Innen, zu denen nach zwei Staffeln eine emotionale Einfühlung und Identifikation seitens der Zuschauer_Innen erfolgt ist, beginnen schnell, Widerstand zu leisten und Anschläge auf Einrichtungen der nun militärisch übermächtigen Cylons zu verüben. Durch diesen narrativen Trick werden die Identifikationsstrategien ausgenutzt, da man bei der Betrachtung gezwungen wird, die Perspektive von Terroristen einzunehmen. Der reale 'Feind', der irakische Selbstmordattentäter, wird mit den Mitteln einer lang laufenden Fernsehserie als Umkehr der medialen Entmenschlichung radikal 'vermenschlicht' und dessen Sichtweisen somit entradikalisiert, indem man sie mehr oder weniger plausibel begründet, wenn auch nicht rechtfertigt.
Unter den menschlichen Bewohnern New Capricas entbricht eine Debatte darüber, wie man sich zu verhalten habe, die das moralische Dilemma verdeutlicht, mit dem gleichzeitig auch die Zuschauer_Innen konfrontiert werden. „What would you do if you were stuck on Cylon-occupied New Caprica? Would you work with the Cylons in the hope of peaceful coexistence or to protect your own life? Or would you resist?". Ein Teil wählt den Weg der Kooperation. Darunter der aktuelle Präsident New Capricas, Gaius Baltar, welcher kapituliert und somit das Bestehen einer menschlichen Marionettenregierung ermöglicht, die unter der Aufsicht der Cylons formal an der Macht bleibt, aber strenggenommen nichts zu sagen hat. Baltar veranschaulicht somit die Position des lokalen Verbündeten der Besatzungsmacht, der zwar versucht, die schlimmsten Maßnahmen gegen die Bevölkerung zu verhindern, aber trotzdem im Widerspruch zwischen den Anforderungen der Cylons und der feindselig gestimmten Menschen gefangen ist. So ist er beispielsweise einmal, nachdem er sich zuerst weigerte ein Todesurteil für mehrere Menschen zu unterschreiben, schließlich unter vorgehaltener Waffe gezwungen, dies doch zu tun.
Einen ähnlich schweren Stand haben jene, welche sich dazu entscheiden, die Folgen der Besatzung abzumildern, indem sie sich als Polizeikräfte zur Verfügung stellen, damit Menschen nicht mehr den entwürdigenden Kontrollen durch Cylons ausgesetzt sind und mehr unter sich bleiben können. Oder einfach deshalb, um ihre Familie und Kinder zu schützen, beziehungsweise überhaupt überleben zu können. Sie werden genau wie Baltar und seine Regierung als Kollaborateure angesehen und verachtet.
Doch bleibt die Frage, wie weit diese Verachtung reichen darf. Unter den Widerständigen bilden sich zwei Gruppen, die jeweils unterschiedliche Antworten darauf geben und damit eine der ältesten ethisch-philosophischen Debatten veranschaulichen. Der verbleibende ranghöchste Offizier Colonel Tigh, durch seine lange Haft und ständige Folter verbittert und hoffnungslos, vertritt eine klar konsequenzialistische Haltung, nach der der Zweck die Mittel heiligt. Nachdem er ein Scheitern des Widerstands befürchtet, entschließt er sich, Selbstmordattentäter einzusetzen, um eine Abschlusszeremonie der Polizei anzugreifen und gleichzeitig den dort anwesenden Gaius Baltar zu ermorden. Außerdem seien diese der einzige Weg um die Cylons so lange abzulenken bis die Galactica ein erfolgreiches Rettungsmanöver durchführen kann.
Die ehemalige Präsidentin Laura Roslin oder auch Chief Galen Tyrol, der mit Tigh die Widerstandsbewegung anführt, vertreten im Gegensatz dazu eine deontologische Position, nach der gewisse moralische Standards auf jeden Fall eingehalten werden müssen, egal welche Konsequenzen dies nach sich zieht. Sie verurteilen daher die Selbstmordattentate, obwohl sie den Widerstand prinzipiell für richtig halten und ihn auch unterstützen.
Ironischerweise geht Tighs Taktik auf und die Rettung durch die Galactica gelingt nur aufgrund der Attentate. Damit wollen die Autoren klarmachen, dass eine Widerstandsbewegung einer Logik folgt, die für sich selbst benommen unter gewissen Gesichtspunkten Sinn ergibt. Der Widerstand steht also vor einem prinzipiellen moralischen Problem, denn entweder können sie ihren Idealen folgen, aber den Krieg verlieren, oder versuchen den Krieg zu gewinnen und dabei zu etwas schlimmerem werden als der Freind den sie eigentlich bekämpfen. Doch auf der anderen Seite werden alle Taten, ob Anschläge, Exekutionen oder Selbstmordattentate aktiv diskutiert und theoretisiert, bzw aus einer tiefen Hoffnungslosigkeit geboren dargestellt, als taktische Entscheidungen, die auf stragetischen Überlegungen basieren. Das Verhalten der Aufständischen wird somit kontextualisiert und entdämonisiert, wodurch eine objektivere Betrachtung ermöglicht wird.
Neben den verschiedenen Sichtweisen der besetzten Menschen wird aber zusätzlich auch die Position der Besatzer, also der Cylons, näher beleuchtet, mit denen man sich aufgrund eines double-move der Autoren schließlich auch zu identifizieren vermag. Denn diese repräsentieren eine technologisch und zahlenmäßig überlegene Kraft, die mit der US-Armee im Irak oder ähnlichen „westlichen“ Truppen vergleichbar ist. Das überwiegend amerikanische und europäische Publikum wird dadurch dazu angehalten, die eigene Armee mit den Augen des „Feindes“ zu sehen. Gerade in diesen Episoden auf New Caprica wird zum ersten Mal richtig deutlich, dass die Cylons keine einheitliche Masse von gleichgeschalteten Robotern sind, sondern auch dort höchst unterschiedliche Wertvorstellungen von autonomen Individuen aufeinander stoßen. In einem Streitgespräch über den Sinn und Zweck der Besetzung, welches sich in der ersten Episode der dritten Staffel zuträgt, kommen diese zum Ausdruck. Cylon Cavil möchte den Widerstand um jeden Preis brechen und im Notfall einen Großteil der Menschen töten lassen, damit dies gelingt. Moralische Bedenken äußert er keine. Caprica-Six plädiert hingegen dafür, das Töten zu beenden und eine friedliche Koexistenz anzustreben. Weiterhin scheint eine Parabel auf die „occupation for you own good“-Ideologie durch, da ein Teil der Cylons die Besatzung aus dem Grund rechtfertigt, dass sie den in ihren Augen unterentwickelten Menschen nur helfen wollen, eine bessere Gesellschaft aufzubauen.

