Batzman
Batzman aus Berlin heißt Oliver Lysiak, ist 36 Jahre alt. Er hat sich Sun, 31 Dec 2006 23:00:00 -0000 auf moviepilot angemeldet und hat schon unglaubliche 3046 Filme bewertet und legendäre 2345 Kommentare geschrieben. A toast to bread. Because without bread, there would be no toast. Mehr
| Name | Oliver Lysiak |
|---|---|
| Alter | 36 |
| Stadt | Berlin |
| Geschlecht | männlich |
| Meine Lieblingsfilmfigur | Barry Champlain aus Talk Radio |
| Schreibt sonst für | moviepilot / Fünf Filmfreunde |
| Meine Lieblingsschauspieler: | Joseph Gordon-Levitt, Simon Pegg, Nick Frost, Ian McKellen, River Phoenix, Michael Douglas, Milla Jovovich, Elisabeth Taylor, Patrick Steward, Elijah Wood, Judi Dench, Hellen Mirren, Robert Stadlober, Groucho Marx, John Cleese, Whoopie Goldberg, Famke Janssen, Bruce Willis, Jamie Bell, Michael Caine, |
| Ich bin Fan von: | Will Ferrell, Florian Bartholomäi, Tye Olson, Lloyd Kaufman, Paul Dano, Taylor Lautner, Nick Frost, Joe Cornish |
| Meine Lieblingsregisseure: | Terry Gilliam, Edgar Wright, Todd Solondz, Takashi Miike, Woody Allen, Richard Donner, Kevin Smith, Louis Malle, Mc G, Richard Linklatter, Orson Welles, Robert Rodriguez, Quentin Tarantino, John Cameron Mitchel, John McTiernan, George A. Romero, John Carpenter, John Waters |
| Mein Lieblingsfilmzitat: | Leute die in Metaphern reden, können mir mal den Schritt shampoonieren. |
| Über mich | A toast to bread. Because without bread, there would be no toast. |
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Hzi Sat, 18 May 2013 08:20:28 -0000
Antwort löschenMag sein, dass der Trailer den Film falsch verkauft hat (kenne diesen nicht), aber unterlegt mit diesem wunderbaren Song von Snow Patrol, der ihm eine erstaunlich "erwachsene" Atmosphäre verliehen hat, war der Trailer eines mit Sicherheit nicht: "grauenhaft" ...
elmnope Sat, 18 May 2013 11:45:06 -0000
Antwort löschenGrauenhaft fand ich den Trailer auch nicht direkt, aber angesprochen hat er mich auch überhaupt nicht. Aber das hört sich ja doch ganz gut an; wird also demnächst bei Gelegenheit doch mal angeschaut.
Another month, another remake. Doch seien wir fair: Evil Dead gibt sich mehr Mühe als die meisten seelenlosen Cash-Ins die uns aus dem House Platinum Dunes entgegenschwappten. Was wohl auch daran liegt, dass hier die Macher des Originals dem neuen Regisseur Fede Alvarez als Produzenten direkt über die Schulter guckten.
Die Besetzung ist gutes Mittelmaß, niemand der im Gedächnis bleibt, aber…
Another month, another remake. Doch seien wir fair: Evil Dead gibt sich mehr Mühe als die meisten seelenlosen Cash-Ins die uns aus dem House Platinum Dunes entgegenschwappten. Was wohl auch daran liegt, dass hier die Macher des Originals dem neuen Regisseur Fede Alvarez als Produzenten direkt über die Schulter guckten.
Die Besetzung ist gutes Mittelmaß, niemand der im Gedächnis bleibt, aber auch niemand der als Totalausfall nervt. Wenn sie ein Problem haben, dann das sie unterfordert werden und einfach zu blaß bleiben - was besonders für den sonst ganz überzeugenden Lou Taylor Pucci gilt, der als dusseliger Science-Geek wohl die doofste Figur des Film spielen muß.
Und eines muß man Alaverez lassen, er liefert wohl die blutigsten Splatterszenen eines Mainstream-Horrorfilms in den letzten Jahren ab, der locker mit den Abscheulichkeiten der Saw-Serie mithalten kann. Das alles als überzeugende Old-Fashioned-Make-Up-Effekte ohne viel digitalen Schnick-Schnack. Ob Nadeln, Nägel, Äxte, Messer oder Kettensäger - was immer geeignet ist den Körper durch neu geschaffene Körperöffnungen zu penetrieren kommt hier genüßlich zum Einsatz.
Und im Grunde ist auch der Twist, dass die Twentysomethings nicht zum Feiern sondern um den Drogenentzug ihrer Freundin zu begleiten ins Waldhäuschen gehen eine schicke Idee. Aus der leider nicht im Ansatz das herausgeholt was sie an Potential birgt. Denn was hätte man alles aus der Gleichsetzung von Drogenentzug/Besessenheit machen können, wieviele Möglichkeiten bietet diese Idee - bis hin zu etwas radikalem, wie das es gar keine paranormalen Wesen gibt und alles nur aus Sicht der Süchtigen gezeigt wurde.
Stattdessen bleibt der Film leider sehr Überraschungsfrei, stellt brav die ikonischen Szenen des Originals nach und ist insgesamt zu phantasiearm um irgendwas neues, originelles zu machen. Außer dem festen Vorsatz jede Form von Humor zu meiden (und ja auch Teil 1 von The Evil Dead arbeitete mit skurrilen, schwarzhumorigen, surrealen Momenten) gibts keine Vision, keine Idee die Alvarez zur abgedroschenen Story hinzuzufügen hätte. Aber es war eben nicht die Geschichte, die Tanz der Teufel damals interessant machte, sondern die Inszenierung.
Und da waren Raimis Dutch-Angles, sein langsamer Spannungsaufbau, sein wunderbares Sound-Design und die überbordende Surrealität einfach um einiges mitreißender als Alvarez der einem zwar mit dem nackten Gekröse ins Gesicht springt, aber dem bis auf ein paar überflüssige J-Horror-Momente (die auch eher Spannung wegnehmen als erzeugen) und dem ebenso überflüssigen Prolog nichts zu der ganzen Story einfällt.
SLIGHT SPOILERS AHEAD
Es fühlt sich weird an, ein Jahr nach Cabin in the Woods einen Film zu sehen der so brav alle Tropen des Genres abkaspert ohne auch nur den Versuch zu unternehmen etwas neues zu wagen. Hier wird absolut unironisch und als hätten 30 Jahre Horrofilm nicht stattgefunden Figuren präsentiert die dümmer sind als Ashs Freunde aus dem Original. Egal wie deutlich ihnen gesagt wird: LEST DAS VERFICKTE BUCH NICHT, sie machen es.
EVIL DEAD ist trotz des ganzen Gores leider kein Stück gruselig. Die Demon-Cam wird eher pflichtschuldig abgefrühstückt, erzeugt aber genau wie die Tree-Rape-Szene keinerlei Atmosphäre. Schockeffekte sind rar, Alvarez setzt auf Ekel - der zugegeben oft auch funktioniert, wenn sich Nadeln ins Gesicht Bohren, Arme amputiert werden und Nägel Hände durchschlagen. Auf der Strecke bleibt die Ambivalenz, der Grusel und der Spaß durch die verschlagenen Dämonen der Join us hier nie wirkliche Mission ist.
Und der Twist am Ende tatsächlich wieder ein Final Girl statt einen "Ash"-Charakter überleben zu lassen fühlt sich dann leider auch eher als Rückschritt, denn als Emanzipationsversuch an. Ein Typ als Final Girl ist auch heute noch die Ausnahme - ein Mädchen - not so much. Und wenn nach dem Abspann Bruce kurz sein "groovy!" aufsagen darf, dann ist das weniger cool als Erinnerung an einen besseren Film.
THE EVIL DEAD wird ein Kultfilm bleiben. EVIL DEAD ist ein passabler Splatter für die Masse die nach Saw ihren Blutfix braucht - aber erinnern wird sich an ihn in 30 Jahren wohl niemand mehr.
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Psycho-Jesus Wed, 22 May 2013 16:08:23 -0000
Antwort löschenAlso ich kann mich beim ersten Teil an keinen Moment erinnern, wo ich sagen würde, dass er absichtlich lustig war(egal ob jetzt auf eine schwarzhumorige oder skurrile Art). Aber vielleicht ist mein Gedächtnis da auch wie so oft ein Sieb oder ich zu stumpf, so oder so, über ein Beispiel für diesen Humor würde ich mich freuen.
