Batzman
Batzman aus Berlin heißt Oliver Lysiak, ist 35 Jahre alt. Er hat sich 2007/01/01 00:00:00 auf moviepilot angemeldet und hat schon unglaubliche 2946 Filme bewertet und legendäre 2222 Kommentare geschrieben. A toast to bread. Because without bread, there would be no toast. Mehr
| Name | Oliver Lysiak |
|---|---|
| Alter | 35 |
| Stadt | Berlin |
| Geschlecht | männlich |
| Meine Lieblingsfilmfigur | Barry Champlain aus Talk Radio |
| Schreibt sonst für | moviepilot / Fünf Filmfreunde |
| Meine Lieblingsschauspieler: | Joseph Gordon-Levitt, Ian McKellen, River Phoenix, Michael Douglas, Milla Jovovich, Elisabeth Taylor, Patrick Steward, Elijah Wood, Judi Dench, Hellen Mirren, Robert Stadlober, Groucho Marx, John Cleese, Whoopie Goldberg, Famke Janssen, Bruce Willis, Jamie Bell, Michael Caine, |
| Ich bin Fan von: | Will Ferrell, Florian Bartholomäi, Tye Olson, Lloyd Kaufman, Paul Dano, Taylor Lautner, Nick Frost, Joe Cornish |
| Meine Lieblingsregisseure: | Terry Gilliam, Todd Solondz, Takashi Miike, Woody Allen, Richard Donner, Kevin Smith, Louis Malle, Mc G, Richard Linklatter, Orson Welles, Robert Rodriguez, Quentin Tarantino, John Cameron Mitchel, John McTiernan, George A. Romero, John Carpenter, John Waters |
| Mein Lieblingsfilmzitat: | Sticks and stones can break your bones but words cause permanent damage! |
| Über mich | A toast to bread. Because without bread, there would be no toast. |
Drive
Batzman 7.0 "Sehenswert" 2012/01/29 23:08:48
Drive sieht wahnsinnig gut aus. Jedes Bild ist scheinbar konzipiert um als Poster ausgekoppelt zu werden. Jede Szene ist Style, Eleganz und perfektes Spiel von Licht und Schatten. Ryan Gosling der den ganzen Film mit einem Zahnstocher im Mund herumrennt, bzw. fährt wird als fleischgewordene Coolness inszeniert, die im Neonlook der 80er durch diesen modernen Noir-Film juckelt. Wer allerdings mehr…
Drive sieht wahnsinnig gut aus. Jedes Bild ist scheinbar konzipiert um als Poster ausgekoppelt zu werden. Jede Szene ist Style, Eleganz und perfektes Spiel von Licht und Schatten. Ryan Gosling der den ganzen Film mit einem Zahnstocher im Mund herumrennt, bzw. fährt wird als fleischgewordene Coolness inszeniert, die im Neonlook der 80er durch diesen modernen Noir-Film juckelt. Wer allerdings mehr als Style und Coolness erwartet, dürfte streckenweise seine Probleme mit dem Film haben, denn diese "The Driver"-Paraphrase fährt trotz des Titels über weite Strecken mit angezogener Handbremse. Nicolas Winding Refn schwelgt in minutenlangen Szenen die Gosling beim stoischen Starren, stoischen Herumfahren zeigen und bedient sich bisweilen derart exzessiver Zeitlupen, dass das Bild schon mal kurz vor der völligen Starre zu stehen scheint. Der ominös brummende Soundtrack suggeriert zwar, das wäre alles sehr wichtig und artsy, verhindert aber nicht völlig, dass es stellenweise auch schon mal extrem langweilig wird.
Was schade ist, denn Drive verspricht gerade zu Beginn einiges, der initiale Heist ist gekonnt und spannend inszeniert und auch einige der Nebenfiguren wie Albert Brooks jovial-sadistischer Gangster Bernie oder Ron Perlmans Nino bergen mehr Potential, als letztlich genutzt wird. Denn ähnlich wie ein Macho-Poser der vor lauter Männlichkeit kaum gerade gehen kann und der fürchtet er könne als Weichei gelten, wenn er redet oder lacht - so macht auch Drive oft den Eindruck vor lauter Coolness nicht aus dem Quark zu kommen. Während Tom Ford in "A Single Man" die steife Stilisierung der Bilder zu Kunstwerken nutzte um (wenn auch nicht immer subtil) etwas über seine Figuren auszusagen und einen Blick in ihr Innenleben zuzulassen, scheint Refn sich mit der Pose zufrieden zu geben. Was spätestens dann etwas ärgerlich wird, wenn unnötig brutale, ja durchaus sadistische Gewaltszenen als Schockeffekt ausgespielt werden, ohne sie je zu reflektieren oder sie in den Kontext der Person Drivers zu setzen. So wirken sie als pubertäre Provokation, als unnötige Ergänzung der "Look, Momma! It's art!"-Stylespielereien des behäbigen Rests.
Gosling schaut den gesamten Film entweder milde-amüsiert oder stoisch unnahbar und bleibt Ikone, bleibt Abziehbild des harten, wortkargen Loners der tief drinnen wohl irgendwo ein Herz haben muss. Abseits der Pose ist er wenig interessant und verblasst, denn selbst Oscar Isaac (der kaum 20min im Film mitspielt) hinterlässt als Irenes Mann einen nachhaltigeren, vielschichtigeren und menschlicheren Eindruck. Carey Muligan als Irene ist gewohnt gut, bleibt aber wie Gosling in den Fesseln der unterschriebenen Rolle hängen - die die Beziehung der beiden stets mehr als Plotdevice, denn nachvollziehbare Entwicklung behandelt.