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4. Zusammenfassung
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Battlestar Galactica ist ein gutes Beispiel für eine Serie im Sinne eines „kulturellen Forums", in dem vorherrschende Ideologien, gesellschaftliche Werte und Ängste und verschiedene politische Standpunkte dargestellt und diskutiert werden können. Dabei eröffnen sich durch das Genre der Science Fiction Möglichkeiten, die über strikt an der realen Welt angelehnte Formate hinausgehen. Denn Science Fiction erzeugt Verfremdung auf der Ebene der Handlung. In dieser Verfremdungsleistung, der Fähigkeit, Bekanntes in vollkommen neue Zusammenhänge zu setzen, steckt ein kritisches, sogar subversives Potential. Dies wurde im vorliegenden Fall am Beispiel der Identifizierung mit Aufständischen deutlich, die in den Medien üblicherweise lediglich als radical other gezeigt werden. Battlestar Galactica ist daher geeignet, Vorstellungen des Publikums über bestimmte Sachverhalte in ein neues Licht zu setzen und damit zu hinterfragen.

Indem Themen von vielen verschiedenen Standpunkten aus diskutiert und problematisiert werden, kann ein besseres Verständnis politischer Zusammenhänge erreicht werden. Gerade am Beispiel der Episoden, die Terrorismus und Besatzung zum Thema hatten, wird deutlich, dass es auf allen drei Seiten, seien es Kollaborateure, Aufständische oder Besatzer, rational gut begründete Positionen gibt, mit denen man sympathisieren könnte, von denen aber keine völlig unproblematisch ist.
Die Katastrophe der Vertreibung und des „totalen Krieges“ wird hier überwunden, nicht durch Befehl und Entscheidung, sondern durch Aushandlung darüber, welche Verfasstheit in der perennierenden Katastrophe denkbar sein könnte. Battlestar Galactica steht somit in einer Reihe mit anderen neueren Primetime-Serien, die die Krise des demokratischen Staates in fiktionalen Formen und sehr unterschiedlichen Genres und mit wechselndem Ergebnis durchzuarbeiten versuchen. Die Serie bleibt dabei stets einem kritischen Humanismus verpflichtet und führt vor, wie sich eine liberale Demokratie im Ausnahmezustand bewähren kann.

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Literatur
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* Nicholas J. Kiersey & Iver B. Neumann: Battlestar Galactica and International Relations. Abingdon/New York 2013.

* Ekkehard Knörer: Battlestar Galactica. Zürich/Berlin 2013

* Tiffany Potter & C. W. Marshall: Cylons in America. Critical Studies in Battlestar Galactica. New York/London 2008.

* Jason T. Eberl: Battlestar Galactica and Philosophy. Oxford 2008.

* Ronald D. Moore: Battlestar Galactica. Series Bible. 2003.

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Mimuschka

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@Pygar: wenn du magst, schick mir per PN deine emailadresse, dann kann ich dir einen teil davon als PDF geben.

@lieber_tee: sonse hat deinen vorschlag angenommen, ich freue mich sehr :-D


FranklinFlyer

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Aufgrund dieser Kritik nun vorgemerkt. Hab ich immer unter "ach nee" abgebucht.


Cupio

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10.0Herausragend