Warnung: Schaut den Film nicht an, wenn ihr psychische Probleme hat, denn dieses Singspiel der selbstmordgefährdeten Autisten-Spielgruppe könnte euch den entscheidenden Schubs in die falsche Richtung geben.
Was auch immer Disney geritten hat die Verfilmung eines 40er Jahre Cartoons von Robert Altman umsetzen zu lassen, mit Robin Williams und Shelley Duvall zu besetzen und von Harry Nillson…
Warnung: Schaut den Film nicht an, wenn ihr psychische Probleme hat, denn dieses Singspiel der selbstmordgefährdeten Autisten-Spielgruppe könnte euch den entscheidenden Schubs in die falsche Richtung geben.
Was auch immer Disney geritten hat die Verfilmung eines 40er Jahre Cartoons von Robert Altman umsetzen zu lassen, mit Robin Williams und Shelley Duvall zu besetzen und von Harry Nillson musikalisch vertonen zu lassen - es war eine grandiose Fehlentscheidung. Denn Altman, so gut er mit seinen eigenen Filmen war, liefert hier einen Anti-Film ab, einen kafkaesken Alptraum für die ganze Familie - der stimmungsmäßig irgendwo zwischen "Der Elefantenmensch" und "Wenn der Wind weht" liegt. Unglaublich depressiv, durchsetzt mit dem traurigsten Slapstick der Filmgeschichte und Anti-Musicalnummern sowie einem Hauptdarsteller der wie ein grotesk deformierter psychisch kranker Schizophreniker wirkt, dessen Dauergebrabbel selbst Brandos-Kurtz-Gebrabbel aus Apocalypse Now noch gut verständlich wirken lässt.
Ich habe selten eine so tieftraurige, freudlose Comicverfilmung gesehen und soviele Dinge in einem Film, die trotz des unbestreitbaren Talents vor und hinter der Kamera so gar nicht zusammenpassen.
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DeDavid Sat, 11 May 2013 16:50:27 -0000
Antwort löschenHört sich eigentlich recht interessant an. :P
jedi37 Wed, 15 May 2013 09:05:58 -0000
Antwort löschenPuuuhhhhh, ich hatte den Film damals im KINO gesehen und bis eben völlig verdrängt, das es dieses Fiasko je gab... Batz, wie konntest Du mir das antun (Grins). Im meinen Augen bis heute der schlechteste Disney aller Zeiten.
Machen wir es kurz: Für alle die Star Trek immer schon doof fanden, ist auch der zweite Teil wunderbare Hirn-Aus-Unterhaltung mit hohem Schauwertfaktor, einigen sehr schicken Action-Set Pieces, guter- zum Teil sogar brillanter Besetzung – und deutlich weniger Lensflares als im Vorgänger. Wer nicht mehr vom Kinobesuch erwartet als kernige Männer, karikierte Charaktere und schöne Bilder findet hier…
Machen wir es kurz: Für alle die Star Trek immer schon doof fanden, ist auch der zweite Teil wunderbare Hirn-Aus-Unterhaltung mit hohem Schauwertfaktor, einigen sehr schicken Action-Set Pieces, guter- zum Teil sogar brillanter Besetzung – und deutlich weniger Lensflares als im Vorgänger. Wer nicht mehr vom Kinobesuch erwartet als kernige Männer, karikierte Charaktere und schöne Bilder findet hier den wahrscheinlich unterhaltsamsten, wenn auch nicht den schönsten Sci-Fi-Film des bisherigen Jahres (den Schönheitspreis gewinnt bisher Oblivion). Und als Trek-Fan kann ich auf der pragmatischen-rationalen Ebene auch anerkennen, dass die Filme als Tentpole-Release nur funktionieren können, wenn sie so breit wie möglich schießen und den Nerd/Geek/Fan-Faktor getrost ignorieren. Nicht umsonst betonen Abrams und sein Produzent Bryan Burke bei jeder Gelegenheit, dass sie die Serien nie mochten und ihr einziges Ziel war Filme zu machen die ohne jegliches Vorwissen anguckbar sind. Sie behaupten nie etwas anderes machen zu wollen, spielen mit offenen Karten, was ja durchaus sympathisch ist und sie davor bewahrt am eigenen Anspruch zu scheitern. Denn als das was er sein will funktioniert Star Trek Into Darkness absolut.
Es ist schon immer Paramounts Traum gewesen aus dem Geek-Franchise, für das sich Leute wie Stephen Hawking, Whoopie Goldberg und Matt Groening begeisterten, etwas zu machen, dass tatsächlich auch bei der Masse zündet, die unruhig wird wenn Dialoge länger als 30 Sekunden gehen und die ihre Helden eindeutig und nicht ambivalent bevorzugt. Seit NBC Roddenberrys ersten Pilotfilm zu Trek als “zu intellektuell, zu verkopft” ablehnte, gab es das Anliegen die Serie stromlinienförmiger und wegguckbarer zu machen. Schon mit Enterprise und seinem hemdsärmeligen Cowboy-Ansatz wurde ja versucht auch das breitere Publikum aus den Flyover-States anzusprechen, doch trotz Country-Musik Intro war das noch zu halbherzig, genauso wie der Versuch in ST Nemesis die TNG-Crew in ein Action-Vehikel zu propfen. Das konnte nicht gut gehen, denn niemand will Albert Einstein als Terminator sehen – und so war es folgerichtig fürs Kino die Original-Serie zu rebooten, die zwar die intellektuelle Saat von Star Trek in sich trug, aber zeitbedingt eben auch viel raubauziger und binärer daherkam. Gut, böse, Männer, Frauen – Ugh! ^^
SPOILER AHEAD BEWARE!
Das ist verständlich und vielleicht kann die Marke Trek auch nur so überleben. Und solange JJ Trek Erfolg hat, bleibt die Hoffnung, dass es irgendwann mal eine neue TV-Serie geben wird. Und spätestens dann muß aus Budgetgründen auch wieder angefangen werden Geschichten zu erzählen, Themen aufzugreifen.
Denn daran hapert es auch in diesem Film, so gut Quinto, Pine und Co (und ja auch Cumberbatch) auch insgesamt sind. Die Hauptfiguren bleiben Karikaturen statt lebendige Wesen und die Gags werden mit der groben Kelle serviert. Es bleibt eben ein Film von den Autoren von Transformers und Prometheus – und die Story quietscht vom Anfang bis zum Ende. Ob zu Beginn for dramaturgical purposes das Beamen nicht geht und Spock a la Ethan Hunt in einen Vulkan abgeseilt wird (so funny: ein Vulkanier im Vulkan! – der dann noch ein Zitat aus Wrath of Khan vergeudet!) oder am Ende eine absolut sinnlose Verfolgungsjagd mit Khan einzubauen, um dessen Blut zu ergattern obwohl durch dessen Crew soviel Super-Blut verfügbar wäre, dass sie Kirk darin baden könnten. Oder das Khan überhaupt zu so einem Popanz aufgebaut wurde, der dann letztlich eine eher kleine Rolle spielt und dessen Handlungen kaum die schwerwiegenden Implikationen, noch die emotionale Wucht in sich tragen, wie es die Ricardo Montalban-Version vermochte. Das hier mal mal wieder ein POC durch eine Weiße Figur ersetzt wurde, sei nur am Rande erwähnt und mag der momentanen Cumberbatch-Manie eher geschuldet sein, als bewusstem Whitewashing.
Es ist ein Popcornfilm und natürlich spielt die Doofheit der Geschichte hier nicht so eine elementare Rolle und wäre es statt Trek Resident Evil oder etwas vergleichbares, wäre ich vermutlich absolut zufrieden damit mir die (zugegeben oft sehr schicken) Bilder anzusehen und mich daran zu erfreuen, wie die Enterprise aus dem Wasser startet, anstatt zu überlegen wie blöd es ist sie überhaupt und ohne Not dort zu parken. Oder mich daran zu stören, dass Kirk wohl der dämlichste Captain der Filmgeschichte ist der den kompletten Film hindurch eine idiotische, inkompetente Entscheidung nach der anderen fällt und sich gegenüber seiner kompletten Crew beratungsresistent zeigt. Shatners Kirk war auch impulsiver und pragmatischer, ja sogar skrupelloser, aber er wirkte nie so inkompetent und schlicht dumm wie Pines Version (was dem Buch nicht Pine geschuldet ist).