Am Ende bleibt Drive doch ein erstaunlich leerer Film, der zwar Tropen des Genres gekonnt beherrscht sich aber letztlich doch mit dem Zitat zufrieden gibt ohne den Anspruch der Eigenständigkeit, aber auch ohne den Mash-Up-Ansatz den Tarantino und seine Epigonen verfolgen. Die Humorlosigkeit von Drive mag zwar in einer Welt der Permaironie ganz erfrischend gedacht sein, täuscht aber auf die volle Spieldauer nicht darüber hinweg, dass doch entsetzlich wenig passiert und diese Rächergeschichte abgewetzter ist als die Besetzungscouch von Michael Bay. Der Driver ist cool, er kann cool rumstehen, cool Köpfe zu Brei treten und cool in blutbesudelter Jacke herum rennen - was er nicht schafft ist, dass ich mich für ihn je so interessiere wie ich es für Steve McQueen oder Clint Eastwood je getan habe.
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Haschbeutel 2012/01/29 23:24:42
Antwort löschenIch habe Isaac aka "Blue" erstmal nicht ernst nehmen können. Scheiss Sucker Punch. Aber sonst sehr treffende Kritik - sehe ich genau so, bekam das nur nicht so kurz gefasst :)
The Artist
Batzman 7.0 "Sehenswert" 2012/01/29 22:37:40
Heutzutage mit großen Aufwand einen Stummfilm zu drehen, kann nur zum grandiosen Erfolg oder totalen Flop werden möchte man meinen. Der letzte der dieses Experiment im großen Stil wagte war Mel Brooks mit seinem "Silent Movie" und auch das ist mittlerweile wieder fast 40 Jahre her. Die Zeit war also reif für eine weitere Hommage an die Zeit in der große Gestik und Mimik das gesprochene…
Heutzutage mit großen Aufwand einen Stummfilm zu drehen, kann nur zum grandiosen Erfolg oder totalen Flop werden möchte man meinen. Der letzte der dieses Experiment im großen Stil wagte war Mel Brooks mit seinem "Silent Movie" und auch das ist mittlerweile wieder fast 40 Jahre her. Die Zeit war also reif für eine weitere Hommage an die Zeit in der große Gestik und Mimik das gesprochene Wort ersetzten. Und Regisseur Michel Hazanavicius gibt sich alle Mühe den Look und Gefühl der alten Zeit wiederzubeleben. Wo Brooks einfach den Ton wegließ aber ansonsten einen relativ modernen Streifen drehte, setzt The Artist auf die totale Imitation - zumindest an der Oberfläche. Denn so Meta wie die Story, so doppelbödig ist auch das stumme und geräuschlose Spiel, dass immer mit dem Wissen spielt, dass der Verzicht ein bewusster und kein erzwungener ist. Wir könnten Ton haben, aber wir nutzen ihn bewusst nicht - was die wenigen Stellen an denen Geräusche und Sprache vorkommen umso effektvoller macht.
Der Score, der eine Mischung aus Neukompositionen und Zitaten ist (u.a. auch Hitchcocks-Soundtracks) passt dabei ziemlich perfekt und treibt die Handlung auch dann vorran, wenn sich das Grundgimmick der Handlung ein wenig abgenutzt hat. Denn auch wenn er viel Spaß macht ist The Artist nicht ohne Längen und die Vorhersehbarkeit der Story sorgt im Mittelteil dann schon für eine oder andere gedehnte Minute. Dennoch macht der Film insgesamt Spaß, was sicher auch an der wunderbaren Besetzung bis in die Nebenrollen (John Goodman, Malcolm McDowall) liegt, die sich mit angemessenem Enthusiasmus in das liebenswerte Oberacting werfen und - wie im Falle des Hautdarstellers Jean Dujardin - wirklich meisterlich den naiven Charme früher Stummfilmheroen kanalisieren.
Das Experiment ist gelungen und ist als Hommage und gleichzeitig Abschied vom Stimmfilm zu verstehen, denn so wie sich Georg Valentin dem Fortschritt anpassen muss und am Ende im Tonfilm ankommt, so weiß auch The Artist dass diese Art von Film nur alle paar Jahre als selbstrefentielle Metafilm funktioniert, den die Zuschauer eher wegen seiner ungewöhnlichen Machart lieben, als das sie tatsächlich emotional mit den Figuren mitfiebern. The Artist 2 wird sicherlich nicht funktionieren, aber The Artist sollte sich kein Filmfan entgehen lassen.
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Die drei Musketiere
Batzman 6.5 "Ganz gut" 2012/01/27 17:53:31
Ich wage es kaum zu sagen, aber ich hab mich durchaus gut unterhalten gefühlt. Als moderne Antwort auf die überkandidelten, albernen Lester-Verfilmungen aus den 70ern ist der Film durchaus ein annehmbares Guilty Pleasure. Er nimmt sich nie ernst, noch behauptet er eine sehr werkgetreue Verfilmung zu sein. Die Schauspieler sind sich durchaus der cartoonhaftigkeit ihrer Figuren bewusst und spielen…
Ich wage es kaum zu sagen, aber ich hab mich durchaus gut unterhalten gefühlt. Als moderne Antwort auf die überkandidelten, albernen Lester-Verfilmungen aus den 70ern ist der Film durchaus ein annehmbares Guilty Pleasure. Er nimmt sich nie ernst, noch behauptet er eine sehr werkgetreue Verfilmung zu sein. Die Schauspieler sind sich durchaus der cartoonhaftigkeit ihrer Figuren bewusst und spielen entsprechend und in dem Kontext ist das ganze ein harmloser, unterhaltsamer Spaß.
