Stranger Things - Was ihr nach der Mystery-Serie schauen könnt

Die Magie der 1980er Jahre
© Warner/Paramount/Universal/Netflix
Die Magie der 1980er Jahre
moviepilot Team
Beeblebrox Matthias Hopf
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Am vergangenen Freitag war es endlich so weit und Netflix veröffentlichte die komplette 1. Staffel der Mystery-Serie Stranger Things. Im Rahmen von acht Episoden entführen uns Ross und Matt Duffer, die Schöpfer des Formats, in die US-amerikanische Kleinstadt Hawkins, Indiana und entfesseln die gesamte Magie des fantastischen Kinos der 1980er Jahre. Wer am Wochenende die Zeit für einen ausführlichen Binge-Marathon gefunden hat, dürfte mittlerweile auch die letzten Minuten des Finales bestaunt und sich die alles entscheidende Frage gestellt haben: Wie geht es weiter?

Obwohl bisher nichts offiziell ist, gab Matt Duffer kürzlich einen kleinen Ausblick auf die mögliche Fortführung der Geschichte: "Wenn wir [in die Welt von Stranger Things] zurückkehren, dann wird es keine 2. Staffel, sondern eher ein Sequel." Das hört sich zumindest so an, als existiere schon mal ein grober Plan. Bis wir konkrete Informationen haben, könnte jedoch etwas Zeit ins Land ziehen. Daher haben wir für euch acht Filme herausgesucht, die ihr unbedingt (wieder) sehen solltet, wenn euch Stranger Things gefallen hat und ihr noch tiefer in die Welt der 1980er eintauchen wollt.

E.T. - Der Außerirdische (Steven Spielberg, 1982)

Er ist wohl der offensichtlichste aller Filme in dieser Auflistung: E.T. - Der Außerirdische von Steven Spielberg. Es gibt ganze Passagen in Stranger Things, die sich an der Erzählung rund um Elliot (Henry Thomas) und seinen kleinen Freund aus dem All orientieren - ganz zu schweigen von der faszinierenden Anziehungskraft, die ein einfaches Fahrrad mit sich bringen kann. E.T. - Der Außerirdische fungiert quasi als Blaupause für eine ganze Generation an übersinnlichen Coming-of-Age-Filmen. Es ist folglich kein Wunder, wenn die Duffer-Brüder Steven Spielberg als maßgeblichen Einfluss auf die Entwicklung von Stranger Things nennen.


Poltergeist (Tobe Hooper, 1982)

Der Streit um das wahre künstlerische Genie hinter Poltergeist ist groß. Tobe Hooper oder Steven Spielberg? Das ist die große Frage, die sich stellt, beschäftigt man sich mit dem ereignisreichen Produktionsprozess des Kulthorrorfilms. Seit seiner Veröffentlichung wird gestritten, welcher Filmemacher was beigetragen hat. Am Ende lässt sich die Antwort vermutlich irgendwo dazwischen finden. Die Duffer-Brüder haben sich vom schaurigen Treiben dennoch inspirieren lassen und übernehmen sowohl die spielbergesken Motive als auch den Grusel jenen Mannes, der einst mit Blutgericht in Texas das Publikum verstörte.


Das Ding aus einer anderen Welt (John Carpenter, 1982)

Ein weiterer Film, der mal mehr, mal weniger subtil seinen Weg in Stranger Things gefunden hat, ist Das Ding aus einer anderen Welt von John Carpenter. So ziert beispielsweise das Poster zum Remake des gleichnamigen Films aus dem Jahr 1951 die Wand im Dungeons & Dragons-Keller von Dustin (Gaten Matarazzo), Lucas (Caleb McLaughlin) Mike (Finn Wolfhard) und Will (Noah Schnapp) und auch darüber hinaus ist der gleichermaßen blutige wie eisige Antarktis-Albtraum in jeder Minute von Stranger Things spürbar. Alleine die Faszination für das Monster - in seiner mitunter abstoßenden Erscheinungsform - spricht im Film wie in der Serie für sich.