Natürlich war das quietschbunte, quäkige Original neben "Star Wars" das Blut meines unschuldigen Kinderherzens. Und gerne entsinne ich mich jener verregneten Sonntag Nachmittage, an denen ich in der Wohnung eines Freundes gebannt auf dem Wohnzimmerboden kauerte und mit atemloser Spannung den Abschuß des x-ten zylonischen Flunderschiffs verfolgte - standesgemäß natürlich gebannt auf eine knisterige VHS, die in meiner Erinnerung die Größe einer Guttenberg - Bibel hat!
Jahrzehnte sind seitdem vergangen. Und auch wenn ich noch heute über mich behaupte in vielen Belangen ein großes Kind geblieben zu sein, so kann ich Larsons infantilem Föhnwellenuniversum bestenfalls noch die Bewunderung des Erstgeborenen entgegen bringen. Ansonsten wirkt sowohl die leicht angeschwulte Bromance zwischen Hatchs Group Commander Apollo und dem kultverdächtig manikürten Starbuck (D. Benedict) bestenfalls noch erheiternd auf mein nüchternes Erwachsenengemüt!
Tja, und dann kam, wie so oft, die Stunde des Remakes! In diesem Fall eine düstere, klaustrophobische und erzmilitaristische Variante voller Mord, Verrat, Blut, Suff, Sex und Verzweiflung. Das operettenhafte Saubermannflair der Vorlage wird hier gnadenlos zerlegt, gut und böse derart gründlich und brutal durcheinandergewürfelt, daß das Ergebnis beinahe ähnlich zwiespältig, undurchsichtig und voller unangenehmer Überraschungen zurückbleibt wie das Leben selbst.
Der Tod ist hier allgegenwärtig - das Universum befindet sich im totalen Krieg, die Menschheit (haha, es wird nicht gespoilert) am Rande der Vernichtung, und diese Tatsache haut einem "Battlestar" von der ersten bis zur letzten Minute gnadenlos um die Ohren. Der Zuschauer wird Zeuge eines alternativen Gesellschaftsbildes der menschlichen Kultur, welches wohl vorherrschen würde, wenn sich das antike Pantheon griechischer Gottheiten als Weltreligion durchgesetzt hätte. Dementsprechend fremdartig vertraut wirkt vieles in den Kolonien und der gesamten Lebensführung ihrer Bevölkerung. Da gibt es keine Soldaten - es gibt Krieger!
Da wird Admiral Adama zum respekteinflössenden, verlebten, oft grenzwertig kompromisslosen Säbelrassler, während sich der Zuschauer erst einmal an Kara Trace als amazonenhafte, nicht eben unkomplizierte, weibliche Variante Starbucks gewöhnen muß- und die mehr oder weniger unterschwellige Liebesbeziehung zum schneidigen Commander Apollo, der hier um einiges militärischer und kerniger rüberkommt als die "Staying Alive" - Variante von R. Hatch..der wiederum im Remake überraschend charismatisch und subtil als undurchsichtiger Revoluzzer und Teilzeitschurke Sarik glänzen darf!
Und so geht es weiter: Aus dem ziemlich eindimensionalen Bad Guy der Vorlage, Balthar, wird ein narzisstischer Wissenschaftler, auf sehr aparte Art und Weise (^^) gefangen irgendwo zwischen Genie und Wahnsinn.
Und der devote und stets integere Colonel Tigh der 70er Variante entpuppt sich als bärbeißiger, überforderter Alkoholiker mit Lizenz zum Scheisse bauen!
Freilich wirkt gegen Ende vieles überladen, droht die Storyline oftmals an philosophischer, religiöser Überfrachtung zu zerbröseln - und mehr als einmal fragte ich mich, wieso um Gottes Willen vom strukturierten, auf den militärischen Konflikt konzentrierten Faden der ersten beiden Staffeln abgewichen wurde!
Wie auch immer - letztendlich lichten sich die Wolken, und man kommt vielleicht sogar nicht umhin in den letzten Minuten das eine oder andere Tränchen zu zerdrücken, wenn das Ensemble, jede(r) für sich, das Ende des Weges erreicht.