Logan Lehrman, der in Percy Jackson an Gesichtslähmung zu leiden schien, ist als D'Artagnon ein ganze passable Besetzung, der zwar nicht an Michael York heranreicht, aber eine weit bessere Figur macht als Chris O'Donnel seinerzeit. Gleiches gilt für die restlichen Musketiere. Mila Jovovich als Mylady macht ebenfalls Spaß, genau wie Christoph Waltz als verschlagener Kardinal (auch wenn er nicht an Tim Currys überdrehten Wahnsin heranreicht).
Selbst die finale Luftschlacht mit den "Air-Ships" war im Grunde ganz putzig anzusehen. Die Musketiere sind pures Popcornkino mit hohem Slapstick-Trash-Faktor und als solche das Ansehen wert - und sind wir mal ehrlich, auch die Vorlage war eher packender Abenteuer-Schmöcker als feinsinnige Literatur.
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Die Muppets
Batzman 8.0 "Ausgezeichnet" 2012/01/19 00:34:49
Was habe ich mich auf diesen Film gefreut. Ich liebe die Muppets seit ich die erste Folge irgendwann Anfang der 80er Jahre im ZDF gesehen habe (oder vielleicht sogar schon seit Peter Alexander sie in einer seiner Shows zu Gast hatte, die ich als kleines Kind immer bei meiner Oma geguckt habe). Die Muppets sind klasse und das nicht nur aus nostalgischen Gründen: Sie sind quintessential Puppets (auch…
Was habe ich mich auf diesen Film gefreut. Ich liebe die Muppets seit ich die erste Folge irgendwann Anfang der 80er Jahre im ZDF gesehen habe (oder vielleicht sogar schon seit Peter Alexander sie in einer seiner Shows zu Gast hatte, die ich als kleines Kind immer bei meiner Oma geguckt habe). Die Muppets sind klasse und das nicht nur aus nostalgischen Gründen: Sie sind quintessential Puppets (auch wenn man sie nie als Puppen bezeichnen sollte) – sie waren der Beweis dass es nur geniale Pupeteers braucht um auch ohne große Special Effects lebendige, liebenswerte, witzige und skurrile Charaktere zu kreieren. Im Gegensatz zu blöden Bauchredner-Puppen, Kasperletheater oder den üblichen steifen Figuren die das Kinderprogramm bevölkerten waren die Muppets immer lebendig. Sie waren eben nie Puppen, sie waren People. Ohne sie gäbe es weder die Feebles von Peter Jackson noch die geniale Avenue Q-Show (bei der übrigens etliche Henson-Pupeteers mitwirkten). Kermit, Piggy, Waldorf und Stattler, Sweetums, Schweine im Weltall und der schwedische Koch sind Teil meiner Kindheits-DNA und wie ich bei neuerlicher Sichtung der alten Shows und Filme im vergangenen Frühjahr feststellte: Ich liebe sie noch immer.
Das konnten selbst die schlechten Filme wie Muppets from Space, The Muppet Wizard of Oz, die eher mässig witzige Neuauflage Muppet Tonight oder die öligen TV-Weihnachts-Specials nicht ändern. Denn die Handlung des Films ist nicht so weit von der Realität entfernt, für über 10 Jahre waren die Muppets nicht mehr wirklich präsent oder gar wirklich relevant. Zum Glück haben sie sich langsam wieder emporgearbeitet, zuerst mit kleinen Nischen-Produktionen für diverse Websites, dann mit einem eigenen YouTube-Kanal für den sie originäre Videos wie das wunderbare Bohemian Rhapsody produzierten und nicht zuletzt mit der wirklich gelungenen Parodie-Werbekampagne die dem neuen Film vorausging, den dutzenden Auftritten in TV-Shows die eines deutlich machten: Sie sind wieder da!
Und wenn dies auch manchen als PR-Overkill vorkommen mag, so ist es doch bitter notwendig, denn dort in der Welt lebt eine ganze Generation von Kids die nicht wirklich wissen wie großartig die Muppets sind und die sich wahrscheinlich fragen warum ein alter Furz wie ich sich so darüber freut, wenn er eine Sockenpuppe mit Pingpong-Ball-Augen interviewen darf.
Das hat Gründe, denn Jason Segel und Regisseur James Bobin haben es wirklich geschafft eine absolut gelungenen Film abzuliefern, aus dem gerade Muppet-Fans mit einem dicken Grinsen herauskommen werden und “Lifes a happy song” vor sich hinsummen werden. Hatte ich nach den ersten Informationen noch gefürchtet das Ganze könnte eine Star-Vehikel werden in dem die Muppets als Sidekicks für das Liebespaar Segel/Adams fungieren darf, stellte sich das nach wenigen Minuten als unbegründet heraus. The Muppets ist ein lupenreiner Muppet-Film, in dem die menschlichen Figuren bestenfalls Nebenrollen und Cameo-Auftritte haben.
Segel ist – und das nimmt man ihm absolut ab, wenn man sieht mit welch diebischer Freude er in Interwies mit seinem Co-Star Walter herumblödelt – ein Muppet-Fan dem viel daran lag der Muppet-Show und den ersten Filmen Respekt zu erweisen und gleichzeitig eine Geschichte zu erzählen, die die Muppets dort abholt wo sie heute sind. Sie in den mittelpunkt zurücken anstatt ein weiteres Mal eine klassische Story mit Muppets zu besetzen, wie das bei Wizard of Oz und Treasure Island der Fall war.