Die Goonies (Richard Donner, 1985)

Selten wurde in einem Film das Abenteuer einer Kinderbande exzessiver ausgelebt als in Die Goonies von Richard Donner. Die ultimative Schatzsuche in der US-amerikanischen Vorstadtidylle inklusive abgelegener Verstecke, unterirdischer Gänge und einem echten Piratenschiff - hier kommt alles zusammen, wonach sich das Herz eines wahren Abenteurers sehnt. Würde man Stranger Things mit einem unaufmerksamen Auge schauen, es würde geradezu keinen Unterschied machen, wenn den Kindern ganz euphorisiert durch das Erlebte ein "Goonies never say die!" über die Lippe gehen würde.


Explorers - Ein phantastisches Abenteuer (Joe Dante, 1985)

In Explorers - Ein phantastisches Abenteuer schickt Joe Dante drei Teenager auf eine aufregende Odyssee in ihrem selbst gebauten Raumschiff. Die Geschichte beginnt mit dem jungen Ben (Ethan Hawke), der sich so sehr für das Weltall begeistert, dass ihm im Traum die Bauanleitung für ein Raumschiff erscheint. Daraufhin baut er mit seinen zwei besten Freunden, Wolfgang (River Phoenix) und Darren (Jason Presson), die Thunder Road aus einem Haufen Schrott zusammen. Auch dieser Aspekt lässt sich in Stranger Things entdecken: Die Überzeugung, selbst aus den alltäglichsten Gegenständen ein kleines Wunder erschaffen zu können.


Stand By Me - Das Geheimnis eines Sommers (Rob Reiner, 1986)

Dass Freundschaft in Stranger Things eine zentrale Rolle spielt, dürfte kein Geheimnis sein. Die wohl ultimative Geschichte in dieser Richtung stammt zweifelsohne aus der Feder von Stephen King, wurde von Rob Reiner in Szene gesetzt und trägt den Titel Stand by Me - Das Geheimnis eines Sommers. Darin stürzen sich ebenfalls vier Freunde in eines jener aufregenden Abenteuer, die die Welt verändern können. Am Ende lässt vor allem die Vergänglichkeit mit tragisch-düsterer Note den Atem stocken, wenn Gordie Lachance (Richard Dreyfuss) seine Geschichte mit folgenden Worten zum Abschluss bringt: "It happens sometimes. Friends come in and out of our lives, like busboys in a restaurant."


Super 8 (J.J. Abrams, 2011)

Dass sich J.J. Abrams in puncto Nostalgie bestens auskennt, dürfte spätestens nach Star Wars: Episode VII - Das Erwachen der Macht kein Geheimnis mehr sein. Doch schon lange bevor er George Lucas' Weltraummärchen neuen Atem einhauchte, huldigte er mit einer filmischen Hommage einem Großmeister seiner Kindheit: Steven Spielberg. Super 8 tobt sich munter in Erinnerungen aus und erzählt - wie sollte es auch anders sein - die Geschichte von ein paar Freunden, die zwischen der vermeintlichen Idylle einer US-amerikanischen Kleinstadt und den Regeln der Erwachsenen mit dem Übernatürlichen konfrontiert werden.


Midnight Special (Jeff Nichols, 2016)

Der letzte Eintrag in dieser Liste ist gleichzeitig der jüngste: Jeff Nichols' Midnight Special ist noch keine 365 Tage alt. Trotzdem darf er auf keinen Fall vergessen werden, wenn es um Filme geht, die den 1980er Jahren - in diesem Fall insbesondere Starman von John Carpenter - ihren Tribut zollen. Was Midnight Special dabei so herausragend macht, ist der Umstand, dass man den verbeugenden Gestus vor den Vorbildern erst zweitrangig wahrnimmt. Vorrangig ist Jeff Nichols' Werk vermutlich einer der aufregendsten Entwürfe von dem, was ein modernes Science-Fiction-Drama im Bewusstsein seines Genres anno 2016 sein kann.


Habt ihr Stranger Things schon gesehen und weitere Vorschläge parat?

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