Ich für meinen Teil habe diesem einmaligen, düsteren, konfliktbeladenen Universum mit all seinen kauzigen und schwierigen Persönlichkeiten nur höchst ungern den Rücken gekehrt!

Aber wie heißt es so schön:"Dies alles ist schon einmal geschehen - dies alles geschieht irgendwann wieder!"

So say we all!

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Cupio

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Ohne den (wenn auch in seiner letztendlichen Tragweite von diesem nicht realisierten) Geheimnisverrat von Baltar würden die Kolonien "jetzt noch" existieren! Verrat war also gewissermaßen die Keimzelle allen Übels. Tighs Frau hat die Rebellen ebenfalls verraten - aus nachvollziehbaren, menschlichen Motiven!
Blut, Suff und Sex muß ich nicht thematisieren. Stolpert man ja in beinahe jeder Folge drüber. Mord, nun ja - wieviele Menschen lebten in den Kolonien? Einmal abgesehen davon, daß die philosophische Frage in den Raum geworfen wird, ob die Tötung eines Zylonenhybriden nicht ebenfalls Mord ist.
Verzweiflung dürfte vor dem Hintergrund eines aussterbenden, verfolgten Volkes über allem liegen.
Aber natürlich sehe auch ich den optimistischen Grundton - allerdings nicht wie in der infantilen Pipifantasie des Originals..sondern, wie von Dir erwähnt, in bodenständigerer, gereifterer Form.
Ich wollte mit der Nennung der unschöneren Eigenschaften lediglich den Kontrast zu Larsons Weltraumoper deutlich machen! ;)


onezero

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Ja ich weiß, was du meinst, nur hätte ich die Serie nicht gekannt, würde ich eher an etwas wie GoT denken. Jedenfalls bin ich froh, dass BSG nicht der infantilen Pipifantasie des Originals ähnelt ;-)


Canis Majoris

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10.0Herausragend

Bei meiner Bewertung und Betrachtung dieser Miniserie ignoriere ich mal eben einige Punkte des Finales und streiche sie aus meinem Gehirn. Dann klappt es auch mit den 10 Punkten...