Natürlich ist die Handlung im Grunde nicht sehr originell und bedient sich großzügig bei Blues Brothers und ähnlichen Streifen (ein frühes Poster hatte sogar den Spruch “We’re getting the band back together”) doch das ist ganze so selbstironisch, liebenswert und augenzwinkernd umgesetzt, dass der Weg tatsächlich wichtiger ist als das Ziel. Für Fans ist es eine wahre Freude zu sehen, wieviele Referenzen es an die alte Show und besonders den ersten Film gibt, auch wenn dieser im Direktvergleich tatsächlich immer noch etwas gewaltiger wirkt, was Aufwand und Scope angeht. Ohne neue Zuschauer vor den Kopf zu stossen, werden dutzende kleine Anspielungen auf Muppet-Standards und frührere Ereignisse eingebaut, zusammen mit kleinen Seitenhieben auf die zynischeren, moderneren Epigonen, die in Form der Moopets die dunkle Gegenseite der Muppets darstellen. Denn so schön zynischer Witz und abgeklärter Sarkasmus auch oft sind, die herzliche Naivität und Offenheit, der kindliche Anarchismus der Muppets ist es der letztlich anrührt und sie als vollwertige Charaktere glaubhaft macht.
Das der Film die Muppets selbst auf ein Podest stellt kann man natürlich kritisieren, genau wie die im Grunde eher überflüssige und kaum ausgearbeitete Figur von Amy Adams mit der weder Drehbuch noch Regie wirklich viel anzufangen weiß und deren dramaturgischer Bogen mehr als einmal ziemlich holpert. Und auch dass ein sehr mutiger Gag im Finale (SPOILER SPOILER SPOILER *************) nämlich dass der Telethon nichtmal annähernd genug Geld eingebracht hat und die Muppets tatsächlich nochmal ganz unten anfangen müssen (SPOILER SPOILER SPOILER ENDE **********) dann um des Happy-End-Finales mal eben für null und nichtig erklärt wird und sich doch alle Probleme in Wohlgefallen auflösen: Natürlich ist das ein bißchen schade. Aber dann im Grunde auch nicht so wichtig, wenn man mit einem fröhlichen MahNaMahNa aus dem Kino entlassen wird.
Ist der Film genauso gut wie The Muppet Movie? Vielleicht nicht. Ist es der beste Muppet-Film seit “A Muppet Christmas Carol” – ganz eindeutig. Der “Flight of the Conchords”-Regisseur Bobins inszeniert nicht immer in großen Kinobildern, aber fängt viele Details ein und hat ein sehr sicheres Händchen für Gags und Timing und die schwungvollen und wirklich eingängigen Songs von Flight of the Conchords-Mitglied Bret McKenzie treffen genau den richtigen Ton zwischen warmherzigen Spaß und ironischer Verspieltheit. Sie fügen sich nahtlos ein in die recycelten Klassiker wie Rainbow Connection, die im Film ebenfalls zitiert werden und helfen in ihrer optischen Umsetzung die Story des Films zu bereichern. Ob Kermit alleine durch seine runtergekommene Villa streift und über die alten Freunde sinniert oder sich Jason Segel singend fragt ob er ein Mensch oder ein Muppet ist – die Musik bereichert den Film ohne ihn auszubremsen.
Als kleine Beckmesserei könnte ich erwähnen, dass Piggy etwas sehr zahm geworden ist und sich Kermit etwas zu willig wieder an den Hals wirft, aber vielleicht ist die alte Sau auch im Laufe der Jahre nur etwas altersmilde geworden (wobei sie in einigen Internetvideos immer noch zeigt, dass sie ordentlich zuschlagen kann). Das die Menschen sich, egal wie berühmt sie sind, als Stichwortgeber und dekorative Sidegags begnügen müssen und Zack Galifianakis ein wenig verschwendet wirklich, während sich Selina Gomez überraschend treffend selbst verarscht (Ich bin nur hier weil mein Agent mir das gesagt hat) – auch das gehört zu einem Muppet-Film. Nicht umsonst war in Teil 1 Schwergewicht Orson Wells in einer Minirolle zu sehen und auch diesmal sind die Stars eher Fan-Support als wirklich wichtig. Wichtig ist nur eines: Das Muppet-Gefühl stimmt. Dieser Film ist im besten Sinne altmodisch und versucht nie sich beim modernen Kino anzubiedern, er setzt darauf dass Kermit und Co. auch heute noch ihre Muppet-Magic entfalten und das Publikum verzaubern können. Ohne CGI-Overkill, Fäkalwitze und all die anderen Standards heutiger Erfolgsfilme. Und genau deswegen ist er auch so sympathisch.
Seht euch den Film an. Und dann holt euch die DVDs mit dem alten Muppet-Movie und die Shows. Und denkt dran: Life’s a happy song…
Kritik im Original 18 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 1 Antworten
alanger 2012/01/19 01:44:07
Antwort löschenlos grandiosos geschriebeneous.
sach ich mal als (alice-cooper-bei-den -muppets-die -hard) fan.
jetzt bin ich mal gespannt :)
Darkest Hour
Batzman 6.0 "Ganz gut" 2012/01/15 01:35:09
Okay die Story ist etwas doof und man sieht dem Film an, dass er nicht eben superteuer war. Aber als harmloser SciFi-Trash macht der Streifen durchaus Spaß und bietet mit Moskau eine Spektakeltechnisch noch recht unverbrauchte Kulisse.
Das die Figuren allesamt aus der Holzschnittkiste kommen und auch ein Emile Hirsch jetzt schauspielerisch eher auf Sparflamme spielt (aber immerhin mal einen…
Okay die Story ist etwas doof und man sieht dem Film an, dass er nicht eben superteuer war. Aber als harmloser SciFi-Trash macht der Streifen durchaus Spaß und bietet mit Moskau eine Spektakeltechnisch noch recht unverbrauchte Kulisse.
