7 Jungfrauen
7 Virgenes (2005), ES Laufzeit 85 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 09.11.2006
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von Alberto Rodríguez, mit Juan José Ballesta und Jesús Carroza
Sevilla im heißesten Sommer. Die Vorstadt brütet. Tano, sechzehn und im Knast, kommt zur Hochzeit seines Bruders 48 Stunden frei. Er soll sich vorsehen. Doch er will nur eins: Die Freiheit auskosten. Mit den Jungs vom Viertel, Freund und Freundin jagt er durch die Straßen und die Clubs, zwei Tage und zwei Nächte. Was tun, wenn die Kumpel über die Stränge schlagen? Entfesselte, überschäumende Lebenslust trägt ihn wie auf Flügeln – bis er am Abgrund steht.
HandlungTano (Juan José Ballesta ) ist 16 Jahre alt und sitzt schon seit einiger Zeit im Knast. Nur für 48 Stunden hat er Ausgang ins spanische Sevilla, wo sein Bruder Santacana (Vicente Romero) heiraten wird. Doch auf die Warnung des älteren Bruders, keine Dummheiten anzustellen, kann Tano nicht lange hören. Kaum ist er ein paar Stunden mit seinem Kumpel Richi (Jesús Carroza) unterwegs, begehen sie schon den ersten Diebstahl.
Die nächsten Stunden sind geprägt von Sex mit der Freundin, Drogen und Gewalt. Tano lässt sich schnell in den Sog des früheren Lebens einziehen. Man merkt, dass sich in dem 16jährigen etwas widersetzt, dass er versteht, seine Zukunft allzu leicht aufs Spiel zu setzen. Doch als seine Freunde in Bandenkämpfe verwickelt werden, macht auch Tano mit.
Die Armut und die soziale Verzweiflung sind es, die Tano dem Zuschauer nahe bringen. Von dem Geld, das er mit Richi erbeutet, kauft er seiner geliebten Großmutter einen neuen Fernseher. Tano ist sichtlich in Patri (Alba Rodríguez) verliebt und würde gerne eine Zukunft mit dem hübschen Mädchen haben. Auch die Figur des Richi zeigt sich nicht nur von einer aggresiven Seite: Der Junge leidet unter der Beziehung zu seiner Mutter und träumt von einem besseren Leben. Doch im nächsten Moment vergewaltigt er fast ein Mädchen.
Tano und Richi gehören einer Unterschicht Spaniens an, die nur allzu leicht vergessen wird. In nur 48 Stunden erlebt der Zuschauer den Alltag als Jugendlicher in einer südspanischen Plattenbausiedlung, die geprägt ist von Aussichtslosigkeit, Zusammenhalt in der Gruppe gegen andere Gruppen und falscher Männlichkeit.
Weiterführende InformationenWissenswertes
7 vírgenes brachte Regisseur Alberto Rodríguez im Jahre 2004 sechs Goya-Nominierungen ein.
Nur Juan José Ballesta ist ein professioneller Schauspieler. Er stand schon mit acht Jahren vor der Kamera. Die anderen Darsteller wurden in einer lokalen Schule gecastet.
Weitere Informationen im Internet
Rezension des Films von Nana A.T. Rebhan auf arte.tv (mit Trailer und Dialogauschnitten)
Rezension auf critic.de
Quelle
Informationen über den Film auf dem deutschen Verleiher Koolfilm.de
Cast & Crew
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Alberto Rodríguez
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Juan José Ballesta
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Jesús Carroza
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Antonio Dechent
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Vicente Romero
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Santacana
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Loles León
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Julián Villagrán
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) José María
Regie
Schauspieler
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Alba Rodríguez
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Maite Sandoval
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Patris Mutter
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Fernando Tejero
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Fernando Tejero
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Ana Wagener
Fan werden!Du bist Fan! (löschen) Richis Mutter
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Rafael Cobos
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Alberto Rodríguez
- Genre
- Sozialdrama
- Ort
- Sevilla, Vorstadt
- Handlung
- Adoleszenz, Armut, Drogen, Feier, Gewalt, Großmutter-Enkelsohn-Beziehung, Hip-Hop, Hochzeit, Jugendkriminalität, Jugendlicher, Jugendstrafanstalt, Mutter-Sohn-Beziehung, Plattenbau, Schicht, Schlägerei, Sozial schwache Familie
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Drehbuch
Filmdetails 7 Jungfrauen
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Kommentare (5) — Film: 7 Jungfrauen
Kommentar schreibenstalker 2010/09/22 00:05:30
Kommentar löschenEin immer wieder süßtraurig blickender Bengel aus dem Knast verbringt zwei Tage in Freiheit. Nicht gerade einer Freiheit würdig, das Ghetto, die Verwandtschaft, die Freundin, all das, was dem da so widerfährt. Frag ich mich, warum ich das sehe und warum ich trotz allem 6.5 Punkte gebe. Vielleicht, weil eine gute 3 manchmal besser als eine schlechte 2 ist und immerhin hat er sich doch bemüht...
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8martin 2010/05/07 17:46:18
Kommentar löschenDie Atmosphäre stimmt, die Laiendarsteller überzeugen, die Handlung scheint nicht erfunden und das Ambiente könnte nicht passender sein. Es ist ein 48-stündiger Ausschnitt aus dem Leben von Tano, einem jugendlichen Kriminellen. Er ist auf der Suche nach seiner Zukunft zwischen Tradition und kumpelhafter Freundschaft, zwischen Verantwortung und Spaß an der Freude. Dabei bestimmen Sex und Gewalt diesen kurzenlebigen Alltag. Man erkennt die Perspektivlosigkeit in dieser Tristesse, sodass eine andere Option sich von selbst ausschließt. Zumindest sieht das Tano so. So wie die letzte Einstellung des laufenden, vielleicht flüchtenden Tano im Bild angehalten wird, so episodenhaft bleibt der ganze Film. Keine Ermahnung, vielleicht eine Warnung oder eine Aufforderung diesen Teufelskreis zu durchbrechen, bevor man in der Abwärtsspirale untergeht.
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annaberlin 2008/06/24 15:26:36
Kommentar löschenDas Vorstadtdrama zeigt die spanische Stadt Sevilla aus ungewohnter (weil nicht touristischer) Perspektive. Der Hauptdarsteller, der in diesem Drama sein Leinwanddebüt abgibt, spielt überragend und überzeugt als Möchtegern-Macker, dessen jugendliches Leben zwischen Langeweile und Gewalt oszilliert. Für mich steht der Film im Zentrum eines neuen sozialkritischen spanischen Kinos, wie es z.B. auch Amenábar praktiziert.
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Pelle 2008/05/06 19:37:55
Kommentar löschencabron, cojones, capullo. Authentisch und echt. Ein Film aus dem Leben. Nachvollziehbarer Plot und Charaktere, leider kommt die Hintergrundstory kaum durch.
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BUW_514_HE 2007/12/05 18:23:02
Kommentar löschenEin realer Film, kein Kitsch sondern witzig und tight!!
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