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Selcarnor

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8.0Ausgezeichnet

>Battlestar Galactica<. Für mich eine der besten Sci-Fi-Serien dort draußen, die für mich auf ungefähr denselben Stufe steht wie >Stargate< oder >Firefly<. Das bedrückende, apokalyptische Setting, das wirklich bis in kleinste Belang ausgestreckt wurde, die bombastischen Kämpfe, die Charaktere, die Musik, Präsentation. Fast alles. Für mich eine der besten TV-Produktionen und ich mag sie sogar ein stückweit lieber als >Breaking Bad<, das ich parallel geguckt habe.

1. Optik

Die leicht wacklige Kamera, die oft rein- und rauszoomt gibt dem ganzen einen leichten dokumentarischen Flair, so als wären dies tatsächlich Originalaufnahmen aus der Zeit. Besonders bei den Szenen auf der Brücke sind diese teils sehr authentisch ausgefallen.
Auch sonst ist das Design der panzerartigen Galactica nicht zu abgehoben und bodenständig, besonders wenn man die alte Technologie wie Telefone mit Schnur bedenkt, die aus Angst vor digitaler Infiltrierung eingebaut wurden. Der Kampfstern an sich ist auch schön anzusehen mit seinem massiven Aufbau und im Laufe der Staffeln merkt man anhand von Einschlagsstellen und anderen Abnutzungserscheinungen durch was dieser Koloss durchging. Auch sonst sind die Menschenschiffe recht realistisch gehalten.
Die Zylonen sind ein anders Thema und ihre spitzen, sternförmigen Kriegsschiffe oder ihre gebogenen Jäger mit den glühenden Augen geben eine bedrohliche Aura ab. Ihre Centuri (Bodenkämpfer) sind an sich cool designt – auch wenn ihr CGI besonders billig wirkt – kommen aber leider zu selten vor, da man mehr Wert auf die den Menschen nachgehamten Maschinen legt.
Der Höhepunkt sind aber natürlich die Raumkämpfe, die mit zum Besten gehören was ich je in diesem Bereich gesehen habe. >Star Wars< oder >Star Trek< können nichts gegen diesen mächtigen Regen aus Flak, Raketen, sich umkreisende Jäger und ein Firmament voller Explosionen und wirken im Vergleich wie aus Spiel für Kleinkinder. Atemberaubend jedes Mal, besonders wenn die großen Schiffe gegeneinander antreten.
Auch gelungen ist die Darstellung des Universums, das so wirkt wie es halt ist. Leer, trostlos und voller Geröll und Nebel.

2. Musik

Der Soundtrack kommt aus allerlei Kulturen. Wunderschöne irische Klänge. Antreibende afrikanische Trommeln. Mysteriöse, fast synthetische Pianomusik. Sphärische Flöten. Ein wenig Klassig angehauchte Musik und sogar etwas chinesische Zupfinstrumente habe ich vernommen.
Ohne diese grandiosen Scores wäre die Serie sicherlich nicht so gut, wie sie halt ist. Die Emotionen, die Kämpfe, die Glorie und so viel anderes werden durch den Soundtrack um ein vielfaches verstärkt. Kann man sich immer wieder anhören.