Das die Figuren allesamt aus der Holzschnittkiste kommen und auch ein Emile Hirsch jetzt schauspielerisch eher auf Sparflamme spielt (aber immerhin mal einen proaktiven Charakter geben darf, was ihn von seinen sonstigen Rollen doch unterscheidet), sei geschenkt, denn im Rahmen seiner Parameter ist das Elektroalien-Inferno doch irgendwie putzig anzusehen. "Welcome to Russia" dürfte wohl die am meisten strapazierte Catchphrase sein und wenn die Cybernerds gegen die Kollegen vom ID-Monster antreten fliegen ordentlich die Funken. Wer Skyline gehasst hat, wird wahrscheinlich auch mit der diesjährigen lowbudget Alien-Invasion nicht warm werden, aber allen Freunden naiven Trashs sei der Film durchaus empfohlen.
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Hugo Cabret
Batzman 7.0 "Sehenswert" 2012/01/10 20:59:56
Nach dem enttäuschenden Trailer der eine Kinderlovestory im Amelie-Look versprach, ist der Film letztlich eine positive Überraschung. Auch wenn Asa Butterfield hauptsächlich aus blauen Kulleraugen und schiefer Schnute besteht, funktioniert seine Figur hinreichend gut um in die Geschichte zu ziehen. Natürlich wird er von Chloe Morez in jeder Szene die die beiden zusammen haben an die Wand gespielt,…
Nach dem enttäuschenden Trailer der eine Kinderlovestory im Amelie-Look versprach, ist der Film letztlich eine positive Überraschung. Auch wenn Asa Butterfield hauptsächlich aus blauen Kulleraugen und schiefer Schnute besteht, funktioniert seine Figur hinreichend gut um in die Geschichte zu ziehen. Natürlich wird er von Chloe Morez in jeder Szene die die beiden zusammen haben an die Wand gespielt, aber dennoch wünscht man dem armen Waisenkind, dass es seinen Sinn im Leben finden möge.
Die Story, so konstruiert sie auch ist, schafft tatsächlich die Begeisterung für das frühe Kino des Trickfilmpioniers George Méliès in angemessene Bilder umzusetzen, die auch dem heutigen Publikum eine Ahnung von der Faszination geben, die die simplen Effekte damals gehabt haben müssen. Natürlich geschieht dies meist durch kühle berechnetes Stellvertreterstaunen, aber was einem Spielberg recht ist, sollte Scorcese nur billig sein. Ben Kingsley legt viel Gravitas und Wehmut in seine Figur, die von allen im Film am menschlichsten wirkt. Neben ihm geraten viele der anderen Nebencharaktere leider zu Holzschnitten, die bewusst auch "skurrilen Charme" gebürstet sind, deren Subplots aber leider mehrheitlich im dramaturgischen Nichts enden. Schade um großartige Schauspieler wie Richard Griffths, Frances de la Tour und Christopher Lee, die zwar immer eine Freude anzusehen sind, letztlich aber nur malerisches Hintergrundrauschen gerieren, ohne tatsächliche Relevanz für die Geschichte zu haben.
Gewöhnungsbedürftig auch der hochartifizielle Look, der manchmal funktioniert, manchmal aber auch aus Story reisst, genau wie das uneinheitliche 3D das nur in wenigen Momenten interessant wirkt, meist aber egal ist oder sogar (wie im von ILM hingeschluderten Eingangs-Shot) billig wirkt und genau die Stimmung zerstört, die der Film zu erzwingen sucht. Vieles ist zu dick aufgetragen, die Farben zu bunt, der Dreck zu malerisch, das oh-so-französische-Flair das mittels penetranter Musikuntermalung wie aus einem Pepe-Le-Pew-Cartoon wirkt. Stellenweise versucht der Film einfach zu sehr niedlich, pitoresk und adorable zu sein und hämmert einem die Poesie ähnlich wie Amelie mit dem Holzhammer ins Auge.
Zum Glück gibt es auch die kleinen intimen Momente, die anrührenden Szenen in denen Scorceses Liebe zum Film und zu Méliès sichtbar und nachspürbar wird. In denen er sich mehr auf die Schauspieler, als auf die künstliche Bahnhofswelt verlässt und die Akteure einfach nur miteinander reden lässt.
Da berührt der Film, da gelingt ihm dann tatsächlich für Sekunden die Magie zu erzeugen, die er oft nur behauptet. Wenn Méliès sich enttäuscht weinend aufs Bett fallen lässt, wenn er letztlich doch einen seiner Filme nocheinmal mitansieht, sagt das mehr aus als überkandidelte Traumsequenzen oder die stets zur Fremdscham einladenden Klamottereien des penetrant chargierenden Sacha Baron Cohen, dessen Bahnhofspolizist die anstrengenste und unangenehmste Rolle des ganzen Films ist.
Der Philosophie der Mechanik und das jedwedes Ding seine Funktion hat und repariert werden kann, ist Scorcese dann gerade im Finale doch etwas zu sehr verhaftet, wenn sich die Figuren nicht als lebendige Menschen sondern nur als Bauteile in eine perfekte Erzählmaschine einfügen, deren Ziel das Happy End ist. Denn ein kleines bißchen fehlt dem Film, wie auch dem Automaton den der junge Hugo zusammenbaut das echte, schlagende Herz, das auch dann weitertickt, wenn niemand mehr den Schlüssel umdreht.
