Pina ist ein Tanzfilm aus dem Jahr 2011 von Wim Wenders mit Pina Bausch.

Mit Pina setzt Regisseur Wim Wenders der titelgebenden Tänzerin Pina Bausch ein mitreißendes, inspirierendes sowie kraftvolles Denkmal des Tanzes.

Kompletter Inhalt & Hintergrundinfos zu Pina

Handlung von Pina
Schon nach wenigen Minuten ist klar: Pina ist ein außergewöhnliches – nahezu assoziatives – Konstrukt von Tanzfilm. Es geht darum die Sprache des Tanzes zu verstehen, zu erweitern und womöglich sogar neu zu definieren. Dementsprechend definiert sich die künstlerische Konzeption des Werks als Komposition der Bewegung, in deren Rahmen vier Stücke von Pina Bausch verschmelzen. Namentlich handelt es sich dabei um Café Müller (Uraufführung 1978), Das Frühlingsopfer (Uraufführung 1975), Kontakthof (Uraufführung 1978) und Vollmond (Uraufführung 2006).

Hintergrund & Infos zu Pina
Ursprünglich hatte Wim Wenders (Der Himmel über Berlin) eine filmische Kooperation mit Pina Bausch geplant. Bereits seit 1985 plante der Regisseur ein Tanz-Projekt mit der legendären Choreographin. Aufgrund unausgereifter Möglichkeiten zur adäquaten Umsetzung ihrer Vision blieb das Vorhaben der zwei Auteure lange Zeit unverwirklicht. Erst als Wim Wenders anlässlich eine Vorführung des Konzertfilms U2 3D in Cannes 2007 die Macht der dreidimensionalen Projektion erkannte, waren die Mittel zum Zweck in greifbarer Nähe:

Die zweidimensionale Kinoleinwand war bislang nicht in der Lage, weder emotional noch ästhetisch, Pina Bauschs Arbeit gerecht zu werden. Als ich vor 25 Jahren zum ersten Mal ihr Tanztheater sah, war ich zutiefst bewegt und verzaubert. Sie hat mich menschliche Bewegung, Gesten und Gefühle vollkommen neu verstehen und wahrnehmen lassen. Und diese Magie möchte ich auf die Leinwand transponieren. 3D wird uns die Möglichkeit geben, den Zuschauer direkt mit auf die Bühne zu nehmen, mitten hinein ins Zentrum des Geschehens. (Wim Wenders über Pina)

Als Pina Bausch, die von 1973 bis 2009 als künstlerische Leiterin des Tanztheater Wuppertal agierte, allerdings überraschend im Sommer 2009 verstarb, war die Verwirklichung des geplanten Films erneut unsicher. Schließlich realisierte Wim Wenders die Vision des gemeinsamen Films alleine, sodass Pina, der vor allem mit der Tagline Tanzt, tanzt sonst sind wir verloren beworben wurde, auf der Berlinale 2011 seine Premiere feiern konnte. (MH)

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