Und ja: Die Chemie zwischen Spock und Kirk funktioniert tatsächlich viel besser als im Vorgänger, vor allem weil Spock sich deutlich spockiger benimmt und nicht von einem emotionalen Anfall in den nächsten fällt und tatsächlich versucht die Stimme der Vernunft zu sein. Doch im nächsten Moment nerven mich dann wieder die dummen Bettkätzchen von Kirk, die peinliche Playboy-Cover-Posen in die sich Alice Eve grundlos schmeissen muss und das Uhura als dummes Weibchen denunziert wird, der im Angesicht einer tödlichen Mission nichts besseres einfällt als Beziehungsprobleme zu diskutieren. Und es nervt, dass Spock mal eben sein älteres Ich im Zeitexil anruft und Leonard Nimoy als Lazy Basil Exposition missbraucht.
Und es nervt, dass sie die Schlüsselszene aus Wrath of Khan nachspielen – nur in doof und ohne jedes emotionale Gewicht. Und es nervt das die Technik der Enterprise im Zweifel durch Gegentreten zu reparieren ist… und es nervt, dass das Ende dieses Films genau dasselbe ist wie vom letzten und sie wieder den Beginn der Fünfjahresmission anteasen um die sie sich schon diesmal herumgemogelt haben. Und es nervt, wenn die Klingonen auftauchen und völlig unwichtig sind und aussehen wie eine Mischung aus Ferengis und Jerry aus Enemy Mine. Und es ist so verdammt schade, wenn in Zeiten in denen Terror allgegenwärtig ist und die Paranoia-Politik das Leben verändert ein Trek-Film um einen Terroristen mal so gar keine Anstalten macht irgendetwas davon zu thematisieren – sondern sich nur aufs hohle Spektakel konzentriert – dieses Trek geht nicht mutig dorthin, wo unangenehme Antworten warten (wie es Deep Space Nine oft tat) es bleibt brav und bieder und absoluten berechenbar. Es nervt, dass die einzige Strategie des FIlms ist den Leuten einreden zu wollen, es ginge ja gar nicht um die Khan-Story – anstatt irgendwas interessantes damit zu machen. Und es… ist egal, denn dies ist eben nicht Trek sondern New Trek und was mich stört und nervt, interessiert natürlich keine Sau.
Insofern mache ich meinen Frieden mit dem Film und hoffe einfach das sein Erfolg irgendwann eine neue, trekkigere Serie ermöglicht. Ein Batz, zum hochbeamen bereit. Make it so.
Kritik im Original 11 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 19 Antworten
fluxberg Fri, 10 May 2013 08:52:03 -0000
Antwort löschenSchöne Kritik, der ich komplett folgen kann. Nur dass der zwölfjährige Junge in mir viel zu weggeblastert war, um mehr als ein zweisekündiges Stirnrunzeln investieren zu können, wenn es mal gerade irgendwo nervte. Bei dem funktioniert nämlich die einfach Regel "Star Trek ist es dann, wenn irgendwo die Enterprise durchs Bild fliegt".
Batzman Fri, 10 May 2013 10:29:38 -0000
Antwort löschenDa hab ich dann leider doch andere Ansprüche. Der letzte gute Star Trek Film war für mich Galaxy Quest - und da gabs nichtmal eine Enterprise ^^
Narrisch Fri, 10 May 2013 19:44:30 -0000
Antwort löschenDen hast du von mir, für diesen Satz wurde ich von einer Horde Piusbrüder Trekkies schonmal beinahe gelyncht.
Batzman Fri, 10 May 2013 19:52:32 -0000
Antwort löschenDen Satz hab ich schon damals nach dem Kinobesuch gesagt - because its true! :) ^^
Narrisch Sat, 11 May 2013 01:56:14 -0000
Antwort löschen... bei mir sind damals die Ultraorthodoxen Trekies während des Films beleidigt aus der Vorstellung marschiert.... -) Kein Scherz!
Admiral.Nogura Mon, 13 May 2013 06:04:03 -0000
Antwort löschenDie unfreiwillig lustigste Stelle aus "Star Trek Into Darkness" als Zachary Quinto bei Lenard Nimoy anruft:
Zachary Spock: "Sag mal, sagt Dir der Name Khan was? Ist das ener aus Deinem Trek?"
Lenard Spock: "Naja, ich will ja jetzt nicht zu viel verraten. Aber ich muss schon sagen, dass es unser bester Star-Trek-Film war."
So oder so ähnlich. Hab das jetzt nicht wortwörtlich zitiert.
Wahrscheinlich haben die Drehbuch-Autoren aber eher an "The Dark Knight"gedacht, als Bruce Wayne Alfred fragt, wie sie den Verbrecher in Burma zur Strecke gebracht haben und dieser dann antwortete, dass sie den Dschungel niedergebrannt haben.
Narrisch Mon, 13 May 2013 15:35:29 -0000
Antwort löschenBei aller Verehrung für den genetisch aufgepumpten Superhippi mit den langen Haaren und seine Gras rauchenden Freunde von 1982 ist es natürlich schon schwierig mit einem Namen wie Admiral.Nogura samt alter Sternenflottenuniform als Avatar objetktiv zu bleiben.
Admiral.Nogura Mon, 13 May 2013 17:21:59 -0000
Antwort löschen@ Narrisch: Admial. Nogura samt alter Sternenflotteuniform hat doch gar keine Bewertung über den Film abgegeben. Das war Leonard Nimoy in seinem Basil-Exposition-Moment. Ich frage mich, ob dass jetzt immer so läuft. Die neue Crew hat ein Problem, Zachary's Spock ruft bei Spock Pirme an.
Quinto Spock: "Sagt Dir der Name Gary Seen was?
Nimoy Spock: "Lass mich mal überlegen. Das müsste in der letzten Folge der zweiten Season gewesen sein. Da wollte man einen Charakter einführen, der..."
(Admiral.Nogura samt alter Sternenflottenuniform nimmt es billigend in Kauf nicht verstanden zu werden)
Narrisch Mon, 13 May 2013 23:03:32 -0000
Antwort löschenIch bin erschroken wie gut ich dich verstehe Admiral! Davon abgesehen bist du mindestens so objetiv wie Fähnrich Batzman hier! -)
AdorableKillerRobot Tue, 14 May 2013 13:48:37 -0000
Antwort löschenDarf ich die "Es nervt, dass..."-Liste fix um einen Punkt ergänzen? Plot-Convenience-Transporter. Wenn Schilde oben sind, kann man sich das Beamen abschminken. So einfach sollte das sein. Hier wird lustig durch Schilde hindurch gebeamt, kann aus hanebüchenen Gründen nicht gebeamt werden, wenn die Bahn eigentlich frei sein müsste und mein persönlicher Liebling: Während des Showdowns funktioniert der Transporter in lediglich eine Richtung, weil sonst der Film vorbei wäre, wenn sie Khan so schnappen könnten, aber irgendwie müssen sie ja noch runter in den Ring zum finalen Schlagabtausch. Naja, immerhin sind Fehler wie diese Teil der Trek-Tradition.
Narrisch Tue, 14 May 2013 22:43:53 -0000
Antwort löschenGenau @AdorableKillerRobot und warum gibts überhaupt Geräusche im Weltraum? Nervt das nun genauso wie die Nummer aus früheren Star Trek Filmen das die Enterprise immer das einzige Schiff in Reichweite ist? Das beamen wurde schon immer so verbogen wie man es gerade gebraucht hat, du hast völlig Recht! Irgendwann hat ein Physikkongress mal nachgewissen das beamen so wie in Star Trek dargestellt grundsätzlich unmöglich ist, also war man so clever den sogenannten "Heisenberg Kompensator" zu entwickeln der das beamen auch physiktheoretisch wieder möglich machen sollte. Die versammelte Physikwelt fand das Konzept dieses Kompensators natürlich hochinteressant und Michael Okuda, der ehemals Hauptverantwortliche für die Technik bei Star Trek, lies auf diese Frage mitteilen: "Er funktioniert bestens". In INTO DARKNESS hatte also der Heisenberg Kompensator ganz offensichtlich Probleme. So einfach ist das.
AdorableKillerRobot Wed, 15 May 2013 06:17:22 -0000
Antwort löschenDiese Anekdote hab ich schonmal gehört, aber ich dachte, das wär tatsächlich noch Herr Roddenberry gewesen, der so schlagfertig war. Mein Lieblingsbeispiel aus dem Bereich der Freiheiten, die Trek sich herausgenommen hat, dürfte allerdings die Rakete sein, mit der Dr. Soren in Generations die Sonne abschoss. Ganze vier Sekunden von der Oberfläche zur Sonne hat sie gebraucht. Benötigt das Licht nicht allein 8 Sekunden vom Stern zu einem Klasse-M? Heißt das, die Rakete ist mit doppelter Lichtgeschwindigkeit geflogen? Nun ja, die Transporter-Affäre würde ich allerdings anders einstufen. Über Geräusche und Trollphysics rege ich mich nicht auf. Sollte wohl jedem klar sein, warum das gemacht wird, wie es auf dem Bildschirm erscheint. So eine etablierte Regel wie *Beamen durch Schilde geht nicht* zu biegen finde ich bedenklicher (auch damals immer schon). Ein gutes Schachspiel ist schließlich auch spannend, ohne dass der Turm auf einmal diagonal läuft.