3. Inhalt

Das Setting ist einfach unschlagbar. Die menschliche Rasse wurde von den Maschinen beinahe ausgerottet, ihre Heimatplaneten verstrahlt und die wenigen Überlebenden wandern auf einer Handvoll Schiffe, beschützt von der Galactica, durch die Galaxie, ununterbrochen gejagt. Die Menschen gehen dabei an ihre Grenzen, bringen größte Opfer und zerbrechen gerne mal daran.
Was die Serie meiner Meinung gut porträtiert ist die Willenskraft und die Bereitschaft der Menschen, wenn sie an den Rand gebracht werden, alle Hoffnung schwindet und der Feind übermächtig ist. Man fühlt mit dem Schicksal der fünfzigtausend Verbliebenden, ihrem Leid und bewundert teilweise auch ihre Stärke.
Eines der wichtigsten Stützen dabei ist Admiral William Adama (bewundernswert gut von >Edward James Olmos< gespielt). Das ist für mich eine der charismatischsten Personen, die mir in egal welchem Medium je untergekommen sind. Seine pure Präsenz flößt einem gerne Respekt ein und seine Entschlossenheit, Stolz, eiserne Entscheidungsbereitschaft und vor allem seine perfekten Reden, die einem ganz ohne Pathos mitreißen, sind fantastisch. Einer meiner – vielleicht sogar der – Lieblingscharakter im TV. Sorry Walter White, aber der Pokal geht an Adama.
Sonst sind der Cast und die Charaktere auch nicht schlecht und ich muss sagen, dass ich keinen einzigen nicht gemocht habe. Mit allen, auch den Zylonen, konnte ich mitfühlen, sie verstehen und sie auch in irgendeinem Aspekt sympathisch finden. Und bei der Masse an Personen ist das wahrlich beeindruckend und passt auch perfekt zum Thema der Serie.
Die Charakterentwicklung ist ein anderes Thema. Größtenteils einigermaßen nachvollziehbar, gibt es doch im Laufe der vier Staffeln einige Richtungswechsel im Verhalten von dieser oder jener Person, die leicht unglaubwürdig daherkommen. Besonders die Dreiecksgeschichte zwischen Starbuck, Lee und Anders war wohl extrem lächerlich und ein paar der anderen Romanzen waren da nicht viel besser. Dennoch waren sie einigermaßen schön erzählt, hatten ihre süßen Momente und rutschten nie zu sehr ins Melodramniveau ab.
Mein zweiter Favorit nach Adama ist aber zumindest Gaius Baltar. Dieser geniale, witzige und egoistische Geselle müsste man eigentlich hassen, doch es geht nicht. Dafür ist der Typ einfach zu komisch in seinen Momenten wo er seine eigene Haut zu retten versucht und auch zu gut gespielt.
Neben dem ganzen Charakterbeziehungen und den Raumkämpfen hat die Serie dann auch einen starken Fokus auf Politik und Gesellschaftsaufbau und Themen wie Klassenstruktur, Rassendiskriminierung, Verbrechen, ideologische Extremen und inwieweit eine funktionierende Regierung in solch einer schwierigen Situation beibehalten werden kann werden behandelt.
Desweiteren werden auch Vergangenheitsbewältigung, Verarbeitung von Verlust, Kriegsmüdigkeit und sehr viel anders aufgegriffen.
Ich muss zugeben, es gab Episoden die kann man nur nebenbei gucken und das habe ich oft genug getan, da schlicht nicht genug Interessantes auf dem Bildschirm passierte und man nur zuhören musste.
Aber wenn es zu Schlüsselszenen kommt, dann punktet die Serie immer mit einer wuchtigen Inszenierung und einen anschließenden Reigen der Gefühle. Wenn >Battlestar Galactica< stark werden will, dann ist es verdammt nochmal stark.
Tja und dann gibt es noch Gott, der auch ein großer Aufhänger der Serie ist. Mit diesem ganzen spirituellen Kram hatte ich überraschend wenige Probleme, da es mir nie zu penetrant in die Nase gedrückt wurde. Es fügte sich sogar einigermaßen gut in den sonst realistischen Touch ein und wenn sie halt übernatürliche Hilfe auf der Suche nach der Erde nehmen, dann warum eben nicht. Ist halt eine Sci-Fi-Serie, sollen sie doch.
Was ich auch unbedingt erwähnen will ist das Schiff selbst, die Galactica. Denn man schafft es wirklich, dass der Zuschauer den bauchigen Giganten fast schon als einen Charakter wahrnimmt und jedes Mal zusammenzuckt, wenn irgendwas auf der Hülle explodiert. Es ist nicht nur ein Stück Metall, sondern etwas mit dem man mitfiebert und auch wirklich eine der angestrebten Kernpunkte von dem Ganzen darstellt.
Und dann ist noch das Ende und man kann im Prinzip froh sein, dass die Serie überhaupt einen schlüssigen Schluss bekam, wenn ich mir die ganzen offenen Stränge bei anderen ansehe. Es ist zufriedenstellend für mich und hatte einige interessante Denkanstöße.