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Sherlock Holmes 2: Spiel im Schatten
Batzman 6.5 "Ganz gut" 2011/12/30 19:48:28
Als Holmes-Film immer noch nicht wirklich der Burner, ist der Film nichtsdestotrotz eine gewaltige Steigerung gegenüber dem Vorgänger. Statt peinlichen Green-Screen-Turnereien vor Renderkulisse sind Downey Jr. und Law diesmal meist in realer oder bestenfalls digital gepimpter Kulisse zu sehen. Der Scope ist dank Europa-Reise wesentlich größer und dank den gut aufgelegten Darstellern, die das…
Als Holmes-Film immer noch nicht wirklich der Burner, ist der Film nichtsdestotrotz eine gewaltige Steigerung gegenüber dem Vorgänger. Statt peinlichen Green-Screen-Turnereien vor Renderkulisse sind Downey Jr. und Law diesmal meist in realer oder bestenfalls digital gepimpter Kulisse zu sehen. Der Scope ist dank Europa-Reise wesentlich größer und dank den gut aufgelegten Darstellern, die das Ermittler-Duo diesmal noch mehr an der Grenze zur Homo-Travestie spielen, macht das Ganze meist auch Spaß.
Weniger gut weg kommen die Nebendarsteller, denn außer Stephen Fry und Jared Harris als Moriarty ist keine Figur mehr als Raumdeko. Insbesondere die Zigeunerin Simsa in Form von Noomi Rapace ist sträflich verschwendet. Dazu kommt der arg holperige Plot, bei dem auch aufmerksame Zuschauer Probleme haben werden zu verstehen was jetzt genau warum passiert - zumindest bis Holmes seine Basil-Exposition-Szenen hat.
Die Anflüge moralischer Philosophie über das Wesen des Menschen, die Moriarty am Ende anbringt sind leider auch nur wenig ausgearbeitet und hingeworgen, ja beschädigen das Mastermind in seiner Brillanz sogar etwas, da sie alle seine Bemühungen ad absurdum führen.
Holmes selber bleibt als Konstrukt schwierig, seine Intelligenz wird angedeutet, doch beschränkt sie sich weniger auf kühle Deduktion, als auf MacGyverhafte Improvisation, die weniger Ermittlungsarbeit ist, als Mission Impossible im Schnelldurchlauf. Das der Film wichtige Informationen zurückhält und verschleiert damit Holmes am Ende ein Auflösung aus dem Allerwertesten ziehen darf ist dann bisweilen schon etwas anstrengend, genau wie die im Grunde stylishen Zeitlupe/Speedup-Szenen - die bisweilen so ausgewalzt sind, dass sie zum Selbstzweck verkommen und eher Ablenken als die Story vorranbringen.
Das Holmes-Finale an den Reichenbach-Fällen dann so dramatisch inszeniert wird, als gäbe es tatsächlich etwas zu verlieren und der Epilog dann auch nochmal ewig weitergeht, ist dann, bei allen gelungenen Gags am Ende doch auch etwas überflüssig, denn wie Conan Doyle diktiert auch den Filmemachern der Kommerz - und der kann besteht darauf das es weitergeht...
Sehenswert, nichtsdestotrotz und viel besser als Teil 1 bewegt sich Guy Ritchie in die richtige Richtung, auch wenn sein Holmes-goes-Bourne-Konzept mich wohl nie wirklich überzeugen wird.
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alanger 2012/01/02 19:46:44
Antwort löschen"und viel besser als Teil 1 " nee mein bester, so ganz und garnicht. warst du auf speed?
Looki 2012/01/05 11:51:10
Antwort löschenmir hat der zweite teil auch besser gefallen, wegen der charakterentiefe und vor allem weil der bösewicht um einiges besser war...den hokuspokus-freak im ersten teil konnte man sofort durchschauen
LapisLazuLi 2012/01/24 08:50:20
Antwort löschenIch würde gerne wissen was 'hingeworgen' bedeutet. Hab ich noch nie gehört, was ist das für ein Dialekt?
Mission:Impossible - Phantom Protokoll
Batzman 7.5 "Sehenswert" 2011/12/15 00:28:17
Fourth Time is the charme… zumindest in diesem Fall. Ich war nie ein Fan der MI-Reihe, nicht unbedingt Tom Cruise wegen, obwohl er sicherlich seinen Anteil daran hatte. Als jemand der mit “Kobra, übernehmen sie?” bzw. “Unmöglicher Auftrag” aufwuchs, störte mich schlicht und einfach immer die Fokussierung auf einen übermächtigen Helden der die Chose im wesentlichen im Alleingang meistert…
Fourth Time is the charme… zumindest in diesem Fall. Ich war nie ein Fan der MI-Reihe, nicht unbedingt Tom Cruise wegen, obwohl er sicherlich seinen Anteil daran hatte. Als jemand der mit “Kobra, übernehmen sie?” bzw. “Unmöglicher Auftrag” aufwuchs, störte mich schlicht und einfach immer die Fokussierung auf einen übermächtigen Helden der die Chose im wesentlichen im Alleingang meistert. Mission Impossible im Film war immer mehr Ego-Show, als Team-Heist. Dass der erste Teil Jim Phelps zu einem Schurken machte, war ebenso respektlos wie unnötig. Teil 2 bot schicke Bilder, war aber dank Studioeinmischung nur ein konfuser Rumpf-Film und JJ Abrams Teil 3 sah leider aus wie ein Fernsehfilm, mit faden Bildern und einem käsigen Showdown der aus einer Rangelei in einem Lagerhaus bestand, bei der der Schurke am Ende vors Auto stolperte. Nee, auch wenn ich weiß das die Filme ihre Fans haben, mich haben sie nie wirklich umgehauen.