Narrisch Wed, 15 May 2013 11:45:25 -0000
Antwort löschenVom Grundsatz her hast du Recht nur versuche ich bei Star Trek Logikfehler als das hinzunehmen was sie sind. Mittel zum Zweck.
Natürlich wünsche ich mir auch einen absolut, perfekten Star Trek Film aber den gabs bisher noch nie (von Galaxy Quest vielleicht mal abgesehen... der da war verdammt nah dran) und wirds auch nie geben weil er dann einfach an der Massenkompatibilität scheitern würde.
Batzman Thu, 16 May 2013 10:27:32 -0000
Antwort löschenMich stört weiterhin das sie es absolut aufgegeben haben Geschichten zu erzählen die irgendeine Idee aufgreifen und sich daran abarbeiten. Klar die Filme waren immer mixed bags - aber sie scheiterten, wenn sie scheiterten am Versuch ein Thema aufzuarbeiten (wie Film 9 grandios zeigt). JJ Trek versucht nichts, und belässt es bei "im flachen Wasser kann man nicht ertrinken" und ist dann selbst für diesen Flachwasser-Ansatz noch erstaunlich doof und schlampig konstruiert. In einem Film wie Star Trek 6 oder 8 gibts auch Plotholes und Logiklöcher, aber sie lassen sich leichter ignorieren, weil die Umsetzung besser ist und die Ideen hinter dem Film mehr Substanz haben. Wenn es keine Ideen gibt fallen eben nur die Doofheiten auf und davon hat Into Darkness leider viel zu viele...
Narrisch Fri, 17 May 2013 00:24:35 -0000
Antwort löschenBei 6 und 8spricht die Altersmilde aus dir Batz. Schau dir heute nochmal Star Trek 6 an.... Gefängnisplanet....
Ich habe beim zuschauen mit Sicherheit mehr abgeschaltet und bin aus einer Zuneigung für Star Trek über die schlimmsten Plotholes selig hinweggesegelt. Das stimmt schon.
Batzman Fri, 17 May 2013 01:40:02 -0000
Antwort löschenIch hab 2,6 und 8 gerade nochmal geschaut und mag sie nach wie vor...
Narrisch Sat, 18 May 2013 09:15:12 -0000
Antwort löschenIch mag sie ebenfalls nachwievor. Warum auch nicht!? Wegen den Plotholes? Geschenkt!
Shut Up Little Man! An Audio Misadventure
Batzman 8.0 "Ausgezeichnet" Sat, 04 May 2013 12:48:02 -0000
Anrührend, bizarr, witzig, erschreckend und dabei nie einseitig erzählt diese Doku das "Shut up little man!"-Phänomen - aus einer vergangenen Zeit ehe das Wort Meme bekannt war und Viral noch hauptsächlich mit Grippe in Verbindung gebracht wurde. Wie sich aus den illegalen Mitschnitten eines Streits zweier Alkoholiker ein Kult entwickelte und welche Implikationen das für alle Beteiligten…
Anrührend, bizarr, witzig, erschreckend und dabei nie einseitig erzählt diese Doku das "Shut up little man!"-Phänomen - aus einer vergangenen Zeit ehe das Wort Meme bekannt war und Viral noch hauptsächlich mit Grippe in Verbindung gebracht wurde. Wie sich aus den illegalen Mitschnitten eines Streits zweier Alkoholiker ein Kult entwickelte und welche Implikationen das für alle Beteiligten hatte, erzählt diese Doku und weigert sich, trotz eindeutiger Sympathien endgültig Stellung zu beziehen und Urteile zu fällen. Was ist Kunst, was erlaubt, wer erschafft einen Kulterfolg? Und wer sind eigentlich wirklich die beiden Menschen hinter den legendären Streitgesprächen. Faszinierend, traurig, witzig und.. letztlich wahr: Eine Real-Life Version von Wer hat Angst vor Virginia Woolf.
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Shane Black liefert einen ganz soliden Beitrag zur Iron Man-Reihe ab, der in jedem Fall cineastischer und unterhaltsamer ist als der vergeigte zweite Teil, der vor lauter Avengers anteasen nicht dazu kam eine eigene Story zu erzählen. Die Action-Setpieces sind wohldosiert über den Film verstreut, das 3D ist absolut überflüssig und Szenen wie die Zerstörung von Starks Anwesen fühlen sich realistisch…
Shane Black liefert einen ganz soliden Beitrag zur Iron Man-Reihe ab, der in jedem Fall cineastischer und unterhaltsamer ist als der vergeigte zweite Teil, der vor lauter Avengers anteasen nicht dazu kam eine eigene Story zu erzählen. Die Action-Setpieces sind wohldosiert über den Film verstreut, das 3D ist absolut überflüssig und Szenen wie die Zerstörung von Starks Anwesen fühlen sich realistisch genug an um einen gewissen Eindruck zu machen. Obendrein ist der Look im sympathischen Retrostil gehalten. Nicht ganz so luftig wie die Avengers, aber auch bar jeder "dirty, gritty, darkness" die die Nolan-Filme (und wahrscheinlich auch "Man of Steel") so monoton und öde macht, liefert Black einen Actionfilm in der Anmutung der frühen 90er Jahre. Saftige, warme Farben und ein polierter Look, der sich nicht am heute üblichen blau/gelb/grün-Color-Grading a la Michael Bay orientiert. Und das mit dem Subplot des Extremis-Virus ein sehr typisches Comicelement eingeführt wird, ist grundsätzlich auch nicht schlecht. Auch nett das die Chemie zu Rhode diesmal besser ist und Don Cheadle sich in der Rolle mehr zuhause fühlt als im Vorgänger.
Was Blacks Film holpern lässt ist das Skript und der recht unausgegorene Ton des Films, der Iron Man als Figur weniger ernst nimmt und fast das Gefühl aufkommen lässt, es wäre dem Regisseur unangenehm echte Gefühle und Emotionen zuzulassen. Zu oft ist Iron Man 3 "to cool for school" - um mal eine passende 80er Floskel zu verwenden. Er flüchtet sich in Slapstick, kalauernde Oneliner (die gerade in der grauenerregenden Synchro schwer zu ertragen sind und mehr nach "Die Zwei" klingen als nach einem aktuellen Film) und reserviert Emotionen für cheesige Nostalgie. Klar: Tony Stark ist ironischer Typ, der mit Popkulturzitaten um sich wirft, gerne post und wenig wirklich ernstnehmen will. Das ist okay und macht Robert Downey Jr. zu einer so idealen Besetzung für die Rolle. Was seine bisherigen Auftritte ausgemacht hat, war allerdings, dass sich der Film selbst nie mit Stark gemein gemacht hat, sondern die ganzen Quips und Gags als ein Element seines Charakters schilderte - was gerade in Wheatons Dialogen in The Avengers wunderbar funktionierte.
Shane Black verpasst dem Film im ganzen eine Perma-Ironie, die letztlich jegliche Emotionalität unmöglich macht. Alles ist irgendwie witzig gemeint und aus dem sympathischen Humor von Iron Mans ersten Flugversuchen in Teil 1 wird hier ein platte Slapstick-Szene die darin kulminiert das Stark Iron Mans Metallschritt in die Eier knallt. Ähnlich wirkt die initiale Rückblende wie eine Szene aus einem 80er Jahre Don Johnson-Film statt wie aus dem Jahr 1999 - alles ist einen Tick zu laut, zu derb, zu augenzwinkernd.