4. Fazit

Spannung, Herzenswärme, Verzweiflung, Triumph, das Ende aller Hoffnung und mühsames Voranschreiten.
Das und sehr viel mehr bietet >Battlestar Galactica<, wenn man sich darauf einlassen kann. Die Serie bietet ein sehr breites Feld an verschiedenen Themen neben dem obligatorischen Hauptpunkt „Überleben zu jedem Preis!“ und war für mich ein Genuss zum Schauen. Die Regie ist oft bewundernswert und die Raumschlachten unvergleichbar.
Ich bekam nicht genug und bin auch jetzt etwas deprimiert, dass es nach Staffel vier vorbei ist und ich Starback und Co. nicht mehr wiedersehen werde – zumindest bis zum nächsten Komplettrewatch.
>So say wie all!<

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wonderfalg

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Danke für diesen starken Kommentar. Wenn man wie ich die Serie bereits 4x komplett gesehen hat, kann man dann als Fan bezeichnet werden? Ich weiss es nicht. Zumindest war ich damals hin und weg.

Alleine der Pilotfilm. Es war das letzte Mal und wohl überhaupt erst das zweite Mal, dass ich sprachlos mit offenem Mund vor der Glotze hing. Das erste Mal war, als ich nach den Geschehnissen von 9/11 nach Hause kam, den Fernseher einschaltete und prompt den ersten Tower einstürzen sah.

Die Reihenfolge der Bewertung ist genau richtig. Die Optik. Umwerfend. Die Musik. Inspirierend. Der Inhalt. Fesselnd. Dialoge köstlich. Aktuelle Bezüge passend und selbst heute noch kaum störend eingebaut.

Abstriche in der Bewerten sind für mich einzig der nervigen Dreiecksgeschichte in der dritten Staffel geschuldet.

Die vierte Staffel lässt kaum nach. Die Meuterei gehört für mich zu den besten Meutereien seit der Bounty und wurde lediglich durch ihre Straffung auf zwei Folgen geschmälert.


Skevinger

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10.0Herausragend

"Battlestar Galactica". Ein Titel der möglicherweise abschrecken mag, man denkt direkt an 70er Jahre Trash wie Raumschiff Enterprise und dergleichen. Jedoch ist Battlestar Galactica eine tiefgründige Geschichte um Politik und das Schicksal der Menschheit. Keine Aliens oder Monster, keine Laserkanonen. Man fragt sich dauernd wer die 12 menschlichen Zylonenmodelle sind, eine Myth Arc die durchaus zu fesseln weiß. Sehr interessante Charaktere, sehr gut porträtiert durch geniale Charakterentwicklungen.

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lorenz.lang.9

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Star Trek ist kein 70er Jahre Trash...
weder aus den 70ern (TOS Ende 60er, TNG (0er), noch "trashig"...
Vielleicht solltest du dir die mal ein paar Folgen StarTrek TOS ernsthaft ansehen, und die Effekte außen vor lassen.... du scheinst ja eigentlich an "Hard Science Fiction" interessiert zu sein...


Skevinger

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Das mit dem "70er Jahre Trash" war eher so gemeint, dass andere Star Trek so bezeichnen, ich bin Star Trek durchaus nicht abgeneigt. Viele argumentieren jedoch so, dass sie Battlestar nicht schauen wollen, weil es doch sowieso nur so eine trashige Sci-Fi Serie ist, und nennen dann aufgrund der Effekte gerne einmal Enterprise als Referenz. War vielleicht etwas verwirrend formuliert von mir.


Thraker79

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10.0Herausragend

Wie unterschiedlich die Geschmäcker doch sein können, für die einen Top, für die anderen Flop und für mich ganz klar Top! Eine gelungene Adaption der Kultserie von 1978!

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Ivo Müller

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0.0Hassfilm

So ein billiger scheiss, primitiver geht's nicht......

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onezero

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Es ist ganz witzig, ich habe per Email auch deine drei vorherige Antworten bekommen, die du anscheinend dann gleich gelöscht hast :-)
Ich denke ich fange mal mit der Serie an, danke für den Anstoß :-)


Ivo Müller

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genau, mach dir selbst ein Bild...


