Sam Peckinpah

✶ 21.02.1925 | ✝︎ 28.12.1984 | männlich | 104 Fans
Beteiligt an 20 Filmen und 1 Serien (als Regisseur/in, Drehbuchautor/in, Autor/in (Vorlage), ...)

Komplette Biographie zu Sam Peckinpah

Dem hohen Gewaltfaktor seiner Filme hat der US-amerikanische Regisseur Sam Peckinpah seinen Spitznamen Bloody Sam zu verdanken. Bereits in seiner Kindheit verbrachte der 1925 geborene Sam Peckinpah die Tage lieber auf der Familienranch in Fresno, Kalifornien als in der Schule. Auf der Ranch entdeckte Sam Peckinpah auch seine Leidenschaft für das Leben der Cowboys und Feuerwaffen, die sich in vielen seiner Filmen wiederfindet.

Aufgrund zahlreicher Prügeleien mit seinen Schulkameraden verbrachte Sam Peckinpah das letzte Jahr seiner High School-Zeit auf einer Militärschule. 1943 trat er dem United States Marine Corps bei, mit dem er auch in China tätig war. Ohne selbst direkt an Kampfhandlungen beteiligt gewesen zu sein, erlebte er dort die alltägliche Gewalt zwischen Chinesen und Japanern.

Wieder zurück in den Vereinigten Staaten, absolvierte Sam Peckinpah ein Universitätsstudium, nach dem er verschiedene Jobs bei US-Fernsehshows übernahm. Sein Ziel war damals bereits, irgendwann beim Film zu arbeiten. 1961 bekam er sein erstes Filmengagenment bei Terror in Block 11 von Regisseur Don Siegel. Dort arbeitete Sam Peckinpah als Sprachtrainer, der bei diesem Gefängnisfilm für die richtige Ausdrucksweise der Schauspieler zuständig war. Im realen Folsom Gefängnis gedreht, soll Sam Peckinpah bei den Dreharbeiten auch noch für etwas anderes verantwortlich gewesen sein: Der Direktor des Gefängnisses soll sich anfangs geweigert haben, das Hollywood-Team dort drehen zu lassen und erst als er von Sam Peckinpahs Beteiligung erfuhr, stimmte er den Dreharbeiten zu – denn durch Peckinpahs Großvater Denver Church, der als angesehener Richter in Kalifornien tätig gewesen war, hatte seine Familie einen guten Ruf bei der Justiz.

In den nächsten Jahren arbeitete Sam Peckinpah immer wieder mit Don Siegel zusammen und ist in dessen Film Die Dämonischen auch in einer kleinen Rolle zu sehen. Außerdem hat er auch als Autor von Western-Serien wie Rauchende Colts sein Geld verdient.

Seit 1961 war Sam Peckinpah auch als Regisseur tätig, wobei er als wenig umgänglich bekannt war und dadurch auch die Regiearbeit von Cincinnati Kid abgeben musste. Nach dem Erfolg eines einstündigen Fernsehfilms mit dem Titel Noon Wine bekam er freie Hand beim Dreh des Westerns The Wild Bunch – Sie kannten kein Gesetz. Als Konkurrenz zu Butch Cassidy und Sundance Kid – Zwei Banditen und in der Folge des bereits als gewaltätig berüchtigten Bonnie und Clyde, schuf Sam Peckinpah mit The Wild Bunch einen kontroversen Western-Klassiker, der für gemischte Reaktionen bei den Kritikern sorgte.

Auch seine späteren Filme wie Bring mir den Kopf von Alfredo Garcia, Pat Garrett jagt Billy the Kid und Steiner – Das Eiserne Kreuz sind für ihre Härte bekannt. Aufgrund ihrer Popularität sind von einigen seiner Filme auch Remakes entstanden: Sein Bankräuber-Film Getaway mit Steve McQueen und Ali MacGraw wurde als Getaway neuverfilmt und der Schauplatz von Wer Gewalt sät mit Dustin Hoffman in der Hauptrolle wurde 2011 bei Straw Dogs – Wer Gewalt sät von England in den Süden der Vereinigten Staaten verlegt.

Sam Peckinpah war als starker Trinker und Drogenfreund bekannt, wodurch er einige geplante Filme nicht realisieren konnte. Trotz seiner wenig umgänglichen Art, arbeitete er mehrmals mit Stars wie Kris Kristofferson und James Coburn zusammen.

Am 29. Dezember 1984, nach langen gesundheitlichen Problemen, erlag Sam Peckinpah im Alter von 59 Jahren einem Herzstillstand. Trotz seiner schlechten Gesundheit arbeitete Sam Peckinpah bis zuletzt an einem Film nach einem Drehbuch von Horror-Autor Stephen King. Das nicht vollendete Projekt brachte King 1996 unter dem Pseudonym Richard Bachmann als Roman mit dem Titel Regulator heraus. (AK)

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