SPOILER BEWARE STOP NICHT WEITERLESEN VOR DEM FILMBESUCH
Dazu kommt, dass die Actionszenen geil aussehen - aber alle viel zu lang sind und die Handlung bisweilen schon fast ausbremsen, genau wie ein absolut unnützer Subplot um Stark der sich in einer Spielberg-Suburb mit einem nervigen, neunmalklugen Kind anfreundet. Angeblich weil sein Anzug defekt ist, aber irgendwie dann doch nur, weil Black anscheinend einen großen Widerwillen gegen Iron Man im Anzug hat und sich den kompletten Film ständig Ausreden einfallen lässt, warum Stark anzuglos durch die Gegen rennt. Nichts an dieser 100x gesehenen Vater-Sohn-Story ist wichtig, nichts ist so charmant wie es glaubt zu sein und dramaturgisch begeht der Film an dieser Stelle Kamikaze, weil er wirklich jedes Tempo herausnimmt und auf Null bremst. Die sinnlosen Panik-Attacken die Stark erleidet und die in etwa die Bedrohlichkeit eines sporadischen Schluckaufs haben, tun ihr übriges die Spannung permanent im mauen Bereich zu lassen. 20min passiert mal so gar nichts, weder auf der Handlungs- noch auf der Charakterebene - denn der Rehash auf Iron Giant, Last Action Hero und dutzende andere Filme die diese "Actionheld lässt sich von kleinem Jungen aufpäppeln"-Trope aufgegriffen haben, bleibt bedeutungslos.
Ja nicht nur bedeutungslos, sondern auch doof - denn spätestens wenn im Finale die zwölfunvierzig Iron Man-Anzüge angedüst kommen, fragt sich der Zuschauer wohl, warum Stark sich so lange mit dem einen kaputten Anzug abgegeben hat (denn wenn er mit Pepper Pots via das Stark-Computersystem Kontakt aufnehmen konnte, hätte er ja auch irgendwie einen Anzug herbeiordern können).
Zum Mandarin: ich bin kein Comicfan und habe keinerlei Beziehung zu Iron Mans Erzfeind - aber selbst ich fand es schon recht respektlos (und im Einklang mit der generellen Scheissegal-Haltung die Black an den Tag legt) das er ihn in einer unglaublich klamottigen Szene als trotteligen Suffkopf enthüllt, der die Rolle nur gespielt hat. Klar, Ben Kingsley hat sicher einen Heidenspaß gehabt eine Figur zu spielen, die irgendwo zwischen Joe Pesci aus Lethal Weapons und Rodney Dangerfield liegt - aber ob dieser eine Gag gut genug ist um damit eine Figur mit langer Tradition der Lächerlichkeit preis zu geben, darf bezweifelt werden. Natürlich fühlt sich das immer total Rock'n'Roll an - doch es entwertet eine Figur und ruiniert sie für weitere Kinoeinsätze. Black hat offensichtlich keine große Affinität zur Vorlage, sonst wäre ihm bewusst das sein flapsiger Tonfall dem durchaus komplexen Charakter Starks nicht gerecht wird. Er ist was er ist - und dazu gehören seine Feinde und dazu gehört vor allem auch sein Brustreactor und seine Verletzung. Beides wird mal eben beiseite gewischt für eine halbgare Traumabewältigung.
Blacks Stärken sind die Momente in denen er auf seinen üblichen Macho-Jive bauen kann. Auch wenns inhaltlich doof ist, rockt die Szene in der Stark im improvisierten Kampfanzug das Anwesen des Mandarin stürmt. Und auch die Buddy-Movie-Momente Rhodes und die ganze Flugzeug-Nummer machen Spaß und sind erstaunlich sicher inszeniert. Vorteil der 90er-Retro-Optik: Keine Wackelcam, keine extremen Nahaufnahmen sondern schöne Action-Choreographien die Spaß machen, Tempo haben und zu jeder Zeit den Überblick behalten lassen. Diese Testosteron-Sachen sind Blacks-Stärke, hier ist er am souveränsten. Eher ungelenk wirds immer dann wenn Frauen auftreten, denn so richtig weiß er weder mit Pepper Potts noch mit Rebecca Hall etwas anzufangen. Die Szenen zwischen den beiden Frauen passieren den Bechdel-Test auch nur mit zwei zugekniffenen Augen und im Zusammenspiel mit Stark funktioniert Pepper immer dann, wenn Black sie als Mann schreibt. Wenn es emotional wird holpern Dialoge und auch die Chemie zwischen Downey Jr. und Gwyneth Paltrow war schonmal besser (ja selbst in Teil 2). Das sie am Ende nicht völlig auf die Jungfrau in Nöten reduziert wird und wenigstens ein bißchen für sich selber kämpft rettet ihre Figur vor dem Totalausfall - das sie allerdings innert drei Sekunden vom Extremix-Virus geheilt wird nimmt viel Potential, das in einem Sequel gut hätte genutzt werden können.
Unterm Strich schon ein solider Eintrag in den Marvel-Kanon, der aber nichtdestotrotz noch einmal vor Augen führt wie gut der erste Teil war und wie großartig Wheadon es in Avengers geschafft hat, die Figuren gleichzeitig ernst zu nehmen und sie aus sich selber heraus zu ironisieren. Das schafft Black leider nicht. Spaß macht der Film aber trotzdem noch.
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Was für ein unangenehmer Film. Wirklich es gibt wenige Streifen nach denen ich mich psychisch wie physisch unwohl gefühlt habe (Saló gehört zweifellos dazu) doch dieses gnadenlose Remake eines mittelguten 80er Slashers ist wirklich extrem unangenehm anzuschauen. Was durchaus auch als Kompliment zu verstehen ist, denn der Film möchte wohl genauso beklemmend wirken.
Die Egoperspektive, die…
Was für ein unangenehmer Film. Wirklich es gibt wenige Streifen nach denen ich mich psychisch wie physisch unwohl gefühlt habe (Saló gehört zweifellos dazu) doch dieses gnadenlose Remake eines mittelguten 80er Slashers ist wirklich extrem unangenehm anzuschauen. Was durchaus auch als Kompliment zu verstehen ist, denn der Film möchte wohl genauso beklemmend wirken.
Die Egoperspektive, die bis auf wenige Sekunden komplett durchhält zwingt den Zuschauer sich wie im ekeligsten Ego-Shooter der Welt mit jemand zu identifizieren, der wirklich furchtbares Zeug macht und so eindeutig einen an der Marmel hat, dass es schwer fällt irgendeien Form von Empathie zu entwickeln. Kudos an Elijah Wood der hier jede unschuldige Frodo-Cuteness hinter sich lässt und über seine Stimmperformance und die wenigen Sekunden die er zu sehen ist einen erschreckenden, erbärmlichen und sehr ungesunden Charakter erschafft.
Regisseur Franck Khalfoun (Ajas produziert nur) erschafft ein Werk, das perfider und gnadenloser die Zuschauer zu ungewollten Komplizen macht als andere Werke wie "Mann beisst Hund" oder "Henry: Portrait of a Serial Killer" - und mit einem hilflosen Gefühl zurücklässt, das auch nach dem Abspann schwer abzuschütteln ist. Die Gewaltdarstellung ist dabei nichtmal extremer als in anderen Splatter-Filmen, wirkt aber wesentlich intensiver und verstörender.
Empfehlenswert ist dieser Arthaus-Horror durchaus, aber wer ihn sich ansieht sollte wissen worauf er sich einlässt. Für einen netten, spassigen Splatterabend ist Maniac absolut ungeeignet.
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Ein Meisterwerk, eines modernen Ed Wood. Tommy Wiseau hat auf irgendeine dubiose Art sechs Millionen aufgetrieben um eine Story auf die Leinwand zu bringen, die er zuvor weder als Theaterstück noch als Roman an den Mann bringen konnte. Zum Glück, denn sonst wäre uns dieser brillant-surreale Alptraum entgangen. Eine absolut bizarre Mischung aus Softporno, Drama und den ersten Gehversuchen der Video…
Ein Meisterwerk, eines modernen Ed Wood. Tommy Wiseau hat auf irgendeine dubiose Art sechs Millionen aufgetrieben um eine Story auf die Leinwand zu bringen, die er zuvor weder als Theaterstück noch als Roman an den Mann bringen konnte. Zum Glück, denn sonst wäre uns dieser brillant-surreale Alptraum entgangen. Eine absolut bizarre Mischung aus Softporno, Drama und den ersten Gehversuchen der Video AG der Alien-Grundschule Kaltenkirchen/Uranus.
Wiseau ist dabei Regisseur, Hauptdarsteller, Produzent und sein eigenes Arschdouble und nuschelt abstruse Dialoge vor (die obowohl redubbed) klingen wie Scarface nach nem Schlaganfall. Dazu kommen Achssprünge und ständige Szenen von die immer wieder dieselben Dialoge führen, sich ständig begrüssen und verabschieden und große Teile des Films mit Ballwerfen zubringen.
Anguckempfehlung. und Spooons!