Azazil

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6.5Ganz gut

Ganz nett zum nebenher laufen lassen. Nach einem recht starken Anfang wird die Serie leider mit jeder Folge etwas bekloppter. Durch die vierte Staffel muss man sich oftmals eher durchkämpfen, da Story und Charakere ihren Zenit bereits in der zweiten Staffel überschreiten.

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spassmagnet

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10.0Herausragend

Ich habe mir die Serie gerade ein 2. Mal angeschaut & bin immer noch begeistert von dieser Machart... Drama-Elemente, Action-Parts, ein durchdachtes Gesamtkonzept & erstklassige Schauspieler
(wie mich z.b. der Baltar-Darsteller mit seinem Schauspiel/Mimik begeistert hat - Wahnsinn & wie schon mal vor mir erwähnt, so etwas sieht bekommt das deutsche TV nicht hin)

& gerade auch wenn man die komplette Serie schon mal gesehen hat, fallen
interessante Szenen auf, die in kleinen Details auf spätere Zusammenhänge verweisen & den (fast) zu Ende gedachten roten Faden verstärken - jedoch nicht wie in anderen Serien wirkliche Logikbrüche aufzeigen (das Einzige, was natürlich auffällt sind z.b. die beständige Verfügbarkeit von eigentlichen Luxusgütern wie Alkohol & Tabak - aber das wirklich vernachlässigbar)

wenn man schließlich jedoch wieder zu diesem unerträglichen Serienfinale kommt, steigt mein Puls ins Unermessliche - wie kann man eine ansonsten so perfekt erzählte, in sich geschlossene story derart unlogisch zu Ende bringen...

(man hatte endlich das Ziel erreicht den Zyklus zu durch brechen, sodass nun beide "Spezies" friedlich nebeneinander/zusammen leben könnten... stattdessen grüner Zeitgeist - back to the roots - Verzicht auf Technologie - Zusammenleben mit Jägern und Sammlern, wodurch das Erreichte nach einigen Generationen als Agrargesellschaft wieder futsch ist) - mMn war das unwürdig & enttäuschend, aber wohl leider dem Autoren-Zwang geschuldet den Zyklus doch wieder neu starten zu lassen können um es als "wink an unsere eigene Zukunft" darstellen zu können - für sich gesehen eigentlich eine zwar naheliegende, aber auch interessante Wendung, die von der Art selbst gut umgesetzt wurde, aber in die Serie mit all den Mühen der vergangenen Staffeln passt es letztlich nicht hinein...

insgesamt erinnert mich das Ganze hinsichtlich dem inhaltlichen Anspruch/der Thematisierung religiöser & politischer Themen etwas an true blood, einige bezeichnen es als herausragend, andere können sich damit überhaupt nicht anfreunden - schon allein die Tiefgründigkeit, die hier bei BSG noch vielmehr zum Tragen kommt & die hier zwangsläufig oft auch sehr melancholisch daher kommt, ist wahrlich nicht jedermanns Sache - dazu kommt natürlich noch die Fantasy/Sci-fi-Umgebung, was auch nicht jeder mag...

daher kann ich mir vorstellen, dass viele Genrefreunde aus dem Science Fiction Bereich enttäuscht sein könnten, dafür aber auch ganz neue Seriengucker/Genrefremde gefesselt werden - so bringt eine generelle Empfehlung recht wenig, man muss einfach mal in Pilotfilm & 1.Staffel rein schnuppern - dann wird man es sehen...

für alle jedoch, auf die diese Mischung ansprechend wirkt, ist BSG eine der wenigen herausragenden Serien, die auch in Erinnerung bleibt - eben nichts wie scrubs oder stargate, wo man einfach mal schnell zwischendurch in irgendeiner Episode einschaltet & weiter zappt... Aber auch nicht vergleichbar mit anderen anspruchsvolleren Serien - ein unikat, dass man liebt oder ignoriert :)

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Genre
Space Opera, Science Fiction-Serie
Zeit
Zukunft