Insofern war die Begeisterung für den anstehenden vierten Teil eher verhalten, bestenfalls Regisseur Brad Bird und die neuerliche Mitwirkung von Simon Pegg sorgten für mildes Interesse. Umso angenehmer die Überraschung, dass dieser Film sich stimmungsmässig, als auch vom Spektakelwert deutlich von den Vorgängern abhebt. Optisch war bestenfalls John Woos zweiter Teil in einer Liga mit “Ghost Protocol” – denn hier gibt es auch abseits des fulminanten Dubai-Tower Heists, der im Imax-Format gedreht wurde und tatsächlich ziemlich großartig aussieht und getimed ist, sehr sehenswerte Action-Momente. Vom Hudson-Hawk paraphrasierenden Gefängnisausbruch der treffend-böse mit “Ain’t that a kick in the head” unterlegt wird, zum Kremel-Einbruch (bei dem besonders Simon Peggs Benji samt seinen Gadgets glänzen kann), eine Verfolgungsjagd im Sandsturm bis zum großem Finale in einer hochmodernen Parkgarage – immer bietet der Film Scope, sehenswerte Stunts und nimmt sich dabei nie so ganz ernst.
Klar gibts eine dunkel Vergangenheit für Ethan Hunt, weil die beiden jungen Drehbuchautoren ja irgendwie seine Frau aus dem Weg räumen mussten, die sonst nur unnütz rumgestanden hätte. Aber selbst die emotionalen Momente werden eher als popcorndrama zur spannungsförderung, denn als tränendrüsiger Gefühlskitsch inszeniert. Und endlich, endlich geht es im Film mal um das MI-Team. Ethans Mitstreiter Pegg, Paula Patton und Jeremy Renner sind wirklich gleichberechtigte Figuren und nicht nur Stichwortgeber für Mr. Obercool. Die Chemie zwischen ihnen, die einfallsreichen Gadgets (die nie so funktionieren wie sie es eigentlich sollten), die ironischen Verweise auf die Mainstayes der Serie (wie etwa die nicht funktionierende Selbstzerstörung der Auftragsbitschaft) – das alles sorgt für sehenswerte, fluffige und stellenweise extrem spannende Kinounterhaltung.
Brad Bird der schon mit The Incredibles und Iron Giant gezeigt hat, dass er wirklich rasante Action inszenieren kann, verlässt sich auch in MI4 auf seine Instinkte und bringt eine gewisse Pixar-Leichtigkeit in die Serie, die eher den überkandidelten Bond-Filmen der 70er und 90er nacheifert, als den zu Tode gerittenen “grittigen” und “realistischen” Bourne-Epigonen die seit Jahren mit Wackelkamera und Action-Szenen die nur aus Nahaufnahmen bestehen, die Multiplexe traktieren. Der Bösewicht in Ghost Protocol ist ein gutes altes größenwahnsinniges Genie, der bewusst jenseits aktueller politischer Bezüge verortet wird (auch wenn das sicherlich mit dem Wunsch nach weltweiter Vermarktbarkeit zusammenhängt). Wichtig ist nicht seine Agenda, sondern seine Aktionen und die Reaktionen des MI-Teams, die ebenso humorvoll wie suspensevoll ablaufen.
Cruise, dem man sein Alter in den Nahaufnahmen mittlerweile doch ansieht, nimmt sich bis auf den etwas unnötigen Epilog, sehr zurück, kokettiert mit der eigenen Verwundbarkeit und Angst, was ihn doch sympathischer macht als gewöhnlich. Pegg nutzt seine ausgebaute Rolle und liefert einige der besten Punchlines die er mit gewohntem Understatement platziert, Jeremy Renner ist ebenfalls ungewohnt linkisch und zeigt dass er auch mit komödiantischen Momenten umgehen kann und Paula Patton wirkt zwar wie ein Platzhalter für Angelina Jolie, macht ihre Sache dabei aber durchaus ordentlich, auch wenn ihr emotionaler Arc am holprigsten erzählt ist und auf halber Strecke im Nichts endet.
Als unbeschwertes Actionkino mit wenig Tiefe aber hohem Spaßfaktor funktioniert der Film in jeden Fall – und dürfte der erste Eintrag in die Reihe sein, bei der ich mich tatsächlich über eine weitere Fortsetzung freuen würde
Kritik im Original 19 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 1 Antworten
Bad Teacher
Batzman 7.0 "Sehenswert" 2011/12/07 21:43:54
Überraschungsfrei aber dank vieler gut platzierter R-Rated-Derbheiten und der rundherum passenden Besetzung ein überaus amüsanter Wegguck-Film, ohne Originalitätsanspruch. Eine Prise School of Rock, ein bißchen Bad Santa und das komödiantische Talent von Diaz reichen aus um der anfangs unausstehlichen Lehrerschlampe gerne bei der Menschwerdung zuzusehen.
Justin Timberlake brilliert…
Überraschungsfrei aber dank vieler gut platzierter R-Rated-Derbheiten und der rundherum passenden Besetzung ein überaus amüsanter Wegguck-Film, ohne Originalitätsanspruch. Eine Prise School of Rock, ein bißchen Bad Santa und das komödiantische Talent von Diaz reichen aus um der anfangs unausstehlichen Lehrerschlampe gerne bei der Menschwerdung zuzusehen.
Justin Timberlake brilliert als blödeste Blinse der Lehrgeschichte, Jason Segel sieht wieder aus wie ein Muppet und ist einfach nur sympathisch und die Kinderdarsteller liefern die passenden Sidegags und den mild schockierenden Kontrast für die sexuelleren Gags der Komödie.
Mit etwas mehr Ideen hätte der Film vielleicht zum kleinen Unikat werden können, aber auch so reicht es für nen spaßigen Filmabend.