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Kubrick_obscura Sun, 28 Apr 2013 15:16:34 -0000
Antwort löschenVielleicht sollte ich ihm auch 8 Punkte gegeben. Nachdem ich mir nämlich die Kritik vom Nostalgia Critic gegeben habe, wollte ich ihn gleich nochmal sehen. Suchtgefahr! :-)
Hendrik Sun, 28 Apr 2013 15:43:34 -0000
Antwort löschenTHE ROOM ist dieses Wochenende jetzt schon ein paar Mal auf meinem Dashboard aufgetaucht, lief der irgendwo im Fernsehen oder Kino?
Edward Nigma Sun, 28 Apr 2013 16:09:32 -0000
Antwort löschenKritik vom Nostalgia ist wirklich Gold wert :)
phoenix409 Sun, 28 Apr 2013 19:32:28 -0000
Antwort löschen@Hendrik: Lief anscheinend im Kino :( Und natürlich ist der ne 8.0 wert, Conrad!
Kubrick_obscura Wed, 01 May 2013 18:09:57 -0000
Antwort löschenok, jetzt hat er ne 7. KOMPROMISS-ALARM!!!! :-)
Da Vinci's Demons
Batzman 4.5 "Uninteressant" Mon, 22 Apr 2013 20:43:49 -0000
Yay... David S. Goyer, der Mann der schon durch die homophobe Gurke Blade 3 unangenehm auffiel und bis heute noch kein gutes Drehbuch abgegeben hat, produziert die straight-washed Version von Leonardo. Das sieht aus wie eine Cut-Szene aus Assassins Creed und ist ansonsten furchtbar generisch. Titten, Blut und Sex-Szenen - ja dieser Leonardo war schon ein tollkühner Draufgänger. Klar nach 2 Folgen kann man die Serie noch nicht wirklich beurteilen, aber der Ansatz und Goyers merkwürdiger Umgang mit einer schwulen oder bestenfalls bi-sexuellen historischen Figur ist schon reichlich ärgerlich.
bedenklich? 2 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir Antworten
10.000 Maniacs - oder so ähnlich. Okay es sind weniger, aber die fanatischen Konspirationstheoretiker, Spinner und Spaßmacher die hier ihre durchgeschossenen Theorien rund um Kurbicks Shining vortragen sind schon ein Fall für sich.
Mit Filmanalyse hat das natürlich nur sehr am Rande zu tun, eher mit dem blinden Herumgerate von Leuten mit zuviel Zeit die auch J.J. Abrams Viralkampagnen regelmässig zu Erfolgen machen, weil sie glauben in den Wolken auf dem Cloverfield-Plakat den großen Wutz entdeckt zu haben glauben.
Das schwankt zwischen anstrengend und höchst unterhaltsam und beweist schließlich nur eines: Filme sind eine höchst subjektiver Erfahrung und in sie kann, mit der nötigen Ignoranz so ziemlich alles und nichts hereingelesen werden.
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Joseph Kosinski hat ein Händchen für eindrucksvolle Bilder und deswegen ist Oblivion wie Tron:Legacy vor allem eins: Schick anzusehen. Frank Lloyd Wright meets Applestore in ästhetisch ausgesucht eleganten Settings, inklusive einem Swimming Pool über den Wolken der so wunderschön ist, das die Frage ob die Menschen dort oben nicht erfrieren würden nur kurzzeitig aufblitzt.
SOME SPOILERS AHEAD
…Joseph Kosinski hat ein Händchen für eindrucksvolle Bilder und deswegen ist Oblivion wie Tron:Legacy vor allem eins: Schick anzusehen. Frank Lloyd Wright meets Applestore in ästhetisch ausgesucht eleganten Settings, inklusive einem Swimming Pool über den Wolken der so wunderschön ist, das die Frage ob die Menschen dort oben nicht erfrieren würden nur kurzzeitig aufblitzt.
SOME SPOILERS AHEAD
Die Stimmung des Films ist auch durchaus sympathisch über weite Strecken. Tom Cruise, der trotz seiner schlechtgelaunten Susi am Touchpad relativ allein wirkt, erledigt seinen Job und weckt Erinnerungen an Silent Running, Dark Star oder für die jüngeren Zuschauer: Moon (mit dem er mehr gemein hat, als man sich wünschen würde). Trotzdem ist es ganz lustig Cruise als Hauswart der abgewrackten Erde dabei zuzusehen, wie er Dronen repariert und mit seinen iShip durch die Gegend fliegt.
Das er den braven Hausmeister nicht verinnnerlicht hat, das die Story die man ihm erzählte was passiert sei nicht stimmt, das weiß man spätestens nach dem Trailer und deswegen schleicht sich alllerdings auch immer wieder Ungeduld ein. Die Bilder sind toll, doch die Geschichte ist dünn und Kokitschinski erzählt sie in elegischer Ausführlichkeit, während aus dem Dolby Atmos System Tron-Tracks von Rudis Resterampe puckern, die diesmal allerdings nicht von Daft Punk sondern von M83 stammen.
Ich war die meiste Zeit hin und hergerissen. Die tollen Bilder und eine bisweilen vorhandene 70er-Jahre-SciFi-Atmosphäre die sich auch mal traut mit Stille zu arbeiten sind grundsätzlich sympathisch und ein schönes Gegengewicht zur hibbeligen Action-Ästhetik üblicher 3D-Tentpole-Spektakel. Und ja auch das der Film nicht in 3D ist, spricht für ihn.
Und Cruise macht seine Sache nicht schlecht, auch wenn ihm schauspielerisch an Innenleben jetzt auch nicht soviel abverlangt und emotionale Entwicklung gerne Holzhammermässig via Rückblende erledigt wird. Das Problem ist, das die Figuren kein echte Tiefe und Persönlichkeit, keine Entwicklung und leider auch keine echte Chemie miteinander haben. Das Cruise und Andrea Riseborough (als anämische Jammerzicke noch der spannenste Charakter der Story) jetzt nicht so sonderlich harmonieren ist Storybedingt und ja natürlich hatten sie beide eine lustige Hirnlöschung.
Das Cruise große Liebe Julia alias Olga Kurylenko aber ebenfalls mal so gar keine Persönlichkeit hat und im wesentlichen nur "da" ist, macht die an ihr hängenden Storywendungen schon etwas schwer verdaulich. Es nervt und bremst immer dann, wenn die Love-Story behauptet wird und die Schauwerte von "cool" in "kitsch" umschlagen und womöglich noch geredet wird. Überhaupt sind die wenigen Dialoge die der Film hat, nicht unbedingt seine Stärke. Sie sind nicht schlecht gespielt, aber derartig uninspiriert, das man spürt wie wenig Interesse die Drehbuchautoren letztlich an den Charakteren hatten.
Olgas gesamte Beziehung zu Cruise ist ein lahmes Konstrukt, wie leider auch die viel zu späte, enttäuschende Auflösung der Geschichte (in zwei extrem uneleganten Basil Exposition-Momenten) die sich bei so ziemlich jedem SciFi-Apokalypsen-Klischee der letzten 50 Jahre bedient. Mad Max-Überlebende mit Morgan Freeman als Boss, böse Killerdronen (die lustigerweise genauso aussehen wie der animierte Kugelroboter vom Cinestar der vor dem Film die kommenden Filmtrailer präsentiert), Star-Wars-Verfolgungszenen in Canyons und der Angriff der Klonkrieger. Und nein den Bechdel-Test würde auch dieser Film nicht durchstehen, denn Frauen sind auch hier nur in Relation zum Helden von Relevanz.
Das kreuzdoofe Independence Day-Gedächnis-Ende lässt einen dann doch irgendwo innerlich die Hände vors Gesicht schlagen, vom Epilog und seinem "wasch mich, aber mach mich nicht nass"-Cheat mal ganz zu schweigen. Kowalski verfilmt hier zwar seinen eigenen Comic, aber nur weil es um gezeichnete Bilder geht muss die Geschichte ja nicht gleich so abgeschmackt, eindimensional und holperig sein.
Ist Oblivion schlecht? Nein, denn er hat optisch einiges zu bieten, ist gut besetzt und versucht zumindest Ideen zu entwickeln, auch wenn er die meisten geklaut und nicht zuende gedacht hat. Trotzdem ist das mehr als G.I. Joe 2 versucht und alleine für seine hübsch anzusehenden Actionszenen und die tollen, wenn auch unpraktischen Designs muss man ihm Anerkennung zollen. Er ist dumm, aber ein in Schritt zurück zu SciFi für Erwachsene, wenn auch nur ein sehr kleiner... und heutzutage bin ich ja schon froh wenn ein Film zumindest die Möglichkeit nicht ausschließt, dass das Publikum aus intelligenten Mehrzellern besteht.
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Seraph Sat, 13 Apr 2013 13:05:29 -0000
Antwort löschenIch mag deinen Kommentar und er trifft auch in den Grundzügen meine Meinung, aber wenn du fünf kurze Minütchen über hättest, würde ich dich bitten, mal meinen Kommentar zu lesen und ggf. ein paar Antworten auf die offenen Fragen parat zu halten. Wenn du nämlich selber keine darauf hast, werden dir hier möglicherweise "die Augen geöffnet" und du kannst noch ein klein wenig mehr nach unten hin abwerten.
Wenn nicht ist es auch nicht so schlimm, hätte mich aber auf jeden Fall interessiert.
MfG
Batzman Sat, 13 Apr 2013 13:40:37 -0000
Antwort löschenDer Film hat arge Drehbuchprobleme keine Frage, allerdings glaube ich das du bei vielen Punkten die du kritisierst Sachen falsch interpretierst. Weder gibt es nur 2 Wächter für die ganze Erde, noch Anhaltspunkte dafür dass Aliens auf der Erde sind und das sein Raumschiff in der "Strahlenzone" abstürzt, die Drone aber nicht erklärt sich genau wie seine schwache Bewaffnung doch ganz simpel, wenn man die Frage stellt wer ihm diese Technik gegeben hat und was deren Interesse ist - aber die meisten Punkte hat ja jemand unter deinem Kommentar aufgeklärt, insofern muss ich das nicht nochmal machen :)
Dr. Tyrell Sun, 21 Apr 2013 04:20:54 -0000
Antwort löschen...dass das Publikum aus intelligenten Mehrzellern besteht...
Also, als ER sich selbst findet, der ganze kladeradatsch darum, da fragte ich mich aber gewaltig, ob die mich verarschen wollen...
Ich weiß noch nicht wie ich den bewerten soll, weil der Film so toll aussah.
Bunt, quietschig und mit gewöhnungsbedürftigem Charakterdesign sind die Croods nach dem optisch beeindruckenden und angenehm weirden "Rise of the Guardians" leider ein ziemlicher Rückschritt für Dreamworks. Diese Familie Feuerstein auf Steroiden wirkt über weite Teile wie eine Mischung aus überlangem LetsPlay des Games zum Film und einem halbgaren Road Runner Cartoon.
Die erste…
Bunt, quietschig und mit gewöhnungsbedürftigem Charakterdesign sind die Croods nach dem optisch beeindruckenden und angenehm weirden "Rise of the Guardians" leider ein ziemlicher Rückschritt für Dreamworks. Diese Familie Feuerstein auf Steroiden wirkt über weite Teile wie eine Mischung aus überlangem LetsPlay des Games zum Film und einem halbgaren Road Runner Cartoon.
Die erste Hälfte des Films mit Fokus auf Eeb ist pure Hysterie, Rennen, Hüpfen, kreischen, rennen, schreien, streiten und das nervt nicht unerheblich. Was etwas schade ist, denn abgesehen von den merkwürdig schluffig animierten Hauptfiguren hat der Film ja eine durchaus schöne Welt anzubieten, in der besonders die phantasievollen Fabelwesen von tödlichen Flamingos bis zu Walen mit Beinen verdammt cool aussehen.
Das hilft aber leider nicht dagegen, dass die Dramatugie nicht existent ist und der extrem cartoonige Slapstick-Humor verhindert, dass man irgenwelche Bedrohungen der Figuren je ernst nehmen kann. Wer aushält das 10 Tonnen Steine auf ihn drauf fallen, wird auch überleben wenn er von einer Klippe stürzt oder von Lava verfolgt wird. Deswegen sitzen auch die emotionalen Momente, in der wesentlich besseren zweiten Hälfte des Films, wenn die Story von Eeb zu ihrem Vater wechselt, wie Fremdkörper in diesem Film, der über weite Strecken dann leider doch nur ein Paraphrase der Ice Age-Filme ist, der es an eigenen Ideen mangelt. Und ja es gibt hier genau wie in Ice Age 4 eine lustige Oma-Figur. Die durchaus spannende Frage wie wichtig Evolution und Weiterentwicklung ist geht, genau wie Spurenelemente von John Cleese-Humor (der die ersten Drehbuchentwürfe verfasste) in diesem eindeutig auf Kleinkinder zielenden Spektakels unter. Kids unter 12 werden sich vermutlich blendend amüsieren und sind dann auch in der richtigen Stimmung um zuhause mit den Figuren auf der XBox weiterzuhüpfen - für erwachsene Animationsfans ist das Ganze doch eher anstrenged und zu platt und brachial erzählt.
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Auweiha. Das ist ja mal ein schöner Schuss in den Ofen. Schade eigentlich, denn der erste Teil war überkandidelter, spassiger Trash - der seiner Vorlage durchaus angemessen war. Und irgendwo in diesem verkorksten, überkomplizierten Drehbuch von Gi.I. Joe 2 liegt sogar ein klassischer Bond-Film versteckt den ich gerne sehen würde.
Doch lieder versackt das Ganze in einem Skript mit viel zu…
Auweiha. Das ist ja mal ein schöner Schuss in den Ofen. Schade eigentlich, denn der erste Teil war überkandidelter, spassiger Trash - der seiner Vorlage durchaus angemessen war. Und irgendwo in diesem verkorksten, überkomplizierten Drehbuch von Gi.I. Joe 2 liegt sogar ein klassischer Bond-Film versteckt den ich gerne sehen würde.
Doch lieder versackt das Ganze in einem Skript mit viel zu vielen scheissegalen Figuren ohne Charakter und zu vielen Szenen in denen Leute herumstehen und langweiliges Zeug reden. Bruce Willis hat offenbar mal wieder so gar keinen Bock gehabt und kommt deswegen auch nur für 10min überhaupt vor, hat eine halbe Actionszene und wollte sich ansonsten wohl wenig bewegen - weswegen die meisten Szenen mit ihm in einem Vorstadtreihenhaus spielen - so eine Art My Crib in langweilig. Hui noch eine Waffe im Kühlschrank, wie lustig - lass mich diese Szene noch 10x sehen, die wird ja immer lustiger je länger sie läuft. Not.
Channing Tatum wollte wohl auch wichtigeres erledigen und trotz Nachdreh mit ihm ist er ca. 6min zu sehen. Was uns mit Dwanye Johnson und seiner Bande von Langweilern zurücklässt die einer austauschbarer sind als der andere. Die dann mit viel zusammenhanglosen Actionszenen, die wirken als wären sie von jemand gedreht worden der keine Ahnung hat worum es im Film überhaupt geht, einen im Grunde ganz charmanten und vor allem simplen Plot verhunzen. Und sich dabei viel zu ernst nehmen. Like really fucking to seriuos. G.I. Joes sollten kein Drama spielen und keine grimmigen Söldnersätze ausspucken denn sie sind lebende Comicfiguren denen nolansche grittyness genauso schlecht bekommt wie Inzestsex einer Disney-Prinzessin.
Der einzige Lichtblick und auch der einzige der verstanden hat in welcher Art Film er mitspielt ist der grandios overactende Jonathan Pryce der einen Over-the-Top-Bösewicht hinlegt auf den Blofeld stolz gewesen wäre. Seine Szenen machen echt Spaß und lassen erkennen, wie gut der Film hätte sein können, wenn man sich auf 1-2 Helden konzentriert und die Geschichte schnörkelloser auf den Punkt inszeniert hätte. Und vor allem mit guten Actionszenen. Stattdessen gibt es ein total fragmentiertes Finale in dem Dwayne Johnson quasi im luftleeren Raum seine eigenen Abenteuer erlebt, die wenig mit der Hauptstory zu tun haben und seine ganze Rolle noch mehr wirken lässt, als wäre sie, wie Bruce Willis-Figur auch, komplett nach dem Hauptdreh entstanden und irgendwie in den Film geschoben worden.
It's a train wreck - und das ist echt schade, denn G.I. Joe könnte eigentlich wirklich gutes, albernes Popcornkino sein.
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Der Vergleich zu Stones NBK liegt so nahe, dass kaum ein Review ohne ihn auskommt - doch hier steht keine Medienkritik und hyperästhetisierung von Gewalt im Zentrum. Hier wird in sehr gewöhnlichen Bildern, mit sehr viel Lakonie, Beiläufigkeit und schwarzem Humor eine Geschichte eines nicht eben sympathischen Pärchens vorgeführt.