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Die Schlümpfe
Batzman 4.0 "Uninteressant" 2011/12/07 21:34:28
Ächz. Okay die Erwartungshaltung spielt natürlich mal wieder eine große Rolle, die nach den unterirdischen Trailern auf Null lag. Dagegen steht natürlich die generelle Sympathie für die blauen Zwerge, die man schon zu Schulzeiten gesammelt und deren Comic-Bände ich mir immer aus der Bücherei ausgeliehen habe.
Natürlich sind sie grundsätzlich liebenswürdig, genau wie Neil Patrick…
Ächz. Okay die Erwartungshaltung spielt natürlich mal wieder eine große Rolle, die nach den unterirdischen Trailern auf Null lag. Dagegen steht natürlich die generelle Sympathie für die blauen Zwerge, die man schon zu Schulzeiten gesammelt und deren Comic-Bände ich mir immer aus der Bücherei ausgeliehen habe.
Natürlich sind sie grundsätzlich liebenswürdig, genau wie Neil Patrick Harris grundsätzlich ein sehr sympathischer Typ ist. Doch das Problem ist leider, dasselbe der anderen uninspirierten Cartoon-to-3D Adaptionen: Sie sind sind so generisch und ambitionslos, dass es schwer fällt sie nicht während des Ansehens schon zu vergessen.
Und gerade bei den Schlümpfen scheinen die Macher sehr wenig Vertrauen ins Quellmaterial gehabt zu haben, denn die krampfhafte Konfrontation mit der amerikanischen Menschenwelt fällt leider sehr zäh und öde aus. Der Humor erschöpft sich in mässigem Slapstick und Four-Letter-Words durch Smurf zu ersetzen - was spätestens nach 5min anstrengend wird und die Handlung bei der wir uns dafür interessieren sollen ob NPH seinen dämlichen Werbejob behält und die Schlümpfe als schmierig-schmalzigen Crashkurs in Vater-werden benutzt, ist mit langweilig noch vorsichtig umschrieben. Sophia Vergara spielt fast nicht mit, NPH muss wie ein Idiot Guitar-Hero-Werbung machen und wirkt dabei als wäre es ihm selbst unendlich peinlich und lediglich Hank Azaria hat als lebende Cartoonfigur Gargamel anscheinend Spaß an der Rolle - auch wenn seine computeranimierte Mieze wohl eine der wenigen Vertreter ihrer Art ist, die mal so gar nicht niedlich wirkt.
Das Peyos Zwerge am Ende in Schlumpfhausen New Yorker Wolkenkratzer nachbauen lässt einen dann doch wünschen, sie wären lieber bei Gargamel in der Suppe gelandet und hätten NPH erspart mit ihnen tränenreiche Hug-Feste zu feiern.
Für Kinder wahrscheinlich irgendwie lustig, aber für jeden über 12 eine in seiner absolut ambitionslosen Mittelmässigkeit und dank unangenehm plattem Product-Placement eher unerfreuliches Animationswerk, dessen Pixelgnome leider auch an keiner Stelle den naiv-liebenswerten Charme der Vorlage wachrufen können.
Und das Lied nervt wirklich.
4 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
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WaaayneTrain 2011/12/14 16:14:24
Hallo Batzman
Bin ein grosser Fan deiner Kritiken und würde dich gerne bei den News haben.(=
Würde mich sehr über eine Annahme freuen.
Lg Wayne
lieber_tee 2011/12/02 01:52:16
Hallo Vor-namen-vetter.
Wegen der tollen Twilight 4-Kritik und anderen treffenden Kritiken und der sympathischen 5-Film-Freunde-Seite möchte ich dir mal endlich eine Anfrage schicken.
Oliver
Joeyjoejoe17 2011/10/22 20:35:32
Deine Kommentare find ich spitze, ebenso die Art, wie du "screen - Das Kinomagazin" moderierst.
Daher würde ich mich sehr freuen, dich in meine buddy-Liste aufnehmen zu dürfen.
Grüße, Joe
Ezra 2011/10/17 23:22:16
Ich lese deine Kommentare sehr gern und würde mich freuen, sie auf dem Dashboard zu haben.
LG :)
Kreaexo 2011/09/10 22:30:33
Auf YouTube erfolgreich, sehr guter Kanal mit wirklich wunderbaren Videos. Mitglied und Mitbegründer einer genialen Film-Community. Mit Manniac befreundet. Sympathischer Typ und teilweise (!) guter Filmgeschmack. Alle Komponenten sind mir eine Freundschaftsanfrage wert. Und ich hoffe sehr, dass dies Anklang findet.
Pfizze 2011/08/23 14:56:09
aufgrund passabler Übereinstimmung und guten Kommentaren lasse ich dir mal ne Freundschaftsanfrage liegen ;)
DerDude_ 2011/08/16 18:40:20
Batz , hör zu: Überdenke doch bitte einmal deine Kommentare zu American Beauty , Vergiss mein nicht ! und (BESONDERS) Fight Club.
Besonders bei letzterem muss ein Fehler passiert sein
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Oliver Lysiak ist Kritiker für moviepilot / Fünf Filmfreunde.
Oliver Lysiak schreibt als Kritiker für moviepilot / Fünf Filmfreunde.














Nicht mehr ganz so charmant wie Teil 1 und 2, aber wesentlich unterhaltsamer als Teil 3 liefert Rodriguez mit dem neuen Spy-Kids Film wieder ein liebenswertes Guilty Pleasure mit allen Trademarks der Serie ab: Smarte Kids, Over the Top Stories und Gadgets, trashige Tricks und letztlich das hohe Lied auf die Familie und kindliche Phantasie. Das ist nicht neu und auch ein kleines bißchen abgenutzt, aber immer noch sympathischer als das was Kindern an anderer Stelle als Unterhaltung zugemutet wird.