Das ist putzig anzusehen, gleitet aber mangels Handlung immer…
Der Vergleich zu Stones NBK liegt so nahe, dass kaum ein Review ohne ihn auskommt - doch hier steht keine Medienkritik und hyperästhetisierung von Gewalt im Zentrum. Hier wird in sehr gewöhnlichen Bildern, mit sehr viel Lakonie, Beiläufigkeit und schwarzem Humor eine Geschichte eines nicht eben sympathischen Pärchens vorgeführt.
Das ist putzig anzusehen, gleitet aber mangels Handlung immer mal wieder ins Repitative, da es weder eine große inhaltliche, noch charakterliche Progression der Protagonisten zu verfolgen gibt. Sie fahren, sie morden, sie ficken - und doch erfahren wir nicht soviel über die beiden Figuren, noch über ihre Opfer oder die Auswirkungen ihres Handelns.
Was letztlich für den Film einnimmt sind die Darsteller, die diese beiden kranken Seelen, die im Grunde auch menschlich nicht so spannend sind, dennoch greifbar und interessant machen und das tiefschwarze, folgerichtige Ende.
Kein Must-See, aber gute, gemächliche Unterhaltung die trotz des überschaubaren Spannungsbogens bei der Stange hält.
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Auf dem Papier mag das ja alles wie eine dolle Idee ausgesehen haben: Ex-Disney-Girlies die mal zeigen wollen, dass sie gar nicht mehr so brav sind, ein Regisseur der immer total "edgy stuff" dreht und ein Schauspieler der eh alle Rollen wie der uneheliche Sohn von Cheech&Chong spielt.
Mit Spring Breakers tun sich alle zusammen leider keinen Gefallen, denn das dem Aussehen…
Auf dem Papier mag das ja alles wie eine dolle Idee ausgesehen haben: Ex-Disney-Girlies die mal zeigen wollen, dass sie gar nicht mehr so brav sind, ein Regisseur der immer total "edgy stuff" dreht und ein Schauspieler der eh alle Rollen wie der uneheliche Sohn von Cheech&Chong spielt.
Mit Spring Breakers tun sich alle zusammen leider keinen Gefallen, denn das dem Aussehen nach großräumig improvisierte Endergebnis ist anstrengender als Korines Trashhumpers und Gummo zusammen - und wirkt obendrein weniger inspiriert. Natürlich hat er immer schon einen Hang zu recht oberflächlich-pubertärem Gepose gehabt - aber in seinen experimentelleren Filmen kann er das noch hinter einem Konzept verstecken. Der Versuch des konventionell narrativeren offenbart hier nur: Ohne Larry Clarks dirigierende Hand (der Kids und Ken Park gedreht hat) ist Korine nicht in der Lage irgendwas sinnvolles abzuliefern.
Bevölkert von unsympathischen Figuren, deren Entfernung aus dem Genpool durch eigene Doofheit nur begrüssenwert ist, schildert er uns eine Klein-Fritzchen-Fassung von "Scarface" gedreht vom Team das sonst die Pornoreihe Girls Gone Wild abdreht. Zeitlupenbrüste wechseln sich mit ad infinitum wiederholten Dialogloops ab, Teeniephilosophie im Offtext plus Francos unerträgliches Chargieren als Wurst vom Dienst, der zweimal zu heftig in die Alufolie gebissen hat und sich nicht ganz entscheiden kann, ob er gerade bei MTV-My Crib ist oder als Udo Jürgens-Verschnitt Britta Spears-Songs notzüchtigt.
Natürlich macht das alles keinen Sinn, denn alle Bilder sind geborgt, alle Dialoge hohles Geblubber und die Bilder im besten Fall Miami Vice meets Baywatch. Korine spricht in Interviews gerne davon, dass der Film wie Gemälde sei, eine Erfahrung - aber im Grunde ist er wie seine Figuren nur ein nerviges Nichts mit Sahnehaube.
Und es gibt interessantere Bildschirmschoner als Spring Breakers, bessere Pornos, bessere Arthaus-Filme und bessere Vehikel für brave Girlie-Stars die mal gaaanz ungezogen tun wollen.
21 Mitgliedern gefällt das Kommentar gefällt mir 3 Antworten
HulktopF Fri, 15 Mar 2013 02:55:24 -0000
Antwort löschenrespekt dass du dich da durchgezwungen hast :)
Kubrick_obscura Sun, 17 Mar 2013 21:10:12 -0000
Antwort löschen"Natürlich macht das alles keinen Sinn" - Natürlich...
Marvin Marsh Tue, 30 Apr 2013 23:47:26 -0000
Antwort löschen"Die Bilder" spielen super mit dem Stereotyp, find es fern von Borgung!
Gästebuch
AmeliaPond Sun, 12 May 2013 15:34:07 -0000
Lieblingsserien: die Ren und Stimpy show :D und schon bist Du mein Lieblingskritiker.
steffeck Sat, 11 May 2013 16:20:09 -0000
Hey Batzman,
ich hab inzwischen schon einiges von dir gelesen, was mir im Großen und Ganzen recht gut gefallen hat, zudem hab ich laut MP eine Nähe von 76% zu dir, was sowohl gleiche Ansichten, als auch verschiedene Sichtweisen, auf denen nette Diskussionen folgen könnten, offen lassen. Ach und "Desperate Housewives" und "Die Gummibärenbande" gehören zu deinen Lieblingsserien.
Das alles sollten genug Gründe für eine Anfrage sein. ;)
Ich hoffe, die bald auf meinem Dashboard begrüßen zu dürfen.
lg Steffi
steffeck Sat, 11 May 2013 16:20:09 -0000
Hey Batzman,
ich hab inzwischen schon einiges von dir gelesen, was mir im Großen und Ganzen recht gut gefallen hat, zudem hab ich laut MP eine Nähe von 76% zu dir, was sowohl gleiche Ansichten, als auch verschiedene Sichtweisen, auf denen nette Diskussionen folgen könnten, offen lassen. Ach und "Desperate Housewives" und "Die Gummibärenbande" gehören zu deinen Lieblingsserien.
Das alles sollten genug Gründe für eine Anfrage sein. ;)
Ich hoffe, die bald auf meinem Dashboard begrüßen zu dürfen.
lg Steffi
Drehmumdiebolzen Mon, 06 May 2013 12:50:14 -0000
Da deine Kritiken immer mit am interessantesten geschrieben, in Sachen Bissigkeit manchmal kaum zu übertreffen sind und und so oder so von mir heimgesucht werden, würde ich sie gerne direkt "frei Haus" aufs Dashboard bekommen ;)
Ben Kenobi Sun, 05 May 2013 13:42:41 -0000
Nachdem deine Kritik zu "Iron Man 3" mich gerade beinahe mit einem angebrochenen Genick aufgrund meines energischen Zustimmungsnickens zurückgelassen hat, dachte ich, wird es nun doch mal endlich Zeit, mehr von dir zu lesen - am liebsten auf meine Dashboard.
jeffcostello Sun, 31 Mar 2013 16:07:39 -0000
Hey,
nach den symphatischen Antworten heute, 76% laut MP, und natürlich die vorliebe für die alte Star Wars Trilogie, lass ich dir mal ne Anfrage zurück.
Grüße,
Jeff:
Andy Dufresne Sun, 31 Mar 2013 13:16:22 -0000
Erst die Rückkehr der Jediritter und erst dann die Vorgänger und lebenslang daran (Star Wars) gebunden: So ging es mir auch!!!
Auf VHS Ende der 80er Return of the Jedi gesehen bei meinem Opa (warum auch immer er mir nicht erst "Krieg der Sterne" zeigte...:D) und ab da war ich gefangen...
Ich dachte ich lasse dir mal eine Anfrage da, so als Bruder in Geiste :)
Beste Grüße
Andi
Johnzy Sun, 31 Mar 2013 12:42:51 -0000
Hi Batzman, Screen, gute Kritiken und ein durchaus solider Filmgeschmack deinerseits haben mich zu einer Anfrage bewegt :)
elmnope Fri, 29 Mar 2013 17:39:20 -0000
Wirklich gelungene Kritiken, die mir schon mehr als einmal aus der Seele gesprochen haben. Da lass ich doch direkt mal ne Anfrage da :)
doktormovie Sat, 23 Mar 2013 07:50:34 -0000
SCREEEEN! ;)
Toller Filmgeschmack!
Lass mal ne' Anfrage da.
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Oliver Lysiak ist Kritiker für moviepilot / Fünf Filmfreunde.
Oliver Lysiak schreibt als Kritiker für moviepilot / Fünf Filmfreunde.


















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